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Das
technische Gebiet der Erfindung betrifft das Heatsetting eines Fadens
oder eines Bündels
einer Mehrzahl von Fäden,
insbesondere aus Garnen aus Naturstoffen und/oder synthetischen
Stoffen. Das Heatsetting wird insbesondere zur Verbesserung der
Garnqualität
nach dem Spinnen oder Zwirnen von Textilgarnen verwendet.
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Dabei
bezeichnet Heatsetting den thermischen Prozess, welcher zumeist
in Dampfatmosphäre
oder trockener Hitze abläuft,
um den produzierten Fasern, Garnen oder Geweben eine dimensionale Stabilität oder andere
wünschenswerte
Eigenschaften, wie z. B. größeres Volumen,
Widerstand gegen Falten und erhöhte
Temperaturbeständigkeit,
zu verleihen.
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Im
Weiteren werden alle Prozesse, mit welchen einem Textilmaterial,
wie einem Faden oder einem Fadenbündel, zumindest eine der vorab
genannten Eigenschaften mit Hilfe von Temperatur und/oder Feuchtigkeit
verliehen wird, als Heatsetting-, Heatset- oder Set-Prozess bezeichnet.
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Zum
Anmeldetag der vorliegenden Anmeldung ist eine Beschreibung des
Heatsetting unter der Web-Seite http://de.wikipedia.org/wiki/Heatsetting verfügbar. Des
Weiteren sind solche Heatsetting-Prozesse oder Heatsetting-Anlagen
aus der
DE 920 18 165
U1 oder der
DE
420 22 924 A1 bekannt. In diesen wird ein modularer Aufbau
der Heatsetting-Anlagen beschrieben, welche aus mehreren Kammern
für die
Vorbehandlung und die Behandlung der Textilfäden bestehen. Dabei durchlaufen
die Textilfäden
die Behandlungsstrecken auf einem Förderband. Das Garn oder die
Fäden sind
dabei in, mehreren Schichten auf dem Förderband abgelegt. Bei der
Verwendung des Förderbandes
ergibt sich allerdings der Nachteil, dass die verschieden ab gelegten
Schichten jeweils unterschiedlich mit dem Behandlungsmedium, beispielsweise
Dampf, durchgedrungen werden. Somit wird das Garn nachteiligerweise
inhomogen behandelt.
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Eine ähnliche
Problematik ergibt sich, wenn anstatt des Transportbandes ein Seil
oder ein Transportriemen zum Transport durch die horizontale Heatsetting-Anlage
verwendet wird. Die Anmelderin hat dazu festgestellt, dass sich
das Eigengewicht des Fadens oder des Fadenbündels beim horizontalen Betrieb
der Heatsetting-Anlage dahingehend negativ auswirkt, dass die Auflagepunkte
des Fadens auf dem Seil oder dem Transportriemen beim fertigen Teppich
sichtbar sind. Solche beim fertigen Teppich sichtbaren Auflagepunkte
mindern nachteiligerweise die Qualität des hergestellten Teppichs.
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Die
Druckschrift
DE 102
58 262 A1 beschreibt eine Heizvorrichtung und ein Verfahren
zum Erwärmen
eines Fadens, insbesondere zu einer Schrumpfbehandlung eines textuierten
Fadens. Die Heizvorrichtung weist einen länglichen Heizkanal auf, welcher
stirnseitig einen Fadeneinlass und einen gegenüberliegenden Fadenauslass aufweist.
Der Heizkanal wird über
ein mantelförmig
den Heizkanal umschließendes
Heizmittel am Umgang gleichmäßig beheizt.
Im Innern des Heizkanals ist ein freier Strömungsquerschnitt für den Durchlass
des Fadens ausgebildet, wobei der Heizkanals eine Lage aufweist,
bei welcher sich zwischen dem Fadeneinlass und dem Fadenauslass
innerhalb des Heizkanals ein natürlicher
Luftstrom aufgrund einer Kaminwirkung ausbildet. Weiter ist dem
Heizkanal ein Steuermittel zugeordnet, durch welches der aufgrund
der Kaminwirkung bewirkte Luftstrom zwischen dem Fadeneinlass und
dem Fadanauslass veränderbar
ist.
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Die
Druckschrift
DE 16 10
940 A beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
kontinuierlichen Garnbehandlung. Bei diesem Verfahren wird das Garn
fortlaufend auf eine Gruppe von im Kreis angeordneten Transportmitteln
durch einen um das eine Ende dieser Transportmittelgruppe kreisenden Fadenführer abgelegt,
wobei man gleichzeitig die auf das besagte Ende abgelegten Garnwindungen
entlang der Transportmittel parallel verschiebt, dabei einer Behandlung
unterwirft und am anderen Ende der Transportmittelgruppe wieder
abwickelt, wobei die Transportmittelgruppe drehfest und ortsfest
gehalten wird.
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Weiter
zeigt die Druckschrift
WO
02/06575 A1 ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen
Behandlung von synthetischen Fäden
in einer Wärmeaustauschkammer,
in welcher der zu behandelnde Faden direkt mit dem Wärmeaustauschmedium
in Kontakt kommt. An der Fadenauslauföffnung und an der Fadeneinlauföffnung ist
jeweils eine mit einem Dichtungsmedium beaufschlagte Abdichteinrichtung
vorgesehen, mit einer in Nähe
des Fadenaustrittes bzw. des Fadeneintrittes angeordneten Zuleitung
für das
Dichtungsmedium. Das Dichtungsmedium wird von dem die Wärmetauschkammer
durchlaufenden Faden ferngehalten. Dies erfolgt durch Abführen des
Dichtmediums vor der Wärmetauschkammer
oder auch durch Abführen
des Wärmetauschmediums
zusammen mit dem Dichtungsmedium. In Nähe der Wärmetauschkammer ist eine Ableitung
für das
Dichtungsmedium angeordnet. Der Wärmetauscher ist ferner geteilt
ausgeführt,
so dass durch die Abnahme des einen Teils der Faden eingelegt werden
kann.
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Demnach
ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Heatsetting-Behälter vorzuschlagen,
mit dem Fäden
möglichst
homogen behandelt werden können.
