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Die
Erfindung betrifft ein Zaunbefestigungssystem zur Verbindung von
Zaunpfosten mit Zaunfeldern. Ferner betrifft sie speziell geformte
Pfosten für einen
Zaun sowie einen Zaun mit derartigen Pfosten bzw. einem derartigen
Zaunbefestigungssystem.
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Zäune zur
Einfriedung von privaten oder öffentlichen
Geländen
sind in mannigfachen Ausführungsformen
bekannt. in der Regel bestehen sie aus Zaunpfosten, welche in Abständen am
Untergrund zu befestigen sind, sowie sich zwischen den Zaunpfosten
erstreckenden Zaunfeldern. Dabei sind bei industriell gefertigten
Zäunen
die Zaunfelder in der Regel spezifisch auf die Zaunpfosten abgestimmt,
so dass nur zueinander kompatible Komponenten verbaut werden können.
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Vor
diesem Hintergrund war es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Mittel
zur einfachen und kostengünstigen
Errichtung von Zäunen
bereitzustellen, welche eine hohe Flexibilität hinsichtlich der Zaunkonstruktion
ermöglichen.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Zaunbefestigungssystem nach Anspruch 1, durch
eine Pfostenschelle nach Anspruch 24, durch einen Adapter nach Anspruch
25, durch einen Zaunpfosten nach Anspruch 26 sowie durch einen Zaun
nach Anspruch 28 und 29 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen
sind in den Unteransprüchen
enthalten.
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Das
erfindungsgemäße Zaunbefestigungssystem
dient allgemein der Verbindung von Zaunpfosten mit Zaunfeldern und
enthält
die folgenden beiden Komponenten:
- – Eine "Pfostenschelle", die an einem Zaunpfosten
befestigt werden kann und die mindestens eine "Erste Ankereinrichtung" aufweist. Die Befestigung
der Pfostenschelle an einem Zaunpfosten kann grundsätzlich auf
beliebige Weise geschehen, beispielsweise durch Einhaken, Verschrauben
oder auch Kleben, Löten
oder Schweißen. Besonders
bevorzugt erfolgt die Befestigung kraftschlüssig durch Klemmen.
- – Einen "Adapter", der an einem Zaunfeld
befestigt werden kann und der eine "Zweite Ankereinrichtung" aufweist, die mit
der Ersten Ankereinrichtung verbunden werden kann.
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Mit
dem beschriebenen Zaunbefestigungssystem wird es möglich, quasi
beliebige Zaunpfosten mit beliebigen Zaunfeldern kombinierbar zu
machen, da für
die unterschiedlichen Zaunpfosten jeweils nur passende Pfostenschellen
und für
die unterschiedlichen Zaunfelder jeweils nur passende Adapter bereitgestellt
werden müssen,
welche dann über
die einheitliche Verbindung zwischen der Ersten und der Zweiten
Ankereinrichtung miteinander gekoppelt werden können. Bei einem Produktionsprogramm
mit beispielsweise vier unterschiedlichen Zaunpfostentypen und vier
unterschiedlichen Zaunfeldtypen benötigt man somit maximal acht
verschiedene Bauteile (vier verschiedene Pfostenschellen und vier
verschiedene Adapter), um damit 4 × 4 = 16 unterschiedliche Kombinationen
von Pfosten und Zaunfeldern herstellen zu können. Dies bedeutet eine erhebliche
Steigerung der Produktvielfalt mit minimalem zusätzlichem Produktionsaufwand.
Optional kann dem Anwender mit dem System auch der Einsatz von Fremdprodukten
anderer Hersteller durch entsprechende Pfostenschellen bzw. Adapter
ermöglicht werden.
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Für die konkrete
Ausgestaltung der Pfostenschellen gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
ist die Pfostenschelle als ein (radial bzw. umfänglich) zusammenziehbarer Ring
ausgebildet. Eine solche Pfostenschelle kann dann im gedehnten Zustand
des Ringes über
einen Zaunpfosten geschoben werden und in der gewünschten
Höhe durch
Zusammenziehen des Ringes am Pfosten festgeklemmt werden. Diese
Befestigungsart hat unter anderem die Vorteile, einfach ausführbar zu
sein, eine Anbringung in beliebiger Höhe zu ermöglichen, und den Ausgleich
von Maßtoleranzen
der Zaunpfosten zu erlauben.
