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Die
Erfindung betrifft eine Empfangseinheit zur drahtlosen Kommunikation
mit mindestens einer peripheren Einheit.
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Insbesondere
in Kraftfahrzeugen wird bereits heute eine Vielzahl von Funktionen über Fernsteuerungen
ausgelöst
oder gesteuert. Üblicherweise
wird dafür
eine Funkstrecke in lizenzfreien Frequenzbändern für die Übertragung vom und zum Kraftfahrzeug genutzt.
Für den
Fahrzeugzugang und beispielsweise auch den Motorstart sind dies
sogenannte „Remote
Keyless Entry" Systeme
(kurz: RKE-Systeme), wie sie zum Beispiel zur Funkzentralverriegelung
verwendet werden. RKE-Systeme sind inzwischen die Standardlösung nicht
nur für
komfortables Ver- und Entriegeln
eines Fahrzeuges, sondern auch für
weitere Komfortfunktionen. Dies erfolgt mittels einer meist in einem
Fahrzeugschlüssel
integrierten Funksteuerung, die darüber hinaus dazu verwendet wird, dass
neben dem Ver- und Entriegeln der Türen und des Kofferraums auch
der Diebstahlschutz sowie die Wegfahrsperre entsprechend aktiviert
oder deaktiviert werden.
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Weitere
Funktionen, wie beispielsweise komfortables Öffnen und Schließen von
Fenstern, Sonnendächern,
Schiebetüren
oder Heckklappen können
ebenso mitintegriert sein. Eine weitere Komfortfunktion und Sicherheitsfunktion
ist die Aktivierung der Vorfeldbeleuchtung des Fahrzeuges. Für zusätzliche
Sicherheit sorgt ein im Schlüssel
integrierter sogenannter Notfall-Knopf, der auf Druck einen akustischen
und visuellen Alarm am Fahrzeug auslöst.
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Solche
RKE Systeme arbeiten dabei je nach Anforderungen mit uni- oder bidirektionaler
Kommunikation im Bereich von weltweit freigegebenen ISM-Frequenzen.
Weitere Merkmale sind zum Beispiel eine gesicherte Datenübertragung
mit optional erhöh ter
Sicherheit durch ein Challenge-Response-Authentifizierungsverfahren
(bidirektional) sowie ein niedriger Energieverbrauch. Zudem lassen weitergehende
Anwendungen eine Personalisierung der Funktionen eines RKE-Systems
auf ausgewählte Personen
zu. Die Reichweite solcher RKE Systeme beträgt üblicherweise bis zu 100 m.
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Ein
weiteres auf Funkkommunikation basierendes System ist das so genannte
PASE-System. PASE steht dabei für
PAsive Start and Entry und beschreibt eine schlüsselloses Zugangs- und Startsystem.
Bei diesem schlüssellosen
Fahrzeugzugangssystem muss der Fahrer lediglich einen Identifikationsgeber
(ID) mit sich führen
und erhält
durch einfaches Berühren
des Türgriffes
Zugang zum Fahrzeug. Sobald sich der Fahrer im Innern des Fahrzeuges
befindet, kann der Motor durch Knopfdruck gestartet werden.
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Verlässt der
Fahrer das Fahrzeug, so verriegelt das PASE-System das Fahrzeug entweder automatisch
oder auf Knopfdruck. Der Identifikationsausweis des Fahrers ersetzt
herkömmliche
mechanische oder funkgesteuerte Schlüssel und soll maximalen Komfort
und einfachste Handhabung für
den Fahrer bieten. Auch hier besteht wiederum die Möglichkeit der
Personalisierung auf ausgewählte
Personen und es wird üblicherweise
eine mehrkanalige bidirektionale Datenübertragung eingesetzt, die
ebenfalls drahtlos und verschlüsselt,
zum Beispiel im Bereich von weltweit freigegebenen ISM-Frequenzen
erfolgt.
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Daneben
etablieren sich im Bereich von Kraftfahrzeugen heute auch noch Systeme
mit weiteren Funktionen wie zum Beispiel die Übermittlung von Zustandsinformationen.
Solche Systeme wirken im Allgemeinen über größere Reichweiten, üblicherweise
mehrere 100 m. Beispiele dafür
sind der sogenannte Telestart, d. h. ein Motorstart aus größeren Entfernungen,
oder die Fernbedienung einer Standheizung, einer Klima-Automatik
und so weiter. Weitere Beispiele für den Einsatz von Funkstrecken
mit größeren Reichweiten
als denjenigen bei den beschriebenen RKE- und PASE-Systeme betreffen
aus größerer Entfernung
ab rufbare Statusinformationen zum Kraftfahrzeug, wie etwa der aktuelle
Schließzustand,
die aktuelle Innenraumtemperatur und Ergebnisse technischer Systemüberprüfungen (Technik-Check).
Auch eine Übertragung
von Alarmmeldungen ist über
eine größere Entfernung
wünschenswert.
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Alle
Funktionen, die eine drahtlose Datenübertragung über größere Entfernungen erfordern, werden
auch unter dem Oberbegriff „Long-Range-Anwendungen" zusammengefasst.
Ein Ziel für Long-Range-Anwendungen
ist es, die Datenübertragung
beziehungsweise Kommunikation über
Entfernungen von mindestens 600 m zur Verfügung zu stellen. Bereits heute
verfügbare
Anordnungen für Long-Range-Anwendungen
sind dabei bisher überwiegend "isolierte" Anordnungen, die
aus verschiedenen Gründen
eine separate Kontrolleinheit mit entsprechender Identifikation
(ID) und ein separates Steuergerät
im Kraftfahrzeug aufweisen.
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Um
den Bedienkomfort für
den Benutzer zu verbessern besteht ein hohes Interesse daran, die Funkkommunikation
bei RKE, PASE und Long-Range-Anwendungen in nur einem einzigen System
zu realisieren. Für
den Benutzer bedeutet dies, dass er nur eine peripheren Einheit
(z. B. mobiles Bediengerät,
Fernbedienung) verwenden und mit sich führen muss, mit der er alle
gewünschten
Funktionen steuern kann. Gleichzeitig ist es im Hinblick auf die
Kosten günstig,
dass insbesondere fahrzeugseitig nur ein einziges Steuergerät mit zugehöriger Empfangseinheit
verbaut werden muss, das die Steuerung aller genannten Funktionen
durchführt.
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Wünschenswert
ist auch, dass das fahrzeugseitige Steuergerät auch zur Kontrolle und Überprüfung des
Reifendrucks ausgebildet ist, wobei die periphere Einheit dann ein
Reifendrucksensor ist. Anordnungen zur Kontrolle des Reifendrucks
sind beispielsweise unter den Bezeichnungen „Tire Guard" oder „TPMS (Tire
Pressure Monitoring System)" bekannt.
Dabei ist Tire Guard ein so genanntes direktes Reifendruckkontrollsystem,
bei dem durch Batterien gespeiste, an den Rädern angebrachte Sensoren den
Reifendruck fortlaufend messen. Die codierte Information über den
aktuellen Reifendruck wird dabei als ein Hochfrequenzsignal an einen
Empfänger übertragen
und die entsprechenden Daten werden von einer speziellen Software
in einem Steuergerät ausgewertet
und im Armaturenbrett angezeigt. Dabei arbeiten die an den Rädern des
Kraftfahrzeugs angebrachten Sensoren ebenfalls in lizenzfreien Frequenzbändern (üblicherweise
bei 315 MHz und 433,92 MHz) und damit auch in den von RKE und PASE
Anordnungen genutzten Frequenzbereichen.
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Herkömmliche
RKE-, PASE- und TPMS-Anordnungen (Standard) nutzen üblicherweise
andere Frequenzbänder,
als diejenigen, die für
Long-Range-Anordnungen eingesetzt werden. Darüber hinaus ist die zulässige Sendeleistung
bei Long-Range-Anwendungen höher
(und auf Grund der höheren
erwünschten
Reichweite auch notwendig), als dies bei Standardanwendungen (zum
Beispiel RKE, PASE, TPMS) der Fall ist. Daher lassen sich die Standardanwendungen
auf wünschenswerte
Weise technisch auch kostengünstiger
realisieren als die beschriebenen Long-Range-Anwendungen.
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Betreffend
die Modulation der übertragenen Signale
zielen Long-Range-Anwendungen auf Schmalbandigkeit ab, wie dies
zum Beispiel beim ARIB Standard (ARIB STD-T67) für Japan der Fall ist, oder
es werden Spread-Spectrum-Übertragungsverfahren
eingesetzt, wie zum Beispiel in den USA. Die dabei eingesetzten
Modulationen umfassen ASK (Amplitude Shift Keying) und FSK (Frequency
Shift Keying) bei schmalbandigen Ausführungsformen beziehungsweise
Direct Sequence Spread Spectrum (PSK – Phase Shift Keying) oder
Frequency Hopping (FSK, OOK = On/Off Keying). Demgegenüber beschränken sich
typische RKE- und PASE-Anordnungen, Tire Guard oder TPMS auf Amplitude
Shift Keying (ASK) und Frequency Shift Keying (FSK) mit großem Hub.
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Ein
weiterer Unterschied zwischen Standardanwendungen und Long-Range-Anwendungen
besteht in der typischerweise verwendeten Datenübertragungsrate. Dabei werden
bei Long-Range- Anwendungen
niedrige Datenübertragungsraten
eingesetzt, um eine möglichst
hohe Empfindlichkeit zu erreichen. Die Datenübertragungsrate für Long-Range-Anwendungen
liegt beispielsweise bei etwa 1 kbit/sec. Demgegenüber werden
bei Standardanwendungen, wie RKE, PASE und TPMS oder Tire Guard
höhere
Datenübertragungsraten
angewendet, die beispielsweise bei etwa 5 kbit/sec bis 10 kbit/sec
liegen.
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Weiterhin
müssen
Long-Range-Anwendungen in einigen Anwendungsfällen kompatibel sein zur Nutzung
geringer Kanalbandbreiten für
Sende- und Empfangssignal, wie dies gemäß der verfügbaren Frequenzbänder und
der zugehörigen
Normen in einigen Regionen der Fall ist. Diese Kanalbandbreiten betragen
dabei typischerweise 12,5 kHz für
Korea, 12,5 kHz und 25 kHz für
Japan und 25 kHz für
Europa. Weiterhin müssen
Long-Range-Anwendungen
in einigen Fällen
kompatibel sein zu Übertragungsvorschriften
für die
Spread-Spectrum-Signalübertragung,
wie dies zum Beispiel für
die USA zutrifft. In diesem Fall beträgt die nutzbare Bandbreite
typischerweise 600 kHz, wodurch sich gänzlich andere Anforderungen
an die Realisierung von Sender-Empfänger-Einheiten und zugehörigen Antennen
für Long-Range-Anwendungen
ergeben. Im Falle von RKE- und PASE- sowie der Tire-Guard-Anwendungen sind
Bandbreiten von 50 kHz bis 300 kHz für die Signalübertragung üblich und
stellen daher wiederum anders geartete Anforderungen an die technische Realisierung
als bei Long-Range-Anwendungen.
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Weitere
deutliche Unterschiede zwischen den Anordnungen für herkömmliche
Standardanwendungen und denen für
Long-Range-Anwendungen bestehen
in der geforderten Empfindlichkeit der Empfangseinheiten. Die für Long-Range-Anwendungen
geforderte Empfindlichkeit liegt dabei im Bereich von kleiner –115 dBm,
während
die für
RKE-, PASE- sowie Tire-Guard-Anordnungen erforderliche Empfindlichkeit
der Empfangseinheiten beispielsweise bei etwa –105 dBm liegt. Im Falle der
Long-Range-Anwendungen
beziehungsweise der dort eingesetzten Empfängereinheiten erfordert diese
Anforderung spezielle schaltungstechnische Maßnahmen wie etwa besonders
rauscharme Vorver stärker.
Dies erhöht
die Komplexität
der Anordnungen und führt
zu höheren
Kosten.
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Außerdem werden
bei Long-Range-Anwendungen einerseits und Standardanwendungen andererseits
auch unterschiedliche Anforderungen an die Sendeleistung gestellt.
Die Sender-Einheit für Long-Range-Anwendungen
muss dabei für
Sendeleistungen von mindestens +14 dBm ausgelegt sein, während die
Sendeleistungen bei RKE, PASE sowie Tire Guard üblicherweise deutlich weniger
als die zulässigen
+10 dBm betragen (nämlich
typischerweise –20
dBm).
