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DE102007038375B3 - Heatsetting-Behälter - Google Patents

Heatsetting-Behälter Download PDF

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DE102007038375B3
DE102007038375B3 DE200710038375 DE102007038375A DE102007038375B3 DE 102007038375 B3 DE102007038375 B3 DE 102007038375B3 DE 200710038375 DE200710038375 DE 200710038375 DE 102007038375 A DE102007038375 A DE 102007038375A DE 102007038375 B3 DE102007038375 B3 DE 102007038375B3
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DE
Germany
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heatsetting
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gear
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thread
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DE200710038375
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Josef Georg Wimmer
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POWER-HEAT-SET GmbH
Original Assignee
POWER HEAT SET GmbH
POWER-HEAT-SET GmbH
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Abstract

Der erfindungsgemäße Heatsetting-Behälter ist dazu geeignet, ein Fadenbündel aus einer einstellbaren Mehrzahl von Fäden mittels eines Heatsetting-Prozesses in einem kontinuierlichen Betrieb und in einer vertikalen Stellung des Heatsetting-Behälters zu behandeln.

Description

  • Das technische Gebiet der Erfindung betrifft das Heatsetting eines Fadens oder eines Bündels einer Mehrzahl von Fäden, insbesondere aus Garnen aus Naturstoffen und/oder synthetischen Stoffen. Das Heatsetting wird insbesondere zur Verbesserung der Garnqualität nach dem Spinnen oder Zwirnen von Textilgarnen verwendet.
  • Dabei bezeichnet Heatsetting den thermischen Prozess, welcher zumeist in Dampfatmosphäre oder trockener Hitze abläuft, um den produzierten Fasern, Garnen oder Geweben eine dimensionale Stabilität oder andere wünschenswerte Eigenschaften, wie z. B. größeres Volumen, Widerstand gegen Falten und erhöhte Temperaturbeständigkeit, zu verleihen.
  • Im Weiteren werden alle Prozesse, mit welchen einem Textilmaterial, wie einem Faden oder einem Fadenbündel, zumindest eine der vorab genannten Eigenschaften mit Hilfe von Temperatur und/oder Feuchtigkeit verliehen wird, als Heatsetting-, Heatset- oder Set-Prozess bezeichnet.
  • Zum Anmeldetag der vorliegenden Anmeldung ist eine Beschreibung des Heatsetting unter der Web-Seite http://de.wikipedia.org/wiki/Heatsetting verfügbar. Des Weiteren sind solche Heatsetting-Prozesse oder Heatsetting-Anlagen aus der DE 920 18 165 U1 oder der DE 420 22 924 A1 bekannt. In diesen wird ein modularer Aufbau der Heatsetting-Anlagen beschrieben, welche aus mehreren Kammern für die Vorbehandlung und die Behandlung der Textilfäden bestehen. Dabei durchlaufen die Textilfäden die Behandlungsstrecken auf einem Förderband. Das Garn oder die Fäden sind dabei in, mehreren Schichten auf dem Förderband abgelegt. Bei der Verwendung des Förderbandes ergibt sich allerdings der Nachteil, dass die verschieden ab gelegten Schichten jeweils unterschiedlich mit dem Behandlungsmedium, beispielsweise Dampf, durchgedrungen werden. Somit wird das Garn nachteiligerweise inhomogen behandelt.
  • Eine ähnliche Problematik ergibt sich, wenn anstatt des Transportbandes ein Seil oder ein Transportriemen zum Transport durch die horizontale Heatsetting-Anlage verwendet wird. Die Anmelderin hat dazu festgestellt, dass sich das Eigengewicht des Fadens oder des Fadenbündels beim horizontalen Betrieb der Heatsetting-Anlage dahingehend negativ auswirkt, dass die Auflagepunkte des Fadens auf dem Seil oder dem Transportriemen beim fertigen Teppich sichtbar sind. Solche beim fertigen Teppich sichtbaren Auflagepunkte mindern nachteiligerweise die Qualität des hergestellten Teppichs.
  • Die Druckschrift DE 102 58 262 A1 beschreibt eine Heizvorrichtung und ein Verfahren zum Erwärmen eines Fadens, insbesondere zu einer Schrumpfbehandlung eines textuierten Fadens. Die Heizvorrichtung weist einen länglichen Heizkanal auf, welcher stirnseitig einen Fadeneinlass und einen gegenüberliegenden Fadenauslass aufweist. Der Heizkanal wird über ein mantelförmig den Heizkanal umschließendes Heizmittel am Umgang gleichmäßig beheizt. Im Innern des Heizkanals ist ein freier Strömungsquerschnitt für den Durchlass des Fadens ausgebildet, wobei der Heizkanals eine Lage aufweist, bei welcher sich zwischen dem Fadeneinlass und dem Fadenauslass innerhalb des Heizkanals ein natürlicher Luftstrom aufgrund einer Kaminwirkung ausbildet. Weiter ist dem Heizkanal ein Steuermittel zugeordnet, durch welches der aufgrund der Kaminwirkung bewirkte Luftstrom zwischen dem Fadeneinlass und dem Fadanauslass veränderbar ist.
  • Die Druckschrift DE 16 10 940 A beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Garnbehandlung. Bei diesem Verfahren wird das Garn fortlaufend auf eine Gruppe von im Kreis angeordneten Transportmitteln durch einen um das eine Ende dieser Transportmittelgruppe kreisenden Fadenführer abgelegt, wobei man gleichzeitig die auf das besagte Ende abgelegten Garnwindungen entlang der Transportmittel parallel verschiebt, dabei einer Behandlung unterwirft und am anderen Ende der Transportmittelgruppe wieder abwickelt, wobei die Transportmittelgruppe drehfest und ortsfest gehalten wird.
  • Weiter zeigt die Druckschrift WO 02/06575 A1 ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Behandlung von synthetischen Fäden in einer Wärmeaustauschkammer, in welcher der zu behandelnde Faden direkt mit dem Wärmeaustauschmedium in Kontakt kommt. An der Fadenauslauföffnung und an der Fadeneinlauföffnung ist jeweils eine mit einem Dichtungsmedium beaufschlagte Abdichteinrichtung vorgesehen, mit einer in Nähe des Fadenaustrittes bzw. des Fadeneintrittes angeordneten Zuleitung für das Dichtungsmedium. Das Dichtungsmedium wird von dem die Wärmetauschkammer durchlaufenden Faden ferngehalten. Dies erfolgt durch Abführen des Dichtmediums vor der Wärmetauschkammer oder auch durch Abführen des Wärmetauschmediums zusammen mit dem Dichtungsmedium. In Nähe der Wärmetauschkammer ist eine Ableitung für das Dichtungsmedium angeordnet. Der Wärmetauscher ist ferner geteilt ausgeführt, so dass durch die Abnahme des einen Teils der Faden eingelegt werden kann.
  • Demnach ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Heatsetting-Behälter vorzuschlagen, mit dem Fäden möglichst homogen behandelt werden können.
  • Ferner ist es eine Aufgabe, einen Heatsetting-Behälter vorzuschlagen, mit dem Fäden möglichst homogen und auf möglichst kostengünstige und insbesondere einfache Weise behandelt werden können.
