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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Reinigungsvorrichtung zur Reinigung
von Sitzschienen für ein
Flugzeug, ein Sitzsystem zur Reinigung von Sitzschienen für ein Flugzeug
und ein Verfahren zur Reinigung von Sitzschienen für ein Flugzeug
sowie die Verwendung einer Reinigungsvorrichtung in einem Flugzeug
und ein Flugzeug mit einer Reinigungsvorrichtung.
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Hintergrund der Erfindung
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In
heutigen Passagierflugzeugen werden die Sitze über Sitzfüße mit der Flugzeugstruktur
bzw. dem Flugzeugboden befestigt. Zur schnelleren Umgestaltung des
Kabinenlayouts werden die Sitzfüße an einer
Sitzschiene befestigt, welche in Längsrichtung des Flugzeugrumpfes
verläuft.
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Beim
Verschieben der Sitze muss stets darauf geachtet werden, dass die
Sitzschienen nicht zu stark verschmutzt sind, um einen Abrieb und
einen Verschleiß durch
das Verschieben zu vermeiden.
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Darstellung der Erfindung
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Reinigung einer
Sitzschiene zu ermöglichen.
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Die
Aufgabe wird durch eine Reinigungsvorrichtung zur Reinigung von
Sitzschienen für
ein Flugzeug, einem Reinigungssystem zur Reinigung von Sitzschienen
für ein
Flugzeug, einem Verfahren zum Reinigen von Sitzschienen für ein Flugzeug
sowie durch eine Verwendung einer Reinigungsvorrichtung in einem
Flugzeug und ein Flugzeug mit einer Reinigungsvorrichtung mit den
Merkmalen gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst.
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Gemäß einer
ersten beispielhaften Ausführungsform
der Erfindung wird eine Reinigungsvorrichtung zur Reinigung von
Sitzschienen für
ein Flugzeug geschaffen. Die Reinigungsvorrichtung weist dabei ein
Reinigungselement auf. Die Reinigungsvorrichtung ist derart eingerichtet,
dass die Reinigungsvorrichtung in einer Führungsnut der Sitzschiene verfahrbar
ist. Die Reinigungsvorrichtung mit dem Reinigungselement ist derart
in der Führungsnut
der Sitzschiene eingerichtet, dass das Reinigungselement bündig an
einer Innenseite der Führungsnut
anlegbar ist.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
ist ein Sitzsystem zur Reinigung von Sitzschienen für ein Flugzeug
geschaffen. Das Sitzsystem weist einen Sitzfuß und eine oben beschriebene
Reinigungsvorrichtung auf. Der Sitzfuß ist eingerichtet, einen Sitz
an der Sitzschiene zu befestigen. Der Sitzfuß entlang der Sitzschiene ist
verfahrbar eingerichtet. Die Reinigungsvorrichtung ist derart mit
dem Sitzfuß verbunden,
dass die Reinigungsvorrichtung in einer Führungsnut der Sitzschiene verfahrbar
ist. Die Reinigungsvorrichtung ist derart in der Führungsnut
der Sitzschiene mit einem Reinigungselement eingerichtet, dass das
Reinigungselement bündig
an einer Innenseite der Führungsnut
anlegbar ist.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
wird ein Sitzsystem zur Reinigung von Sitzschienen für ein Flugzeug
geschaffen. Das Sitzsystem weist ein Sitzfußelement und eine oben beschriebene
Reinigungsvorrichtung auf. Das Sitzfußelement ist eingerichtet,
einen Sitz an der Sitzschiene zu befestigen. Das Sitzfußelement
ist entlang der Sitzschiene verfahrbar eingerichtet. Die Reinigungsvorrichtung
ist derart mit dem Sitzfußelement
verbunden, dass die Reinigungsvorrichtung in einer Führungsnut
der Sitzschiene verfahrbar ist. Die Reinigungsvorrichtung ist mit
dem Reinigungselement derart in der Führungsnut der Sitzschiene eingerichtet,
dass das Reinigungselement bündig
an einer Innenseite der Führungsnut
anlegbar ist.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
ist ein Verfahren zum Reinigen von Sitzschienen für ein Flugzeug
bereitgestellt. Eine Reinigungsvorrichtung mit einem Reinigungselement wird
in einer Führungsnut
der Sitzschiene verfahren. Das Reinigungselement wird bündig an
einer Innenfläche
der Führungsnut
angelegt.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
wird die oben beschriebene Reinigungsvorrichtung in einem Flugzeug
verwendet.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
wird ein Flugzeug mit der oben beschriebenen Reinigungsvorrichtung
geschaffen.
