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Die
Erfindung betrifft eine mehrlagige Verbundabdichtung im Baubereich.
Insbesondere betrifft die Erfindung einen mehrlagigen Verbund zur
Abdichtung eines erdberührten
Bereichs.
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Im
Bauwesen spielt bei der Nutzbarmachung von Keller oder Tiefgeschossen
die Abdichtung eine wichtige Rolle. Zum Schutz von Kellerbereichen
oder erdberührenden
Hausbereichen vor schädigende Wasseraufnahme
und zum Schutz vor eindringendem Wasser werden wasserabweisende
Schutzanstriche, mineralische Abdichtungen oder Imprägnierungen
verwendet. Alternativ werden auf die betroffenen Flächen Isolier-
oder Bitumenpappen aufgebracht.
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Besonders
bei der Verarbeitung der Kellerabdichtungen haben sich verschiedene
Nachteile gezeigt. Das Aufbringen von Schutzanstrichen oder Dichtungsschlämmen ist
zeitaufwendig und somit mit höheren
Kosten verbunden. Zudem muss nach der Verarbeitung der Materialien
die Trockenzeit abgewartet werden, bis die Arbeiten an diesem Bereich fortgesetzt
werden können.
Im erdberührenden
Bereich ist es zudem wichtig, dass ein lang anhaltender Schutz vor
Feuchtigkeit vorhanden ist notwendig, um später teure Sanierungsarbeiten
(z. B. Trockenlegung der Kellerwände
durch Aufgraben) zu verhindern.
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Es
ist Aufgabe der Erfindung, eine Abdichtung vorzusehen, die sich
durch gute Verarbeitungseigenschaften und einen guten, lang anhaltenden Schutz
gegen Feuchtigkeitsdiffusion auszeichnet.
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Die
Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1, 20 bzw. 23 gelöst.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen sind Gegenstand von Unteransprüchen.
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Gemäß Anspruch
1 wird zur Abdichtung ein Verbund aus mindestens einer Trennlage
und mindestens einer Funktionslage verwendet. Die mindestens eine
Trennlage dient hierbei als Feuchtigkeits- und/oder Dampfsperre.
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Die
mindestens zwei Lagen nach Anspruch 1 können verschieden verbunden
sein. Besonders vorteilhaft ist das Verkleben, Kaschieren, Aufspritzen, Verschmelzen,
Verketten und die Schmelzpressung. Hierbei können bei mehr als zwei Lagen
auch unterschiedliche Verfahren verwendet werden, um die einzelnen
Lagen miteinander zu verbinden. Auch Zwischen- bzw. weitere Lagen
können
zur Verbindung von Trennlage und Funktionslage vorgesehen sein.
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Um
den Verbund später
leicht verarbeiten zu können,
hat sich das bahnförmige
Ausbilden der Abdichtung als besonders vorteilhaft erwiesen. Die mehrlagige
Verbundabdichtung lässt
sich so zunächst
besonders platzsparend lagern und transportieren, und reduziert
die damit verbundenen Kosten. Gleichzeitig lassen sich die Bahnen
später
leicht und unkompliziert verarbeiten. Die Breite der einzelnen Bahnen
kann je nach Verwendungszweck variieren. Vorteilhafte Breiten liegen
zwischen 50 cm und 100 cm. Für
große
Flächen
können
breitere Bahnen vorteilhaft sein, während schmälere Bahnen zum Abdichten von
Kanten oder Übergängen verwendet werden.
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Die
Trennlagen oder einzelne Trennlagen können aus unterschiedlichen
Materialien ausgebildet sein. Aufgrund sehr guter feuchtigkeits-
und dampfsperrender Eigenschaften hat sich z. B. Aluminium oder
ein Aluminiumverbund als besonders geeignet erwiesen. Vorzugsweise
kann das Aluminium kunststoffbeschichtet oder in Kunststoff eingelassen sein.