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Noch
weitere deutliche Unterschiede zwischen den Anordnungen für herkömmliche
Standardanwendungen und denen für
Long-Range-Anwendungen
ergeben sich aus den Anforderungen an die verwendeten Sende- und
Empfangsantennen, wobei wiederum die Anforderungen im Bereich der Long-Range-Anwendungen
deutlich höher
sind als bei RKE, PASE und Tire Guard. Dies führt dazu, dass bei Long-Range-Anwendungen
häufig
Antennen-Diversity Verwendung findet. Antennen-Diversity bezeichnet
Verfahren und Anlagen, bei denen mehrere Antennen für ein Empfangssignal
verwendet werden, um Interferenz-Effekte bei der Funkübertragung
zu reduzieren. Dies ist besonders bei mobilen Funkanlagen über größere Entfernungen,
wie im Fall von Long-Range-Anwendungen,
notwendig. Werden nun zum Beispiel mehrere Antennen als Empfangsantennen
genutzt, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich mindestens
eine der Antennen an einer Stelle befindet, die nicht von einer
Signalauslöschung
betroffen ist. Entsprechend ist in der Empfangseinheit eine Funktion
erforderlich, die erkennt, welche der Antennen gerade das beste
Signal empfängt
und dann deren Signal verwendet.
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Eine
Integration von Standardanordnungen wie beispielsweise RKE, PASE,
Tire Guard beziehungsweise TPMS Anordnungen sowie der Long-Range-Anwendungen
in ein System ist aus verschiedenen Gründen wünschenswert. Aus Sicht des
Benutzers bedeutet dies beispielsweise, dass er nur eine z. B. als
mobiles Bediengerät
ausgestaltete peripheren Einheit mit sich führen muss, mit der er alle
genannten Funktionen steuern kann. Andererseits ist es zum Beispiel
im Hinblick auf die Kosten wünschenswert,
fahrzeugseitig nur ein einziges Steuergerät vorzusehen, das die fahrzeugseitige Funkkommunikation
und Steuerabläufe
zu den genannten Funktionen durchführt.
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Jedoch
sind dabei unterschiedliche teils gegensätzliche Anforderungen insbesondere
an die fahrzeugseitige Empfangseinheit zu erfüllen. Diese unterschiedlichen
Anforderungen betreffen beispielsweise das jeweils verwendete Frequenzband,
das Modulationsverfahren, die Datenübertragungsrate, die notwendige
Bandbreite, die Empfindlichkeit der Empfangseinheit, die erforderliche
Sendeleistung und die jeweilige Antennencharakteristik für das Senden
und Empfangen der entsprechenden Signale.
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Es
ist bekannt, eine Empfangseinheit, die diese unterschiedlichen Anforderungen
erfüllt,
in ein einzelnes Steuergerät
zu integrieren. Ein solches Steuergerät umfasst mindestens eine Empfangseinheit
zum Empfang von Funksignalen für
Standardanwendungen und mindestens eine Empfangseinheit zum Empfang
von Funksignalen für
Long-Range-Anwendungen, die von einer peripheren Einheit auf unterschiedlichen
Frequenzen für
die Standardanwendungen und die Long-Range-Anwendungen ausgesendet
werden.
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Weiterhin
umfasst ein solches Steuergerät mindestens
einer Antenne für
jeweils eine oder mehrere Empfangseinheiten und eine Kontrolleinheit
zur Steuerung der beiden Empfangseinheiten sowie zur Auswertung
von Signalen von den beiden Empfangseinheiten. Die Vorteile eines
solchen Steuergeräts
ergeben sich unter anderem aus der flexiblen Skalierbarkeit und
einer gemeinsamen Nutzung von mehreren Antennen für Multibandbetrieb
und Antennen-Diversity.
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Aus
den geschilderten Unterschieden in den Anforderungen an Sende-/Empfängereinheiten
für Standardanwendungen
wie RKE, PASE und Tire Guard gegenüber Long-Range-Anwendungen
lässt sich ableiten,
dass bei der Realisierung der Funkübertragung in Standardanwendungen
die wünschenswerte kostengünstige Umsetzung
der Anforderung im Vordergrund steht, während im Falle von Sende-/Empfängereinheiten
für Long-Range-Anwendungen
eine leistungsorientierte Auslegung erforderlich ist. Dies stellt
eine grundsätzliche
Problematik bei einer möglichst
flexiblen und kostengünstigen
Integration von Long-Range-Anwendungen
und Standardanwendungen in eine einzige drahtlose Kontrolleinheit
und eine einzige zugehörige
Empfangseinheit dar.
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Darüber hinaus
besteht bei einer solchen Integration die Anforderung nach möglichst
hoher Skalierbarkeit. Herkömmliche
Basisausstattungen von Kraftfahrzeugen umfassen im Allgemeinen keine Funktionen
im Bereich von Long-Range-Anwendungen,
es ist jedoch wünschenswert,
dass solche Basisausstattungen möglichst
einfach und kostengünstig aufrüstbar beziehungsweise
nachrüstbar
sind, um dem Benutzer weiterhin nur eine einzige Bedieneinheit zur
drahtlosen Steuerung des Kraftfahrzeuges zur Verfügung stellen
zu können.
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Bei
bekannten, integrierten Lösungen
werden zum Beispiel für
Funktionen der Long-Range-Anwendungen und der Standardanwendungen
oft die gleichen Frequenzbänder
zur Signalübertragung genutzt.
Die für
Long-Range-Anwendungen notwendigen Sendeleistungen können daher
nicht umgesetzt werden. Der Lösungsweg
besteht in diesen Fällen
darin, dass die vorhandenen Sender-Empfänger-Einheiten der Standardanwendungen
lediglich auf höhere
Empfindlichkeiten in der Empfangseinheit hin optimiert werden. Die
erzielbaren Reichweiten für solche
Long-Range-Anwendungen liegen dabei typischerweise bei weniger als
100 m, wohingegen es wünschenswert
ist, Reichweiten von mindestens 600 m zu erzielen.
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Andere
bekannte Anordnungen, die Standardanwendungen und Long-Range-Anwendungen
integrieren, setzen dazu unterschiedliche Frequenzbänder für die beiden
Gruppen von Diensten ein.
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Dabei
wird die Sender-Empfänger-Einheit
im fahrzeugseitigen Steuergerät
bezüglich
der Leistungsfähigkeit
(Sendeleistung etc.) für
Long-Range-Anwendungen ausgelegt und bei beiden Frequenzbändern genutzt.
Dieser auch „Dual
Band" Betrieb genannte
Lösungsansatz
hat jedoch zur Folge, dass weit reichende Kompromisse hinsichtlich
der Hochfrequenzeigenschaften oder Anpassungen oder Umschaltungen
vorgenommen werden müssen.
Solche Kompromisse wirken sich vor allem auf die gewünschte Leistungsfähigkeit
der integrierten Long-Range-Anwendungen negativ aus. Weiterhin wirken
sich die Randbedingungen eines „Dual-Band-Betriebs" von drahtlosen Funkfernsteuerungen
auch negativ auf die oben erwähnte
erwünschte Skalierbarkeit
solcher Anordnungen aus.
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Diese
und andere Lösungen
nach dem Stand der Technik basieren auf Empfangseinheiten, die jeweils
nur einen Signalpfad verarbeiten können, zum Beispiel einen für Standardanwendungen
und einen für
Long Range Anwendungen. Nachteilig wirkt sich dabei die Art der
Verarbeitung durch eine nachgeschaltete Signalverarbeitungseinheit
aus. In einer solchen Signalverarbeitungseinheit muss zum Beispiel
eine Adaptierung auf unterschiedliche Signaleigenschaften (zum Beispiel
Standardanwendungen versus Long-Range-Anwendungen) durchgeführt werden,
wobei solche mehreren Signalpfade beispielsweise durch Zeit-Multiplex-Verfahren
verarbeitet werden.
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Dabei
ergeben sich nachteilige Kompromisse, wie zum Beispiel die Empfangsverfügbarkeit,
da eine solche Empfangseinheit während
des Empfangs für
einen Dienst oder Kanal andere Dienste oder Kanäle einer mehrkanaligen Empfangseinheit
nicht bedienen kann. Um einen solchen Nachteil zumindest zu einem
gewissen Teil zu reduzieren ist es dabei notwendig, ein sehr schnelles,
technisch aufwendiges Abfragen mehrerer Kanäle (Fast Polling) mit sehr geringen
oder keinen Auszeiten zu realisieren.
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Trotzdem
besteht in einer solchen Ausführungsform
einer Empfangseinheit eine gewisse zu tolerierende Wahrscheinlichkeit, dass
auf Grund des sequentiellen beziehungsweise zyklischen Abfragens
der Eingangssignale Datenpakete (Frames) eines gerade nicht verarbeiteten
Signals verpasst und nicht verarbeitet werden. Wird ein Signal oder
werden verschiedene Signale auf mehr als einem physikalischen Kanal
erwartet, wie dies bei den oben beschriebenen Standard- und Long
Range Anwendungen der Fall ist, so muss eine herkömmliche
Empfangseinheit mit einem Signalpfad nicht nur zwischen den physikalischen
Kanälen
wechseln, sondern im Allgemeinen auch entsprechend der physikalischen Eigenschaften
der zu empfangenen Signale umkonfiguriert werden.
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Als
physikalischer Kanal wird in diesem Zusammenhang nicht nur ein Signalverarbeitungskanal mit
einem Unterschied in der Frequenz, sondern auch in der Modulation,
der Datenrate oder der Frame Synchronisation verstanden. Wird auf
einem der Kanäle
ein entsprechendes Signal empfangen, so bleibt die Empfangseinheit
(Transceiver) bis zum Ende der entsprechenden Signalübertragung
auf diesem Kanal. Rührt
dabei das Signal von einem Multikanal-Sender her, so wechselt die
Empfangseinheit zusätzlich
den Kanal entsprechend der bekannten Kanal-Sequenz.
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Sucht
oder empfängt
eine Empfangseinheit zum Beispiel ein Multikanal-RKE-Signal auf
einem Kanal, so ist der Empfang von anderen Multikanal-Signalen
auf anderen Kanälen
zu diesem Zeitpunkt nicht möglich.
Wenn andererseits die Empfängereinheit
beispielsweise ein Tire Guard Signal mit FSK (Frequency Shift Keying)
Modulation auf einem Kanal empfängt,
kann ein zu diesem Zeitpunkt auf demselben Kanal eintreffendes RKE
Signal mit ASK (Amplitude Shift Keying) Modulation nicht erkannt
werden, selbst wenn der Empfangspegel des RKE Signals größer ist.
Die momentan mit der die Einstellung für FSK Demodulation ausgeführte Signalverarbeitung
der Empfangseinheit ergibt für
die ASK Modulation des RKE Signals kein sinnvolles und auswertbares
Datensignal. Weiterhin kann eine Empfangseinheit durch Unterbrechungen
des Empfangs von Multikanal-Signalen
aufgrund von Störungen
oder durch Signale eines an deren Multikanal-Senders die Synchronisation
auf die Kanalwechsel-Reihenfolge verlieren. Dadurch kann es zu unerwünschten
Fehlfunktionen kommen (Befehl oder Aktion wird nicht ausgeführt).
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Weiterhin
führt ein
solches Verfahren nach dem Stand der Technik zur Notwendigkeit einer
speziellen Auslegung der verwendeten Protokolle für die Datenverarbeitung,
die in einem Overhead (Zuschlag) von Informationen beziehungsweise
Datenbits resultiert und somit zu einer unerwünschten Verlängerung
des Protokolls und damit notwendiger Anpassung der Datenrate führt. Ein
weiterer Kompromiss bei Empfangseinheiten mit nur einem Signalpfad
besteht darin, dass ein in der Datensignalverarbeitungseinheit ausgeführtes Datenfilter üblicherweise
auf die höchste
der zu empfangenden Datenübertragungsraten
ausgelegt werden muss. Diese beträgt zum Beispiel für RKE, PASE
und TPMS oder Tire Guard etwa 5 kbit/sec bis 10 kbit/sec, für Long-Range-Anwendungen
hingegen nur 1 kbit/sec bis 2 kbit/sec, wodurch sich die Empfangsleistung
durch ein entsprechend ausgelegtes, für alle Datenübertragungsraten
eingesetztes Datenfilter für
Teile der Signale verringert.
