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DE102007011666A1 - Mehrlagige Verbundabdichtung - Google Patents

Mehrlagige Verbundabdichtung Download PDF

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DE102007011666A1
DE102007011666A1 DE200710011666 DE102007011666A DE102007011666A1 DE 102007011666 A1 DE102007011666 A1 DE 102007011666A1 DE 200710011666 DE200710011666 DE 200710011666 DE 102007011666 A DE102007011666 A DE 102007011666A DE 102007011666 A1 DE102007011666 A1 DE 102007011666A1
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Germany
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Ceased
Application number
DE200710011666
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English (en)
Inventor
Franz Turtenwald
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BTF PRODUKTENTWICKLUNGS und VE
BTF PRODUKTENTWICKLUNGS- und VERTRIEBS-GMBH
Original Assignee
BTF PRODUKTENTWICKLUNGS und VE
BTF PRODUKTENTWICKLUNGS- und VERTRIEBS-GMBH
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Publication date
Application filed by BTF PRODUKTENTWICKLUNGS und VE, BTF PRODUKTENTWICKLUNGS- und VERTRIEBS-GMBH filed Critical BTF PRODUKTENTWICKLUNGS und VE
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Ceased legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D17/00Excavations; Bordering of excavations; Making embankments
    • E02D17/20Securing of slopes or inclines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Paleontology (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Building Environments (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine mehrlagige Verbundabdichtung (2) im Baubereich. Insbesondere betrifft die Erfindung einen mehrlagigen Verbund (2) zur Abdichtung eines erdberührenden Bereichs. Der Verbund (2) ist hierbei aus mindestens einer Trennlage (8) und mindestens einer Funktionslage (4, 12) ausgebildet. Vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Abdichtung (2) verwenden die Trennlage (8) als Feuchtigkeits- und Dampfsperre, während die Funktionslage (4, 12) zum Schutz und zur leichteren Verarbeitung des Gesamtverbunds (2) genutzt wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine mehrlagige Verbundabdichtung im Baubereich. Insbesondere betrifft die Erfindung einen mehrlagigen Verbund zur Abdichtung eines erdberührten Bereichs.
  • Im Bauwesen spielt bei der Nutzbarmachung von Keller oder Tiefgeschossen die Abdichtung eine wichtige Rolle. Zum Schutz von Kellerbereichen oder erdberührenden Hausbereichen vor schädigende Wasseraufnahme und zum Schutz vor eindringendem Wasser werden wasserabweisende Schutzanstriche, mineralische Abdichtungen oder Imprägnierungen verwendet. Alternativ werden auf die betroffenen Flächen Isolier- oder Bitumenpappen aufgebracht.
  • Besonders bei der Verarbeitung der Kellerabdichtungen haben sich verschiedene Nachteile gezeigt. Das Aufbringen von Schutzanstrichen oder Dichtungsschlämmen ist zeitaufwendig und somit mit höheren Kosten verbunden. Zudem muss nach der Verarbeitung der Materialien die Trockenzeit abgewartet werden, bis die Arbeiten an diesem Bereich fortgesetzt werden können. Im erdberührenden Bereich ist es zudem wichtig, dass ein lang anhaltender Schutz vor Feuchtigkeit vorhanden ist notwendig, um später teure Sanierungsarbeiten (z. B. Trockenlegung der Kellerwände durch Aufgraben) zu verhindern.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Abdichtung vorzusehen, die sich durch gute Verarbeitungseigenschaften und einen guten, lang anhaltenden Schutz gegen Feuchtigkeitsdiffusion auszeichnet.
  • Die Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1, 20 bzw. 23 gelöst.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand von Unteransprüchen.
  • Gemäß Anspruch 1 wird zur Abdichtung ein Verbund aus mindestens einer Trennlage und mindestens einer Funktionslage verwendet. Die mindestens eine Trennlage dient hierbei als Feuchtigkeits- und/oder Dampfsperre.
  • Die mindestens zwei Lagen nach Anspruch 1 können verschieden verbunden sein. Besonders vorteilhaft ist das Verkleben, Kaschieren, Aufspritzen, Verschmelzen, Verketten und die Schmelzpressung. Hierbei können bei mehr als zwei Lagen auch unterschiedliche Verfahren verwendet werden, um die einzelnen Lagen miteinander zu verbinden. Auch Zwischen- bzw. weitere Lagen können zur Verbindung von Trennlage und Funktionslage vorgesehen sein.
