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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Schnellanschlussanordnung für
eine Druck- und/oder Vakuumprüfung eines Bauteils gemäß der im
Oberbegriff des Patentanspruches 1 näher definierten Art.
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Es
ist bekannt, dass beispielsweise im Getriebe- und Motorenbau Druck-
und/oder Vakuumprüfungen an Bauteilen durchgeführt
werden. Hierzu wird eine Schnellanschlussanordnung benötigt,
um das zu prüfende Bauteil mit einer Versorgungsquelle zum
Beaufschlagen eines Prüfmediums zu verbinden.
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Beispielsweise
ist eine Schnellanschlusskupplung, insbesondere für Glattrohre
zur hydraulischen oder pneumatischen Druck- oder Vakuumprüfung,
aus der Druckschrift
DE
297 13 797 U1 bekannt. Die Schnellanschlusskupplung umfasst
ein Verbindungselement, welches mit einer Betätigungseinrichtung
in Radialrichtung nach innen oder außen spreizbar ist,
wobei das Verbindungselement dazu beidseitig von einer Ring-Keilfläche
beaufschlagt wird. Das rohrförmige Gehäuse weist
einen Gewindeanschluss auf, an dem ein Schlauch zur Prüfmedium-Versorgung
angeschlossen wird. Neben dem Verbindungselement zum Anschließen
des Glattrohres sind weitere Bauteile im Inneren des Gehäuses erforderlich,
um durch die Betätigungseinrichtung eine Beaufschlagung
des Verbindungselements über die keilförmigen
Flächen zum Abdichten des an dem Gehäuse angeschlossenen
Glattrohr zu ermöglichen.
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Bei
der bekannten Schnellanschlusskupplung sind eine Vielzahl von Bauteilen
erforderlich, um das Abdichten des angeschlossenen Rohres zu ermöglichen.
Zudem besteht die Gefahr, dass durch die verschiedenen Segmente
mit den keilförmigen Flächen Beschädigungen
an den Dichtelementen auftreten können. Ferner ergibt sich
der weitere Nachteil, dass aufgrund der Vielzahl von verwendeten Bauteilen
ein erheblicher Bauraum notwendig ist, um die bekannte Schnellanschlusskupplung
an einem Bauteil anzuschließen.
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Wenn
als Anschluss ein Gewindetrieb zum Anschließen des Rohres
verwendet wird, ergibt sich der Nachteil, dass die aufgebrachte
Klemmkraft von dem jeweiligen Bediener abhängig ist. Zudem
ist eine produktabhängige Momentenstütze notwendig,
welches den Einsatzbereich der Schnellanschlusskupplung erheblich
einschränkt. Des Weiteren ist eine Zweihandbedienung unbedingt
erforderlich, welches ebenfalls nachteilig ist.
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Demnach
liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine eingangs
beschriebene Schnellanschlusskupplung vorzuschlagen, welche einen
möglichst geringen Bauraum erfordert und eine Beschädigung
an den Dichtelementen vermeidet, sowie universell einsetzbar ist.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale
des Patentanspruches 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
ergeben sich insbesondere aus den Unteransprüchen.
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Demnach
wird eine Schnellanschlussanordnung für eine Druck- und/oder
Vakuumprüfung eines Bauteils vorgeschlagen, wobei die Schnellanschlussanordnung
ein mit einem Prüfmedium durchströmbares Gehäuse
umfasst, welches einen Anschluss zum Zu- oder Ableiten eines Prüfmediums
und einen Bauteilanschluss für ein zu prüfendes
Bauteil aufweist. Ferner umfasst die Schnellanschlussanordnung eine Betätigungseinrichtung
zum Abdichten oder Entkoppeln einer an den Bauteilanschluss angeschlossenen Leitung.
Erfindungsgemäß umfasst der Bauteilanschluss ein
axial bewegbares Anschlussrohr oder dergleichen, das einen durch
das Gehäuse und einen Anschlag des Anschlussrohres begrenzten
Aufnahmebereich für zumindest ein Dichtelement vorsieht, wobei
das Anschlussrohr durch die Betätigungseinrichtung derart
bewegbar ist, dass der Aufnahmebereich hinsichtlich seiner axialen
Länge zum Verspannen bzw. Zusammenpressen des Dichtelements
verändert werden kann.
