-
Die
Erfindung betrifft im wesentlichen dunkle Pigmente, die IR-Strahlung
zu reflektieren vermögen, Verfahren zu deren Herstellung
sowie deren Verwendung.
-
Die
Eigenschaft, IR-Strahlung zu reflektieren, spielt eine bedeutende
Rolle bei dem Ziel, die thermische Erwärmung von Oberflächen
zu reduzieren. So setzen sich Anstrichstoffe, Farben oder Lacke
aus einer Reihe von Komponenten wie Lösungsmittel, Pigmente,
Additive, Füllstoffe, usw. zusammen. Diese vermögen zumindest
zum Teil elektromagnetische Strahlung zu absorbieren, was z. B.
bei Einwirkung von Sonneneinstrahlung zu einer zunehmenden Erwärmung
des Anstrichs und des damit überzogenen Gegenstandes (z.
B. Gebäudefassaden) führt.
-
Eine
solche Aufwärmung wird insbesondere durch Zusatz farbgebender,
dunkler Pigmente (z. B. Ruß) hervorgerufen, was auf die
spezifisch hohen Absorptionsgrade sowohl im UV/Vis-Bereich als auch
im IR-Spektralbereich zurückzuführen ist. Das
Interesse an Pigmenten und mit diesen versetzten Applikationen wie
z. B. Anstrichstoffen, die IR-Strahlung reflektieren können,
liegt darin begründet, dass durch Reflexion der Wärmestrahlung
eine Erwärmung des Gegenstandes signifikant reduziert werden
kann.
-
Dunkle
Pigmente zeigen im Vergleich zu hellen generell eine höhere
Absorptivität im solaren Bereich, d. h. dem Spektralbereich
von UV/Vis-IR-Strahlung. Damit tritt das Phänomen der Erwärmung
durch eingestrahltes Sonnenlicht verstärkt auf. Aus diesem
Grund stehen dunkle IR-reflektierende Pigmente im Mittelpunkt des
Interesses z. B. für Anstrichstoffe im Bauwesen, Oberflächenbeschichtungen
oder Farben und Lacke für Textilien
-
Ein
anderes wichtiges Einsatzgebiet IR-reflektierender Pigmente ist
die Verwendung für militärische Tarnfarben. So
impliziert das Vermögen, IR-Strahlung zu reflektieren,
ein erniedrigtes Absorptionsvermögen in diesem Spektralbereich,
wodurch Objekte in ihrer IR-Signatur verändert werden können.
-
Die
WO 2005/007754 A1 beschreibt
ein IR-reflektierendes Pigment mit einem reflektierenden Kern, einem
IR-transparenten Material als Teil- oder Gesamtbeschichtung an der
Oberfläche. Der reflektierende Kern weist dabei eine Schichtdicke
von weniger als 0,2 μm auf. Das IR-transparente Material
umfasst ein unpolares oder schwach-polares organisches Polymer,
dass wahlweise einen Farbstoff oder gefärbtes Material enthält.
-
Es
handelt sich hierbei jedoch nicht um dunkle Pigmente. Nachteiligerweise
sind die als Substrat zu verwendenen sehr dünnen Aluminiumpigmente
nur über teure, aufwendige PVD-Verfahren zugänglich.
Derartige Pigmente besitzen eine sehr hohe spezifische Oberfläche
und wären, sofern dies überhaupt möglich
sein sollte, nur sehr schwer gleichmäßig mit genügend
hohen Mengen an dunklen Farbpigmenten einzufärben. Die Pigmente
gemäß der Lehre der
WO 2005/007754 A1 weisen
ferner eine äußerst hohe Agglomerationsneigung auf.
-
Die
WO 2006/085563 A1 beschreibt
ein dunkles Farbpigment zur IR-Reflektion bestehend aus Mischoxiden
mit Eisen und Cobalt als Hauptkomponenten und Mg, Ca, Sr, Ba, Ti,
Zn und Cu als Minderkomponente. Die beschriebenen Pigmente weisen
eine Partikelgröße von 0.02–5 μm
auf und einen L*-Wert < 30. Derartige
Pigmente sind bereits in analoger Form kommerziell erhältlich.
Die Fähigkeit IR-Strahlen effizient zu reflektieren, ist
hier nur sehr eingeschränkt gegeben.
-
Die
EP 1217044 B1 offenbart
zusammengesetzte Pigmente, die IR-Strahlung reflektieren. Dabei
handelt es sich um IR-Strahlung nicht-absorbierende, d. h. IR-transparente
Farbmittel, d. h. mindestens einem organischen dunklen Farbpigment
und einem Weißpigment (z. B. TiO
2,
ZnO, usw.), das mit dem entsprechenden IR-transparentem organischen
schwarzen Farbpigment umhüllt ist. Nachteilig ist hier,
dass organische schwarze Farbpigmente in der Regel nicht lichtecht
sind, Ferner ist nachteilig, dass die TiO
2-Partikel
photoaktiv sind. Dies führt zur Zersetzung der organischen
Farbpigmente bei Außenanwendungen. Zudem sind die offenbarten Pigmente
sphärisch und daher aufgrund limitierter Reflexionsgeometrie
in den Reflexionsgraden limitiert.
-
Aus
der
DE 1264654 ist bekannt,
dass der organische Triphenylfarbstoff Kohlschwarz, niedergeschlagen
auf einem anorganischen Träger, als Bestandteil zur Reflexion
von IR-Strahlung in Tarnfarben eingesetzt werden kann.
-
Die
US 6,468,647 B1 beschreibt
einen Grundkörper mit einer äußeren metallischen
Oberfläche, in die Farbpigmente mechanisch eingeschliffen
werden. Nachteilig ist hier, dass bei den so hergestellten Pigmenten keine
ausreichende Haftung der Farbpigmente gewährleistet ist.
-
Aus
der
US 4,011,190 sind
schwarze Partikel mit einem metallischen Reflektorkern bekannt,
die mit einem dunklen Material beschichtet sind, das eine hohe Absorption
bzw. geringe Emission im solaren Wellenlängenbereich aufweist.
Diese Art von Pigmenten wird zur selektiven Absorption von solarer
Strahlung eingesetzt. Ziel der Verwendung dieser dunklen Pigmente
ist nicht die Reflexion, sondern die Absorption zur gezielten Aufwärmung.
-
In
der Schrift
WO
2005/030878 A1 wird ein IR-Strahlung reflektierendes organisches
dunkles Farbpigment offenbart, das sich anteilig aus substituierten
Kupferphthalocyanin-Pigmenten und Perylentetracarbonsäurediimid-Pigmenten
zusammensetzt. Nachteilig ist hier, dass organische Farbpigmente
i. d. R. nicht langzeitstabil sind.
-
Aus
der
DE 195 01 307
A1 sind farbige Aluminiumpigmente bekannt, bei denen Farbpigmente
in eine Metalloxidmatrix, die nach einem Sol-Gel-Verfahren hergestellt
wird, eingebunden sind. Die dabei erhaltenen Aluminiumpigmente sind
farbig, d. h. nicht dunkel, und ferner metallisch glänzend
und dienen daher dekorativen Zwecken.
-
Die
US 5,037,475 offenbart ebenfalls
eingefärbte Metallpigmente, wobei Metallpigmente mit Farbpigmenten
belegt sind. Diese metallischen und gefärbten Pigmente
werden zur Herstellung heller Farben, Druckfarben oder Kunststoffe
verwendet. Die Anbindung der Farbpigmente erfolgt hier zum einen über
eine thermisch polymerisierte, ungesättigte mehrfach funktionelle
Carbonsäure und zum anderen über einen Kunststoffüberzug.
Nachteilig ist ebenfalls, dass die so hergestellten eingefärbten
Aluminiumpigmente ein deutlich metallisches und mithin glänzendes
Erscheinungsbild aufweisen.
-
Auch
aus der
WO 91/04293 sind
ebenfalls farbige und metallisch glänzende Metallpigmente
bekannt.
-
Die
DE 40 35 062 A1 offenbart
ein IR reflektierendes Substrat, welches mit einer Lackschicht,
die weiße, graue, schwarze oder bunte Pigmente enthalten
kann, beschichtet ist. Hier ist stets eine Mischung aus Metallpigmenten
und Farbpigmenten beschrieben. Diese weisen den Nachteil auf, das
die beiden Pigmente bei bestimmten Anwendungen separieren können.
-
Die
Erzeugung dunkler oder schwarzer IR-Strahlung reflektierende Pigmente
stellt eine besondere Herausforderung dar: Sonnenlicht, das als
Strahlung bis zur Erdoberfläche reicht, lässt
sich im wesentlichen in drei Teilbereiche aufteilen: 3% der auf
der Oberfläche ankommenden Energie decken den UV-Spektralbereich
(295–400 nm) ab, nahezu 50% den visuellen Bereich (400–700
nm) und 47% den NIR-Bereich (700–2500 nm). Der MIR- und
FIR-Bereich über > 2500
nm trägt nur geringe Anteile am Sonnenlicht bei.
-
Dunkle
Pigmente weisen per se hohe Absorptionsgrade im UV/VIS-Spektralbereich
auf, sie bedingen eine erhöhte Energieabsorption und unterstützen
dadurch eine erhöhte thermische Erwärmung des
pigmentierten Materials.