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Um
ihn zusammenziehbar zu machen, weist der vorstehend beschriebene
Ring vorzugsweise einen Spalt auf, welcher von einer Schraube überbrückt wird,
wobei der Schraubenkopf an einem ersten Ende des Ringes (beispielsweise
vom Rand einer Bohrung) zurückgehalten
wird und das Gewinde der Schraube in einem passenden Gegengewinde
am anderen Ende des Ringes eingreift. Durch Anziehen der Schraube
kann dann der Spaltabstand verkleinert und der Ring somit an einem
ihn ausfüllenden Zaunpfosten
festgeklemmt werden.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
ringförmigen
Pfostenschelle weist der Ring mindestens einen Abschnitt auf, in
dem sein Querschnitt (der definitionsgemäß senkrecht zur Verlaufsrichtung des
Ringes liegt) an der (einem Pfosten zugewandten) Innenseite und/oder
an der (einem Pfosten abgewandten) Außenseite gerade ist. Insbesondere kann
der Ring einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt haben, bei
welchem Innenseite und Außenseite
sowie Ober- und Unterseite gerade sind.
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Eine
gerade Form an der Innenseite des Ringes hat den Vorteil, dass sich
der Ring nicht nur punktförmig,
sondern linien- oder flächenförmig an einen
Pfosten anlegen kann, wodurch sich ein festerer Sitz ergibt. Bei
entsprechender Dimensionierung kann dann nämlich bereits ein leichtes
Verkanten des Ringes diesen unverrückbar an einem Pfosten fixieren.
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Ein
gerader Abschnitt an der Außenseite
des Ringes hat den Vorteil eines ästhetisch ansprechenden Aussehens.
Darüber
hinaus bieten ebene Flächen
an der Außenseite
der Pfostenschelle die Möglichkeit,
dass hieran Dekorelemente oder Informationselemente (Hinweisschilder,
Herstellerangaben etc.) befestigt werden können.
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Zur
Anbringung eines Dekor- oder Informationselementes kann der Ring
optional auch eine Nut an seiner Außenseite aufweisen. In diesem
Falle ist es möglich,
ein solches Element beispielsweise mittels einer Klemmverbindung
lösbar
an der Pfostenschelle zu befestigen und diese so in einfacher Weise mit
beliebigen Dekoren zu versehen.
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Die
im Grundriss gesehene Form des Ringes ist grundsätzlich beliebig, solange im
Inneren ein Auge frei bleibt, das den Durchtritt eines Pfostens
ermöglicht.
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
ist der Ring jedoch im Wesentlichen oval, wobei es besonders vorteilhaft
ist, wenn die längeren
Kanten des Ovals gerade sind. In diesem Falle passt der Ring in
seiner Form zu einem entsprechend geformten Zaunpfosten, wie er
später
noch detaillierter beschrieben wird.
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Die
Erste Ankereinrichtung an der Pfostenschelle kann im Prinzip beliebig
gestaltet werden. Eine besonders einfache Ausführungsform ergibt sich, wenn
sie als ein Durchgangsloch an der Pfostenschelle ausgebildet ist,
in welchem dann ein Adapter über
eine entsprechende Zweite Ankereinrichtung beispielsweise eingehakt
werden kann. Insbesondere kann das Durchgangsloch ein Langloch sein,
um Maßtoleranzen
ausgleichen zu können.
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Während es
grundsätzlich
möglich
ist, dass die Pfostenschelle nur eine einzige Erste Ankereinrichtung
enthält,
ist es bevorzugt, wenn sie zwei oder insbesondere auch vier gleichmäßig über ihren
Umfang verteilt angeordnete Erste Ankereinrichtungen aufweist. In
diesem Falle können
an derselben Pfostenschelle mehrere Adapter gleichzeitig und/oder
ein Adapter an verschiedenen Stellen befestigt werden. Insbesondere
können
zwei Adapter an gegenüberliegenden
Seiten der Pfostenschelle befestigt werden, wie es bei der Montage
eines Zaunpfostens zwischen zwei Zaunfeldern erforderlich ist. Falls
vier Ankereinrichtungen vorgesehen sind, können auch Zaunecken hergestellt
werden, bei denen zwei Zaunfelder unter einem (rechten) Winkel auf
einen Eckpfosten stoßen.
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Das
Zaunbefestigungssystem kann weiterhin optional Verschlussstopfen
umfassen, mit denen unbenutzte Durchgangslöcher an der Pfostenschelle verschlossen
werden können.
Ein solches Verschließen
kann beispielsweise aus ästhetischen
Gründen oder
zur Verhinderung von Wassereintritt erwünscht sein.