  • Weiter ist es eine Aufgabe, einen Heatsetting-Behälter mit einer verbesserten Bedienbarkeit vorzuschlagen.
  • Erfindungsgemäß wird zumindest eine dieser gestellten Aufgaben durch einen Heatsetting-Behälter mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
  • Demgemäß wird ein Heatsetting-Behälter vorgeschlagen, der dazu geeignet ist, ein Fadenbündel aus einer einstellbaren Mehrzahl von Fäden mittels eines Heatsetting-Prozesses in einem konti nuierlichen Betrieb und in einer vertikalen Stellung des Heatsetting-Behälters zu behandeln, wobei der Heatsetting-Behälter ein Kopfteil, ein Mittelteil, ein Bodenteil und eine Verfahr- und Kippvorrichtung aufweist, die dazu geeignet ist, den Heatsetting-Behälter in die vertikale Stellung mit geschlossenem Kopfteil und geschlossenem Bodenteil zu fahren, dadurch gekennzeichnet, dass der Heatsetting-Behälter aufweist:
    eine Einfuhrvorrichtung, welche das Fadenbündel entlang einer Längsachse des Heatsetting-Behälters in eine Hauptwelle des Heatsetting-Behälters einführt, und/oder
    eine Getriebeeinrichtung mit einem Fixiergetriebe und einem Transportgetriebe, wobei das Fixiergetriebe das Fadenbündel aus der Hauptwelle zur Wicklung um mindestens eine Rollenkette radial herausführt und dazu geeignet ist, das Transportgetriebe derart zu halten, dass dieses unabhängig von einer Drehbewegung der Hauptwelle ist,
    wobei das Transportgetriebe dazu geeignet ist, eine Drehzahl der Hauptwelle mit einem vorbestimmten Verhältnis auf eine untersetzte Drehzahl zu untersetzen und zumindest eine Rollenkette zum Transport des Fadenbündels mit der untersetzten Drehzahl anzutreiben.
  • Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass infolge des vertikalen Betriebs des Heatsetting-Behälters eine gleichmäßige Auflage des Fadenbündels auf einer Transportvorrichtung in dem Heatsetting-Behälter ermöglicht werden kann, so dass das Eigengewicht des Fadenbündels auf die Homogenität des zu behandelnden Fadenbündels bzw. der zu behandelnden Fäden minimal ist.
  • Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung gegenüber den bekannten Heatsetting-Anlagen besteht darin, dass der erfindungsgemäße Heatsetting-Behälter sehr viel weniger Aufstellfläche, insbesondere wegen seiner vertikalen Betriebsstellung, benötigt.
  • Außerdem weist die vorliegende Erfindung den Vorteil auf, dass nicht nur ein Faden, sondern ein Fadenbündel mit einer einstellbaren Mehrzahl von Fäden zeitgleich behandelt wird. Somit ist für jeden einzelnen Faden nicht eine eigene Behandlungseinheit notwendig. Damit werden erfindungsgemäß die Kosten reduziert. Außerdem wird erfindungsgemäß dadurch ermöglicht, dass die Kosten für die Bedienung und Betreuung der Heatsetting-Anlage bzw. des Heatsetting-Behälters minimiert werden.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen.
  • Gemäß einer Ausgestaltung eines Heatsetting-Behälters weist der Heatsetting-Behälter ein Kopfteil, ein Mittelteil, ein Bodenteil und eine Verfahr- und Kippvorrichtung auf. Die Verfahr- und Kippvorrichtung ist dazu geeignet, den Heatsetting-Behälter in die vertikale Stellung mit geschlossenem Kopfteil und geschlossenem Bodenteil zu fahren und/oder den Heatsetting-Behälter in die vertikale Stellung oder eine horizontale Stellung oder eine Winkelstellung eines einstellbaren Winkels zwischen der vertikalen Stellung und der horizontalen Stellung mit offenem Kopfteil und/oder mit offenem Bodenteil und/oder ausgeschwenktem Mittelteil zu fahren. Die Verfahr- und Kippvorrichtung ermöglicht vorteilhafterweise eine automatische Zerlegbarkeit des Heatsetting-Behälters. Weiter sind durch sie die verschiedenen Stellungen des Heatsetting-Behälters anfahrbar.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Heatsetting-Behälter in der vertikalen Stellung mit ausgeschwenktem Mittelteil in einem kontinuierlichen Testbetrieb betreibbar.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist das Fixiergetriebe auf:
    eine erste Hohlwelle, welche verdrehsicher auf der Hauptwelle koppelbar ist;
    ein erstes Zahnrad, welches um die erste Hohlwelle angeordnet ist, an einem Rahmen des Heatsetting-Behälters fixiert ist und nach außen und innen drehbar gelagert ist,
    ein Gehäuse, welches mit der ersten Hohlwelle gekoppelt und insbesondere hermetisch gekapselt ist,
    ein zweites Zahnrad, welches mit dem Gehäuse gekoppelt ist und dazu geeignet ist, als Gegenrad um das erste Zahnrad zu laufen,
    ein drittes Zahnrad, welches mit dem zweiten Zahnrad über eine Achse gekoppelt ist, wobei das zweite Zahnrad und das dritte Zahnrad zueinander verdrehsicher gelagert sind,
    ein viertes Zahnrad, welches um die erste Hohlwelle angeordnet und nach außen und innen drehbar gelagert ist,
    wobei das dritte Zahnrad dazu geeignet ist, als Gegenrad um das vierte Zahnrad zu laufen, und
    einen Kanal, welcher das Fadenbündel bis zu einer Abzweigstelle zwischen dem ersten Zahnrad und dem vierten Zahnrad axial führt und ab der Abzweigstelle radial herausführt.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist das Transportgetriebe auf:
    eine zweite Hohlwelle, welche verdrehsicher auf der Hauptwelle koppelbar ist,
    ein Schneckengetriebe mit einer auf der zweiten Hohlwelle angeordneten Schnecke und zwei radial zu der Schnecke angeordneten Schneckenrädern, und
    zumindest ein Umlenkgetriebe mit zwei Kegelrädern, wobei jeweils ein Kegelrad über einen Winkeltrieb von 45° eine Rollenkette antreibt.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung eines Heatsetting-Behälters ist eine vorbestimmte Anzahl von Rollenketten zum Transport des Fadenbündels durch einen Dämpfbereich des Heatsetting- Behälters vorgesehen, wobei jede Rollenkette eine vorbestimmte Anzahl N von Kettengliedern aufweist und in zumindest einer vorbestimmten Anzahl M von vertikalen Ebenen die jeweiligen Kettenglieder der Rollenketten einer gemeinsamen vertikalen Ebene jeweils einen Mitnehmer aufweisen.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist der Mitnehmer als ein mit dem Kettenglied gekoppeltes Bogenelement ausgebildet, welches einen oder zwei Auflagepunkte für das um die Rollenketten gewickelte Fadenbündel bereitstellt. Die Ausgestaltung der Transportvorrichtung für das Fadenbündel durch den Dämpfbereich des Heatsetting-Behälters als Rollenketten, welche Mitnehmer mit definierten Auflagepunkten für das Fadenbündel aufweisen, hat den Vorteil, dass durch die Bereitstellung der definierten Auflagepunkte das Fadenbündel homogen und gleichmäßig auf der Transportvorrichtung aufliegt und des Weiteren dass sich das Fadenbündel beim Abzugsvorgang nicht fängt.