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Ein
weiters allgemeines Problem bei Empfangseinheiten oder Transceivern
in Kraftfahrzeug ist der Ruhestrom bei abgestelltem Fahrzeug, der
so gering als möglich
gehalten werden muss. Für
die Funktionen von RKE, Tire Guard und die Long Range Anwendungen
muss die Empfangsbereitschaft jedoch auch bei ruhendem Fahrzeug
gegebenen sein. Um den damit verbundenen Ruhestrom gering zu halten, wird
der Transceiver üblicherweise
zyklisch ein- und ausgeschaltet (Polling), um nach gültigen Signalen zu
suchen.
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Der
Ruhestrom ergibt sich dabei als Mittelwert aus den zyklischen An-
und Aus-Phasen der Empfangseinheit. Setzt man die Periodendauer
des Polling-Zyklus als gegeben voraus, so wird der Ruhestrom im
Wesentlichen durch den von der Empfangseinheit während der An-Phase benötigten Strom
und der Dauer dieser An-Phase bestimmt. Verschärft wird dieses Problem da durch,
dass bei den beschriebenen Anforderungen eine Überwachung mehrerer sequentiell
abzufragender Kanäle,
unterschiedlicher Funktionen (und damit Signale mit im Allgemeinen unterschiedlichen
Datenraten, Modulationen und Protokoll-Strukturen) und mehrerer Antennen erfolgen
muss.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine Empfangseinheit beziehungsweise
einen Transceiver mit mindestens zwei Signalpfaden zur drahtlosen
Kommunikation mit mindestens einer peripheren Einheit für unterschiedliche
Standardanwendungen und/oder Long-Range-Anwendungen anzugeben, bei
denen die unterschiedlichen Anforderungen weitgehend erfüllt werden.
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Die
Aufgabe wird gelöst
durch eine Empfangseinheit gemäß Anspruch
1. Ausgestaltungen und Weiterbildungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand
von Unteransprüchen.
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Die
Aufgabe wird insbesondere gelöst
durch eine Empfangseinheit für
ein Kraftfahrzeug mit mindestens zwei Signalpfaden zum parallelen
Empfang von unterschiedlichen Datensignalen.
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Ein
Beispiel einer derartigen Empfangseinheit für ein Fernsteuerungssystem
zur drahtlosen Kommunikation mit mindestens einer peripheren Einheit
umfasst eine ersten Schalteinheit, die eine erste Anzahl Eingänge und
eine zweite Anzahl Ausgänge aufweist,
eine zweiten Schalteinheit, die die zweite Anzahl Eingänge und
eine dritte Anzahl Ausgänge aufweist,
einer dritten Schalteinheit, die die dritte Anzahl Eingänge und
eine vierte Anzahl Ausgänge
aufweist, und einer vierten Schalteinheit, die die vierte Anzahl
Eingänge
und eine fünfte
Anzahl Ausgänge aufweist.
Jede dieser Schalteinheitein ist dazu ausgebildet, je einen ihrer
Eingänge
mit zumindest einem ihrer Ausgänge
zu verbinden. Den Eingängen der
ersten Schalteinheit sind Zwischenfrequenzsignale zugeführt. Des
Weiteren sind zwischen der ersten und der zweiten Schalteinheit
Kanalfilter, zwischen der zweiten und der dritten Schalteinheit
Demodulatoren, zwischen der dritten und der vierten Schalteinheit
Einrichtungen zur Datensignal- und Taktrückgewinnung angeordnet, wobei
das Datensignal aufeinanderfolgende Frames aufweist. Der vierten
Schalteinheit sind Einrichtungen zur Frame-Synchronisation nachgeschalten
sind, welche wiederum Ausgangsdatensignale zur weiteren Datenverarbeitung
zur Verfügung
stellen.
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Darüber hinaus
kann die Empfangseinheit eine fünfte
Schalteinheit umfassen, die eine fünfte Anzahl Eingänge und
die zweite Anzahl Ausgänge aufweist,
wobei die Eingänge
der fünften
Schalteinheit mit zumindest einer Antenne zum Empfang von Antennensignalen
verbunden sind. Zwischen der fünften
Schalteinheit und der zweiten Schalteinheit ist eine zumindest einen
Mischer zum Mischen der Antennensignale in einen Zwischenfrequenzbereich umfassende
Hochfrequenz-Einheit und zumindest ein Analog-Digital-Wandler zum
Digitalisieren der Antennensignale im Zwischenfrequenzbereich angeordnet.
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Es
werden dadurch mindestens zwei Signalpfade in einer einzelnen integrierten
Schaltung zur Verfügung
stellt. Die mindestens zwei Signalpfade der Empfangseinheit können beispielsweise
für einen
Dual-Band Betrieb geschaltet werden. Weiterhin können die Signalpfade der Hochfrequenzempfangssignale
parallel betrieben werden, zum Beispiel für Antennen Diversity. Unter
den gegebenen Randbedingungen werden Synergieeffekte erzielt, die
sich aus einer Realisierung einer Empfangseinheit mit mindestens
zwei Signalpfaden ergeben.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Figuren der Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert, wobei
gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Es zeigt:
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1 in
einem Blockschaltbild die Struktur eines Ausführungsbeispiels mit vielfachen
Signalpfaden und vielfachen Antennen;
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2 in einem Blockschaltbild ein Ausführungsbeispiel
mit vielfachen Signalpfaden und mit einer geschalteten exklusiven
und einer wechselseitig oder parallel genutzten, geschalteten, gemeinsamen Antenne;
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3 in einem Blockschaltbild ein Ausführungsbeispiel
mit zwei Signalpfaden und mit einer geschalteten exklusiven und
einer wechselseitig oder parallel genutzten, geschalteten, gemeinsamen
Antenne;
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4 in
einer Tabelle beispielhafte Funktionen des Ausführungsbeispiels gemäß 3;
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5 in 5a in
einem Diagramm die Kanäle
in einem Band A des Ausführungsbeispiels
gemäß 3 und in 5b in
einem Diagramm die Kanäle
in einem weiteren Band B des Ausführungsbeispiels gemäß 3;
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6 in
einem Blockschaltbild die Struktur eines Ausführungsbeispiels mit den Kanälen des Bandes
A;
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7 in
einem Blockschaltbild die Struktur eines Ausführungsbeispiels mit den Kanälen des Bandes
B; und
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8 in
einem Blockschaltbild ein Ausführungsbeispiel
eines Kanalfilters für
2 Signalpfade.
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1 zeigt
in allgemeiner Form das Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels
einer Empfangseinheit mit einer Vielzahl von Signalpfaden zur Verarbeitung
der Eingangssignale einer Vielzahl von Antennen. 1 umfasst
5 Schaltmatrizen S1, S2, S3, S4 und S5, n2 HF
Pfadmischer HF1, HF2, ... HFn2 inklusive
jeweils eines Analog Digital Konverters (ADC), n3 Kanalfilter
KF1, KF2, ... KFn3, n4 Demodulatoren
D1, D2, ... Dn4, n5 Anordnungen DF1, DF2,
... DFn5 zur Daten- und Taktrückgewinnung
und n6 Synchronisationseinheiten SE1, SE2,
... SEn6 zur Weckerkennung und Frame Synchronisation.
Gemäß 1 sind
n1 Antennen ANT1, ANT2, ... ANTn1 mit der ersten Schaltmatrix S1 verbunden.
Die Schaltmatrix S1 weist n1 Eingänge auf, über die
der Schaltmatrix S1 n1 Hochfrequenzsigna le
der mit diesen Eingängen
verbundenen n1 Antennen ANT1, ANT2, ... ANTn1 zur Verfügung gestellt werden.
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Über diese
Schaltmatrix S1 können
n2 erwünschte
beliebige, beziehungsweise unter den jeweils gegebenen Sende- und
Empfangsbedingungen optimale Konstellationen der Zusammenschaltung aus
den n1 Antennen ANT1, ANT2, .... ANTn1 und zugehörige Datensignale gebildet
werden (Antennen Diversity). Dabei gilt n2 ≤ n1. Die Schaltmatrix S1 weist weiterhin n2 Ausgänge
auf, deren Signal gemäß 1 den
n2 HF Pfadmischer HF1, HF2, ... HFn2 zur Verfügung gestellt werden. Jeder
der n2 HF Pfadmischer HF1, HF2, ... HFn2 umfasst dabei jeweils auch einen Analog
Digital Konverter (ADC), mit dessen Hilfe die analogen Eingangssignale
aus der Schaltmatrix S1 in digitale Datensignale für die nachgeschaltete
digitale Signalverarbeitung gewandelt werden.
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Die
digitalen Ausgangssignale der n2 HF Pfadmischer
HF1, HF2, ... HFn2 werden gemäß 1 an
die n2 Eingänge der nachgeschalteten Schaltmatrix
S2 weitergeleitet, in der aus den n2 Eingangssignalen
n3 Ausgangssignale für n3 zu
verarbeitende Signalkanäle
erzeugt werden. Über
diese Schaltmatrix S2 können
n3 erwünschte
beliebige, beziehungsweise unter den jeweils gegebenen Sende- und
Empfangsbedingungen optimale Konstellationen der Zusammenschaltung
aus den n2 Ausgangssignalen der n2 HF Pfadmischer HF1, HF2, ... HFn2 gebildet werden, um die entsprechenden
Signale eines Datenkanals oder Bandes zu bilden. Dabei gilt für die Schaltmatrix
S2 n3 ≤ n2.
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Die
n3 Ausgangssignale der Schaltmatrix S2 werden
gemäß 1 an
eine entsprechende Anzahl von n3 Kanalfiltern
KF1, KF2, ... KFn3 weitergeleitet. Über diese
Kanalfilter wird eine Filterung der Signale durchgeführt die
typischerweise als Bandpassfilterung ausgelegt ist, um die Frequenzanteile
der Datensignale auf die für
den jeweiligen Kanal beziehungsweise das jeweilige Band maßgeblichen
Frequenzbereiche zu beschränken.
Die n3 Ausgangssignale der n3 Kanalfiltern
KF1, KF2, ... KFn3 werden an entsprechende
n3 Eingänge
der nachgeschalteten Schaltmatrix S3 weitergeleitet.
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Über diese
Schaltmatrix S3 können
n4 erwünschte
beliebige und sinnvolle Konstellationen der Zusammenschaltung aus
den n3 Ausgangssignalen der n3 Kanalfiltern
KF1, KF2, ... KFn3 gebildet werden, um am
Ausgang der Schaltmatrix S3 die entsprechenden Signale eines der
n4 Datenkanäle beziehungsweise Signalpfade
zusammenzuführen,
die auf diese Weise beispielsweise auch Signalpfade für einen
Dual-Band Kanal darstellen können.
Dabei gilt für
die Schaltmatrix S3 n4 ≤ n3.
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Die
n4 Ausgangssignale der Schaltmatrix S3 werden
gemäß 1 an
eine entsprechende Anzahl von n4 Demodulatoren
D1, D2, ... Dn4 zur Demodulation des jeweiligen
Hochfrequenzsignals in das Basisband weitergeleitet. Die n4 Ausgangssignale der n4 Demodulatoren
D1, D2, ... Dn4 werden an entsprechende
n4 Eingänge
der nachgeschalteten Schaltmatrix S4 weitergeleitet. Über diese
Schaltmatrix S4 können
an deren Ausgang n5 erwünschte beliebige und sinnvolle
Zusammenschaltungen aus den n4 Ausgangssignalen
der n4 Demodulatoren D1, D2, ... Dn4 gebildet werden. Dabei gilt für die Schaltmatrix S4
n5 ≤ n4. Die n5 Ausgangssignale
der Schaltmatrix S4 werden gemäß 1 an
eine entsprechende Anzahl von n5 Anordnungen
DF1, DF2, ... DFn5 zur Daten- und Taktrückgewinnung
weitergeleitet. Dabei werden durch die Anordnungen DF1, DF2, ...
DFn5 nach einer Bandpassfilterung der Eingangssignale das
Datensignal sowie die Taktrate des Datensignals des jeweiligen Signalpfades
rekonstruiert, wie weiter unten detaillierter in 2 dargestellt
wird.
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Die
n5 Ausgangssignale der n5 Anordnungen DF1,
DF2, ... DFn5 zur Daten- und Taktrückgewinnung
werden an entsprechende n5 Eingänge der nachgeschalteten
Schaltmatrix S5 weitergeleitet. Über
diese Schaltmatrix S5 können
an deren Ausgang n6 erwünschte beliebige und sinnvolle
Zusammenschaltungen aus den n5 Ausgangssignalen
der der n5 Anordnungen DF1, DF2, ... DFn5 zur Daten- und Taktrückgewinnung gebildet werden.
Dabei gilt für
die Schaltmatrix S5 n6 ≤ n5.