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Ferner
ist es eine Aufgabe, einen Heatsetting-Behälter vorzuschlagen, mit dem
Fäden möglichst
homogen und auf möglichst
kostengünstige und
insbesondere einfache Weise behandelt werden können.
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Weiter
ist es eine Aufgabe, einen Heatsetting-Behälter mit einer verbesserten
Bedienbarkeit vorzuschlagen.
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Erfindungsgemäß wird zumindest
eine dieser gestellten Aufgaben durch einen Heatsetting-Behälter mit
den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
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Demgemäß wird ein
Heatsetting-Behälter vorgeschlagen,
der dazu geeignet ist, ein Fadenbündel aus einer einstellbaren
Mehrzahl von Fäden
mittels eines Heatsetting-Prozesses in einem konti nuierlichen Betrieb
und in einer vertikalen Stellung des Heatsetting-Behälters zu
behandeln, wobei der Heatsetting-Behälter ein Kopfteil, ein Mittelteil,
ein Bodenteil und eine Verfahr- und
Kippvorrichtung aufweist, die dazu geeignet ist, den Heatsetting-Behälter in
die vertikale Stellung mit geschlossenem Kopfteil und geschlossenem
Bodenteil zu fahren, dadurch gekennzeichnet, dass der Heatsetting-Behälter aufweist:
eine
Einfuhrvorrichtung, welche das Fadenbündel entlang einer Längsachse
des Heatsetting-Behälters in
eine Hauptwelle des Heatsetting-Behälters einführt, und/oder
eine Getriebeeinrichtung
mit einem Fixiergetriebe und einem Transportgetriebe, wobei das
Fixiergetriebe das Fadenbündel
aus der Hauptwelle zur Wicklung um mindestens eine Rollenkette radial
herausführt
und dazu geeignet ist, das Transportgetriebe derart zu halten, dass
dieses unabhängig
von einer Drehbewegung der Hauptwelle ist,
wobei das Transportgetriebe
dazu geeignet ist, eine Drehzahl der Hauptwelle mit einem vorbestimmten Verhältnis auf
eine untersetzte Drehzahl zu untersetzen und zumindest eine Rollenkette
zum Transport des Fadenbündels
mit der untersetzten Drehzahl anzutreiben.
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Ein
Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass infolge des
vertikalen Betriebs des Heatsetting-Behälters eine gleichmäßige Auflage
des Fadenbündels
auf einer Transportvorrichtung in dem Heatsetting-Behälter ermöglicht werden
kann, so dass das Eigengewicht des Fadenbündels auf die Homogenität des zu
behandelnden Fadenbündels bzw.
der zu behandelnden Fäden
minimal ist.
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Ein
weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung gegenüber den
bekannten Heatsetting-Anlagen besteht darin, dass der erfindungsgemäße Heatsetting-Behälter sehr
viel weniger Aufstellfläche,
insbesondere wegen seiner vertikalen Betriebsstellung, benötigt.
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Außerdem weist
die vorliegende Erfindung den Vorteil auf, dass nicht nur ein Faden,
sondern ein Fadenbündel
mit einer einstellbaren Mehrzahl von Fäden zeitgleich behandelt wird.
Somit ist für
jeden einzelnen Faden nicht eine eigene Behandlungseinheit notwendig.
Damit werden erfindungsgemäß die Kosten
reduziert. Außerdem
wird erfindungsgemäß dadurch
ermöglicht,
dass die Kosten für
die Bedienung und Betreuung der Heatsetting-Anlage bzw. des Heatsetting-Behälters minimiert
werden.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen
sowie der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen.
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Gemäß einer
Ausgestaltung eines Heatsetting-Behälters weist der Heatsetting-Behälter ein Kopfteil,
ein Mittelteil, ein Bodenteil und eine Verfahr- und Kippvorrichtung
auf. Die Verfahr- und Kippvorrichtung ist dazu geeignet, den Heatsetting-Behälter in
die vertikale Stellung mit geschlossenem Kopfteil und geschlossenem
Bodenteil zu fahren und/oder den Heatsetting-Behälter in die vertikale Stellung oder
eine horizontale Stellung oder eine Winkelstellung eines einstellbaren
Winkels zwischen der vertikalen Stellung und der horizontalen Stellung
mit offenem Kopfteil und/oder mit offenem Bodenteil und/oder ausgeschwenktem
Mittelteil zu fahren. Die Verfahr- und Kippvorrichtung ermöglicht vorteilhafterweise
eine automatische Zerlegbarkeit des Heatsetting-Behälters. Weiter
sind durch sie die verschiedenen Stellungen des Heatsetting-Behälters anfahrbar.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Heatsetting-Behälter in
der vertikalen Stellung mit ausgeschwenktem Mittelteil in einem
kontinuierlichen Testbetrieb betreibbar.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist das Fixiergetriebe auf:
eine
erste Hohlwelle, welche verdrehsicher auf der Hauptwelle koppelbar
ist;
ein erstes Zahnrad, welches um die erste Hohlwelle angeordnet
ist, an einem Rahmen des Heatsetting-Behälters fixiert ist und nach
außen
und innen drehbar gelagert ist,
ein Gehäuse, welches mit der ersten
Hohlwelle gekoppelt und insbesondere hermetisch gekapselt ist,
ein
zweites Zahnrad, welches mit dem Gehäuse gekoppelt ist und dazu
geeignet ist, als Gegenrad um das erste Zahnrad zu laufen,
ein
drittes Zahnrad, welches mit dem zweiten Zahnrad über eine
Achse gekoppelt ist, wobei das zweite Zahnrad und das dritte Zahnrad
zueinander verdrehsicher gelagert sind,
ein viertes Zahnrad,
welches um die erste Hohlwelle angeordnet und nach außen und
innen drehbar gelagert ist,
wobei das dritte Zahnrad dazu geeignet
ist, als Gegenrad um das vierte Zahnrad zu laufen, und
einen
Kanal, welcher das Fadenbündel
bis zu einer Abzweigstelle zwischen dem ersten Zahnrad und dem vierten
Zahnrad axial führt
und ab der Abzweigstelle radial herausführt.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist das Transportgetriebe auf:
eine
zweite Hohlwelle, welche verdrehsicher auf der Hauptwelle koppelbar
ist,
ein Schneckengetriebe mit einer auf der zweiten Hohlwelle
angeordneten Schnecke und zwei radial zu der Schnecke angeordneten
Schneckenrädern, und
zumindest
ein Umlenkgetriebe mit zwei Kegelrädern, wobei jeweils ein Kegelrad über einen
Winkeltrieb von 45° eine
Rollenkette antreibt.
