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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Bespannung, insbesondere ein
Sieb, das in einer Papierher-stellungsmaschine eingesetzt werden
kann.
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Eine
Art solcher in Papiermaschinen eingesetzten Bespannung ist das so
genannte gefüllte
Spiralsieb. Solch eine Siebbespannung enthält eine Vielzahl spiralgewickelter
Wendelglieder, die in Maschinen-querrichtung verlaufen. Diese Wendelglieder sind
so angeordnet, dass benachbarte Wendelglieder derart ineinander
greifen, dass Verbindungskanäle
entstehen, in welche Scharnierglieder eingeführt werden können. Vermittels
dieser Scharnierglieder bzw. Scharnierdrähte, die oft auch als Steckdrähte bezeichnet
werden, werden die benachbarten Wendelglieder gegenseitig angelenkt,
so dass sich eine flexible Endlosbespannung erhalten lässt. Innerhalb des
einzelnen Wendelglieds und zwischen den beiden mit einem solchen
Wendelglied verbundenen Verbindungs-kanälen gibt es einen weiteren
Kanal, der zur Gewähr-leistung
einer gewünschten
Permeabilität
mit einem so genannten Füllglied
bzw. Füllgarn ausgefüllt wird.
Wie im Falle der Scharnierglieder bzw. Scharnierdrähte verlaufen
diese Füllglieder bzw.
Füllgarne
in Längsrichtung
der Wendelglieder.
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Bei
Herstellung einer solchen Bespannung wird, nach Anordnung der Wendelglieder
in einer ineinander greifenden Lage und nach Einführung der Scharnierdrähte und
eventuell Füllgarne,
die Bespannung bei gleichzeitiger Spannung der Struktur einer Wärmebehandlung
unterzogen. Dies dient der Stabilisierung der Struktur und der Erzielung
der endgültigen
Form.
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Bei
einer solchen Bespannung besteht ein Problem darin, dass die Spannung,
die während
des Papierherstellungsprozesses in einer Papiermaschine an die Bespannung
angelegt wird, von der beim Thermofixierungsprozess angelegten Spannung
abweichen kann. Insbesondere wenn die im Papierherstellungsprozess
angelegte Spannung wesentlich größer als
die im Thermofixierungsprozess angelegte Spannung ist, kommt es
zu einer Streckung der Bespannung, die zu einer unerwünschten Änderung der
Permeabilität
führt.
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Aus
GB 2 148 337 A ist
eine solche Bespannung bekannt, in welchem die innerhalb der Bespannung
zwischen den Wendelgliedern und den Scharnierdrähten ausgebildeten Zwischenräume mit
einem elastomeren offenzelligen Schaum ausgefüllt werden. Der Schaum wird
in flüssiger
Form auf die Bespannung aufgebracht, so dass sich selbst kleine Leerräume ausfüllen lassen.
Ein Problem besteht bei einer solchen Bespannung darin, dass diese
Bespannung nach Einsatz in einem Papierherstellungsprozess oft mit
Hochdruckwasser bzw. -luft bzw. -dampf gereinigt werden und der
Reinigungsstrahl zur Entfernung von Schmutzstoffen gegen die Bespannungsoberfläche gerichtet
wird. Besonders bei Einsatz von Wasser kann der Betriebsdruck bis
zu 350 bar betragen. Ein solcher auf die Bespannungsoberfläche gerichteter
Hochdruckstrahl führt
zu dem Problem, dass Schaummaterial herausbricht bzw. herausgeschlagen
wird, so dass eine weitere Änderung
der Permeabilität
der Bespannung eintritt.
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Der
Gegenstand der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung
einer Bespannung, insbesondere für
Maschinen der Papierherstellung, welches eine vorherbestimmte, für die Betriebslebensdauer
eines solchen Bespannung im Wesentlichen konstante Permeabilität aufweist.
