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DE102007013871A1 - Aufgerauter Schussdraht - Google Patents

Aufgerauter Schussdraht Download PDF

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DE102007013871A1
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Frank Esser
Peter Pauly
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GKD Gebr Kufferath AG
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Abstract

Bei einem Gewebe mit einem Schussdraht aus Metall weist der Schussdraht eine aufgeraute Oberflächenstruktur auf. Vorzugsweise sind die Maschinen zwischen dem Schussdraht und Kettfäden mit einem Kunststoffmaterial ausgefüllt.

Description

  • Erfindung betrifft ein Gewebe mit einem Schussdraht aus Metall, eine Maschine insbesondere zur Herstellung einer Wellpappbahn mit einer Anpresseinrichtung, die ein umlaufendes Band aufweist und ein Verfahren zum Herstellen eines Gewebes.
  • Gewebe mit einem Schussdraht aus Metall sind weit verbreitet und dienen zur Herstellung von Förderbändern, Filtern, Verkleidungen etc..
  • Es hat sich herausgestellt, dass während der Herstellung und insbesondere auch beim Einsatz derartiger Gewebe die relative Position von Schussdraht und Kettfäden sich verschieben kann. Insbesondere bei einem bewegten Gewebe wie beispielsweise einem Förderband können die Kettfäden auf dem Schussdraht verschoben werden, wodurch eine anfänglich gleichmäßige Gewebedichte aufgehoben wird und Gewebebereiche mit einer höheren Gewebedichte entstehen.
  • Zur Behebung dieses Problems wurde in der Offenlegungsschrift DE 197 51 162 vorgeschlagen, dass bei einem Gewebe die Schussdrähte Kerben aufweisen, in denen jeweils ein Kettfaden angeordnet ist. Derartige Kerben in den Schussdrähten beeinträchtigen die Festigkeit der Schussdrähte deutlich und führen dazu, dass Schussdrähte mit einem größeren Durchmesser verwendet werden müssen. Außerdem haben die Kerben den Nachteil, dass beim Herstellen des Gewebes darauf geachtet werden muss, dass die Kettfäden auch ordnungsgemäß in den Kerben liegen. Sofern teilweise Kettfäden neben den Kerben zum Liegen kommen, entsteht eine un gleichmäßige Gewebestruktur und das Problem des Verrutschens von Kettfäden auf dem Schussdraht wird noch verstärkt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gewebe mit einem Schussdraht aus Metall weiterzubilden.
  • Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass bei einem gattungsgemäßen Gewebe der Schussdraht eine aufgeraute Oberflächenstruktur aufweist.
  • Erfreulicherweise hat sich herausgestellt, dass bereits eine aufgeraute Oberflächenstruktur ausreicht, um ein Verrutschen der Kettfäden relativ zum Schussdraht einzuschränken. Je nach Materialwahl kerbt sich bei der Herstellung des Gewebes und bei der Verwendung des Gewebes der Kettfaden in die aufgeraute Oberfläche des Schussdrahtes oder die aufgeraute Oberfläche des Schussdrahtes kerbt sich in den Kettfaden. Es müssen somit nicht bei der Herstellung des Gewebes spezielle Positionen auf dem Schussdraht eingekerbt werden, um dort Kettfäden zu positionieren, sondern bereits die Erhöhung der Oberflächenrauigkeit reicht aus, um eine bessere Verbindung zwischen Kett- und Schussfäden zu erzielen.
  • Insbesondere bei unter Spannung stehenden bewegten Bändern wie bei Förderbändern und insbesondere Anpressbändern bewirken die zwischen Kett- und Schussfäden auftretenden Kräfte eine bessere Verzahnung zwischen Kett- und Schussfäden um eine stabilere Gewebestruktur zu erhalten.