Aber auch Varianten aus Polymeren, wie beispielsweise Polyester
oder Polyethylen (PE), weisen die gewünschten Eigenschaften auf und
können
kostengünstiger
sein. Besteht der Verbund aus mehreren Trennlagen, so können diese
alle aus dem gleichen Material ausgebildet sein, aber auch unterschiedliche
Materialien für
einzelne Lagen bieten Vorteile. Durch das Verwenden verschiedener
Materialien lassen sich die Eigenschaften der verschiedenen Stoffe
addieren und somit eine besonders vorteilhafte Ausführung ausbilden.
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Besonders
bevorzugt sind Verbundabdichtungen, bei denen zwischen den Trennlagen
und den Funktionslagen weitere Lagen zur Anwendung kommen. Hierbei
kann diese weitere Lage auf nur einer Seite oder aber auf beiden
Seiten der Trennlage aufgebracht sein. Die zusätzliche Lage kann zur Verbesserung
der Haftung zwischen einer Trennlage und einer Funktionslage verwendet
werden. Bevorzugt ist die Lage auch aus Kunststoff (wie z. B. Polyolefin) ausgebildet.
Eine Lage aus Kunststoff bietet zusätzlich den Vorteil, dass sie
die Trennlage vor Beschädigungen
schützt
und somit für
eine erhöhte
Stabilität des
Verbunds sorgt.
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Das
Flächengewicht
der weiteren Lage liegt vorzugsweise im Bereich von 10 g/m2 bis 200 g/m2, bevorzugt
zwischen 20 g/m2 und 100 g/m2 und
besonders bevorzugt zwischen 30 g/m2 und
50 g/m2. Als besonders geeignet hat sich
für die
erfindungsgemäße Abdichtung
ein Lage von 35 g/m2 erwiesen. Die Stärke der
weiteren Lage beträgt
vorzugsweise maximal 200 μm,
bevorzugt maximal 100 μm
und besonders bevorzugt maximal 50 μm. Gleichzeitig ist die Lage
vorzugsweise mindestens 10 μm,
bevorzugt mindestens 15 μm
stark.
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Wie
bereits angedeutet, kann die mindestens eine Funktionslage mehrere
Aufgaben übernehmen.
Die Funktionslage kann beispielsweise verwendet werden, um die Stabilität der Trennlage
zu erhöhen
und sie somit vor Zerreißen
und Durchstoßen schützen. Löcher und
Risse in der Abdichtung sind auf jeden Fall zu verhindern, da durch
diese Feuchtigkeit hinter oder unter die Abdichtung gelangen kann.
Der verbesserte Schutz der Trennlage kann ermöglichen, die Stärke der
Trennlage zu reduzieren und, da diese meist aus hochwertigerem – und damit teurerem – Material
hergestellt wird, den Preis für
den Gesamtverbund zu senken. Außerdem
kann die Funktionslage gegenüber
der Trennlage eine erhöhte Haftungseigenschaft
aufweisen und sich somit als besonders vorteilhaft für die Verarbeitung
erweisen.
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Es
ist nicht notwendig, dass eine einzige Funktionslage alle Eigenschaften
gleichzeitig aufweisen muss. Durch einen Verbund aus mehreren Lagen,
die nicht notwendigerweise benachbart sein müssen, lassen sich die gewünschten
Eigenschaften auch erzielen.
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Dadurch,
dass die Verbundabdichtung durch die Funktionslagen bereits geschützt ist,
kann auf die im erdberührenden
Bereich sonst übliche
Schutzlage (z. B. Noppenfolie) verzichtet werden. Die zusätzliche
Schutzlage wird ansonsten zwischen Abdichtung und Erdreich angebracht
und dient dazu, die Abdichtung vor Beschädigung zu schützen. Durch
das Verwenden der erfindungsgemäßen Verbundabdichtung ist
diese zusätzliche
Schutzlage überflüssig, da
der notwendige Schutz hier durch die Funktionslage bereits bereitgestellt
wird. Hierdurch reduzieren sich die Gesamtarbeitszeit und die damit
verbundenen Kosten, die zum Abdichten benötigt werden.