  • Um den Verbund später leicht verarbeiten zu können, hat sich das bahnförmige Ausbilden der Abdichtung als besonders vorteilhaft erwiesen. Die mehrlagige Verbundabdichtung lässt sich so zunächst besonders platzsparend lagern und transportieren, und reduziert die damit verbundenen Kosten. Gleichzeitig lassen sich die Bahnen später leicht und unkompliziert verarbeiten. Die Breite der einzelnen Bahnen kann je nach Verwendungszweck variieren. Vorteilhafte Breiten liegen zwischen 50 cm und 100 cm. Für große Flächen können breitere Bahnen vorteilhaft sein, während schmälere Bahnen zum Abdichten von Kanten oder Übergängen verwendet werden.
  • Die Trennlagen oder einzelne Trennlagen können aus unterschiedlichen Materialien ausgebildet sein. Aufgrund sehr guter feuchtigkeits- und dampfsperrender Eigenschaften hat sich z. B. Aluminium oder ein Aluminiumverbund als besonders geeignet erwiesen. Vorzugsweise kann das Aluminium kunststoffbeschichtet oder in Kunststoff eingelassen sein. Aber auch Varianten aus Polymeren, wie beispielsweise Polyester oder Polyethylen (PE), weisen die gewünschten Eigenschaften auf und können kostengünstiger sein. Besteht der Verbund aus mehreren Trennlagen, so können diese alle aus dem gleichen Material ausgebildet sein, aber auch unterschiedliche Materialien für einzelne Lagen bieten Vorteile. Durch das Verwenden verschiedener Materialien lassen sich die Eigenschaften der verschiedenen Stoffe addieren und somit eine besonders vorteilhafte Ausführung ausbilden.
  • Besonders bevorzugt sind Verbundabdichtungen, bei denen zwischen den Trennlagen und den Funktionslagen weitere Lagen zur Anwendung kommen. Hierbei kann diese weitere Lage auf nur einer Seite oder aber auf beiden Seiten der Trennlage aufgebracht sein. Die zusätzliche Lage kann zur Verbesserung der Haftung zwischen einer Trennlage und einer Funktionslage verwendet werden. Bevorzugt ist die Lage auch aus Kunststoff (wie z. B. Polyolefin) ausgebildet. Eine Lage aus Kunststoff bietet zusätzlich den Vorteil, dass sie die Trennlage vor Beschädigungen schützt und somit für eine erhöhte Stabilität des Verbunds sorgt.
  • Das Flächengewicht der weiteren Lage liegt vorzugsweise im Bereich von 10 g/m2 bis 200 g/m2, bevorzugt zwischen 20 g/m2 und 100 g/m2 und besonders bevorzugt zwischen 30 g/m2 und 50 g/m2. Als besonders geeignet hat sich für die erfindungsgemäße Abdichtung ein Lage von 35 g/m2 erwiesen. Die Stärke der weiteren Lage beträgt vorzugsweise maximal 200 μm, bevorzugt maximal 100 μm und besonders bevorzugt maximal 50 μm. Gleichzeitig ist die Lage vorzugsweise mindestens 10 μm, bevorzugt mindestens 15 μm stark.
  • Wie bereits angedeutet, kann die mindestens eine Funktionslage mehrere Aufgaben übernehmen. Die Funktionslage kann beispielsweise verwendet werden, um die Stabilität der Trennlage zu erhöhen und sie somit vor Zerreißen und Durchstoßen schützen. Löcher und Risse in der Abdichtung sind auf jeden Fall zu verhindern, da durch diese Feuchtigkeit hinter oder unter die Abdichtung gelangen kann. Der verbesserte Schutz der Trennlage kann ermöglichen, die Stärke der Trennlage zu reduzieren und, da diese meist aus hochwertigerem – und damit teurerem – Material hergestellt wird, den Preis für den Gesamtverbund zu senken. Außerdem kann die Funktionslage gegenüber der Trennlage eine erhöhte Haftungseigenschaft aufweisen und sich somit als besonders vorteilhaft für die Verarbeitung erweisen.
  • Es ist nicht notwendig, dass eine einzige Funktionslage alle Eigenschaften gleichzeitig aufweisen muss. Durch einen Verbund aus mehreren Lagen, die nicht notwendigerweise benachbart sein müssen, lassen sich die gewünschten Eigenschaften auch erzielen.