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Erfindungsgemäß wird dieser
Gegenstand durch ein insbesondere für eine Papierherstellungsmaschine
bestimmte Bespannung erreicht, welches eine Vielzahl spiralgewickelter
Wendelglieder enthält, die
seitlich nebeneinander auf ineinander greifende Weise derart angeordnet
sind, dass durch benachbarte ineinander greifende Wendelglieder
Verbindungskanäle
ausgebildet werden, wobei zur wechselseitigen Verbindung benachbarter
Wendelglieder in jeden Verbindungskanal ein den jeweiligen Kanal entlang
verlaufendes Scharnierglied eingeführt wird, wobei innerhalb des
einzelnen Wendelgliedes ein Ausfüllkanal
gebildet wird, der an und zwischen zwei mit einem entsprechenden
Wendelglied verbundenen Verbindungskanälen entlang verläuft, wobei
zumindest ein Teil der Ausfüllkanäle mit Füllgliedern ausgefüllt wird,
die innerhalb der Ausfüllkanäle längs verlaufen,
wobei zumindest in Bereichen der Bespannung ein Füllmaterial
vorgesehen wird, um den innerhalb der Bespannung zwischen den Wendelgliedern,
den Scharniergliedern und den Füllgliedern ausgebildeten
Zwischenraum zumindest teilweise auszufüllen.
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Indem
die innerhalb der Bespannung ausgebildeten Zwischenräume zumindest
teilweise mit zusätzlichem
Füllmaterial
verfüllt
werden, kann die Permeabilität
einer solchen Bespannung in einem breiten Bereich variiert werden,
so dass es möglich
ist, eine Bespannung vorzusehen, dass eine gewünschte niedrige Permeabilität gegen
Wasser und Luft und solche Materialien aufweist. Da das Füllmaterial
in die zwischen den Wendelgliedern, Scharniergliedern und Füllgliedern
ausgebildeten Zwischenräume
eingeführt
wird, steht dieses Füllmaterial
in Kontakt mit einer großen
Gesamtfläche
der unterschiedlichen der Bespannung bildenden Glieder, so dass
es an der Bespannung fest verankert ist. Die Gefahr des Ausbrechens
von Füllmaterial
beispielsweise bei der Reinigung der Bespannung mit einem Hochdruck-Wasserstrahl
wird erheblich vermindert.
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Es
wurde festgestellt, dass Polymerharz ein bevorzugtes Material für das Füllmaterial
ist. Beispielsweise können
Silikone und Polyurethane eingesetzt werden. Andere einsetzbare
Materialien sind Epoxydharz, Phenolharz, thermoplastisches Elastomer
wie zum Beispiel Ethylenvinylacetat.
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Insbesondere
in Fällen,
wo solche Bespannungen in Maschinen der Papierherstellung eingesetzt
werden, hängt
die Güte
des produzierten Papiers von der Permeabilität des in der Trockenpartie einer
solchen Papiermaschine eingesetzten Bespannung ab. Zur Gewährleistung
einer im Wesentlichen konstanten Papierqualität kann es von Vorteil sein, wenn
das Füllmaterial
im Wesentlichen gleichförmig über die
Bespannung verteilt ist, da dies zu einer im Wesentlichen gleichförmigen Permeabilität der gesamten
Bespannung führt.
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Zur
Kompensierung eines ungleichförmigen Trocknungsverhaltens
einer Papierherstellungsmaschine oder zur Beeinflussung der Papierqualität z.B. in
Maschinenquerrichtung kann es von Vorteil sein, wenn die Bespannung
Bereiche höherer
Füllmaterialdichte
und Bereiche niedrigerer Füllmaterialdichte enthält. Die
Bereiche höherer
Füllmaterialdichte
können
beispielsweise die seitlichen Randbereiche der Bespannung beinhalten.
Damit kann Papier mit in Maschinenquerrichtung geringerer Ausdehnung
produziert werden, ohne dass dies zu dem Problem führt, dass
der an der Bespannung und am Papierrohstoff anliegende negative
Druck nachteilig beeinflusst wird.
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Für bestimmte
Anwendungen in der Papierherstellungsmaschine kann es von Nutzen
sein, das Füllmaterial
auf beiden Seiten der Bespannung aufzubringen. In Fällen, wo
die Bespannung in einer Papiermaschine eingesetzt wird, handelt
es sich bei diesen Seiten um die Papierseite und die Maschinenseite.
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In
einer anderen Ausführungsform
kann das Füllmaterial
nur auf einer Seite der Bespannung aufgebracht werden und zwar auf
einer von einer Papierseite abgewandten Maschinenseite der Bespannung.