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Ein
wichtiges Kriterium für
die Haftungseigenschaft einer Oberfläche stellt die Rauigkeit dar. Wählt man
deshalb für
die äußeren Lagen
des Abdichtverbunds eine Funktionslage aus einem Material oder einer
Oberflächenstruktur,
die gegenüber
der Trennlage rauer ist, so lässt
sich der Gesamtverbund sehr leicht durch Verkleben oder Kaschieren
mit seinem Untergrund oder an einer Wand befestigen.
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Als
vorteilhaft haben sich Funktionslagen aus Vlies oder aus einem Vliesverbund
erwiesen. Die verwendeten Fasern der Vlieslage können bei der erfindungsgemäßen Verbundabdichtung
unterschiedlicher Art sein, beispielsweise aus pflanzlichen Fasern,
Cellulose-Fasern, chemische Fasern (z. B. Polymerfasern), Recyclingfasern
oder Gemischen hiervon. Als besonders geeignet haben sich jedoch
Fasern aus Polypropylen (PP) erwiesen, da diese besonders widerstandsfähig gegen
Umwelteinflüsse sind.
Das Vlies kann aus oder überwiegend
aus nur einer Art bestehen, aber auch ein Gemisch von mindestens
zwei Faserarten kann zum Einsatz kommen. Die Vlieslage kann außerdem alternativ
aus mehreren unterschiedlichen Lagen zusammengesetzt sein, wobei
verschiedene Lagen aus unterschiedlichen Materialien und/oder Dichten
bestehen können. Durch
die Verwendung von unterschiedlichen Dichten oder Dichtegradienten
lässt sich
der Vliesverbund besser an unterschiedliche Aufgabe anpassen.
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Spinnvliese
haben sich als besonders vorteilhaft bei der Verwendung als Funktionslage
erwiesen, da sie sehr widerstandsfähig sind und bei der Herstellung
aus Kunststoff eine sehr gute Haltbarkeit aufweisen. Das Hydrophilieren
der Funktionslage kann besonders bei der Verarbeitung der Verbundabdichtung
von Vorteil sein.
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Das
Flächengewicht
der Vlies- bzw. der Vliesverbundlage liegt vorzugsweise im Bereich
von 10 g/m2 bis 200 g/m2,
bevorzugt zwischen 20 g/m2 und 100 g/m2 und besonders bevorzugt zwischen 30 g/m2 und 50 g/m2. Als
besonders geeignet hat sich für die
erfindungsgemäße Abdichtung
ein Vlies mit einem Flächengewicht
von 40 g/m2 erwiesen. Die Stärke der
Vlies- bzw. der Vliesverbundlage beträgt vorzugsweise maximal 200 μm, bevorzugt
maximal 150 μm
und besonders bevorzugt maximal 100 μm. Gleichzeitig ist die Lage
vorzugsweise mindestens 10 μm,
bevorzugt mindestens 15 μm
und besonders bevorzugt mindestens 20 μm stark.
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Die
Dichte der Vlies- bzw. der Vliesverbundlage liegt vorzugsweise im
Bereich von 0,4 g/cm3 bis 0,9 g/cm3, bevorzugt zwischen 0,5 g/cm3 und
0,8 g/cm3 und besonders bevorzugt zwischen
0,6 g/cm3 und 0,7 g/cm3.
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Durch
das zusätzliche
Verwenden eines Gittergeleges in der Verbundabdichtung hat sich
herausgestellt, dass sich die Stabilität und die Reißfestigkeit
weiter erhöhen
lassen. Das Gittergelege kann hierbei auf der Ober- und/oder Unterseite
des Verbunds und/oder zwischen zwei Lagen angebracht sein. Auch
können
mehrere nicht notwendigerweise benachbarte Lagen Gittergelege in
einer einzigen Verbundabdichtung verwendet werden. Anstelle von mehreren
Gittergelegen, bietet sich alternativ auch ein einzelnes feinmaschigeres
Gittergelege an. Um eine sehr hohe Reißfestigkeit zu erreichen, haben sich
Gittergelege aus hochfesten Fasern als besonders geeignet herausgestellt.