  • Es gibt unterschiedliche Arten, um dem Schussdraht eine aufgeraute Oberflächenstruktur zu vermitteln. Eine bevorzugte Art der Aufrauung besteht darin, dass ein Schussdraht mit einer spiralförmigen Oberflächenstruktur hergestellt wird. Die spiralförmige Oberflächenstruktur sorgt dafür, dass unabhängig von der Positionierung des Schussdrahtes gewährleistet ist, dass ein aufgerauter Bereich des Schussdrahtes mit einem Kettfaden in Berührung kommt. Die Steigung der spiralförmigen Oberflächenstruktur kann je nach Abstand der Kettfäden relativ zueinander vergrößert oder verkleinert werden.
  • Als besonders vorteilhaft hat sich herausgestellt, wenn der Schussdraht mindestens eine spiralförmige Erhebung aufweist. Eine derartige Erhebung ist anfälliger gegen Kerbwirkungen der Kettfäden als die übrige Oberfläche des Schussdrahtes und dadurch entsteht insbesondere bei Kettfäden aus Metall eine Verzahnung zwischen der spiralförmigen Erhebung und der Oberfläche der Kettfäden. Bei weicheren Kettfäden wie beispielsweise bei Kunststoffkettfäden kerbt sich die spiralförmige Erhebung in den Kettfaden ein und hält dadurch den Kettfaden in Position.
  • Vor allem bei der Herstellung von Wellpappen hat sich gezeigt, dass bei der Anpresseinrichtung verwendete Gewebebahnen manchmal Beulen aufweisen. Diese Beulen resultieren aus an die Anpressbahn gedrückten Leimklumpen, die von Leimdurchschlägen am Rand der Wellpappbahn herrühren. Hierdurch entsteht ein unglattes Gewebeband, das in manchen Bereichen zu einem erhöhten Druck und in anderen Bereichen zu einem verringerten Druck und damit zu einer schlechteren Verklebung führt. Gerade bei der Herstellung von kaschierten Wellpappebahnen ist die Wärmeleitung durch das Anpressband und eine gleichmäßige Anpressung zur Erzeugung einer glatten Oberfläche auf der Wellpappbahn jrdoch von besonderer Bedeutung.
  • Der Erfindung liegt daher die weitere Aufgabe zugrunde, ein Gewebe mit einem Schussdraht aus Metall so weiter zu entwickeln, dass auch bei der Verwendung als Gewebeband einer Anpresseinrichtung Gewebeunebenheiten infolge von Leimverschmutzungen verhindert werden.
  • Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Gewebe dadurch gelöst, dass Maschen zwischen dem Schussdraht und Kettfäden mit einem Kunststoffmaterial ausgefüllt sind.
  • Bei einem derartigen Gewebe ist es vorteilhaft, wenn der Schussdraht eine aufgeraute Oberflächenstruktur aufweist. Dies ist jedoch zur Lösung der der Weiterbildung der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe nicht notwendig.
  • Die Ausfüllung der Maschen zwischen dem Schussdraht und den Kettfäden führt zunächst zu dem Nachteil, dass die Wärmeleitung beeinträchtigt werden könnte und Leimpartikel oder Luft nicht mehr durch das Gewebe hindurchtreten können. Es hat sich jedoch als vorteilhaft herausgestellt, dass in der Praxis mit derartigen Geweben, bei denen die Maschen zwischen dem Schussdraht und den Kettfaden mit einem Kunststoffmateri al ausgefüllt sind, besonders gute Ergebnisse beim Anpressen einer Kaschierbahn gegen eine mit einer Welle versehenen Papierbahn erzielt wurden.
  • Während im Stand der Technik beispielsweise in der Offenlegungsschrift DE197 51 162 hervorgehoben wird, dass bei derartigen Anpresseinrichtungen das Anpressband ein dampfdurchlässiges Gewebe sein muss, hat sich erfreulicherweise herausgestellt, dass auch nach dem Verschließen der Maschen mit einem Kunststoffmaterial sehr gute Ergebnisse mit einem derartigen Gewebeband im Bereich der Anpresseinrichtung erzielt wurden und zusätzlich das Problem mit Leimverschmutzungen und den damit einhergehenden Gewebeunebenheiten gelöst werden konnte.