Da bei Reinigung einer solchen Bespannung gewöhnlich ein Hochdruck-Wasserstrahl oder
-Luftstrahl auf die Papierseite gerichtet wird, kann die Gefahr
des Ausbrechens von Füllmaterial
während
des Reinigungsvorgangs weiter reduziert werden, indem das Füllmaterial
nur auf der Maschinenseite aufgebracht wird.
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In
einer besonderen vorteilhaften Ausführungsform können die
in verschiedene Bespannungsbereichen eingesetzten Wendelglieder
unterschiedliche Farben haben. Diese Farbkodierung der Bespannung
kann über
ein optisches Erkennungssystem eines Füllmaterial-Abgabegerätes erkannt und als auslösendes Element
für die
Ausbringung des Füllmaterials
nur auf besondere farbkodierte Bereiche der Bespannung verwendet
werden. Natürlich lässt sich
eine solche Farbkodierung zusätzlich
oder alternativ erhalten, indem unterschiedlich gefärbte Füllglieder
in unterschiedlichen Bereichen der Bespannung eingesetzt werden.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung eine Bespannung,
insbesondere für
eine Papierherstellungsmaschine, welches eine Vielzahl spiralgewickelter
Wendelglieder enthält, die
seitlich nebeneinander auf ineinander greifende Weise derart angeordnet
sind, dass durch benachbarte ineinander greifende Wendelglieder
Verbindungskanäle
ausgebildet werden, wobei zur wechselseitigen Verbindung benachbarter
Wendelglieder in jeden Verbindungskanal ein den jeweiligen Kanal entlang
verlaufendes Scharnierglied eingeführt wird, wobei zumindest in
Bereichen der Bespannung ein Füllmaterial
aus Polymerharz vorgesehen wird, um den innerhalb der Wendelglieder ausgebildeten
Zwischenraum zumindest teilweise auszufüllen.
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Es
hat sich herausgestellt, dass es durch den Einsatz eines polymeren
Füllmaterials
ermöglicht wird,
die Permeabilität
einer solchen Bespannung in einem breiten Bereich zu variieren,
während
gleichzeitig die Gefahr des Ausbrechens von Füllmaterial beim Reinigungsvorgang
bzw. beim Betrieb der Bespannung wesentlich reduziert wird.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zur Herstellung einer Bespannung, insbesondere für eine Papierherstellungsmaschine,
wobei die Bespannung eine Vielzahl spiralgewickelter Wendelglieder
enthält,
die seitlich nebeneinander auf ineinander greifende Weise derart
angeordnet sind, dass durch benachbarte ineinander greifende Wendelglieder
Verbindungskanäle
ausgebildet werden, wobei zur wechselseitigen Verbindung benachbarter
Wendelglieder in jeden Verbindungskanal ein den jeweiligen Kanal
entlang verlaufendes Scharnierglied eingeführt wird, wobei innerhalb des
einzelnen Wendelgliedes ein Ausfüllkanal
gebildet wird, der an und zwischen zwei mit einem entsprechenden
Wendelglied verbundenen Verbindungskanälen entlang verläuft, wobei
zumindest ein Teil der Ausfüllkanäle mit Füllgliedern
ausgefüllt wird,
die innerhalb der Ausfüllkanäle längs verlaufen, wobei
das besagte Verfahren den Schritt der Aufbringung eines Füllmaterials
zumindest in Bereichen der Bespannung enthält, um innerhalb der Bespannung zwischen
den Wendelgliedern, den Scharniergliedern und den Füllgliedern
ausgebildete Zwischenräume
zumindest teilweise auszufüllen.
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Wie
bereits oben angegeben, kann das Füllmaterial Polymerharz sein
und auf beiden Seiten der Bespannung oder nur auf einer Seite aufgebracht werden,
insbesondere auf der von der Papierseite der Bespannung abgewandten
Maschinenseite der Bespannung.
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Zur
Beeinflussung der Permeabilitätsverteilung
einer Bespannung kann das Füllmaterial
so auf die Bespannung aufgebracht werden, dass eine im Wesentlichen
gleichförmige
Füllmaterialverteilung über die
Bespannung erzielt wird, was zu einer im wesentlichen gleichförmigen Permeabilitätsverteilung über die
Bespannung führt,
oder kann so aufgebracht werden, dass Bereiche höherer Füllmaterialdichte, d.h. Bereiche
verminderter Permeabilität,
und Bereiche niedrigerer Füllmaterialdichte,
d.h. Bereiche erhöhter
Permeabilität,
erzeugt werden.