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung eines Heatsetting-Behälters ist eine Wickelflügel-Abzugsvorrichtung vorgesehen, welche dazu geeignet ist, das mittels der Rollenketten durch den Dämpfbereich transportierte, auf den Rollenketten aufgewickelte Fadenbündel an einem radial zur Hauptwelle versetzten Abzugspunkt radial von den Rollenketten abzuziehen und/oder eine mechanische Spannung des abgezogenen Fadenbündels einzustellen. Die Wickelflügel-Abzugsvorrichtung ermöglicht einen radialen Abzug an dem radial zur Hauptwelle versetzten Abzugspunkt und damit vorteilhafterweise ein verbessertes Abzugsverhalten in Folge des definierten Abzugs genau eines Fadenbündels. Dieser Vorteil wird besonders deutlich bei einem Vergleich zu einem Abzug über Kopf oder mittels einer fliegenden Welle. Des Weiteren ist es vorteilhafterweise nicht notwendig, dass die Wickelflügel-Abzugsvorrichtung angetrieben wird, denn die Wickelflügel-Abzugsvorrichtung dreht sich selbstständig mit der Zugbelastung am Fadenbündel. Hierfür ist demnach vorteilhafterweise keine zusätzliche Zufuhr von Energie notwendig.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist die Wickelflügel-Abzugsvorrichtung auf:
    eine Abzugseinrichtung mit einer auf der Hauptwelle angeordneten Nabe, einer mit der Nabe gekoppelten radialen Durchführvorrichtung und einem mit der Durchführvorrichtung gekoppelten Stutzen, welcher das Fadenbündel von dem radial zur Hauptwelle versetzten Abzugspunkt abzieht und in die Durchführvorrichtung führt, und/oder
    eine mit der Abzugseinrichtung gekoppelte Wirbelstrombremse, mittels welcher die Spannung des abgezogenen Fadenbündels einstellbar ist.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung eines Heatsetting-Behälters weist der Heatsetting-Behälter einen Einlaufbereich zum Einführen und Aufwickeln des Fadenbündels, einen Dämpfbereich, in welchem das Fadenbündel mittels des Heatsetting-Prozesses behandelt wird, einen Kühlbereich, in welchem das behandelte Fadenbündel abgekühlt wird, und eine Regeleinrichtung auf. Die Regeleinrichtung regelt eine Ist-Dampftemperatur des Dämpfbereiches in Abhängigkeit der Ist-Dampftemperatur des Dämpfbereiches, einer ersten Ist-Temperatur eines ersten Luft-Dampf-Gemisches des Einlaufbereiches und einer zweiten Ist-Temperatur eines zweiten Luft-Dampf-Gemisches des Kühlbereiches auf eine vorbestimmte Soll-Dampftemperatur für den Dämpfbereich, insbesondere mittels einer Zufuhr von Druckluft in den Einlaufbereich.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung eines Heatsetting-Behälters sind für jede Rollenkette eine Kettenführungseinrichtung zur Führung der Rollenkette zwischen einem oberen Kettenrad und einem unteren Kettenrad und eine Einstelleinrichtung zur Einstellung des Abstandes der Kettenführungseinrichtung und des unteren Kettenrades von dem Wickelkern bei fixiertem oberen Kettenrad vorgesehen.
  • Durch die Verwendung eines Masttransportsystems mit den Rollenketten und den Kettenführungseinrichtungen wird ermöglicht, dass das aufgewickelte Fadenbündel von zwei Seiten behandelt werden kann. Das aufgewickelte Fadenbündel teilt den Dämpfbereich in zwei Behandlungsräume, einen inneren Behandlungsraum zwischen dem Wickelkern und dem aufgewickelten Fadenbündel und einem äußeren Behandlungsraum zwischen dem aufgewickelten Fadenbündel und dem Gehäuse des Heatsetting-Behälters. Durch das Bedampfen von beiden Seiten ergibt sich ein verbesserter Feuchtetransport und damit eine bessere Durchdringbarkeit des Garnes. Durch den verbesserten Feuchtetransport sinkt die Glaspunkttemperatur und folglich sinkt die notwendige Energiezufuhr.
  • Nachdem das Fadenbündel im Bereich des fixierten oberen Kettenrades auf die Rollenketten gewickelt wird, kann der Schrumpf der Fäden des aufgewickelten Fadenbündels durch die Einstellung des Abstandes zwischen der Kettenführungseinrichtung bzw. des unteren Kettenrades und dem Wickelkern eingestellt werden. Dies ist insbesondere ermöglicht, weil die mechanische Spannung des aufgewickelten Fadenbündels im Bereich der Kettenführungseinrichtungen durch die Einstellung des Abstandes im Gegensatz zur mechanischen Spannung des aufgewickelten Fadenbündels im Bereich des oberen Kettenrades, also dem Aufwickelbereich, einstellbar ist. Damit können bei einer eingestellten Betriebstemperatur des Heatsetting-Behälters Fäden mit unterschiedlichem Schrumpf in Abhängigkeit des eingestellten Abstandes zwischen den Kettenführungseinrichtungen und dem Wickelkern hergestellt werden.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung eines Heatsetting-Behälters ist eine dem Dämpfbereich vorgeschaltete Texturiereinrichtung vorgesehen, welche die Fäden des eingeführten Fadenbündels texturiert. Mittels der Texturiereinrichtung werden die Fäden oder das Garn zur Herstellung von texturierten Fäden oder texturiertem Garn („textured yarn") texturiert. Beispiele für Texturiereinrichtungen finden sich in dem Fachbuch "Complete Textteil Glossary", erschienen im Celanese ACETATE, Seite 160 ff..
  • Des Weiteren wird ein System mit einem wie oben erläuterten Heatsetting-Behälter und einer dem Heatsetting-Behälter vorgeschalteten Texturiereinrichtung vorgeschlagen, welche die Fäden des Fadenbündels zur Bereitstellung texturierter Fäden texturiert.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters;
  • 2 eine schematische Ansicht des Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters nach 1 in einer Produktionsposition;
  • 3 eine schematische Ansicht des Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters nach 1 in einer Testposition;
  • 4 eine schematische Ansicht des Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters nach 1 in einer Einfädelposition;
  • 5 eine schematische Ansicht des Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters nach 1 in einer Serviceposition;
  • 6 eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels der Getriebeeinrichtung des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters;
  • 7 eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Fixiergetriebes der Getriebeeinrichtung nach 6;
  • 8 eine schematische Querschnittansicht eines Ausführungsbeispiels eines Transportgetriebes der Getriebeeinrichtung nach 6;
  • 9 eine schematische Querschnittsansicht der Getriebeeinrichtung nach 6;
  • 10 eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispieles einer Rollenkette des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters;
  • 11 eine schematische Ansicht eines Kettengliedes der Rollenkette nach 10;
  • 12 eine schematische Ansicht von vier Rollenketten nach 8, welche mit einer Getriebeeinrichtung nach 6 gekoppelt sind;
  • 13 eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Wickelflügel-Abzugsvorrichtung des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters; und
  • 14 eine schematische Ansicht eines Masttransportsystem für den Transport des aufgewickelten Fadenbündels durch den Dämpfbereich.
