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DE102007036566A1 - Federkontaktierung von elektrischen Kontaktflächen eines elektronischen Bauteils - Google Patents

Federkontaktierung von elektrischen Kontaktflächen eines elektronischen Bauteils Download PDF

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Abstract

Kontaktflächen auf der Oberseite eines elektronischen Bauteils werden mittels einer galvanisch hergestellten robusten Metallisierung verstärkt. Die robuste Metallisierung ermöglicht eine direkte Kontaktierung auf das Bauteil mittels Kontaktfedern.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kontaktierung von elektrischen Kontaktflächen eines elektronischen Bauteils sowie eine Anordnung mit einem elektronischen Bauteil mit wenigstens einer elektrischen Kontaktfläche.
  • Elektronische Bauteile wie Chips, die Leistungshalbleiter-Bauelemente enthalten, werden üblicherweise einseitig auf Metallisierungsflächen auf einem isolierenden Keramiksubstrat, beispielsweise ein DCB(= Direct Copper Bond), aufgelötet. Metallisierungsflächen auf der Oberseite eines solchen Chips werden üblicherweise mittels Drahtbondungen oder aufgelöteten Bügeln mit weiteren Metallisierungsflächen auf dem Keramiksubstrat verbunden, so dass ein elektrischer Schaltkreis entsteht.
  • Der Anschluss des Schaltkreises nach außen, beispielsweise zu Stromschienen oder einer Steuerplatine, erfolgt beispielsweise durch aufgelötete Stifte oder Laschen, durch eine Schweißung oder durch Ultraschallbondung zu Kontaktstiften im Gehäuse. Es ist weiterhin bekannt, Federkontakte zur Ankontaktierung der weiteren Metallisierungsflächen zu verwenden.
  • Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe ist es, ein vereinfachtes Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Kontakts mit einer elektrischen Kontaktfläche auf einem elektronischen Bauteil anzugeben. Weiterhin ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine vereinfachte Anordnung mit einem elektronischen Bauteil mit einer elektrischen Kontaktfläche anzugeben, bei der die Kontaktfläche kontaktiert ist.
  • Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens durch ein Verfahren mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Hinsichtlich der Anordnung wird die Aufgabe durch eine Anordnung mit den Merkmalen von Anspruch 6 gelöst. Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Kontaktierung wenigstens einer elektrischen Kontaktfläche eines elektronischen Bauteils wird auf die Kontaktfläche galvanisch eine robuste Metallisierung aufgebracht und die Kontaktierung mittels eines Federkontakts vorgenommen. Als Federkontakt eignen sich dabei sowohl Spiralfedern als auch Blattfedern.
  • Die erfindungsgemäße Anordnung weist ein elektronisches Bauteil mit wenigstens einer elektrischen Kontaktfläche auf. Auf der Kontaktfläche ist eine galvanisch hergestellte, robuste Metallisierung vorgesehen. Ein Federkontakt drückt auf die robuste Metallisierung auf und führt dadurch zur Herstellung eines elektrischen Kontakts zur Kontaktfläche.
  • Bei dem elektronischen Bauteil kann es sich dabei um ein beliebiges aktives oder passives Bauelement handeln oder auch einen Chip, der eine Mehrzahl elektronischer Einzelbauelemente bündelt. Insbesondere kann es sich bei dem Bauteil um eines der Leistungselektronik handeln, bei dem mehr als 10 W elektrischer Leistung geschaltet oder umgesetzt wird, insbesondere mehr als 100 W. Bei Bauteilen der Leistungselektronik treten an der Kontaktstelle der Kontaktfläche sehr hohe elektrische Ströme und damit Stromdichten auf, die eine sichere und stabile elektrische Kontaktierung erschweren. Das Bauelement oder der Chip weist wenigstens eine elektrische Kontaktfläche auf, die der elektrischen Verbindung des oder der Bauelemente des Bauteils nach außen dienen. Wenn das Bauelement beispielsweise auf einem Keramiksubstrat wie einem DCB angeordnet ist, ist die Kontaktfläche vom Substrat abgewandt, d. h. sie zeigt nach oben und muss eigens kontaktiert werden.
  • Eine Kontaktierung einer Kontaktfläche eines Bauteils erfolgt normalerweise deshalb nicht mit einem Federkontakt, da dieser gewöhnlich nur in sehr eng begrenzten Bereichen einen leiten den Materialkontakt zur Kontaktfläche herstellt. Diese eng begrenzten Bereiche können nur geringe Ströme zerstörungsfrei führen. Eine Spitze, die auf dem Federkopf angebracht ist und in die Kontaktfläche eindrückt, kann die Stromtragfähigkeit verbessern, kann aber wiederum durch die Kontaktfläche selbst hindurchdrücken.
