DE19533183A1 - Schnellspannvorrichtung zur variablen und abdichtenden Befestigung in Rohren - Google Patents
Schnellspannvorrichtung zur variablen und abdichtenden Befestigung in RohrenInfo
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Description
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Luftleitelemente wie z. B. Schläuche an
Rohre unterschiedlichen Durchmessers insbesondere an Mündungen von
Auspuffanlagen diverser Fahrzeuge und stationärer Motoren temporär, abdichtend
anzukoppeln. Die Befestigung der Vorrichtung erfolgt dabei am Innenmantel der
Auspuffrohre.
Das Ankopplungssystem ermöglicht die Ableitung der Auspuffgase über
Abgasschläuche bzw. Rohrleitungen aus Arbeitsbereichen oder erlaubt die
Verbindung von Filter- oder anderer Abgasreinigungs-Einrichtungen mit dem
Auspuffende.
Die Erfindung verfügt über einen handbetätigten Spannmechanismus, der es
ermöglicht, eine abdichtende Befestigung in Rohren mit verschiedenen
Durchmesser und Querschnittsformen zu erzielen.
Stand der Technik bei der temporären Verbindung von Abgasanlagen (bei
Fahrzeugen jeder Art oder stationären Motoren) mit Luftleitelementen zur Abführung
der Abgase sind u. a. Abgastrichter aus Gummi, die durch eine konische
Eintrittsöffnung und eine zylindrische Austrittsöffnung gekennzeichnet sind. Die
Trichter sind austrittsseitig mit einem Abgasschlauch verbunden. Aufgrund der
konischen abgestuften Ausbildung des Trichtereintritts, können die Trichter auf
Auspuffmündungen mit verschiedenen Durchmessern aufgesteckt werden.
Das Auspuffende ragt dabei um ein bestimmtes Maß in den Gummitrichter herein,
d. h. es muß eine gewisse Einstecklänge des Auspuffendes zur Verfügung stehen.
Die Abdichtung erfolgt dabei durch die Aufweitung des elastischen Gummimaterials.
Da viele Auspuffmündungen einen eingerollten Wulst am Ende aufweisen, wird durch
die sägezahnförmige Ausbildung des konischen Trichters auch ein gewisser
Formschluß erreicht.
Problematisch bzw. unmöglich ist die Verwendung der Gummitrichter bei folgenden
Auspuffanlagen:
- - ovale, rechteckige, trapezförmige oder andere unrunde Querschnitte
- - hier können nur Gummitrichter mit der entsprechenden Querschnittsform eingesetzt werden
- - Auspuffanlagen, die mit Verkleidungen abschließen bzw. nur kurze Überstände aufweisen (z. B. bei Bussen)
- - hier können keine Gummitrichter eingesetzt werden, da zum Aufstecken zu wenig Raum rund um die Auspuffmündung bzw. hinter der Auspuffmündung zur Verfügung steht
- - Auspuffmündungen, die z. B. zur Straße ausgerichtet sind, und es keine aus reichende Bodenfreiheit für den Trichter gibt
- - Auspuffanlagen, die senkrecht am Fahrzeug installiert sind und deren Ende eine Klappe zum Schutz gegen eindringendes Wasser aufweist.
Aufgrund der sehr großen Vielfalt bei den Abgasendrohren der diversen Fahrzeuge,
mußten auch vielfältige Gummitrichter entwickelt werden mit der Problematik, daß
bei häufigem Wechsel der Fahrzeuge (z. B. in Werkstätten) auch häufig ein anderer
Gummitrichter zum Einsatz kommen muß. Dies ist arbeits- und kostenaufwendig.
Alternativ werden häufig offene Metalltrichter verwendet, die mittels einem Stativ in
die Nähe der Auspuffmündung gestellt werden. Ventilatoren saugen in diesem Fall
neben dem Abgasvolumen auch Nebenluft an und müssen deshalb deutlich größer
dimensioniert werden. Nachteilig sind hier die erhöhten Anschaffungskosten sowie
der höhere Energieverbrauch im Vergleich zu Anlagen, die reines Abgas absaugen.