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Da
ein besonderer Vorteil der Verbundabdichtung die leichte Verarbeitung
sein soll, bietet es sich an, dass auf mindestens einer Lage ein
Bereich, vorzugsweise am Rand der Abdichtung, vollständig oder
teilweise Klebstoff aufweist. Durch den Klebstoff lassen sich die
einzelnen Bahnen sehr leicht miteinander verkleben. Als besonders
vorteilhaft hat sich die Verwendung von Klebestreifen an den Rändern erwiesen.
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Um
eine höhere
Haftung des Klebestreifens und gleichzeitig eine verbesserte Feuchtigkeitssperre
zu erhalten, kann die Abdichtung so ausgebildet sein, dass Teilbereiche
oder ein Randbereich keine Funktionslage und/oder keine weitere
Lage und/oder kein Gittergelege aufweisen und somit der Klebestreifen
in diesem freien Bereich direkt auf die Trennlage aufgebracht werden
kann.
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Obwohl
die erfindungsgemäße, mehrlagige Verbundabdichtung
für eine
Vielzahl von Verwendungen geeignet ist, haben sich einige als besonders vorteilhaft
herausgestellt, die nun vorgestellt werden sollen. Um die Lesbarkeit
des Textes zu erleichtern, wird im Folgenden nur auf die Verwendung
der mehrlagigen Abdichtung eingegangen. Gleiche Aussagen sich jedoch
auch für
eine entsprechende Anordnung gültig
und werden durch die entsprechenden Ansprüche ebenfalls abgedeckt.
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Eine
besonders vorteilhafte Verwendung stellt das Aufbringen der erfindungsgemäßen Abdichtung
auf einen im erdberührenden
Bereich liegenden Putz dar. Hierbei sollte darauf geachtet werden,
dass die Abdichtung so aufgebracht wird, dass sie über die
Unterkante des Putzes hinaus nach unten geführt wird. Die Abdichtung sollte
hierbei vorzugsweise 3 cm bis 30 cm, bevorzugt 4 cm bis 20 cm, besonders
bevorzugt 5 cm bis 10 cm über
die Unterkante des Putzes überstehen
und dadurch weit genug nach unten reichen, um zu verhindern, dass
von unten Feuchtigkeit an den Putz gelangt.
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Zur
Befestigung der Verbundabdichtung auf dem Putz bieten sich insbesondere
das Kleben oder das Kaschieren an. Als besonders vorteilhaft hat
sich das Aufbringen des Verbunds auf einen klebrigen Voranstrich
erwiesen. Da der Verbund später
durch das Erdreich an die Wand gedrückt wird, ist es meist ausreichend,
wenn der Klebstoff die Abdichtung für die Dauer der Montage befestigt.
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Eine
zügige
Verarbeitung der mehrlagigen Verbundabdichtung lässt sich durch ein horizontales Aufbringen
der Bahnen auf die Unterkante des Putzes erreichen. Die Bahnen sollten
hierbei breit genug sein, damit der gesamte erdberührende Bereich
des Putzes abdeckt ist. Alternativ können mehrere Bahnen verwendet
werden, die miteinander verklebt werden. Um den Schutz weiter zu
verbessern, kann im oberen Bereich der Verbundabdichtung zusätzlich ein
Kleb- und/oder Dichtmittel verwendet werden, hierbei hat sich Silikonkleber
als besonders geeignet herausgestellt. Durch das Anbringen des Kleb- und/oder
Dichtmittels kann verhindert werden, dass Feuchtigkeit von oben
zwischen die Abdichtung und die Hauswand gelangen kann.