  • In allen Figuren sind gleiche bzw. funktionsgleiche Elemente und Einrichtungen – wenn nichts anderes angegeben ist – mit denselben Bezugszeichen versehen.
  • In 1 ist eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters 1 dargestellt. Der Heatsetting-Behälter 1 ist dazu geeignet, ein Fadenbündel 2 aus einer einstellbaren Mehrzahl von Fäden mittels eines Heatsetting-Prozesses in einem kontinuierlichen Betrieb und in einer vertikalen Stellung S1 des Heatsetting-Behälters 1 zu behandeln. Der Heatsetting-Behälter 1 ist vorzugsweise ein Druckbehälter, welcher insbesondere zylindrisch ausgestaltet ist.
  • Der Heatsetting-Behälter 1 weist ein Kopfteil 3, ein Mittelteil 4 und ein Bodenteil 5 auf. Ferner weist der Heatsetting-Behälter 1 eine Verfahr- und Kippvorrichtung 18 (siehe beispielsweise 2) auf, welche dazu geeignet ist, den Heatsetting-Behälter 1 in die vertikale Stellung S1 mit geschlossenem Kopfteil 3 und geschlossenem Bodenteil 5 zu fahren. Die Verfahr- und Kippvorrichtung 18 ist ferner dazu geeignet, den Heatsetting-Behälter 1 in die vertikale Stellung S1 oder in eine horizontale Stellung S2 (siehe beispielsweise 5) oder in eine Winkelstellung eines einstellbaren Winkels (siehe beispielweise 4) zwischen der vertikalen Stellung S1 und der horizontalen Stellung S2 mit offenem Kopfteil 3 und/oder mit offenem Bodenteil 5 und/oder mit ausgeschwenktem Mittelteil 4 zu fahren. Damit können verschiedene Stellungen des Heatsetting-Behälters 1 angefahren werden. Beispiele für die verschiedenen möglichen Stellungen des Heatsetting-Behälters 1 werden im Folgenden im Detail mit Bezug auf die 2 bis 5 erläutert.
  • Ferner weist der Heatsetting-Behälter 1 vorzugsweise eine Einfuhrvorrichtung 6 auf, welche das Fadenbündel 2 entlang einer Längsachse des Heatsetting-Behälters 1 in eine Hauptwelle 7 des Heatsetting-Behälters 1 insbesondere abdichtend einführt. Die Einführung des Fadenbündels 2 entlang der Längsachse hat den Vorteil, dass sich das Fadenbündel 2 nicht um die drehbare Hauptwelle 7 bei einer Drehung derer dreht.
  • Ferner weist der Heatsetting-Behälter 1 vorzugsweise eine Getriebeeinrichtung 9, 10 auf. Die Getriebeeinrichtung 9, 10 hat ein Fixiergetriebe 9 und ein Transportgetriebe 10. Die Getriebeeinheit 9, 10 mit dem Fixiergetriebe 9 und dem Transportgetriebe 10 wird im Folgenden detailliert mit Bezug auf die 6 bis 9 beschrieben.
  • Ferner hat der Heatsetting-Behälter 1 weiter einen Wickelflügel 11, welcher mit dem Fixiergetriebe 9 gekoppelt ist und dazu geeignet ist, das Fadenbündel 2 auf eine Transportvorrichtung für einen Transport durch einen Dämpfbereich DB des Heatsetting-Behälters 1 zu wickeln.
  • Des Weiteren weist der Heatsetting-Behälter 1 einen Einlaufbereich EB zum Einführen und Aufwickeln des Fadenbündels 2, einen Dämpfbereich DB, in welchem das Fadenbündel 2 mittels des Heatsetting-Prozesses behandelt wird, und einen Kühlbereich KB auf, in welchem das behandelte Fadenbündel 2 abgekühlt wird. Ferner ist vorzugsweise eine Regeleinrichtung (nicht gezeigt) vorgesehen, welche eine Ist-Dampftemperatur des Dämpfbereiches DB in Abhängigkeit der Ist-Dampftemperatur des Dämpfbereiches DB, einer ersten Ist-Temperatur eines ersten Luft-Dampf-Gemisches des Einlaufbereiches EB und einer zweiten Ist-Temperatur eines zweiten Luft-Dampf-Gemisches des Kühlberei ches KB auf eine vorbestimmte Soll-Dampftemperatur für den Dämpfbereich DB regelt. Die Regeleinrichtung regelt die Ist-Dampftemperatur für den Dämpfbereich DB insbesondere mittels einer Zufuhr von Druckluft in den Einlaufbereich EB. Insbesondere werden der Einlaufbereich EB und der Dämpfbereich DB mittels einer ersten Dichtlippe 44 und einer zweiten Dichtlippe 45 klimatisch voneinander getrennt. Zwischen den beiden Dichtlippen 44 und 45 bildet sich eine obere Mischzone MZ1 aus. Insbesondere wird das Gemisch aus dem ersten Luft-Dampf-Gemisch des Einlaufbereiches EB und des Dampfes des Dämpfbereiches DB aus der oberen Mischzone MZ1 ausgeführt und der Regeleinrichtung zugeführt. Des Weiteren wird das zweite Luft-Dampf-Gemisch insbesondere im Bereich einer unteren Mischzone MZ2 ausgeführt und der Regeleinrichtung zugeführt. Die untere Mischzone MZ2 bildet sich insbesondere im Bereich einer dritten Dichtlippe 46, welche den Kühlbereich KB von dem Dämpfbereich DB trennt.
  • Bezugszeichen 25 bezeichnet eine Rollenkette, welche im Folgenden detailliert mit Bezug auf die 10 bis 12 erläutert wird.
  • Ferner weist der Heatsetting-Behälter 1 insbesondere im Bereich des Bodenteils 5 eine Wickelflügel-Abzugsvorrichtung 14 auf, welche im Folgenden detailliert mit Bezug auf die 13 erläutert wird. Bezugszeichen 17 bezeichnet eine Fadenumlenkeinrichtung zum Umlenken des behandelten Fadenbündels in eine vorbestimmte Richtung.
  • 2 zeigt eine schematische Ansicht des Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters 1 nach 1 in einer Produktionsposition. In der Produktionsposition wird das Fadenbündel 2 im vertikalen Betrieb und in der vertikalen Stellung S1 kontinuierlich behandelt. In der vertikalen Stellung S1 wird das zu behandelnde Fadenbündel 2 insbe sondere von oben nach unten durch den Heatsetting-Behälter 1 transportiert. Allerdings ist auch die umgekehrte Richtung möglich. Die Produktionsposition des Heatsetting-Behälters 1 nach 2 ist durch die vertikale Stellung S1 des Heatsetting-Behälters 1 mit geschlossenem Kopfteil 3, geschlossenem Mittelteil 4 und geschlossenem Bodenteil 5 gekennzeichnet.