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Mit
der vorliegenden Erfindung wird eine Reinigungsvorrichtung geschaffen,
welche es ermöglicht,
während
des Verfahrens eines Sitzelementes den in der Führungsschiene sich befindenden Schmutz
zu lösen
und die Sitzschiene dadurch zu reinigen. In heutigen Passagierflugzeugen
kommt es beispielsweise durch den Verzehr von Nahrungsmitteln durch
die Passagiere oder durch Wartungsarbeiten häufig zu starken Verschmutzungen
in der Sitzschiene. Beim Verschieben der Sitzfüße entlang der Sitzschiene
treten durch die Verschmutzung häufig Blockaden
auf. Ferner verursachen die Verschmutzungen einen starken Abrieb.
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Die
vorliegende Reinigungsvorrichtung ermöglicht es, automatisch und
selbsttätig
während des
Verschiebens bzw. Entlangfahrens in einer Führungsnut der Sitzschiene den
Schmutz zu lösen
und nach außen
zu befördern.
Dabei liegt ein Reinigungselement, wie beispielsweise eine Bürste oder
ein Plättchen,
bündig
an einer Innenseite der Führungsnut
an und kratzt dabei während
des Verfahrens in der Sitzschiene die an der Innenseite haftenden
Verschmutzungen ab.
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Damit
wird ermöglicht,
dass ohne zusätzlichen
Aufwand eine automatische und selbsttätige Reinigung während des
Verschiebens erfolgt, sodass die Umrüstzeiten eines Kabinenlayouts
und auch die Montage von Sitzelementen in einer Flugzeugkabine beschleunigt
werden können.
Ein Verkanten des Sitzes beim Verschieben aufgrund starker Verschmutzungen
kann daher ebenso verhindert werden.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
ist die Reinigungsvorrichtung austauschbar an einem Sitzfußelement
befestigbar. Die Reinigungsvorrichtung kann somit schnell und flexibel
ausgetauscht werden. Somit können
bestehende Sitzfußelemente
durch die Reinigungsvorrichtung zügig nachgerüstet und zudem ein Austausch
der Reinigungsvorrichtung bei Defekt, beispielsweise aufgrund von
Verschleiß,
schnell behoben werden. Die Reinigungsvorrichtung kann in Verfahrrichtung
vorne und hinten am Sitzfußelement
befestigt werden, sodass beispielsweise auch eine Vielzahl von Reinigungsvorrichtungen
an einem einzigen Sitzfußelement
anbringbar sind. Somit kann eine bessere Reinigung bereitgestellt
werden. Aufgrund der Austauschbarkeit der Reinigungsvorrichtung
an dem Sitzfußelement
besteht zudem die Möglichkeit,
dass für
eine Vielzahl von Sitzfußelementen
eine Vielzahl an verschiedenen Reinigungsvorrichtungen angebracht
werden kann, sodass an alle bereits bestehenden Sitzfußelemente
nachträglich
eine erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung
angebracht werden kann.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
ist das Reinigungselement austauschbar eingerichtet. Da das Reinigungselement
ständig über die
verschmutzten Stellen gleitet, um diese zu lösen, kann es zu Verschleißerscheinungen
am Reinigungselement kommen. Das Reinigungselement kann an der Reinigungsvorrichtung
austauschbar angebracht sein, wodurch ein zügiges Austauschen ermöglicht wird,
ohne die gesamte Vorrichtung austauschen zu müssen. Somit kann eine schnelle
Wartung ermöglicht
werden.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
weist die Reinigungsvorrichtung ein Gegendruckelement auf. Das Gegendruckelement ist
eingerichtet, mittels einer Druckkraft das Reinigungselement in
bündigem
Kontakt mit einer Kontur der Innenseite der Führungsnut zu halten. Sitzschienen
weisen häufig
Aussparungen auf, in denen beispielsweise ein Befestigungselement
des Sitzfußelements
greift oder Sitze in die Führungsnut
eingebracht werden können.
Diese Änderung
der Kontur bzw. der Innenseite der Führungsnut kann dazu führen, dass
ein bündiger
Kontakt des Reinigungselements mit der Innenseite der Führungsnut
unterbrochen wird. Mittels dem Gegendruckelement wird ermöglicht,
dass das Reinigungselement einen Druck in Richtung Innenseite der
Führungsnut
erfährt
und sich somit ausfährt.