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Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung eines Heatsetting-Behälters ist eine vorbestimmte
Anzahl von Rollenketten zum Transport des Fadenbündels durch einen Dämpfbereich
des Heatsetting- Behälters vorgesehen,
wobei jede Rollenkette eine vorbestimmte Anzahl N von Kettengliedern
aufweist und in zumindest einer vorbestimmten Anzahl M von vertikalen
Ebenen die jeweiligen Kettenglieder der Rollenketten einer gemeinsamen
vertikalen Ebene jeweils einen Mitnehmer aufweisen.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist der Mitnehmer als ein mit
dem Kettenglied gekoppeltes Bogenelement ausgebildet, welches einen
oder zwei Auflagepunkte für
das um die Rollenketten gewickelte Fadenbündel bereitstellt. Die Ausgestaltung
der Transportvorrichtung für
das Fadenbündel
durch den Dämpfbereich
des Heatsetting-Behälters
als Rollenketten, welche Mitnehmer mit definierten Auflagepunkten
für das
Fadenbündel
aufweisen, hat den Vorteil, dass durch die Bereitstellung der definierten
Auflagepunkte das Fadenbündel
homogen und gleichmäßig auf
der Transportvorrichtung aufliegt und des Weiteren dass sich das
Fadenbündel
beim Abzugsvorgang nicht fängt.
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Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung eines Heatsetting-Behälters ist eine Wickelflügel-Abzugsvorrichtung
vorgesehen, welche dazu geeignet ist, das mittels der Rollenketten
durch den Dämpfbereich transportierte,
auf den Rollenketten aufgewickelte Fadenbündel an einem radial zur Hauptwelle
versetzten Abzugspunkt radial von den Rollenketten abzuziehen und/oder
eine mechanische Spannung des abgezogenen Fadenbündels einzustellen. Die Wickelflügel-Abzugsvorrichtung
ermöglicht
einen radialen Abzug an dem radial zur Hauptwelle versetzten Abzugspunkt
und damit vorteilhafterweise ein verbessertes Abzugsverhalten in
Folge des definierten Abzugs genau eines Fadenbündels. Dieser Vorteil wird
besonders deutlich bei einem Vergleich zu einem Abzug über Kopf
oder mittels einer fliegenden Welle. Des Weiteren ist es vorteilhafterweise
nicht notwendig, dass die Wickelflügel-Abzugsvorrichtung angetrieben
wird, denn die Wickelflügel-Abzugsvorrichtung
dreht sich selbstständig
mit der Zugbelastung am Fadenbündel.
Hierfür
ist demnach vorteilhafterweise keine zusätzliche Zufuhr von Energie
notwendig.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist die Wickelflügel-Abzugsvorrichtung auf:
eine
Abzugseinrichtung mit einer auf der Hauptwelle angeordneten Nabe,
einer mit der Nabe gekoppelten radialen Durchführvorrichtung und einem mit
der Durchführvorrichtung
gekoppelten Stutzen, welcher das Fadenbündel von dem radial zur Hauptwelle
versetzten Abzugspunkt abzieht und in die Durchführvorrichtung führt, und/oder
eine
mit der Abzugseinrichtung gekoppelte Wirbelstrombremse, mittels
welcher die Spannung des abgezogenen Fadenbündels einstellbar ist.
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Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung eines Heatsetting-Behälters weist der Heatsetting-Behälter einen
Einlaufbereich zum Einführen
und Aufwickeln des Fadenbündels,
einen Dämpfbereich,
in welchem das Fadenbündel
mittels des Heatsetting-Prozesses behandelt wird, einen Kühlbereich,
in welchem das behandelte Fadenbündel
abgekühlt
wird, und eine Regeleinrichtung auf. Die Regeleinrichtung regelt eine
Ist-Dampftemperatur des Dämpfbereiches
in Abhängigkeit
der Ist-Dampftemperatur des Dämpfbereiches,
einer ersten Ist-Temperatur eines ersten Luft-Dampf-Gemisches des Einlaufbereiches
und einer zweiten Ist-Temperatur
eines zweiten Luft-Dampf-Gemisches des Kühlbereiches auf eine vorbestimmte
Soll-Dampftemperatur für
den Dämpfbereich,
insbesondere mittels einer Zufuhr von Druckluft in den Einlaufbereich.
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Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung eines Heatsetting-Behälters sind für jede Rollenkette
eine Kettenführungseinrichtung
zur Führung
der Rollenkette zwischen einem oberen Kettenrad und einem unteren
Kettenrad und eine Einstelleinrichtung zur Einstellung des Abstandes
der Kettenführungseinrichtung
und des unteren Kettenrades von dem Wickelkern bei fixiertem oberen
Kettenrad vorgesehen.
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Durch
die Verwendung eines Masttransportsystems mit den Rollenketten und
den Kettenführungseinrichtungen
wird ermöglicht,
dass das aufgewickelte Fadenbündel
von zwei Seiten behandelt werden kann. Das aufgewickelte Fadenbündel teilt den
Dämpfbereich
in zwei Behandlungsräume,
einen inneren Behandlungsraum zwischen dem Wickelkern und dem aufgewickelten
Fadenbündel
und einem äußeren Behandlungsraum
zwischen dem aufgewickelten Fadenbündel und dem Gehäuse des
Heatsetting-Behälters.
Durch das Bedampfen von beiden Seiten ergibt sich ein verbesserter
Feuchtetransport und damit eine bessere Durchdringbarkeit des Garnes.