Im allgemeinen kann bei einer direkten und dichten Ankopplung der Luftleitelemente
ein Ventilator entfallen, da die kinetische Energie der Abgase bzw. die Sogwirkung
von über Dach verlegten Abluftleitungen eine Abgasförderung möglich macht.
Die Erfindung vermeidet einen Großteil der Nachteile von Gummitrichtern dadurch,
daß eine Befestigung der Luftleitelemente im Innerem des Abgasrohrs erfolgt. Die
Abdichtung gegen austretende Abgase erfolgt alternativ im Rohrinneren oder an der
Stirnseite des Rohrendes.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht in den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs, alternative bzw. vorteilhafte Ausbildungen der
Erfindung beschreiben die Unteransprüche.
Bei einer ersten, gemäß der in Anspruch 2 angegebenen Ausführungsform (Fig. 1)
wird die Aufgabe der Abdichtung zwischen Abgasrohr 1 und Luftleitelement 2 im
Inneren des Abgasrohrs 1 von einem speziell geformten, balgförmigen
Gummiformelement 3 übernommen.
Das Formelement 3 besitzt im Ruhezustand die Form eines Schlauches an dessen
Enden sich jeweils Wulste 4 befinden. Zur Mitte des Formteils 3 hin, beschreibt das
Profil eine Erhebung 5, die im gespannten Zustand am Innenmantel des
Auspuffrohrs 1 anliegt und dort für die Haltekräfte bzw. die Abdichtung sorgt.
Das Formteil 3 ist gleitend auf einem Führungsrohr 6 gelagert. Das Führungsrohr 6
ist an einer ringförmigen Platte 7 befestigt, die den Anschlag für das Formteil 3
bildet. Auf der anderen Seite der Platte 7 ist ein Rohrbogen 8, vorzugsweise mit
kleinem Biegeradius befestigt. An der freien Seite des Rohrbogens 8 kann das
entsprechendes Luftleitelement 2 (Schlauch, Rohr) angeschlossen werden.
Neben dem Formteil 3 gleitet ein Druckstück 9 auf dem Führungsrohr 6, welches
ebenfalls als Rohr ausgebildet sein kann. Das Druckstück 9 verfügt stirnseitig über
eine Hülse 10, die mittels sternförmig angeordneter Stege 11 im Zentrum
(Mittelachse) des Druckstücks 9 gehalten wird. In der Hülse 10 steckt eine
Zugstange 12, die axial auf der Mittellinie des Führungsrohrs 6 verläuft und aus
einer Bohrung in dem Rohrbogen 8 herausragt. Im Bereich des Austritts aus dem
Rohrbogen 8 ist eine selbsthemmende Gewindespindel 13 an der Zugstange 12
befestigt. Das zugehörige Mundstück 14 ist in einer Führung 15, die am Rohrbogen
8 angeschweißt ist, integriert.
Das Ende der Spindel 13 ist mit einem Handgriff 16 verbunden. Durch Drehen des
Handgriffs 16 wird das Druckstück 9 in Richtung des Rohrbogens 8 bewegt. Dabei
wird das Gummi-Formteil 3 zwischen der ringförmigen Platte 7 und dem Druckstück
9 verspannt.
Durch weiteres Drehen der Spindel 13 wölbt sich das Formteil 3 balgförmig auf, bis
es am Innenmantel des Abgasrohrs 1 zur Anlage kommt. Damit wird ein Druck auf
das Abgasrohr 1 ausgeübt, der zur Befestigung und zur Abdichtung ausreicht.
Gleichzeitig übt das Formteil 3 einen Druck auf das Führungsrohr 6 aus, wodurch
hier ebenfalls eine Abdichtung erzielt wird.
Das Abgas kann dann durch das Führungsrohr 6 in den Rohrbogen 8 strömen und
von dort weiter in das angeschlossene Luftleitelement 2.
Durch Drehen der Spindel 13 in umgekehrter Richtung reduziert sich die Aufwölbung
des Formteils 3 und die Vorrichtung kann aus dem Abgasrohr 1 heraus gezogen
werden. Aufgrund der elastischen Rückstellung kommt das Formteil 3 bei
vollständiger Entlastung wieder in seine Ruhestellung.
Die erreichbare Durchmesseränderung des Formteils 3 ist abhängig von dessen
Länge sowie dem Hub des Druckstücks 9 und damit der Spindellänge.