  • Als besonders vorteilhaft hat sich herausgestellt, wenn das Kunststoffmaterial ein 2-Komponenten-Kleber ist. Derartige 2-Komponenten-Kleber sind leicht in die Maschen einzubringen und verbinden sich sicher mit Kett- und Schussfäden, um auch bei dynamischem Betrieb der Gewebe beispielsweise in Anpresseinrichtungen die Maschen langfristig sicher auszufüllen.
  • Um die Struktureigenschaften des Gewebes im wesentlichen zu erhalten, wird vorgeschlagen, dass das Kunststoffmaterial flexibler als der Schussdraht ist. Das Füllmaterial kann damit bei Bewegungen zwischen Kett- und Schussfäden nachgebend, vorzugsweise elastisch wirken, ohne dass sich das Kunststoffmaterial aus dem Verband von Kett- und Schussfäden löst.
  • Versuche haben gezeigt, dass sich insbesondere im Hinblick auf die Leimproblematik ein Kunststoffmaterial besonders eignet, das ein Silikonmaterial ist. Hierbei kann entweder reines Silikon oder eine Silikonverbindung sowie eine Mischung aus verschiedenen Materialien, die auch ein Silikonmaterial aufweisen, verwendet werden.
  • Je nach Einsatzzweck kann es auch vorteilhaft sein, wenn das Kunststoffmaterial ein Polyurethanmaterial ist. Das Kunststoffmaterial kann jedoch auch Silikon- und Polyurethananteile enthalten.
  • Insbesondere im Hinblick auf die Verwendung des Gewebes als Anpressband ist die Ausbildung der Oberfläche des Gewebes von besonderem Interesse. Es wird daher vorgeschlagen, dass eine Oberfläche des Gewebes Metall- und Kunststoffmaterialflächen aufweist. Die Metallmaterialflächen dienen dabei der Funktion der Wärmeableitung, während die Kunststoffmaterialflächen die Maschen ausfüllen und ein Anhaften von Leimpartikeln am Gewebe verhindern.
  • Als vorteilhaft hat sich herausgestellt, wenn die Oberfläche des Gewebes auf mindestens 30% der Fläche Metall aufweist. Dadurch wird eine gute Wärmeableitung erzielt.
  • Andererseits ist es vorteilhaft, wenn die Oberfläche des Gewebes auf mindestens 30% der Fläche Kunststoff aufweist. Dieser Kunststoffflächenanteil verschließt den Maschenbereich und wirkt einem Anhaften von Leimpartikeln entgegen.
  • Als Gewebe können unterschiedlichste Gewebearten verwendet werden. Insbesondere im Hinblick auf die Herstellung von Wellpappbahnen haben sich jedoch Gewebe als besonders vorteilhaft herausgestellt, bei denen die Kettfaden jeweils in Paaren von drei Kettfäden vorgesehen sind, wobei der Abstand zweier benachbarter Paare von Kettfaden kleiner ist als die Breite jedes Paares von Kettfäden.
  • Eine besondere Ausführungsform eines Gewebes sieht vor, dass für das Verhältnis des Abstandes zweier benachbarter Paare von Kettfäden zum Durchmesser der einzelnen Kettfäden gilt 1,2d ≥ b ≥ 0,3d.
  • Weiterhin ist bevorzugt vorgesehen, dass der Durchmesser der Schussfäden größer ist als der Durchmesser der Kettfäden.
  • In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel bestehen die Kettfäden aus miteinander verseilten Litzen.
  • Vorteilhaft ist es, wenn die beiden äußeren Kettfäden jedes Paares von Kettfäden gleichlaufend über die Schussfäden geführt sind und wenn der mittlere Kettfaden jedes Paares von Kettfaden jeweils entgegengesetzt zu den beiden äußeren Kettfaden geführt ist.
  • Insbesondere hierbei ist vorgesehen, dass die Kettfäden jedes einzelnen Paares von Kettfäden jeweils entgegen gesetzt zu den beiden benachbarten Paaren von Kettfäden über den jeweils selben Schussfaden geführt sind.
  • Die Erfindung betrifft auch eine Maschine, insbesondere zur Herstellung einer Wellpappbahn mit einer Anpresseinrichtung, die ein umlaufendes Band aufweist, wobei das umlaufende Band ein Gewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche aufweist. Eine derartige Maschine ist insbesondere zur Herstellung einer einseitig kaschierten Wellpappebahn sehr gut geeignet.
