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Die Erfindung betrifft ein Lamellenglied gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Bei bisher bekannten Rolladenkonstruktionen sind die Lamellenglieder aus Kunststoff oder Metall, die an ihren Längskanten mit ineinandergreifenden stegförmig langgestreckten Hakenelementen und Klauenelementen versehen sind. Durch das in das Klauenelement des einen Lamellenglieds eingreifende Hakenelement des anderen Lamellenglieds zum Verbinden der Lamellenglieder miteinander wird auf diese Weise ein Scharnier gebildet, das eine zum Aufwickeln eines Rolladenbehangs ausreichende Schwenkbewegung zulässt. Dadurch können die Lamellenglieder auf platzsparende Weise auf einem Wickelkörper aufgewickelt werden, der üblicherweise in einem Rolladenkasten oberhalb eines Fensters untergebracht ist.
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Damit der Rolladenbehang auf einem Wickelkörper aufgewickelt werden kann, weist die Verbindung des Hakenelements mit dem Klauenelement bei herkömmlichen Lamellengliedern ein gewisses Spiel auf. Auch bei vollständig heruntergelassenem Rolladenbehang, wenn also z. B. der Rolladenbehang auf einem Fensterbrett eines Fensters aufsitzt, können sich die Lamellenglieder daher noch in einem entsprechenden Bereich gegeneinander bewegen. Dadurch klappert bei stärkerem Windaufkommen der gesamte Rolladen, was als extrem störend und belastend empfunden wird.
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Die deutsche Offenlegungsschrift
DE 28 29 019 A1 betrifft ein Lamellenglied, welches ein Hakenelement und eine das Hakenelement eines benachbarten Lamellengliedes aufnehmende Gelenkkammer aufweist, wobei bei abgelassenem Rolladen das Hakenelement flächig an der Innnenseite der Gelenkkammer anliegt.
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Ferner zeigt die
DE 196 18 912 A1 ein Lamellenglied, das hakenförmig geformte Gelenkteile, jeweils eines an den Enden des Lamellenglieds, aufweist. Bei vollständig abgelassenem Rolladen liegt das hakenförmig geformte Gelenkteil teilweise an der Innenseite des hakenförmig geformten Gelenkteils eines benachbarten Lamellengliedes an.
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Die deutsche Patentschrift
DE 31 15 729 C2 offenbart schließlich einen Rolladen, der aus mehreren Lamellengliedern aufgebaut ist. Ein derartiges Lamellenglied weist an einer Seite eine Aufnahmekammer mit einer Querwand und einem kurzen und einem langen Bodenflansch und an der gegenüberliegenden Seite ein Hakenelement auf. Zwischen dem kurzen und dem langen Bodenflansch ist die Aufnahmekammer offen, so dass ein Hakenelement eines benachbarten Lamellenglieds eingeführt werden kann. Bei aufsitzendem Rolladen liegt dabei das Hakenelement formbündig bzw. flächig an der Innenwand der Aufnahmekammer an.
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Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Lamellenglied für einen Rolladenbehang zu schaffen, mit dem ein Klappern des Rolladenbehangs bei Wind verhindert und eine gute Wickelbarkeit bei hoher Einbruchsicherheit gewährleistet wird.
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Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Das erfindungsgemäße Lamellenglied weist im Querschnitt an einer einem benachbarten Lamellenglied zugewandten Seite ein Hakenelement und an einer der ersten Seite gegenüberliegenden Seite ein Klauenelement auf. Durch Verbinden mehrerer Lamellenglieder miteinander entsteht ein Rolladenbehang, wobei das jeweilige Hakenelement eines Lamellenglieds in das jeweilige Klauenelement eines weiteren Lamellenglieds eingreift. Das Hakenelement bildet mit dem Klauenelement ein Scharnier, wobei bei Herablassen des Rolladenbehangs das Hakenelement in dem Klauenelement scharnierartig bewegbar ist. Die scharnierartige Bewegung des Hakenelements in dem Klauenelement kann jedoch nur erfolgen, wenn der Rolladenbehang noch nicht vollständig abgelassen ist. Um einen genauen Passsitz des Hakenelementes in dem Klauenelement bei vollständig abgelassenem Rolladenbehang zu erzielen, ist vorgesehen, dass eine Kehle in einer Innenseite des Klauenelements eine Krümmung aufweist, die komplementär zu einer Krümmung des Hakenelements ist, wodurch das Hakenelement flächig an der Innenseite des Klauenelements anliegt und somit eine spielfreie Verbindung von mehreren Lamellengliedern bei vollständig heruntergelassenem Rolladenbehang geschaffen wird. Weiterhin weist das Klauenelement einen Endabschnitt auf, dessen äußerer Krümmungsradius einem Krümmungsradius einer dazu komplementären Fläche auf der mit dem Hakenelement versehenen Seite des Grundkörpers entspricht, so dass der Endabschnitt bei vollständig abgelassenem Rolladenbehang an der Fläche flächig anliegt. Ferner ist an der Innenseite des Klauenelements eine Vorwölbung vorgesehen, an der das freie Ende des Hakenelements bei vollständig abgelassenem Behang anliegt.
