-
Die
Erfindung bezieht sich auf ein Umrichter-Bedienfeld mit einer wenigstens
drei mehrstellige Zeilen aufweisenden Klartextanzeigeeinheit.
-
Bei
einem in Handel erhältlichen
Umrichtergerät
gemäß Siemens-Katalog
DA 65.10, 2003/2004, mit dem Titel „SIMOVERT MASTERDRIVES Vector Control
Einzel- und Mehrmotorenantriebe 0,55 kW bis 2300 kW", Seiten 1/1 bis
1/8; 2/1 bis 2/9, ist zum Bedienen und Beobachten des Umrichtergerätes ein Bedienfeld
vorgesehen. Dieses Umrichter-Bedienfeld, das auch als Operation
Panel (OP) bezeichnet wird, ist auf eine serielle Schnittstelle
der Frontabdeckung des Umrichtergerätes gesteckt. Ein derartiges Umrichter-Bedienfeld
weist neben einer Zehnertastatur, einen Tastenblock zur Antriebssteuerung,
mehreren Kontrollleuchten und eine mehrzeilige Klartextanzeigeeinheit
auf. Diese Klartextanzeigeeinheit, auch als Display bezeichnet,
weist mehrere Zeilen, beispielsweise vier, auf, die jeweils eine
vorbestimmte Anzahl, beispielsweise sechzehn, von Zeichen darstellen
können.
Mittels dieses Umrichter-Bedienfeldes, das ein Ein-/Ausgabegerät ist, kann
die Parametrierung des Umrichtergerätes vorgenommen werden. Die
Parametrierung erfolgt menügeführt durch Auswahl
einer Parameternummer und Eingabe eines Parameterwertes.
-
In
der Klartextanzeigeeinheit werden aktuelle Betriebszustände, Soll-
und Istwerte, Parameter, Störungen
und Warnungen angezeigt. Bei einer auftretenden Störung wird
eine entsprechende Fehlermeldung im Klartext mit der Art der Störung angegeben.
Für die
Anzeigen dieses Klartextes, ebenso für alle Klartexte dieses Umrichtergerätes, steht
pro Zeile dieses mehrzeiligen Displays nur eine beschränkte Anzahl
von Zeichen zur Verfügung.
-
Bei
diesem bekannten Umrichter-Bedienfeld mit einer 4×16-Klartextanzeigeeinheit,
die allgemein als kleines Gerätdisplay
bezeichnet wird, erfordert bei einer Prüfung von Einstellungen (Attribut
und dessen Attributwert) vom Bediener viele Aktionen. Nachdem vom
Bediener eine Einstellung ausgewählt
worden ist, wird diese durch den Bediener aktiviert, wodurch nur
der Attributname der ausgewählten
Einstellung lesbar angezeigt wird. Nach einer weiteren Aktion durch
den Bediener kann dieser nun in einen Editiermodus des Attributs
wechseln, falls er dessen Wert ändern
will. Soll eine Einstellung nur überprüft werden,
so liest (kontrolliert) der Bediener nur den Wert und kehrt mit
einer weiteren Aktion in eine Navigationsansicht zurück.
-
Um
eine Aktion einsparen zu können,
wird nach Selektion einer Einstellung und dessen Aktivierung in
den Editiermodus gewechselt. Nachteil dieses verkürzten Prozesses
ist, dass ein versehentliches Ändern
eines Attributwertes möglich
ist. Außerdem
wird auch in diesen Editiermodus gewechselt, wenn eine Einstellung
(Attribut und dessen Attributwert) nur kontrolliert (gelesen) werden
soll.
-
Der
Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein bekanntes Umrichter-Bedienfeld
derart weiterzubilden, dass die zuvor genannten Nachteile nicht
mehr auftreten.
-
Diese
Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 erfindungsgemäß gelöst.
-
Beim
erfindungsgemäßen Umrichter-Bedienfeld
wird von einer selektierten Einstellung in der Klartextanzeigeeinheit
nicht nur dessen Attribut, sondern ebenso dessen Attributwert angezeigt.
Somit können
Einstellungen von einem Bediener ohne großen Aufwand überprüft werden,
da nun Attribut und dessen Attributwert gleichzeitig von der Klartextanzeigeeinheit
angezeigt werden.