  • Dadurch, dass die Verbundabdichtung durch die Funktionslagen bereits geschützt ist, kann auf die im erdberührenden Bereich sonst übliche Schutzlage (z. B. Noppenfolie) verzichtet werden. Die zusätzliche Schutzlage wird ansonsten zwischen Abdichtung und Erdreich angebracht und dient dazu, die Abdichtung vor Beschädigung zu schützen. Durch das Verwenden der erfindungsgemäßen Verbundabdichtung ist diese zusätzliche Schutzlage überflüssig, da der notwendige Schutz hier durch die Funktionslage bereits bereitgestellt wird. Hierdurch reduzieren sich die Gesamtarbeitszeit und die damit verbundenen Kosten, die zum Abdichten benötigt werden.
  • Ein wichtiges Kriterium für die Haftungseigenschaft einer Oberfläche stellt die Rauigkeit dar. Wählt man deshalb für die äußeren Lagen des Abdichtverbunds eine Funktionslage aus einem Material oder einer Oberflächenstruktur, die gegenüber der Trennlage rauer ist, so lässt sich der Gesamtverbund sehr leicht durch Verkleben oder Kaschieren mit seinem Untergrund oder an einer Wand befestigen.
  • Als vorteilhaft haben sich Funktionslagen aus Vlies oder aus einem Vliesverbund erwiesen. Die verwendeten Fasern der Vlieslage können bei der erfindungsgemäßen Verbundabdichtung unterschiedlicher Art sein, beispielsweise aus pflanzlichen Fasern, Cellulose-Fasern, chemische Fasern (z. B. Polymerfasern), Recyclingfasern oder Gemischen hiervon. Als besonders geeignet haben sich jedoch Fasern aus Polypropylen (PP) erwiesen, da diese besonders widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse sind. Das Vlies kann aus oder überwiegend aus nur einer Art bestehen, aber auch ein Gemisch von mindestens zwei Faserarten kann zum Einsatz kommen. Die Vlieslage kann außerdem alternativ aus mehreren unterschiedlichen Lagen zusammengesetzt sein, wobei verschiedene Lagen aus unterschiedlichen Materialien und/oder Dichten bestehen können. Durch die Verwendung von unterschiedlichen Dichten oder Dichtegradienten lässt sich der Vliesverbund besser an unterschiedliche Aufgabe anpassen.
  • Spinnvliese haben sich als besonders vorteilhaft bei der Verwendung als Funktionslage erwiesen, da sie sehr widerstandsfähig sind und bei der Herstellung aus Kunststoff eine sehr gute Haltbarkeit aufweisen. Das Hydrophilieren der Funktionslage kann besonders bei der Verarbeitung der Verbundabdichtung von Vorteil sein.
  • Das Flächengewicht der Vlies- bzw. der Vliesverbundlage liegt vorzugsweise im Bereich von 10 g/m2 bis 200 g/m2, bevorzugt zwischen 20 g/m2 und 100 g/m2 und besonders bevorzugt zwischen 30 g/m2 und 50 g/m2. Als besonders geeignet hat sich für die erfindungsgemäße Abdichtung ein Vlies mit einem Flächengewicht von 40 g/m2 erwiesen. Die Stärke der Vlies- bzw. der Vliesverbundlage beträgt vorzugsweise maximal 200 μm, bevorzugt maximal 150 μm und besonders bevorzugt maximal 100 μm. Gleichzeitig ist die Lage vorzugsweise mindestens 10 μm, bevorzugt mindestens 15 μm und besonders bevorzugt mindestens 20 μm stark.
  • Die Dichte der Vlies- bzw. der Vliesverbundlage liegt vorzugsweise im Bereich von 0,4 g/cm3 bis 0,9 g/cm3, bevorzugt zwischen 0,5 g/cm3 und 0,8 g/cm3 und besonders bevorzugt zwischen 0,6 g/cm3 und 0,7 g/cm3.