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Die
Verbindung zwischen der Pfostenschelle und einem Adapter wird in
erster Linie auf Zug belastet, so dass sie grundsätzlich nur
diesem standhalten muss. Die Verbindung kann daher so ausgestaltet sein,
dass bei gekoppelter Erster und Zweiter Ankereinrichtung der Adapter
relativ zur Pfostenschelle noch beweglich, insbesondere um eine
oder zwei Achsen drehbar ist. Alternativ kann die Verbindung jedoch
auch so sein, dass der Adapter relativ zur Pfostenschelle unbeweglich
fixiert ist. Im bevorzugten Fall einer Drehbeweglichkeit um mindestens
eine Achse ist es möglich,
Toleranzen bei der Zaunmontage auszugleichen oder beabsichtigte
Winkelstellungen zwischen einem Zaunfeld und dem zugehörigen Pfosten
zu verwirklichen (sowohl in der Ebene des Pfostens, beispielsweise
zur Montage an Hängen, als
auch in einer hierzu senkrechten Ebene, beispielsweise zur Installation
von Zaunecken).
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Unter
den zahlreichen verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten des Adapters bzw.
seiner Zweiten Ankereinrichtung sei hier nur diejenige hervorgehoben,
bei welcher der Adapter mindestens eine Lasche mit einem Schraubloch
aufweist. Eine solche Ausführungsform
ist kompatibel zu der als Durchgangsloch ausgebildeten Ersten Ankereinrichtung
an der Pfostenschelle und ermöglicht
beispielsweise eine einfache, sichere Verbindung von Pfostenschelle
und Adapter mittels eines durch Schraubloch und Durchgangsloch gesteckten
Bolzenelementes (z. B. einer Schraube).
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Die
Pfostenschelle kann optional eine Gelenkkomponente für ein Zauntor
enthalten. In diesem Falle lässt
sich an quasi jedem beliebigen Zaunpfosten durch Verwendung einer
solchen Pfostenschelle ein Zauntor installieren.
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Die
vorgestehend genannte Gelenkkomponente kann insbesondere zwei sich
parallel erstreckende Laschen mit fluchtenden Löchern sowie einen hierzu passenden
Gelenkbolzen umfassen. Die Augenschraube eines Zauntores kann dann
zwischen die Laschen geführt
und mit dem Gelenkbolzen fixiert werden, um ein Torgelenk auszubilden.
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Gemäß einer
Weiterbildung der vorstehenden Ausführungsform weist der Gelenkbolzen
einen (vorzugsweise verbreiterten) Kopf auf, welcher im montierten Zustand
des Gelenkbolzens nicht über die
zugehörige
Lasche der Pfostenschelle hinaussteht. Der Kopf bietet in diesem
Falle keinen Ansatzpunkt für
ein Greifwerkzeug, so dass er nicht in einfacher Weise unautorisiert
aus dem Gelenk herausgezogen werden kann.
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Eine
alternative oder zusätzliche
Aushebelsicherung für
ein Tor wird erreicht, wenn das Loch in einer der Laschen der Pfostenschelle
an seiner Außenseite
unter den Durchmesser des Gelenkbolzens verengt ist. Insbesondere
kann dieses Loch einen sehr kleinen Durchmesser von typischerweise
nur wenigen Millimetern aufweisen, so dass ein spezielles spitzes
Werkzeug erforderlich ist, um von der Außenseite her durch das Loch
einen montierten Gelenkbolzen zurückzuschieben.
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Eine
andere Weiterbildung des erfindungsgemäßen Zaunbefestigungssystems
betrifft die Bereitstellung eines Anschlages für ein Torschloss, welcher an
der Pfostenschelle bzw. einer Sonderform der Pfostenschelle befestigt
werden kann, um auch diesbezüglich
an jedem beliebigen Zaunpfosten die Einrichtung eines Zauntores
zu ermöglichen.
Die Befestigung des Anschlages an einer Pfostenschelle kann beispielsweise
durch Verschrauben erfolgen.
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Die
Pfostenschelle kann weiterhin optional eine ebene Fläche aufweisen,
an welcher der Torschloss-Anschlag zur Anlage gebracht werden kann. In
diesem Falle lässt
sich bereits mit einer einzigen Schraube eine stabile Verbindung
zwischen Pfostenschelle und Anschlag herstellen, welche – eventuell bis
auf eine relative Drehbewegung um die Schraubenachse – die beiden
Komponenten formschlüssig gegeneinander
fixiert.