Bei einer Ausführungsform nach Anspruch 3 (Fig. 2) wird ein Schlauchstück 3 auf
das Führungsrohr 6 aufgezogen und an beiden Enden mittels Schellen 4 am
Führungsrohr 6 abdichtend befestigt. Im Inneren des Führungsrohrs 6 befindet sich
auf der Höhe des Schlauchs 3 ein Nippel 5. Dort wird ein Schlauch 7
angeschlossen, der durch das Führungsrohr 6 sowie den Rohrbogen 8 geführt wird
und aus einer Bohrung im Rohrbogen herausragt. Am Schlauchende ist ein
Schlauchventil 9 adaptiert, an welches ein Pumpbalg 10 angeschlossen wird.
Alternativ können auch andere Luft-Pumpenmechanismen oder Druckluftspeicher
zum Einsatz kommen.
Durch Pumpen von Luft in den Spalt zwischen Führungsrohr 6 und Schlauchstück 3
weitet sich das Schlauchstück 3 ballig auf bis es an dem Innenmantel des
Auspuffrohrs 1 zum Anliegen kommt. Dabei wird die Haltekraft und die Dichtigkeit
hergestellt.
Das Abgas strömt wie in vorgenannter Ausführung.
In einer Ausführungsform nach Anspruch 4 wird die Abdichtung zwischen
Kopplungssystem und Auspuffrohr 1 durch eine stirnseitige Dichtung 3 am
Auspuffende erreicht. Die kraftschlüssige Befestigung erfolgt wiederum im Inneren
des Auspuffrohrs 1. Fig. 3 zeigt eine derartige Ausführungsform.
An dem Rohrbogen 8 ist eine Scheibe 7 befestigt, auf die der Dichtring 3 geklebt ist.
In der Mitte der Scheibe 7 und des Rohrbogens 8 ist eine hufeisenförmige Platte 4
angebracht, auf deren Schenkel sich insgesamt drei Zahnräder 5 befinden, die dort
exzentrisch gelagert 12 sind.
Die Zahnräder 5 verfügen über jeweils einen eingeschraubten oder eingepreßten
Zapfen 6.
Die Zapfen 6 sind in jeweils einem Langloch 9 geführt, das sich in einer
Schubstange 10 befindet. Die Schubstange 10 bewegt sich linear zwischen den
beiden Schenkeln der Platte 4. In Verlängerung der Schubstange 10 befindet sich
zum Spannen wiederum ein Spindelmechanismus 11, der drehgelenkig
angebunden ist und aus dem Rohrbogen 8 herausragt.
Alternativ kann auch ein Exzenter- oder Zug/Druck-Spannmechanismus verwendet
werden.
Durch Drehen der Spindel 11 entfernt sich die Schubstange 10 in linearer Bewegung
von dem Rohrbogen 8. Dabei nimmt sie die Zapfen 6 der Zahnräder 5 mit wodurch
sich die Zahnräder um ihren exzentrischen Lagerpunkt 12 drehen. Der Kopfkreis der
Zahnräder 5 wandert somit stetig nach außen. Sobald sich die Zähne der Zahnräder
5 an die Innenseite des Auspuffrohrs 1 anlegen, wird durch weiteres Zudrehen
mittels der Spindel 11 die Dichtung 3 an die Stirnseite der Mündung heran gezogen.
Damit erreicht man die Abdichtung der Vorrichtung gegenüber den Auspuffgasen.
Die Spannweite der Zahnräder 5 wird durch die Exzentrizität der Lagerung und des
Zapfens 6 sowie der Breite der Langlöcher 9 festgelegt. Da die Zapfen 6 eine
kreisförmige Bewegung um die Lagerstelle 12 der Zahnräder 5 beschreiben,
gleichzeitig jedoch auch durch die Schubstange linear bewegt werden, wandern sie
in den Langlöchern 9 hin und her. Je breiter die Langlöcher 9 sind, umso mehr Hub
kann realisiert werden.