-
Pigmente,
die effizient IR-Strahlung reflektieren und dadurch eine thermische
Erwärmung von Materialien hemmen, bergen ein großes
Potential und sind sehr interessant. Beispielsweise kann durch entsprechend
pigmentierte Fassadenfarbe, wie z. B. bei Dachbeschichtungen,),
eine Reduktion der Erwärmung von Gebäuden bei
Sonneneinstrahlung herbeigeführt werden. Dies würde
erhebliche Energieeinsparungen im Gebäudebereich mit sich
bringen. Durch eine verminderte Gebäudeaufheizung müsste
z. B. weniger Energie zur Klimatisierung aufgebracht werden, was
erhebliche Kosten- und Rohstoffersparnisse zur Folge hätte.
Mit den durch die mögliche reduzierte Erwärmung
bedingten Einsparungen gehen weitere Vorteile einher wie eine erhöhte
Materiallebensdauer. So würden sich beispielsweise der
Materialverschleiß durch reduzierte Energieabsorption oder
wärmebedingte Ausdehnung und Kontraktion ebenfalls signifikant
erniedrigen.
-
Im
militärischen Bereich sind IR-reflektierende Pigmente,
bei denen kein Ausbluten stattfindet, sehr gefragt. Dies gilt insbesondere
für den Einsatz in Textilien, bei denen die IR-Strahlung
reflektierenden Pigmente dunkle, unauffällige Tarnfarben
besitzen müssen.
-
Eine
Aufgabe der Erfindung liegt darin, Pigmente bereitzustellen, die
in der Lage sind, effizient IR-Strahlung zu reflektieren. Dabei
sollen die Pigmente weitgehend deckend sein, jedoch keinen dekorativen Metalleffekt
aufweisen, insbesondere nicht metallisch glänzend sein.
Ferner sollen die Pigmente im Anwendungsmedium nicht separieren,
d. h. dunkler Farbeffekt, hohe IR-Reflexion und Fehlen von dekorativem
Metalleffekt sollen stets aneinander gekoppelt sein. Ferner soll
ein korrosionsstabiles Pigment bereitgestellt werden, dass beispielsweise
in wässrigen Farb- und Lacksystemen Verwendung finden kann.
-
Die
Aufgabe der Erfindung wird durch Bereitstellung eines IR-Strahlung
reflektierenden Pigmentes, umfassend einen plättchenförmigen,
metallischen IR-reflektierenden Kern gelöst, wobei der
IR-Strahlung reflektierende Kern mit einer für IR-Strahlung
im wesentlichen gering absorbierenden und im wesentlichen umhüllenden
Beschichtung versehen ist und das IR-reflektierende Pigment im wesentlichen
dunkel ist.
-
Bevorzugte
Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen
2 bis 18 angegeben.
-
Die
der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird ferner durch Bereitstellung
eines Verfahrens zur Herstellung eines IR-Strahlung reflektierenden
Pigmentes gemäß einem der Ansprüche 1
bis 18 gelöst, wobei ein plättchenförmiger,
metallischer IR-Strahlung reflektierender Kern mit einer für
IR-Strahlung im wesentlichen gering absorbierenden und dunklen Beschichtung
umhüllt wird.
-
Bevorzugte
Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens
sind in den Unteransprüchen 20 bis 23 angegeben.
-
Die
Aufgabe der Erfindung wird auch durch die Verwendung eines IR-Strahlung
reflektierenden Pigments nach einem der Ansprüche 1 bis
18 in Farben, Lacken, Druckfarben, Sicherheitsdruckfarben, Textilien, militärischen
Anwendungen oder Kunststoffen gelöst.
-
Ebenfalls
wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe durch eine Beschichtungszusammensetzung
gelöst, wobei die Beschichtungszusammensetzung ein IR-Strahlung
reflektierendes Pigment nach einem der Ansprüche 1 bis
18 enthält.
-
Eine
bevorzugte Weiterbildung ist in Unteranspruch 26 angegeben.
-
Schließlich
wird die Aufgabe der Erfindung auch durch einen beschichteten Gegenstand
gelöst, wobei der Gegenstand mit einem IR-Strahlung reflektierenden
Pigment nach einem der Ansprüche 1 bis 18 oder einer Beschichtungszusammensetzung
nach Anspruch 25 oder 26 beschichtet ist.
-
Die
materialspezifische Eigenschaft der meisten Metalle, IR-Strahlung
zu reflektieren, ist seit langem bekannt, so werden Aluminiumpigmente
zur Reflexion von IR-Strahlung verwendet.
-
Es
wurde nun überraschend festgestellt, dass es möglich
ist, durch eine geeignete Beschichtung der Pigmente, den metallischen
Kern so zu umhüllen oder einzukapseln, dass einerseits
das typische metallische Aussehen, d. h. Metallglanz, Sparkle, Hell-Dunkel-Flop
(Metallic-Flop), effizient unterdrückt werden kann und sich
dabei im wesentlichen dunkle Pigmente erhalten lassen, unter Erhalt
eines ausgeprägten Reflexionsvermögen im IR-Spektralbereich.
Die Pigmente behalten diese Eigenschaften auch nach der Dispergierung
im Anwendungsmedium bei, da die dunkle Beschichtung fest mit dem
metallischen IR-reflektierenden Kern verbunden ist.
-
Die
Erfinder haben überraschend festgestellt, dass das metallische
Reflexionsvermögen von plättchenförmigen
metallischen Kernen oder Substraten effektiv zur Reflexion von IR-Strahlung
genutzt und zugleich der metallische Glanz, Sparkle und Flop unterdrückt
werden kann. Zunächst war erwartet worden, dass entweder
der metallische Glanz, Sparkle und Flop nicht unterdrückt
werden kann oder anderenfalls das IR-Reflexionsvermögen
signifikant beeinträchtigt wird. Überraschenderweise
ist es jedoch möglich, bei metallischen Substraten, wie
Metalleffektpigmenten, die für sie typischen Eigenschaften,
wie metallischer Glanz, Sparkle und Flop zu unterdrücken,
ohne das IR-Reflexionsvermögen wesentlich zu beeinträchtigen.
-
Die
erfindungsgemäßen Pigmente können je
nach Beschichtung unterschiedliche dunkle und insbesondere nichtglänzende,
Farben aufweisen.
-
Die
erfindungsgemäßen Pigmente können in
farblosen Applikationen zum Einfärben verwendet werden,
so dass entsprechend dunkel-gefärbte Volltöne
erhalten werden. In gefärbten Anwendungen können
die erhaltenen Pigmente auch zum Abtönen verwendet werden.
-
Die
erfindungsgemäßen Pigmente weisen weitgehend keinen
dekorativen Metalleffekt mehr auf. Unter einem dekorativen Metalleffekt
werden im Rahmen dieser Erfindung typische Eigenschaften von Metalleffektpigmenten
wie der metallische Glanz, Sparkle und Hell-Dunkel-Flop verstanden.
Diese Eigenschaften werden im folgenden weiter definiert.
-
Unter
dunkel wird im Sinne der Erfindung verstanden, wenn das erfindungsgemäße
Pigment in einem pigmentierten, deckend-applizierten Nitrocellulose-Lack
(NC-Lack) einen L*-Wert (CIELAB Farbmetrik, diffuse Farbmessung über
alle Raumwinkel mittels Integrationskugel mit Minolta-Gerät
CR-410) von L* < 50,
bevorzugt L* < 45
und besonders bevorzugt L* < 40
aufweist.
-
Metalleffektpigmente
weisen einen typischen Hell-Dunkel-Flop auf. Zur Beurteilung dieser
Eigenschaft wird im Gegensatz zur diffusen Messung eine Messung über
verschiedene Raumwinkel herangezogen. Die erfindungsgemäßen
Pigmente zeigen eine weitgehend winkelunabhängige Helligkeit,
d. h. weisen keinen signifikanten Helligkeitsflop auf.
-
Der
Helligkeitsflop ist dabei von DuPont nach folgender Formel festgelegt
(
A. B. J. Rodriguez, JOCCA, (1992 (4)) S. 150–153):
-
Der
Flopindex gibt den charakteristischen Helligkeitsflop insbesondere
von Metalleffektpigmenten wieder.
-
Die
erfindungsgemäßen Pigmente besitzen in einem entsprechend
pigmentierten und deckend-applizierten NC-Lack einen Helligkeitsflop
von 0 bis 2, bevorzugt von 0,01 bis 2 und besonders bevorzugt von
0,05 bis 1,0.
-
Diese äußerst
geringen Werte zeigen, dass der beispielsweise bei Metalleffektpigmenten
sonst so typische Helligkeitsflop mit einem Flopindex in einem Bereich
von ca. 4 bis 25 bei den erfindungsgemäßen Pigmenten
vollständig oder weitgehend unterdrückt ist.
-
Zur
Herstellung des erfindungsgemäßen Pigmentes wird
ein plättchenförmiger, metallischer IR-reflektierender
Kern mit im optischen Wellenlängenbereich absorbierenden,
also dunklen Farbpigmenten, im wesentlichen gleichmäßig
beschichtet. Unter einem plättchenförmigen Kern
wird im Sinne der Erfindung ein Plättchen mit einem Formfaktor,
also dem Verhältnis von mittlerer Größe
zu mittlerer Dicke, von 5 bis 500, bevorzugt von 10 bis 200 und
besonders bevorzugt von 20 bis 150 verstanden. Plättchenförmige
Kerne oder Substrate besitzen im Gegensatz zu kugeligen oder ellipsoiden
Formen die größte IR-Reflexion bei gleichzeitig
geringstem Materialverbrauch. Plättchenförmige
Pigmente weisen zu großen Teilen gleichgerichtete Reflexionsflächen
auf.