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Die
vorliegende Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen genauer erläutert,
wobei:
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1:
ist eine Draufsicht eines Teiles einer Bespannung, wie in Richtung 1 in 2 dargestellt;
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2:
ist eine Schnittansicht des in 1 dargestellten
Bespannung mit Schnitt entlang der Linie II-II in 1;
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3:
ist eine Vorderansicht einer Bespannung zur Darstellung der Füllmaterialverteilung
in Maschinenquerrichtung;
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4:
zeigt unterschiedliche Querschnittsformen von in der Bespannung
der vorliegenden Erfindung einsetzbaren Füllgliedern.
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In 1 und 2 ist
ein Teil einer Bespannung 10 der vorliegenden Erfindung
dargestellt. Diese Bespannung 10 kann beispielsweise in
der Trockenpartie einer Papierherstellungsmaschine eingesetzt werden
und stellt in diesem Falle ein Endlosband dar.
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Die
Bespannung 10 enthält
eine Vielzahl spiralgewickelter Wendelglieder 12, 12', 12'', die so angeordnet sind, dass
sie mit ihren Längsachsen
in Maschinenquerrichtung CMD verlaufen. Unmittelbar benachbarte
Wendelglieder 12, 12' und 12'' sind
so angeordnet, dass sie ineinander greifen. Wie aus 1 ersichtlich,
greifen beispielsweise die Windungen der Wendelglieder 12' und 12'' in die zwischen den Windungen
des Wendelglieds 12 bestehenden Leerräume ein und umgekehrt. Durch
das Vorsehen einer solchen wechselseitig ineinander greifenden Anordnung
von benachbarten Wendelgliedern 12, 12' und 12'' bilden sich in den Eingriffsbereichen
Verbindungskanäle 14, 16 aus.
Wie in 2 ersichtlich, wird der Verbindungskanal 14 durch
die beiden Wendelglieder 12 und 12' definiert, während der Verbindungskanal 16 von
den beiden Wendelgliedern 12 und 12'' definiert
wird.
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Für die Verbindung
der benachbarten und ineinander greifenden Wendelglieder 12, 12' und 12'' wird ein entsprechendes Scharnierglied 18, 20 in
die Verbindungskanäle 14, 16 eingeführt. Über diese Scharnierglieder bzw.
Scharnierdrähte
werden die benachbarten Wendelglieder so miteinander verbunden,
dass sie jeweils um die Scharnierglieder 18, 20 drehbar
sind. Dadurch wird eine flexible Gesamtstruktur der Bespannung 10 erhalten.
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Zwischen
den innerhalb der jeweiligen Wendelglieder 12, 12' und 12'' ausgebildeten und in Maschinenlaufrichtung
MD im Abstand zueinander stehenden zwei Verbindungskanälen 14, 16 ist
ein Ausfüllkanal 22 vorgesehen.
Der Ausfüllkanal 22 der
jeweiligen Wendelglieder 12, 12' und 12'' wird
mit einem entsprechenden Füllglied 24 ausgefüllt, das
so in den Ausfüllkanal 22 eingeführt wird,
dass es in Maschinenquerrichtung CMD und im Wesentlichen parallel
zu den Scharniergliedern 18, 20 verläuft. Diese Füllglieder 24 sind
vorgesehen, um zur Verminderung der Permeabilität der Bespannung 10 mindestens
einen Teil der innerhalb der Wendelglieder 12, 12' und 12'' ausgebildeten Zwischenräume auszufüllen. Durch
entsprechende Auswahl der Breite und Querschnittsform der Füllglieder 24 kann
die Permeabilität
einer solchen Bespannung 10 in einem breiten Bereich variiert
werden. Diese Füllglieder 24,
die oft auch als Füllgarne
bezeichnet werden, können Monofilamentgarne,
Multifilamentgarne, Spinnfasergarne, Folienmaterial, Filmmaterial
usw. sein.
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4 zeigt
verschiedene Querschnitte solcher Füllglieder bzw. Füllgarne 24,
die in der Bespannung 10 der vorliegenden Erfindung eingesetzt
werden können.
