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DE102007009267A1 - Turbolader - Google Patents

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DE102007009267A1 DE102007009267A DE102007009267A DE102007009267A1 DE 102007009267 A1 DE102007009267 A1 DE 102007009267A1 DE 102007009267 A DE102007009267 A DE 102007009267A DE 102007009267 A DE102007009267 A DE 102007009267A DE 102007009267 A1 DE102007009267 A1 DE 102007009267A1
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    • F02B37/12Control of the pumps
    • F02B37/18Control of the pumps by bypassing exhaust from the inlet to the outlet of turbine or to the atmosphere
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Abstract

Turbolader (1) m,it einem Verdichter (2), mit einer mit dem Verdichter (2) über eine Welle (3) verbundenen Turbine (4), die einen Abgaseinlass (5) und einen Abgasauslass (7) aufweist, mit einer Bypassleitung (6), die unter Umgehung der Turbine (4) vom Abgaseinlass (5) abzweigt und zum Abgasauslass (7) führt, und in der ein Absperrorgan (8) angeordnet ist, das von einem Stellglied (9) betätigbar ist, wobei das Stellglied als elektromagnetischer Aktuator (9; 22) ausgebildet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Turbolader gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Ein derartiger Turbolader ist aus der DE 197 11 307 A1 bekannt. Der dortige Turbolader weist ein Stromregel-Stellglied auf, das auf den Luftdruck im Auslass für Ansaugluft anspricht, um das Stromregelglied zu betätigen, das in der Abgas-Bypassleitung angeordnet ist.
  • Es ist demgegenüber Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Turbolader einer gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art zu schaffen, dessen Stellglied für Anwendungen geeignet ist, bei welchen das in der Bypassleitung angeordnete Absperrorgan bzw. Wastegate im Betrieb gegen einen bestimmten Druck geöffnet bzw. geschlossen werden muss.
  • Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruchs 1.
  • Dadurch, dass das Stellglied als elektromagnetischer Aktuator ausgebildet ist, ist es möglich, diesen in einem ersten Fall so auszulegen, dass dieser das Wastegate gegen ein bestimmtes Druckgefälle öffnet, dass heißt, dass im Falle eines Aktuator-Ausfalls das Wastegate sich nicht aufgrund des Druckgefälles von alleine öffnet. Es ist möglich, bei Angabe des gewünschten Hubs, der gewünschten Hubkraft, der gewünschten Schließkraft, der gewünschten Ruheposition und der maximal zulässigen äußeren Abmessungen des Aktuators eine Auslegung mit Angabe des nötigen Regelstroms durchzuführen, wobei diese Auslegung in Abhängigkeit der Spulenwicklungszahl erfolgt.
  • Im anderen oben genannten zweiten Fall eignet sich der erfindungsgemäße Aktuator-Typ für Anwendungen, bei welchen das Wastegate im Betrieb gegen ein bestimmtes Druckgefälle geschlossen werden muss, d. h. bei dem im Fall eines Aktuator-Ausfalls dieses sich aufgrund des Druckgefälles von alleine öffnet.
  • Bei dieser Alternative ermöglicht die erfindungsgemäße Ausbildung bei Angabe des gewünschten Hubs, der gewünschten höchsten Schließkraft und der maximal zulässigen äußeren Abmessungen des Aktuators eine Auslegung mit Angabe des nötigen Regelstroms, wobei die Spulenwicklungszahl zu berücksichtigen ist.
  • Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt.
  • Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus nachfolgender Beschreibung von Ausführungsbeispielen und der Zeichnung.
  • Es zeigt:
  • 1 eine schematisch stark vereinfachte Darstellung des erfindungsgemäßen Turboladers,
  • 2 eine schematisch stark vereinfachte Darstellung einer ersten Ausführungsform eines Aktuators, der in Zusammenhang mit dem in 1 dargestellten Turbolader verwendet werden kann,
  • 3 bis 5 Diagramme zur Erläuterung der Wirkungsweise des Aktuators gemäß 2,
  • 6 eine der 2 entsprechende Darstellung einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Aktuators, der mit dem Turbolader gemäß 1 verwendet werden kann, und
  • 7 bis 11 Diagramme zur Erläuterung der Wirkungsweise des Aktuators gemäß 6.
  • In 1 ist eine schematisch stark vereinfachte Darstellung eines erfindungsgemäßen Turboladers 1 dargestellt.
  • Der Turbolader 1 weist einen Verdichter 2 auf, dessen Verdichterrad über eine Welle 3 mit einem Turbinenrad einer Turbine 4 in Verbindung steht.