  • Die Verfahr- und Kippvorrichtung 18 für den Heatsetting-Behälter 1 kann eine erste Mechanik 19 mit zumindest einem Schlitten zum Verfahren des Kopfteils 3 und/oder des Bodenteils 5 aufweisen. Auch kann die Verfahr- und Kippvorrichtung 18 eine zweite Mechanik 20 mit zumindest einer Verschwenkeinrichtung zum Verschwenken des Mittelteils 4 ausgestattet sein. Ferner kann die Verfahr- und Kippvorrichtung 18 eine dritte Mechanik 21 beinhalten, welche den Heatsetting-Behälter 1 und eine Standvorrichtung 22 koppelt, wobei die dritte Mechanik 21 dazu geeignet ist, den Heatsetting-Behälter 1 relativ zu der Standvorrichtung 22 zu drehen. Durch das Vorsehen der Verfahr- und Kippvorrichtung 18 können die entsprechenden Stellungen für die verschiedenen notwendigen Arbeiten an dem Heatsetting-Behälter 1 und die Produktionsposition angefahren werden. Dadurch sind die arbeitsrelevanten Bauteile für eine Bedienperson leicht zugänglich. Dies dient insbesondere der Service-Freundlichkeit und der verbesserten Ergonomie des Heatsetting-Behälters 1. Ferner kann der Heatsetting-Behälter 1 mittels der Verfahr- und Kippvorrichtung 18 automatisch geöffnet und geschlossen werden. Dies erlaubt einen Zugang zu dem Inneren des Heatsetting-Behälters 1 in kürzester Zeit, insbesondere zu den Transportsystemen mit der Getriebeeinrichtung 9, 10 und den Rollenketten 25; 25a25d. Dadurch sind bei Störungen, wie beispielsweise bei Fadenbrüchen, nur kurze Stillstandszeiten vonnöten, so dass die Produktivität des Heatsetting-Behälters 1 gesteigert ist.
  • Dazu zeigt beispielsweise die 3 eine schematische Ansicht des Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters 1 nach 1 in einer Testposition. Die Testposition nach 3 ist durch eine vertikale Stellung S1 des Heatsetting-Behälters 1 mit geschlossenem Kopfteil 3, geschlossenem Bodenteil 5 und ausgeschwenktem Mittelteil 4 gekennzeichnet. Dadurch, dass der Mittelteil 4 ausgeschwenkt ist, kann die Bedienperson den Transport des Fadenbündels 2 durch den Heatsetting-Behälter 1, dabei insbesondere durch den Dämpfbereich DB, beobachten und kontrollieren. Dabei bezeichnet Bezugszeichen 12 einen Wickelkern, um welchen das Fadenbündel 2 in dem Dämpfbereich DB gewickelt wird.
  • Demgegenüber zeigt 4 eine schematische Ansicht des Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters 1 nach 1 in einer Einfädelposition zum Einfädeln des Fadenbündels 2. Durch die Verfahr- und Kippvorrichtung 18 ist der Heatsetting-Behälter 1 dazu geeignet, in die Einfädelposition gefahren zu werden. Die Einfädelposition gemäß 4 ist dadurch gekennzeichnet, dass der Heatsetting-Behälter 1 in einer Winkelstellung S3 zwischen der vertikalen Stellung S1 und einer horizontalen Stellung S2 ist, wobei der Bodenteil 5 offen ist und der Mittelteil 4 sowie der Kopfteil 3 geschlossen sind. Ebenso ist es möglich, nicht den Bodenteil 5, sondern nur den Kopfteil 3 zu öffnen. Durch die Verfahr- und Kippvorrichtung 18 ist die Einfädelposition zum einen schnell erreichbar und zum anderen ohne, dass die Bedienperson selbst am Heatsetting-Behälter 1 zum Öffnen oder Verfahren tätig werden müsste.
  • Es zeigt 5 eine schematische Ansicht des Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters 1 nach 1 in einer Service-Position. Die Service-Position nach 5 ist nur beispielhaft. Eine Vielzahl von möglichen Service-Positionen ist durch die Verfahreinrichtung 18 einstell bar. Die Service-Position nach 5 ist durch einen offenen Bodenteil 5, einen ausgefahrenen Mittelteil 4 und eine horizontale Stellung S2 des Heatsetting-Behälters 1 gekennzeichnet.
  • 6 zeigt eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels der Getriebeeinrichtung 9, 10 des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters 1. Die Getriebeeinrichtung 9, 10 weist ein Fixiergetriebe 9 und ein Transportgetriebe 10 auf. Das Fixiergetriebe 9 ist dazu geeignet, das Fadenbündel 2 aus der Hauptwelle 7 radial herauszuführen und das Transportgetriebe 10 derart zu halten, dass das Transportgetriebe 10 unabhängig von einer Drehbewegung der Hauptwelle 7 ist. Die Drehbewegung der Hauptwelle 7 kann beispielsweise durch einen Drehgeber 8 (siehe 1) gemessen werden. Das Transportgetriebe 10 ist dazu geeignet, die Drehzahl der Hauptwelle 7 mit einem vorbestimmten Verhältnis, beispielsweise 30:1, auf eine untersetzte Drehzahl zu untersetzen und zumindest eine Rollenkette 25 zum Transport des Fadenbündels 2 mit der untersetzten Drehzahl anzutreiben. Zum Antrieb sind sowohl vier Umlenkgetriebe 23 mit jeweils zwei Kugelrädern als auch eine vorbestimmte Anzahl von Kettenrädern 24 vorgesehen. Dieser Antrieb wird im Folgenden detailliert mit Bezug zu den 8 und 9 beschrieben.
  • 7 zeigt eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Fixiergetriebes 9 der Getriebeeinrichtung 9, 10 nach 6. Das Fixiergetriebe 9 weist eine erste Hohlwelle 26, ein erstes Zahnrad 27, ein Gehäuse 28, ein zweites Zahnrad 29, ein drittes Zahnrad 30, ein viertes Zahnrad 32 und einen Kanal 55 auf. Die erste Hohlwelle 26 ist dazu geeignet, verdrehsicher auf der Hauptwelle 7 gekoppelt zu werden. Das erste Zahnrad 27 ist auf der ersten Hohlwelle 26 angeordnet, an einem Rahmen (nicht gezeigt) des Heatsetting-Behälters 1 fixiert und nach innen und außen drehbar gelagert. Das Gehäuse 28 ist mit der ersten Hohlwelle 26 gekoppelt und insbesondere hermetisch gekapselt.
  • Das zweite Zahnrad 29 ist mit dem Gehäuse 28 gekoppelt und dazu geeignet, als Gegenrad um das erste Zahnrad 27 zu laufen.
