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Die
Erfindung betrifft einen Energiewandler, der vorgesehen ist, mechanische
in elektrische Energie zu wandeln und betrifft auch einen Zähler, welcher
seine Betriebsenergie und auch die Zählinformation beziehungsweise
die Zählimpulse
von dem vorgenannten Energiewandler enthält. Weiter betrifft die Erfindung
ein Verfahren zum Wandeln mechanischen Energie in elektrische Energie
und betrifft auch ein Verfahren zum Betrieb des Zählers mit
der nach dem Verfahren gewonnenen elektrischen Energie. Auch betrifft
die Erfindung ein System aus zumindest einem oder mehreren der vorgenannten
Zähler.
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Zur
Erfassung von Verbrauchsdaten sind Zähleinrichtungen oder mechanische
Zählwerke
bekannt, welche ausgebildet sind einen Volumenstrom eines Fluids
zu erfassen. Diese mechanischen Zählwerke sind derart ausgebildet,
dass mittels des Volumenstroms direkt oder indirekt zumeist ein
Zählrad angetrieben
wird, welches jede Umdrehung auf ein Zählwerk überträgt. Bei einem bekannten Querschnitt
des Volumenstromes kann so jeder Umdrehung exakt ein bestimmtes
Volumen zugeordnet werden. Somit ist mit dem Zählwerk der Volumenstrom erfasst.
Solche mechanischen Volumenstromzähler verfügen in der Regel nicht über eine
Verbindung zu weiteren Einrichtungen und müssen von „von Hand" abgelesen werden. Elektronische Fernabfrage,
oder ähnliche
Funktionen sind damit nicht zu realisieren. Vorteil an diesen Geräten ist
eine hohe Betriebssicherheit, da diese Geräte eine hohe Standfestigkeit und
Lebensdauer aufweisen und von Hilfsenergiequellen wie zum Beispiel
elektrischer Energie unabhängig
sind. Nachteilig daran ist jedoch, dass die durch das Gerät erfassten
Daten nur manuell und nur vor Ort direkt am Gerät ablesbar sind.
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Weiter
ist allgemein bekannt, einen Volumenstrom auf der Grundlage der
magnetisch induktiven Durchflussmessung zu erfassen. Dabei wird
unter Ausnutzung des faradayschen Induktionsgesetzes eine elektrische
Spannung induziert. Diese Spannung ist bei bekanntem Querschnitt
einer strömenden
Flüssigkeit
ein Maß für den Volumenstrom. Dieses
Messprinzip nutzt die Trennung bewegter Ladungen in einem Magnetfeld
aus. Durch ein Rohr aus nicht magnetischem Werkstoff mit einer elektrisch isolierenden
Auskleidung strömt
die zu messende Flüssigkeit.
In der Flüssigkeit
enthaltene Ladungsträger
werden durch ein senkrecht zur Strömungsrichtung liegendes Magnetfeld
abgelenkt. Durch die Ladungstrennung entstehen hochohmige elektromotorische
Kräfte
welche an isoliert im Rohr angebrachten Elektroden aus korrosionsfestem
Material elektrische Spannungen im Millivolt-Bereich erzeugen. Nachteil dieses
Messprinzips ist die Begrenzung der Anwendbarkeit alleinig auf elektrisch
leitfähige
Flüssigkeiten. Für Gase ist
das Verfahren aufgrund der mangelnden elektrischen Leitfähigkeit.
Damit ist dieses Verfahren nicht auf alle Fluide anwendbar.
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Weiter
ist allgemein bekannt, eine Durchflussmessung und damit eine Erfassung
des Volumenstromes nach dem so genannten Differenzdruckverfahren
durchzuführen.
Dabei wird die kinetische Energie eines Fluids umgewandelt in potentielle
Energie welche sich als Druck messen lässt. Eine Blende, welche als
Lochscheibe zur Verengung des Fließquerschnitts vorgesehen ist,
zwingt das fließende Fluid
zu einer Geschwindigkeitserhöhung.
Die kinetische Energie wird erhöht.
Dadurch wird gemäß dem Energieerhaltungssatz
der Druck des Fluids nach der Blende geringer. Die potentielle Energie
des Fluids verringert sich. Diese Druckdifferenz wird mit einem Sensor
gemessen und in einer Auswerteeinrichtung in den Volumenstrom umgerechnet.
Nachteilig daran ist, dass derartige Messanordnungen eine externe Energieversorgung
benötigen.
Diese ist entweder durch einen elektrochemischen Energiespeicher, zum
Beispiel einen Akkumulator, oder durch eine Netzstromversorgung
gebildet. Eine derartige Abhängigkeit
führt zu
hohem Wartungsaufwand oder Installationsaufwand, da eine erforderliche
Netzstromversorgung bis zu dem betreffenden Zähler zu installieren ist, oder
in regelmäßigen Zeitabständen der elektrochemische
Energiespeicher, zum Beispiel die Batterie, erneuert werden muss.
Insbesondere im Zusammenhang mit einem elektrochemischen Energiespeicher
ist auch die zuverlässige
und dauerhafte Energieversorgung nicht gesichert, sodass in Zeiten ohne
elektrische Energieversorgung keine Messung beziehungsweise keine
Volumenstromerfassung erfolgt. Auch eine netzabhängige Energieerfassung beziehungsweise
Energieversorgung ist nicht grundsätzlich unterbrechungsfrei,
sodass auch hier für
den Zeitraum der Energieunterbrechung keine Volumenstromerfassung
möglich
ist.