  • Durch das zusätzliche Verwenden eines Gittergeleges in der Verbundabdichtung hat sich herausgestellt, dass sich die Stabilität und die Reißfestigkeit weiter erhöhen lassen. Das Gittergelege kann hierbei auf der Ober- und/oder Unterseite des Verbunds und/oder zwischen zwei Lagen angebracht sein. Auch können mehrere nicht notwendigerweise benachbarte Lagen Gittergelege in einer einzigen Verbundabdichtung verwendet werden. Anstelle von mehreren Gittergelegen, bietet sich alternativ auch ein einzelnes feinmaschigeres Gittergelege an. Um eine sehr hohe Reißfestigkeit zu erreichen, haben sich Gittergelege aus hochfesten Fasern als besonders geeignet herausgestellt.
  • Da ein besonderer Vorteil der Verbundabdichtung die leichte Verarbeitung sein soll, bietet es sich an, dass auf mindestens einer Lage ein Bereich, vorzugsweise am Rand der Abdichtung, vollständig oder teilweise Klebstoff aufweist. Durch den Klebstoff lassen sich die einzelnen Bahnen sehr leicht miteinander verkleben. Als besonders vorteilhaft hat sich die Verwendung von Klebestreifen an den Rändern erwiesen.
  • Um eine höhere Haftung des Klebestreifens und gleichzeitig eine verbesserte Feuchtigkeitssperre zu erhalten, kann die Abdichtung so ausgebildet sein, dass Teilbereiche oder ein Randbereich keine Funktionslage und/oder keine weitere Lage und/oder kein Gittergelege aufweisen und somit der Klebestreifen in diesem freien Bereich direkt auf die Trennlage aufgebracht werden kann.
  • Obwohl die erfindungsgemäße, mehrlagige Verbundabdichtung für eine Vielzahl von Verwendungen geeignet ist, haben sich einige als besonders vorteilhaft herausgestellt, die nun vorgestellt werden sollen. Um die Lesbarkeit des Textes zu erleichtern, wird im Folgenden nur auf die Verwendung der mehrlagigen Abdichtung eingegangen. Gleiche Aussagen sich jedoch auch für eine entsprechende Anordnung gültig und werden durch die entsprechenden Ansprüche ebenfalls abgedeckt.
  • Eine besonders vorteilhafte Verwendung stellt das Aufbringen der erfindungsgemäßen Abdichtung auf einen im erdberührenden Bereich liegenden Putz dar. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass die Abdichtung so aufgebracht wird, dass sie über die Unterkante des Putzes hinaus nach unten geführt wird. Die Abdichtung sollte hierbei vorzugsweise 3 cm bis 30 cm, bevorzugt 4 cm bis 20 cm, besonders bevorzugt 5 cm bis 10 cm über die Unterkante des Putzes überstehen und dadurch weit genug nach unten reichen, um zu verhindern, dass von unten Feuchtigkeit an den Putz gelangt.
  • Zur Befestigung der Verbundabdichtung auf dem Putz bieten sich insbesondere das Kleben oder das Kaschieren an. Als besonders vorteilhaft hat sich das Aufbringen des Verbunds auf einen klebrigen Voranstrich erwiesen. Da der Verbund später durch das Erdreich an die Wand gedrückt wird, ist es meist ausreichend, wenn der Klebstoff die Abdichtung für die Dauer der Montage befestigt.
  • Eine zügige Verarbeitung der mehrlagigen Verbundabdichtung lässt sich durch ein horizontales Aufbringen der Bahnen auf die Unterkante des Putzes erreichen. Die Bahnen sollten hierbei breit genug sein, damit der gesamte erdberührende Bereich des Putzes abdeckt ist. Alternativ können mehrere Bahnen verwendet werden, die miteinander verklebt werden. Um den Schutz weiter zu verbessern, kann im oberen Bereich der Verbundabdichtung zusätzlich ein Kleb- und/oder Dichtmittel verwendet werden, hierbei hat sich Silikonkleber als besonders geeignet herausgestellt. Durch das Anbringen des Kleb- und/oder Dichtmittels kann verhindert werden, dass Feuchtigkeit von oben zwischen die Abdichtung und die Hauswand gelangen kann.
  • Eine weitere vorteilhafte Verwendung der mehrlagigen Verbundabdichtung stellt das Aufbringen der Abdichtung auf eine ganz oder eine zum Teil im Erdreich liegende Wand dar, um diese vor Feuchtigkeit aus dem Erdreich zu schützen. Besonders vorteilhaft hat sich die Abdichtung erwiesen, wenn sie so angebracht wird, dass ihre Oberkante über dem Erdreich liegt. Die Bahnen werden so angebracht, dass sich die Randbereiche überlappen. Um einen verbesserten Schutz zu gewähren, können die Bahnen zusätzlich durch Klebestreifen verklebt werden.