  • Die Erfindung bedient sich daher einer robusten Metallisierung, die mittels eines galvanischen Prozesses auf die Kontaktfläche aufgebracht wird. Diese Metallisierung verstärkt die Kontaktfläche und erlaubt dadurch die Verwendung eines Federkontakts, der direkt auf die Kontaktfläche auf dem elektronischen Bauteil drückt.
  • Die robuste Metallisierung wird dabei bevorzugt hergestellt, indem folgende Prozessschritte durchgeführt werden:
    • – Sputtern eines sog. seed-layers, beispielsweise aus Titan und Kupfer;
    • – Aufbringen und Strukturieren eines Photolacks entsprechend der Kontaktflächen, auf denen die Metallisierung erhalten bleiben soll;
    • – Galvanisches Aufbringen einer Kupferschicht, die beispielsweise 10 μm, 30 μm oder 50 μm dick ist; und
    • – Strippen des Photolacks und Rückätzen des seedlayers.
  • Der beschriebene Prozessablauf ist nur skizziert und umfasst weitere, nicht genannte Details. Auch Abwandlungen vom beschriebenen Prozess sind möglich. Wichtig ist, dass mithilfe eines galvanischen Prozessschritts eine mindestens mehrere μm (Mikrometer) dicke Schicht aus leitfähigem, insbesondere hochleitfähigem Material wie beispielsweise Kupfer an wenigstens einer Kontaktfläche erzeugt wird.
  • Die direkte Kontaktierung mittels des Federkontakts vereinfacht und verbilligt vorteilhaft die Kontaktierung der elektrischen Kontaktfläche. Aus dem Stand der Technik ist beispielsweise die Vorgehensweise bekannt, von der Kontaktfläche einen Bonddraht auf eine Zwischenkontaktfläche auf dem Sub strat selbst zu führen. Die Zwischenkontaktfläche wird, beispielsweise wiederum mit einer Drahtbondung, mit einer Stromschiene verbunden. Bei der erfindungsgemäßen Vorgehensweise entfallen beide Drahtbondungen. Weiterhin entfällt auch die Zwischenkontaktfläche auf dem Substrat, was zu einer Platzersparnis führt. Da die Prozessschritte der Bondung vermieden werden, wird die Herstellung des kontaktierten Bauteils auch billiger und einfacher.
  • Bei den Federkontakten, die erfindungsgemäß verwendet werden, handelt es sich um Blattfedern. Alternativ können auch Spiralfedern zum Einsatz kommen.
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird eine Isolationsschicht aufgebracht, bevor die Kontaktierung mittels des Federkontakts durchgeführt wird. Dann wird entweder die Kontaktfläche durch öffnen eines Fensters in der Isolationsschicht freigelegt. Alternativ wird die Kontaktierung mittels eines Federkontakts hergestellt, indem die Isolationsschicht vom Federkontakt durchstoßen wird.
  • Die Isolationsschicht erlaubt beispielsweise, zusätzliche flächige Leiterbahnen auf den Aufbau aufzubringen, ohne dass dabei Kurzschlüsse erzeugt werden. Als Isolationsschicht kann beispielsweise eine Folie aus elektrisch isolierendem Kunststoff verwendet werden. Diese wird beispielsweise per Vakuumtiefziehen auf das Bauteil und ein darunterliegendes Substrat auflaminiert.
  • Zum Öffnen des Fensters bestehen verschiedene Möglichkeiten. Bei einem Folientyp, der optimiert ist auf eine geringe Wärmeausdehnung und hohe elektrische Isolation, kann es nötig sein, eine Strukturierung mittels Laser-Ablation vorzunehmen. Alternativ gibt es auch photostrukturierbare Folien, bei denen eine vereinfachte Strukturierung analog zu einem Lackstripping-Prozess möglich ist.
  • Die Isolationsschicht oder Isolationsfolie erlaubt es beispielsweise, die robuste Metallisierung, die für die Kontaktfläche verwendet wird, gleichzeitig als elektrische Verbindung zwischen der Kontaktfläche und/oder weiteren Kontaktflächen zu verwenden. Die Metallisierung wird dazu derartig strukturiert, dass neben der Aufdickung der Kontaktfläche auch beispielsweise wenigstens eine flächige Leiterbahn erhalten bleibt. Die Aufdickung kann dabei beispielsweise auch als Teil einer Leiterbahn realisiert werden, die von der Kontaktfläche zu einer weiteren Kontaktfläche führt.