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Es
ergibt sich daraus die Aufgabe der Erfindung, einen sicheren Betrieb
und damit eine sichere Erfassung des Volumenstroms zu ermöglichen
und dabei den Betriebsaufwand oder den Installationsaufwand zu senken.
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Diese
Aufgabe wird durch einen Energiewandler gemäß Patentanspruch 1, einem Zähler gemäß Patentanspruch
13, einem System gemäß Patentanspruch
20, einem Verfahren gemäß Patentanspruch
22 und dem Zählverfahren
gemäß Patentanspruch
29 gelöst.
Mit den Maßnahmen,
die in den zu diesen Patentansprüchen
direkt oder indirekt untergeordneten Patentansprüchen beschrieben sind, sind
diese Maßnahmen
in vorteilhafter Weise weitergebildet.
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Im
Folgenden sind die vorgeschlagenen Maßnahmen anhand des prinzipiellen
Gegenstands und des prinzipiellen Verfahrens erläutert.
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Es
ist ein Energiewandler vorgeschlagen, bei dem ein erstes und ein
zweites Element vorgesehen ist, wobei das erste Element mechanische
Energie, zum Beispiel in Form einer Bewegung aufnimmt und an ein
Koppelelement übergibt.
Das Koppelelement dient zur mechanischen Kopplung zwischen dem ersten
und dem zweiten Element und ist als mechanischer Energiespeicher
ausgebildet. Das zweite Element ist als elektromechanischer Wandler
ausgebildet, der mechanische Energie in elektrische Energie wandelt.
Es eignen sich dazu verschiedene Wandlersysteme die verschiedenen
physikalischen Prinzipien folgen. So sind zum Beispiel elektromagnetische
Wandler, piezoelektrische Wandler oder auch andere elektromechanische
Wandler geeignet.
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Volumenströme von Fluiden,
wobei als Fluide Gase oder Flüssigkeiten
bezeichnet sind, können abhängig vom
Bedarf in unterschiedlichen Geschwindigkeitsbereichen fließen. Es
sind also auch sehr geringe Fließgeschwindigkeiten denkbar.
Aus diesem Grunde ist das Koppelelement als Energiespeicher vorgesehen,
welcher die mechanische Energie, die durch das erste Element in
das Koppelelement eingebracht wird, aufsammelt und nach dem Erreichen
eines Umschlagpunkt bei einem vorbestimmbaren oberen Energieniveau,
kurzzeitig an das zweite Element abgibt. Kurzzeitig bedeutet dabei, dass
die Zeit, in der die Energieabgabe an das zweite Element erfolgt,
kürzer
ist, als die Dauer für
die Aufnahme der Energie. Die Zeitdauer und der zeitliche Verlauf
der Energieabgabe von dem Koppelelement an das zweite Element sind
dabei unabhängig
von der Zeitdauer und dem zeitlichen Verlauf der Energieaufnahme
von dem Koppelelement aus dem ersten Element. Somit kann, durch
Variation des oberen Energieniveaus, durch Variation der Ausführungsform des
Koppelelements und durch Variation der Ausführungsform des zweiten Elements,
eine schnelle Energieabgabe an das zweite Element erfolgen, so dass das
zweite Element zu einer Bewegung angeregt wird. Die somit angeregte
Bewegung erlaubt eine Wandlung der mechanischen Energie in elektrische Energie
und ermöglicht
dabei auch noch ein Spannungs- und Stromstärkeniveau, mit dem elektrische Verbraucher
wie zum Beispiel elektronische Schaltungen betreibbar sind. Die
Geschwindigkeit einer Bewegung an einem elektromechanischen Wandler wirkt
sich direkt auf die erzeugbare elektrische Spannung eines elektromechanischen
Energiewandlers aus. Vorteilhaft ist an den oben beschriebenen Maßnahmen,
dass damit dieser Grundsatz unabhängig von der Geschwindigkeit
des Fluids berücksichtigt wird.
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Damit
ist auch erreicht, dass bei sehr geringen Fließgeschwindigkeiten, bei denen
eine direkte Kopplung zwischen dem ersten und dem zweiten Element
keine Bewegungsenergie am zweiten Element verursachen würde, in
sinnvoller Höhe
elektrische Energie erzeugt werden kann, die auch zu einer Weiterverwendung
oder gar als Energiequelle verwendbar ist. Ein weiterer Vorteil
ist, das sich die oben beschriebenen Maßnahmen unabhängig von
der Temperatur, oder der Stoffzusammensetzungen oder physikalischer
Eigenschaften des Fluids anwenden lassen. Die beschriebenen Maßnahmen
wirken unabhängig
davon, ob das das zu messende Fluid gasförmig oder flüssig, elektrisch
leitfähig
oder isolierend ist. Auch ist die Fluidtemperatur in Bezug auf die Durchführbarkeit
der oben beschriebenen Maßnahmen
ohne Bedeutung.
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Elektrische
Energie ist erst ab einem bestimmten Spannungspotential sinnvoll
für weiter- oder
nachgeschaltete Einrichtungen verwendbar. Aber erst ab einer bestimmten
Geschwindigkeit einer Zustandsänderung
oder einer Bewegung ist ein entsprechendes Spannungspotential generierbar.