Durch den verbesserten Feuchtetransport sinkt die Glaspunkttemperatur
und folglich sinkt die notwendige Energiezufuhr.
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Nachdem
das Fadenbündel
im Bereich des fixierten oberen Kettenrades auf die Rollenketten
gewickelt wird, kann der Schrumpf der Fäden des aufgewickelten Fadenbündels durch
die Einstellung des Abstandes zwischen der Kettenführungseinrichtung bzw.
des unteren Kettenrades und dem Wickelkern eingestellt werden. Dies
ist insbesondere ermöglicht, weil
die mechanische Spannung des aufgewickelten Fadenbündels im
Bereich der Kettenführungseinrichtungen
durch die Einstellung des Abstandes im Gegensatz zur mechanischen
Spannung des aufgewickelten Fadenbündels im Bereich des oberen
Kettenrades, also dem Aufwickelbereich, einstellbar ist. Damit können bei
einer eingestellten Betriebstemperatur des Heatsetting-Behälters Fäden mit
unterschiedlichem Schrumpf in Abhängigkeit des eingestellten Abstandes
zwischen den Kettenführungseinrichtungen
und dem Wickelkern hergestellt werden.
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Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung eines Heatsetting-Behälters ist eine dem Dämpfbereich vorgeschaltete
Texturiereinrichtung vorgesehen, welche die Fäden des eingeführten Fadenbündels texturiert.
Mittels der Texturiereinrichtung werden die Fäden oder das Garn zur Herstellung
von texturierten Fäden
oder texturiertem Garn („textured
yarn") texturiert.
Beispiele für
Texturiereinrichtungen finden sich in dem Fachbuch "Complete Textteil
Glossary", erschienen
im Celanese ACETATE, Seite 160 ff..
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Des
Weiteren wird ein System mit einem wie oben erläuterten Heatsetting-Behälter und
einer dem Heatsetting-Behälter
vorgeschalteten Texturiereinrichtung vorgeschlagen, welche die Fäden des
Fadenbündels
zur Bereitstellung texturierter Fäden texturiert.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren
angegebenen Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es
zeigen:
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1 eine
schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters;
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2 eine
schematische Ansicht des Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters nach 1 in
einer Produktionsposition;
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3 eine
schematische Ansicht des Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters nach 1 in
einer Testposition;
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4 eine
schematische Ansicht des Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters nach 1 in
einer Einfädelposition;
-
5 eine
schematische Ansicht des Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters nach 1 in
einer Serviceposition;
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6 eine
schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels
der Getriebeeinrichtung des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters;
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7 eine
schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels
eines Fixiergetriebes der Getriebeeinrichtung nach 6;
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8 eine
schematische Querschnittansicht eines Ausführungsbeispiels eines Transportgetriebes
der Getriebeeinrichtung nach 6;
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9 eine
schematische Querschnittsansicht der Getriebeeinrichtung nach 6;
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10 eine
schematische Ansicht eines Ausführungsbeispieles
einer Rollenkette des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters;
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11 eine
schematische Ansicht eines Kettengliedes der Rollenkette nach 10;
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12 eine
schematische Ansicht von vier Rollenketten nach 8,
welche mit einer Getriebeeinrichtung nach 6 gekoppelt
sind;
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13 eine
schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels
einer Wickelflügel-Abzugsvorrichtung
des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters; und
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14 eine
schematische Ansicht eines Masttransportsystem für den Transport des aufgewickelten
Fadenbündels
durch den Dämpfbereich.
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In
allen Figuren sind gleiche bzw. funktionsgleiche Elemente und Einrichtungen – wenn nichts anderes
angegeben ist – mit
denselben Bezugszeichen versehen.
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In 1 ist
eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters 1 dargestellt.
Der Heatsetting-Behälter 1 ist
dazu geeignet, ein Fadenbündel 2 aus
einer einstellbaren Mehrzahl von Fäden mittels eines Heatsetting-Prozesses
in einem kontinuierlichen Betrieb und in einer vertikalen Stellung
S1 des Heatsetting-Behälters 1 zu
behandeln. Der Heatsetting-Behälter 1 ist
vorzugsweise ein Druckbehälter,
welcher insbesondere zylindrisch ausgestaltet ist.
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Der
Heatsetting-Behälter 1 weist
ein Kopfteil 3, ein Mittelteil 4 und ein Bodenteil 5 auf.
Ferner weist der Heatsetting-Behälter 1 eine
Verfahr- und Kippvorrichtung 18 (siehe beispielsweise 2)
auf, welche dazu geeignet ist, den Heatsetting-Behälter 1 in
die vertikale Stellung S1 mit geschlossenem Kopfteil 3 und
geschlossenem Bodenteil 5 zu fahren. Die Verfahr- und Kippvorrichtung 18 ist
ferner dazu geeignet, den Heatsetting-Behälter 1 in die vertikale
Stellung S1 oder in eine horizontale Stellung S2 (siehe beispielsweise 5)
oder in eine Winkelstellung eines einstellbaren Winkels (siehe beispielweise 4) zwischen
der vertikalen Stellung S1 und der horizontalen Stellung S2 mit
offenem Kopfteil 3 und/oder mit offenem Bodenteil 5 und/oder
mit ausgeschwenktem Mittelteil 4 zu fahren. Damit können verschiedene Stellungen
des Heatsetting-Behälters 1 angefahren werden.
Beispiele für
die verschiedenen möglichen Stellungen
des Heatsetting-Behälters 1 werden
im Folgenden im Detail mit Bezug auf die 2 bis 5 erläutert.
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Ferner
weist der Heatsetting-Behälter 1 vorzugsweise
eine Einfuhrvorrichtung 6 auf, welche das Fadenbündel 2 entlang
einer Längsachse
des Heatsetting-Behälters 1 in
eine Hauptwelle 7 des Heatsetting-Behälters 1 insbesondere
abdichtend einführt. Die
Einführung
des Fadenbündels 2 entlang
der Längsachse
hat den Vorteil, dass sich das Fadenbündel 2 nicht um die
drehbare Hauptwelle 7 bei einer Drehung derer dreht.