-
Die
plättchenförmigen Metallpigmente sind sowohl für
das optische Licht als auch für IR-Strahlung opak. Auch
auf nicht ebenen Untergründen bewirken plättchenförmige
Metallpigmente die effektivste gerichtete und/oder diffuse Reflexion
einfallender IR-Strahlung.
-
Als
plättchenförmige Metallpigmente werden bevorzugt
plättchenförmige Pigmente aus Aluminium, Kupfer,
Zink, Zinn, Titan, Eisen, Silber und/oder Legierungen dieser Metalle
genommen. Besonders bevorzugt sind Aluminium und Legierungen des
Aluminiums aufgrund von deren äußerst hohen IR-Reflexion
und der leichten Verfügbarkeit dieser Metallpigmente.
-
Die
Größe, also die Dimensionen der Länge
und Breite, der plättchenförmigen Metallpigmente,
liegen vorzugsweise in einem Bereich von 3 bis 250 μm und
bevorzugt von 10 bis 200 μm.
-
Der
Mittelwert der Größen, d. h. der Länge
bzw. Breite der plättchenförmigen Substrate wird
als d50-Wert der volumengemittelten Summendurchgangsverteilung
dargestellt. Diese wird üblicherweise durch Laserbeugungsmethoden
ermittelt.
-
Der
d50-Wert der plättchenförmigen,
metallischen Substrate liegt vorzugsweise in einem Bereich von 25
bis 150 μm und bevorzugt von 30 bis 80 μm. Diese
Werte werden mit einem Cilas 1064-Gerät der französischen
Firma Cilas ermittelt.
-
Es
hat sich als vorteilhaft erwiesen, relativ grobkörnige
Metallpigmente als Substrate zu verwenden. Bei d50-Werten
unterhalb von 25 μm sind die Pigmente aufgrund ihrer hohen
spezifischen Oberfläche mit dunklen Pigmenten nur schwer
oder gar nicht gleichmäßig zu beschichten. Die
IR-Reflexion nimmt auch nicht weiter zu, da zunehmend die Größe
der Pigmente die der einstrahlenden Wellenlängen erreicht.
Oberhalb eines d50-Wertes von 150 μm
wiederum nimmt die Tendenz zu einem metallischen Sparkleeffekt deutlich
zu. Ferner lassen sich derart grobe Pigmente nur noch schwer in
viele Anwendungssysteme einarbeiten.
-
Die
mittlere Dicke der plättchenförmigen Metallpigmentkerne
liegt vorzugsweise in einem Bereich von 0,25 bis 4 μm,
bevorzugt von 0,3 bis 3 μm und besonders bevorzugt von
0,4 bis 2 μm.
-
Unterhalb
von 0,25 μm mittlerer Pigmentkerndicke ist die spezifische
Oberfläche der plättchenförmigen Kerne
oder Substrate zu hoch, um eine gleichmäßige Beschichtung
mit dunklen Farbpigmenten zuzulassen. Bei einer mittleren Dicke
oberhalb von 4 μm ist der Metallkern so dick, dass sich
der Anteil des Metallkernes und damit auch das IR-Reflexionsvermögen
im erfindungsgemäßen Pigment zu gering ist, dass
kein effektives IR-Reflexionsvermögen mehr erreicht wird.
-
Die
mittlere Pigmentdicke kann durch Auszählung der Dicken
im REM oder durch Spreitung auf einer Wasseroberfläche
in üblicher, dem Fachmann bekannten Weise ermittelt werden.
-
Die
plättchenförmigen Kerne oder Substrate, vorzugsweise
Metalleffektpigmente, weisen vorzugsweise spezifische BET-Oberflächen
von ca. 0,2 bis ca. 5 m2/g auf. Metallpigmente
oder Metalleffektpigmente mit einer Länge bzw. Breite unter
3 μm haben eine zu große spezifische Oberfläche
und können nicht mehr hinreichend deckend mit dunklem Farbpigment
beschichtet werden. Zudem wird von plättchenförmigen
Kernen oder Substraten dieser Größe die IR-Strahlung
nicht mehr optimal reflektiert, da diese bereits kleiner als die Wellenlänge
des zu reflektierenden IR-Lichtes sind. Außerdem lassen
sich diese Metallpigmente oder Metalleffektpigmente aufgrund ihrer
hohen spezifischen Oberfläche nicht mehr vollständig
mit dunklen Pigmenten belegen oder diese entsprechend in eine Beschichtung
einbinden. Oberhalb einer Größe, also Länge
bzw. einer Breite, von 250 μm ist die durch die Pigmente
erreichte spezifische Deckung hinsichtlich des IR-reflektierenden
Metallanteils und damit die IR-Reflexion, beispielsweise in einer
Farbe oder einem Lack, zu gering. Außerdem kann man Pigmente
mit Größen von mehr als 250 μm schon
sehr deutlich mit dem Auge als Partikel wahrnehmen, was unerwünscht
ist.
-
Die
plättchenförmigen metallischen Kerne oder Substrate
bzw. Metallpigmente können in einer bereits passivierten
Form vorliegen. Beispiele hierfür sind mit SiO2 beschichtete
Aluminiumpigmente (Hydrolan®, PCX oder
PCS, Fa. Eckart) oder chromatierte Aluminiumpigmente (Hydrolux®, Fa. Eckart). Bei Verwendung derart passivierter
bzw. gegenüber Korrosion geschützter Substrate
sind maximale Stabilitäten hinsichtlich der Gasungsstabilität
in einer wässrigen Farbe, insbesondere Dispersionsfarbe,
wie eventuell auch der Korrosionsstabilitäten im Außenbereich
gegeben.
-
Die
IR-Strahlung im wesentlichen gering absorbierende und den plättchenförmigen
Kern im wesentlichen umhüllenden Beschichtung umfasst bevorzugt
dunkle Farbpigmente und eine Matrix.
-
Hierbei
können die dunklen Farbpigmente in, auf und/oder unter
der Matrix angeordnet sein. In jedem Fall werden die dunklen Farbpigmente
durch die oder in der Matrix auf dem plättchenförmigen
Kern fixiert. Bevorzugt werden die dunklen Farbpigmente von der
Matrix weitgehend umhüllt bzw. in der Matrix eingebettet, sind
also von dieser umschlossen. Die dunklen Farbpigmente können
jedoch auch auf der Matrix angeordnet und beispielsweise über
elektrostatische Kräfte mit der Matrix auf der Pigmentoberfläche
fixiert sein.
-
Gemäß einer
bevorzugten Variante umhüllt die Matrix samt den dunklen
Farbpigmenten den plättchenförmigen Metallkern
vorzugsweise gleichmäßig. Diese vorzugsweise umhüllende
Matrix schützt den Kern ferner vor dem korrosiven Einfluss
von Wasser oder Atmosphärilien.
-
Unter
einer im wesentlichen umhüllenden Beschichtung wird im
Sinne der Erfindung verstanden, dass der IR-reflektierende plättchenförmige
Kern so von der Beschichtung umhüllt ist, dass der Kern
bei einem Betrachter keinen wahrnehmbaren glänzenden Sinneseindruck
hervorruft. Des weiteren ist der Grad der Umhüllung so
weitgehend, dass bei einem korrosionsanfälligen metallischen
IR- reflektierenden Kern, beispielsweise bei Aluminiumplättchen,
das Auftreten von Korrosion unterdrückt oder vermieden
wird.
-
Durch
die gleichmäßige Beschichtung des IR-reflektierenden
Kerns mit im optischen Wellenlängenbereich deckenden und
absorbierenden, dabei weitgehend dunklen und IR-Strahlung gering
absorbierenden Farbpigmenten erhält das erfindungsgemäße
Pigment insgesamt ein weitgehend dunkles Aussehen. Der vom IR-reflektierenden
Kern herrührende optische Effekt wird dabei weitgehend,
vorzugsweise vollständig, unterdrückt. Aufgrund
der geringen IR-Absorption der aufgebrachten dunklen Farbpigmente
wird überraschenderweise ein hoher IR-Reflexionsgrad bei
dem erfindungsgemäßen Pigment erhalten Im Rahmen
dieser Erfindung sind unter "optische Eigenschaften" oder "optischer
Effekt" immer jene dem menschlichen Auge sichtbaren Eigenschaften
der IR-Strahlung reflektierenden Pigmente gemeint. Diese Eigenschaften
werden physikalisch im wesentlichen von den optischen Eigenschaften
im Wellenlängenbereich von ca. 400 bis ca. 800 nm bestimmt.
-
Unter
dunkel wird in diesem Zusammenhang verstanden, dass die erfindungsgemäßen
Pigmente große Bereiche des sichtbaren Lichtes absorbieren
und dadurch dem menschlichen Betrachter als dunkel erscheinen.
-
Unter
IR-Strahlung gering absorbierenden dunklen Farbpigmenten werden
solche verstanden, die eine im wesentlichen geringe Absorption im
IR-Spektralbereich, somit im wesentlichen eine IR-Transparenz und/oder
ein IR-Reflexionsvermögen aufweisen. Bevorzugt sind dunkle
Farbpigmente, vorzugsweise in Form von Partikeln, die im Wellenlängenbereich
des NIR-Spektralbereiches (0,8 bis 2,5 μm) geringe Absorptionen aufweisen
und somit NIR niedrig absorbierend sind.
-
Bei
einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei den
dunklen, im IR-Bereich gering absorbierenden dunklen, bevorzugt
schwarzen und/oder braunen, Farbpigmenten um Partikel mit einer
mittleren Primärkorngröße von 10 nm bis
1000 nm, bevorzugt von 20 bis 800 nm, weiter bevorzugt von 30 nm
bis 400 nm.