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Eine
weitere vorteilhafte Verwendung der mehrlagigen Verbundabdichtung
stellt das Aufbringen der Abdichtung auf eine ganz oder eine zum
Teil im Erdreich liegende Wand dar, um diese vor Feuchtigkeit aus
dem Erdreich zu schützen.
Besonders vorteilhaft hat sich die Abdichtung erwiesen, wenn sie
so angebracht wird, dass ihre Oberkante über dem Erdreich liegt. Die
Bahnen werden so angebracht, dass sich die Randbereiche überlappen.
Um einen verbesserten Schutz zu gewähren, können die Bahnen zusätzlich durch
Klebestreifen verklebt werden.
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Auch
hier muss die Verbundabdichtung nur für die Dauer der Montage durch
ein Befestigungsmittel an der Wand angebracht werden. Wie bei der zuerst
beschriebenen Verwendung können
auch hier die Bahnen durch Kleben oder Kaschieren befestigt werden.
Da auch in diesem Fall das Erdreich später die Bahnen gegen die Wand
drückt,
kann ebenfalls auf ein kompliziertes Klebe- oder Befestigungssystem
verzichtet werden.
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Anhand
von Figuren werden Ausführungsformen
der Erfindung näher
erläutert.
Es zeigen:
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1 einen
Querschnitt durch einen Verbundabdichtung gemäß einer ersten Ausführungsform,
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2 eine
Verwendung der erfindungsgemäßen Abdichtung
gemäß einer
zweiten Ausführungsform,
und
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3 eine
Verwendung der erfindungsgemäßen Abdichtung
gemäß einer
dritten Ausführungsform.
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Die
in 1, 2 und 3 dargestellten Objekte
sind nicht maßstäblich und
auch die Dickenrelationen zueinander dienen nur der Verdeutlichung.
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1 zeigt
ein erstes Ausführungsbeispiel einer
Verbundabdichtung 2, die beispielsweise im erdberührenden
Bereich zum Schutz vor Wasser verwendet werden kann. Die Verbundabdichtung 2 ist aus
mehreren Lagen 4, 6, 8, 10, 12, 14 ausgebildet. Die
oberste und unterste Lage 4, 12 sind Funktionslagen
aus einem hydrophiliertem Polypropylen-Spinnvlies. Durch diese Lagen
werden die eingeschlossenen Lagen 6, 8, 10, 14 vor
Zerreißen
und Durchstoßen
geschützt.
Gleichzeitig weist das Vlies gegenüber einer Trennlage 8 eine
erheblich höhere Rauigkeit
der Oberfläche
auf und erleichtert somit das Verkleben des Gesamtverbunds an Wänden.
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Die
Trennlage 8 der Verbundabdichtung 2 dient als
Feuchtigkeits- und Dampfsperre und ist aus einem kunststoffbeschichteten
Aluminiumverbund ausgebildet. Alternative Ausgestaltungen können beispielsweise
auch Polyethylen-Folien oder andere feuchtigkeitsundurchlässige Lagen
verwenden. Als bevorzugte Starke des Aluminiums haben sich 10 μm bis 15 μm erwiesen.
Abhängig
vom verwendeten Material und dem Verwendungszweck des Verbunds 2 können jedoch
auch dickere oder dünnere
Lagen zum Einsatz kommen.
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Zwischen
der Trennlage 8 und den Funktionslagen 4, 12 sind
zwei Zwischenlagen 6, 10 aus Polyolefin vorgesehen,
die als Haftvermittler wirken. Zusätzlich schützen und stabilisieren sie
die Trennlage 8.
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Durch
ein Gittergelege 14, das sich zwischen der unteren Funktionslage 12 und
der benachbarten Zwischenlage 10 befindet, erhält der gesamte
Abdichtungsverbund 2 eine verbesserte Reiß- und Zugfestigkeit.