Mit einer langsamen Strömungsgeschwindigkeit
würde sich
ein ausreichendes Spannungspotential ohne die oben genannten Maßnahmen
nicht bilden lassen. Der Vorteil des vorgeschlagenen Energiewandlers begründet sich
demnach darauf, dass die mechanische Energie mittels des ersten
Elements auf das Koppelelement übertragen
wird und in diesem verlustfrei speicherbar ist. Ab dem Umschlagpunkt
bei einem vorbestimmbaren oberen Energieniveau wird diese ebenso
verlustfrei mit Ausnahme von geringen Reibungsverlusten an den elektromechanischen
Energiewandler abgegeben. Dieser wandelt dann, unter Berücksichtigung
seines Wirkungsgrades, die mechanische Energie in elektrische Energie
um.
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Dadurch,
dass der Zeitanteil der Abgabe der mechanischen Energie an das zweite
Element, und damit an den elektromechanischen Energiewandler, unabhängig von
der Zeit des Eingangs der Energie in das Koppelelement ist, ist
der elektrische Energieimpuls, der dabei gewonnen wird, stets von
gleicher Qualität.
Das heißt
die dadurch erzeugbare Spannung ist ebenfalls gleich.
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Um
einen oberes mechanisches Energieniveau und damit einen Umschlagpunkt
zu bestimmen, an dem die mechanische Energie an das zweite Element,
den elektromechanischen Energiewandler, abgegeben wird, ist eine
Haltekraft vorgesehen, die vorbestimmbar ist. Das heißt, wird
mechanische Energie mittels dem ersten Element in das Koppelelement eingebracht,
so wird mittels dieser Haltekraft verhindert, dass das Koppelelement
die Energie sofort auf das zweite Element überträgt. Erst dann, wenn ausreichend
mechanische Energie im mechanischen Energiespeicher eingebracht
ist, wird ab einem vorbestimmbaren oberen Energieniveau die Haltekraft überschritten.
Die mechanische Energie wird dann an das zweite Element abgegeben
und die im Koppelelement verbleibende gespeicherte mechanische Energie
nimmt ab.
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Das
Prinzip, welches den oben beschriebenen Maßnahmen zu Grunde liegt, eignet
sich nicht nur für
die Aufnahme oder die Energiegewinnung aus einen langsam fließenden Fluidstrom,
sondern eignet sich auch zur Wandlung von mechanischer in elektrische
Energie, wenn die mechanische Energie durch kleine Bewegungen oder
langsame Bewegungen gegeben ist. Ein Beispiel hierfür ist eine
temperaturschankungsbedingte Größenänderung
eines festen Körpers.
Abhängig
davon, welche Bewegungsform in elektrische Energie gewandelt werden
soll, ist das erste Element des oben beschriebenen Prinzips ausgebildet
entweder mittels einer Drehbewegung oder mittels einer Längsbewegung
die mechanische Bewegung und damit die mechanische Energie aufzunehmen.
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Um
die erforderliche Haltekraft einzubringen, ist es möglich, entweder
das zweite Element direkt oder die Kopplung zwischen Koppelelement
und dem zweiten Element, oder das Koppelelement direkt mittels eines
Halteelements zu halten. Das Halteelement kann dabei durch ein magnetisches
Element, eine Kupplung oder ähnliche
Vorrichtungen gebildet sein. Die Ausführungsform des Haltelements
ist bevorzugt so gebildet, dass nach dem Überwinden der Haltekraft ein
möglichst
hoher Anteil der im mechanischen Energiespeicher, dem Koppelelement,
gespeicherten Energie an das zweite Element übergeben werden kann. Verluste
durch Reibung im Haltelement sollten auf ein Minimum reduziert sein.
Aus diesem Grunde eigenen sich zum Beispiel Halteelemente die auf
mechanischer Reibung beruhen nur bedingt. Bevorzugt sind magnetisch
wirksame Halteelemente vorgesehen.
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Mit
einem magnetischen Halteelement ergibt sich der Vorteil, dass mittels
verschiedener Parameter die Haltekraft des Haltelements beeinflussbar
ist. Damit ist auch die Menge an mechanischer Energie, die im mechanischen
Energiespeicher gespeichert ist, einstellbar. So ist zum Beispiel
durch die Beabstandung des magnetischen Elementes zu einem damit
korrespondierenden weiteren magnetischen Element die Haltekraft
einstellbar. Als weiteres magnetisches Element eignet sich zum Beispiel
ein Dauermagnet, oder ein ferromagnetisches Bauteil, oder eine Spule.
Eine Spule bietet zudem die Möglichkeit durch
den Stromfluss durch die Spule die magnetische Kraft zu beeinflussen
und damit auch die Haltekraft zu beeinflussen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist der mechanische Energiespeicher durch ein mechanisches Federelement
gebildet, welches zum Beispiel eine Spiralfeder ist. Mechanische
Energiespeicher haben gegenüber
anderen, zum Beispiel elektrischen Energiespeichern den Vorteil,
dass die darin gespeicherte Energie keinerlei Verlusten unterliegt. So
ist zum Beispiel eine gespannte Feder in der Lage, mechanische Energie
zu speichern, und unabhängig
von der Dauer der Speicherung dieser Energie wird sie diese vollständig zu
einem beliebigen Zeitpunkt wieder abgeben können. Damit unterscheiden sich
mechanische Energiespeicher zu elektrischen Energiespeichern wesentlich,
denn die elektrischen Energiespeicher erleiden Verluste an der gespeicherten
Energie, wobei die Verluste durch Kriechströme entstehen. Dadurch verringert
sich die in einem elektrischen Energiespeicher gespeicherte elektrische
Ladung.