  • Die Turbine 4 weist einen Abgas-Einlass 5 auf, der mit einer Abgasleitung 13 eines Verbrennungsmotors in Verbindung steht.
  • Ferner weist die Turbine 4 einen Abgassauslass 7 auf.
  • 1 verdeutlicht ferner eine Bypass-Leitung 6, die vor dem Turbinen-Eintritt vom Abgas-Einlass 5 abzweigt und direkt zum Abgassauslass 7 führt, sodass durch diese Bypass-Leitung 6 die Turbine 4 umgangen wird.
  • In der Bypass-Leitung 6 ist ein Absperrorgan 8 angeordnet, das beispielsweise als so genanntes „Wastegate" ausgebildet sein kann. Das Absperrorgan 8 wird von einem Stellglied betätigt, das durch den Block 9, 22 entsprechend nachfolgend zu beschreibender alternativer Ausführungsformen betätigt werden kann.
  • Das Stellglied 9, 22 ist erfindungsgemäß als elektromagnetischer Aktuator ausgebildet, dessen Aufbau nachfolgend anhand der 2 und 6 näher erläutert werden wird.
  • 1 verdeutlicht zur Vervollständigung ferner einen Lufteintritt 10 in den Verdichter 2 und einen Luftaustritt 11 aus dem Verdichter 2, der zum Verbrennungsmotor 12 durch den Verdichter 2 verdichtete Luft leitet.
  • Der Turbolader 1 gemäß 1 weist natürlich alle weiteren üblichen Teile auf, die jedoch zur Vereinfachung in 1 nicht dargestellt sind, da sie für die Erläuterung der Erfindung nicht von Bedeutung sind.
  • Der in 2 dargestellte Aktuator 9 wird nachfolgend beschrieben. Dieser Aktuator 9 weist eine Hauptspule 14, eine Startspule 15, einen zwischen der Hauptspule 14, und der Startspule 15 angeordneten ringförmigen Permanentmagneten 16 auf. Ferner ist ein massiver Stahlzylinder 17 vorgesehen, der in Richtung der Längsachse L angeordnet und längs dieser beweglich ist und von der Hauptspule 14, der Startspule 15 und dem ringförmigen Permanentmagneten 16 umgeben ist. Ein abgestufter Aluminiumzylinder 19 umgibt die Hauptspule 14 die Startspule 15 und den Permanentmagneten 19. Eine nicht metallische Führungshülse 21 umgibt den Stahlzylinder 17 und eine Regelstange 20, die am Stahlzylinder 17 befestigt ist, und mittig aus einem Stahlgehäusezylinder 18 herausführt.
  • Die Auslegung kann einfach symmetrisch oder axialsymmetrisch erfolgen. Bei der in 2 dargestellten ersten Ausführungsform des Aktuators wird eine zur darin gekennzeichneten Achse L axialsymmetrische Auslegung beschrieben.
  • Nachfolgend wird die Funktion des ersten Aktuator-Typs 9 beschrieben.
  • Im stromlosen Zustand zwingt der Permanentmagnet 16 den Stahlzylinder 17 in eine Neutralposition. Abhängig davon, ob die Startspule 15 oder die Hauptspule 14 mit Strom durchflossen wird, wird der Stahlzylinder 17 nach oben oder unten ausgelenkt. Der Umstand, dass die Kraft zum Öffnen des Absperrorgans bzw. Wastegates größer ist, als die zum Schließen benötigte, bedingt die unterschiedlichen Spulengrößen.
  • Abhängig von der Stromstärke, der Windungszahl, der Position, der Abmessung sowie der Art und Weise, wie die Spule 14 gewickelt ist, kann die auf den Stahlzylinder 17 wirkende Höchstkraft der jeweiligen, höchstmöglichen Druckdifferenz entsprechenden Kraft auf die Wastegateklappe, angepasst werden.
  • Die Startspule 15 kommt unmittelbar bei und nach dem Start des Verbrennungsmotors zum Einsatz und schließt das Wastegate. Die Hauptspule 14 ist jetzt stromfrei.
  • Sobald ein Abgasturbolader-Drehzahlniveau erreicht ist, ab dem abgeblasen werden muss, kommt die Hauptspule 14 zum Einsatz.
  • Durch Variation der Stromstärke in der Hauptspule 14 bzw. in der Startspule 15 wird das Wastegate mehr oder weniger weit geöffnet.
  • Die mit dem Stahlzylinder 17 verbundene Regelstange (20) überträgt diese Bewegung bzw. Kraft auf den Hebel der Wastegateklappe (s. 1).