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Durch eine derartige Ausgestaltung des Hakenelements und des Klauenelements bzw. der Verbindung beider Elemente miteinander wird erreicht, dass insbesondere bei starkem Windaufkommen zumindest der vollständig abgelassene bzw. heruntergelassene Rolladenbehang mit den Lamellengliedern sich nicht mehr unnötig stark bewegen und klappern kann, wodurch die Windgeräusche wesentlich reduziert werden. Außerdem sollen Rolläden zusätzlich einen guten Schutz vor Einbruch und Diebstahl gewährleisten. Jedoch ist bei den oben erwähnten Lamellengliedern des Standes der Technik dieser Schutz nicht gewährleistet, da sich die Lamellenglieder bewegen lassen. Mit den erfindungsgemäßen Lamellengliedern wird dagegen durch die spielfreie Verbindung der Lamellenglieder miteinander ein verbesserter Einbruchsschutz erreicht, da die Lamellenglieder nicht mehr so einfach angehoben werden können.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass ein Bereich vom Übergang des Grundkörpers zum Hakenelement einen größeren Querschnitt aufweist als Seitenwände des Grundkörpers. Durch eine derartige verstärkte Anbindung des Hakenelements an den Grundkörper wird erreicht, dass die Widerstandsfähigkeit gegen Zuglast erhöht wird, wodurch das Lamellenglied auf Seite des Hakenelements bei insgesamt geringerem Gewicht größeren Belastungen standhält. Es ist auch möglich, dass das Hakenelement selbst verstärkt sein kann bzw. einen größeren Querschnitt aufweist als die Seitenwände des Grundkörpers. Dadurch kann erreicht werden, dass das Hakenelement größere Belastungen aushält.
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Außerdem kann auch ein Bereich vom Übergang des Grundkörpers zum Klauenelement einen größeren Querschnitt aufweisen als Seitenwände des Grundkörpers, so dass das Lamellenglied insgesamt höhere Belastungen bei geringem Gewicht erträgt. Mittels eines verstärkten Klauenelements wird das Ausreißen und das Aufbiegen des Klauenelements insbesondere bei unsachgemäßer Behandlung des Lamellenglieds bzw. des Rolladenbehangs verhindert.
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In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass ein äußerer einer Gebäudeöffnung abgewandter Bereich auf der mit dem Hakenelement versehenen Seite vom Übergang des Grundkörpers zum Hakenelement als Anschlag ausgeführt ist und das Klauenelement einen Stegbereich aufweist, so dass bei vollständig abgelassenem Rolladenbehang der Stegbereich des Klauenelements auf dem Anschlag aufsitzt. Dadurch wird eine Versteifung der Verbindung zwischen Hakenelement und Klauenelement erreicht.
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In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Grundkörper insgesamt eine im Querschnitt gekrümmte Form aufweist und eine Innenfläche des Grundkörpers unterschiedliche Radien aufweist, wobei ein mittlerer Bereich der Innenfläche einen Radius R2 = 0 aufweist. Durch eine derartige Ausgestaltung des Grundkörpers des Lamellenglieds ist es bei mehreren miteinander verbundenen Lamellengliedern nun möglich, diese platzsparender auf einem Wickelkörper aufzuwickeln, da die Lamellenglieder nun enger übereinander gelegt werden können. Dadurch kann die Lauflänge des Rolladenbehangs für einen herkömmlichen Rolladenkasten wesentlich erhöht werden.
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Um eine höhere Stabilität des Lamellenglieds zu erzielen, kann vorgesehen sein, dass der Grundkörper ein Hohlprofil ist, der eine Mehrzahl innere Kammern voneinander trennende Rippen aufweist.