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Ferner
weist der Heatsetting-Behälter 1 vorzugsweise
eine Getriebeeinrichtung 9, 10 auf. Die Getriebeeinrichtung 9, 10 hat
ein Fixiergetriebe 9 und ein Transportgetriebe 10.
Die Getriebeeinheit 9, 10 mit dem Fixiergetriebe 9 und
dem Transportgetriebe 10 wird im Folgenden detailliert
mit Bezug auf die 6 bis 9 beschrieben.
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Ferner
hat der Heatsetting-Behälter 1 weiter einen
Wickelflügel 11,
welcher mit dem Fixiergetriebe 9 gekoppelt ist und dazu
geeignet ist, das Fadenbündel 2 auf
eine Transportvorrichtung für
einen Transport durch einen Dämpfbereich
DB des Heatsetting-Behälters 1 zu
wickeln.
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Des
Weiteren weist der Heatsetting-Behälter 1 einen Einlaufbereich
EB zum Einführen
und Aufwickeln des Fadenbündels 2,
einen Dämpfbereich
DB, in welchem das Fadenbündel 2 mittels
des Heatsetting-Prozesses behandelt wird, und einen Kühlbereich
KB auf, in welchem das behandelte Fadenbündel 2 abgekühlt wird.
Ferner ist vorzugsweise eine Regeleinrichtung (nicht gezeigt) vorgesehen,
welche eine Ist-Dampftemperatur des Dämpfbereiches DB in Abhängigkeit
der Ist-Dampftemperatur des Dämpfbereiches
DB, einer ersten Ist-Temperatur eines ersten Luft-Dampf-Gemisches des Einlaufbereiches
EB und einer zweiten Ist-Temperatur
eines zweiten Luft-Dampf-Gemisches des Kühlberei ches KB auf eine vorbestimmte
Soll-Dampftemperatur für
den Dämpfbereich
DB regelt. Die Regeleinrichtung regelt die Ist-Dampftemperatur für den Dämpfbereich DB insbesondere
mittels einer Zufuhr von Druckluft in den Einlaufbereich EB. Insbesondere
werden der Einlaufbereich EB und der Dämpfbereich DB mittels einer
ersten Dichtlippe 44 und einer zweiten Dichtlippe 45 klimatisch
voneinander getrennt. Zwischen den beiden Dichtlippen 44 und 45 bildet
sich eine obere Mischzone MZ1 aus. Insbesondere wird das Gemisch
aus dem ersten Luft-Dampf-Gemisch
des Einlaufbereiches EB und des Dampfes des Dämpfbereiches DB aus der oberen
Mischzone MZ1 ausgeführt und
der Regeleinrichtung zugeführt.
Des Weiteren wird das zweite Luft-Dampf-Gemisch insbesondere im Bereich
einer unteren Mischzone MZ2 ausgeführt und der Regeleinrichtung
zugeführt.
Die untere Mischzone MZ2 bildet sich insbesondere im Bereich einer
dritten Dichtlippe 46, welche den Kühlbereich KB von dem Dämpfbereich
DB trennt.
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Bezugszeichen 25 bezeichnet
eine Rollenkette, welche im Folgenden detailliert mit Bezug auf die 10 bis 12 erläutert wird.
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Ferner
weist der Heatsetting-Behälter 1 insbesondere
im Bereich des Bodenteils 5 eine Wickelflügel-Abzugsvorrichtung 14 auf,
welche im Folgenden detailliert mit Bezug auf die 13 erläutert wird. Bezugszeichen 17 bezeichnet
eine Fadenumlenkeinrichtung zum Umlenken des behandelten Fadenbündels in
eine vorbestimmte Richtung.
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2 zeigt
eine schematische Ansicht des Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters 1 nach 1 in
einer Produktionsposition. In der Produktionsposition wird das Fadenbündel 2 im
vertikalen Betrieb und in der vertikalen Stellung S1 kontinuierlich
behandelt. In der vertikalen Stellung S1 wird das zu behandelnde
Fadenbündel 2 insbe sondere
von oben nach unten durch den Heatsetting-Behälter 1 transportiert.
Allerdings ist auch die umgekehrte Richtung möglich. Die Produktionsposition
des Heatsetting-Behälters 1 nach 2 ist durch
die vertikale Stellung S1 des Heatsetting-Behälters 1 mit geschlossenem
Kopfteil 3, geschlossenem Mittelteil 4 und geschlossenem
Bodenteil 5 gekennzeichnet.
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Die
Verfahr- und Kippvorrichtung 18 für den Heatsetting-Behälter 1 kann
eine erste Mechanik 19 mit zumindest einem Schlitten zum
Verfahren des Kopfteils 3 und/oder des Bodenteils 5 aufweisen. Auch
kann die Verfahr- und Kippvorrichtung 18 eine zweite Mechanik 20 mit
zumindest einer Verschwenkeinrichtung zum Verschwenken des Mittelteils 4 ausgestattet
sein. Ferner kann die Verfahr- und Kippvorrichtung 18 eine
dritte Mechanik 21 beinhalten, welche den Heatsetting-Behälter 1 und
eine Standvorrichtung 22 koppelt, wobei die dritte Mechanik 21 dazu
geeignet ist, den Heatsetting-Behälter 1 relativ zu
der Standvorrichtung 22 zu drehen. Durch das Vorsehen der
Verfahr- und Kippvorrichtung 18 können die
entsprechenden Stellungen für
die verschiedenen notwendigen Arbeiten an dem Heatsetting-Behälter 1 und
die Produktionsposition angefahren werden. Dadurch sind die arbeitsrelevanten
Bauteile für eine
Bedienperson leicht zugänglich.
Dies dient insbesondere der Service-Freundlichkeit und der verbesserten
Ergonomie des Heatsetting-Behälters 1. Ferner
kann der Heatsetting-Behälter 1 mittels
der Verfahr- und Kippvorrichtung 18 automatisch geöffnet und
geschlossen werden. Dies erlaubt einen Zugang zu dem Inneren des
Heatsetting-Behälters 1 in kürzester
Zeit, insbesondere zu den Transportsystemen mit der Getriebeeinrichtung 9, 10 und
den Rollenketten 25; 25a–25d. Dadurch sind
bei Störungen, wie
beispielsweise bei Fadenbrüchen,
nur kurze Stillstandszeiten vonnöten,
so dass die Produktivität
des Heatsetting-Behälters 1 gesteigert
ist.