  • Auch hier muss die Verbundabdichtung nur für die Dauer der Montage durch ein Befestigungsmittel an der Wand angebracht werden. Wie bei der zuerst beschriebenen Verwendung können auch hier die Bahnen durch Kleben oder Kaschieren befestigt werden. Da auch in diesem Fall das Erdreich später die Bahnen gegen die Wand drückt, kann ebenfalls auf ein kompliziertes Klebe- oder Befestigungssystem verzichtet werden.
  • Anhand von Figuren werden Ausführungsformen der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 einen Querschnitt durch einen Verbundabdichtung gemäß einer ersten Ausführungsform,
  • 2 eine Verwendung der erfindungsgemäßen Abdichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform, und
  • 3 eine Verwendung der erfindungsgemäßen Abdichtung gemäß einer dritten Ausführungsform.
  • Die in 1, 2 und 3 dargestellten Objekte sind nicht maßstäblich und auch die Dickenrelationen zueinander dienen nur der Verdeutlichung.
  • 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer Verbundabdichtung 2, die beispielsweise im erdberührenden Bereich zum Schutz vor Wasser verwendet werden kann. Die Verbundabdichtung 2 ist aus mehreren Lagen 4, 6, 8, 10, 12, 14 ausgebildet. Die oberste und unterste Lage 4, 12 sind Funktionslagen aus einem hydrophiliertem Polypropylen-Spinnvlies. Durch diese Lagen werden die eingeschlossenen Lagen 6, 8, 10, 14 vor Zerreißen und Durchstoßen geschützt. Gleichzeitig weist das Vlies gegenüber einer Trennlage 8 eine erheblich höhere Rauigkeit der Oberfläche auf und erleichtert somit das Verkleben des Gesamtverbunds an Wänden.
  • Die Trennlage 8 der Verbundabdichtung 2 dient als Feuchtigkeits- und Dampfsperre und ist aus einem kunststoffbeschichteten Aluminiumverbund ausgebildet. Alternative Ausgestaltungen können beispielsweise auch Polyethylen-Folien oder andere feuchtigkeitsundurchlässige Lagen verwenden. Als bevorzugte Starke des Aluminiums haben sich 10 μm bis 15 μm erwiesen. Abhängig vom verwendeten Material und dem Verwendungszweck des Verbunds 2 können jedoch auch dickere oder dünnere Lagen zum Einsatz kommen.
  • Zwischen der Trennlage 8 und den Funktionslagen 4, 12 sind zwei Zwischenlagen 6, 10 aus Polyolefin vorgesehen, die als Haftvermittler wirken. Zusätzlich schützen und stabilisieren sie die Trennlage 8.
  • Durch ein Gittergelege 14, das sich zwischen der unteren Funktionslage 12 und der benachbarten Zwischenlage 10 befindet, erhält der gesamte Abdichtungsverbund 2 eine verbesserte Reiß- und Zugfestigkeit. Um eine besonders hohe Stabilität zu erreichen bietet sich ein Gittergelege aus hochfesten Fasern an.
  • In einem Randbereich der Abdichtung sind die untere Funktionslage 12 und die untere Zwischenlage 10 nicht bis zum Rand ausgebildet. Die Breite des Bereichs B beträgt ca. 5 cm. In diesem Bereich wird vollständig oder teilweise ein Klebestreifen 16 aufgebracht. Eine Breite A von 3 cm für den Klebestreifen 16 hat sich als besonders geeignet herausgestellt, um mehrere Bahnen miteinander zu verkleben und dadurch das Eindringen von Feuchtigkeit in diesem Bereich zu verhindern. Es hat sich außerdem herausgestellt, dass durch das Aufbringen des Klebestoffs 16 direkt auf die Trennlage 8 ein besserer Schutz vor Feuchtigkeit ermöglicht wird. Bei weiteren Ausgestaltungen kann der Klebstreifen 16 und der dafür vorgesehene Bereich auch andere Maße haben oder kann sich anstelle auf der Unterseite, auch auf der oberen Seite der Abdichtung befinden.