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Die einzelnen Merkmale der Ansprüche lassen sich dabei, soweit es sinnvoll erscheint, beliebig kombinieren.
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Nachfolgend wird anhand der beiliegenden Zeichnung eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung erläutert.
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Es zeigen:
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1 eine schematische Darstellung eines Lamellenglieds gemäß einer Ausführungsform der Erfindung im Querschnitt;
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2 eine schematische Darstellung von mehreren der in 1 gezeigten miteinander verbundenen Lamellenglieder im Querschnitt; und
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3 eine schematische Darstellung eines Rolladenkastens mit einem auf einen Wickelkörper aufgewickelten Rolladenbehang aus den in den 1 und 2 gezeigten Lamellengliedern.
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In 1 ist ein Lamellenglied 1 dargestellt, das bevorzugterweise für einen Rolladenbehang zur Verdunklung von Fenstern oder ähnlichen Gebäudeöffnungen vorgesehen ist. Das Lamellenglied 1 weist einen in eine Richtung gekrümmten Grundkörper 2 mit sich gegenüberliegenden Seitenwänden 3 auf. An einer ersten Stirnfläche des Grundkörpers 2 bzw. einer einem benachbarten Lamellenglied zugewandten Seite ist ein Hakenelement 4 und an einer zweiten Stirnfläche bzw. einer der ersten Seite gegenüberliegende Seite ein Klauenelement 5 vorgesehen. Das Hakenelement 4 und das Klauenelement 5 erstrecken sich dabei stegförmig über die gesamte Länge des Lamellenglieds 1 und sind einstückig mit dem Grundkörper 2. Es ist auch möglich, dass das Hakenelement 4 und das Klauenelement 5 sich nicht über die gesamte Länge des Lamellenglieds 1 erstrecken, sondern nur jeweils an beiden Enden des Lamellenglieds vorgesehen sind.
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Um ein Lamellenglied 1 mit einem weiteren Lamellenglied 1 zu verbinden, ist vorgesehen, dass das Hakenelement 4 eines Lamellenglieds 1 in das Klauenelement 5 eines weiteren Lamellenglieds 1 eingreift. Auf diese Weise bildet das Hakenelement 4 mit dem Klauenelement 5 eine Art Scharnier, welches bei Bewegen bzw. Herunterlassen des Rolladenbehangs eine Bewegungsänderung der Lamellenglieder 1 zulässt.
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Bei bekannten herkömmlichen Lamellengliedern weist die Verbindung des Hakenelements mit dem Klauenelement ein gewisses Spiel auf, wodurch sich die Lamellenglieder bei heruntergelassenem Rolladenbehang bei starkem Wind bewegen bzw. klappern und störende Geräusche verursachen. Um dies zu verhindern, sind das Hakenelement 4 und das Klauenelement 5 derart ausgebildet, dass sie zusammen eine formschlüssige Verbindung ergeben. Das Hakenelement 4 weist dafür von seiner Basis 6 bis zu seinem freien Ende 7 eine Krümmung bzw. einen Bogen auf, der komplementär zu einer in einer Innenseite des Klauenelements 5 ausgebildeten bogenförmigen Kehle 8 ist. Bei Ineinandergreifen des Hakenelements 4 des einen Lamellenglieds 1 in das Klauenelement 5 des anderen Lamellenglieds 1 und vollständig herabgelassenem Rolladenbehang liegt somit das Hakenelement 4 mit seiner Krümmung flächig an der Innenseite des Klauenelements 5 an.
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Für eine verbesserte Verbindung des Hakenelements 4 mit dem Klauenelement 5 weist das Klauenelement 5 an seinem Endabschnitt 10 ferner einen äußeren Krümmungsradius auf, der einem Radius einer Fläche 9 der mit dem Hakenelement 4 versehenen ersten Stirnfläche entspricht. Auf diese Weise liegt der Endabschnitt 10 des Klauenelements 5 nach vollständigem Herablassen des Roladenbehangs genau flächig an der ersten Stirnfläche an, wodurch sich ein stabilerer Stand der Lamellenglieder 1 untereinander ergibt. Damit weiterhin der Sitz des Hakenelements 4 in der Kehle 8 des Klauenelements 5 verbessert wird, weist das Klauenelement 5 an seiner Innenseite eine Vorwölbung 11 auf. Das freie Ende 7 des Hakenelements 4 liegt nach Eingreifen in das Klauenelement 5 an der Vorwölbung 11 an, um einen sicheren Sitz des Hakenelements 4 in der Kehle 8 zu gewährleisten.