Die n6 Ausgangssignale der Schaltmatrix
S5 werden gemäß 1 an eine
entsprechende Anzahl von n6 Synchronisationseinheiten
SE1, SE2, ... SEn6 zur Weckerkennung und Frame
Synchronisation weitergeleitet. Dabei werden durch die Synchronisationseinheiten
SE1, SE2, ... SEn6 zur Weckerkennung und
Frame Synchronisation die Datenprotokolle des jeweiligen Datensignals erkannt,
die entsprechende Frame Synchronisation durchgeführt und die Datensignale für die weitere Verarbeitung
durch nachgeschaltete Signalverarbeitungsanordnungen zwischengespeichert,
wie weiter unten detaillierter in 2 dargestellt
wird.
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Dabei
ist jeder Hardwareblock (jeweils eine Schaltmatrix und die nachgelagerte
Verarbeitung) der Anordnung gemäß dem Blockschaltbild
nach 1 individuell konfigurierbar. Auf diese Weise
können
auf jeder der 5 Stufen der Verarbeitung beliebige sinnvolle Mischungen
aus den Daten einzelner Signalpfade ausgeführt werden, um letztendlich
n6 Signalpfade für
Datensignale auszuformen, die sich beispielsweise hinsichtlich Kanalfrequenz,
Kanalbandbreite, Modulation, Datenrate, Frame Synchronisation, Protokolleigenschaften
usw. unterscheiden und den jeweiligen Signalcharakteristika von
zum Beispiel RKE, PASE, Tire Guard und Long Range Anwendungen ohne
die Kompromisse herkömmlicher Realisierungen
optimal entsprechen.
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Die
entsprechenden Antennen ANT1, ANT2, ... ANTn1 am
Eingang der Anordnung sind dabei hinsichtlich Empfindlichkeit, Frequenzbereich,
Richtcharakteristik und so weiter ebenfalls optimal auf die zu erwartenden
Signaleigenschaften ausgelegt. So sind zum Beispiel in einem einzelnen
integrierten Schaltkreis auch simultanes Antennen Diversity und
Dual-Band Betrieb konfigurierbar. Insgesamt gilt für die gesamte
Anordnung gemäß 1 n1 ≤ n2 ≤ n3 ≤ n4 ≤ n5 ≤ n6. Bei der Verwendung nur einer Antenne wäre n1 = 1.
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Jede
Schalteinheit trennt eine Stufe in der Signalverarbeitung von der
darauffolgenden. Es muss nicht in jeder Stufe mehrere alternative,
schaltbare Signalpfade geben. Zumindest in einer Stufe der Signalverarbeitung
erfolgt aber eine Umschaltung zwischen alternativen Signalpfaden.
Die Analog-Digital-Konvertierung
kann prinzipiell in jeder beliebigen Stufe der Signalverarbeitung
erfolgen. In dem in der 1 gezeigten Beispiel erfolgt
die A/D-Wandlung nach dem Mischen der empfangenen Signale in den Zwischenfrequenzbereich.
Die Kanalfilterung und die Demodulation werden dann digital durchgeführt. Es ist
jedoch prinzipiell auch möglich,
die A/D-Wandlung in einer beliebigen andern Stufe der Signalverarbeitung
durchzuführen
(z. B. nach der Kanalfilterung oder nach der Demodulation).
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Die
nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele
zeigen aus Gründen
der Übersichtlichkeit
immer den Fall für
die Verwendung von zwei Antennen ANT1 und ANT2. Dies stellt keine
Einschränkung
der Ausführungsmöglichkeiten
der dargestellten Ausführungsbeispiele
gegenüber 1 dar,
eine Erweiterung auf eine Vielzahl n1 von Antennen ANT1, ANT2, ...
ANTn1 ist in allen nachfolgenden Beispielen jederzeit möglich. Genauso
ist eine Ausführung
mit nur einer Antenne und einem HF-Pfad, jedoch mehreren Signal-Pfaden
ab der Zwischenfrequenz (Kanalfilter, Demodulator, etc.) möglich. In
diesem Fall wäre
die Schaltmatrix S1 trivial mit nur einem Eingang (n1 =
1) und einem Ausgang (n2 = 1).
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2 zeigt ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels
einer Hochfrequenz Sende-/Empfangseinheit mit vielfachen Signalpfaden
und mit einer geschalteten exklusiven und einer wechselseitig oder
parallel genutzten, geschalteten, gemeinsamen Antenne. Dieses Ausführungsbeispiel
kann zwei Frequenzbänder
bearbeiten und ist für
Mehrkanalanwendungen geeignet. 2 umfasst
6 übergeordnete
Funktionsblöcke.
Diese Funktionsblöcke
sind der Funktionsblock 100 für das Antennenmanagement, der
Funktionsblock 200 für
das Front End Management, der Funktionsblock 300 zur HF
Mischung, der Funktionsblock 400 zur Filterung und Analog-Digital-Wandlung,
der Funktionsblock 500 zur Kanalfilterung und Demodulation,
der Funktions block 600 zur Basisbandverarbeitung, sowie
der Funktionsblock 700 zur Steuerung der Anordnung.
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Der
Funktionsblock 100 umfasst gemäß 1 zwei Eingänge für zwei Antennen 101 (ANT1) und 102 (ANT2)
sowie einen Umschalter 103. Über diesen Umschalter 103 können die
Antennen 101 und 102 wahlweise parallel betrieben
werden, um Antennen Diversity zu ermöglichen. Der Funktionsblock 200 bildet
eine Vorstufeneinheit (Front End Management) und umfasst 4 Antennenumschalter 201, 202, 203 und 207.
Weiterhin umfasst der Funktionsblock 200 drei für die jeweiligen
Frequenzbänder
optimierte Vorstufenfilter 204, 205 und 209 sowie
zwei ebenfalls für
die jeweiligen Frequenzbänder
optimierte Vorverstarker 206 und 210. Weiterhin
umfasst Funktionsblock 200 einen Leistungsverstärker 208 zur
Bereitstellung sehr hoher Sendeleistung an die Antennen 101 und 102,
wenn die Sende-/Empfangseinheit
im Sendebetrieb arbeitet.
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Funktionsblock 300 (Hochfrequenzstufe) umfasst
gemäß 2 einen weiteren Antennenumschalter 301,
zwei rauscharme Vorverstärker 302 und 309 sowie
zwei Mischerstufen 303 und 310 zur Frequenzumsetzung,
wobei die vorgenannten Einheiten wiederum auf das jeweilige Frequenzband
optimiert sind. Weiterhin umfasst der Funktionsblock 300 einen
gemeinsam genutzten spannungsgesteuerten Hochfrequenzoszillator 311 für den Empfangs- und
Sendebetrieb, einen gemeinsam genutzten Modulator 307 zur
Aufbereitung des Sendesignals und eine Sendekontrolleinheit 308 sowie
eine Umschalteinheit 306 zur Umschaltung von zwei Leistungsverstärkern 304 und 305,
die wiederum für
das jeweilige Frequenzband optimiert sind. Die gezeigten Funktionsblöcke beschränken sich
darauf, den Signalfluss zu beschreiben und legen die konkrete Ausführung nicht
fest. So können
die Mischerstufen 303 und 310 als komplexe Mischer
(I/Q-Mischer) ausgeführt
sein. Auch die Ausführung
des Hochfrequenzoszillators kann nach dem Stand der Technik erfolgen,
wonach der eigentliche Oszillator bei einer Vielfachen der Empfangsfrequenz
(üblicherweise
der doppelten oder Vierfachen) betrieben wird, und die eigentliche "Lokal- Oszillatorfrequenz" durch Teilung zustande kommt.
Sinnvollerweise kommen dabei bekannte Synthesizer-Techniken mit
PLL ("Phase Locked Loop") zum Einsatz.
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Der
Funktionsblock 400 (erste Zwischenfrequenzstufe) umfasst
gemäß 2 zwei Filter 401 und 402 und
zwei Digital-Analog-Wandler 403 und 404.
Der Funktionsblock 500 (zweite Zwischenfrequenzstufe) umfasst
eine Schaltmatrix 510, eine Schaltmatrix 520 und
drei Kanalfilter 511, 512 und 513 sowie
4 Demodulatoren 521, 522, 523 und 524. Der
Funktionsblock 600 (Basisbandverarbeitung) umfasst eine
Schaltmatrix 610, eine Schaltmatrix 640 und fünf Datenfilter 620, 621, 622, 623 und 624.
Weiterhin umfasst der Funktionsblock 600 fünf Rückgewinnungseinheiten 630, 631, 632, 633 und 634 sowie fünf Protokollerkennungs-
und Synchronisationseinheiten 650, 651, 652, 653, 654 und 655.
Der Funktionsblock 700 gemäß 2 bildet
die Steuereinheit für
die gesamte Anordnung gemäß 2.
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Gemäß 2 werden die Signale nach der Mischung
digitalisiert ("IF-ADC", Block 400).
Der überwiegende
Anteil der Mehrfach-Ausführung
von Signalpfaden liegt somit in der digitalen Signalverarbeitung
und profitiert hinsichtlich notwendiger Chipfläche (und damit hinsichtlich
Kosten und Stromverbrauch) von einer Verkleinerung der Strukturgrößen.
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Des
Weiteren stehen mit einer digitalen Signalverarbeitung für die konkrete
Implementierung der beschriebenen Funktionalität nach 2 eine
Vielzahl von Möglichkeiten
offen: Zum einen können
die beschriebenen Blöcke
tatsächlich
mehrfach in Hardware ausgeführt
sein (z. B. eine mehrfache Kopie eines Kanalfilters). Zum anderen
kann die beschriebene Funktionalität auch erreicht werden, indem
eine einmal vorhandene Hardware-Architektur
bei höherer
Taktfrequenz betrieben wird und die verschiedenen Eingangssignale
durch Multiplexing verarbeitet.
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Gemäß 2 ist die Antenne 101 (ANT1)
in Funktionsblock 100 mit einem Ein-/Ausgang des Umschalters 103 verbunden,
der zwei Ein-/Ausgänge aufweist, über die
ein Antennensignal den jeweiligen Ein-/Ausgängen der Umschalter 201 und 202 in Funktionsblock 200 zur
Verfügung
gestellt beziehungsweise von diesen empfangen wird. Die Verbindungen
zwischen den Umschaltern 103, 201 und 202 sind
bidirektional ausgeführt,
so dass der Antenne 101 im Sendebetrieb der Anordnung gemäß 2 auch ein Sendesignal zugeführt werden
kann. Weiterhin ist die Antenne 102 (ANT2) direkt mit einem Ein-/Ausgang
des Umschalters 203 in Funktionsblock 200 verbunden.
Die Umschalter 201 und 202 sind mit nachgeschalteten
Bandpassfiltern 204 beziehungsweise 205 verbunden
und leiten ein eingehendes Signal der Antenne 101 zur entsprechenden Filterung
an diese weiter. Filter 204 ist ausgangsseitig mit einem
ersten Eingang des Umschalters 301 in Funktionsblock 300 verbunden.
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Filter 205 ist
ausgangsseitig mit dem Eingang eines auf das zu verarbeitende Frequenzband optimierten
rauscharmen Vorverstärkers 206 verbunden.
Der Ausgang dieses Vorverstärkers 206 ist
mit einem zweiten Eingang des Umschalters 301 in Funktionsblock 300 verbunden,
so dass dieser Umschalter wahlweise unterschiedlich gefilterte und
verstärkte
Eingangssignale der Antenne 101 an den Eingang des nachgeschalteten
rauscharmen Vorverstärkers 302 weiterleiten
kann. Die zwei alternativen Signalpfade eines Eingangssignals der
Antenne 101 durchlaufen dabei a) Umschalter 103,
Umschalter 201, Bandpassfilter 204 zu Umschalter 301 beziehungsweise
b) Umschalter 103, Umschalter 202, Bandpassfilter 205 und
Vorverstärker 206 zu
Umschalter 301. Diese zwei alternativen Signalpfade können daher
optimiert für
unterschiedliche Frequenzbänder
und/oder Signalstärken
ausgelegt werden.