  • Die nicht metallische Führungshülse 21 dient als Führung für den Stahlzylinder 17 in der Spule, bzw. im Permanentmagnet.
  • Der für magnetische Feldlinien undurchlässige Stahlmantel bzw. Stahlgehäusezylinder 18 gewährleistet die elektromagnetische Kompatibilität (d. h. Abschirmung) mit der Umgebung.
  • Die Verbindung zwischen diesem Stahlgehäusezylinder 18 und den inneren Komponenten wird durch den Aluminiummantel bzw. abgestuften Aluminiumszylinder 19 hergestellt.
  • Für den Fall einer Stromunterbrechung kommt der Permanentmagnet 16 zum Einsatz und hält das Wastegate in einer geöffneten Position. Ein Überdrehen des Laders wird somit verhindert.
  • Nachfolgend wird für diese Ausführungsform die Betätigung des Wastegate beispielhaft mit Bezug auf 3 beschrieben.
  • Die Bedienung des Wastegate erfolgt über einen Hebel, mit einem Hebelarmverhältnis von z. B. 2:1.
  • Die Öffnung des Wastegates sei in der stromlosen Ruheposition mit z. B. 2 mm vorgeschrieben. Auf Grund des Hebelarmverhältnisses resultiert dies in einer Ruheposition von 4 mm an der Regelstange 20. Dieser Zustand entspricht zum Beispiel der Situation, in welcher der Motor steht.
  • Wird der Motor nun gestartet, so muss das Wastegate geschlossen werden. Die Startspule 15 wird aktiviert und bewegt die Regelstange 20 um 4 mm in Richtung der Startspule 15. Die dafür zur Verfügung stehende Höchstkraft an der Regelstange 20 beträgt zwischen 25 N (0 mm) und 26 N (4 mm). Unter Berücksichtigung des Hebelarmverhältnisses entspricht dies 50 N-52 N am Wastegate.
  • Wird der Motor beschleunigt und überschreitet sein Drehzahlniveau den Wert, ab welchem abgeblasen werden muss, so wird das Wastegate wieder geöffnet. Die Hauptspule 14 wird aktiviert und bewegt die Regelstange 20 in Richtung der Hauptspule 14. Die dafür zur Verfügung stehende Höchstkraft an der Regelstange 20 beträgt z. B. bei geschlossenem Wastegate 67 N. Unter Berücksichtigung des Hebelarmverhältnisses entspricht dies 134 N am Wastegate.
  • Mit diesem Wert ließe sich theoretisch ein Wastegate mit einem Bohrungsdurchmesser von 29 mm gegen ein Druckgefälle von 2 bar öffnen.
  • Der maximale Weg der Regelstange 20 beträgt im vorliegenden Fall z. B. 14 mm, d. h., das Wastegate kann bis zu 7 mm weit geöffnet werden.
  • Selbstverständlich lässt sich die Höchstkraft des Aktuators 9 in die eine oder andere Richtung durch Variation der Dimensionen der Einzelkomponenten wie Spule, Zylinder, und Permanentmagnet beeinflussen.
  • 3 zeigt die Kraft auf den Stahlzylinder 17 mit einem Durchmesser von z. B. 48 mm in Abhängigkeit der Axialposition des Stahlzylinders 17.
  • Besonderheiten bei der Auslegung:
  • Es ist zu beachten, dass die magnetische Kraftflussdichte den für das Zylindermaterial geltenden magnetischen Sättigungswert nicht überschreitet. Für Stahl beträgt dieser Wert etwa 1,9 Tesla.
  • 4 verdeutlicht, wie dieser Wert zu Stande kommt. Das Diagramm zeigt, dass die magnetische Kraftflussdichte [B] in Abhängigkeit der magnetischen Feldstärke [H] für Stahl eine nichtlineare Charakteristik besitzt, was dazu führt, dass ab einem bestimmten Wert (ca. 1,9 Tesla) ein Zuwachs an Feldstärke nicht mehr in einem nennenswerten Zuwachs an Kraftflussdichte resultiert.
  • 5 zeigt das Ergebnis einer numerischen Simulation der magnetischen Kraftflussdichte, welche der für die Öffnung einer geschlossenen Wastegateklappe notwendigen Kraft an der Regelstande 20 entspricht.
  • Die Darstellung ist entsprechend dem Rechenansatz axialsymmetrisch.
  • Sie lässt Aufschluss darüber zu, wie weit die magnetische Kraftflussdichte von dem für das Zylindermaterial geltenden magnetischen Sättigungswert entfernt ist und wie gut die Abschirmung des Magnetfelds nach außen durch den Stahlgehäusezylinder 18 gelingt.