Das Reinigungselement kann somit an der sich ändernden Kontur der Innenseite
der Führungsnut
angepasst werden. Somit kann selbst bei unstetigen Konturen ein permanenter
Kontakt mit der Innenseite der Sitzschiene gehalten werden, sodass
keine Verschmutzungsreste übrig
bleiben.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
weist das Reinigungselement ein bürstenartiges Material auf.
Das Reinigungselement kann beispielsweise aus einer harten Bürste bestehen, welche
beim Passieren der Verschmutzungen diese löst. Die Bürsten können beispielsweise aus faserverstärkten Kunststoffen
bestehen.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
weist das Reinigungselement ein plattenförmiges Element auf. Das plattenförmige Element
kann beispielsweise derart eingerichtet sein, dass das plattenförmige Element
an dem Berührpunkt
mit der Innenseite der Führungsnut
der Sitzschiene in Verfahrrichtung zeigend eingerichtet ist. Somit
kann das plattenförmige
Element wie eine Art Kratzer den Schmutz von der Innenseite der
Führungsnut
abschaben. Damit kann selbst eine hart haftende Schmutzschicht entfernt
werden, ohne ein Verkeilen des Sitzes zu riskieren.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
besteht das plattenförmige
Element aus Kunstharz, eloxiertem Material, Aluminium oder/und aus
PTFE. Damit kann eine ausreichende Steifigkeit des plattenförmigen Elements
bereitgestellt werden, wodurch ein Loslösen von Schmutzpartikeln auf
der Innenseite der Führungsnut
ermöglicht
werden kann. Mit den eingesetzten Materialien kann somit ein Verschleiß reduziert
werden und somit Kosten und Wartungszeit eingespart werden.
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Unter
Eloxieren bzw. hart eloxiertem Material wird beispielsweise Aluminium
verstanden, welches elektrolytisch oxidiert ist und dadurch eine
dünne harte
Schutzschicht von 5–25 μm aufweisen
kann. Im allgemeinen können
somit unedlere Metalle vor Korrosion geschützt werden.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
weist das plattenförmige
Element ein Material mit Formerinnerungseigenschaften auf. Somit
kann sich das plattenförmige
Element während des
Verfahrens der Reinigungsvorrichtung in Verfahrensrichtung durch
Biegung an eine Breite der Führungsnut
anpassen und in Folge einer Verbreiterung der Führungsnut aufgrund der Formerinnerungseigenschaften
wieder in seine Ausgangsposition zurückbiegen. Dadurch kann das
Reinigungselement bzw. das plattenförmige Element an verschiedene Breiten
und Konturen der Führungsnut
anpassbar sein, ohne komplexe Anpassungsvorrichtungen zu installieren,
welche zudem ein erhöhtes
Ausfallrisiko herbeiführen
könnten.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
weist die Reinigungsvorrichtung eine Entsorgungsführung auf.
Die Entsorgungsführung
ist derart eingerichtet, dass während
des Verfahrens der Reinigungsvorrichtung ein von dem Reinigungselement
gelöster
Schmutz aus der Sitzschiene beförderbar
ist. Die Entsorgungsführung
kann beispielsweise den durch das Reinigungselement gelösten Schmutz aufnehmen
und während
des Verfahrens den gelösten
Schmutz automatisch an unkritische Stellen, wie beispielsweise außerhalb
der Sitzschiene, befördern. Damit
kann ein Reinigungsvorgang verbessert werden und durch das Fördern des
Schmutzes an eine vorbestimmte Position die Entsorgung des Schmutzes
beschleunigt werden.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
bildet die Entsorgungsvorrichtung eine Keilform mit einer Spitze
aus. Die Entsorgungsführung
ist entlang einer Verfahrrichtung hinter dem Reinigungselement eingerichtet.
Die Spitze ist in Richtung des Reinigungselements eingerichtet.
Mit der Spitze der keilförmigen
Entsorgungsführung
kann der gelöste
Schmutz des Reinigungselements aufgenommen werden und durch die ansteigende
Oberfläche
während
des Verfahrens der Reinigungsvorrichtung beispielsweise nach oben
außerhalb
der Sitzschiene befördert
werden.