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Des weiteren weist das Lamellenglied 1 im äußeren einer Gebäudeöffnung abgewandten Bereich der ersten Stirnfläche (auf der mit dem Hakenelement 4 versehenen Seite) vom Übergang des Grundkörpers 2 zum Hakenelement 4 bzw. im Bereich 12 der ersten Stirnfläche einen Anschlag 14 auf. Nach dem Eingreifen des Hakenelements 4 in das Klauenelement 5 und vollständig abgelassenem Rolladenbehang liegt ein äußerer Stegbereich 15 des Klauenelements 5 direkt auf dem Anschlag 14 auf bzw. sitzt der Stegbereich 15 bzw. Vorsprung flächig auf dem Anschlag 14.
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Insgesamt wird somit erreicht, dass bei vollständigem Aufliegen des Rolladenbehangs zur Verdunklung der Gebäudeöffnung auf dem Fensterbrett, dieser bei Wind keine störenden Geräusche mehr verursachen kann, da die Verbindung zwischen den einzelnen Lamellengliedern 1 vollkommen spielfrei ist und somit sich die Lamellenglieder 1 nicht unnötig bewegen können. Weiterhin wird erreicht, dass eine stabilere formschlüssige Verbindung zwischen dem Hakenelement 4 und dem Klauenelement 5 gewährleistet ist.
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Außerdem weist ein Bereich 12 vom Übergang des Grundkörpers 2 zum Hakenelement 4 im Vergleich zu den Seitenwänden 3 des Grundkörpers 2 einen größeren Querschnitt auf. Durch diesen verstärkten Bereich 12 wird die Zuglast erhöht. Insbesondere, wenn das Hakenelement 4 größere Lasten aufnehmen muss, ist dies von großem Vorteil. Jedoch ist ein derartiger verstärkter Bereich 12 nicht zwingend notwendig. Des weiteren weist ein Bereich 13 vom Übergang des Grundkörpers 2 zum Klauenelement 5 ebenfalls einen größeren Querschnitt als die Seitenwände 3 des Grundkörpers 2 auf. Dadurch kann das Aufbiegen des Klauenelements 5, insbesondere bei größeren Lasten verringert bzw. verhindert werden. Einem Zerstören des Lamellenglieds 1 wird demnach entgegengewirkt. Außerdem wird durch den verstärkten Bereich 13 ein Ausreißen des Klauenelements 5 aus dem Grundkörper 2 ebenfalls verhindert.
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1 zeigt weiterhin die Seitenwände 3 des Grundkörpers 2, wobei eine nach außen, von der Gebäudeöffnung weg zeigende Seitenwand bzw. eine eine Außenseite bildende Seitenwand einen Krümmungsradius R1 aufweist, der sich über den gesamten Querschnitt des Lamellenglieds 1 erstreckt. Eine nach innen, zur Gebäudeöffnung hin zeigende Seitenwand bzw. eine eine Innenfläche bildende Seitenwand des Grundkörpers 2 weist jedoch unterschiedliche Krümmungsradien auf: Die beiden äußeren Bereiche weisen gleiche Krümmungsradien R3 auf. Der mittlere Bereich 16 der innenseitigen Seitenwand besitzt vorteilhafterweise keinen Radius, d. h. R2 = 0. Somit ist ein einfacherer Wickelmechanismus des Rolladenbehangs mit den Lamellengliedern 1 als aus dem Stand der Technik bekannt gegeben. Nähere Erläuterungen erfolgen zu 3.
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Der in 1 dargestellte Grundkörper 2 ist als Hohlprofil ausgebildet, der wenigstens zwei, drei innere Kammern 17 voneinander trennende Rippen 18 aufweist. Der dargestellte Grundkörper 2 des Lamellenglieds 1 weist in 1 mehrere Kammern 17 und Rippen 18 auf, wodurch eine sogenannte Fachwerkverrippung erreicht wird. Das Vorhandensein einer derartigen Fachwerkverrippung erhöht wesentlich die Stabilität und verhindert so ein Verbiegen des Grundkörpers 2 bei gleichzeitig geringerem Gewicht gegenüber einem Vollprofil.