-
Bei
einer vorteilhaften Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Umrichter-Bedienfeldes
werden ein ausgewähltes
Attribut und sein zugehöriger
Attributwert jeweils in einer Zeile der Klartextanzeigeeinheit untereinander
angezeigt. Um ein Attribut einer ausgewählten Einstellung anzeigen
zu können,
muss diese vom Bediener aktiviert werden. Da erfindungsgemäß auch ein
zugehöriger
Attributwert in einer darunter liegenden Zeile angezeigt wird, sind
bei dieser Darstellung eines Attributs immer zwei Zeilen aktiv geschaltet.
Dadurch erkennt ein Bediener sofort, dass diese in zwei Zeilen dargestellten
Texte zusammen gehören.
Da in zwei untereinander angeordneten Zeilen ein Attribut und dessen
Attributwert einer Einstellung angezeigt werden, bleibt in jeder
dieser beiden Zeilen genügend
Zeichen übrig,
um noch Navigationselemente anzeigen zu können. Diese Navigationselemente
können
am Anfang oder am Ende einer jeden eine Einstellung anzeigenden
Zeile angeordnet sein. Dadurch verliert der Bediener nicht den Kontext,
in dem er navigiert.
-
Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Umrichter-Bedienfeldes
nach der Erfindung sind ein Attribut und dessen Attributwert derart
in einer Zeile der Klartextanzeigeeinheit angeordnet, dass das Attribut
linksbündig
und dessen Attributwert rechtsbündig
mit der darstellenden Zeile angezeigt werden. Auch bei dieser Darstellung
einer ausgewählten
Einstellung ist einem Bediener unmissverständlich klar, dass das dargestellte
Attribut und der dargestellte Attributwert zu einer Einstellung gehören.
-
Mittels
dieses erfindungsgemäßen Umrichter-Bedienfeldes
kann ein Bediener während
einer Navigation durch mehrere Einstellungen jeweils deren Attribute
und gleichzeitig deren Attributwerte lesen/kontrollieren. Gegenüber dem
bekannten Umrichter-Bedienfeld benötigt ein Bediener wenigere Aktionen,
wodurch die Bedienung eines mit diesem Umrichter-Bedienfeld ausgestatteten
Umrichters einfacher und benutzerfreundlicher ist.
-
Zur
weiteren Erläuterung
der Erfindung wird auf die Zeichnung Bezug genommen, in der eine Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Umrichter-Bedienfeldes
schematisch veranschaulicht ist.
-
1 zeigt
ein Umrichter-Bedienfeld eines handelsüblichen Umrichtergerätes, in
den
-
2 bis 4 sind
jeweils Ansichten von Dialogmasken in einer Klartextanzeigeeinheit
des Umrichter-Bedienfeldes nach 1 dargestellt
und in den
-
5 bis 7 sind
jeweils Ansichten von Dialogmasken in einer Klartextanzeigeeinheit
eines Umrichter-Bedienfeldes nach der Erfindung veranschaulicht.
-
In
der 1 ist ein Umrichter-Bedienfeld 2 eines
im Handel erhältlichen
Umrichtergerätes
dargestellt, das in einer Aufnahmevorrichtung 4 auf einer Frontabdeckung 6 des
Umrichtergerätes 6 gesteckt ist.
Dieses bekannte Umrichter-Bedienfeld 2 weist eine Zehnertastatur 8 zur
numerischen Eingabe von Soll- und Parameterwerten, einen Tastenblock 10 zur betriebsmäßigen Steuerung
eines Antriebs, zwei Kontrollleuchten 12 und 14,
sowie ein Display 16 auf. Zu diesen Elementen 8 bis 16 weist
das Umrichter-Bedienfeld 2 auch noch eine Ein-, Aus- und Tipp-Taste 18, 20 und 22 auf.
Die Zehnertastatur 8 weist neben den Zifferntasten noch
eine Vorzeichentaste 24 und eine Reset-Taste 26.