Beispielsweise zeigt 4a) ein Füllglied 24 mit
einer abgeflachten rechteckigen Form. Auch das Füllglied 24 der 4b) hat eine im Wesentlichen abgeflachte
Querschnittsform mit konkav ausgeformten Seitenflächen. Das
in 4c) gezeigte Füllglied bzw. Füllgarn 24 besitzt
einen kreisförmigen
Querschnitt und gehört
zu dem Typ des so genannten Monofilament-Füllgarns. In 4d) ist
ein Multifilament-Füllglied
bzw. -Füllgarn 24 dargestellt, das
aus zwei einzelnen Garngliedern 24' und 24'' besteht.
Das Füllgarn 24 der 4d) ist vom so genannten Multifilament-Garntyp.
In 4e) ist ein weiteres Multifilament-Füllgarn dargestellt, das drei Garnglieder 24', 24'' und 24''' enthält. Bei
Verwendung solcher Multifilament-Füllgarne 24 können die entsprechenden
Garnglieder parallel ohne jede gegenseitige Verflechtung laufen.
Der Einsatz von gezwirnten bzw. verflochtenen Garngliedern ist natürlich möglich. 4f) zeigt ein weiteres Monofilament-Füllglied
bzw. -Füllgarn 24 mit
einer abgeflachten linsenförmigen
Querschnittsfläche.
Die Auswahl des jeweiligen Füllgliedes
bzw. Füllgarns
hängt hauptsächlich von
der zu erzeugenden gewünschten Permeabilität der Bespannung 10 ab.
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Die
Wendelglieder 12, 12' und 12'' sowie
die Füllglieder 24 der
Bespannung 10 können
aus polymerem Material bestehen. Auch die Scharnierglieder 18, 20 können aus
Polymermaterial sein.
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Um
die Bespannung 10 zu schließen und in die beispielsweise
in 2 dargestellte Form zu bringen, kann nach Einführung der
Scharnierglieder 18, 20 in die Verbindungskanäle 14, 16 sowie
nach Einführung
der Füllglieder 24 in
die Ausfüllkanäle 22 die Bespannung 10 einer
Wärmebehandlung
und einer in Maschinenlaufrichtung angelegten Spannung ausgesetzt
werden, so dass das Material der Wendelglieder in einen Zustand
versetzt wird, in dem es verformbar ist. Das Anlegen einer Spannung
in Maschinenlaufrichtung führt
zu einer Abflachung der Wendelglieder, so dass die in 2 gezeigte
Form erhalten wird. Nachdem die Bespannung 10 in die gewünschte Form
gebracht wurde, wird erfindungsgemäß zusätzlich Füllmaterial auf die Bespannung 10 aufgebracht.
In 1, 2 und 3 ist dieses Füllmaterial 26 mit "x" bezeichnet. Dieses Füllmaterial
besteht aus Polymerharz, beispielsweise Silikonen oder Polyurethanen
oder Epoxydharz, Phenolharz, thermoplastischem Elastomer wie zum
Beispiel Ethylenvinylacetat und wird in vorherbestimmten Bereichen
und vorherbestimmten Mengen auf die Bespannung 10 aufgebracht.
Wie in 3 dargestellt, kann die Aufbringung des Füllmaterials 26 auf
die Bespannung 10 über
ein Austragssystem 28 erfolgen, welches in Maschinenquerrichtung
CMD quer zur Bespannung 10 verfahbar ist. Das Austragssystem 28 ist
in der Lage, kleine Mengen des Füllmaterials
in fluidisiertem Zustand auszubringen, so dass relativ kleine Bereiche
der Bespannung 10 mit Füllmaterial 26 beschickt
werden können.
Beispielsweise kann, wie in 2 dargestellt
ist, ein solcher Bereich den Zwischenraum zweier in Maschinenquerrichtung CMD
aufeinander folgender Windungen eines Wendelgliedes 12 beinhalten.