  • Das dritte Zahnrad 30 ist mit dem zweiten Zahnrad 29 über eine Achse 31 gekoppelt, wobei das zweite Zahnrad 29 und das dritte Zahnrad 30 zueinander verdrehsicher gelagert sind. Das vierte Zahnrad 32 ist um die erste Hohlwelle 26 angeordnet und nach außen und innen drehbar gelagert, wobei das dritte Zahnrad 30 dazu geeignet ist, als Gegenrad um das vierte Zahnrad 32 zu laufen.
  • Mittels des Kanals 55 wird das Fadenbündel 2 bis zu einer Abzweigstelle 56 (siehe insbesondere 9) zwischen dem ersten Zahnrad 27 und dem vierten Zahnrad 32 axial geführt und ab der Abzweigstelle 56 radial herausgeführt. Dazu weisen insbesondere die erste Hohlwelle 26 und die Hauptwelle 7 jeweils in diesem Bereich eine Öffnung auf.
  • In 8 ist eine schematische Querschnittansicht eines Ausführungsbeispiels eines Transportgetriebes 10 der Getriebeeinheit 9, 10 nach 6 dargestellt. Das Transportgetriebe 10 weist eine zweite Hohlwelle 33, ein Schneckengetriebe 34 und ein Umlenkgetriebe 23 auf. Die zweite Hohlwelle 33 ist verdrehsicher auf der Hauptwelle 7 gekoppelt. Das Schneckengetriebe 34 weist eine auf der zweiten Hohlwelle 33 angeordnete Schnecke 35 und zwei radial zu der Schnecke 35 angeordnete Schneckenräder 36 auf.
  • Zur Einstellung eines vorbestimmten oder gewünschten Abstandes des Umlenkgetriebes 23 und damit der Rollenketten 25 von der Hauptwelle 7 können vorzugsweise Kopplungszahnräder 37 zur Koppelung zwischen dem jeweiligen Schneckenrad 36 und dem Umlenkgetriebe 23 vorgesehen werden.
  • Eine schematische Querschnittsansicht des erläuterten Ausführungsbeispieles der Getriebeeinrichtung 9, 10 nach 6 mit dem Fixiergetriebe nach 7 und dem Transportgetriebe nach 8 ist in 9 dargestellt.
  • Zum Transport des Fadenbündels 2 durch den Dämpfbereich DB des Heatsetting-Behälters 1 ist eine vorbestimmte Anzahl, beispielsweise vier, von Rollenketten 25; 25a25d vorgesehen. Dazu zeigt 10 eine schematische Ansicht einer solchen Rollenkette 25 des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters 1. Jede Rollenkette 25 hat eine vorbestimmte Anzahl N von Kettengliedern 38. In zumindest einer vorbestimmten Anzahl M von vertikalen Ebenen weisen die jeweiligen Kettenglieder 38 der Rollenketten 25; 25a25d einer gemeinsamen vertikalen Ebene jeweils einen Mitnehmer 39 auf, wobei M ≤ N ist.
  • Dazu zeigt 11 eine schematische Ansicht eines Kettengliedes 38 der Rollenkette 25 nach 10. Das Kettenglied 38 weist einen Mitnehmer 39 auf, welcher vorzugsweise als ein mit dem Kettenglied 38 gekoppeltes Bogenelement 57 ausgebildet ist. Das Bogenelement 57 stellt einen oder zwei Auflagepunkte A für das um die Rollenketten 25a25d (siehe 12) gewickelte Fadenbündel 2 bereit.
  • 12 zeigt eine schematische Ansicht von vier Rollenketten 25a25d, welche mit einer Getriebeeinrichtung 9, 10 nach 6 gekoppelt sind. Der obere Wickelflügel 11 ist vorzugsweise zum Aufwickeln des Fadenbündels 2 auf die Rollenketten 25a25d vorgesehen. Dabei wickelt der obere Wickelflügel 11 das durch das Fixiergetriebe 9 herausgeführte Fadenbündel 2 mittels des Drehmomentes der Hauptwelle 7 um die Rollenketten 25a25d.
  • In 13 ist eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Wickelflügel-Abzugsvorrichtung 14 des erfindungsgemäßen Heatsetting-Behälters 1 dargestellt. Die Wickelflügel-Abzugsvorrichtung 14 weist eine Abzugseinrichtung 15 und/oder eine mit der Abzugseinrichtung 15 gekoppelte Wirbelstrombremse 16 auf.
  • Die Abzugseinrichtung 15 weist eine auf der Achse des Wickelkerns angeordnete Nabe 40, eine mit der Nabe 40 gekoppelte radiale Durchführvorrichtung 41 und einen mit der Durchführvorrichtung 41 gekoppelten Stutzen 42 auf. Der Stutzen 42 zieht das Fadenbündel 2 von dem radial zur Achse des Wickelkerns versetzten Abzugspunkt von den Rollenketten 25; 25a25d ab und führt das abgezogene Fadenbündel 2 in die Durchführvorrichtung 41. Mittels der Wirbelstrombremse 16 ist die Spannung des abgezogenen Fadenbündels 2 einstellbar. Vorzugsweise weist die Wickelflügel-Abzugsvorrichtung 14 einen Kraftsensor (nicht gezeigt) auf, welcher die mechanische Spannung des abgezogenen Fadenbündels 2 misst, mittels welcher die Wirbelstrombremse 16 zur Einstellung einer gewünschten Fadenspannung regelbar ist. Dazu ist beispielsweise eine Steuereinrichtung (nicht gezeigt) vorgesehen. Die Wickelflügel-Abzugsvorrichtung 14 übergibt das abgezogene Fadenbündel 2 der Fadenumlenkeinrichtung 17 in Richtung der Längsachse des Heatsetting-Behälters 1.
  • 14 zeigt eine schematische Ansicht eines Masttransportsystems für den Transport des aufgewickelten Fadenbündels 2 durch den Dämpfbereich DB. Das Masttransportsystem weist vorzugsweise das Transportgetriebe 10, die Rollenketten 25; 25a25b, eine Kettenführungseinrichtung 47a, 47b für jede Rollenkette 25; 25a25d und eine Einstelleinrichtung 4953b auf. Für jede Rollenkette 25; 25a25d ist jeweils eine Kettenführungseinrichtung 47a, 47b dargestellt. Ohne Einschränkung der Allgemeinheit sind in der 14 nur zwei Kettenführungseinrich tungen 47a und 47b für zwei Rollenketten 25a und 25b (nicht gezeigt) dargestellt. Die Kettenführungseinrichtung 47a, 47b ist zur Führung der jeweiligen Rollenkette 25a, 25b zwischen einem oberen Kettenrad 24 und einem unteren Kettenrad 48 geeignet.
  • Die Einstelleinrichtung 4953b ist zur Einstellung des Abstandes der Kettenführungseinrichtung 47a, 47b und des unteren Kettenrades 48 von dem Wickelkern 12 geeignet. Dabei ist das obere Kettenrad 24 fixiert.