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Gemäß einer
anderen Weiterbildung kann der Torschloss-Anschlag mindestens einen
Ansatz aufweisen, welcher einen Zaunpfosten zumindest teilweise
umgreifen kann. Ein solches Umgreifen des Zaunpfostens verhindert
dann, dass der Anschlag in montiertem Zustand sich noch um eine
senkrecht zum Pfosten stehende Achse drehen kann. Auf diese Weise
kann auch die vorstehend erwähnte
verbleibende Drehbarkeit um die Achse einer einzigen Verbindungsschraube
zwischen Pfostenschelle und Anschlag beseitigt und ein absolut stabiler
Sitz des Anschlags erzielt werden.
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Vorzugsweise
ist der Anschlag so ausgebildet, dass er in zwei verschiedenen Positionen
an der Pfostenschelle befestigt werden kann, welche um 180° zueinander
gedreht sind. Der Anschlag lässt sich
dann sowohl für
links angeschlagene als auch für
rechts angeschlagene Zauntore einsetzen. Der Anschlag kann insbesondere
symmetrisch bezüglich einer
Mittelebene ausgebildet sein, um diese Drehbarkeit zu erzielen.
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Gemäß einer
anderen Weiterbildung des Anschlages weist dieser mindestens eine
Einrichtung wie beispielsweise ein Steckloch zur Befestigung eines
Elastikpuffers auf. In diesem Falle kann der Anschlag mit einem
Gummipuffer oder dergleichen versehen werden, welcher passend zum
jeweils verwendeten Torsystem dimensioniert sein kann.
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Das
Zaunbefestigungssystem kann optional auch eine Zusatzkomponente
umfassen, welche eine Zweite Ankereinrichtung zur Befestigung an
der Ersten Ankereinrichtung der Pfostenschelle aufweist und im Übrigen beliebigen
Zwecken dienen kann. So kann mit der Zusatzkomponente beispielsweise
ein Halter für
einen Blumentopf, einen Schlauch oder sonstiges Gartengerät oder auch
nur ein Zierelement für
den Zaun verbunden sein. Zusatzkomponenten dieser Art können insbesondere
an für
die Zaunmontage unbenutzten Ankereinrichtungen befestigt werden.
Es ist jedoch auch ohne weiteres möglich, für die Zusatzkomponente an beliebiger
Stelle eines Zaunpfostens eine eigene Pfostenschelle bereitzustellen.
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Zur
Herstellung der Komponenten des beschriebenen Zaunbefestigungssystems,
d. h. der Pfostenschelle, des Adapters, des Türschloss-Anschlages oder der
Zusatzkomponente, kann insbesondere Aluminium verwendet werden,
welches eine flexible und kostengünstige Herstellung unterschiedlich
geformter Teile beispielsweise in einem Druckgussverfahren erlaubt.
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Die
Erfindung betrifft weiterhin als eigenständige Produkte eine Pfostenschelle
bzw. einen Adapter, welche für
das beschriebene Zaunbefestigungssystem geeignet und in einer der
oben beschriebenen Weisen ausgebildet sind.
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Ferner
betrifft die Erfindung einen Pfosten für einen Zaun, welcher eine
Profilform mit einem Querschnitt hat, der zwei gegenüberliegende
Rundungen und zwei gegenüberliegende
gerade Abschnitte enthält.
Aufgrund der in Axialrichtung gleichbleibenden Profilform lässt sich
ein solcher Pfosten kostengünstig
beispielsweise in einem Extrusionsverfahren herstellen. Durch die
runde bzw. ebene Ausbildung der Pfostenflächen an gegenüberliegenden
Seiten ist es möglich,
wahlweise einen Zaun mit einer "kantigen" oder alternativ
einer "runden" Optik zu errichten,
je nach dem, ob die runden oder die ebenen Abschnitte sichtbar senkrecht
zur Zaunebene ausgerichtet werden.
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Vorzugsweise
enthält
der Pfosten eine zu seiner Querschnittsform passende Pfostenkappe, um
ihn an seiner Oberseite gestalterisch abzuschließen und gegen das Eindringen
von Wasser zu schützen.
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Die
Erfindung betrifft ferner einen Zaun mit mindestens einem Zaunfeld
und mindestens einem Pfosten der vorstehend beschriebenen Art.
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Des
Weiteren umfasst die Erfindung einen Zaun mit mindestens einem Zaunfeld
und mindestens einem Pfosten, welche durch ein Zaunbefestigungssystem
der oben beschriebenen Art miteinander verbunden sind.