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Ein
eingehendes Signal der Antenne 102 (ANT2) wird über den
Ausgang des Umschalters 203 an den Eingang des nachgeschalteten
Bandpassfilters 209 geleitet und nach der Filterung über dessen Ausgang
an den Eingang eines für
das betreffende zu verarbeitende Frequenzband optimierten, rauscharmen
Vorverstarker 210 weitergeleitet. Der Ausgang des Vorverstärkers 210 ist
mit dem Eingang eines weiteren rauscharmen Vorverstärkers in
Funktionsblock 300 verbunden. Der Signalpfad für eingehende Signale
der Antenne 102, bestehend aus Umschalter 203,
Filter 209 und den rauscharmen Vorverstärken 210 und 309 ist
dabei typischerweise für
ein anderes Frequenzband ausgelegt und für dieses optimiert, als die
weiter oben unter a) und b) beschriebenen Signalpfade für eingehende
Signale der Antenne 101. Die Ausgänge der Vorverstärker 302 und 309 bilden an
dieser Stelle zwei verbleibende Signalpfade für die Antennensignale der Antennen 101 und 102.
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Der
Ausgang des Vorverstärkers 302 ist
in Funktionsblock 300 mit der Mischerstufe 303 verbunden,
der Ausgang des Vorverstärkers 309 mit
der Mischerstufe 310. Die Mischerstufen 303 und 310 sind
jede auch mit einem gemeinsam genutzten spannungsgesteuerten Hochfrequenzoszillator 311 verbunden. Über die
Mischerstufe 303 und den gemeinsam genutzten spannungsgesteuerten
Hochfrequenzoszillator 311 wird am Ausgang der Mischerstufe 303 ein
Zwischenfrequenzsignal eines an der Antenne 101 eingehenden
Signals gebildet, über
die Mischerstufe 310 und den gemeinsam genutzten spannungsgesteuerten
Hochfrequenzoszillator 311 wird am Ausgang der Mischerstufe 310 ein
Zwischenfrequenzsignal eines an der Antenne 102 eingehenden
Signals gebildet.
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Gleichzeitig
dienen der gemeinsam genutzte spannungsgesteuerte Hochfrequenzoszillator 311, der
Modulator 307 und die Sendekontrolleinheit 308 auch
zur Aufbereitung von Sendesignalen an die Antennen 101 und 102 im
Sendebetrieb der Anordnung. Dazu ist der spannungsgesteuerte Hochfrequenzoszillator 311 an
einem weiteren Ausgang mit einem Eingang des Modulators 307 verbunden,
der über
die ebenfalls mit diesem verbundene Sendekontrolleinheit 308 angesteuert
wird.
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Das
jeweils erzeugte Sendesignal wird über einen mit dem Modulator 307 verbundenen
Umschalter an zwei alternative nachfolgende Signalpfade weitergeleitet,
die für
das jeweilige Frequenzband des Sendesignals optimiert sind. Ein
erster Ausgang des Umschalters 306 ist mit dem Eingang
des Leistungsverstärkers 304 verbunden,
ein zweiter Ausgang des Umschal ters 306 ist mit dem Eingang
des Leistungsverstärkers 305 verbunden.
Der Ausgang des Leistungsverstärkers 304 ist
mit einem Eingang des Umschalters 201 verbunden, dessen
Eingang wiederum mit einem Ein-/Ausgang des Umschalters 103 verbunden
ist, an dessen weiteren Ein-/Ausgang die Antenne 101 (ANT1)
angeschlossen ist.
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Auf
diese Weise wird der Antenne 101 im Sendebetrieb der Anordnung
gemäß 2 über
den Signalpfad Umschalter 306, Leistungsverstärker 304, Umschalter 201 und
Umschalter 103 ein über
den spannungsgesteuerten Hochfrequenzoszillator 311, den
Modulator 307 und die Sendekontrolleinheit 308 erzeugtes
Sendesignal zugeführt.
Der Ausgang des Leistungsverstärkers 305 ist
mit einem Eingang des für
das entsprechende Frequenzband optimierten Leistungsverstärkers 208 verbunden,
dessen Eingang wiederum mit einem Eingang des Umschalters 207 verbunden
ist. Der Umschalter 207 umfasst 2 Ausgänge, die jeweils mit einem
Eingang der Umschalter 202 und 203 verbunden sind.
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Auf
diese Weise wird der Antenne 102 im Sendebetrieb der Anordnung
gemäß 2 über
den Signalpfad c) Leistungsverstarker 305, Leistungsverstärker 208,
Umschalter 207 und Umschalter 203 ein über den
spannungsgesteuerten Hochfrequenzoszillator 311, den Modulator 307 und
die Sendekontrolleinheit 308 erzeugtes Sendesignal zugeführt. Alternativ
dazu wird auch der Antenne 101 im Sendebetrieb der Anordnung
gemäß 2 über
den Signalpfad d) Leistungsverstärker 305,
Leistungsverstärker 208,
Umschalter 207, Umschalter 202 und Umschalter 103 ein über den
spannungsgesteuerten Hochfrequenzoszillator 311, den Modulator 307 und
die Sendekontrolleinheit 308 erzeugtes Sendesignal zugeführt. Auf
diese Weise können
die für
das jeweils zu sendende Signal (Frequenzband) optimal ausgelegten
Signalpfade und Antennen flexibel ausgewählt werden beziehungsweise
es ist Antennen Diversity im Sendebetrieb möglich.
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Gemäß 2 ist das Ausgangssignal der Mischerstufe 303 zur
Frequenzumsetzung des Signals der Antenne 101 mit dem Eingang
des Bandpassfilters 401 (Antialiasing) in Funktionsblock 400 verbunden. Über den
Ausgang des Bandpassfilters 401 wird das Signal an den
Eingang des Analog-Digital-Wandlers 403 weitergeleitet, über dessen
Ausgang ein digitalisiertes Zwischenfrequenzsignal der Antenne 101 an
den Funktionsblock 500 weitergeleitet wird. Das Ausgangssignal
der Mischerstufe 310 zur Frequenzumsetzung des Signals
der Antenne 102 ist mit dem Eingang des Bandpassfilters 402 (Antialiasing)
in Funktionsblock 400 verbunden. Über den Ausgang des Bandpassfilters 402 wird
das Signal an den Eingang des Analog-Digital-Wandlers 404 weitergeleitet, über dessen
Ausgang ein digitalisiertes Zwischenfrequenzsignal der Antenne 102 ebenfalls
an den Funktionsblock 500 weitergeleitet wird.
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Unter
Einbeziehung der vorangegangenen Funktionsblöcke ist damit bei entsprechender
Konfiguration auch ein echter Parallelbetrieb innerhalb eines einzigen
Frequenzbandes möglich,
wobei die weitere Verarbeitung auch eine Analog-Digital-Wandlung der Signale
erfolgen kann. Die digitalisierten Ausgangssignale der Analog-Digital-Wandler 403 und 403 sind
in Funktionsblock 500 mit der Schaltmatrix 510 verbunden, über die
einzelne, aber auch Mischungen der Antennensignale der Antennen 101 und 102 (zum
Beispiel für
Antennen Diversity) an die nachgeschalteten Kanalfilter (Bandpässe) 511, 512 und 513 weitergeleitet
werden. Dabei umfasst der Funktionsblock 500 je nach Anzahl
der zu bearbeitenden Zwischenfrequenzsignale typischerweise eine
Vielzahl n3 (vergleiche 1)
von Kanalfiltern zur Aufspaltung der Empfangssignale in entsprechende
Frequenzkanäle,
von denen nur drei beispielhaft in 2 gezeigt
werden.
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Die
Ausgangssignale der beispielhaften Kanalfilter 511, 512 und 513 werden
an die Schaltmatrix 520 weitergeleitet. In der Schaltmatrix 520 können optional
Frequenzbänder
kombiniert werden, um zum Beispiel Dual-Band- oder Multikanal-Betrieb
zur Verfügung
zu stellen. Die auf diese Weise aufbereiteten Zwischenfrequenzbänder werden
an nachgeschaltete Demodulatoren 521, 522, 523 und 524 weitergeleitet.
Dabei umfasst der Funktionsblock 500 je nach Anzahl der
zu bearbeitenden Zwischenfrequenzkanäle typischerweise eine Vielzahl
n4 (vergleiche 1) von Demodulatoren
für die
unterschiedlichen benötigten
Demodulationsverfahren, von denen nur vier beispielhaft in 2 gezeigt werden. Dies bedeutet, dass
eingehende Signale an dieser Stelle parallel verarbeitet (in parallelen
Signalpfaden demoduliert) werden können und die Demodulatoren
getrennt von einander für
die jeweils benötigten
Demodulationsverfahren optimiert und parametrisiert werden können.
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Die
Signale werden dabei in den Frequenzbereich des Basisbandes demoduliert.
Die typischerweise bei der Signalübertragung verwendeten Modulations-
beziehungsweise Demodulationsverfahren umfassen dabei beispielsweise
OOK (On/Off Keying), ASK (Amplitude Shift Keying), FSK (Frequency
Shift Keying), GFSK (Gaussian Frequency Shift Keying), PSK (Phase
Shift Keying) und weitere. Gemäß 2 werden die Ausgangssignale der Demodulatoren
aus Funktionsblock 500 in Funktionsblock 600 einer
weiteren Schaltmatrix 610 zugeleitet, sie wiederum eine
Zusammenschaltung einzelner demodulierter Signale im Frequenzbereich
des Basisbandes ermöglicht.
Die Ausgangssignale der Schaltmatrix 610 werden an die
Datenfilter (Bandpassfilter) 620, 621, 622, 623 und 624 weitergeleitet, wo
sie einer weiteren Filterung im Basisband unterzogen werden. Nach
der Filterung werden die Signale der parallelen Signalpfade an entsprechende Rückgewinnungseinheiten 630, 631, 632, 633 uns 634 weitergeleitet,
die parallel an ihren jeweils zwei Ausgängen die jeweiligen Daten-(Data)
und Takt-(Clock)Informationen für
die jeweiligen Signalpfade zur Verfügung stellen.
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Dabei
umfasst der Funktionsblock 600 je nach Anzahl der zu bearbeitenden
Signalpfade typischerweise eine Vielzahl n5 (vergleiche 1)
von Datenfiltern und Rückgewinnungseinheiten,
von denen nur fünf
beispielhaft in 2 gezeigt werden.
Die Daten- und Taktinformationen werden gemäß 2 in
Funktionsblock 600 (Basisband) an eine weitere Schaltmatrix 640 weitergeleitet,
in der zum Beispiel rückgewonnene
Taktinformationen oder Datensignale beliebiger Signalpfade zur nachfolgenden
Verarbeitung kombiniert werden können.
Von den Ausgängen
der Schaltmatrix 640 werden die Daten- und Taktinformationen
jeweils paarweise den entsprechenden Signalpfaden zugeordnet auf
nachgeschaltete Protokollerkennungs- und Synchronisationseinheiten 650, 651, 652, 653, 654 und 655 geführt, die diese
Signale wiederum parallel abarbeiten.
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Mit
Hilfe der in diesen Protokollerkennungs- und Synchronisationseinheiten
gewonnenen Informationen wird die Framesynchronisation der Datenpakete
des jeweiligen Empfangssignals ausgeführt, werden Signale und Interrupts,
wie zum Beispiel für die
Wake-up (Weckerkennung) des beispielsweise im inaktiven Zustand
befindlichen Mikroprozessors in Funktionsblock 700 aufbereitet,
und es wird die Zwischenspeicherung der Daten (FIFO) ausgeführt, um gemäß 2 die Ausgangssignale 670, 671, 672, 673, 674 und 675 für die Weiterverarbeitung
zur Verfügung
zu stellen. Weiterhin umfasst das Ausführungsbeispiel gemäß 2 eine Steuereinheit 700, zum
Beispiel einen Mikroprozessor. Diese Steuereinheit 700 steuert
mit Hilfe von Schaltsignalen 703 (RX/TX für Empfangs-
und Sendebetrieb, A/B für
Kanal- beziehungsweise Signalpfadumschaltung die Umschalter der
Anordnung gemäß 2).
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Die
jeweils bei den entsprechenden Umschaltern eingesetzten Umschaltsignale
sind in 2 in Verbindung mit Pfeilen
angezeigt. Weiterhin stellt die Steuereinheit 700 eine
reprogrammierbare Schnittstelle zur Anordnung gemäß 2 zur Verfügung, über die diese Steuereinheit
konfiguriert werden kann. Eine optionale Schnittstelle 702 steht
bidirektional für
den Datenaustausch zu und/oder von der Steuereinheit 700 zur
Verfügung.
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Das
in 2 gezeigte Ausführungsbeispiel einer Sende-/Empfangseinheit
ist auch für
den Empfang komplexer Datensig nale, wie zum Beispiel Multikanal-Schmalbandsignalen
und Spread Spectrum Signalen geeignet. Dabei ist der Bandbreitenbedarf für diese
beiden Signalformen ähnlich
und es ist daher keine Änderung
der Antaliasing-Filter 401 und 402 oder der verwendeten
Abtastraten in den Analog-Digital-Wandlern 403 und 404 erforderlich.