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Alternativ
zum Halteelement kann der elektromechanische Wandler durch einen
Schrittmotor ausgebildet sein, so dass die durch den Schrittmotor gebildete
Haltekraft beim Wechsel von einem ersten Schritt auf einen nachfolgenden
Schritt als Haltekraft für
den Energiespeicher verwendbar ist. Damit ist vorteilhaft erreicht,
dass Haltekraft und Energiewandler durch eine bauliche Einheit in
dem Schrittmotor realisierbar sind.
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Es
ist weiter zur Lösung
der Aufgabe ein Zähler
vorgesehen, dessen Energieversorgung und Messwertermittlung durch
einen elektromechanischen Energiewandler gemäß dem vorstehend beschriebenen
Prinzip gegeben ist. Dazu ist der Energiewandler mit einer elektronischen
Verarbeitungseinrichtung gekoppelt. Um nun zu einem zählbaren und
auswertbaren Ergebnis und damit zu einem berechenbaren und zählbaren
Volumenstrom zu gelangen, ist gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform des
Zählers
der elektromechanische Wandler derart ausgelegt, dass eine vorbestimmbare
Wegstrecke oder ein vorgegebener Drehwinkel einer vorbestimmten
Maßeinheit
des Volumenstroms entspricht. Ist der elektromechanische Wandler
als Schrittmotor ausgebildet, welcher für jede vollständige Umdrehung
vier Schritte gleicher Größe benötigt, so
werden zum Beispiel pro Umdrehung des elektromechanischen Wandlers,
vier Impulse generiert. Ein Impuls entspricht dann einem Drehwinkel
von 90°.
Abhängig von
dem Querschnitt des Volumenstroms ist somit einer jeden 90°-Drehung
und damit jedem elektrischen Impuls ein exakter Volumenstrom zuzuordnen.
Um nun zum Ergebnis des gesamten Volumenstroms pro Zeiteinheit zu
gelangen, sind lediglich die Impulse zu zählen und mit dem Volumenstrom
zu multiplizieren der einem Impuls zugeordnet ist.
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Da
mit jedem elektrischen Impuls, erzeugt durch den vorstehend beschriebenen
elektromechanischen Wandler, ausreichend Spannung und damit elektrische
Energie erzeugt wird, um eine nachgeschaltete elektrische beziehungsweise
elektronische Einrichtung zu betreiben, ist es möglich, mit jedem einzelnen
erzeugten elektrischen Impuls die Verarbeitungseinrichtung zu betreiben
und auch nachgeschaltete Einrichtungen, zum Beispiel eine Funk-Sendeeinrichtung
oder eine Funk-Sende-Empfangseinrichtung mit dem Energiewandler
zu koppeln, und auf diese Weise mit jedem elektrischen Impuls ein
Funksignal abzusenden, das von einer entfernten Empfangseinrichtung
empfangbar ist. Ein solches elektrisches Funksignal beinhaltet dann
zum Beispiel Identifikationsmerkmale des Senders, beziehungsweise
des Zählers,
sodass in der entfernten Empfangseinrichtung auch entsprechende
Berechnungen und Zuordnungen zum Volumenstrom durchführbar sind.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
ist vorgesehen, zusätzlich
zur Verarbeitungseinrichtung einem elektronischen Speicher zu versehen,
der dazu eingerichtet ist, die Anzahl der elektrischen Impulse zu
zählen
und aufzusummieren. Bevorzugt ist der elektronische Speicher in
die Verarbeitungseinrichtung integriert. Damit kann eine vorbestimmbare Anzahl
von Impulsen gesammelt und summiert werden, und erst ab Erreichen
einer vorbestimmbaren Summe von Impulsen wird ein Funksignal abgesendet.
Somit ist der vergleichsweise energieintensive Vorgang des Sendens
eines Funksignals auf ein Minimum begrenzbar. Im Gesamten ist damit
auch die Energiebilanz des Zählers
optimierbar. Was besonders deshalb von Vorteil ist, da die Quelle
für die
verfügbare
elektrische Energie lediglich die Bewegung des Fluids ist, dessen
Volumenstrom zu erfassen ist.
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Eine
vorteilhafte Ausführungsform
sieht vor, eine elektrische Spannungsgleichrichteeinheit dem elektromechanischen
Wandler nachzuschalten und damit eine Gleichspannung zu erzeugen,
die in einen elektrochemischen oder elektrokapazitiven Energiespeicher,
wie zum Beispiel einen Kondensator geladen werden kann. Sämtliche
Komponenten des Zählers,
welche zu ihrem Betrieb elektrische Energie benötigen, wie zum Beispiel die
Auswerteeinrichtung und die elektrische Speichereinrichtung und
die Funk-Sende- oder Funk-Sende-Empfangseinrichtung
sind dann mit der elektrischen Energie aus diesem elektrischen Energiespeicher
versorgbar. Parallel ist dabei vorzusehen, dass ein Impulssignal
zum Zählen
der Impulse erhalten bleibt, sodass die elektrische Speichereinheit
und die elektronische Verarbeitungseinrichtung auch eine Information über die Anzahl
der Impulse erhält.