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Somit
kann in Abhängigkeit davon, ob die axiale Länge
des Aufnahmebereiches vergrößert oder verkleinert
wird, ein Entspannen oder ein Zusammenpressen des Dichtelements
erreicht werden, so dass die angeschlossene Rohrleitung durch das Dichtelement
radial gedichtet wird. Auf diese Weise kann eine Leckage des Prüfmediums
sicher verhindert werden.
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Mit
der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Schnellanschlussanordnung
kann infolgedessen mit wenigen Bauteilen ein Anschluss eines zu
prüfenden Bauteils an eine Versorgungsquelle des Prüfmediums
auf einfachste Weise realisiert werden, da lediglich die axiale
Länge des Aufnahmebereiches an dem Anschlussrohr verändert
werden muss.
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Die
Begrenzung der axialen Länge des Aufnahmebereichs an dem
Anschlussrohr kann einerseits durch das Gehäuse und andererseits
durch einen Anschlag an dem Anschlussrohr realisiert werden. Es
sind auch andere konstruktive Begrenzungsmöglichkeiten
denkbar. Jedoch ist die Begrenzung durch das Gehäuse und
durch den anschlussrohrseitigen Anschlag besonders vorteilhaft,
da das Gehäuse als Bauteil bereits vorhanden ist und somit
ein sonst zusätzliches Bauteil zur Begrenzung des Aufnahmebereiches
eingespart wird.
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Der
an dem Anschlussrohr vorgesehene Anschlag kann beispielsweise durch
ein radial vom Außenmantel des Anschlussrohres abstehendes
Scheibenelement oder dergleichen gebildet werden. Es sind auch andere
konstruktive Ausgestaltungen denkbar, um eine entsprechende anschlussrohrseitige
Begrenzung des Aufnahmebereichs in radialer Richtung vorzusehen.
Als gehäuseseitige Begrenzung kann das anschlussrohrseitige
Ende des Gehäuses mit einem ringförmigen Anlagebereich
versehen sein, um sicherzustellen, dass eine korrekte Anlage des
Dichtelementes an der Gehäuseseite gewährleistet
wird.
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Als
Dichtelement können verschiedene Dichtmittel verwendet
werden. Vorzugsweise können ein oder auch mehrere O-Ringe
zwischen dem Anschlag und dem Gehäuse als Dichtung vorgesehen sein.
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Um
eine möglichst einfache Betätigung der erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Schnellanschlussanordnung zu realisieren, kann vorgesehen sein,
dass das dem Anschlussrohr abgewandte Ende des Gehäuses
eine Drehachsenlagerung für einen Schwenkhebel der Betätigungseinrichtung
aufweist. Auf diese Weise kann der mit einem im Gehäuse
verschiebbaren Kolbenelement in Wirkverbindung stehende Schwenkhebel
zum Verändern der axialen Länge des Aufnahmebereichs
betätigt werden, um das mit dem Kolbenelement verbundene
Anschlussrohr zu bewegen, so dass das Dichtelemente entweder entlastet
oder zusammengepresst wird.
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Im
Rahmen einer nächsten Weiterbildung der Erfindung kann
vorgesehen sein, dass eine Zuleitung für das Prüfmedium
an das Gehäuse angeschlossen ist. Vorzugsweise kann die
Zuleitung in einem rechten Winkel zum rohrförmigen Gehäuse
ausgerichtet sein. Bei dieser Anordnung kann die Zuleitung in vorteilhafter
Weise als Angriffspunkt bzw. Abstützung zum Betätigen
des Schwenkhebels dienen, um eine möglichst einfache Bedienung
der erfindungsgemäßen Schnellanschlussanordnung
zu gewährleisten.