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Somit
kann eine Entsorgung des gelösten Schmutzes
bereitgestellt werden, ohne komplexe und schwere Konstruktionen
zu benötigen.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
weist die Reinigungsvorrichtung einen Montagebereich auf. Der Montagebereich
ist eingerichtet, die Reinigungsvorrichtung an das Sitzfußelement
zu befestigen. Der Montagebereich ist dabei derart an das Sitzfußelement
anpassbar, dass eine Oberflächenform
des Montagebereichs mit einer Montageoberflächenform des Sitzfußelements übereinstimmt.
Somit kann die Reinigungsvorrichtung an eine Vielzahl von verschiedenen
Standardsitzfußelementen
angepasst werden. In heutigen Verkehrsflugzeugen werden verschiedenartige
Standardsitzfüße eingesetzt,
welche unterschiedliche Anschlussbereiche bzw. Montageoberflächen aufweisen.
Jede Reinigungsvorrichtung kann mit ihrem Montagebereich an bestimmte
standardisierte Sitzfußelemente
bzw. Montageoberflächenformen
von Sitzfußelementen angepasst
werden, sodass jeder eingesetzte Sitz bzw. jedes Sitzfußelement
mit der Reinigungsvorrichtung ausgestattet werden kann.
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Mögliche Befestigungsmethoden
der Reinigungsvorrichtung an dem Sitzfußelement sind beispielsweise
Klebeverbindungen, Schraubverbindungen oder Steckverbindungen. Die
Vorrichtung kann auch von vornherein ein Bestandteil des Sitzfußelements,
das heißt
integral mit dem Sitzfußelement ausgebildet,
sein.
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Gemäß einer
weiteren beispielhaften Ausführungsform
des Sitzsystems ist das Sitzfußelement und
die Reinigungsvorrichtung integral und einstückig ausgebildet. Somit kann
ein Sitzfußelement
mit integrierter Reinigungsvorrichtung einstückig in die Sitzschiene eingebracht
werden, sodass beispielsweise das Gewicht von ansonsten benötigten Verbindungselementen
eingespart werden kann. Ferner kann die Stabilität des Sitzfußelements
erhöht
werden, da durch die integrale Bauweise die Stabilität des Sitzsystems
erhöht
werden kann.
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Mit
der oben beschriebenen Reinigungsvorrichtung kann eine Sitzschiene
während
des Verschiebens des Sitzes von Schmutz gesäubert werden. Die Sitzschiene
wird dabei nicht beschädigt.
Die Reinigungsvorrichtung kann aus äußerst leichten Materialien
hergestellt werden, sodass zusätzliches Gewicht
verringert werden kann. Die Sitze können trotz der Reinigungsvorrichtung
leicht innerhalb der Sitzschiene auf ihre bestimmte Position geschoben werden.
Zudem kann die Reinigungsvorrichtung nachträglich an den Sitzfußelementen
angepasst werden. Während
des Verschiebens wird somit automatisch und selbsttätig eine
Reinigung bereitgestellt.
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Die
Reinigungsvorrichtung kann aus PTFE oder hart eloxiertem Material
bestehen, welche an beiden Enden des Sitzfußelements befestigt werden kann.
Mittels Verfahrens der Reinigungsvorrichtung kann sich in der Sitzschiene
befindlicher Schmutz lösen.
Die Vorrichtung kann ohne erhöhten
Aufwand an beiden Enden des Sitzfußelementes, auch nachträglich, angebracht
werden. Die bestehende Toleranz des Sitzfußelements zur Sitzschiene wird
dabei nicht eingeschränkt.
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Die
Ausführungsformen
der Reinigungsvorrichtung gelten ebenso für das Reinigungssystem, das
Verfahren, der Verwendung und dem Flugzeug und umgekehrt.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Im
folgenden werden zur weiteren Erläuterung und zum besseren Verständnis der
vorliegenden Erfindung Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen näher
beschrieben. Es zeigen:
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1 eine
Sitzschiene mit einer Führungsnut,
wie sie aus dem Stand der Technik bekannt ist;
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2 eine
schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform
eines Sitzfußelementes;
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3 eine
schematische Darstellung eines Teils des Sitzfußelementes in einer Sitzschiene;
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4 eine
schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform
der Reinigungsvorrichtung in einer Sitzschiene;
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5, 6 schematische
Darstellungen einer beispielhaften Ausführungsform eines Sitzfußelementes
gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform;
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7 eine
schematische Seitenansicht einer Reinigungsvorrichtung gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform;
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8 bis 10 schematische
Darstellungen einer Reinigungsvorrichtung mit einem bewegbaren Reinigungselement
gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform;
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11 eine
schematische Darstellung eines Montagevorgangs der Reinigungsvorrichtung
in einer Sitzschiene gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform;
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12 eine
schematische Darstellung eines Sitzfußelementes mit einer Reinigungsvorrichtung gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform;
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13 eine
schematische Darstellung der Reinigungsvorrichtung mit einem Montagebereich;
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14 bis 16 schematische
Darstellungen einer Reinigungsvorrichtung mit einem weiteren Montagebereich
gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform.