Das Exzentersystem ist so ausgelegt, daß beim Spannen in den Auspuffmündungen
verschiedenen Durchmessers immer ein konstanter Spannwinkel am Eingriffspunkt
der Verzahnung zwischen der Auspuff-Normalen und der exzentrischen Lagerung
(vgl. Fig. 3) von ca. 30 Grad erreicht wird, wobei der Winkel auch beliebig geändert
werden kann.
In einer weiteren Ausführung wird die Anpreßkraft im Abgasrohr durch das
Zusammenziehen eines rauten-ähnlichen Bauelements erreicht. Fig. 4 zeigt
schematisch einen entsprechenden Funktionsmechanismus. Die Form der Raute
kann vorzugsweise auch eine sternförmige räumliche Ausdehnung besitzen.
Claims (6)
1. Schnellspannvorrichtung zur Kopplung von Luftleitungselementen mit
Rohren, insbesondere Abgasrohren von Fahrzeugen oder stationären
Motoren, dadurch gekennzeichnet, daß eine kraftschlüssige Befestigung der
Vorrichtung im Rohrinneren erfolgt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich ein
balgähnliches Formteil aus Gummi oder vergleichbar dehnfähigem Werkstoff
durch Zusammendrücken mit Hilfe einer manuell betätigten Spannvorrichtung
(Spindel, Exzenterhebel, Linearspanner und dgl.) radial ausdehnt und damit
eine Haltekraft sowie eine Dichtkraft auf den Innenmantel des Auspuffrohrs
ausübt. Der Anspruch ist weiterhin gekennzeichnet durch eine zusätzliche
stirnseitige Abdichtung im Falle von nicht runden Abgasrohren.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Schlauchabschnitt, der sich auf einem Rohr befindet, durch Aufpumpen mit
Luft ringförmig aufweitet und damit eine kraftschlüssige, dichtende
Verbindung mit dem Auspuffinnenmantel eingeht. Anordnung weiterhin
dadurch gekennzeichnet, daß eine mechanische Pumpvorrichtung (Ball,
Zylinderpumpe) oder ein Druckluftbehälter zum Aufpumpen des Schlauchs
verwendet wird.
4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß exzentrisch
gelagerte Zahnräder oder gezahnte oder angerauhte Scheiben durch
Drehung um den Lagerpunkt ihre radiale Ausdehnung vergrößern und eine
reibschlüssige Verbindung mit dem Auspuffinnenmantel eingehen und dabei
eine Axialkraft erzeugen: die die ringförmige Dichtung an die Stirnseite der
Auspuffmündung heranzieht und dadurch abdichtet. Die Anordnung ist
weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß die am Auspuffmantel zur Anlage
kommende Verzahnung immer unter einem konstanten Winkel von 30 Grad
zwischen der Auspuff-Normalen und der Lagerachse eingreift und damit
neben der Normalkraft auch eine Längskraft zum Anpressen der Dichtung
erzeugt wird. Der Eingriffswinkel kann durch eine geänderte Geometrie auch
andere Werte annehmen.
5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rohrbogen
verwendet wird, an dem die Maschinenelemente, die zum Aufweiten im
Abgasrohr dienen, befestigt sind und wo die Spannelemente (Schubstange,
Spindel, Druckschlauch) in der Rohrkrümmung aus dem Rohrbogen
herausgeführt werden.
6. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein rauten
ähnlicher Mechanismus beim Spannen eine radiale Ausdehnung und damit
eine reibschlüssige Verbindung mit dem Abgasrohr bewirkt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1995133183 DE19533183C2 (de) | 1995-09-08 | 1995-09-08 | Schnellspannvorrichtung zur Kopplung einer Abgasleitung mit einem Auspuffrohr |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995133183 DE19533183C2 (de) | 1995-09-08 | 1995-09-08 | Schnellspannvorrichtung zur Kopplung einer Abgasleitung mit einem Auspuffrohr |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19533183A1 true DE19533183A1 (de) | 1997-03-13 |
| DE19533183C2 DE19533183C2 (de) | 2001-02-01 |
Family
ID=7771584
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995133183 Expired - Lifetime DE19533183C2 (de) | 1995-09-08 | 1995-09-08 | Schnellspannvorrichtung zur Kopplung einer Abgasleitung mit einem Auspuffrohr |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19533183C2 (de) |
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Also Published As
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| DE19533183C2 (de) | 2001-02-01 |
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