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Dazu
zeigt beispielsweise die 3 eine schematische Ansicht
des Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters 1 nach 1 in
einer Testposition. Die Testposition nach 3 ist durch
eine vertikale Stellung S1 des Heatsetting-Behälters 1 mit geschlossenem
Kopfteil 3, geschlossenem Bodenteil 5 und ausgeschwenktem
Mittelteil 4 gekennzeichnet. Dadurch, dass der Mittelteil 4 ausgeschwenkt
ist, kann die Bedienperson den Transport des Fadenbündels 2 durch
den Heatsetting-Behälter 1,
dabei insbesondere durch den Dämpfbereich
DB, beobachten und kontrollieren. Dabei bezeichnet Bezugszeichen 12 einen
Wickelkern, um welchen das Fadenbündel 2 in dem Dämpfbereich
DB gewickelt wird.
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Demgegenüber zeigt 4 eine
schematische Ansicht des Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters 1 nach 1 in
einer Einfädelposition
zum Einfädeln
des Fadenbündels 2.
Durch die Verfahr- und Kippvorrichtung 18 ist der Heatsetting-Behälter 1 dazu
geeignet, in die Einfädelposition
gefahren zu werden. Die Einfädelposition
gemäß 4 ist
dadurch gekennzeichnet, dass der Heatsetting-Behälter 1 in
einer Winkelstellung S3 zwischen der vertikalen Stellung S1 und
einer horizontalen Stellung S2 ist, wobei der Bodenteil 5 offen
ist und der Mittelteil 4 sowie der Kopfteil 3 geschlossen
sind. Ebenso ist es möglich,
nicht den Bodenteil 5, sondern nur den Kopfteil 3 zu öffnen. Durch die
Verfahr- und Kippvorrichtung 18 ist
die Einfädelposition
zum einen schnell erreichbar und zum anderen ohne, dass die Bedienperson
selbst am Heatsetting-Behälter 1 zum Öffnen oder
Verfahren tätig
werden müsste.
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Es
zeigt 5 eine schematische Ansicht des Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters 1 nach 1 in
einer Service-Position. Die Service-Position nach 5 ist
nur beispielhaft. Eine Vielzahl von möglichen Service-Positionen
ist durch die Verfahreinrichtung 18 einstell bar. Die Service-Position
nach 5 ist durch einen offenen Bodenteil 5,
einen ausgefahrenen Mittelteil 4 und eine horizontale Stellung
S2 des Heatsetting-Behälters 1 gekennzeichnet.
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6 zeigt
eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels der Getriebeeinrichtung 9, 10 des
erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters 1. Die
Getriebeeinrichtung 9, 10 weist ein Fixiergetriebe 9 und
ein Transportgetriebe 10 auf. Das Fixiergetriebe 9 ist
dazu geeignet, das Fadenbündel 2 aus
der Hauptwelle 7 radial herauszuführen und das Transportgetriebe 10 derart
zu halten, dass das Transportgetriebe 10 unabhängig von
einer Drehbewegung der Hauptwelle 7 ist. Die Drehbewegung
der Hauptwelle 7 kann beispielsweise durch einen Drehgeber 8 (siehe 1)
gemessen werden. Das Transportgetriebe 10 ist dazu geeignet,
die Drehzahl der Hauptwelle 7 mit einem vorbestimmten Verhältnis, beispielsweise
30:1, auf eine untersetzte Drehzahl zu untersetzen und zumindest
eine Rollenkette 25 zum Transport des Fadenbündels 2 mit
der untersetzten Drehzahl anzutreiben. Zum Antrieb sind sowohl vier Umlenkgetriebe 23 mit
jeweils zwei Kugelrädern
als auch eine vorbestimmte Anzahl von Kettenrädern 24 vorgesehen.
Dieser Antrieb wird im Folgenden detailliert mit Bezug zu den 8 und 9 beschrieben.
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7 zeigt
eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Fixiergetriebes 9 der
Getriebeeinrichtung 9, 10 nach 6.
Das Fixiergetriebe 9 weist eine erste Hohlwelle 26,
ein erstes Zahnrad 27, ein Gehäuse 28, ein zweites
Zahnrad 29, ein drittes Zahnrad 30, ein viertes
Zahnrad 32 und einen Kanal 55 auf. Die erste Hohlwelle 26 ist
dazu geeignet, verdrehsicher auf der Hauptwelle 7 gekoppelt
zu werden. Das erste Zahnrad 27 ist auf der ersten Hohlwelle 26 angeordnet,
an einem Rahmen (nicht gezeigt) des Heatsetting-Behälters 1 fixiert
und nach innen und außen
drehbar gelagert. Das Gehäuse 28 ist mit
der ersten Hohlwelle 26 gekoppelt und insbesondere hermetisch
gekapselt.
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Das
zweite Zahnrad 29 ist mit dem Gehäuse 28 gekoppelt und
dazu geeignet, als Gegenrad um das erste Zahnrad 27 zu
laufen.
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Das
dritte Zahnrad 30 ist mit dem zweiten Zahnrad 29 über eine
Achse 31 gekoppelt, wobei das zweite Zahnrad 29 und
das dritte Zahnrad 30 zueinander verdrehsicher gelagert
sind. Das vierte Zahnrad 32 ist um die erste Hohlwelle 26 angeordnet
und nach außen
und innen drehbar gelagert, wobei das dritte Zahnrad 30 dazu
geeignet ist, als Gegenrad um das vierte Zahnrad 32 zu
laufen.
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Mittels
des Kanals 55 wird das Fadenbündel 2 bis zu einer
Abzweigstelle 56 (siehe insbesondere 9)
zwischen dem ersten Zahnrad 27 und dem vierten Zahnrad 32 axial
geführt
und ab der Abzweigstelle 56 radial herausgeführt. Dazu
weisen insbesondere die erste Hohlwelle 26 und die Hauptwelle 7 jeweils
in diesem Bereich eine Öffnung
auf.