  • Es hat sich gezeigt, dass ein erfindungsgemäßes Gewebe besonders vorteilhaft mit einem Verfahren hergestellt werden kann, bei dem beim Richten des Schussdrahtes durch Verstellen der Richtflügel eine unglatte Oberflächenstruktur erzielt wird. Durch eine geeignete Flügelverstellung kann insbesondere auch eine spiralförmige Erhebung auf dem Schussdraht erzeugt werden, die besonders gut dazu geeignet ist, einem Verschieben von Kettfäden auf dem Schussdraht entgegen zu wirken.
  • Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung. Es zeigt:
  • 1 eine Draufsicht auf einen Teilausschnitt aus einem Anpressband mit auf der rechten Seite ausgefüllten Maschen,
  • 2 einen Querschnitt durch das Anpressband gemäß der Schnittlinie II-II in 1,
  • 3 einen Längsschnitt durch das Anpressband gemäß der Schnittlinie III-III in 1,
  • 4 einen Querschnitt durch einen Kettfaden,
  • 5 eine stark vergrößerte Teilschnittdarstellung aus der in 6 gezeigten Einzelheit V und
  • 6 eine Maschine zur Herstellung einer einseitig kaschierten Wellpappebahn in einer vertikalen Darstellung.
  • Das in Form eines Anpressbandes ausgebildete Gewebe 1 ist als feinmaschiges, zugfestes Siebband ausgebildet. Es besteht aus in Längsrichtung 2 verlaufenden Kettfäden 3 und quer hierzu verlaufenden Schussfäden 4. Die Kettfäden 3 sind jeweils in Paaren von drei Kettfaden 3a, 3b, 3c vorgesehen, wobei diese Paare von Kettfaden 3a, 3b, 3c eine Breite a haben, die größer ist als der Abstand b benachbarter Paare von Kettfäden. Die beiden äußeren Kettfäden 3a, 3c jedes Paares von Kettfäden verlaufen gleichsinnig, d. h. sie sind jeweils über die gleiche Seite eines Schussfadens 4 geführt, während der mittlere Kettfaden 3b jeweils entgegengesetzt geführt ist, wie insbesondere den 1 bis 3 entnehmbar ist. Dadurch dass die drei Kettfäden 3a, 3b, 3c in dieser Weise vorgesehen und geführt sind, wird eine symmetrische Einspannung des jeweiligen Schussfadens 4 erreicht.
  • Dieser Verlauf der Kettfäden 3a bis 3c wechselt von einem zum anderen benachbarten Paar von Kettfäden 3a bis 3c ab, wie insbesondere den 1 und 2 entnehmbar ist. Dies heißt, dass dann, wenn – bezogen auf die Draufsicht in 1 – der mittlere Kettfaden 3b – in 1 – über einen Schussfaden 4 verläuft, der mittlere Kettfaden 3b des benachbarten Paares von Kettfäden – wiederum bezogen auf die Draufsicht in 1 – unterhalb des Schussfadens 4 durchgeführt ist. Entsprechendes gilt umgekehrt für die beiden äußeren gleich verlaufenden Kettfäden 3a und 3c jedes Paares von Kettfäden.
  • Wie 4 entnehmbar ist, besteht jeder Kettfaden 3a bis 3c aus sechs Litzen 5, die miteinander verseilt, also verdrillt sind, was in den 3 und 4 zeichnerisch angedeutet ist. Der Durchmesser c jeder Litze 5 liegt im Bereich von 0,2 mm. Der Durchmesser c der Litzen 5 kann zur Verschleißminderung gegebenenfalls auch kleiner als 0,2 mm, nämlich im Bereich von 0,15 bis 0,2 mm liegen. Daraus ergibt sich, dass der Durchmesser d jedes Kettfadens 3a bis 3c im Bereich von 0,6 mm liegt. Die Litzen 5 bestehen jeweils aus Stahldraht. Aufgrund der Verseilung sind die einzelnen Kettfäden 3a bis 3c einerseits sehr zugfest und andererseits sehr biegsam. Für das Verhältnis des Abstandes b der Paare von Kettfäden 3a bis 3c zum Durchmesser d der einzelnen Kettfäden 3a, 3b, 3c gilt: 1,2 d ≥ a ≥ 0,3b.