  • Nachdem das Fadenbündel 2 im Bereich des fixierten oberen Kettenrades 24 auf die Rollenketten 25; 25a25d gewickelt wird, kann der Schrumpf der Fäden des aufgewickelten Fadenbündels 2 durch die Einstellung des Abstandes zwischen der Kettenführungseinrichtung 47a, 47b bzw. des unteren Kettenrades 48 und dem Wickelkern 12 eingestellt werden. Dies ist insbesondere ermöglicht, weil die mechanische Spannung des aufgewickelten Fadenbündels 2 im Bereich der Kettenführungseinrichtungen 47a, 47b durch die Einstellung des Abstandes im Gegensatz zur mechanischen Spannung des aufgewickelten Fadenbündels im Bereich des oberen Kettenrades 24, also dem Aufwickelbereich, einstellbar ist. Damit können bei einer eingestellten Betriebstemperatur des Heatsetting-Behälters 1 Fäden mit unterschiedlichem Schrumpf in Abhängigkeit des eingestellten Abstandes zwischen den Kettenführungseinrichtungen 47a, 47b und dem Wickelkern 12 hergestellt werden. Um die Einstellung des Abstandes zwischen der Kettenführungseinrichtung 47a, 47b und dem Wickelkern 12 zu ermöglichen, weist die jeweilige Kettenführungseinrichtung 47a, 47b zumindest ein Gelenk 54a, 54b auf. Gemäß der Ausführung in 14 hat zum Beispiel die Kettenführungseinrichtung 47a zwei Gelenke 54a, 54b.
  • Vorzugsweise weist die Einstelleinrichtung 4953b dazu eine nach oben und unten drehbare Einstellmutter 49, zumindest ei nen Schubring 50a, 50b mit Rollen 51a, 51b, zumindest eine Schubstange 52 und zumindest eine Auflauffläche 53a, 53b auf. Beispielsweise sind ein oberer Schubring 50a und ein unterer Schubring 50b vorgesehen. Über die Einstellmutter 49 und zumindest einer zwischen der Einstellmutter 49 und den Schubringen 50a, 50b angeordneten Schubstange 52 können die Schubringe 50a, 50b nach oben oder unten in einer vertikalen Richtung bewegt werden. Zwischen den Schubringen 50a, 50b und den Kettenführungseinrichtungen 47a, 47b ist jeweils eine Auflaufschräge 53a, 53b angeordnet.
  • Wird der jeweilige Schubring 50a, 50b nach oben bewegt, so laufen die Rollen 51a, 51b über die jeweilige Auflaufschräge 53a, 53b und drücken diese nach außen gegen die Kettenführungseinrichtungen 47a, 47b. Somit werden die Kettenführungseinrichtungen 47a, 47b nach außen gedrückt und der Abstand dieser von dem Wickelkern 12 wird vergrößert. Wird die Einstellmutter 49 dagegen nach unten bewegt, so können die Rollen 51a, 51b auf der Auflauffläche 53a, 53b zurück rollen. Zum Rückstellen der Kettenführungseinrichtung 47a, 47b ist eine Rückstellvorrichtung (nicht gezeigt) vorgesehen, welche beispielsweise als eine Zugfeder ausgestaltet ist und zwischen der jeweiligen Kettenführungseinrichtung 47a, 47b und dem Wickelkern 12 angeordnet ist.
  • 1
    Heatsetting-Behälter
    2
    Fadenbündel
    3
    Kopfteil
    4
    Mittelteil
    5
    Bodenteil
    6
    Einfuhrvorrichtung
    7
    Hauptwelle
    8
    Drehgeber
    9
    Fixiergetriebe
    10
    Transportgetriebe
    11
    Wickelflügel
    12
    Wickelkern
    13
    14
    Wickelflügel-Abzugsvorrichtung
    15
    Abzugseinrichtung
    16
    Wirbelstrombremse
    17
    Fadenumlenkeinrichtung
    18
    Verfahr- und Kippvorrichtung
    19
    erste Mechanik
    20
    zweite Mechanik
    21
    dritte Mechanik
    22
    Standvorrichtung
    23
    Umlenkgetriebe
    24
    Kettenrad
    25
    Rollenkette
    26
    erste Hohlwelle
    27
    erstes Zahnrad
    28
    Gehäuse
    29
    zweites Zahnrad
    30
    drittes Zahnrad
    31
    Achse
    32
    viertes Zahnrad
    33
    zweite Hohlwelle
    34
    Schneckengetriebe
    35
    Schnecke
    36
    Schneckenrad
    37
    Kopplungszahnräder
    38
    Kettenglied
    39
    Mitnehmer
    40
    Nabe
    41
    Durchführvorrichtung
    42
    Stutzen
    43
    Grundplatte
    44
    erste Dichtlippe
    45
    zweite Dichtlippe
    46
    dritte Dichtlippe
    47a, 47b
    Kettenführungseinrichtung
    48
    unteres Kettenrad
    49
    Einstellmutter
    50a, 50b
    Schubring
    51a, 51b
    Rollen
    52
    Schubstange
    53a, 53b
    Auflaufschräge
    54a, 54b
    Gelenk
    55
    Kanal
    56
    Abzweigstelle
    57
    Bogenelement
    DB
    Dämpfbereich
    EB
    Einlaufbereich
    KB
    Kühlbereich
    MZ1
    obere Mischzone
    MZ2
    untere Mischzone
    S1
    vertikale Stellung
    S2
    horizontale Stellung
    S3
    Winkelstellung

Claims (13)

  1. Heatsetting-Behälter (1), welcher dazu geeignet ist, ein Fadenbündel (2) aus einer einstellbaren Mehrzahl von Fäden mittels eines Heatsetting-Prozesses in einem kontinuierlichen Betrieb und in einer vertikalen Stellung (S1) des Heatsetting-Behälters (1) zu behandeln, wobei der Heatsetting-Behälter (1) ein Kopfteil (3), ein Mittelteil (4), ein Bodenteil (5) und eine Verfahr- und Kippvorrichtung (18) aufweist, die dazu geeignet ist, den Heatsetting-Behälter (1) in die vertikale Stellung (S1) mit geschlossenem Kopfteil (3) und geschlossenem Bodenteil (5) zu fahren, dadurch gekennzeichnet, dass der Heatsetting-Behälter (1) aufweist: – eine Einfuhrvorrichtung (6), welche das Fadenbündel (2) entlang einer Längsachse des Heatsetting-Behälters (1) in eine Hauptwelle (7) des Heatsetting-Behälters einführt, und/oder – eine Getriebeeinrichtung (9, 10) mit einem Fixiergetriebe (9) und einem Transportgetriebe (10), wobei das Fixiergetriebe (9) das Fadenbündel (2) aus der Hauptwelle (7) zur Wicklung um mindestens eine Rollenkette (25) radial herausführt und dazu geeignet ist, das Transportgetriebe (10) derart zu halten, dass dieses unabhängig von einer Drehbewegung der Hauptwelle (7) ist, wobei das Transportgetriebe (10) dazu geeignet ist, eine Drehzahl der Hauptwelle (7) mit einem vorbestimmten Verhältnis auf eine untersetzte Drehzahl zu untersetzen und zumindest eine Rollenkette zum Transport des Fadenbündels (2) mit der untersetzten Drehzahl anzutreiben.