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Vorzugsweise
kann das anschlussrohrseitige Ende des Kolbenelements in dem Gehäuse
mit einer Druckfeder in Wirkverbindung stehen. Es sind auch andere
elastische Elemente verwendbar. Aufgrund des federbelasteten Kolbenelements
kann dasselbe beim Schwenken des Schwenkhebels abwärts
bewegt werden, um entgegen der Druckfederkraft den Aufnahmebereich
zu erweitern, und wenn der Schwenkhebel wieder losgelassen wird,
kann aufgrund der auf das Kolbenelement wirkenden Federkraft dieses
In die Ausgangslage zurückbewegt werden, um den Aufnahmebereich
in axialer Richtung zu verringern, um eine Verpressung der Dichtelemente
zu erreichen.
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Der
Schwenkhebel kann individuell an die Bauteilkonturen und die Einbausituation
angepasst werden, um eine gute Handhabbarkeit zu gewährleisten.
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Bei
dieser beispielhaften Anordnungsmöglichkeit ergibt sich
der Vorteil, dass die Dichtelemente in der Ausgangsstellung durch
die Federkraft mit definierter Kraft geklemmt werden und somit die
Rohrleitung abdichten. Durch die Wahl der Höhe der Federkraft
kann ein vorbestimmter Überdruck eingestellt werden. Es
sind aber auch andere Anordnungsmöglichkeiten denkbar.
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Eine
Möglichkeit das Kolbenelement mit dem Anschlussrohr zu
befestigen, kann dadurch realisiert werden, dass das Kolbenelement
eine Bohrung aufweist, in der ein Ende des Anschlussrohres befestigt, z.
B. eingeschraubt ist. Es sind auch andere lösbare oder
auch nichtlösbare Verbindungsmöglichkeiten einsetzbar.
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Um
eine Durchströmung des Gehäuses mit dem Prüfmedium
zu ermöglichen, kann gemäß einer Weiterbildung
vorgesehen sein, dass eine Verbindungsleitung zwischen dem Anschluss
für das Prüfmedium und dem Anschlussrohr im Inneren
des Gehäuses vorgesehen ist.
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Nachfolgend
wird die vorliegende Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert.
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Die
einzige Figur der Erfindung zeigt eine teilgeschnittene Ansicht
einer möglichen Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen
Schnellanschlussanordnung.
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Die
vorgeschlagene Schnellanschlussanordnung 1 wird zum Anschließen
eines zu prüfenden Bauteiles verwendet, welches mit einem
Prüfmedien zur Überdruck- oder Unterdruckprüfung
beim Getriebe- und Motorenbau befüllt wird. Dazu weist
die Schnellanschlussanordnung 1 ein etwa rohrförmiges Gehäuse 2 auf,
welches mit einem Prüfmedium durchströmt werden
kann. An dem Gehäuse 2 ist ein Anschluss 3 zum
Zu- oder Ableiten des Prüfmediums über eine Zuleitung 4 vorgesehen.
An der Zuleitung 4 ist bei der gezeigten Ausführungsvariante
ein Anschlussstück 5 vorgesehen, an dem ein nicht
dargestellter Schlauch ohne weiteres anschließbar ist,
der mit einer Prüfmedium-Versorgungsquelle verbunden ist.
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Der
Anschluss 3 ist derart an einem Ende des Gehäuses 2 angeordnet,
dass das Gehäuse 2 und die Zuleitung 4 etwa
im rechten Winkel zueinander angeordnet sind. An dem anderen Ende
des Gehäuses 2 ist ein Bauteilanschluss 6 vorgesehen,
um ein zu prüfendes Bauteil über eine nicht weiter
dargestellte Rohrleitung mit dem Gehäuse 2 zu
verbinden.
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Der
Bauteilanschluss 6 umfasst ein in dem Gehäuse 2 axial
bewegbares Anschlussrohr 7. Das Anschlussrohr 7 ist
mit einem ebenfalls in dem Gehäuse 2 bewegbaren
Kolbenelement 8 verschraubt. Das Kolbenelement 8 wird über
eine in dem Gehäuse 2 vorgesehene Druckfeder 9 mit
einer vorbestimmten Federkraft beaufschlagt, sodass sich das Kolbenelement 8 in
der Ausgangslage im oberen Bereich des Gehäuses 2 befindet.