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Bei
den genannten Zäunen
weist das Zaunfeld vorzugsweise beweglich miteinander verbundene
Vertikalstäbe
und Querriegel auf, so dass es bei Bedarf in eine Trapezform überführt werden
kann. Dies ermöglicht
es, auch mit einer Stabgitter-Konstruktion in Hanglagen einen Zaun
ohne Stufenkanten der Zaunfelder zu errichten.
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Des
Weiteren kann bei dem Zaun in die Zaunfelder, in die Pfosten und/oder
in das Zaunbefestigungssystem eine Beleuchtung integriert sein. Insbesondere
kann die Beleuchtung in die Pfostenschelle oder in Pfostenkappen
integriert sein.
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Im
Folgenden wird die Erfindung mit Hilfe der beigefügten Figuren
beispielhaft erläutert.
Dabei zeigt:
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1 einen
Querschnitt durch einen Zaunfposten gemäß der vorliegenden Erfindung,
dessen ovaler Querschnitt aus runden und geraden Abschnitten zusammengesetzt
ist (mit typischen Abmessungen in mm);
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2 eine
Pfostenkappe für
den Zaunpfosten von 1;
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3 eine
erste Ausführungsform
einer Pfostenschelle gemäß der vorliegenden
Erfindung in perspektivischer Ansicht;
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4 einen
Schnitt durch die Mittelebene (links oben), zwei Seitenansichten
(oben rechts, unten links) sowie eine perspektivische Ansicht von
unten (unten rechts) der Pfostenschelle von 3;
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5 eine
perspektivische Ansicht einer Pfostenschelle mit Scharnieraugen
für ein
Torgelenk;
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6 einen
Schnitt entlang der vertikalen Mittelebene der Pfostenschelle von 5;
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7 eine
weitere Ausführungsform
einer Pfostenschelle mit einer abgeflachten Anschlagfläche;
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8 einen
Anschlag für
ein Zauntor, der an der Pfostenschelle von 7 befestigt
werden kann;
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9 ein
Zusatzelement, das an einer Pfostenschelle gemäß 7 oder an
einer Mauer befestigt werden kann;
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10 eine
erste Ausführungsform
eines Adapters in perspektivischer Ansicht;
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11 eine
Aufsicht (links oben), eine Frontansicht (rechts oben) sowie einen
Schnitt (unten) durch den Adapter von 10;
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12 eine
Aufsicht (links oben), eine Frontansicht (rechts oben), einen Schnitt
(links unten) sowie eine perspektivische Ansicht (rechts unten)
einer zweiten Ausführungsform
eines Adapters;
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13 perspektivische
Ansichten von zwei Abwandlungen des Adapters von 12;
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14 eine
Aufsicht (links oben), einen Schnitt (rechts oben), eine Seitenansicht
(Mitte) sowie eine perspektivische Ansicht (unten) eines Adapters
zur Aufnahme von Gitterstabmatten.
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Gleiche
Bezugszeichen oder um Vielfache von 100 verschiedene Bezugszeichen
beziehen sich in den Figuren auf gleiche oder ähnliche Komponenten.
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In 1 ist
ein Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Zaunpfosten 1 dargestellt,
der in seiner axialen Richtung (senkrecht zur Zeichenebene) als
ein (Extrusions-)Profil mit gleichbleibendem Querschnitt ausgebildet
ist. Der Zaunpfosten kann aus einem Metall wie beispielsweise (verzinktem) Stahl
oder Aluminium bestehen oder auch aus Kunststoff. Der Querschnitt
des Zaunpfostens 1 setzt sich zusammen aus zwei runden
Abschnitten 1b und 1d, die beispielsweise die
Form eines Halbkreises haben können,
und welche durch zwei gerade Abschnitte 1a und 1c verbunden
sind. Dies hat den Vorteil, dass der Zaunpfosten 1 je nach
Wunsch in einer von zwei zueinander um 90° gedrehten Positionen in einen
Zaun eingebaut werden kann, so dass entweder die runden Flächen 1b, 1d oder
alternativ die geraden Flächen 1a, 1c in
der Zaunebene sichtbar werden.
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2 zeigt
eine Pfostenkappe 2, wie sie beispielsweise aus Kunststoff
hergestellt und im oberen Ende eines Zaunpfosten 1 gemäß 1 festgeklemmt
werden kann, um diesem konstruktiv vor dem Eindringen von Wasser
zu schützen
sowie gestalterisch ansprechend abzuschließen. Optional kann in die Pfostenkappe 2 auch
eine Beleuchtung (nicht dargestellt) integriert sein.