Dieses Signal ist parallel zur Gleichrichteeinheit der elektronischen
Verarbeitungseinheit zugeführt.
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Mit
einem Zähler,
dem vorstehende beschriebenen Prinzip folgend, ist ein System möglich, bei
dem ein Zähler
im Verbund mit weiteren Zählern gemeinsam
wirkt, und die Daten an eine zentrale Einheit übermittelt. Die zentrale Einheit
empfängt
dann die von den Zählern
abgesendeten Signale sowie deren Dateninhalte, wertet diese aus
und verarbeitet sie weiter.
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Sind
die einzelnen Zähler
mit einer Funk-Sende-Empfangseinheit
ausgestattet, kann auch jeder Zähler
Daten eines benachbarten Zählers empfangen,
gegebenenfalls in der Verarbeitungseinheit weiteren Berechnungen
zuführen,
abspeichern und schließlich
gemeinsam mit seinen eigenen Daten an die zentrale Empfangseinheit
weitersenden. Somit ist es möglich,
auch über
große
Distanzen einen Zähler, über seine
Funkreichweite hinaus, entfernt von der zentralen Empfangseinheit
anzuordnen. Denn über
benachbarte Zähler
werden die Daten des entfernten Zählers bis zur zentralen Einheit
durchgeleitet.
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Zudem
ist auch durch die an den Zählern vorgesehene
Empfangseinheit eine von der zentralen Einheit ausgegebene Benachrichtigung,
Datenänderung,
Firmware-Update oder verschiedenes mehr in Richtung der Zähler per
Funkübertragung möglich. Die
zentrale Einheit ist dazu eingerichtet, mittels der Zähler und
der durch die Ergebnisse übermittelten
Parameter weitere Aktionen auszulösen, oder in Abhängigkeit
von einer Useranfrage eine Aktion gegebenenfalls auch gegenüber den
Zählern auszulösen.
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Im
Folgenden ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels für einen
Energiewandler, einen Zähler
und einem System mit dem Zähler,
unter Zuhilfenahme von schematischen Darstellungen in insgesamt
12 Figuren näher
erläutert.
Es zeigen:
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1 die
schematische Darstellung eines Energiewandlers,
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2 ein
Energielade- und -entladediagramm des mechanischen Energiespeichers,
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3 eine
teilschematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels des Energiewandlers,
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4 eine
schematische Darstellung eines Zählers,
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5 eine
schematische Darstellung eines Schrittwandlers,
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6 eine
schematische Darstellung eines Zählers,
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7 eine
schematische Darstellung eines Zählers,
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8 eine
schematische Darstellung eines Systems mit Zähler,
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9 ein
Schaltbild einer Gleichrichteeinrichtung mit Kondensator,
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10 ein
Spannungs-Zeit-Diagramm am elektromechanischen Energiewandler,
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11 ein
Spannungs-Zeit-Diagramm der Gleichrichteeinheit und
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12 ein
weiteres Spannungs-Zeit-Diagramm der Gleichrichteeinheit.
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Die 1 zeigt
eine schematische Darstellung eines elektromechanischen Wandlers
E gemäß dem vorstehend
beschriebenen Prinzip, bei dem ein erstes Element 1 mit
einem zweiten Element 2 über ein Koppelelement 3 gekoppelt
ist. Das Koppelelement 3 ist als mechanischer Energiespeicher
ausgebildet. Das erste Element 1 ist dazu eingerichtet,
die Bewegung eines Mediums beziehungsweise die daraus folgende Bewegungsenergie
in das Koppelelement 3 übertragen.
Das Koppelelement 3 ist mit dem zweiten Element 2 derart
gekoppelt, dass erst eine durch ein Halteelement 9 gebildete
Haltekraft zu überwinden
ist, ehe das zweite Element 2 in eine Bewegung geführt wird.
Das zweite Element 2 umfasst dabei einen elektromechanischen
Energiewandler und wandelt somit die eingebrachte mechanische Energie
in elektrische Energie um.
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In
der Zusammenschau der 1 mit der 2 ist
gezeigt, in welcher Form und in welchem zeitlichem Ablauf die Energie
in den mechanischen Energiespeicher 3, der durch das Koppelelement 3 gebildet
ist, eingespeichert wird. Dem Diagramm liegt eine gleichmäßige Bewegung
des ersten Elements 1 zugrunde. Die ansteigende Flanke
Ein zeigt den Eintrag der mechanischen Energie
in das Koppelelement 3 und damit in den mechanischen Energiespeicher 3.