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Das
Anschlussrohr 7 weist einen Aufnahmebereich 15 für
ein Dichtelement auf. Das Dichtelement wird bei der hier gezeigten
Ausführungsvariante durch zwei O-Ringe 10 gebildet.
Der Aufnahmebereich 15 wird in axialer Richtung anschlussrohrseitig durch
ein als Anschlag ausgebildetes Scheibenelement 11 begrenzt,
welches radial von dem Anschlussrohr 7 absteht. Gehäuseseitig
wird der Aufnahmenbereich 15 durch einen etwa ringförmigen Anlagebereich 12 an
dem Gehäuse 2 begrenzt.
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An
dem oberen, dem Anschlussrohr 7 abgewandten Ende des Gehäuses 2 ist
ein Schwenkhebel 13 der Betätigungseinrichtung
angeordnet. Der Schwenkhebel 13 ist über eine
Drehachse 14 an dem Gehäuse 2 schwenkbar
gelagert. Durch eine strichpunktierte Linie wird ein Betätigungszustand
der erfindungsgemäßen Schnellanschlussanordnung 1 angedeutet.
Dieser Betätigungszustand wird dadurch erreicht, dass ein
Bediener durch gleichzeitiges Umgreifen des Schwenkhebels 13 und
der Zuleitung 4 den Schwenkhebel 13 abwärts
schwenkt. Aufgrund der Schwenkbewegung wird das zugeordnete Ende des
Kolbenelements 8 durch einen äußeren
Teil einer Anlagefläche 16 des Schwenkhebels 13 und
damit auch das mit dem Kolbenelement 8 verbundene Anschlussrohr 7 gegen
die Federkraft der Druckfeder 9 abwärts bewegt.
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Durch
die Abwärtsbewegung wird der Aufnahmebereich 9 an
dem Anschlussrohr 7 für die O-Ringe 10 vergrößert,
so dass eine Entspannung der O-Ringe 10 erfolgt. In diesem
Zustand kann eine nicht weiter dargestellte Rohrleitung zum Versorgen eines
zu prüfenden Bauteils entfernt werden.
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Sobald
der Schwenkhebel 13 wieder von dem Bediener losgelassen
wird, kann das Anschlussrohr 7 mit dem Kolbenelement 8 aufgrund
der wirkenden Federkraft der Druckfeder 9 aufwärts
bewegt werden, so dass wieder die Ausgangslage erreicht wird. Dadurch
wird der Aufnahmebereich 15 an dem Anschlussrohr 7 in
axialer Richtung verkürzt. Dies hat zur Folge, dass die
O-Ringe 10 zusammengepresst werden und sich in radialer
Richtung ausdehnen, so dass ein angeschlossenes Rohr entsprechend
abgedichtet wird.
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In
dieser Ausgangslage kann das Prüfmedium über die
an dem Anschluss 3 angeschlossene Zuleitung 4 durch
eine Verbindungsleitung 17 und das daran angeschlossene
Anschlussrohr 7 in das zu prüfende Bauteil strömen.
Die Verbindungsleitung 17 ist gehäusefest im Innenraum
des Gehäuses 2 angeordnet, sodass das Kolbenelement 8 mit
dem Anschlussrohr 7 unabhängig von der Verbindungsleitung 17 im
Innenraum des Gehäuses bewegbar ist.
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- 1
- Schnellanschlussanordnung
- 2
- Gehäuse
- 3
- Anschluss
- 4
- Zuleitung
- 5
- Anschlussstück
- 6
- Bauteilanschluss
- 7
- Anschlussrohr
- 8
- Kolbenelement
- 9
- Druckfeder
- 10
- O-Ring
- 11
- Scheibenelement
- 12
- Anlagebereich
- 13
- Schwenkhebel
- 14
- Drehachse
- 15
- Aufnahmebereich
- 16
- Anlagefläche
- 17
- Verbindungsleitung
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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