-
Unterhalb
von 10 nm mittlerer Primärkorngröße sind
die dunklen Farbpigmente zu feinteilig, um gleichmäßig
auf die Metallpigmentsubstratoberfläche aufgebracht werden
zu können, so dass die dekorativen Effekte des metallischen
Kernes (Glanz, Flop etc.) wirksam unterdrückt werden. Oberhalb
von 1000 nm ist die spezifische Deckung und damit die Wirkung der
dunklen Pigmente zu gering, so dass ebenfalls die optischen Eigenschaften
des metallischen Kernes wieder zu stark zutage treten.
-
Die
dunklen Farbpigmente können beispielsweise aus der Gruppe
der komplexen anorganischen Buntpigmenten wie Spinellmischphasen,
Eisenoxiden, Eisen-Mangan-Mischoxiden ausgewählt werden.
Bei den Mischphasenpigmenten handelt es sich vorzugsweise um Kupfer-Chrom-Spinelle
vom Typ CuCr2O4, Chromeisenschwarz
Cr2O3(Fe), Chromeisenbraun
(Fe, Cr)2O3 und/oder
(Zn, Fe)(Fe, Cr)2O4.
Es kann sich jedoch auch um dunkle organische Farbpigmente aus der
Gruppe der Perylene, wie z. B. Paliogen Schwarz oder Lumogen, (Fa.
BASF, Deutschland), handeln oder aus Mischungen all dieser hier
exemplarisch aufgeführten Pigmente bestehen.
-
Bevorzugt
weisen die dunklen Farbpigmente im IR-Bereich ein geringes Absorptionsvermögen
auf, derartige Farbpigmente werden auch als "cold-IR-Pigmente" bezeichnet.
-
Besonders
bevorzugt werden Spinell-Mischphasenpigmente oder Perylene verwendet,
wie sie beispielsweise von den Firmen Ferro, USA, und Shepherd,
USA, bzw. BASF, Deutschland, vertrieben werden. Vor allem die Spinell-Mischphasenpigmente
weisen den Vorteil sehr hoher chemischer und thermischer Stabilitäten
auf.
-
Die
Menge des verwendeten dunklen Farbpigmentes, welches in die Beschichtung
ein- bzw. aufgebracht wird, ist abhängig von der Art, Größe
und vor allem von der spezifischen Oberfläche des IR-reflektierenden
plättchenförmigen metallischen Kerns. Unter der
spezifischen Oberfläche des IR-reflektierenden Kerns wird
die Oberfläche des IR-reflektierenden Kerns pro Gewicht
verstanden. Die spezifische Oberfläche des IR-reflektierenden
Kerns wird mit der bekannten BET-Methode ermittelt.
-
Um
eine genügend starke dunkle Abdeckung bei den erfindungsgemäßen
IR-reflektierenden Pigmente zu gewährleisten, weisen diese
vorzugsweise dunkle Farbpigmente in einer Menge von 20 bis 80 Gew.-%, bevorzugt
von 30 bis 70 Gew.-% und besonders bevorzugt von 40 bis 65 Gew.-%,
jeweils bezogen auf das Gewicht des gesamten erfindungsgemäßen
IR-reflektierenden Pigmentes, auf.
-
Bei
Mengen von unter 20 Gew.-% an dunklen Farbpigmenten kann die gewünschte
dunkle Abdeckung der IR-reflektierenden Pigmente zu gering sein,
wodurch die IR-reflektierenden Pigmente metallisch wirken können,
was nicht erwünscht ist. Bei Mengen von mehr als 80 Gew.-%
kann es zu einer zu geringen IR-Reflexion kommen, da der Anteil
des IR-reflektierenden Kerns, bezogen auf das gesamte Pigment, zu
gering sein kann. Um mit letzteren Pigmenten eine gute IR-Reflexion
in beispielsweise einer Farbe oder Lack zu erhalten, muss dieses
Medium entsprechend hoch pigmentiert werden. Eine hohe Pigmentierung
d. h. ein hoher Gehalt von erfindungsgemäßem Pigment
in dem Applikationsmedium, führt einerseits zu hohen Herstellungskosten. Andererseits
kann es auch zu Überpigmentierungen und damit zu schlechten
anwendungstechnischen Eigenschaften der Farbe oder des Lackes kommen.
-
Bei
weiteren bevorzugten Ausführungsformen werden pro 1 m2 Oberfläche des plättchenförmigen IR-reflektierenden
Metallkerns vorzugsweise 0,3 bis 10 g, bevorzugt 0,5 bis 7 g, weiter
besonders bevorzugt 0,7 bis 3 g und besonders bevorzugt 1,0 bis
2,5 g des dunklen Pigmentes auf das vorzugsweise plättchenförmige
Metallpigment bzw. den plättchenförmigen metallischen
Kern aufgebracht.
-
Unterhalb
von 0,3 g/m2 Substratoberfläche
kann die Belegung des vorzugsweise plättchenförmigen Metallpigmentes
mit dem oder den dunklen Farbpigmenten) zu gering sein, um einen
befriedigenden Dunkeleffekt zu geben. Oberhalb von 10 g/m2 ist der Dunkeleffekt praktisch gesättigt
und der Anteil des IR-reflektierenden Kerns am Gesamtpigment kann
zu gering sein, so dass ein solches erfindungsgemäßes
Pigment gegebenenfalls kein ausreichendes IR-Reflexionsvermögen
mehr aufweist.
-
Sonnenlicht,
das als Strahlung bis zur Erdoberfläche reicht, lässt
sich, wie bereits einleitend erwähnt, in drei Teilbereiche
aufteilen: 3% der auf der Oberfläche ankommenden Energie
decken den UV-Spektralbereich (295–400 nm) ab, nahezu 50%
den visuellen Bereich (400–800 nm) und 47% den IR-Bereich
(800–2500 nm).
-
Da
dunkle insbesondere Materialien i. d. R. den UV- und visuellen Bereich
nahezu komplett absorbieren, kann theoretisch ein komplett IR-Strahlung
reflektierendes schwarzes Material maximal 47% der solaren Strahlung
reflektieren.
-
Das
Reflexionsvermögen solarer Strahlung von Materialien kann
mittels der ASTM-Norm E903 bestimmt werden. Der solare Reflexionsgrad
wird dabei bestimmt aus einem gegen einen Gold-Standard gemessenen
Reflexionsgrad über den Wellenlängenbereich 300
bis 2500 nm, gewichtet über die spektrale Intensitätsverteilung
der solaren Strahlung.
-
In
Anlehnung an die ASTM-Norm E903 wurde für die erfindungsgemäßen
Pigmente wie folgt vorgegangen:
Unter der Annahme, dass im
wesentlichen dunkle oder schwarze Pigmente im UV/Vis-Spektralbereich (295–800
nm) die Strahlung nahezu komplett absorbieren, wird der UV/Vis-Bereich
(295–800 nm) vernachlässigt und ein solarer NIR-Reflexionsgrad ρNIR(Solar)(λ) (s. Gleichung 1) für
den Wellenlängenbereich 800–2500 nm definiert.
Dieser ergibt sich aus einem ermittelten NIR-Reflexionsgrad ρNIR(λ) (s. Gleichung 2), gewichtet über den
Anteil der spektralen Intensitätsverteilung der solaren
Strahlung im NIR-Bereich ENIR(λ)
(800–2500 nm).
-
-
-
An
einem Beispiel gefasst, bedeutet dies, dass z. B. eine Probe mit
einem hier definierten solaren NIR-Reflexionsgrad ρNIR(Solar)(λ) von 36%, die auf der
Erde ankommenden solaren NIR-Strahlung im Bereich von 800–2500
nm zu 36% zu reflektieren vermag. Unter der Annahme, dass durch
schwarze Pigmente im UV/Vis-Spektralbereich nahezu kein Anteil reflektiert
wird, würden 36% der anteilig 47% aus dem NIR-Bereich der
solaren Strahlung reflektiert, d. h. rund 17% der gesamten solaren
Strahlung könnten reflektiert werden.
-
Das
Reflexionsvermögen der erfindungsgemäßen
Pigmente in Applikationen kann wie folgt bestimmt werden: Mit Hilfe
eines FT-NIR-Spektrometers MPA-R der Firma Bruker kann mittels einer
Ulbricht-Integrationskugel (Goldoberfläche) die diffuse
Reflexion über alle Raumwinkel gemessen. Dazu wird ein
Goldstandard mit aufgerauter Oberfläche gegen einen absoluten
Schwarzstandard gemessen. Eine Probe wird gegen den Schwarzstandard
gemessen und anschließend gegen die Werte der Goldprobe
ins Verhältnis gesetzt. Daraus ergibt sich für
jede Wellenlänge im NIR-Bereich (800–2500 nm)
ein entsprechender Reflexionsgrad (prozentual normiert auf die maximale
Reflexion des Goldstandards), der nach Gleichung (1) wellenlängenabhängig
gegen die solare Strahlung gewichtet wird.
-
Die
erfindungsgemäßen Pigmente weisen in opaken Lackapplikationen
nach obiger Bestimmung bei 298 K einen solaren NIR-Reflexionsgrad ρNIR(Solar)(λ) von wenigstens 15%.
Weiter bevorzugt weisen die IR-Strahlung reflektierenden Pigmente
einen Reflexionsgrad von mehr als 25% und ganz bevorzugt von mehr als
30% auf. Das bedeutet bei einem solaren NIR-Reflexionsgrad von 30%,
dass 30% des NIR-Anteils der solaren Strahlung im Bereich von 800
bis 2500 nm reflektiert werden.