  • 2 zeigt die Verbundabdichtung 2, die zum Schutz vor Feuchtigkeit über einen im Erdreich 20 liegenden Unterputz 30 aufgebracht ist. Der Unterputz 30, der auf die Außenseite einer Hauswand 38 und eine außen auf eine Bodenplatte 40 und eine Kellerwand 36 aufgebrachte Dämmung 34 aufgebracht ist, reicht typischerweise 10 cm bis 40 cm in das Erdreich 20, während ein Oberputz 42 sich meist außerhalb des erdberührenden Bereichs befindet.
  • Die Verbundabdichtung 2 wird bei der Montage auf einen klebrigen Voranstrich aufgebracht. Durch die rauen Funktionslagen 4, 12 bleibt der Gesamtverbund 2 gut haften. Da der Verbund 2 später jedoch durch das Erdreich 20 an den Unterputz 30 und die Dämmung 34 gedrückt wird, sind Voranstriche ausreichend, die nur eine kurzzeitige Haftung aufweisen. Auch kann es ausreichend sein, nur auf einem Teil des Untergrunds einen klebrigen Voranstrich vorzusehen.
  • Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Verbundabdichtung 2 bahnförmig mit einer Breite von ca. 50 cm und mehreren Meter Länge ausgebildet. Die einzelnen Bahnen lassen sich so in einem einzigen Arbeitsschritt horizontal auf den gewünschten Bereich aufbringen, um den Putz 30 vor Feuchtigkeit zu schützen.
  • Zur Befestigung wird ein Silikonkleber 32 verwendet, der im oberen Bereich der Abdichtung zwischen dem Verbund 2 und den Unterputz 30 angebracht wird. Der Silikonkleber 32 übernimmt hierbei zwei Aufgaben. Zum einen wird die Abdichtung 2 durch die klebenden Eigenschaften am Unterputz 30 befestigt. Zusätzlich wird aber auch verhindert, dass Feuchtigkeit, beispielsweise an der Hauswand herunterlaufendes Wasser, zwischen den Unterputz 30 und die Abdichtung 2 laufen kann.
  • Um den Unterputz 30 ideal schützen zu können, wird die Verbundabdichtung 2 einige Zentimeter über die Unterkante des Unterputzes 30 nach unten hinausgeführt und liegt dort direkt auf der Außenseite der Dämmung 34 auf. Der so entstandene Überstand hat den Vorteil, dass auch von unten keine Feuchtigkeit hinter die Abdichtung 2 gelangen kann. Die Breite des Überstands S2 beträgt 3 cm bis 30 cm.
  • Die Bahnen werden wenige Zentimeter über der Grenze des Erdreichs 44 geführt. Die Breite S1 des Anteils der Verbundabdichtung 2, die über dem Erdreich 20 liegt beträgt hier wenige Zentimeter. Alternativ kann sich die Oberkante der Abdichtung 2 auch wenige Zentimeter unterhalb der Grenze 44 befinden, wenn die oberste Sicht des Erdreichs beispielsweise Schüttgut mit relativ hohem Durchmesser ist.
  • Alternativ zum hier beschriebenen Ausführungsbeispiel kann es erforderlich sein, dass mehrere Bahnen notwendig sind, um den im Erdbereich liegenden Unterputz 30 vollständig abzudecken. Hierbei wird am Randbereich der Verbundabdichtung 2 eine Klebestreifen 16 angebracht, um einzelne Bahnen leicht miteinander verkleben zu können und somit einen vollständigen Schutz vor Feuchtigkeit zu schaffen.
  • 3 zeigt die Abdichtung 2 einer Kellerwand 36, die bereits teilweise durch die Verbundabdichtung 2 vor Feuchtigkeit geschützt ist. Die Abdichtung 2 ist auch bei diesem Ausführungsbeispiel bahnförmig ausgebildet, wird jedoch vertikal auf die Kellerwand 36 aufgebracht. Um eine schnellere Verarbeitung zu ermöglichen, sind die Bahnen breiter als im vorangehen Ausführungsbeispiel, vorzugsweise ca. 1 m.
  • Auch hier werden die einzelnen Bahnen durch einen klebrigen Voranstrich für die Dauer der Montage an die Kellerwand 36 geklebt und später durch das Erdreich 20 dauerhaft an die Kellerwand 36 gedrückt.