  2. Heatsetting-Behälter (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfahr- und Kippvorrichtung (18) dazu geeignet ist, den Heatsetting-Behälter (1) in die vertikale Stellung (S1) oder eine horizontale Stellung (S2) oder eine Winkelstellung (S3) eines einstellbaren Winkels zwischen der vertikalen Stellung (S1) und der horizontalen Stellung (S2) mit offenem Kopfteil (3) und/oder mit offenem Bodenteil (5) und/oder ausgeschwenktem Mittelteil (4) zu fahren.
  3. Heatsetting-Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Heatsetting-Behälter (1) in der vertikalen Stellung (S1) mit ausgeschwenktem Mittelteil (4) in einem kontinuierlichen Testbetrieb betreibbar ist.
  4. Heatsetting-Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fixiergetriebe (9) aufweist: – eine erste Hohlwelle (26), welche verdrehsicher auf der Hauptwelle (7) koppelbar ist; – ein erstes Zahnrad (27), welches um die erste Hohlwelle (26) angeordnet ist, an einem Rahmen des Heatsetting-Behälters (1) fixiert ist und nach außen und innen drehbar gelagert ist, – ein Gehäuse (28), welches mit der ersten Hohlwelle (26) gekoppelt und insbesondere hermetisch gekapselt ist, – ein zweites Zahnrad (29), welches mit dem Gehäuse (28) gekoppelt ist und dazu geeignet ist, als Gegenrad um das erste Zahnrad (27) zu laufen, – ein drittes Zahnrad (30), welches mit dem zweiten Zahnrad (29) über eine Achse (31) gekoppelt ist, wobei das zweite Zahnrad (29) und das dritte Zahnrad (30) zueinander verdrehsicher gelagert sind, – ein viertes Zahnrad (32), welches um die erste Hohlwelle (26) angeordnet und nach außen und innen drehbar gelagert ist, – wobei das dritte Zahnrad (30) dazu geeignet ist, als Gegenrad um das vierte Zahnrad (32) zu laufen, und – einen Kanal (55), welcher das Fadenbündel (2) bis zu einer Abzweigstelle (56) zwischen dem ersten Zahnrad (27) und dem vierten Zahnrad (32) axial führt und ab der Abzweigstelle (56) radial herausführt.
  5. Heatsetting-Behälter nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportgetriebe (10) aufweist: – eine zweite Hohlwelle (33), welche verdrehsicher auf der Hauptwelle (7) koppelbar ist, – ein Schneckengetriebe (34) mit einer auf der zweiten Hohlwelle (33) angeordneten Schnecke (35) und zwei radial zu der Schnecke (35) angeordneten Schneckenrädern (36), und – zumindest ein Umlenkgetriebe (23) mit jeweils zwei Kegelrädern, wobei jeweils ein Kegelrad über einen Winkeltrieb von 45° eine Rollenkette (25) antreibt.
  6. Heatsetting-Behälter nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine vorbestimmte Anzahl von Rollenketten (25; 25a25d) zum Transport des Fadenbündels (2) durch einen Dämpfbereich (DB) des Heatsetting-Behälters (1) vorgesehen ist, wobei jede Rollenkette (25; 25a25d) eine vorbestimmte Anzahl N von Kettengliedern (38) aufweist und in zumindest einer vorbestimmten Anzahl M von vertikalen Ebenen die jeweiligen Kettenglieder (38) der Rollenketten (25, 25a25d) einer gemeinsamen vertikalen Ebene jeweils einen Mitnehmer (39) aufweisen.
  7. Heatsetting-Behälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (39) als ein mit dem Kettenglied (38) gekoppeltes Bogenelement (57) ausgebildet ist, welches einen oder zwei Auflagepunkte (A) für das um die Rollenketten (25; 25a25d) gewickelte Fadenbündel (2) bereitstellt.
  8. Heatsetting-Behälter nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wickelflügel-Abzugsvorrichtung (14) vorgesehen ist, welche dazu geeignet ist, das mittels der Rollenketten (25; 25a25d) durch den Dämpfbereich (DB) transportierte, auf den Rollenketten (25; 25a25d) aufgewickelte Fadenbündel (2) an einem radial zur Hauptwelle (7) versetzten Abzugspunkt radial von den Rollenketten (25; 25a25d) abzuziehen und/oder eine mechanische Spannung des abgezogenen Fadenbündels (2) einzustellen.
  9. Heatsetting-Behälter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelflügel-Abzugsvorrichtung (14a) aufweist: – eine Abzugseinrichtung (15) mit einer auf einer Achse des Wickelkerns (7) angeordneten Nabe (40), einer mit der Nabe (40) gekoppelten radialen Durchführvorrichtung (41) und einem mit der Durchführvorrichtung (41) gekoppelten Stutzen (42), welcher das Fadenbündel (2) von dem radial zur Hauptwelle (7) versetzten Abzugspunkt abzieht und in die Durchführvorrichtung (41) führt, und/oder – eine mit der Abzugseinrichtung (15) gekoppelte Wirbelstrombremse (16), mittels welcher die Spannung des abgezogenen Fadenbündels (2) einstellbar ist.
  10. Heatsetting-Behälter nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Heatsetting-Behälter (1) einen Einlaufbereich (EB) zum Einführen und Aufwickeln des Fadenbündels (2), einen Dämpfbereich (DB), in welchem das Fadenbündel (2) mittels des Heatsetting-Prozesses behandelt wird, einen Kühlbereich (KB), in welchem das behandelte Fadenbündel (2) abgekühlt wird, und eine Regeleinrichtung aufweist, welche eine Ist-Dampftemperatur des Dämpfbereiches (DB) in Abhängigkeit der Ist-Dampftemperatur des Dämpfbereiches (DB), einer ersten Ist-Temperatur eines ersten Luft-Dampf-Gemisches des Einlaufbereiches (EB) und einer zweiten Ist-Temperatur eines zweiten Luft-Dampf-Gemisches des Kühlbereiches (KB) auf eine vorbestimmte Soll-Dampftemperatur für den Dämpfbereich (DB), insbesondere mit einer Zufuhr von Druckluft in den Einlaufbereich (EB), regelt.
  11. Heatsetting-Behälter nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Rollenkette (25; 25a25b) eine Kettenführungseinrichtung (47a, 47b) zur Führung der Rollenkette (25; 25a25d) zwischen einem oberen Kettenrad (24) und einem unteren Kettenrad (48) und eine Einstellvorrichtung (4953b) zur Einstellung des Abstandes der Kettenführungseinrichtung (47a, 47b) und des unteren Kettenrades (48) von dem Wickelkern (12) bei fixierten oberen Kettenrad (24) vorgesehen sind.
  12. Heatsetting-Behälter nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine dem Dämpfbereich (DB) vorgeschaltete Texturiereinrichtung vorgesehen ist, welche die Fäden des eingeführten Fadenbündels (2) texturiert.
  13. System, mit: a) einem Heatsetting-Behälter (1) nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 bis 12, und b) einer dem Heatsetting-Behälter (1) vorgeschalteten Texturiereinrichtung, welche die Fäden des Fadenbündels (2) texturiert.
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