Der Tastenblock 10 zur betriebsmäßigen Steuerung weist neben
einer Höher-
und Tiefer-Taste 28 und 30 noch eine Reversier-Taste 32 und
eine Taste 34 für
die Bedienebenenumschaltung auf. Die Klartextanzeigeeinheit 16, auch
als Display bezeichnet, weist vier Zeilen 36 auf, die jeweils
sechzehn Zeichen darstellen können.
Als Klartextanzeigeeinheit 16 wird deshalb ein 4×16 LC-Display
verwendet. Als Kontrollleuchten 12 ist eine grün leuchtende
LED vorgesehen, die den Betriebszustand "in Betrieb" anzeigt. Wenn eine Störung auftritt,
so wird dieser Betriebszustand mittels der Kontrollleuchte 14,
die eine rot leuchtende LED ist, angezeigt.
-
Da
das Umrichter-Bedienfeld 2 in der Lage ist, Parametersätze permanent
zu speichern, ist es deshalb zum Archivieren von Parametereinstellungen
und zum Übertragung
von Parametersätzen
von einem Umrichtergerät
zu einem anderen Umrichtergerät
verwendbar. Aus diesem Grund ist dieses Umrichter-Bedienfeld 2 steckbar
ausgeführt.
Somit benötigt
man bei einem Antriebssystem, bestehend aus einer Anzahl von Umrichtergeräten, nur
ein Umrichter-Bedienfeld 2.
-
Die 2 zeigt
eine Dialogmaske 38 eines Hauptmenüs 40 mit der Bezeichnung "PROFIBUS", die mittels der
Klartextanzeigeeinheit 16 des Umrichter-Bedienfeldes 2 nach 1 angezeigt
wird. Diese Dialogmaske 38 weist drei Menüs 42, 44 und 46 des Hauptmenüs 40 auf.
Von diesen drei Menüs 42, 44 und 46 ist
das Menü 42 mit
der Bezeichnung "SET ADRESS" von einem Bediener
eines Umrichtergerätes
ausgewählt
worden, das mit einem Umrichter-Bedienfeld 2 gemäß 1 ausgestattet
ist. Neben der Bezeichnung eines jeden Menüs 40, 42, 44 und 46 weist
jeweils eine Zeile 36 der Klartextanzeigeeinheit 16 in
jeder Zeile 36 ein Navigationselement 48 oder einen
Zahlencode 50 auf. Mittels der Selektion des Menüs 42 wechselt
die Farbe der Buchstaben der Bezeichnung dieses Menüs 42 von
schwarz auf weißem
Grund in weiß auf
schwarzem Grund. Außerdem
wechselt die Farbe des Navigationselementes 48 von schwarz
auf weißen
Grund in weiß auf schwarzem
Grund.
-
Durch
Betätigung
des Navigationselementes 48 des Menüs 42 wechselt die
Ansicht der Klartextanzeigeeinheit 16 des Umrichter-Bedienfeldes 2 in eine
Dialogmaske 52, deren Ansicht in 3 näher dargestellt
ist. In dieser Ansicht der Dialogmaske 52 ist in einer
ersten Zeile 36 der Klartextanzeigeeinheit 16 die
Bezeichnung "SET
ADRESS" des aktivierten Menüs 42 der
Dialogmaske 38 dargestellt. Diese Zeile 36 zeigt
außerdem
einen Zahlencode 50 an. In einer zweiten Zeile 36 der
Klartextanzeigeeinheit 16 ist ein Zahlenwert 54 dargestellt
und in der dritten Zeile 36 dieser Klartextanzeigeeinheit 16 ist
ein Menü 56 mit
der Bezeichnung "EDIT" mit einem Navigationselement 48 angezeigt.
In der Dialogmaske 52 kann der Zahlen wert 54 nur
gelesen werden, d. h., dieser Zahlenwert 54 wird kontrolliert.
-
Betätigt man
das Navigationselement 48 des Menüs 56 mit der Bezeichnung "EDIT", dann wechselt die
Anzeige der Klartextanzeigeeinheit 16 des Umrichter-Bedienfeldes 2 in
eine weitere Dialogmaske 58, die ebenfalls mit "SET ADRESS" bezeichnet ist.