  • Durch eine Überlappung 46 der Bahnrandbereiche kann verhindert werden, dass Feuchtigkeit im Bereich zwischen zwei Bahnen hinter die Abdichtung 2 gelangt. Alternativ kann durch eine selbstklebende Überlappung 46 erreicht werden, dass sich die Bahnen leicht miteinander verkleben lassen, wodurch sich die Überlappung 46 auf wenige Zentimeter reduzieren lässt.
  • Die Bahnen werden über die Grenze des Erdreichs 44 nach oben hinaus geführt. Die Breite S1 des Anteils der Verbundabdichtung 2, die über dem Erdreich 20 liegt beträgt hierbei wenige Zentimeter. An der oberen Kante der Abdichtung 2 kann auch hier mit Hilfe einer Dicht- und Klebeeinrichtung 32 die Abdichtung 2 befestigt und vor dem Eindringen vor Feuchtigkeit geschützt werden. Alternative Ausführungen lassen auch zu, dass sich die obere Kante der Abdichtung 2 wenige Zentimeter unterhalb der Grenze des Erdreichs 44 befindet oder bündig mit diesem abgeschnitten wird.
  • 2
    Verbundabdichtung
    4
    Obere Funktionslage
    6
    Obere Zwischenlage
    8
    Trennlage
    10
    Untere Zwischenlage
    12
    Untere Funktionslage
    14
    Gittergelege
    16
    Klebestreifen
    20
    Erdreich
    30
    Unterputz
    32
    Silikonkleber
    34
    Dämmung
    36
    Kellerwand
    38
    Außenwand
    40
    Bodenplatte
    42
    Oberputz
    44
    Grenze des Erdreichs
    46
    Überlappung
    A
    Breite des Klebestreifens
    B
    Breite des Bereichs ohne Funktion- und Zwischenlagen
    S1
    Höhe des Anteils der Verbundabdichtung über dem Erdreich
    S2
    Höhe des Anteils der Verbundabdichtung unterhalb der Unterkante des Unterputzes

Claims (27)

  1. Mehrlagige Verbundabdichtung (2), insbesondere mehrlagige Verbundabdichtung im erdberührten Bereich, bestehend aus mindestens einer feuchtigkeitsundurchlässigen und/oder dampfsperrenden Trennlage (8), und mindestens einer mit der mindestens einen Trennlage (8) verbundenen Funktionslage (4, 12).
  2. Abdichtung nach Anspruch 1, wobei die mindestens zwei Funktionslagen (4, 8, 12) mittels Verkleben, Kaschieren, Aufspritzen, Verschmelzen, Verketten und/oder Schmelzpressung miteinander verbunden sind.
  3. Abdichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Verbundabdichtung (2) bahnförmig ausgebildet ist.
  4. Abdichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Trennlage (8) oder mindestens eine der Trennlagen (8) aus einem Polymer, Polyester, Polyethylen (PE), Aluminium oder/und einem Aluminiumverbund ausgebildet ist oder sind.
  5. Abdichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens eine Trennlage (8) ein- oder beidseitig eine weitere Lage (6, 10) aufweist, insbesondere eine Haftlage zur Verbindung der zumindest einen Trennlage (8) mit der angrenzenden Funktionslage (4, 12).
  6. Abdichtung nach Anspruch 5, wobei die weitere Lage (6, 10) aus einem Kunststoff ausgebildet ist, insbesondere aus Polyolefin.
  7. Abdichtung nach Anspruch 5 oder 6, wobei die weitere Lage (6, 10) ein Flächengewicht von vorzugsweise 10 g/m2–200 g/m2, bevorzugt 20 g/m2–100 g/m2 und besonders bevorzugt 30 g/m2–50 g/m2 aufweist.
  8. Abdichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens eine Funktionslage (4, 12) einen Zerreißschutz für die zumindest eine Trennlage (8), einen Durchstoßschutz für die zumindest eine Trennlage (8) und/oder eine im Vergleich zur Trennlage (8) erhöhte Haftungseigenschaft aufweist.
  9. Abdichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Oberfläche des Verbunds (2) eine im Vergleich zur Trennlage (8) erhöhte Oberflächenrauigkeit aufweist.
  10. Abdichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Funktionslage (4, 12) aus oder überwiegend aus Polypropylen (PP), pflanzlichen, Cellulose-, Polymer- oder Recyclingfasern ausgebildet ist, oder aus einem Gemisch mindestens zwei dieser Faserarten.