Das auf die Bespannung 10 aufgebrachte Füllmaterial 26 kann
aufgrund seines fluidisierten bzw. fließfähigen Zustandes in die leeren inneren
Zwischenräume
der Bespannung 10 eindringen, die durch die Wendelglieder,
die Scharnierglieder und die Füllglieder
definiert sind. Der Eindringungsgrad ist natürlich abhängig von der Viskosität des eingesetzten
Füllmaterials 26 und
von der Größe der in
der Bespannung 10 definierten Leerräume. Die Stellen, an denen
das Füllmaterial 26 auf
die Bespannung 10 aufgebracht wird, können beispielsweise so gewählt werden,
dass eine im Wesentlichen gleichförmige Verteilung des Füllmaterials 26,
d.h. jene Stellen, auf die das Füllmaterial
aufgebracht wird, quer über
die Bespannung 10 erzeugt wird. Da diese Bereiche, in denen
das Füllmaterial 26 vorliegt,
im Wesentlichen undurchlässig
gegen Luft und Wasser sind, liegt eine entsprechend gleichförmige Permeabilität der Bespannung 10 vor,
wenn die gesamte Bespannungsfläche
betrachtet wird. Eventuell ist es jedoch wünschenswert, eine nicht gleichförmige Permeabilitätsverteilung über die
Fläche
der Bespannung 10 vorzusehen. In diesem Falle wird das
Austragssystem 28 so gesteuert, dass das fließfähige Füllmaterial 26 in
einem Muster entsprechend der gewünschten Permeabilitätsverteilung
ausgebracht wird. Beispielsweise, wie in 3 dargestellt,
kann es wünschenswert
sein, in den seitlichen Randbereichen 30, 32 der
Bespannung 10 eine geringere Permeabilität vorzusehen,
während
im Mittelbereich eine höhere
Permeabilität
vorgesehen wird. Um einen solchen Zustand beim Auftragen des Füllmaterials 26 auf
die Bespannung 10 zu erreichen, wird das fließfähige Füllmaterial 26 vom
Austragssystem 28 beispielsweise in die einzelnen Leerräume zwischen
benachbarten Windungen eines Wendelgliedes in den seitlichen Randbereichen 30, 32 eingebracht,
während
in Richtung der Mitte der Bespannung 10 die Anzahl der
Leerräume,
in die kein Füllmaterial 26 eingebracht
wird, höher
ist bzw. zunimmt.
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Ferner
kann das fließfähige Füllmaterial 26 nur
von einer Seite aus auf die Bespannung 10 aufgebracht werden.
Beispielsweise kann das Füllmaterial 26 nur
auf die Maschinenseite 34 die Bespannung 10, d.h.
auf die der Papierseite 36 abgewandte Seite, aufgebracht
werden. Das ergibt den Vorteil, dass bei Reinigung der Papierseite 36 einer
solchen Bespannung 10 unter Einsatz eines Hochdruck-Wasserstrahls
bzw. -Luftstrahls die Gefahr des Ausbrechens von Teilen des Füllmaterials 26 vermindert werden
kann. Natürlich
ist es auch möglich,
das Füllmaterial 26 auf
beide Seiten 34 und 36 der Bespannung 10 aufzubringen,
wie beispielsweise in 2 dargestellt. In beiden Fällen kann
die Luft- bzw. Wasserpermeabilität
in einem solchen Bereich der Bespannung 10, in dem das
Füllmaterial 26 vorhanden ist,
bis auf Null cfm gesenkt werden.
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Nachdem
das Füllmaterial 26 an
den gewünschten
Stellen und mit der gewünschten
Menge unter Verwendung des computergesteuerten Austragssystem 28 auf
die Bespannung 10 aufgebracht wurde, wobei das Füllmaterial 26 zur
Ermöglichung der
gewünschten
und notwendigen Eindringung in die inneren Zwischenräume der
Bespannung 10 noch immer in einem fließfähigen Zustand ist, kann eine
Reinigungsvorrichtung, beispielsweise ein Schaber oder dergleichen,
eingesetzt werden, um das in ungewünschten Bereichen, beispielsweise
auf der Oberfläche
der Bespannung, oder in überschüssiger Menge
aufgetragene Füllmaterial 26 zu
entfernen. Nach diesem optionalen Reinigungsverfahren wird das noch
immer fließfähige Füllmaterial 26 ausgehärtet. Dies
kann durch Wärmeanwendung, Feuchte,
elektromagnetische Strahlung bzw. durch Abwarten der bis zum Eintritt
der chemischen Härtungsreaktion
im Füllmaterial 26 notwendigen
Zeit erfolgen. Nach diesem Aushärtungsvorgang
hat die Bespannung 10 die gewünschte Permeabilität und die
gewünschte
Permeabilitätsverteilung über seine Fläche. Aufgrund
der Tatsache, dass das Füllmaterial 26 in
fließfähigem Zustand
in die von den Wendelgliedern, den Scharniergliedern und den Füllgliedern definierten
Zwischenräumen
eingebracht wird, wird das ausgehärtete Füllmaterial 26 fest
mit der Bespannung 10 verankert. Werden eine solche Bespannung
und das Füllmaterial 26 einem
Hochdruck-Düsenstrahl
ausgesetzt, kommt es, wie weiter oben angegeben, nicht zur Gefahr
des Ausbrechens selbst kleiner Teile des Füllmaterials 26, insbesondere wenn
die Papierseite 36 mit einem solchen System gereinigt wird,
während
sich der Hauptteil des Füllmaterials 26 auf
der Maschinenseite 34 bzw. näher an der Maschinenseite 34 der
Bespannung befindet. Insbesondere erlaubt diese einseitige Ablage
des Füllmaterials 26,
d.h. der Schutz des aufgebrachten Füllmaterials 26 vor
Reinigungsstoffstrahlen, eine größere Auswahl
an Werkstoffen für
dieses Füllmaterial 26.