  • Die beschriebenen Vorgehensweisen können vorteilhaft zur Kontaktierung von Kontaktflächen einer elektronischen Schaltung verwendet werden. Die elektronische Schaltung ist dabei auf einem Substrat realisiert, das eines oder mehrere elektronische Bauteile trägt. Die Bauteile weisen dabei insgesamt mehrere elektrische Kontaktflächen auf, die wie bereits beschrieben mit einer robusten Metallisierung versehen und mittels einer entsprechenden Anzahl von Federkontakten kontaktiert werden. Es ist auch möglich, dass die Bauteile der Schaltung nur eine Kontaktfläche aufweisen.
  • Bevorzugt werden der oder die Federkontakte an einem Gehäuse der elektronischen Schaltung angebracht. Dabei besteht das Gehäuse der elektronischen Schaltung beispielsweise aus einem Bodenteil und einem Deckel. Im Bodenteil sind das Substrat und somit auch die Aufbauten auf dem Substrat, d. h. die elektronischen und sonstigen Komponenten eingebettet. Der Deckel wird als einer der letzten Aufbauschritte für die Schaltung auf das Bodenteil aufgesetzt und verschließt die Schaltung. Vorteilhaft sind die Federkontakte zur Kontaktierung der elektrischen Kontaktflächen des oder der Bauteile auf dem Substrat am Deckel befestigt, so dass beim Aufsetzen des Deckels auf das Bodenteil automatisch die Federkontakte auf die Kontaktflächen drücken und der Kontakt hergestellt wird.
  • Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass ein flüssiger Abdecklack nach dem Aufsetzen des Deckels auf die Schaltung aufgebracht wird. Der Abdecklack kann beispielsweise die Isolationsschicht ersetzen und wird dann von dem oder den Federkontakten durchstoßen. Gleichzeitig verklebt der Abdecklack den Deckel und das Bodenteil des Gehäuses miteinander.
  • Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert. Dabei zeigen:
  • 1 die elektrische Verbindung eines elektronischen Bauteils mit einer zusätzlichen Metallisierungsfläche über einen Drahtbond gemäß dem Stand der Technik,
  • 2 ein elektronisches Bauteil mit oben liegender Kontaktfläche und einer robusten Metallisierung auf der Kontaktfläche,
  • 3 eine Anordnung mit einem elektronischen Bauteil, einer Kontaktfläche und einer robusten Metallisierung sowie einer Isolationsfolie,
  • 4 eine elektronische Anordnung mit einer Isolationsfolie, in der ein Fenster geöffnet ist,
  • 5 eine elektronische Anordnung mit einer Isolationsfolie, mit einem Fenster, durch das ein Federkontakt eine robuste Metallisierung kontaktiert,
  • 6 eine Kontaktierung mit einem Federkontakt, der eine Isolationsschicht durchstößt,
  • 7 ein Federkontakt in Verbindung mit einer robusten Metallisierung,
  • 8 ein Gehäuse mit einer elektronischen Schaltung und Spiralfederkontakten.
  • 1 zeigt ein Keramiksubstrat 1 mit einer unteren Leiterbahn 2. Weiterhin weist das Substrat eine zusätzliche Metallisierungsfläche 7 auf, die nicht in elektrischem Kontakt mit der unteren Leiterbahn 2 steht. Die untere Leiterbahn 2 und die zusätzliche Metallisierungsfläche 7 bestehen aus Kupfer und sind durch einen Graben getrennt. Auf die untere Leiterbahn 2 ist ein elektronisches Bauteil 3 aufgelötet. Die untere Leiterbahn 2 kann dabei in elektrischem Kontakt mit Anschlüssen auf der Unterseite des elektronischen Bauteils 3 steht. Das elektronische Bauteil 3 weist in diesem Fall eine Kontaktfläche 4 auf seiner Oberseite auf. Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, eine Verbindung zwischen der Kontaktfläche 4 und der zusätzlichen Metallisierungsfläche 7 mit einem Bonddraht 6 herzustellen. Dieser wird dazu mittels Bonds 5 mit der Kontaktfläche 4 einerseits und der zusätzlichen Metallisierungsfläche 7 andererseits stabil verbunden. Die zusätzlichen Metallisierungsfläche 7 kann nun beispielsweise über einen Federkontakt 12 ankontaktiert werden.