Die Gleichmäßige Bewegung
des ersten Elements 1 ist zum Beispiel in einem Versuchsaufbau durch
einen Elektromotor herstellbar, der mittels eines Getriebes das
erste Element antreibt. An einem Einbauort ist eine derart gleichmäßige Bewegung durch
Schwankungen der Fleißgeschwindigkeit
nur selten gegeben. Im Diagramm ist ein unteres Energieniveau EU
und ein oberes Energieniveau EO durch eine jeweils parallel zur
Zeitachse T gestrichelt dargestellte Linie gebildet. Im Nullpunkt
beginnend wird über
die Zeit t durch eine gleichförmige
und stetige Bewegung des ersten Elementes ein Energieeintrag Ein in das Koppelelement eingebracht. Mit
dem Erreichen des oberen Energieniveaus EO ist die Haltekraft des
Halteelements 9 erreicht, sodass die mechanische Energie
aus dem mechanischen Energiespeicher 3 an das zweite Element 2 abgegeben
wird. Die Übergabe
Eout der mechanischen Energie aus dem Energiespeicher 3 an
das zweite Element 2 erfolgt in kürzerer Zeit, als der Aufladeprozess
Ein. Dieser Abgabeprozessor Eout läuft im Vergleich
zum Energieeintrag in den mechanischen Energiespeicher nahezu schlagartig
ab. Durch die in das zweite Element 2 eingebrachte Energie
wird diese zu einer Bewegung angeregt die im zweiten Element 2 in
elektrische Energie gewandelt wird. Diese elektrische Energie ist
zum Betrieb nachgeschalteter elektrischer oder elektronischer Einrichtungen
verwendbar. Ist der elektromechanische Energiewandler 2 ein
elektromagnetischer Energiewandler, so ergibt sich aus der Geschwindigkeit
der Flussänderung
des magnetischen Flusses und damit auch der Geschwindigkeit der
Bewegung die Höhe
der gewonnenen elektrischen Spannung.
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Demnach
wird deutlich, wo im Besonderen die Vorteile einer derartigen Energiewandlung
liegen. Unabhängig
davon, mit welcher Geschwindigkeit das erste Element 1 bewegt
wird, sammelt das Koppelelement 3 die Bewegungsenergie
auf und speichert sie in Form von statischer Energie ab. Mit dem Überschreiten
des Haltepunktes am oberen Energieniveau E0 wird schlagartig die
als statische Energie gespeicherte Energie in kinetische Energie
am zweiten Element 2 gewandelt. Dort erfolgt die Wandlung
der kinetischen Energie zu elektrischer Energie. Eine direkte Wandelung
der kinetischen Energie am ersten Element 1, welche das
erste Element 1 in das Koppelelement 3 einbringt,
würde kein
oder zumindest keine messbares und damit auch keine verwendbares
elektrische Energieniveau erzeugen.
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3 zeigt
eine schematische Ausführungsform,
bei der das erste Element 1 als ein drehbares Element ausgebildet
ist. Der mechanische Energiespeicher 3 und damit auch das
Koppelelement 3 sind durch ein mechanisches Federelement
gebildet, welches die in ihm gespeicherte Energie ebenfalls in Form
einer Drehbewegung an das zweite Element 2 weitergibt.
Ein Halteelement 9, im Ausführungsbeispiel ein magnetisches
Halteelement 9 ist vorgesehen, welches mittels eines Dauermagneten
welcher an der Koppelstelle zwischen dem Federelement 3 und
dem zweiten Element 2 angeordnet ist. Das Haltelement verhindert
die Übergabe
der mechanischen Energie an das zweite Element, bis die Haltekraft
des Haltelements 9 überwunden
ist.
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Die 4 zeigt
einen Zähler
Z, welcher einen elektromechanischen Energiewandler E wie vorstehend
beschrieben als Energiequelle und als Quelle für Zählimpulse verwendet. Die durch
den elektromechanischen Wandler 2 erzeugte elektrische
Energie wird ebenso impulsartig wie sie erzeugt wird, an eine Auswerteeinrichtung 5 übergeben.
Die Auswerteeinrichtung 5 ist dazu elektrisch mit dem zweiten Element 2 gekoppelt.
Die Auswerteeinrichtung 5 ist mit der durch das zweite
Element 2 erzeugten elektrischen Energie betreibbar. Somit
ist die Anzahl der Zählimpulse
mittels der Auswerteeinrichtung auch auswertenbar. Dazu genügt es, mit
jedem Zählimpuls die
Auswerteeinrichtung mit einem Energiestoß zu versorgen, damit kann
die Auswerteeinrichtung die Zahl der Energiestöße erfassen und ist mit jedem
Energiestoß auch
mit ausreichend elektrischer Energie versorgt um die Auswertung
durchzuführen.
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Die 5 zeigt
eine schematische Darstellung eines Schrittmotors wie er Beispielhaft
bei einem Zähler
Z verwendbar ist. Der Schrittmotor ist so ausgebildet, dass er nach
jeweils 90°-Drehwinkel
einen elektrischen Impuls erzeugt. Dazu sind auf einer Achse insgesamt
vier magnetische Elemente im jeweils gleichen Abstand von 90° zueinander
angeordnet. Somit wird für
jede 90°-Drehung
ein elektrischer Impuls erzeugt. Ein zweites Element 2 mit
einem solchen ausgebildeten Schrittmotor, beziehungsweise Schrittwandler,
würde also
der Auswerteeinrichtung 5 je vollständiger Umdrehung vier elektrische
Impulse zuführen.