Insbesondere ist der Einsatz eines biegsameren bzw. flexibleren
Materials möglich,
so dass das Biegeverhalten der Bespannung 10 nicht nachteilig beeinflusst
wird.
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Durch
die Anwendung der Grundsätze
der vorliegenden Erfindung, d.h. das Vorsehen von Füllgliedern
innerhalb der Wendelglieder und zusätzlich das Vorsehen von Füllmaterial
an besonderen Stellen, wird eine größere Variationsbreite der Permeabilität gestattet.
Insbesondere wird es so möglich,
die Permeabilität
in einem Bereich von 0 m3/m2/h
bis 3658 m3/m2/h
(0 cfm bis 200 cfm), vorzugsweise von 1097 m3/m2/h bis 2743 m3/m2/h (60 cfm bis 150 cfm) einzustellen.
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Für den Fachmann
ist es offensichtlich, dass die Bespannung und der Prozess zur Herstellung
der Bespannung gemäß den vorangehenden
Erläuterungen
in einer Vielzahl von Aspekten variiert werden kann, ohne dass von
den Grundsätzen
der vorliegenden Erfindung abgewichen wird. Beispielsweise kann die
Farbe der für
die Bespannung 10 eingesetzten Wendelglieder und/oder Füllglieder
so variiert werden, dass quer über
die Bespannung verschiedenfarbige Bereiche entstehen. Diese Farbkodierung
kann daraufhin als auslösendes
Element für
das Austragssystem 28 verwendet werden, beispielsweise
um das Füllmaterial
nur auf Bereiche der Bespannung 10 mit einer vorherbestimmten
Farbe aufzubringen. Ferner ist es offensichtlich, dass die gezeigte
Verteilung des Füllmaterials 26 entsprechend
der gewünschten
lokalen bzw. Gesamtpermeabilität
einer solchen Bespannung variiert werden kann.
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Ferner
ist anzumerken, dass der Prozess der Aufbringung des Füllmaterials
sowie der Prozess der Aushärtung
des Füllmaterials
eine Bewegung des Austragssystems bzw. des Aushärtungssystems, aber auch zusätzlich oder
alternativ dazu eine Bewegung der Bespannung 10 in seiner
Maschinenquerrichtung und/oder Maschinenlaufrichtung beinhalten können.
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Schließlich ist
anzumerken, dass der Ausdruck "gleichförmige Verteilung
des Füllmaterials 26'' im Sinne der vorliegenden Erfindung
nicht notwendigerweise bedeutet, dass in solch einem Bereich gleichförmiger Verteilung
eine geschlossene Schicht bzw. Stoffmasse des Füllmaterials vorliegt. Stattdessen
soll dieser Ausdruck auch bedeuten, dass es innerhalb einer vorherbestimmten
Fläche
der Bespannung eine Vielzahl von Füllmaterialpunkten bzw. Füllmaterialzonen
gibt, die in dieser Fläche
im Wesentlichen gleichförmig
verteilt sind und dadurch zu einer entsprechenden gleichförmigen Permeabilität der Bespannung
in dieser Fläche
führen.