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Detaillierte Beschreibung
von exemplarischen Ausführungsformen
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Gleiche
oder ähnliche
Komponenten in unterschiedlichen Figuren sind mit gleichen Bezugsziffern
versehen. Die Darstellungen in den Figuren sind schematisch und
nicht maßstäblich.
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4 zeigt
eine beispielhafte Ausführungsform
einer Reinigungsvorrichtung 1 zur Reinigung von Sitzschienen 3 für ein Flugzeug.
Die Reinigungsvorrichtung 1 weist ein Reinigungselement 2 auf.
Die Reinigungsvorrichtung 1 ist derart eingerichtet, dass die
Reinigungsvorrichtung 1 in einer Führungsnut 4 der Sitzschiene 3 verfahrbar
ist. Die Reinigungsvorrichtung 1 ist mit dem Reinigungselement 2 derart
in der Führungsnut 4 der
Sitzschiene 3 eingerichtet, dass das Reinigungselement 2 bündig an
einer Innenseite der Führungsnut 4 anlegbar
ist. Mittels des bündigen
Anliegens des Reinigungselements 2 an der Innenseite der
Führungsnut 4 wird
somit während des
Verfahrens der Reinigungsvorrichtung entlang der Sitzschiene 3 Schmutz,
welcher sich an der Führungsnut 4 gesammelt
hat, gelöst
und die Führungsschiene 3 somit
gesäubert.
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1 zeigt
eine herkömmliche
Sitzschiene 3, wie sie in heutigen Flugzeugen eingebaut
werden kann. Die Sitzschiene 3 weist eine Führungsnut 4 auf,
in der die Sitzfußelemente 5 (2)
eingebracht werden können.
Die Führungsnut 4 weist
dabei eine Innenseite auf, welche beispielsweise ambossförmig ausgebildet
sein kann. Die Führungsnut 4 weist
ferner beispielsweise kreisrunde Aussparungen auf, an denen ein
Sitzfußelement 5 mit
entsprechend runden Befestigungselementen eingebracht werden kann. Entlang
der Führungsschiene 3 bzw.
entlang der Führungsnut 4 können somit
die Sitzfußelemente 5 verfahren
werden und mittels der kreisrunden Aussparungen in der Führungsnut 4 von
der Sitzschiene 3 entfernt werden.
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2 zeigt
eine beispielhafte Ausführungsform
eines Sitzfußelementes 5,
wie es in heutigen Flugzeugkabinen eingesetzt werden kann. Im Frontbereich
ist ein Montagebereich 8 erkennbar.
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3 zeigt
den vorderen Teil des Sitzfußelementes 5 mit
dem Montagebereich 8 des Sitzfußelementes 8 im eingebautem
Zustand in der Führungsnut 4 der
Sitzschiene 3. Mittels der kreisrunden Befestigungselemente
im Bodenbereich des Sitzfußelementes 5 kann
das Sitzfußelement 5 in
die kreisrunden Aussparungen der Führungsnut 4 eingebracht und
entlang der Führungsschiene 3 verfahren
werden. Ist die Führungsnut
mit einer ambossförmigen Innenfläche ausgebildet,
so können
die kreisrunden Befestigungselemente entlang der Führungsnut 4 verfahren
werden, ohne dass sie sich in vertikaler Richtung aus der Führungsnut 4 lösen.
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4 zeigt
eine beispielhafte Ausführungsform
der Reinigungsvorrichtung 1. Die Reinigungsvorrichtung 1 kann
beispielsweise einen Montagebereich 7 aufweisen, welcher
auf dem Montagebereich des Sitzfußelementes 8 anbringbar
sein kann. Die Reinigungsvorrichtung 1 weist wie das Sitzfußelement
kreisrunde Verbindungselemente auf, sodass die Reinigungsvorrichtung
in die kreisrunden Aussparungen der Führungsnut 4 eingebracht
werden kann. An dem vorderen Ende der Reinigungsvorrichtung 1 kann
beispielsweise das Reinigungselement 2 angebracht werden,
welches in einer beispielhaften Ausführungsform entlang einer seitlichen
Innenseite der Führungsnut 4 bündig anliegt.