-
Um
die Absorption der im wesentlichen gering absorbierenden, vorzugsweise
nicht absorbierenden, und im wesentlichen, vorzugsweise vollständig,
umhüllenden Beschichtung näher zu charakterisieren,
kann der oben beschriebene NIR-Absorptionsgrad α
NIR(Solar)(λ)
Beschichtung eines
erfindungsgemäßen, beschichteten Pigmentes wie
folgt aus den solaren Reflexionsgraden ermittelt werden (Gleichung
3):
-
Der
entsprechend Gleichung 3 definierte Wert αNIR(Solar)(λ)Beschichtung wird im Rahmen dieser Erfindung
als "NIR-Absorptionsgrad Beschichtung" bezeichnet. Das errechnete
Verhältnis beträgt bevorzugt < 0,6, bevorzugt < 0,3 und besonders bevorzugt < 0,2. Je geringer
der Absorptionsgrad der Beschichtung, desto weniger wird die optimale
NIR-Reflexion des unbeschichteten Metallkerns durch die Beschichtung
gemindert.
-
Unter
einer im wesentlichen oder weitgehend transparenten und im wesentlichen,
vorzugsweise vollständig, umhüllenden Beschichtung
werden solche Beschichtungen verstanden, bei denen das erfindungsgemäße
IR-Strahlung reflektierende Pigment die oben genannten Eigenschaften
hinsichtlich seines IR-Reflexionsgrades aufweist. Die im wesentlichen
oder weitgehend im NIR gering absorbierende umhüllende
Beschichtung weist dabei vorzugsweise das dunkle Erscheinungsbild
verbessernde oder hervorrufende dunkle Farbpigmente auf.
-
Die
verwendeten dunklen Farbpigmente können auch oberflächenbehandelt
sein und z. B. mit Metalloxiden beschichtet und/oder durch oberflächenaktive
Substanzen wie Dispergierhilfsmittel, Tenside, organische Polymere
modifiziert sein oder mit diesen zusammen vorliegen. Insbesondere
können die dunklen Farbpigmente mit Metalloxid(en), beispielsweise
SiO2, umhüllt oder von diesen eingekapselt
sein.
-
Die
erfindungsgemäßen Pigmente besitzen vorzugsweise
im spektralen IR-Bereich von 800 nm bis zu einer Obergrenze von
1.500 nm, weiter bevorzugt bis 2.500 nm, noch weiter bevorzugt bis
15.000 nm und besonders bevorzugt bis 25.000 nm ein signifikantes
Reflexionsvermögen.
-
Der
Wellenlängenbereich im NIR-Bereich von 800–1.500
nm bzw. von 800–2.500 nm ist entscheidend bei der Betrachtung
einer thermischen Erwärmung von Objekten.
-
Dieser
Bereich ist der energiereichere Teil der Wärmestrahlung,
bei dem die eingestrahlte Sonnenstrahlung relativ hoch ist und der
mit einer thermischen Erwärmung korrelierbar ist.
-
Um
dies zu verdeutlichen, wurden die hier errechneten solaren NIR-Reflexionsgrade
von den in den Beispielen angeführten Pigmenten (vgl. Tabelle
1 und 1) mit den erhaltenen Oberflächentemperaturen von
lackierten ABS-Panels (nach 30 min. Bestrahlung mit einem 500 W-Strahler)
korreliert und in 1 aufgetragen.
-
Entsprechende
NIR-Reflexions-Spektralkurven von in den Beispielen angegeben Pigmenten
sind als Spritzlackapplikationen auf schwarzen ABS-Panels in 2 und 3 angegeben.
-
Hohe
Reflexionsgrade in über den gesamten IR-Bereich, d. h.
von 800 nm bis 15.000 nm bzw. bis 25.000 nm, sind insbesondere für
IR-Tarnfarben von besonderem Interesse.
-
Die
erfindungsgemäßen Pigmente zeigen sowohl ein hohes
Reflexionsvermögen im NIR-Bereich (vgl. 2 und 3,
gemessen als Lackapplikation auf schwarzen ABS-Panels) als auch
signifikante Reflexionsgrade im MIR-Bereich (vgl. 4 und 5,
gemessen als 1,5%ige Pulverschüttung in KBr).
-
Ein
Charakteristikum insbesondere von Effektpigmenten ist der hohe Glanz
einer Farb- oder Lackbeschichtung, die die Effektpigmente enthalten.
Da die erfindungsgemäßen Pigmente diese charakteristischen optischen Glanzeigenschaften
der Effektpigmente nicht mehr zeigen, besitzen die Lackabzüge
sehr geringe Glanzwerte.
-
Als
Kriterium wird hier der Glanz bei 60° der mit einem Trigloss-Gerät
der Fa. Byk-Gardner, Deutschland gemäß Herstellerangaben
gemessen wurde, herangezogen. Die erfindungsgemäßen
Pigmente besitzen in einer entsprechend pigmentierten und deckend-applizierten
NC-Lackabzug einen Glanz von 0,1 bis 2, bevorzugt von 0,2 bis 1
Einheiten. Üblicherweise liegt der Glanz bei Effektpigmenten
in einem Bereich von ca. 30 bis 160, was zeigt, dass der für
Metalleffektpigmente typische metallische Glanz bei den erfindungsgemäßen Pigmenten
wirksam unterdrückt ist.
-
Die
Matrix der für IR-Strahlung im wesentlichen gering absorbierenden
Beschichtung, welche sowohl den Kern als auch die dunklen Pigmente
weitgehend, vorzugsweise vollständig, umhüllt,
ist optisch weitgehend. Die Matrix umfasst oder besteht vorzugsweise
aus Metalloxiden und/oder einem oder mehreren organischen Polymeren
und/oder Bindemittel(n). Die dunklen Pigmente können auch
auf der im wesentlichen, vorzugsweise vollständig, umhüllenden
Beschichtung oder Matrix aufgebracht sein. Die Matrix ist vorzugsweise weitgehend
farblos, um den durch die auf- oder eingebrachten dunklen Farbpigmente
erzeugten visuellen Effekt nicht zu beeinträchtigen.
-
Unter
weitgehend farblos wird erfindungsgemäß verstanden,
dass die Metalloxide und/oder organischen Polymere und/oder Bindemittel
keine wesentliche Eigenfärbung aufweisen, die nicht von
dem durch die dunklen Farbpigmente erzeugten Farbeffekt überdeckt
werden kann.
-
Wenn
der Kern aus einem plättchenförmigen Metallpigment
besteht, so ist das weitgehend farblose Matrixmaterial bevorzugt
ein Metalloxid, da auf diese Weise der Kern sehr gut vor Korrosion
geschützt werden kann. Das für das Matrixmaterial
zu verwendende Metalloxid sowie die Menge desselben werden insbesondere
unter dem Gesichtspunkt ausgewählt, dass das erfindungsgemäße
Pigment möglichst wenig IR-Strahlung absorbiert. Jegliche
IR-Absorption der erfindungsgemäßen Pigmente führt
zu einer verminderten IR-Reflexion und schwächt damit die
gewünschte Wirkung der erfindungsgemäßen
Pigmente. Das Matrixmaterial bewirkt eine Haftung der Farbpigmente
auf dem IR-Strahlung reflektierenden Kern, so dass die dunklen Farbpigmente auch
nach der Dispergierung das Applikationsmedium weitgehend auf den
IR-Strahlung reflektierenden Kern haften bleiben. Erst diese zuverlässige
Anbindung ermöglicht die Unterdrückung der Effektpigment-typischen optischen
Erscheinungen und ermöglicht das weitgehend dunkle Aussehen,
was durch eine reine Abmischung von Metalleffektpigment und dunklem
Farbpigment nicht zu erreichen ist. Zudem ist durch die zuverlässige Kopplung
von dunklem Farbpigment und IR-Strahlung reflektierendem Pigment
eine Separierung derselben ausgeschlossen, wodurch zuverlässig
die metalleffekttypischen Effekte, wie Glanz, Sparkle und/oder Flop,
unterdrückt werden.
-
Beispiele
für sehr geeignete Metalloxide sind Siliciumdioxid und
oder teilhydratisiertes Silicumdioxid, Aluminiumoxid, Aluminiumhydroxid,
Boroxid, Borhydroxid, Zirkoniumoxid oder deren Mischungen. Besonders bevorzugt
ist Siliciumdioxid.
-
Bei
weiteren bevorzugten Ausführungsformen werden als Matrixmaterial
ein oder mehrer organische Polymere und/oder Bindemittel verwendet.
Hier sind besonders bevorzugt jene Polymere, die auch als Bindemittel
in Lacken, Farben oder Druckfarben eingesetzt werden. Beispiele
hierfür sind Polyurethane, Polyester, Polyacrylate und/oder
Polymethacrylate. Es hat sich gezeigt, dass sich die erfindungsgemäßen
Pigmente sehr gut in Bindemittel einarbeiten lassen, wenn die organische
Beschichtung und das Bindemittel sehr ähnlich zueinander
oder identisch sind.
-
Die
Bindemittel weisen weiterhin bevorzugt eine Glasübergangstemperatur
oberhalb von 75°C und weiter bevorzugt oberhalb 90°C
auf. Dadurch ist die Matrix bei Raumtemperatur derart fest, das
eine Ablösung von in der Matrix enthaltenen dunklen Farbpigmente
nicht erfolgt.
-
Die
optisch weitgehend farblose Matrix ist vorzugsweise in einem Anteil
von 2 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des gesamten Pigments
vorhanden. Bevorzugt beträgt der Anteil 5 bis 20 Gew.-%
und besonders bevorzugt 6 bis 15 Gew.-%.