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Wird
nun zum Beispiel durch den Volumenstrom eines Fluids am ersten Element
eine Drehbewegung von zehn Umdrehungen in den mechanischen Energiespeicher 3,
beziehungsweise in das Koppelelement 3 eingelagert, so
sind diese zehn Umdrehungen im Koppelelement gespeichert. Ist die Haltekraft
mittels des Haltelements 9 so justiert, dass nach zehn
Umdrehungen die Haltekraft überwunden ist,
werden 10 Umdrehungen, beziehungsweise das Energieäquivalent
zu diesen zehn Umdrehungen an das zweite Element abgegeben. Es werden
also 10 Umdrehungen an das Element 2 nach dem Überschreiten
des oberen Energieniveaus EO abgegeben. Bei der Verwendung des Schrittwandlers
gemäß der 5 ergeben
sich dann 40 Einzelimpulse die der Auswerteeinrichtung 5 zugeführt werden.
Mit diesen 40 Einzelimpulsen ist auch ein über 40 Einzelimpulse andauerndes
Wechselstromsignal gegeben, mit dem die Auswerteeinrichtung 5 betreibbar
ist.
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Ausführungsbeispiele,
bei denen Übersetzungsgetriebe
in Verbindung mit dem Koppelelement 3 vorgesehen sind,
sollen hier nicht näher
beschrieben werden. Dennoch ist die Verwendung eines Übersetzungsgetriebes
zum Energieeintrag Ein in das Koppelelement
sowie auch zum Energieaustrag Eout aus dem
Koppelelement möglich
und abhängig
vom Einsatzbereich des elektromechanischen Energiewandlers E und
des Zählers
Z auch von Vorteil.
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Die 6 zeigt
einen Zähler
dessen Ausführungsform
gegenüber
der bisher beschriebenen Ausführungsform
weitergebildet ist. Der Zahler Z der 6 umfasst,
in die Auswerteeinrichtung 5 integriert, eine elektronische
Recheneinheit 7 und einen elektronischen Speicher 8.
Die elektrische Energieversorgung der Auswerteeinrichtung 5 und
damit der in ihr integrierte elektronische Speicher 8 und
die elektronische Recheneinheit 7 werden mittels einer Gleichrichteeinrichtung 10 mit
einer gleichgerichteten elektrischen Spannung versorgt. Der Gleichrichteeinrichtung
zugeordnet ist eine elektrische Energiespeichereinrichtung 12 die
durch einen Kondensator gebildet ist.
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Ebenfalls
im Ausführungsbeispiel
der 6 ist vorgesehen, eine elektrische Funk-Sende-
oder eine Funk-Sende-Empfangseinrichtung 6 vorzusehen,
die mit der Auswerteeinheit 5 gekoppelt ist. Damit sind
die Informationen der Auswerteeinheit 5 mit der Energie
aus der Gleichrichteeinheit 10 über ein Funksignal versendbar.
Lediglich zur Zählung
der einzelnen Impulse ist zwischen der Gleichrichteeinheit 10 und
dem zweitem Element 2 und damit zwischen der Gleichrichteeinheit 10 und
dem elektromechanischen Energiewandler 2 ein Zählabgriff 11 vorgesehen.
Mittels dieses Zählabgriffs
ist der Auswerteeinheit 5 ein Signal mit den Zählimpulsen
zugeführt.
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Im
dem in 6 dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Funk-Sende-Empfangseinheit 6 vorgesehen
die ausgebildet ist die von der Auswerteeinheit 5 berechneten
Daten zusammen mit einem Identifikationscode zu versenden und zusätzlich auch Funksignale
anderer Zähler
oder auch Funksignale einer zentralen Sende-Empfangseinrichtung
ZE zu empfangen. Die Auswerteeinheit 5 ist mit der Funk-Sende-Empfangseinheit
gekoppelt und ausgebildet bidirektional mit dieser Daten auszutauschen. Somit
sind empfangene Daten der Auswerteeinheit 5 und damit der
Speichereinheit 8 und/oder auch der Recheneinheit 7 zuführbar. Somit
sind komplexe Auswertungen durch hinzuziehen der Informationen aus
der Empfangseinheit möglich.
Auch ein Update einer im Zähler
vorgesehenen Software zur Berechnung von Volumenströmen ist
so möglich.
Auch können
andere Parameter des Volumenstromes dem Zähler zugeführt werden, so dass zum Beispiel
ein Wechsel des zu erfassenden Mediums dem Zähler auf diese Weise vermittelbar
ist. Damit entfällt
ein aufwändiges
Neukalibrieren oder gar eine Neumontage des Zählers wenn das zu erfassende
Medium durch ein anderes ersetzt werden soll. Mit der Funk-Sende-Empfangseinheit
ist damit auch ein Befehl von außen für den Zähler empfangbar, welcher zu
unterschiedlichen Zwecken heranziehbar ist, abhängig von der Ausführungsform
des Zählers
können somit
auch Umkalibrierungen auf andere Zählmedien erfolgen.
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7 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
das einen besonders einfach und damit kostengünstig aufgebauten Zähler umfasst.
Jeder einzelne Impuls des elektromechanischen Wandlers wird direkt
der Funk-Sende-Einheit 6 zugeführt und bewirkt das Senden
eines impulsartigen Funksignals. Eine zentrale Sende-Empfangseinheit empfängt die
impulsartig gesendeten Signale und ermittelt aus der Anzahl der
empfangenen Impulse den am Zähler
erfassten Volumenstrom. Diese Ausführungsform ist für Montageorte
mit wenigen oder keinen Störelementen
geeignet und günstig
in der Herstellung und auch im Betrieb.