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In 8 ist
eine schematische Querschnittansicht eines Ausführungsbeispiels eines Transportgetriebes 10 der
Getriebeeinheit 9, 10 nach 6 dargestellt.
Das Transportgetriebe 10 weist eine zweite Hohlwelle 33,
ein Schneckengetriebe 34 und ein Umlenkgetriebe 23 auf.
Die zweite Hohlwelle 33 ist verdrehsicher auf der Hauptwelle 7 gekoppelt.
Das Schneckengetriebe 34 weist eine auf der zweiten Hohlwelle 33 angeordnete
Schnecke 35 und zwei radial zu der Schnecke 35 angeordnete
Schneckenräder 36 auf.
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Zur
Einstellung eines vorbestimmten oder gewünschten Abstandes des Umlenkgetriebes 23 und
damit der Rollenketten 25 von der Hauptwelle 7 können vorzugsweise
Kopplungszahnräder 37 zur Koppelung
zwischen dem jeweiligen Schneckenrad 36 und dem Umlenkgetriebe 23 vorgesehen
werden.
-
Eine
schematische Querschnittsansicht des erläuterten Ausführungsbeispieles
der Getriebeeinrichtung 9, 10 nach 6 mit
dem Fixiergetriebe nach 7 und dem Transportgetriebe
nach 8 ist in 9 dargestellt.
-
Zum
Transport des Fadenbündels 2 durch den
Dämpfbereich
DB des Heatsetting-Behälters 1 ist
eine vorbestimmte Anzahl, beispielsweise vier, von Rollenketten 25; 25a–25d vorgesehen.
Dazu zeigt 10 eine schematische Ansicht
einer solchen Rollenkette 25 des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters 1.
Jede Rollenkette 25 hat eine vorbestimmte Anzahl N von
Kettengliedern 38. In zumindest einer vorbestimmten Anzahl
M von vertikalen Ebenen weisen die jeweiligen Kettenglieder 38 der Rollenketten 25; 25a–25d einer
gemeinsamen vertikalen Ebene jeweils einen Mitnehmer 39 auf,
wobei M ≤ N
ist.
-
Dazu
zeigt 11 eine schematische Ansicht
eines Kettengliedes 38 der Rollenkette 25 nach 10.
Das Kettenglied 38 weist einen Mitnehmer 39 auf,
welcher vorzugsweise als ein mit dem Kettenglied 38 gekoppeltes
Bogenelement 57 ausgebildet ist. Das Bogenelement 57 stellt
einen oder zwei Auflagepunkte A für das um die Rollenketten 25a–25d (siehe 12)
gewickelte Fadenbündel 2 bereit.
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12 zeigt
eine schematische Ansicht von vier Rollenketten 25a–25d,
welche mit einer Getriebeeinrichtung 9, 10 nach 6 gekoppelt
sind. Der obere Wickelflügel 11 ist
vorzugsweise zum Aufwickeln des Fadenbündels 2 auf die Rollenketten 25a–25d vorgesehen.
Dabei wickelt der obere Wickelflügel 11 das
durch das Fixiergetriebe 9 herausgeführte Fadenbündel 2 mittels des
Drehmomentes der Hauptwelle 7 um die Rollenketten 25a–25d.
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In 13 ist
eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Wickelflügel-Abzugsvorrichtung 14 des
erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters 1 dargestellt.
Die Wickelflügel-Abzugsvorrichtung 14 weist
eine Abzugseinrichtung 15 und/oder eine mit der Abzugseinrichtung 15 gekoppelte
Wirbelstrombremse 16 auf.
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Die
Abzugseinrichtung 15 weist eine auf der Achse des Wickelkerns
angeordnete Nabe 40, eine mit der Nabe 40 gekoppelte
radiale Durchführvorrichtung 41 und
einen mit der Durchführvorrichtung 41 gekoppelten
Stutzen 42 auf. Der Stutzen 42 zieht das Fadenbündel 2 von
dem radial zur Achse des Wickelkerns versetzten Abzugspunkt von
den Rollenketten 25; 25a–25d ab und führt das
abgezogene Fadenbündel 2 in
die Durchführvorrichtung 41.
Mittels der Wirbelstrombremse 16 ist die Spannung des abgezogenen
Fadenbündels 2 einstellbar.
Vorzugsweise weist die Wickelflügel-Abzugsvorrichtung 14 einen Kraftsensor
(nicht gezeigt) auf, welcher die mechanische Spannung des abgezogenen
Fadenbündels 2 misst,
mittels welcher die Wirbelstrombremse 16 zur Einstellung
einer gewünschten
Fadenspannung regelbar ist. Dazu ist beispielsweise eine Steuereinrichtung
(nicht gezeigt) vorgesehen. Die Wickelflügel-Abzugsvorrichtung 14 übergibt
das abgezogene Fadenbündel 2 der
Fadenumlenkeinrichtung 17 in Richtung der Längsachse
des Heatsetting-Behälters 1.
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14 zeigt
eine schematische Ansicht eines Masttransportsystems für den Transport
des aufgewickelten Fadenbündels 2 durch
den Dämpfbereich
DB. Das Masttransportsystem weist vorzugsweise das Transportgetriebe 10,
die Rollenketten 25; 25a–25b, eine Kettenführungseinrichtung 47a, 47b für jede Rollenkette 25; 25a–25d und
eine Einstelleinrichtung 49–53b auf. Für jede Rollenkette 25; 25a–25d ist
jeweils eine Kettenführungseinrichtung 47a, 47b dargestellt.
Ohne Einschränkung
der Allgemeinheit sind in der 14 nur
zwei Kettenführungseinrich tungen 47a und 47b für zwei Rollenketten 25a und 25b (nicht
gezeigt) dargestellt. Die Kettenführungseinrichtung 47a, 47b ist
zur Führung
der jeweiligen Rollenkette 25a, 25b zwischen einem
oberen Kettenrad 24 und einem unteren Kettenrad 48 geeignet.