-
Überraschenderweise
können bei derart geringen Mengen an Matrixmaterial sowohl
die dunklen Farbpigmente zuverlässig und gleichmäßig
auf der Oberfläche der plättchenförmigen
Kerne angeordnet als auch bei metallischen Kernen eine Korrosionsstabilität
dieser Kerne erreicht werden. Bei einem Anteil unter 2 Gew.-% kann
es sein, dass die Pigmente nicht zuverlässig genug auf
der Oberfläche des IR-reflektierenden Kerns angeordnet
sind. Zudem kann es sein, dass bei metallischen Kernen die erforderliche
Korrosionsstabilität, die eine möglichst vollständige
Umhüllung der Kerne mit der Matrix erfordert, bei diesen
geringen Mengen nicht ausreichend gegeben ist. Bei Mengen über
30-Gew-% kann es sein, dass die IR-Absorption durch das Matrixmaterial
in ungünstiger Weise zunimmt und dadurch der IR-Reflexionsgrad
stark gemindert wird.
-
Gemäß einer
bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der IR-Strahlung reflektierende
Kern ein plättchenförmiges Metallpigment, wobei
das Metall vorzugsweise aus der Gruppe, die aus Aluminium, Kupfer, Zink,
Eisen, Silber und Legierungen davon besteht, ausgewählt
wird
-
Bei
einer besonders bevorzugten Ausführungsform bestehen der
IR-reflektierende Kern aus plättchenförmigem Aluminium
und die optisch weitgehend farblose Matrix aus SiO2.
Ferner ist bevorzugt, dass das dunkle Farbpigment aus der Gruppe
der komplexen anorganischen Buntpigmente wie Spinellmischphasen,
Eisenoxide, Eisen-Mangan-Mischoxide und Mischungen davon ausgewählt
ist. Bei den Mischphasenpigmenten handelt es sich vorzugsweise um
Kupfer-Chrom-Spinelle vom Typ CuCr2O4, Chromeisenschwarz Cr2O3(Fe), Chromeisenbraun (Fe, Cr)2O3, und/oder (Zn, Fe)(Fe, Cr)2O4.
-
Aluminium
besitzt die höchste IR-Reflexion und ist kommerziell sehr
gut verfügbar. SiO2 eignet sich hervorragend
zur Korrosionsstabilisierung des Aluminiums. Die dunklen Farbpigmente
aus der Reihe komplexen anorganischen Buntpigmenten zeichnen sich
zudem durch im NIR gering absorbierende Eigenschaften aus und sie
besitzen eine hohe chemische und thermische Stabilität.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform weisen die erfindungsgemäßen
Pigmente eine organische Oberflächenmodifizierung auf.
Die erfindungsgemäßen Pigmente sind vorzugsweise
mit leafing-fördernden Agenzien modifiziert. Die leafing-fördernden
Agenzien bewirken ein Aufschwimmen der erfindungsgemäßen
Pigmente an der Oberfläche des Applikationsmediums, bspw.
einer Farbe, bevorzugt einer Dispersionsfarbe oder eines Lackes.
Dadurch, dass sich die erfindungsgemäßen Pigmente
an der Oberfläche des Applikationsmediums anordnen, wird
das IR-Reflexionsvermögen im applizierten Zustand verbessert,
da die IR-Strahlung bereits an der Oberfläche des Applikationsmediums
reflektiert wird und nicht erst in das Applikationsmedium eindringen
muss, wodurch es zu Absorptionsverlusten kommen kann.
-
Vorzugsweise
werden die erfindungsgemäßen Pigmente mit langkettigen
gesättigten Fettsäuren wie beispielsweise Stearinsäure,
oder Palmitinsäure oder langkettigen Alkylsilanen mit 8
bis 30 C-Atomen, vorzugsweise 12 bis 24 C-Atomen oder mit langkettigen
Phosphorsäuren oder Phosphonsäuren oder deren
Ester und/oder langkettigen Aminen oberflächenmodifiziert.
-
Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung
der erfindungsgemäßen dunklen IR-reflektierenden
Pigmente wird auf einen plättchenförmigen, metallischen
IR-Strahlung reflektierenden Kern eine für IR-Strahlung
im wesentlichen gering absorbierende und dunkle Beschichtung aufgebracht.
-
Beispielsweise
können die plättchenförmigen Kerne in
einer entsprechenden Beschichtungslösung, die beispielsweise
dunkle Farbpigmente sowie die Komponenten zur Ausbildung einer Matrix
in einem geeigneten Lösungsmittel enthält, suspendiert
und somit beschichtet werden.
-
Die
Beschichtung umfasst dabei vorzugsweise dunkle Farbpigmente und
eine Matrix.
-
Zur
Vermeidung von Wiederholungen wird in Bezug auf das gemäß den
erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte erfindungsgemäße
Pigment auf die obigen Erläuterungen verwiesen, die entsprechend
für das erfindungsgemäße Verfahren gelten.
-
Bei
einer weiter bevorzugten Verfahrensvariante werden die dunklen,
für IR-Strahlung im wesentlichen gering absorbierenden
Farbpigmente zusammen mit Metalloxid unter Verwendung nasschemischer Sol-Gel-Verfahren
um den Kern, vorzugsweise vollständig, umhüllend
aufgebracht, beispielsweise durch Auffällung, so dass die
dunklen Farbpigmente in der Metalloxidschicht im wesentlichen eingebettet
sind.
-
Besonders
bevorzugt wird hierbei als Metalloxid SiO2 mit
einem naßchemischen Sol-Gel-Verfahren, beispielsweise unter
Hydrolyse von Tetraalkoxysilanen, auf den IR-reflektierenden plättchenförmigen
Kern aufgebracht.
-
Bei
einer weiteren bevorzugten Verfahrensvariante umfaßt das
erfindungsgemäße Verfahren die folgenden Schritte:
- a) Dispergieren des plättchenförmigen
IR-reflektierenden Pigmentkerns in einem Lösemittel, vorzugsweise in
einem organischen Lösemittel,
- b) Zugabe von Wasser, einer Metallalkoxyverbindung und optional
einem. Katalysator, wobei optional erwärmt wird, um die
Reaktion zu beschleunigen,
- c) Zugabe von IR-transparenten dunklen Farbpigmenten, vorzugsweise
als Dispersion in einem Lösemittel, bevorzugt in organischem
Lösemittel.
-
Nach
Reaktionsende kann das erfindungsgemäße Pigment,
d. h. der mit dunklen Pigmenten und Metalloxid beschichtete plättchenförmige
IR-reflektierende plättchenförmige Kern, von nicht
umgesetzten Edukten und vom Lösemittel abgetrennt werden.
Danach kann eine Trocknung sowie optional eine Größenklassierung
erfolgen.
-
Als
Metallalkoxyverbindung werden bevorzugt Tetraalkoxysilane wie Tetramethoxysilan
oder Tetraethoxysilan verwendet, um eine SiO2-Schicht
mit vorzugsweise darin eingebetteten dunkle Farbpigmenten auf und
vorzugsweise den Kern umhüllend zu fällen.
-
Als
organische Lösemittel werden bevorzugt wassermischbare
Lösemittel verwendet. Besonders bevorzugt verwendet man
Alkohole wie z. B. Methanol, Ethanol, n-Propanol, i-Propanol, n-Butanol,
i-Butanol, t-Butanol oder Glykole.
-
Die
Menge an Wasser sollte bevorzugt zwischen dem 1,5-fachen und 30-fachen
der für die Sol-Gel-Reaktion stöchiometrisch benötigten
Menge liegen. Bevorzugt liegt die Menge an Wasser zwischen dem 2-fachen
und 10-fachen der stöchiometrisch benötigten Menge.
-
Unterhalb
der 1,5-fachen stöchiometrisch benötigten Menge
ist die Reaktionsgeschwindigkeit des Sol-Gel-Prozesses zu langsam
und oberhalb der 30-fachen stöchiometrisch benötigten
Menge kann die Schichtbildung nicht gleichmäßig
genug sein.
-
Die
Reaktionstemperatur während der Sol-Gel-Reaktion liegt
vorzugsweise zwischen 40°C und der Siedetemperatur des
verwendeten Lösemittels.
-
Als
Katalysatoren können bei der Sol-Gel-Reaktion schwache
Säuren oder Basen verwendet werden.
-
Als
Säuren werden bevorzugt organische Säuren wie
beispielsweise Essigsäure, Oxalsäure, Ameisensäure,
etc. verwendet.
-
Als
Basen werden bevorzugt Amine verwendet. Beispiele hierfür
sind: Ammoniak, Hydrazin, Methylamin, Ethylamin, Triethanolamin,
Dimethylamin, Diethylamin, Methylethylamin, Trimethylamin, Triethylamin, Ethylendiamin,
Trimethylendiamin, Tetramethylendiamin, 1-Propylamin, 2-Propylamin,
1-Butylamin, 2-Butylamin, 1-Propylmethylamin, 2-Propylmethylamin,
1-Butylmethylamin, 2-Butylmethylamin, 1-Propylethylamin, 2-Propylethylamin,
1-Butylethylamin, 2-Butylethylamin, Piperazin und/oder Pyridin.
-
Die
dunklen Farbpigmente können, bevorzugt vor der Zugabe zur
Beschichtungssuspension, mechanisch zerkleinert werden, um möglichst
viele Primärpartikel vorliegen zu haben. Dies kann in üblicherweise
in einem organischen Lösemittel, ggfs unter Zugabe geeigneter
Dispergieradditive und/oder Bindemittel geschehen. Die Zerkleinerung
kann in den üblichen Aggregaten erfolgen, wie beispielsweise
Dreiwalzenstuhl, Co-Ball-Mill, Zahnraddispergiermühle etc.