In einer zweiten Zeile 36 dieser Dialogmaske 58 ist
der Zahlenwert 54 der Dialogmaske 52 gemäß 3 veranschaulicht
und in der dritten Zeile 36 dieser Dialogmaske 58 ist
dieser Zahlenwert 54 ein weiteres Mal dargestellt, wobei
der Zahlenwert 54 dieser dritten Zeile 36 aktiv
geschaltet ist. D. h., dass mit weiteren Navigationselementen dieser
Zahlenwert 54 erhöht
bzw. erniedrigt werden kann.
-
In
diesen Dialogmasken 38, 52 und 58 der 2,3 und 4 sind
eine Adresse ein Attribut und der Zahlenwert 54 dessen
Attributwert. Mit diesen Dialogmasken 38,52 und 58 kontrolliert
bzw. verändert ein Bediener eines Umrichtergerätes mit
einem Umrichter-Bedienfeld 2 nach 1 eine Einstellung "PROFIBUS-ADRESSE". Beim Wechsel der
Dialogmasken 38 und 52 in der Klartextanzeigeeinheit 16 geht
dem Bediener der Kontext verloren.
-
In
der 5 ist eine Ansicht einer Dialogmaske 60 mit
der Bezeichnung "MENU" in der Klartextanzeigeeinheit 16 dargestellt.
Diese Dialogmaske 60 weist fünf Untermenüs auf, von denen das Untermenü 62 mit
der Bezeichnung "ASSISTENZ" ausgewählt worden
ist. Durch Betätigung
des zugehörigen Navigationselementes 48 wechselt
die Klartextanzeigeeinheit 16 in die Ansicht der Dialogmaske 64 mit der
Bezeichnung "INPUTS/OUT-PUTS". In dieser Dialogmaske 64 sind
mehrere Parameter P700 bis P704 aufgelistet. Mit Selektion eines
Parameters, beispielsweise des Parameters P701, wird neben dem Attribut
auch dessen Attributwert angezeigt. In der Dialogmaske 64 wird
als Attribut ein Parametername in einer Zeile 36 der Klartextanzeigeeinheit 16 angezeigt
und in einer zweiten Zeile 36 dessen Attributwert. In dieser
zweiten Zeile 36 sind Angaben zum Schreibschutz und zum
Betriebszustand des Attributwertes angegeben. Diese Parameter P700
bis P704 sind mehrere Attribute. Während der Navigation durch
diese Attribute werden zu jedem selektieren Attribut dessen Attributwert
entsprechend dem Parameter P701 angezeigt. Gegenüber einem bekannten Umrichter-Bedienfeld 2 benötigt ein
Bediener bei einem erfindungsgemäßen Umrichter-Bedienfeld
eine Aktion weniger, um Attributwerte anzeigen zu können. Somit
verringert sich ein Navigationsbaum um eine komplette Ebene.
-
In
der 7 ist eine Dialogmaske 66 dargestellt,
die mit der Bezeichnung "COMMUNICATIONS" bezeichnet ist.
Diese Dialogmaske 66 gehört wie die Dialogmaske 64 der 6 zum
Untermenü 62 der Dialogmaske 60 gemäß 5.
In der Dialogmaske 66 ist der Editiermodus für einen
Parameter P2002 mit der Bezeichnung "PROFIBUS ADRESS" veranschaulicht. Der Wert, der editiert
werden soll, ist fett dargestellt und weist neben sich zwei Navigationselemente 68 und 70 auf.
Mittels dieser beiden Navigationselemente 68 und 70 kann
der bestehende Wert auf 2.500 U/min. erhöht oder auf 1.000 U/min. erniedrigt
werden. In diesem Editiermodus gelangt man aus der Dialogmaske 64 der 6 durch
Aktivierung eines Navigationselementes eines selektierten Attributes.
-
Mittels
des erfindungsgemäßen Umrichter-Bedienfeldes
kann ein Bediener ohne großen Aufwand
Einstellungen überprüfen, indem
er durch eine Liste von Einstellungen navigiert. Von jeder selektierten
Einstellung wird ein Attribut und dessen Attributwert angezeigt.
Da neben dem Attributwert in dieser Zeile noch Platz für Navigationselemente
vorhanden ist, verliert der Bediener nicht den Kontext, in dem er
sich bewegt.