  • Die Schussfäden 4 sind als Schussdraht ausgebildet und weisen eine aufgeraute Oberflächenstruktur auf, die im vorliegenden Fall beim Richten des Schussdrahtes durch ein Verstellen der Richtflügel erzeugt wurde. Diese aufgeraute Oberflächenstruktur wird im Ausführungsbeispiel durch eine spiralförmige Erhebung auf dem Schussdraht erzeugt und diese spiralförmige Erhebung ist durch ihre Formgebung derart ausgestaltet, dass die Lit zen 5 der Kettfäden 3 sich in die Erhebungen eingraben und dort unter Bildung leichter Kerben in der Litze 5 ein Verrutschen der Kettfaden 30a bis 30c in Richtung der Schussfäden 4 verhindern. Die spiralförmige Erhebung ist in den 1 und 2 mit dem Bezugszeichen 6 angedeutet. Die freien Enden 7 der Schussfäden 4 sind kugelkalottenförmig ausgebildet, d. h. abgerundet, um die Gefahr einer Verletzung auszuschließen.
  • Die Schussfäden 4 bestehen aus stabartigen Drähten, deren Durchmesser e im Bereich von 1,0 mm liegt. Der Abstand f benachbarter Schussfäden 4 liegt im Bereich von 1,0 bis 1,5 mm und bevorzugt im Bereich von 1,1 bis 1,2 mm.
  • Das in 5 gezeigte Anpressband 1 wird aus einem endlichen Metall-Gewebe-Band hergestellt, dessen Enden im Bereich eines Schussfadens 4 auf übliche Weise nach dem Stand der Technik, beispielsweise durch eine Lötverbindung oder eine Schweißösen-Steckverbindung, miteinander verbunden werden.
  • Das Anpressband 1 hat, wie im rechten Teil der 1 gezeigt, ein Kunststoffmaterial 8 in den Maschen zwischen dem Schussdraht 4 und den Kettfaden 3. Dieses Kunststoffmaterial 8 legt sich in die Vertiefungen und füllt diese Vertiefungen mit einem silikonhaltigen 2-Komponenten-Klebermaterial aus. Dadurch entstehen Oberflächenbereiche des Gewebes, in denen das Metall des Gewebematerials zum Vorschein kommt und andere Oberflächenbereiche, in denen das Metall des Gewebes durch Kunststoffmaterial 8 überdeckt ist. Dieses Kunststoffmaterial füllt bestimmte Bereiche des Gewebes aus und verhindert ein Anhaften von Klebermaterial am Gewebe.
  • Eine Maschine mit einem Gewebe gemäß den 1 bis 5 ist in 6 dargestellt. In einem Maschinengestell 10 sind eine untere Riffelwalze 11 und eine obere Riffelwalze 12 mittels Wellen 13, 14 drehbar gelagert. Sie weisen zueinander parallele Achsen 15, 16 auf. An ihren Zylinderoberflächen sind sie mit sich parallel zu den Achsen 15, 16 erstreckenden Riffelungen 17, 18 versehen, die im Berührungsbereich der beiden Riffelwalzen 11 und 12 miteinander kämmen. Eine der Riffelwalzen 11, 12 ist in der Drehrichtung 20 angetrieben, während die andere Riffelwalze in Drehrichtung 21 von der anderen Riffelwalze 12 mitgenommen wird. Im Maschinengestell 10 ist eine Leimauftragseinrichtung 22 angeordnet, die eine Leimauftragswalze 23 aufweist, die gegen die Riffelung 18 der oberen Riffelwalze 12 zustellbar ist. Die Auftragswalze 23 ist um eine Achse 24 drehbar.
  • Im oberen Bereich der oberen Riffelwalze 12 ist eine Anpresseinrichtung 25 vorgesehen, die eine Umlenkwalze 26, eine Spannwalze 27 und ein Anpressband 28 aufweist.