-
Bei
einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens werden die erfindungsgemäßen Pigmente
durch ein Sprühtrocknungsverfahren hergestellt.
-
Bei
dieser Verfahrensvariante wird eine Dispersion, umfassend ein leicht
flüchtiges, organisches, Lösemittel, IR-Strahlung
reflektierende plättchenförmige Kerne, dunkle
Farbpigmente und ein oder mehrere organische Polymer und/oder Bindemittel
unter Versprühen sprühgetrocknet.
-
Vorzugsweise
wird die Sprühtrocknung in einer bewegten Atmosphäre,
beispielsweise einer Wirbelschicht, durchgeführt, um Agglomerationen
zu vermeiden. Während des Sprühtrocknens werden
die plättchenförmigen Kerne gleichmäßig
mit dem organischen, vorzugsweise filmbildenden, Polymere und/oder
Bindemittel und den dunklen Farbpigmenten beschichtet. Nach der
Trocknung kann das organische, vorzugsweise filmbildende Polymer
und/oder Bindemittel ausgehärtet werden. Dies kann bevorzugt
ebenfalls in der Sprühtrocknungsapparatur geschehen, indem
beispielsweise die Temperatur des Speisegases oberhalb der Aushärtungstemperatur
des Bindemittels liegt.
-
Bei
einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens kann das erfindungsgemäße IR-Strahlung
reflektierende, vorzugsweise plättchenförmige,
Pigment durch Beschichtung der IR-reflektierenden Kerne mit einer
Matrix aus geeigneten Ausgangsverbindungen und dunklen Farbpigmenten
in einem Wirbelschichtverfahren erhalten werden.
-
Die
erfindungsgemäßen, IR-Strahlung reflektierenden,
vorzugsweise plättchenförmigen, Pigmente werden
bevorzugt in Farben, Lacken, Druckfarben, Sicherheitsdruckfarben,
Textilien, militärischen Anwendungen oder Kunststoffen
verwendet.
-
Mit
den erfindungsgemäßen Pigmenten pigmentierte Applikationsmedien,
beispielsweise Farben oder Lacke, besitzen ein weitgehend dunkles
Aussehen. Der Verdunklungsgrad dieser Applikationsmedien kann gegebenenfalls
durch weitere Zugabe von Farbpigmenten, die ggfs. IR-transparent
sind, z. B. Paliogen Schwarz oder Lumogen (BASF) weiter erhöht
werden. Außerdem können durch Tönen mit
Farbmitteln wie organischen oder anorganischen Farbpigmenten andersfarbige
Farben oder Lacke hergestellt werden.
-
Um
einen möglichst geringen IR-Absorptionsgrad einer beispielsweise
mit einer Dispersionsfarbe bestrichenen Wand zu erreichen, ist es
bevorzugt, dass die Dispersionsfarbe die erfindungsgemäßen
Pigmente in einer solchen Menge enthält, so dass der Anteil
der IR-Strahlung reflektierenden Kerne, bezogen auf das Gewicht
aller nicht-flüchtigen Komponenten der Dispersionsfarbe,
bei 2 bis 30 Gew.-%, bevorzugt bei 4 bis 20 Gew.-% und besonders
bevorzugt bei 7 bis 15 Gew.-% liegt.
-
Um
möglichst geringe Absorptionsgrade bzw. hohe Reflexionsgrade
realisieren zu können, ist es bevorzugt, dass die weiteren
Komponenten Applikationsmediums wie beispielsweise Bindemittel oder
Füllstoffe ebenfalls eine möglichst geringe IR-Absorption
aufweisen. Auch können die Pigmentierungshöhen
der Bindemittel, Füllstoffe und/oder dunkle Farbpigmente
aufgrund der zusätzlichen Pigmentierung durch die erfindungsgemäßen
Pigmente deutlich geringer, als dies im Stand der Technik üblich
ist, ausfallen.
-
Die
folgenden Beispiele und Abbildungen dienen der Erläuterung
der Erfindung ohne diese in irgendeiner Weise zu beschränken.
-
Abbildungen
-
1 zeigt
die Korrelation von thermischer Erwärmung von lackierten
ABS-Kunststoffpanels nach 30 Minuten Bestrahlung mit einem 500 W
Strahler in Abhängigkeit berechneter solarer Reflexionsgrade.
(Gestrichelte
Linie: Ausgleichsgerade)
-
2 zeigt
NIR-Reflexionsspektren von Pigmenten des erfindungsgemäßen
Beispiels 1 im Vergleich zu den Vergleichsbeispielen 3 und 8 sowie
7.
-
3 zeigt
NIR-Reflexionsspektren von Pigmenten des erfindungsgemäßen
Beispiels 2 im Vergleich zu den Vergleichsbeispielen 4 und 8 sowie
7.
-
4 zeigt
MIR-Reflexionsspektren von Pigmenten des erfindungsgemäßen
Beispiels 1 im Vergleich zu den Vergleichsbeispielen 3 und 9.
-
5 zeigt
MIR-Reflexionsmesspektren von Pigmenten des erfindungsgemäßen
Beispiels 2 im Vergleich zu den Vergleichsbeispielen 4 und 9.
-
Beispiel 1 gemäß der
Erfindung:
-
In
250 g Isopropanol wurden 77 g Aluminiumpigmentpaste Metallux 212
(65%ig, Fa. Eckart) unter Rühren dispergiert, 5 g Tetraethoxysilan
zugegeben und die Mischung unter Rückfluss erhitzt. Anschließend wurde
0,50 g Ethylendiamin (EDA) in 15 vollentsalztem Wasser und die Mischung
50 min. unter Rückfluss erhitzt. Darauf folgte eine weitere
Zugabe von 0,40 g EDA in 10 g Isopropanol. Nach weiteren 10 min.
Reaktionszeit wurde eine Dispersion von 37.5 g des dunklen Farbpigmentes
Shepherd 20C980 (Fa. Shepherd, USA) mit 30 g Tetraethoxysilan wurde
kontinuierlich über 2 h zudosiert, wobei nach 30, 60 und
90 min. jeweils 0,50 g EDA in 10 g Isopropanol zugegeben wurden.
Nach letzter Zugabe wurde die Reaktionsmischung abkühlen gelassen
und weitere 16 h bei 20°C gerührt. Die Reaktionsmischung
wurde filtriert und mit Isopropanol gewaschen und das erhaltene
Pigment bei 100°C im Vakuum getrocknet.
-
Die
erhaltene Menge an getrocknetem Pigment wurde in 250 g Isopropanol
dispergiert und das genannte Procedere erneut mit 37,5 g des Farbpigmentes
Shepherd 20C980 wiederholt.
-
Die
Reaktionsmischung wurde filtriert und mit Isopropanol gewaschen
und das erhaltene Pigment bei 100°C im Vakuum getrocknet.
-
Zur
Messung der NIR-Reflexionsspektren (Wellenlängenbereich
0,8 bis 2,5 μm) wurde das erhaltene Pigment 12%ig in einen
Melamin-basierenden Lack eingearbeitet und mittels Spritzapplikation
deckend auf schwarze ABS-Kunststoffpanels (15 × 10 cm)
lackiert.
-
An
dem lackierten Muster wurden mit einem FT-NIR-Spektrometer MPA-R
der Firma Bruker mittels einer Ulbricht-Integrationskugel (Goldoberfläche)
entsprechend den Herstellerangaben NIR-Reflexionsmessungen durchgeführt.
Die erhaltenen Daten wurden gegen einen Goldstandard referenziert
und normiert. Erhaltene Spektraldaten sind in 2 abgebildet.
-
Aus
den erhalten NIR-Spektraldaten wurde nach Gleichung 1 der solare
NIR-Reflexionsgrad berechnet (Tabelle 1).
-
Zur
Aufnahme von MIR-Reflexionsmessung (Wellenlängenbereich
2,5 bis 25 μm) wurde in diffuser Reflexion aus einer 1,5%-igen
Pulverschüttung in KBr gemessen. Dazu wurde fein gemörsertes
KBr mit Pigment homogen vermengt und eine tablettenförmige
Probenkammer (Durchmesser: 0,8 cm, Tiefe 2,2 mm) mit dem Gemisch
befüllt und angepresst. Mittels einer Messeinheit Selector
(Fa. Specac) wurden das IR-Reflektionspektrum in einer Viertelgeometrie
gemessen (als IR-Gerät Avatec 360 der Fa. Thermo mit DTGS-Detektor). Als
Referenz wurde gegen reines KBr gemessen. Die Spektralkurve ist
in 4 abgebildet.
-
Das
lackierte ABS-Panel wurde zur Ermittlung einer Temperaturerwärmung
durch Bestrahlung mit einem handelsüblichen 500 W-Strahler
für 30 min. in einem Abstand von 35 cm bestrahlt und mit
einem Oberflächenthermometer die Oberflächentemperatur
bestimmt. Die erhaltenen Daten sind in Tabelle 1 aufgeführt und
in 1 mit dem errechneten solaren NIR-Reflexionsgrad
korreliert.
-
Weiterhin
wurde von dem erhaltenen Pigment ein Nitrocellulose-Rakelabzug (20%ig,
100 μm Nassfilmstärke) angefertigt.