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8 zeigt
ein System, das gebildet ist aus einer Mehrzahl von Zählern Z,
wobei diese jeweils mit Funk-Sende-Empfangseinheiten 6 ausgestattet
sind. Somit ist jeder Zähler
Z des Systems ausgebildet Daten benachbarter Zähler zu empfangen und dann
diese gemeinsam mit den eigenen Daten zu versenden. Die Darstellung
zeigt Rohrleitungen auf denen jeweils ein Zähler angeordnet ist. Die Rohrleitungen sind
in Pfeilrichtung von einem Fluid durchströmt. Der Zähler der der zentralen Empfangseinheit
ZE räumlich
am nächstliegenden
ist, leitet die von einem weiter entfernten Zähler Z empfangene Datenmaterial an
die Zentrale Empfangseinheit 6 weiter. Somit sind auch
Funkstrecken überwindbar,
die über
die Reichweite eines einzelnen Zählers
Z hinausgehen. Bevorzugt ist die Zentrale Empfangseinheit ZE auch
zu einem Sendebetrieb geeignet, so dass ein bidirektionaler Datenaustausch über eine
Funkübertragung
mit einem oder mehreren Zählern
möglich
ist.
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Die 9 zeigt
in einem Schaltplan, die elektrische Gleichrichteeinheit 10,
die eingerichtet ist, die aus dem elektromechanischen Energiewandler 2 gewonnenen
Impulse in ein Gleichstromsignal zu wandeln und dieses einer elektrischen
Speichereinrichtung 12 zuzuführen. Im Ausführungsbeispiel
ist die elektrische Speichereinrichtung durch einen Kondensator
mit 220 μF
gebildet.
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Die 10, 11 und 12 zeigen
ein Messdiagramm eins Versuchsaufbaus des vorstehend beschriebenen
elektromechanischen Energiewandlers. Der mechanische Energiespeicher
ist bei diesem Versuchsaufbau durch eine Spiralfeder gebildet. Der
Energieeintrag und damit die Bewegung des ersten Elementes 1 ist
durch einen mit diesem über ein
Getriebe gekoppelten Elektromotor realisiert. Das zweite Element 2 ist
durch einen Schrittmotor gebildet. Als Haltevorrichtung 9 sind
zwei Magnete vorgesehen, wobei ein Magnet gestellfest und der zweite Magnet
mit einer, zwischen der Spiralfeder und dem zweiten Element 2,
angeordneten Achse gekoppelt ist. Die mechanische Energie wird langsam
in das System eingebracht. Mit dem Zeitpunkt des Erreichens des
oberen Energieniveaus EO beginnt das Diagramm. Ab diesem Zeitpunkt
liefert der Schrittmotor elektrische Spannung. Mit dem beschriebenen Versuchsaufbau
ist gemäß dem dargestellten Mess-Diagramm
eine Spannung von 9 V Spitze-Spitze
erreicht. Das Halteelement ist dabei derart ausgelegt, dass eine
Haltekraft von 3 Nmm erreicht ist.
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Mittels
der vorstehend beschriebenen Gleichrichteeinrichtung 10 wird
das durch den Schrittmotor erzeugte Spannungssignal gleichgerichtet
und führt
zu einem 2,2 V Spannungssignal am Ausgang des Kondensators. Dies
zeigt die 11 in einem weiteren Mess-Diagramm
des oben beschriebenen Versuchsaufbaus. Wird die Kapazität des Kondensators
geringer, und damit auch die elektrische Belastung des elektromechanischen
Wandlers geringer, ist eine Spannung von 5,3 V erzielbar. Die Haltekraft
des Haltelements wurde dabei mit 3 Nmm begrenzt. Mit einer Beibehaltung
dieses Maximaldrehmoments, aber einer Aufteilung der 360°-Drehung
in zwei Halbdrehungen mit je 180°,
ist die Induktion des Schrittmotors noch zu steigern. Eine weitere
energetische Optimierung ist durch eine Optimierung des Kondensators
möglich.
Der Versuchsaufbau liefert eine Ausgangsleistung von nahezu 1 W/s.
Damit ist eine elektronische Schaltung wie die oben beschriebenen
Auswerteeinrichtung 5 und die oben beschriebene Funk-Sende-Empfangseinrichtung
betreibbar. Zumal kein Dauerbetrieb der Schaltungen erforderlich
ist, da sämtliche
mechanische Bewegungen am ersten Element in den mechanischen Energiespeicher
gespeichert werden. Damit lässt
sich vollständig
unabhängig
von wartungs- oder störungsanfälligen Energiequellen
eine lückenlose Volumenstromerfassung
bilden und auch das Ergebnis der Volumenstromerfassung an eine entfernt
angeordnete Zentrale Einheit mittels Funk übermitteln.
-
- E
- Energiewandler
- 1
- erstes
Element
- 2
- zweites
Element, elektromechanischer Wandler
- 3
- Koppelelement,
mechanischer Energiespeicher
- Ein
- Energieeintrag
- Eout
- Energieabgabe
- Z
- Zähler
- 5
- Verarbeitungseinrichtung
- 6
- Funksendeeinrichtung,
Funksende-Empfangs-Einrichtung
- 7
- Recheneinheit
- 8
- elektronischer
Speicher
- 9
- Halteelement
- 10
- Gleichrichteeinheit
- 11
- Zählabgriff
- 12
- elektrische
Energiespeichereinrichtung
- ZE
- zentrale
Sende-Empfangseinrichtung