  • Wie der 6 entnehmbar ist, liegt das Anpressband 28 über einen Umschlingungswinkel g von etwa 90 Grad gegen die Riffelung 18 der oberen Riffelwalze 12 an und läuft drehrichtungsgleich mit dieser entsprechend dem Richtungspfeil 29 um.
  • Da die obere Riffelwalze 12 in üblicher Weise beispielsweise auf ca. 170 Grad Celsius geheizt wird, verdampft das Wasser, das sich im Leim 32 an den Spitzen 30 der Wellung 31 befindet. Dieses Wasser entweicht mindestens zum Teil durch die Kaschierbahn 33. Ein Entweichen von Dampf durch das siebartige, gewebte Anpressband 1, wie mit den Strömungspfeilen 34 in 5 gezeigt, ist durch das Kunststoffmaterial in den Maschen zwischen Schussdraht und Kettfäden zumindest stark eingeschränkt. Es hat sich aber erfreulicherweise herausgestellt, dass dies auf die Produktionsergebnisse keinen negativen Einfluss hat.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19751162 A [0004, 0016]

Claims (19)

  1. Gewebe mit einem Schussdraht aus Metall, dadurch gekennzeichnet, dass der Schussdraht eine aufgeraute Oberflächenstruktur aufweist.
  2. Gewebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schussdraht eine spiralförmige Oberflächenstruktur aufweist.
  3. Gewebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schussdraht mindestens eine spiralförmige Erhebung aufweist.
  4. Gewebe insbesondere nach einer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Maschen zwischen dem Schussdraht und Kettfäden mit einem Kunststoffmaterial ausgefüllt sind.
  5. Gewebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffmaterial ein Zweikomponentenkleber ist.
  6. Gewebe nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffmaterial flexibler als der Schussdraht ist.
  7. Gewebe nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffmaterial ein Silikonmaterial ist.
  8. Gewebe nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffmaterial ein Polyurethan-Material ist.
  9. Gewebe nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberfläche des Gewebes Metall- und Kunststoffmaterialflächen aufweist.
  10. Gewebe nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberfläche des Gewebes auf mindestens 30 Prozent der Fläche Metall aufweist.
  11. Gewebe nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberfläche des Gewebes auf mindestens 30 Prozent der Fläche Kunststoff aufweist.
  12. Gewebe nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfäden jeweils in Paaren von 3 Kettfaden vorgesehen sind, wobei der Abstand (b) zweier benachbarter Paare von Kettfäden kleiner ist als die Breite (a) jedes Paares von Kettfaden.
  13. Gewebe nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass für das Verhältnis des Abstandes (b) zweier benachbarter Paare von Kettfäden zum Durchmesser (d) der einzelnen Kettfäden gilt 1,2d >= b >= 0,3d.
  14. Gewebe nach einem der Ansprüche 4 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser (c) der Schussfäden größer ist als der Durchmesser (d) der Kettfäden.
  15. Gewebe nach einem der Ansprüche 4 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfäden aus miteinander verseilten Litzen bestehen.
  16. Gewebe nach einem der Ansprüche 4 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden äußeren Kettfäden jedes Paares von Kettfäden gleichlaufend über die Schussfäden geführt sind und dass der mittlere Kettfäden jedes Paares von Kettfäden jeweils entgegengesetzt zu den beiden äußeren Kettfäden geführt ist.
  17. Gewebe nach einem der Ansprüche 4 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfäden jedes einzelnen Paares von Kettfäden jeweils entgegengesetzt zu den beiden benachbarten Paaren von Kettfäden über den jeweils selben Schussfaden geführt sind.
  18. Maschine, insbesondere zur Herstellung einer Wellpappbahn mit einer Anpresseinrichtung, die ein umlaufendes Band aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das umlaufende Band ein Gewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche aufweist.
  19. Verfahren zum Herstellen eines Gewebes nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass beim Richten des Schussdrahtes durch Verstellen der Richtflügel eine unglatte Oberflächenstruktur erzielt wird.
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