Um eine besonders hohe Stabilität
zu erreichen bietet sich ein Gittergelege aus hochfesten Fasern
an.
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In
einem Randbereich der Abdichtung sind die untere Funktionslage 12 und
die untere Zwischenlage 10 nicht bis zum Rand ausgebildet.
Die Breite des Bereichs B beträgt
ca. 5 cm. In diesem Bereich wird vollständig oder teilweise ein Klebestreifen 16 aufgebracht.
Eine Breite A von 3 cm für
den Klebestreifen 16 hat sich als besonders geeignet herausgestellt,
um mehrere Bahnen miteinander zu verkleben und dadurch das Eindringen
von Feuchtigkeit in diesem Bereich zu verhindern. Es hat sich außerdem herausgestellt,
dass durch das Aufbringen des Klebestoffs 16 direkt auf
die Trennlage 8 ein besserer Schutz vor Feuchtigkeit ermöglicht wird.
Bei weiteren Ausgestaltungen kann der Klebstreifen 16 und
der dafür
vorgesehene Bereich auch andere Maße haben oder kann sich anstelle
auf der Unterseite, auch auf der oberen Seite der Abdichtung befinden.
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2 zeigt
die Verbundabdichtung 2, die zum Schutz vor Feuchtigkeit über einen
im Erdreich 20 liegenden Unterputz 30 aufgebracht
ist. Der Unterputz 30, der auf die Außenseite einer Hauswand 38 und
eine außen
auf eine Bodenplatte 40 und eine Kellerwand 36 aufgebrachte
Dämmung 34 aufgebracht
ist, reicht typischerweise 10 cm bis 40 cm in das Erdreich 20,
während
ein Oberputz 42 sich meist außerhalb des erdberührenden
Bereichs befindet.
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Die
Verbundabdichtung 2 wird bei der Montage auf einen klebrigen
Voranstrich aufgebracht. Durch die rauen Funktionslagen 4, 12 bleibt
der Gesamtverbund 2 gut haften. Da der Verbund 2 später jedoch
durch das Erdreich 20 an den Unterputz 30 und
die Dämmung 34 gedrückt wird,
sind Voranstriche ausreichend, die nur eine kurzzeitige Haftung aufweisen.
Auch kann es ausreichend sein, nur auf einem Teil des Untergrunds
einen klebrigen Voranstrich vorzusehen.
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Bei
diesem Ausführungsbeispiel
ist die Verbundabdichtung 2 bahnförmig mit einer Breite von ca. 50
cm und mehreren Meter Länge
ausgebildet. Die einzelnen Bahnen lassen sich so in einem einzigen Arbeitsschritt
horizontal auf den gewünschten
Bereich aufbringen, um den Putz 30 vor Feuchtigkeit zu schützen.
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Zur
Befestigung wird ein Silikonkleber 32 verwendet, der im
oberen Bereich der Abdichtung zwischen dem Verbund 2 und
den Unterputz 30 angebracht wird. Der Silikonkleber 32 übernimmt
hierbei zwei Aufgaben. Zum einen wird die Abdichtung 2 durch
die klebenden Eigenschaften am Unterputz 30 befestigt.
Zusätzlich
wird aber auch verhindert, dass Feuchtigkeit, beispielsweise an
der Hauswand herunterlaufendes Wasser, zwischen den Unterputz 30 und
die Abdichtung 2 laufen kann.
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Um
den Unterputz 30 ideal schützen zu können, wird die Verbundabdichtung 2 einige
Zentimeter über
die Unterkante des Unterputzes 30 nach unten hinausgeführt und
liegt dort direkt auf der Außenseite der
Dämmung 34 auf.
Der so entstandene Überstand hat
den Vorteil, dass auch von unten keine Feuchtigkeit hinter die Abdichtung 2 gelangen
kann. Die Breite des Überstands
S2 beträgt
3 cm bis 30 cm.