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In
den nachfolgend beschriebenen Figuren werden Komponenten eines Zaunbefestigungssystems
erläutert,
welche insbesondere zu ovalen Zaunpfosten gemäß 1 passen.
Das Zaunbefestigungssystem ist jedoch nicht auf derartige Zaunpfosten
eingeschränkt,
sondern lässt
sich – gegebenenfalls
nach entsprechender Modifikation der Formen – grundsätzlich in Verbindung mit quasi
jedem beliebigen Zaunpfosten anwenden, beispielsweise mit kreisrunden,
viereckigen oder mehreckigen Zaunpfosten.
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3 zeigt
in perspektivischer Ansicht eine erste Ausführungsform einer zum Zaunbefestigungssystem
gehörenden
Pfostenschelle 100. 4 gibt weitere
Ansichten dieser Pfostenschelle wieder. Die Pfostenschelle 100 besteht
im Wesentlichen aus einem ovalen Ring 101 mit rechteckigem
bzw. quadratischem Querschnitt, wobei die Innenkontur des Ringes 101 gerade
so dimensioniert ist, dass sie mit leichtem Spiel über einen
Zaunpfosten 1 gemäß 1 passt.
Der Ring 101 ist nicht durchgehend ausgebildet, sondern
weist einen schmalen Spalt 102 auf. Wie insbesondere aus
dem Schnitt von 4 erkennbar ist, befinden sich
beiderseits des Spaltes fluchtende Schraublöcher 103, von denen
eines ein Innengewinde trägt,
so dass der Spalt von einer Schraube mit Gewinde (nicht dargestellt) überbrückt werden
kann. Ein Anziehen dieser Schraube zieht dann den Spalt 102 zusammen,
wodurch sich der Radius bzw. Umfang des Ringes 101 verkleinert
und sich die Pfostenschelle an einem entsprechend dimensionierten
Zaunpfosten festklemmt. Eine solche Klemmbefestigung der Pfostenschelle 100 kann
dabei stufenlos in jeder beliebigen Höhe eines Zaunpfostens erfolgen,
was einen erheblichen Vorteil bei der Zaunmontage darstellt.
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Aus
den 3 und 4 ist ferner erkennbar, dass
die Pfostenschelle 100 über
ihren Umfang gleichmäßig verteilt,
d. h. kreuzförmig
angeordnet vier "Erste
Ankereinrichtungen" in
Form von Langlöchern 104 aufweist.
Diese Langlöcher
können
verwendet werden, um mittels eines noch zu beschreibenden Adapters
ein Zaunfeld an der Pfostenschelle 100 und damit am zugehörigen Zaunpfosten
zu befestigen. Die Bereitstellung von vier Langlöchern in vier verschiedenen Richtungen
ermöglicht
die Fortsetzung eines Zaunes in gerader Richtung sowie z. B. die
Ausbildung von Ecken oder T-Anschlüssen.
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Da
in der Regel nicht alle Langlöcher 104 benötigt werden,
kann das Befestigungssystem optional Verschlussstopfen (nicht dargestellt)
für unbenutzte
Langlöcher
enthalten. Des Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass die Langlöcher 104 nicht
nur zur Anbringung von Adaptern für Zaunfelder verwendet werden
können,
sondern dass hier auch beliebige andere Gegenstände wie beispielsweise Zaunornamente
oder Werkzeughalter befestigt werden können.
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Die
Pfostenschelle wird vorteilhafterweise aus Aluminium in einem Druckgussverfahren
hergestellt. 4 zeigt diesbezüglich Hohlkammern 105, die
an der Unterseite der Pfostenschelle 100 zwecks Materialersparnis
ausgebildet sind.
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In
den 5 und 6 ist eine Sonderausführung einer
Pfostenschelle 200 dargestellt, welche sich vom vorstehend
beschriebenen "Basismodell" 100 durch
das Vorhandensein einer Gelenkkomponente zur Ausbildung eines Zauntor-Gelenkes unterscheidet.