Die Kanalfilter im Funktionsblock 500 zur Aufbereitung des
Signals im Zwischenfrequenzbereich können als digitale Filter ausgeführt sein,
wie diese weiter unten in 8 angegeben
werden. Weiterhin können
die Funktionsblöcke 300, 400, 500, 600 und 700 umfassend
alle jeweiligen Einzelkomponenten vorteilhaft in einem einzelnen
integrierten Schaltkreis, zum Beispiel einem ASIC zur Verfügung gestellt
werden, wobei Teilintegrationen einzelner Funktionsblöcke, zum Beispiel 300 und 400 beziehungsweise 500 und 600 ebenfalls
vorteilhaft sein können.
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Dementsprechend
stellt das Ausführungsbeispiel
gemäß 2 eine Anordnung zur Verfügung, die
unterschiedlichste Funkdienste in Kraftfahrzeugen unter Ausnutzung
maximaler Synergien der beteiligten Komponenten zur Verfügung stellt. Durch
die Adaptivität
der Anordnung auf unterschiedliche Anforderungen, zum Beispiel durch
die Schaltmatrizen und Umschalter, kann die jeweils bestmögliche Konfiguration
hinsichtlich der Leistungsfähigkeit erreicht
werden. Multi-Kanal und Dual-Band Anwendungen werden genauso in
einer einzelnen kostengünstigen
Anordnung kombiniert wie Antennen Diversity.
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Durch
die Anwendung von durch mehrere Signalpfade gemeinsam genutzten
Komponenten, es ist beispielsweise nur ein einziger spannungsgesteuerter
Hochfrequenzoszillator 311 vorgesehen, ergeben sich Vorteile
bezüglich
geringeren Stromverbrauchs, niedrigerer Kosten und kleinerer Abmessungen.
Auch die Parallelverarbeitung auf Ebene der Zwischenfrequenz und
des Basisbandes erbringt zusätzliche
Einsparungseffekte und macht so zum Beispiel viele in herkömmlichen
Lösungen
notwendige Hochfrequenzblöcke überflüssig. Durch
die Adaptivität
beziehungsweise die flexible, beispielsweise mikroprozessorgesteuerte
Konfigurierbarkeit der Anordnung kann für den jeweiligen Funkdienst
die maximale Leistungsfähigkeit
ohne Kompromisse erreicht werden.
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Durch
die Ausführung
einer Sende-/Empfangseinheit gemäß dem Ausführungsbeispiel
in 2 mit zwei Hochfrequenz-Empfangspfaden ergeben
sich die weiteren, nachfolgenden Vorteile gegenüber Lösungen nach dem Stand der Technik,
bei denen jede Sende-/Empfangseinheit nur einen einzigen Signalpfad
verarbeitet. Durch die Anwendung nur eines, gemeinsam genutzten
spannungsgesteuerten Hochfrequenzoszillators ist somit auch nur
die Integration einer einzelnen Oszillatorspule notwendig. Damit
entfällt
ein in anderen Lösungen
häufiges
Problem der unerwünschten
Kopplung zwischen zwei oder mehreren Oszillatorspulen oder eine
durch diese Kopplung bewirkte Verstimmung einzelner Oszillatorspulen.
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Neben
einem Kostenvorteil ergeben sich weitere Vorteile in Bezug auf den
Stromverbrauch. Es ist bekannt, dass in einer herkömmlichen
Sende-/Empfangseinheit spannungsgesteuerte Oszillatoren zu etwa
30% zum gesamten Stromverbrauch in solchen Anordnungen beitragen.
Wird, wie im Ausführungsbeispiel
gemäß 2, ein solcher Oszillator gemeinsam für zwei Signalpfade
genutzt, ergibt sich dadurch eine Einsparung im Stromverbrauch von etwa
15%. Darüber
hinaus erniedrigt sich der Aufwand für den Abgleich des einen Oszillators
im Vergleich zu einer Lösung
mit zwei Oszillatoren.
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Ein
weiterer Vorteil der Anordnung gemäß 2 besteht
darin, dass ein Antenneneingangssignal (Antennensignal der Antenne 101) über zwei
unterschiedlich ausgeführte
Hochfrequenzverarbeitungspfade geleitet wird (siehe die weiter oben
beschriebenen Signalpfade a) und b)), wobei im Umschalter 301 entschieden
wird, welches Hochfrequenzsignal zur weiteren Verarbeitung ausgewählt wird.
Dies ermöglicht
es, die genannten zwei Signalpfade auf unterschiedlich Frequenzbänder und
Signalanforderungen auszulegen, wodurch beispielsweise Multibandlösungen ohne
Kompromisse in der Hochfrequenzanpassung ermöglicht werden.
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Weiterhin
kann im Sendebetrieb der Anordnung auch festgelegt werden, ob ein
der Antenne 102 über
den weiter oben beschriebenen Signalpfad c) zugeführtes Sendesignal
(siehe TX-B in 2) über den ebenfalls weiter oben
beschriebenen Signalpfad d) alternativ dazu der Antenne 101 zur
Abstrahlung zugeführt
wird (Umschalter 207), um unter den gegebenen Bedingungen
die jeweils beste Abstrahlcharakteristik der Sende-/Empfangseinheit
zu nutzen.
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Da
darüber
hinaus in der Schaltmatrix 510 auch eine Zusammenführung beziehungsweise
alternative Auswahl der Eingangssignale der Antennen 101 und 102 in
einen Signalpfad möglich
ist, kann hier Antennen Diversity genutzt werden und bei entsprechender
Auslegung der Antennencharakteristika der Antennen 101 und 102 ein
Mindestempfangspegel eingehalten werden. Weiterhin können die
in den Hochfrequenzempfangspfaden RX1-B und RX-2 angewendeten, rauscharmen
Vorverstärker 205 und 210 optional
auch als zu einer integrierten Lösung (zum
Beispiel ASIC) externe Verstärker
ausgeführt werden,
um eine optimale Anpassung an die jeweils zu erwartenden Empfangssignale
(Frequenzbereich, Pegel usw.) zu erreichen. Gleiches gilt für den Leistungsverstärker 208 im
Sendepfad TX-B (siehe 2).
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Im
Vergleich zur Verwendung eines universellen Leistungsverstärkers lassen
sich durch eine zur Anordnung externe Lösung durch entsprechende Auslegung
des Verstärkers
optional Optimierungen hinsichtlich der Leistungsfähigkeit
im entsprechenden Einsatzbereich beziehungsweise für das jeweilige
Frequenzband erzielen.
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Weitere
Vorteile ergeben sich aus der in Funktionsblock 400 (Zwischenfrequenz)
des Ausführungsbeispiels
durchgeführten
Analog-Digital-Wandlung (403, 404) der zwei Empfangssignale.
Daraus ergibt sich eine störungsfreiere
weitere Verarbeitung dieser Signale, da zum Beispiel kein Übersprechen zwischen
den Kanälen
oder keine Schaltverluste auftreten. Weiterhin besteht dadurch die
Möglichkeit
zur Schaffung einer definier ten digitalen Schnittstelle zur externen
Weiterverarbeitung der digitalen Signale.
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Die
Nutzung von Schaltmatrizen zwischen den einzelnen Verarbeitungsstufen
erlaubt darüber hinaus
eine flexible Verschaltung der Signalpfade. Einzelne Empfangssignale
können
beispielsweise aufgesplittet werden, um diese unterschiedlichen
Demodulatoren und/oder unterschiedlichen Datenfiltern zuzuführen. Auf
diese Weise können
die vorhandenen Hardwarekomponenten der Anordnung in flexiblen Kombinationen
für unterschiedliche
Konstellationen verwendet werden. So können zum Beispiel in einem
ruhenden Fahrzeug andere Funktionen (zum Beispiel RKE, Tire Guard,
Long Range Anwendungen) überwacht
werden als im fahrenden Fahrzeug (zum Beispiel Tire Guard und PASE).
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Wesentliche
Vorteile gegenüber
herkömmlichen
Lösungen
ergeben sich auch aus der Implementierung parallel arbeitender Kanalfilter
und Demodulatoren, die die gleichzeitige Überwachung und den gleichzeitigen
Empfang auf einer Vielzahl von Kanälen ermöglichen. Dadurch ergibt sich
eine ständige
Empfangsbereitschaft auf allen Kanälen, wodurch ein Informationsverlust
von zu empfangenden Informationen zuverlässig vermieden wird. Dies ist zum
Beispiel auch vorteilhaft bei der Überwachung eines Multikanal-Tire
Guard Systems, da für
die ständige Überwachung
der Kanäle
kein Polling erfolgen muss und auch die Notwendigkeit einer Kanalwechselsynchronisation
entfällt.
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Insgesamt
sind daher deutlich schnellere Reaktionszeiten auf eingehende Informationen
möglich.
Weiterhin ergibt sich die Möglichkeit
einer simultanen (parallelen) Verarbeitung mehrerer unterschiedlicher
Eingangssignale auf dem gleichen oder auf unterschiedlichen Kanälen und
beispielsweise die Anwendung unterschiedlicher Filterbandbreiten für einen
einzelnen Kanal. Vorteilhaft wirkt sich gegenüber bestehenden Lösungen auch
die Möglichkeit
des gleichzeitigen Empfangs unterschiedlich modulierter Signale,
wie zum Beispiel ASK und FSK Modulation, aus.
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Die
Implementierung einer Vielzahl von parallel arbeitenden Datenfiltern
und Taktrückgewinnungseinheiten
ermöglicht
neben der parallelen Verarbeitung mehrerer Eingangssignale der vorangehenden
Funktionsblöcke
auch die Optimierung der Datenfilter auf das jeweils erwartete beziehungsweise
gesuchte Signal. So beträgt
zum Beispiel die Datenrate eines RKE-Signals typischerweise 2 kBit/Sek. und
die eines Tire Guard Signals typischerweise 9,6 kBit/Sek. Die Implementierung
einer Vielzahl von parallel arbeitenden Wake-up und Framesynchronisationseinheiten
ermöglicht
neben der parallelen Verarbeitung mehrerer Eingangssignale der vorangehenden
Funktionsblöcke
die parallele Suche nach und den parallelen Empfang von unterschiedlichen
Protokollformaten. So besteht zum Beispiel die Empfangsbereitschaft
für Signale
gemäß dem Tire Guard
oder RKE Datenprotokoll auch dann, wenn zum Beispiel gerade der
Empfang eines PASE-Signals durchgeführt wird.
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3 zeigt eine stark vereinfachte „Minimalausführung" des Ausführungsbeispiels
gemäß 2. Die Weiterverarbeitung der digitalisierten
Informationen ist in diesem Ausführungsbeispiel
auf je einen Signalpfad für
die zwei Empfangspfade beschränkt.
Daher umfasst das Ausführungsbeispiel gemäß 3 in den vier Funktionsblöcken 100, 200, 300, 400 und 700 die
gleichen Komponenten und Funktionalitäten wie das Ausführungsbeispiel
gemäß 2. Abweichend zu 2 umfasst
das Ausführungsbeispiel
gemäß 3 in Funktionsblock 500 neben
den beiden Schaltmatrizen 510 und 520 jedoch nur
zwei Kanalfilter 511 und 512 sowie zwei Demodulatoren 521 und 522.
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Ebenfalls
abweichend zum Ausführungsbeispiel
gemäß 3 umfasst 2 in
Funktionsblock 600 wiederum die beiden Schaltmatrizen 610 und 640,
jedoch nur zwei Datenfilter 620 und 621, zwei Rückgewinnungseinheiten 630 und 631 sowie
zwei Protokollerkennungs- und Synchronisationseinheiten 650 und 651.
Die Verschaltung aller dieser Komponenten in den Funktionsblöcken 100, 200, 300, 400, 500, 600 und 700 entspricht derjenigen
der gleichen Komponenten (gleiche Bezugszeichen) gemäß 2.
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Das
Ausführungsbeispiel
gemäß 3 ist ausgelegt für den Empfang von Signalen
in zwei unterschiedlichen Frequenzbändern A und B, die weiter unten
in 5 näher erläutert werden. Bereits diese minimale
Ausführungsform
des Ausführungsbeispiels
gemäß 3 bietet die nachfolgend aufgeführten Möglichkeiten.