Mittels Verfahrens der Reinigungsvorrichtung 1 streicht
das Reinigungselement bündig über die
Innenseite der Führungsnut 4,
wodurch sich darauf befindlicher Schmutz löst.
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Das
Reinigungselement 2 kann beispielsweise aus einer Bürste mit
einer Vielzahl einzelner Bürstenhaare
bestehen oder auch einem starren Plättchen. Das starre Plättchen kann
beispielsweise aus PTFE (Poly Tetra Fluor Ethylen), hart eloxiertem
Material bzw. Aluminium bestehen. Damit können äußerst leichte Reinigungselemente 2 geschaffen
werden, welche eine hohe Festigkeit aufweisen. Sitzschienen im Flugzeugbau
bestehen aus Aluminium Legierungen und aus Titan. Mit der PTFE Beschichtung
kann eine äußerst glatte
Oberfläche
der Innenseite der Führungsnut 4 bereitgestellt
werden und mittels einer glatt aufliegenden Kante des Reinigungselements 2 eine
Bündigkeit
bereitgestellt werden. Dadurch kann jeder sich auf der Innenseite
der Führungsnut 4 befindende
Schmutzpartikel durch Verfahren der Reinigungsvorrichtung 1 gelöst werden.
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5 bis 7 zeigen
eine beispielhafte Ausführungsform
der Reinigungsvorrichtung 1 in verschiedenen Ansichten.
Der Montagebereich 7 der Reinigungsvorrichtung 1 kann
an den Montagebereich des Sitzfußelementes 8 angepasst
werden, sodass die Reinigungsvorrichtung 1 an die eingesetzten
Sitzfußelemente 5 angepasst
und befestigt werden kann. An einer Vorderseite wird beispielsweise das
Reinigungselement 2 angebracht, welches aus einem Plättchen oder
aus einem bürstenartigen
Material bestehen kann. 7 zeigt, dass der Montagebereich 7 der
Reinigungsvorrichtung 1 beispielsweise in seiner Steigung
an den Montagebereich eines beliebigen Sitzfußelements 8 angepasst
werden kann.
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Ferner
zeigen 5 bis 7 eine Entsorgungsführung 6,
welche den Schmutz, welcher durch das Reinigungselement 2 gelöst wird,
aus der Sitzschiene 3 geführt werden kann. Die Entsorgungsführung 6 ist
in der beispielhaften Ausführungsform
keilförmig
ausgebildet und weist an der Vorderseite der Reinigungsvorrichtung
in Fahrtrichtung einen spitz zulaufenden Bereich auf, welcher sich
entgegen der Verfahrrichtung FWD vertikal verbreitert. Damit kann der
Schmutz während
des Verfahrens der Reinigungsvorrichtung 1 in Richtung
der Verfahrrichtung FWD vertikal befördert werden, sodass der Schmutz aus
der Führungsnut 4 gebracht
werden kann. Damit kann der Schmutz nicht nur gelöst werden,
sondern zudem aus der Führungsnut 4 hinausbefördert werden.
Befindet sich der Schmutz außerhalb
der Führungsnut 4,
kann er beispielsweise durch einfache Saugvorrichtungen entfernt
werden, ohne dass in die Sitzschiene 3 bzw. in die Führungsnut 4 weitere
Entsorgungsvorrichtungen eingebracht werden müssen.
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8 bis 10 zeigen
eine beispielhafte Ausführungsform
der Reinigungsvorrichtung 1, bei der das Reinigungselement 2 beweglich
ausgeführt ist.
Das Reinigungselement 2 kann beispielsweise in horizontaler
Richtung in seiner Größe variabel
ausgestaltet sein, sodass verschiedene Konturen der Innenfläche der
Führungsnut 4 während des
Verfahrens in Verfahrrichtung FWD ständig in Kontakt bzw. bündig anliegen.
Durch den permanenten bündigen Kontakt
des Reinigungselements 2 mit der Innenseite der Führungsnut 4 kann
eine konstante Reinigung der Führungsschiene 3 bereitgestellt
werden.