  • Anhand der weiteren Figuren werden nun Ausführungsbeispiele für das erfindungsgemäße Vorgehen gezeigt. Ausgangspunkt ist gemäß 2 wiederum ein keramisches Substrat 1, das eine untere Leiterbahn 2 aufweist. Auf die untere Leiterbahn 2 ist wiederum ein elektronisches Bauteil, in diesem Beispiel eines der Leistungselektronik, aufgelötet. Das elektronische Bauteil weist eine Kontaktfläche 4 auf seiner Oberseite auf. In einem ersten Schritt wird nun eine robuste Metallisierung 10 so auf das elektronische Bauteil 3 aufgebracht, dass die robuste Metallisierung 10 mit der Kontaktfläche 4 in elektrischer Verbindung steht. Dazu wird die robuste Metallisierung 10 üblicherweise die Kontaktfläche 4 überdecken. In diesem Beispiel besteht die Metallisierung aus Kupfer und weist eine Dicke von 35 μm auf.
  • In einem zweiten Schritt, dargestellt in 3, wird nun eine Isolationsfolie 8 auf den bereits vorhandenen Aufbau auflaminiert. Die Isolationsfolie 8 überdeckt somit das Keramiksubstrat 1, die untere Leiterbahn 2, und das elektronische Bauteil 3 mit der Kontaktfläche 4 und der robusten Metallisierung 10.
  • In einem dritten Schritt, dargestellt in 4, wird nun oberhalb der robusten Metallisierung 10 ein Fenster 11 in der Isolationsfolie 8 geöffnet. Das Fenster 11 legt daher die robuste Metallisierung 10 frei und ermöglicht eine elektrische Kontaktierung. Das Fenster 11 in der Isolationsfolie 8 wird geöffnet, indem an der Isolationsfolie 8 eine Laser-Ablation vorgenommen wird.
  • Die elektrische Kontaktierung wird nun gemäß 5 durch einen Federkontakt 12 hergestellt, der auf die robuste Metallisierung 10 drückt. Die robuste Metallisierung 10 ermöglicht hierbei, dass der Federkontakt 12 mit erheblicher Kraft aufgedrückt wird. Der Federkontakt 12 weist eine Spitze auf, die durch die Andruckkraft in die Metallisierung 10 auf der Kontaktfläche 4 gedrückt wird, wodurch ein zuverlässiger und leistungsfähiger elektrischer Kontakt hergestellt wird.
  • In 6 ist eine zweite Ausführungsmöglichkeit für die Erfindung dargestellt. Hierbei wird entgegen des ersten Ausführungsbeispiels kein Fenster 11 in der Isolationsfolie 8 geöffnet. In diesem Ausführungsbeispiel soll vielmehr eine Isolationsfolie 8 aus einem weichen Material zum Einsatz kommen. Die Kontaktfeder 12 wird nun gemäß 6 auf die Metallisierung 10 und die Isolationsfolie 8 aufgedrückt, so dass sie die Isolationsfolie 8 auf der robusten Metallisierung 10 durchstößt und dadurch den elektrischen Kontakt zur Metallisierung 10 und somit der Kontaktfläche 4 herstellt. Anstelle einer weichen Isolationsfolie 8 kann auch ein Lack als Isolationsschicht zum Einsatz kommen, der vom Federkontakt 12 durchstoßen wird.
  • Bei einer dritten Ausführungsvariante gemäß der 7 wird auf die Isolationsfolie 8 vollständig verzichtet. Ein Öffnen von Fenstern 11 entfällt hierdurch und der Federkontakt 12 kann direkt auf die robuste Metallisierung 10 aufsetzen.
  • Die Beispiele und Ausführungsmöglichkeiten der Erfindung wurden anhand von einem Bauteil 3 mit nur einer Kontaktfläche 4 beschrieben. Es ist klar, dass das erfindungsgemäße Vorgehen im Zusammenhang mit elektronischen Schaltungen verwendbar ist, bei denen auf einem Substrat 1 mehrere Bauteile 3 mit mehreren Kontaktflächen 4 vorhanden sind.
  • 8 zeigt nun eine elektronische Schaltung. Diese weist zwei Bauteile 3 auf, wobei eines der Bauteile 3 zwei Kontaktflächen 4 hat. Die Bauteile sitzen auf einem Keramiksubstrat 1, das wiederum in ein Bodenteil 13 eines Gehäuses eingebettet ist.