- • Simultanes
Antennen Diversity (für
Band B): das Signal von Antenne 1 nutzt den oberen Empfangspfad
(RX1), das Signal von Antenne 2 den unteren Empfangspfad (RX2).
Die Signalverarbeitungsblöcke
in den Funktionsblöcken 400 und 500 für die Zwischenfrequenz
und in Funktionsblock 600 für das Basisband sind identisch
konfiguriert.
- • Gleichzeitiger
Zweikanalempfang in Band A oder Band B: es wird nur einer der beiden
Hochfrequenzpfade (RX1 oder RX2) genutzt, das Signal in den Funktionsblöcken für die Zwischenfrequenz
aber aufgeteilt und mit unterschiedlichen Kanalfiltern verarbeitet.
- • Gleichzeitiger
Empfang von zwei Signalen (im Band A oder Band B): mit unterschiedlicher
Modulation oder Datenrate oder Protokollformat.
- • Dual-Band
Anwendung
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Nachfolgend
wird ein Ausführungsbeispiel dargestellt,
in dem das allgemeine, minimale Ausführungsbeispiel gemäß 3 auf einen typischen Anwendungsfall der
Funkkommunikation bei Komfortfunktionen in Kraftfahrzeugen ausgelegt
ist. Dabei soll das Ausführungsbeispiel
gemäß 3 in Band B FSK modulierte Signale von
Long Range Anwendungen empfangen, wobei für diese Long Range Anwendungen
auch Antennen Diversity unterstützt
werden soll. In Band A sollen Signale von RKE Mul tikanal-Sendern,
Reifendrucksensoren (Tire Guard), und PASE-Funktionen empfangen werden.
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Diese
Signale unterscheiden sich in Bezug auf die verwendeten Kanäle, Signalmodulationen, Datenraten
und Protokollformate. Dabei ist zu beachten, dass sich die beteiligten
Protokoll-Formate
besonders auch hinsichtlich des Aufbaus der einzelnen Frames (Datenpakete),
der Synchronisation und der Datenlänge unterscheiden. Insbesondere
unterschiedliche Vorgehensweisen und Anforderungen bei der Synchronisation
erschweren den Empfang mit nur einem Empfänger erheblich, wenn die Synchronisationseinheit,
wie in herkömmlichen
Lösungen,
vollständig
in Hardware vorliegt.
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4 zeigt
eine Übersicht
der Signale, die von der beispielhaften Ausführungsform einer Empfangseinheit
gemäß 3 parallel verarbeitbar sein sollen. Gemäß 4 weist
das Signal der Long Range Anwendungen das Protokollformat 1 auf
und überträgt die eingehenden
Daten mit einer Datenrate von 1 kbit/sek. Die Modulation des Datensignals
erfolgt über
FSK (Frequency Shift Keying) und es werden die weiter unten in 5b bezeichneten
Frequenzkanäle
N1 und N2 im Frequenzband B verwendet. Gleichzeitig wird für dieses
Signal der Long Range Anwendungen simultanes Antennen Diversity
durchgeführt,
das heißt
die Antennen ANT1 und ANT2, beziehungsweise 101 und 102 gemäß 3 werden parallel verwendet.
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Das
Signal der Multikanal-Sender für
RKE umfasst gemäß 4 das
Protokollformat 2 und überträgt die eingehenden
Daten mit einer Datenrate von 7,8 kbit/sek. Die Modulation des Datensignals
erfolgt über
FSK (Frequency Shift Keying) und es werden die weiter unten in 5a bezeichneten
Frequenzkanäle
M1, M2 und M3 im Frequenzband A verwendet. Der Empfang der Signale
erfolgt über
die Antenne ANT1 (101 gemäß 3).
Das Signal für PASE-Funktionen
umfasst gemäß 4 das
Protokollformat 3 und überträgt die eingehenden
Daten ebenfalls mit einer Datenrate von 7,8 kbit/sek. Die Modulation
des Datensignals erfolgt über
FSK (Frequency Shift Keying) und es werden die weiter unten in 5a bezeichneten
Frequenzkanäle
M1 oder M3 im Frequenzband A verwendet. Der Empfang der Signale
erfolgt über
die Antenne ANT1 (101 gemäß 3).
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Das
Signal für
die Tire Guard Anwendung umfasst gemäß 4 das Protokollformat
4 und überträgt die eingehenden
Daten mit einer Datenrate von 9,6 kbit/sek. Die Modulation des Datensignals
erfolgt über
FSK (Frequency Shift Keying) oder ASK (Amplitude Shift Keying) und
es wird der weiter unten in 5a bezeichnete
Frequenzkanal W1 im Frequenzband A verwendet. Der Empfang der Signale erfolgt über die
Antenne ANT1 (101 gemäß 3). Da aus Gründen der Kompatibilität mit älteren Systemen
auch die Signale von „Standard"-RKE-Sendern verarbeitet
werden sollen, umfasst 4 auch das Protokollformat 5.
Hier werden die eingehenden Daten mit einer Datenrate von 2 kbit/sek. Übertragen. Die
Modulation des Datensignals erfolgt über ASK (Amplitude Shift Keying)
und es wird der weiter unten in 5a bezeichnete
Frequenzkanal W1 im Frequenzband A verwendet. Der Empfang der Signale erfolgt über die
Antenne ANT1 (101 gemäß 3).
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Die
Definition der in 4 in den Bändern A und B bezeichneten
Kanäle
N1, N2, M1, M2, M3 und W1 ist aus 5 zu
ersehen. Dabei umfasst 5a den Frequenzbereich des Bandes
A mit den Kanälen M1,
M2, M3 und W1. Dabei bezeichnen die Kanäle M1 bei 433,59 MHz, M2 bei
433,92 MHz und M3 bei 434,25 MHz die Kanäle eines Multikanal-Senders
beziehungsweise Empfängers,
hier im 433 MHz ISM-Band. Bei den Kanälen M1, M2 und M3 handelt es
sich um so genannte Medium Band Kanäle, also Kanäle mit mittlerer
Bandbreite und die zugehörigen Kanalfilter
(vergleiche 3) sind daher typischerweise
mit einer Bandbreite von etwa 100 kHz auszulegen. Weiterhin umfasst 5a den
Kanal W1 bei 433,92 MHz, also ebenfalls im 433 MHz ISM-Band. Wie
aus 5a zu ersehen, ist der Kanal W1 dabei als so genannter
Wide Band Kanal, also als ein Kanal mit großer Bandbreite ausgelegt, wie
dies für
Reifenüberwachungssysteme
typisch ist. Der zugehörige Kanalfilter
(vergleiche 3) ist daher typischerweise
mit einer Bandbreite von etwa 300 kHz auszulegen.
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Die
Darstellung gemäß 5b umfasst
den Frequenzbereich des Bandes B mit den beiden Kanälen N1 und
N2 für
Long Range Anwendungen. Wie aus 5b zu
ersehen, sind die beiden Kanäle
N1 und N2 dabei als schmalbandige Kanäle mit einer typischen Kanalbandbreite
von 12,5 kHz oder 25 kHz ausgeführt.
Diese beiden Kanäle
liegen dabei bei 868,1 MHz beziehungsweise 868,5 MHz im Bereich des
868 MHz ISM-Bandes. Die zugehörigen
Kanalfilter sind daher entsprechend für dies Bandbreiten auszulegen.
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Die
nachfolgenden 6 und 7 zeigen entsprechend
des Ausführungsbeispiels
gemäß 4 vereinfachte
Darstellungen der Funktionsblöcke 500 für die Zwischenfrequenz
und 600 für
das Basisband, das heißt
die entsprechenden Signalpfade nach der Ananlog-Digital-Wandlung
(vergleiche 2). Dabei wurde das Ausführungsbeispiel
für die beiden
Anwendungsfälle
gemäß 6 und 7 (Band
A beziehungsweise Band B) mit 4 Kanalfiltern, 5 Demodulatoren, 6
Datenfilter- und Rückgewinnungseinheiten
und 7 Protokollsynchronisationseinheiten ausgeführt. 6 zeigt
die Konfiguration dieser Blöcke
für den
Empfang in Band A, 7 zeigt die Konfiguration dieser
Blöcke
für den
Empfang in Band B.
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6 umfasst
4 Schaltmatrizen S2, S3, S4 und S5 sowie 4 Kanalfilter K1, K2, K3
und K4, 5 Demodulatoren MOD1, MOD2, MOD3, MOD4 und MOD5, 6 Datenfilter-
und Rückgewinnungseinheiten D1,
D2, D3, D4, D5 und D6 sowie 7 Protokollsynchronisationseinheiten
P1, P2, P3, P4, P5, P6 und P7. Gemäß 6 wird das
Eingangssignal der Antenne ANT1 über
die Schaltmatrix S2 auf jeweilige Eingänge der vier nachgeschalteten
Kanalfilter K1, K2, K3 und K4 geführt. Dabei ist Kanalfilter
K1 als Bandpassfilter für
das Signal mittlerer Bandbreite M1 (vergleiche 4 und 5), Kanalfilter K2 für das Signal mittlerer Bandbreite
M2, Kanalfilter K3 für
das Signal mitt lerer Bandbreite M3 und Kanalfilter K4 für das Signal
großer
Bandbreite W1 ausgelegt.
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Weiterhin
sind gemäß 6 die
Ausgänge der
4 Kanalfilter mit entsprechenden Eingängen der nachfolgenden Schaltmatrix
S3 verbunden. Über
diese Schaltmatrix S3 ist der Ausgang des Kanalfilters K1 mit dem
Eingang des Demodulators MOD1 verbunden, der Ausgang des Kanalfilters
K2 ist über
die Schaltmatrix S3 mit dem Eingang des Demodulators M2 verbunden,
der Ausgang des Kanalfilters K3 ist über die Schaltmatrix S3 mit
dem Eingang des Demodulators M3 verbunden und der Ausgang des Kanalfilters
K4 ist über
die Schaltmatrix S3 mit dem Eingang des Demodulators M4 und des
Eingangs des Demodulators M5 verbunden. Die vier Demodulatoren MOD1
bis MOD4 sind dabei als FSK (Frequency Shift Keying) Demodulatoren
ausgeführt,
der Demodulator M5 als ASK (Amplitude Shift Keying) Demodulator.
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Weiterhin
sind gemäß 6 die
Ausgänge der
5 Demodulatoren D1 bis D5 mit entsprechenden Eingängen der
nachfolgenden Schaltmatrix S4 verbunden. Über diese Schaltmatrix S4 ist
der Ausgang des Demodulators MOD1 mit dem Eingang der Datenfilter-
und Rückgewinnungseinheit
D1 verbunden, der Ausgang des Demodulators M2 ist über die Schaltmatrix
S4 mit dem Eingang der Datenfilter- und Rückgewinnungseinheit D2 verbunden,
der Ausgang des Demodulators M3 über
die Schaltmatrix S4 mit dem Eingang der Datenfilter- und Rückgewinnungseinheit
D3, der Ausgang des Demodulators M4 ist über die Schaltmatrix S4 mit
dem Eingang der Datenfilter- und Rückgewinnungseinheit D4 verbunden
und der Ausgang des Demodulators M5 über die Schaltmatrix S4 mit
dem Eingang der Datenfilter- und Rückgewinnungseinheit D5 und
dem Eingang der Datenfilter- und Rückgewinnungseinheit D6.
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Die
Datenfilter- und Rückgewinnungseinheiten
D1 bis D3 sind dabei zur Verarbeitung von Signalen mit einer Datenrate
von 7,8 kHz (Multikanal-RKE, PASE) ausgelegt, die Datenfilter- und Rückgewinnungseinheiten
D4 und D5 sind zur Verarbeitung von Signalen mit einer Datenrate
von 9,6 kHz (Tire Guard mit FSK oder ASK Modulation) ausgelegt und
die Datenfilter- und Rückgewinnungseinheit
D6 zur Verarbeitung von Signalen mit einer Datenrate von 2 kHz (Standard
RKE). Weiterhin sind gemäß 6 die Ausgänge der
6 Datenfilter- und Rückgewinnungseinheiten
D1 bis D6 mit entsprechenden Eingängen der nachfolgenden Schaltmatrix
S5 verbunden.