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Die
Bahnen werden wenige Zentimeter über der
Grenze des Erdreichs 44 geführt. Die Breite S1 des
Anteils der Verbundabdichtung 2, die über dem Erdreich 20 liegt
beträgt
hier wenige Zentimeter. Alternativ kann sich die Oberkante der Abdichtung 2 auch
wenige Zentimeter unterhalb der Grenze 44 befinden, wenn
die oberste Sicht des Erdreichs beispielsweise Schüttgut mit
relativ hohem Durchmesser ist.
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Alternativ
zum hier beschriebenen Ausführungsbeispiel
kann es erforderlich sein, dass mehrere Bahnen notwendig sind, um
den im Erdbereich liegenden Unterputz 30 vollständig abzudecken.
Hierbei wird am Randbereich der Verbundabdichtung 2 eine
Klebestreifen 16 angebracht, um einzelne Bahnen leicht
miteinander verkleben zu können
und somit einen vollständigen
Schutz vor Feuchtigkeit zu schaffen.
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3 zeigt
die Abdichtung 2 einer Kellerwand 36, die bereits
teilweise durch die Verbundabdichtung 2 vor Feuchtigkeit
geschützt
ist. Die Abdichtung 2 ist auch bei diesem Ausführungsbeispiel
bahnförmig
ausgebildet, wird jedoch vertikal auf die
Kellerwand 36 aufgebracht. Um eine schnellere Verarbeitung
zu ermöglichen,
sind die Bahnen breiter als im vorangehen Ausführungsbeispiel, vorzugsweise
ca. 1 m.
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Auch
hier werden die einzelnen Bahnen durch einen klebrigen Voranstrich
für die
Dauer der Montage an die Kellerwand 36 geklebt und später durch
das Erdreich 20 dauerhaft an die Kellerwand 36 gedrückt.
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Durch
eine Überlappung 46 der
Bahnrandbereiche kann verhindert werden, dass Feuchtigkeit im Bereich
zwischen zwei Bahnen hinter die Abdichtung 2 gelangt. Alternativ
kann durch eine selbstklebende Überlappung 46 erreicht
werden, dass sich die Bahnen leicht miteinander verkleben lassen,
wodurch sich die Überlappung 46 auf
wenige Zentimeter reduzieren lässt.
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Die
Bahnen werden über
die Grenze des Erdreichs 44 nach oben hinaus geführt. Die
Breite S1 des Anteils der Verbundabdichtung 2,
die über
dem Erdreich 20 liegt beträgt hierbei wenige Zentimeter. An
der oberen Kante der Abdichtung 2 kann auch hier mit Hilfe
einer Dicht- und Klebeeinrichtung 32 die Abdichtung 2 befestigt
und vor dem Eindringen vor Feuchtigkeit geschützt werden. Alternative Ausführungen
lassen auch zu, dass sich die obere Kante der Abdichtung 2 wenige
Zentimeter unterhalb der Grenze des Erdreichs 44 befindet
oder bündig
mit diesem abgeschnitten wird.
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- 2
- Verbundabdichtung
- 4
- Obere
Funktionslage
- 6
- Obere
Zwischenlage
- 8
- Trennlage
- 10
- Untere
Zwischenlage
- 12
- Untere
Funktionslage
- 14
- Gittergelege
- 16
- Klebestreifen
- 20
- Erdreich
- 30
- Unterputz
- 32
- Silikonkleber
- 34
- Dämmung
- 36
- Kellerwand
- 38
- Außenwand
- 40
- Bodenplatte
- 42
- Oberputz
- 44
- Grenze
des Erdreichs
- 46
- Überlappung
- A
- Breite
des Klebestreifens
- B
- Breite
des Bereichs ohne Funktion- und Zwischenlagen
- S1
- Höhe des Anteils
der Verbundabdichtung über dem
Erdreich
- S2
- Höhe des Anteils
der Verbundabdichtung unterhalb der Unterkante des Unterputzes