-
Die
Einstelleinrichtung 49–53b ist
zur Einstellung des Abstandes der Kettenführungseinrichtung 47a, 47b und
des unteren Kettenrades 48 von dem Wickelkern 12 geeignet.
Dabei ist das obere Kettenrad 24 fixiert.
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Nachdem
das Fadenbündel 2 im
Bereich des fixierten oberen Kettenrades 24 auf die Rollenketten 25; 25a–25d gewickelt
wird, kann der Schrumpf der Fäden
des aufgewickelten Fadenbündels 2 durch
die Einstellung des Abstandes zwischen der Kettenführungseinrichtung 47a, 47b bzw.
des unteren Kettenrades 48 und dem Wickelkern 12 eingestellt
werden. Dies ist insbesondere ermöglicht, weil die mechanische
Spannung des aufgewickelten Fadenbündels 2 im Bereich
der Kettenführungseinrichtungen 47a, 47b durch
die Einstellung des Abstandes im Gegensatz zur mechanischen Spannung
des aufgewickelten Fadenbündels
im Bereich des oberen Kettenrades 24, also dem Aufwickelbereich,
einstellbar ist. Damit können
bei einer eingestellten Betriebstemperatur des Heatsetting-Behälters 1 Fäden mit
unterschiedlichem Schrumpf in Abhängigkeit des eingestellten
Abstandes zwischen den Kettenführungseinrichtungen 47a, 47b und
dem Wickelkern 12 hergestellt werden. Um die Einstellung
des Abstandes zwischen der Kettenführungseinrichtung 47a, 47b und dem
Wickelkern 12 zu ermöglichen,
weist die jeweilige Kettenführungseinrichtung 47a, 47b zumindest ein
Gelenk 54a, 54b auf. Gemäß der Ausführung in 14 hat
zum Beispiel die Kettenführungseinrichtung 47a zwei
Gelenke 54a, 54b.
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Vorzugsweise
weist die Einstelleinrichtung 49–53b dazu eine nach
oben und unten drehbare Einstellmutter 49, zumindest ei nen
Schubring 50a, 50b mit Rollen 51a, 51b,
zumindest eine Schubstange 52 und zumindest eine Auflauffläche 53a, 53b auf. Beispielsweise
sind ein oberer Schubring 50a und ein unterer Schubring 50b vorgesehen. Über die
Einstellmutter 49 und zumindest einer zwischen der Einstellmutter 49 und
den Schubringen 50a, 50b angeordneten Schubstange 52 können die
Schubringe 50a, 50b nach oben oder unten in einer
vertikalen Richtung bewegt werden. Zwischen den Schubringen 50a, 50b und
den Kettenführungseinrichtungen 47a, 47b ist
jeweils eine Auflaufschräge 53a, 53b angeordnet.
-
Wird
der jeweilige Schubring 50a, 50b nach oben bewegt,
so laufen die Rollen 51a, 51b über die jeweilige Auflaufschräge 53a, 53b und
drücken
diese nach außen
gegen die Kettenführungseinrichtungen 47a, 47b.
Somit werden die Kettenführungseinrichtungen 47a, 47b nach
außen
gedrückt
und der Abstand dieser von dem Wickelkern 12 wird vergrößert. Wird
die Einstellmutter 49 dagegen nach unten bewegt, so können die
Rollen 51a, 51b auf der Auflauffläche 53a, 53b zurück rollen.
Zum Rückstellen
der Kettenführungseinrichtung 47a, 47b ist
eine Rückstellvorrichtung
(nicht gezeigt) vorgesehen, welche beispielsweise als eine Zugfeder
ausgestaltet ist und zwischen der jeweiligen Kettenführungseinrichtung 47a, 47b und
dem Wickelkern 12 angeordnet ist.
-
- 1
- Heatsetting-Behälter
- 2
- Fadenbündel
- 3
- Kopfteil
- 4
- Mittelteil
- 5
- Bodenteil
- 6
- Einfuhrvorrichtung
- 7
- Hauptwelle
- 8
- Drehgeber
- 9
- Fixiergetriebe
- 10
- Transportgetriebe
- 11
- Wickelflügel
- 12
- Wickelkern
- 13
-
- 14
- Wickelflügel-Abzugsvorrichtung
- 15
- Abzugseinrichtung
- 16
- Wirbelstrombremse
- 17
- Fadenumlenkeinrichtung
- 18
- Verfahr-
und Kippvorrichtung
- 19
- erste
Mechanik
- 20
- zweite
Mechanik
- 21
- dritte
Mechanik
- 22
- Standvorrichtung
- 23
- Umlenkgetriebe
- 24
- Kettenrad
- 25
- Rollenkette
- 26
- erste
Hohlwelle
- 27
- erstes
Zahnrad
- 28
- Gehäuse
- 29
- zweites
Zahnrad
- 30
- drittes
Zahnrad
- 31
- Achse
- 32
- viertes
Zahnrad
- 33
- zweite
Hohlwelle
- 34
- Schneckengetriebe
- 35
- Schnecke
- 36
- Schneckenrad
- 37
- Kopplungszahnräder
- 38
- Kettenglied
- 39
- Mitnehmer
- 40
- Nabe
- 41
- Durchführvorrichtung
- 42
- Stutzen
- 43
- Grundplatte
- 44
- erste
Dichtlippe
- 45
- zweite
Dichtlippe
- 46
- dritte
Dichtlippe
- 47a,
47b
- Kettenführungseinrichtung
- 48
- unteres
Kettenrad
- 49
- Einstellmutter
- 50a,
50b
- Schubring
- 51a,
51b
- Rollen
- 52
- Schubstange
- 53a,
53b
- Auflaufschräge
- 54a,
54b
- Gelenk
- 55
- Kanal
- 56
- Abzweigstelle
- 57
- Bogenelement
- DB
- Dämpfbereich
- EB
- Einlaufbereich
- KB
- Kühlbereich
- MZ1
- obere
Mischzone
- MZ2
- untere
Mischzone
- S1
- vertikale
Stellung
- S2
- horizontale
Stellung
- S3
- Winkelstellung