  • Die drei Kontaktflächen 4 der Bauteile 3 sind mit zwei elektrisch getrennten robusten Metallisierungen 10 versehen. Dabei ist in diesem Ausführungsbeispiel eine der Metallisierungen 10 so auf die Schaltung aufgebracht, dass sie eine elektrische Verbindung zwischen der einzelnen Kontaktfläche 4 des einen Bauteils 3 mit einer der Kontaktflächen 4 des anderen Bauteils 3 herstellt. Die Metallisierung 10 wird also hier neben der Kontaktierungsfunktion auch als flächige Leiterbahn verwendet. Eine Isolationsfolie 8 kann hier ebenfalls verwendet werden, ist aber aus Gründen der Übersichtlichkeit der Darstellung in 8 nicht gezeigt.
  • Der Deckel 14 des Gehäuses ist mit den Kontaktfedern 12 versehen. Sie sind so am Deckel 14 befestigt, dass sie beim Aufsetzen des Deckels 14 auf den Boden 13 des Gehäuses automatisch auf die Metallisierungen 10 bei den jeweiligen Kontaktflächen 4 drücken und so eine elektrische Verbindung herstellen. Die Kontaktfedern 12 selbst sind wiederum mit außen liegenden Stromanschlüssen verbindbar, was in 8 ebenfalls nicht gezeigt ist.
  • In den Ausführungsbeispielen, auf die sich die 5 bis 7 beziehen, wurden als Kontaktfedern 12 Blattfedern verwen det. Wie in der 8 gezeigt, können jedoch ebenso gut Spiralfedern zum Einsatz kommen.

Claims (9)

  1. Verfahren zur Kontaktierung wenigstens einer elektrischen Kontaktfläche (4) eines elektronischen Bauteils (3), bei dem: – auf die Kontaktfläche (4) galvanisch eine robuste Metallisierung (10) aufgebracht wird; und – die Kontaktierung mittels eines Federkontakts (12) vorgenommen wird.
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1, bei dem vor der Kontaktierung mittels des Federkontakts (12) eine Isolationsschicht (8) aufgebracht wird, und entweder: – die Kontaktfläche (4) durch Öffnen eines Fensters (11) in der Isolationsschicht (8) freigelegt wird; oder – die Kontaktierung mittels eines Federkontakts (12) hergestellt wird, indem die Isolationsschicht (8) vom Federkontakt (12) durchstoßen wird.
  3. Verfahren zur Kontaktierung wenigstens eines elektronischen Bauteils (3) einer elektronischen Schaltung, insbesondere der Leistungselektronik, bei dem eine oder eine Mehrzahl elektrischer Kontaktflächen (4) von einem oder mehreren auf einem Substrat (1) befindlichen elektronischen Bauteilen (3) jeweils mit einem Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2 kontaktiert werden.
  4. Verfahren gemäß Anspruch 3, bei dem der Federkontakt (12) am Deckel (14) eines Gehäuses des elektronischen Bauteils (3) angebracht wird und bei dem die Kontaktierung durch das Aufsetzen des Deckels (14) bewirkt wird.
  5. Verfahren gemäß Anspruch 4, bei dem ein flüssiger Abdecklack nach dem Aufsetzen des Deckels (14) auf das Bauteil (3) aufgebracht wird.
  6. Anordnung mit – einem elektronischen Bauteil (3) mit wenigstens einer elektrischen Kontaktfläche (4); – einer galvanisch hergestellten, robusten Metallisierung (10) auf der Kontaktfläche (4); und – einem Federkontakt (12), der auf die robuste Metallisierung (10) aufdrückt zur Herstellung eines elektrischen Kontakts zur Kontaktfläche (4).
  7. Anordnung gemäß Anspruch 6, bei der auf dem Bauteil (3) und der robusten Metallisierung (10) eine Isolationsschicht (8) vorhanden ist und bei dem entweder: – in der Isolationsschicht (8) auf der robusten Metallisierung (10) ein Fenster (11) vorgesehen ist, durch das der Federkontakt (12) die robuste Metallisierung (10) berührt; oder – der Federkontakt (12) durch seine Andruckkraft die Isolationsschicht (8) über der robusten Metallisierung (10) durchstößt und dadurch den elektrischen Kontakt herstellt.
  8. Elektronische Schaltung, insbesondere der Leistungselektronik, bei der auf einem Substrat (1) ein oder mehrere elektronische Bauteile (3) vorgesehen sind, die insgesamt eine Mehrzahl elektrischer Kontaktflächen (4) aufweisen, für die jeweils eine Kontaktierung gemäß Anspruch 6 oder 7 vorgesehen ist.
  9. Anordnung gemäß Anspruch 8 und Anspruch 4 oder 5.
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