Die Gelenkkomponente besteht im konkreten Beispiel aus zwei sich
parallel erstreckenden Laschen 206a, 206b, in
denen zwei fluchtende, parallel zur Pfostenachse verlaufende Löcher 208 und 209 ausgebildet
sind. Durch diese Löcher
kann ein Gelenkbolzen 210 gesteckt werden, um das Auge
der Augenschraube eines Zauntores (nicht dargestellt) drehbeweglich
zu fixieren und so ein Scharnier auszubilden. Gemäß 6 weist
ein solcher passender Gelenkbolzen 210 einen verbreiterten
Kopf 211 auf, welcher genau in einer Vertiefung 207 verschwindet, die
an einem der Löcher 208 außenseitig
vorgesehen ist. Im montierten Zustand der Pfostenschelle 200 liegt
diese Vertiefung 207 typischerweise oben, so dass der Gelenkbolzen 210 von
oben her nacheinander in die Löcher 208 und 209 eingeführt werden kann,
bis sein Kopf 211 anschlägt und ein weiteres Durchrutschen
verhindert. Dabei ist die Vertiefung 207 vorzugsweise tief
genug, um den Kopf 211 ganz aufzunehmen, so dass dieser
nicht mehr nach oben übersteht
und daher im Sinne einer Aushebelsicherung nicht leicht – durch
Unbefugte – zu
entfernen ist.
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Als
weitere Sicherungsmaßnahme
für den Gelenkbolzen 210 ist
in 6 eine Bohrung 210 erkennbar, welche
in das untere Gelenkbolzenloch 209 führt. In diese Bohrung 210 kann
beispielsweise eine Madenschraube eingesetzt werden, um einen Gelenkbolzen
zu sichern.
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Als
zusätzliche,
in den Figuren nicht dargestellte Sicherungsmöglichkeit für einen Gelenkbolzen 210 kann
ferner vorgesehen sein, dass das untere Gelenkbolzen-Steckloch 209 an
seiner unteren Außenseite
bis auf wenige Millimeter verengt ist, so dass der Gelenkbolzen
hier nicht durchpasst und nur mit Hilfe eines entsprechend spitzen
Werkzeuges durch das enge Loch zurückgeschoben werden kann.
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7 zeigt
verschiedene Ansichten einer anderen Sonderausführung einer Pfostenschelle 300,
welche sich vom Basismodell 100 durch das Vorhandensein
einer ebenen Fläche 306 mit
einem zentral darin gelegenen Durchgangsloch 307 auszeichnet,
wobei diese ebene Fläche 306 anstelle
einer beim Basismodell 100 vorhandenen Rundung vorgesehen
ist. An der ebenen Fläche 306 können verschiedene
Gegenstände
angelegt und mit Hilfe einer durch das Loch 307 geführten Schraube
fixiert werden. Das Loch 307 kann dazu optional mit einem Innengewinde
versehen sein, um unmittelbar eine Schraube hierin eindrehen zu
können.
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Ein
spezieller Gegenstand, welcher an der ebenen Fläche 306 der Pfostenschelle 300 festgelegt werden
kann, ist der in 8 dargestellte Türschloss-Anschlag 350.
Der Türschloss-Anschlag 350 wird
auf passender Höhe
an einem Randpfosten eines Zaunes befestigt, wobei er endseitig
zwei Ansätze 352 enthält, die
mit einer nach innen gewölbten Rundung
dem Zaunpfosten zugewandt sind und daher passend an die Rundung 1b, 1d eines
Zaunpfostens 1 gemäß 1 angelegt
werden können.
Durch dieses formschlüssige
Eingreifen ist der Anschlag 350 bereits bis auf eine axiale
Verschiebung entlang des Zaunpfostens sowie eine Drehung um die
Achse des Zaunpfostens festgelegt. Die genannten verbleibenden Beweglichkeiten
des Anschlages 350 können
durch Verwendung der speziellen Pfostenschelle 300 beseitigt
werden. Diese kann nämlich
mit ihrer ebenen Fläche 306 an
einer mittigen ebenen Fläche 355 des
Anschlages 350 angelegt werden, und der Anschlag 350 kann
dann durch ein Langloch 354 mit Hilfe einer in das Loch 307 der
Pfostenschelle 300 gedrehten Schraube fixiert werden. Optional
können natürlich auch
zwei oder mehr beabstandete Pfostenschellen 300 verwendet
werden, um den Anschlag 350 mit besonders hoher Stabilität zu befestigen.
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Für seine
Funktion als Türschloss-Anschlag weist
der Anschlag 350 eine im montierten Zustand vom Pfosten
weg weisende Nase 351 für
die Falle des Schlosses sowie einen Anschlag 353 für den Rahmen
des Zauntores auf. Optional können
in dem Anschlag 353 ein oder mehrere Gummipuffer vorgesehen
sein (beispielsweise eingesteckt in nicht dargestellten Bohrungen),
um je nach konkreten Abmessungen des Zauntores Maßtoleranzen
auszugleichen und einen weichen Anschlag zu gewährleisten.