-
An
dem Rakelzug wurden über Farbmessungen winkelabhängig
(Gerät M 682 der Fa. X-Rite) L*, a*, b*, C* und h* bestimmt, über
diffuse Farbmessung (Minolta CR-410) über alle Raumwinkel
L*, a*, b*, C* und h* bestimmt und Glanzwerte (Trigloss-Gerät,
Fa. Byk-Gardner) bei 60° und 85° ermittelt.
-
Die
erhaltenen Werte sind in Tabelle 2 angegeben.
-
Beispiel 2 gemäß der
Erfindung:
-
In
Analogie zum erfindungsgemäßen Beispiel 1 wurde
das dunkle Farbpigment Shepherd 10C909A zur Beschichtung des Aluminiumpigmentes
unter Verwendung des gleichen Verfahrens verwendet.
-
Zur
Ermittlung der NIR- und MIR-Spektraldaten, des solaren NIR-Reflexionsgrades
und für Farb- und Glanzmessungen wurde analog Beispiel
1 verfahren (1, 3 und 5,
Tabelle 1 und 2).
-
Vergleichsbeispiel 3:
-
Als
Vergleichsbeispiel wurde das Pigment Shepherd 20C980 in den Applikationsmedien
(Spriztlackapplikation: 6%ig in Melamin-basierendem Lack auf schwarzem
ABS-Kunststoffpanel, Nitrocelluloselackabzug: 12%ig, 100 μm
Nassfilmstärke) eingesetzt. Die Daten der NIR und MIR-Spektralmessungen,
der errechnete solare NIR-Reflexionsgrad, Farb- und Glanzmessungen
wurden analog Beispiel 1 ermittelt (1, 2 und 4,
Tabelle 1 und 2).
-
Vergleichsbeispiel 4:
-
Als
Vergleichsbeispiel wurde das Pigment Shepherd 10C909A in den Applikationsmedien
(Spriztlackapplikation: 6%ig in Melamin-basierendem Lack auf schwarzem
ABS-Kunststoffpanel, Nitrocelluloselackabzug: 12%ig, 100 μm
Nassfilmstärke) eingesetzt. Die Daten der NIR und MIR-Spektralmessungen,
der errechnete solare NIR-Reflexionsgrad, Farb- und Glanzmessungen
wurden analog Beispiel 1 ermittelt (1, 3 und 5,
Tabelle 1 und 2).
-
Vergleichsbeispiel 5:
-
Als
Vergleichendsbeispiel wurde eine Mischung des Pigmentes Shepherd
20C980 mit einem Aluminiumpigment STAPA Metallux 212 in dem Applikationsmedium
Nitrocelluloselackabzug (12% 20C980, 8% Metallux 212,100 μm
Nassfilmstärke) eingearbeitet.
-
NIR-Spektraldaten
wurden aufgrund der nicht hinreichenden optischen Eigenschaften
nicht bestimmt. Die Daten der Farb- und Glanzmessungen wurden in
Analogie zu Beispiel 1 ermittelt (Tabelle 2).
-
Vergleichsbeispiel 6:
-
Als
Vergleichsbeispiel wurde eine Mischung des Pigmentes Shepherd 10C909A
mit einem Aluminiumpigment STAPA Metallux 212 in dem Applikationsmedium
Nitrocelluloselackabzug (12% 10C909A, 8% Metallux 212,100 μm
Nassfilmstärke) eingearbeitet.
-
NIR-Spektraldaten
wurden aufgrund der nicht hinreichenden optischen Eigenschaften
nicht bestimmt. Die Daten der Farb- und Glanzmessungen wurden in
Analogie zu Beispiel 1 ermittelt (Tabelle 2).
-
Vergleichsbeispiel 7:
-
Als
Vergleichsbeispiel wurde ein Aluminiumpigment STAPA Metallux 212
in dem Applikationsmedium Nitrocelluloselackabzug (8% Metallux 212,100 μm
Nassfilmstärke) eingearbeitet.
-
Die
Daten der NIR-Spektralmessungen, der solare NIR-Reflexionsgrad,
Farb- und Glanzmessungen wurden analog Beispiel 1 ermittelt (1, 2 und 3,
Tabelle 1 und 2).
-
Vergleichsbeispiel 8:
-
Als
Vergleichsbeispiel wurde das Ruß-Pigment HelioBeit Schwarz
in den Applikationsmedien (Spriztlackapplikation: 20% Melamin-basierender
Lack auf schwarzem ABS-Kunststoffpanel) eingesetzt. Die Daten der
NIR-Spektralmessungen und der errechnete solare NIR-Reflexionsgrad
wurden analog Beispiel ermittelt (1, 2, 3 und
Tabelle 1)
-
Vergleichsbeispiel 9:
-
Als
Vergleichsbeispiel wurde für die Aufnahme des MIR-Reflexionsspektrums
wurde ein SiO2-gekapseltes Aluminiumpigment
PCS 5000 (Fa. Eckart) entsprechend Beispiel 1 verfahren (4 und 5).
-
-
-
-
Erfindungsgemäße
Pigmente weisen signifikante Reflexionen im IR-Spektralbereich,
sowohl für den NIR-Spektralbereich, was aus 2 und 3 hervorgeht,
als auch im MIR-Bereich, was aus 4 und 5 hervorgeht,
auf. Dies ist den Kurvenverläufen der Spektren zu entnehmen.
-
Weiterhin
wird anhand der Spektralkurven in bezug auf Vergleichsbeispiele
3, 4 und 8 ersichtlich, dass im Vergleich typische, dunkle Pigmente
im wesentlichen keine bzw. nur geringe IR-Reflexionen aufweisen. Zum
weiteren Vergleich können herkömmliche metallisch
glänzende Aluminiumpigmente der Vergleichsbeispiele 7 und
9 dienen, die bekanntermaßen sehr hohe Reflexionsgrade
im IR-Bereich besitzen. Diese herkömmlichen Aluminiumpigmente
haben hingegen charakteristische Eigenschaften wie metallische Optik
und Glanz- und Hell-Dunkelverhalten, was für bspw. militärische
Tarnfarben nicht erwünscht ist.
-
Aus
Farb- und Glanzmessungen (Tabelle 2) wird ersichtlich, dass die
erfindungsgemäßen Pigmente eine derartige metallische
Optik nicht mehr aufweisen. So besitzen erfindungsgemässe
Pigmente gegenüber Metallpigmenten oder Mischungen aus
dunklen Pigmenten und Metallpigmenten extrem geringe Glanzwerte, die
mit einem geringen Glanzverhalten einhergehen. Gemessene L*-Werte
(diffus oder winkelabhängig, Tabelle 2) zeigen, dass diese
bei den erfindungsgemäßen Pigmenten (Beispiel
1 und 2) niedrig sind, es sich somit um dunkle Pigmente handelt
(Vergleichsbeispiele 3, 4 und 8), deren optischen Eigenschaften
in Kombination mit dem Reflexionsvermögen nicht durch Mischungen
(Vergleichsbeispiele 5 und 6) erhalten werden können. Der
Helligkeitsgrad von Mischungen und reinen Aluminiumpigmenten (Vergleichsbeispiel
7) ist durchweg signifikant höher. Die erfindungsgemäßen
Pigmente weisen nahezu keinen Hell-Dunkel-Flop mehr auf. Selbst
die reinen dunklen Farbpigmente (Vergleichsbeispiele 3 und 4) weisen
höhere Hell-Dunkel-Flops auf. Diese können daher
nicht als dunkel bezeichnet werden. Der optische Eindruck der erfindungsgemäßen
Pigmente, die vom Betrachter als dunkel empfunden werden, lässt
sich damit quantifizieren.
-
Die
Eigenschaft NIR-Strahlung zu reflektieren, lässt sich anhand
des hier definierten solaren NIR-Grades quantifizieren, bei dem
die Reflexionsgrade wellenlängigabhängig über
die von der Sonne ausgestrahlten wellenlängenabhängigen
Strahlungsintensitäten gewichtet werden. Die in Tabelle
1 aufgeführten erfindungsgemäßen Beispiele
1 und 2 haben solare NIR-Reflexionsgrade von 36% und 51%. Das bedeutet,
dass diese Pigmente 36% bzw. 51% der von Sonne ausgestrahlten NIR-Strahlung
zu reflektieren vermögen. Andere dunkle Pigmente (Vergleichsbeispiele
3, 4 und 8) zeigen wesentlich geringere solare NIR-Reflexionsgrade.
-
1 zeigt,
dass das Reflexionsvermögen von Pigmenten in Lackapplikationen
mit dem solaren NIR-Reflexionsgrad korrelierbar ist. Dabei ist die
Oberflächentemperatur nach 30 min. Bestrahlung mit einem 500
W-Strahler bei Pigmenten mit höheren solaren Reflexionsgraden
geringer als bei Pigmenten mit geringeren Reflexionsgraden. Damit
zeigt sich, dass sich das signifikante Reflexionsvermögen
der erfindungsgemässen Pigmente zur Reduktion von thermischer
Erwärmung mit erfindungsgemäßen Pigmenten
beschichteter Gegenstände nutzbar ist.
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- - WO 2005/007754
A1 [0006, 0007]
- - WO 2006/085563 A1 [0008]
- - EP 1217044 B1 [0009]
- - DE 1264654 [0010]
- - US 6468647 B1 [0011]
- - US 4011190 [0012]
- - WO 2005/030878 A1 [0013]
- - DE 19501307 A1 [0014]
- - US 5037475 [0015]
- - WO 91/04293 [0016]
- - DE 4035062 A1 [0017]
-
Zitierte Nicht-Patentliteratur
-
- - A. B. J. Rodriguez,
JOCCA, (1992 (4)) S. 150–153 [0039]