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In 2 ist eine Aneinanderreihung von mehreren Lamellengliedern 1 durch Ineinandergreifen der Hakenelemente 4 in die jeweiligen Klauenelemente 5 dargestellt. Der hier gezeigte Teil eines Rolladenbehangs zeigt den Rolladenbehang nach vollständigem Herablassen bis beispielsweise zum Fensterbrett. Nur bei vollständigem Herablassen des Rolladenbehangs nimmt das Hakenelement 4 im Klauenelement 5 die gezeigte Position ein. Durch eine derartige Formschlüssigkeit der Verbindung der einzelnen Lamellenglieder 1 miteinander wird ein verbesserter Sitz des Hakenelements 4 im Klauenelement 5 erreicht, wodurch die Lamellenglieder 1 bzw. der Rolladenbehang bei Wind bzw. Sturm nicht mehr klappern kann und somit Windgeräusche bzw. Geräusche des Rolladenbehangs reduziert bzw. vermieden werden.
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Nachfolgend wird kurz das Prinzip der Verbindung zwischen Hakenelement 4 und Klauenelement 5 anhand von zwei in 2 dargestellte Lamellenglieder 1 beschrieben. Im oberen Bereich der 2 wird das Ineinandergreifen des Hakenelements 4 eines Lamellenglieds 1 in das Klauenelement 5 seines benachbarten horizontal dargestellten Lamellenglieds 1 beim Abwickeln von einem Wickelkörper gezeigt. Im unteren Bereich der 2 wird gezeigt, wie nach Herunterlassen des Rolladenbehangs das horizontale Lamellenglied 1 in eine vertikale Position bewegt wird. Bei vollständig abgelassenem Rolladenbehang nimmt das Hakenelement 4 des jeweiligen Lamellenglieds 1 die Sperr-Position im Klauenelement 5 ein, wohingegen es bei nicht unterseitig aufsitzendem Rolladenbehang die schwenkbare Scharnierposition einnimmt.
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Wie die miteinander verbundenen Lamellenglieder 1 in einem Rolladenkasten 19 aufgewickelt bzw. abgewickelt werden, ist in 3 dargestellt. Der Rolladenkasten 19 ist in diesem Ausführungsbeispiel nur schematisch dargestellt und nur teilweise angedeutet. Innerhalb des Rolladenkastens 19 befindet sich ein Wickelkörper 20 von zylindrischem oder polygonem Querschnitt. Der Wickelkörper 20 ist drehbar, um den in der 3 vollständig aufgewickelten Rolladenbehang beispielsweise zur Abschattung der Sonne herunterzulassen.
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Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der innenseitigen Seitenwand des Grundkörpers 2, wie in 1 dargestellt und beschrieben, ermöglicht nun beim Aufwickeln des Rolladenbehangs ein sehr enges Übereinanderlegen der einzelnen über die Hakenelemente 4 und Klauenelemente 5 miteinander verbundenen Lamellenglieder 1 auf den Wickelkörper 20. Auf diese Weise ergeben sich geringere Wickeldurchmesser bei gleichbleibender Lauflänge des Rolladenbehangs. Ebenso ermöglicht diese Ausgestaltung der Lamellenglieder 1 im gleichen Rolladenkasten 19 bei gleichem Durchmesser des Wickelkörpers 20 die Lauflänge des Rolladenbehangs zu erhöhen, wodurch beispielsweise der Rolladenkasten 19 auch für höhere Fenster bzw. Fenster mit größerer Länge geeignet ist.
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Neben dem Vorteil der verringerten Windgeräusche ist nun durch die vorteilhafte Ausgestaltung der Lamellenglieder 1 auch ein wesentlich verbesserter Einbruchsschutz gegeben, da die Lamellenglieder 1 sich nun nicht mehr ohne hochgradige Gewalt bewegen bzw. verbiegen lassen und daher Einbrechern die Möglichkeit geben, leicht in ein Gebäude einzudringen.
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Selbstverständlich sind Abwandlungen der gezeigten Ausführungsform möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Bei der gezeigten Ausführungsform des Lamellenglieds 1 ist das Hakenelement 4 oben und das Klauenelement 5 unten vorgesehen. Beispielsweise ist es jedoch auch denkbar, dass das Hakenelement 4 unten und das Klauenelement 5 oben vorgesehen ist.