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9 zeigt
in einer Perspektive und einem Schnitt entlang der Linie A-A eine
Mauerbefestigung 360, welche in der Aufsicht etwa halbkreisförmig ist und
mit ihrer ebenen Fläche 365 beispielsweise
an einer (Mauer-)Wand befestigt werden kann. Zu diesem Zweck weist
die Mauerbefestigung 360 ein radial verlaufendes Durchgangsloch 361 auf,
in welches eine Schraube in die Wand geführt werden kann. Des Weiteren
hat die Mauerbefestigung 360 drei unter ca. 45° zueinander
stehende Langlöcher 364,
welche den Langlöchern 304 der
Pfostenschelle 300 entsprechen und an denen ein Adapter
zur Befestigung eines Zaunfeldes angebracht werden kann. Die Mauerbefestigung 360 kann
somit dazu verwendet werden, Knicke von 45° zu realisieren, wobei bei horizontaler
bzw. vertikaler Ausrichtung der Mauerbefestigung 360 diese
Knicke im Grundriss bzw. in der Seitenansicht eines Zaunes liegen.
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Die 10 und 11 zeigen
in einer Perspektive bzw. in verschiedenen Ansichten eine erste Ausführungsform
eines Adapters 500, welcher als Bindeglied zwischen einer
Pfostenschelle 100 bis 300 bzw. der Mauerbefestigung 360 und
einem Zaunfeld dient.
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Zur
Befestigung an einem Langloch 104, 204, 304 oder 354 ("Erste Ankereinrichtung") einer Pfostenschelle
weist der Adapter 500 als "Zweite Ankereinrichtung" zwei parallel abstehende
Laschen 501a und 501b auf, in denen zwei fluchtende
Schraublöcher 502 ausgebildet
sind und deren Abstand geringfügig
größer als
die Dicke der Pfostenschellen 100, 200, oder 300 bzw.
der Mauerbefestigung 360 ist. Optional kann eines der Schraublöcher 502 ein Innengewinde
besitzen. Im montierten Zustand umgreifen die Laschen 501a, 501b eine
Pfostenschelle/Mauerbefestigung im Bereich eines Langloches 104–304, 354,
so dass eine Schraube durch die Schraublöcher 502 und das genannte
Langloch geführt
und der Adapter 500 somit befestigt werden kann.
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Der
Adapter 500 weist ferner Mittel zur Befestigung eines Zaunfeldes
am Adapter auf, welche hier speziell in Hinblick auf eine Montage
von Zaunfeldern des Typs "Madrid" aus dem Programm
der Firma Gust. Alberts GmbH & Co.
KG, Herscheid, oder vergleichbarer Systeme ausgelegt sind. Diese Mittel
bestehen aus einer Lasche mit einem darin ausgebildeten Langloch 503,
wobei die Achse dieses Langloches senkrecht zur Achse der Schraublöcher 502 steht.
Durch dieses Langloch 503 kann beispielsweise eine Schraube
geführt
werden, um ein Zaunfeld (nicht dargestellt) zu befestigen.
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Bei
der in 12 dargestellten alternativen Ausführungsform
eines Adapters 600 sind die Mittel zur Befestigung eines
Zaunfeldes anders ausgebildet, nämlich
als rechteckiges Sackloch 603, in das ein entsprechend
geformter Riegel eines Zaunfeldes (nicht dargestellt) gesteckt werden
kann.
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13 zeigt
zwei weitere Ausführungsformen 700 und 800 von
Adaptern der in 12 gezeigten Art, wobei das
Steckloch quadratischen Querschnitt hat. Der Ansatz des Adapters 700 eignet
sich ferner dazu, in ein Vierkantrohr hineingesteckt zu werden.
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14 zeigt
verschiedene Ansichten eines Adapters 900, welcher speziell
zur stabilen Befestigung von Gitterstabmatten ausgebildet ist. Zu
diesem Zweck weist der Adapter 900 zwei lange U-förmig abstehende
parallele Schenkel 904a, 904b auf, in denen mittig
zwei fluchtende Durchgangslöcher 903 ausgebildet
sind. Die Länge
der Schenkel 904a, 904b ist (mit beispielsweise
58 mm) so gemessen, dass sie mindestens zwei Vertikalstäbe einer
Gitterstabmatte fassen können,
wobei diese Matte dann durch eine durch die Löcher 903 geführte Schraube fixiert
bzw. eingeklemmt werden kann. Durch das gleichzeitige Fassen von
zwei Vertikalstäben
wird eine Drehbeweglichkeit der Gitterstabmatte relativ zum Adapter 900 verhindert,
was einen stabilen Zaunaufbau ermöglicht.