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Über diese
Schaltmatrix S5 ist der Ausgang der Datenfilter- und Rückgewinnungseinheit D1 mit dem
Eingang der Protokollsynchronisationseinheit P1 und dem Eingang
der Protokollsynchronisationseinheit P2 verbunden, der Ausgang der
Datenfilter- und Rückgewinnungseinheit
D2 ist über
die Schaltmatrix S5 mit dem Eingang der Protokollsynchronisationseinheit
P3 verbunden, der Ausgang der Datenfilter- und Rückgewinnungseinheit D3 über die
Schaltmatrix S5 mit dem Eingang der der Protokollsynchronisationseinheit
P4, der Ausgang der Datenfilter- und Rückgewinnungseinheit D4 über die
Schaltmatrix S5 mit dem Eingang der der Protokollsynchronisationseinheit
P5, der Ausgang der Datenfilter- und Rückgewinnungseinheit D5 über die
Schaltmatrix S5 mit dem Eingang der der Protokollsynchronisationseinheit
P6 und der Ausgang der Datenfilter- und Rückgewinnungseinheit D5 über die
Schaltmatrix S5 mit dem Eingang der Protokollsynchronisationseinheit
P7.
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Dabei
ist die Protokollsynchronisationseinheit P1 zur Verarbeitung von
Datensignalen gemäß Datenprotokoll
3 (PASE) konfiguriert, die Protokollsynchronisationseinheiten P2,
P3 und P4 zur Verarbeitung von Datensignalen gemäß Datenprotokoll 2 (Multikanal-RKE),
die Protokollsynchronisationseinheiten P5 und P6 zur Verarbeitung
von Datensignalen gemäß Datenprotokoll
4 (Tire Guard) und die Protokollsynchronisationseinheit P7 zur Verarbeitung von
Datensignalen gemäß Datenprotokoll
5 (Standard RKE).
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Dementsprechend
wird das Eingangssignal der Antenne ANT1 gemäß 6 auf die
vier Kanalfilter K1 bis K4 aufgeteilt. Die dargestellten Kanalfilter sind
an die benötigten
Bandbreiten (M1, M2, M3 sowie W1) für die Dienste RKE Multikanal, PASE,
Tire Guard und RKE Standard angepasst. Die Verarbeitung dieser Signale
erfolgt parallel. Die Aufteilung und Zuweisung der Signale zu nachgeschalteten Verarbeitungseinheiten
erfolgt ebenfalls parallel auf die oben beschriebene Weise mittels
der dargestellten Umschaltmatrizen. Nach der erfolgten Filterung werden
die Informationen mittels FSK und ASK Demodulatoren weiterverarbeitet,
wobei je nach Anwendungsfall andere Arten der Demodulation möglich sind.
die Demodulation erfolgt wiederum parallel.
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Durch
die nachfolgende Umschaltmatrix S4 werden die Signale an die entsprechenden
Daten- und Takt-Wiedergewinnungseinheiten weitergeleitet. Die so
erhaltenen Daten- und Taktinformationen werden wiederum mittels
einer Umschaltmatrix (S5) an die Erkennungseinheiten für Aufwachsequenzen
sowie der Framesynchronisation geleitet, wobei die jeweiligen den
Datensignalen zugrunde liegenden Protokolle berücksichtigt werden. Auch diese
Verarbeitung erfolgt wiederum parallel. Danach stehen alle Datensignale
der einzelnen Dienste parallel zur Verfügung, wobei sowohl Multikanal-Anwendungen,
als auch verschiedene Kanalbandbreiten, Modulationen, Datenraten
und Protokollformate auf die beschrieben Weise berücksichtigt
werden.
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Es
ergeben sich somit 7 parallele Empfangspfade für die unterschiedlichen Anwendungen
und Kanäle.
Jeder einzelne der 7 Empfangspfade steht ständig zur Verfügung. Die
dargestellte Empfangseinheit zeigt daher ein Verhalten wie 7 separate
Empfänger,
optimiert die für
die jeweiligen Signale entsprechend ausgelegt und optimiert sind.
Für die
Realisierung werden jedoch weit weniger Funktionsblöcke benötigt als
im Fall diskreter Empfänger.
Dies gilt insbesondere für
die Kanalfilterung, deren Signalverarbeitung am aufwendigsten ist
hinsichtlich der Kosten der Realisierung und dem Stromverbrauch.
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Für den Empfang
von Datensignalen im Band B (vergleiche 4 und 5) werden die der 6 entsprechenden
Funktionsblöcke
entsprechend 7 (um-)konfiguriert. Gemäß 7 wird das
Eingangssignal der Antenne ANT1 über
die Schaltmatrix S2 auf die jeweiligen Eingänge der Kanalfilter K1 und
K2 geführt.
Das Eingangssignal der ANT2 wird über die Schaltmatrix S2 auf
die jeweiligen Eingänge
der Kanalfilter K3 und K4 geführt.
Dabei sind die Kanalfilter K1 und K3 jeweils als schmalbandige Bandpassfilter
für den
Kanal N1 des Long Range Signals konfiguriert, die Kanalfilter K2
und K4 jeweils als schmalbandige Bandpassfilter für den Kanal N2
des Long Range Signals.
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Gemäß 7 sind
die Ausgänge
der 4 Kanalfilter K1 bis K4 mit entsprechenden Eingängen der nachfolgenden
Schaltmatrix S3 verbunden. Über
diese Schaltmatrix S3 ist der Ausgang des Kanalfilters K1 mit dem
Eingang des Demodulators MOD1 verbunden, der Ausgang des Kanalfilters
K2 ist über
die Schaltmatrix S3 mit dem Eingang des Demodulators MOD2 verbunden,
der Ausgang des Kanalfilters K3 mit dem Eingang des Demodulators
MOD3 und der Ausgang des Kanalfilters K4 mit dem Eingang des Demodulators
MOD4. Der zuvor gemäß 6 als Demodulator
für die
ASK modulierten Empfangssignale verwendete Demodulator M5 findet
in der Konfiguration für
die Long Range Anwendungen keine Verwendung. Die vier Demodulatoren
MOD1 bis MOD4 sind dabei wiederum als FSK (Frequency Shift Keying)
Demodulatoren ausgeführt.
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Weiterhin
sind gemäß 7 die
Ausgänge der
4 Demodulatoren D1 bis D4 mit entsprechenden Eingängen der
nachfolgenden Schaltmatrix S4 verbunden. Über diese Schaltmatrix S4 ist
der Ausgang des Demodulators MOD1 mit dem Eingang der Datenfilter-
und Rückgewinnungseinheit
D1 verbunden, der Ausgang des Demodulators MOD2 mit dem Eingang
der Datenfilter- und Rückgewinnungseinheit D2,
der Ausgang des Demodulators MOD3 mit dem Eingang der Datenfilter-
und Rückgewinnungseinheit D3
und der Ausgang des Demodulators MOD4 mit dem Eingang der Datenfilter-
und Rückgewinnungseinheit
D4. Die Datenfilter- und Rückgewinnungseinheiten
D1 bis D4 verarbeiten dabei jeweils Signale mit einer Datenrate
von 1 kHz (gleiches Empfangssignal von Long Range Anwendungen über beide
Antennen ANT1 und ANT2, das heißt
simultanes Antennen Diversity). Die Datenfilter- und Rückgewinnungseinheiten
D5 und D6 finden in der Konfiguration für Band B, Long Range Services,
keine Verwendung.
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Weiterhin
sind gemäß 7 die
Ausgänge der
4 Datenfilter- und
Rückgewinnungseinheiten
D1 bis D4 mit entsprechenden Eingängen der nachfolgenden Schaltmatrix
S5 verbunden. Über
diese Schaltmatrix S5 ist der Ausgang der Datenfilter- und Rückgewinnungseinheit
D1 mit dem Eingang der Protokollsynchronisationseinheit P2 verbunden,
der Ausgang der Datenfilter- und Rückgewinnungseinheit D2 ist über die
Schaltmatrix S5 mit dem Eingang der Protokollsynchronisationseinheit
P3 verbunden, der Ausgang der Datenfilter- und Rückgewinnungseinheit D3 über die
Schaltmatrix S5 mit dem Eingang der Protokollsynchronisationseinheit
P4 und der Ausgang der Datenfilter- und Rückgewinnungseinheit D4 über die
Schaltmatrix S5 mit dem Eingang der Protokollsynchronisationseinheit
P5. Die Protokollsynchronisationseinheiten P1, P6 und P7 finden
in der Konfiguration für
das Band B, Long Range Services, keine Verwendung. Alle der vier
Protokollsynchronisationseinheiten P2, P3, P4 und P5 sind zur Verarbeitung des
Datenprotokolls 1 für
Long Range Services konfiguriert.
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Dementsprechend
speisen die beiden Antennen ANT1 und ANT2 jeweils zwei Kanalfilter,
die auf die beiden Kanäle
N1 und N2 eingestellt (konfiguriert) sind. Die nachfolgenden Verarbeitungsblöcke sind
in Hinsicht auf Modulation, Datenrate und Protokoll identisch konfiguriert.
Mit den gleichen Verarbeitungsblöcken
wie im Ausführungsbeispiel
gemäß 6 wird
nun im umkonfigurierten Ausführungsbeispiel
gemäß 7 Antennen
Diversity für
ein zweikanaliges Datensignal ausgeführt, wobei die Ausführungsform
für jede
der Antennen und jeden Kanal stets empfangsbereit ist (Parallelverarbeitung).
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Wie
weiter oben beschrieben, sind die in den Funktionsblöcken für die Zwischenfrequenz
eingesetzten Kanalfilter von einer speziellen Ausführungsform,
die eine einfache und schnelle Anpassung beziehungsweise Konfiguration
auf die Eigenschaften zum Beispiel die Bandbreite, des jeweils bearbeiteten
Signalpfades ermöglichen.
Zu diesem Zweck sind die Kanalfilter als digitale, komplexe Kanalfilter gemäß 8 ausgeführt. 8 umfasst
beispielhaft 3 komplexe Kanalfilter 511, 512 und 513,
die der Schaltmatrix 510 nachgeschaltet sind (vergleiche 2). Jedes der drei komplexen, digitalen
Kanalfilter 511, 512 und 513 umfasst
gemäß 8 jeweils einen
komplexen numerischen Oszillator 5111, 5121 und 5131 (NCO – Numerical
Controlled Oscillator).
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Weiterhin
umfasst jedes der drei Kanalfilter jeweils einen Multiplikator 5112, 5122 beziehungsweise 5132,
jeweils ein Tiefpassfilter 5113, 5123 beziehungsweise 5133 und
jeweils eine Anordnung zur Dezimation (Unterabtastung) 5114, 5124 beziehungsweise 5134.
Gemäß 8 wird
dabei ein abgetastetes Zwischenfrequenzsignal über die Schaltmatrix 510 an
einen Multiplikator 5112, 5122 beziehungsweise 5132 geleitet
und dort mit den komplexen Signalen eines komplexen numerischen
Oszillators 5111, 5121 beziehungsweise 5131 gemischt. Das
so entstehende komplexe Signal wird jeweils an einen Tiefpassfilter 5113, 5123 beziehungsweise 5133 weitergeleitet
und das entsprechend gefilterte Signal wird jeweils einer Anordnung
zur Dezimation (Unterabtastung) 5114, 5124 beziehungsweise 5134 zur
Verfügung
gestellt.
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Auf
diese Weise wird ein Zwischenfrequenzsignal in das Basisband gemischt,
das gemäß 2 den nachfolgenden Verarbeitungseinheiten
zur Verfügung
gestellt wird. Dabei werden die komplexen numerischen Oszillatoren 5111, 5121 beziehungsweise 5131 je
nach den anliegenden Signalen so eingestellt beziehungsweise konfiguriert,
dass der gewünschte
Kanal in das Basisband verschoben wird. Im Basisband wird das entstehende
Signal nachfolgend durch ein jeweiliges Tiefpassfilter 5113, 5123 beziehungsweise 5133,
das entsprechend der Kanalbandbreite des bearbeiteten Kanals eingestellt
wird, gefiltert. An diese Filterung anschließend wird in 5114, 5124 beziehungsweise 5134 eine
Dezimation, also eine Unterabtastung ausgeführt, wodurch die Taktrate der
nachfolgenden Signalverarbeitung entsprechend verringert wird.
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Mit
der Ausführungsform
der digitalen Kanalfilter 511, 512 und 513 gemäß 8 kann
zum Beispiel eine parallele Signalverarbeitung (Multikanal-Empfang,
Verarbeitung unterschiedlicher Bandbreiten für verschiedene Standard- und
Long Range Anwendungen, parallele Verarbeitung von mehreren Antennensignalen)
gemäß dem Ausführungsbeispiel in 2 durchgeführt werden (die digitalen Kanalfilter
gemäß 2 weisen zur Bezugnahme die gleichen Bezugszeichen
auf, wie die in 8 verwendeten).