  11. Abdichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens eine Funktionslage (4, 12) hydrophil ist.
  12. Abdichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens eine Funktionslage (4, 12) aus einem Vlies oder einem Vliesverbund ausgebildet ist.
  13. Abdichtung nach Anspruch 12, wobei mindestens eine der Vlies- bzw. Vliesverbundlagen (4, 12) aus einem Spinnvlies ausgebildet ist.
  14. Abdichtung nach Anspruch 12 oder 13, wobei die Vlies- bzw. Vliesverbundlage (4, 12) ein Flächengewicht von vorzugsweise 10 g/m2–200 g/m2, bevorzugt 20 g/m2–100 g/m2 und besonders bevorzugt 30 g/m2–50 g/m2 aufweist.
  15. Abdichtung nach Anspruch 12, 13 oder 14, wobei die Vlies- bzw. Vliesverbundlage (4, 12) eine Stärke von vorzugsweise 10 μm–200 μm, bevorzugt 15 μm–150 μm und besonders bevorzugt von 20 μm–100 μm aufweist.
  16. Abdichtung nach einer der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abdichtung (2) auf der Ober- oder Unterseite oder zwischen den Lagen (4, 6, 8, 10, 12) mindestens ein Gittergelege (14) aufweist.
  17. Abdichtung nach Anspruch 16, wobei das Gittergelege (14) aus hochfesten Fasern ausgebildet ist.
  18. Abdichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine der Lagen (4, 6, 8, 10, 12) zumindest einen Bereich aufweist, vorzugsweise einen Bereich am Rand der Trennlage (8), der zur Außenfläche freiliegend ist und der auf der freiliegenden Fläche vollständig oder teilweise Klebstoff (16) aufweist, wobei der Klebstoff (16) vorzugsweise als Klebestreifen (16) aufgebracht ist.
  19. Abdichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abdichtung (2) bahnförmig ausgebildet ist und mindestens eine Funktionslage (4, 12) und/oder mindestens eine der weiteren Lagen (6, 10) in einem Teilbereich oder einem Randbereich der Abdichtbahn nicht ausgebildet ist und der Klebestreifen (16) in diesem freien Bereich direkt auf die freiliegende Lage aufgebracht ist, vorzugsweise auf die Trennlage (8) aufgebracht ist.
  20. Verwendung oder Anordnung der mehrlagigen Verbundabdichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Verbundabdichtung (2) auf einen im erdberührenden Bereich liegenden Putz (30) aufgebracht wird oder ist.
  21. Verwendung oder Anordnung nach Anspruch 20, wobei die Abdichtung (2) vorzugsweise 3 cm–30 cm, bevorzugt 4 cm–20 cm, besonders bevorzugt 5 cm–10 cm über die Unterkante des Putzes (30) hinunter (S2) ausgebildet wird oder ist.
  22. Verwendung oder Anordnung nach Anspruch 20 oder 21, wobei die Verbundabdichtung (2) bahnförmig horizontal verlaufend auf die Kante des Putzes (30) aufgebracht wird oder ist.
  23. Verwendung oder Anordnung der mehrlagigen Verbundabdichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, wobei die Abdichtung (2) zumindest auf einen Teil der Außenseite einer im Erdreich (20) liegenden Wand (36, 38) aufgebracht wird oder ist.
  24. Verwendung oder Anordnung nach Anspruch 23, wobei die Verbundabdichtung (2) bahnförmig vertikal verlaufend aufgebracht wird oder ist.
  25. Verwendung oder Anordnung nach einem der Ansprüche 20 bis 24, wobei die Verbundabdichtung (2) im oberen Bereich eine Dicht- und/oder Klebeinrichtung (32) aufweist, wobei die Dicht- und/oder Klebeeinrichtung (32) das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert, wobei die Dicht- und/oder Klebeeinrichtung (32) vorteilhaft ein Silikonkleber (32) ist.
  26. Verwendung oder Anordnung nach einem der Ansprüche 20 bis 25, wobei die Verbundabdichtung (2) mittels eines Befestigungsmittels an der Wand (36, 38) befestigbar ist oder befestigt wird, insbesondere durch Kleben oder Kaschieren.
  27. Verwendung oder Anordnung nach einem der Ansprüche 20 bis 26, wobei die Abdichtung (2) über dem Erdreich (20) überstehend aufgebracht wird oder ist.
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