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Das
Führungselement 2 kann
dabei beispielsweise mit einem Gegendruckelement in vertikale Richtung
mit Druck beaufschlagt werden. Vergrößert sich während des Verfahrens in Verfahrrichtung
FWD der Reinigungsvorrichtung 1 die Breite der Führungsnut 4,
beispielsweise durch die kreisrunden Aussparungen, so drückt das
Gegendruckelement das Reinigungselement 2 vertikal nach
außen,
sodass ein bündiger
Kontakt bestehen bleibt. Das Gegendruckelement kann beispielsweise
aus einer Feder mit einer Federkraft bestehen. Ferner kann das Reinigungselement 2 biegbar
ausgeführt
sein und aus einem Formerinnerungsmaterial bestehen. Verkleinert
sich dabei der Durchmesser der Führungsnut,
so wird das Reinigungselement 2 entgegen der Verfahrrichtung
FWD verbogen. Vergrößert sich
erneut die Breite der Führungsnut 4,
so verformt sich das Reinigungselement 2 erneut in seine
Ausgangsform und behält
somit einen bündigen
Kontakt mit einer Innenfläche
der Führungsnut 4 bei.
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11 zeigt
einen beispielhaften Montagevorgang des Reinigungselements 2 an
einem Sitzfußelement 5 in
einer Sitzschiene 3. An dem Montagebereich 7 des
Reinigungselements 2 wird die Reinigungsvorrichtung 1 an
den Montagebereich des Sitzfußelementes 8 beispielsweise
mittels Klebverbindung, Schraubverbindung oder Steckverbindung befestigt.
Ferner weist die Reinigungsvorrichtung 1 eine keilförmige Entsorgungsführung 6 auf,
welche in Fahrtrichtung spitz zulaufend ausgeführt ist. Während des Verfahrens des Sitzfußelementes 5 wird mittels
dem Reinigungselement 2 der Schmutz gelöst und durch Reibung entlang
der Entsorgungsführung 6 weiterbefördert. An
dem breiten Ende der keilförmigen
Entsorgungsführung 6 kann
der Schmutz beispielsweise an den kreisförmigen Aussparungen der Führungsnut 4 automatisch
und selbsttätig
nach außen
befördert
werden. Somit wird eine automatische Reinigung der Sitzschiene 4 bereitgestellt.
In 11 wird ferner dargestellt, dass der Montagebereich 7 der
Reinigungsvorrichtung 1 in seiner Steigung und in seiner
Form an den Montagebereich des Sitzfußelements 8 anpassbar
ist.
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12 zeigt
eine beispielhafte Darstellungsform eines Sitzfußelementes 5 mit zwei
Montagebereichen 8. An dem jeweiligen vorderen und hinteren Ende
des Sitzfußelementes 5 können Reinigungsvorrichtungen 1 angebracht
werden. Somit besteht die Möglichkeit,
eine Vielzahl von Reinigungsvorrichtungen 1 an einem Sitzfußelement 5 anzubringen, sodass
die Reinigungswirkung der Reinigungsvorrichtung 1 erhöht werden
kann.
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13 bis 16 zeigen
verschiedene Ausführungsformen
der Reinigungsvorrichtung 1, welche unterschiedliche Montagebereiche 7 aufweisen.
Je nach Ausführung
des Sitzfußelementes 5 bzw.
des Montagebereichs des Sitzfußelementes 8 kann
der Montagebereich 7 in der Reinigungsvorrichtung 1 angepasst
werden, sodass die Reinigungsvorrichtung 1 an eine Vielzahl
von verschiedenen bereits eingesetzten Sitzfußelementen befestigt werden
kann.
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Ergänzend ist
darauf hinzuweisen, dass „umfassend" keine anderen Elemente
oder Schritte ausschließt
und „eine" oder „ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner
sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis
auf eines der obigen Ausführungsbeispiele
beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen
oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden
können.
Bezugszeichen in den Ansprüchen
sind nicht als Einschränkung
anzusehen.
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- 1
- Reinigungsvorrichtung
- 2
- Reinigungselement
- 3
- Sitzschiene
- 4
- Führungsnut
- 5
- Sitzfußelement
- 6
- Entsorgungsführung
- 7
- Montagebereich
- 8
- Montagebereich
Sitzfuß
- FWD
- Verfahrrichtung
der Reinigungsvorrichtung