  • Schließlich ist in Bezug auf die Einhausung zu beachten, dass ein radialer Mindestabstand zwischen dem Stahlgehäusezylinder 18 und den inneren Komponenten zu gewährleisten ist, um einer Feldschwächung im Innern des Aktuators 9 vorzubeugen. Dieser Mindestabstand wird durch den Aluminiummantel bzw. Aluminiumzylinder 19 gewährleistet, welcher keine ferromagnetische Eigenschaft besitzt, jedoch die Wärmeleitung nach außen gewährleistet.
  • In axialer Richtung ist ein solcher Mindestabstand nicht vonnöten.
  • Der in 6 dargestellte zweite Aktuator-Typ 22 wird gemäß einer zweiten erfindungsgemäßen Ausbildung nachfolgend beschrieben. Dieser Aktuator 22 weist eine Spule 23, einen massiven Stahlzylinder 24, der in Richtung der Längsachse L angeordnet und längs dieser beweglich ist und einen Aluminiumzylinder 26, der die Spule 23 umgibt. Der Stahlzylinder 24 ist von einer nicht metallischen Führungshülse 28 umgeben. Eine Regelstange 27 ist am Stahlzylinder 24 befestigt und muttig aus dem Stahlgehäusezylinder 25 herausgeführt.
  • Nachfolgend wird die Funktion des Aktuator-Typs 22 beschrieben.
  • Abhängig davon, ob die Spule 23 mit Strom versorgt wird, entsteht im Stahlzylinder 24 eine auf die Regelstange 27 bezogene Zugkraft. Die Richtung dieser Zugkraft entspricht der Schließrichtung des Wastegates.
  • Abhängig von der Stromstärke, der Windungszahl, der Position, der Abmessung sowie der Art und Weise, wie die Spule 23 gewickelt ist, kann diese auf den Zylinder 24 wirkende Höchstkraft der jeweiligen, höchstmöglichen Druckdifferenz entsprechenden Zugkraft auf die Wastegateklappe angepasst werden.
  • Die mit dem Zylinder 24 verbundene Regelstange 27 überträgt diese Zugkraft auf den Hebel der Wastegateklappe.
  • Beim Start wird die Spule 23 mit Strom versorgt und das Wastegate geschlossen.
  • Sobald ein Abgasturbolader-Drehzahlniveau erreicht ist, ab dem abgeblasen werden muss, wird die Stromstärke so weit reduziert, bis sich das Wastegate öffnet.
  • Durch Variation der Stromstärke in der Spule 23 wird das Wastegate mehr oder weniger weit geöffnet.
  • Die nicht metallische Führungshülse 28 dient als Führung für den Zylinder 24 in der Spule 23.
  • Der für magnetische Feldlinien undurchlässige Stahlmantel bzw. Stahlgehäusezylinder 25 gewährleistet die elektromagnetische Kompatibilität (d. h. Abschirmung) mit der Umgebung.
  • Die Verbindung zwischen diesem Stahlmantel und den inneren Komponenten wird durch den Aluminiummantel bzw. Aluminiumzylinder 26 hergestellt.
  • Für den Fall einer Stromunterbrechung ist der Stahlzylinder kraftfrei und erlaubt, dass die Druckdifferenz zwischen Turbine und Abgastrakt das Wastegate öffnet. Ein Überdrehen des Laders wird somit verhindert.
  • Nachfolgend wird für die zweite Ausführungsform die Betätigung des Wastegate beispielhaft mit Bezug auf 6 beschrieben.
  • Die Bedienung des Wastegate erfolgt über einen Hebel, mit einem Hebelarmverhältnis von z. B. 2:1.
  • Der Aktuator 22 muss so positioniert werden, dass die höchstmögliche Zugkraft mit der Position, in welcher das Wastegate geschlossen ist, zusammenfällt, in 6 entspricht dies 10 mm in Zugrichtung.
  • Wird der Motor nun gestartet, so muss das Wastegate geschlossen werden. Die Spule 23 wird aktiviert. Die benötigte Schließkraft ist noch gering.
  • Wird der Motor beschleunigt und überschreitet sein Drehzahlniveau den Wert, ab welchem abgeblasen werden muss, so wird das Wastegate wieder geöffnet. Der Strom in der Spule 23 wird dementsprechend verringert.
  • Die größte Schließkraft wird benötigt, wenn der Abblasvorgang beendet wird. Die dafür zur Verfügung stehende Höchstkraft an der Regelstange 27 beträgt im vorliegenden Fall ca. 83 N. Unter Berücksichtigung des Hebelarmverhältnisses entspricht dies 166 N am Wastegate.
  • Mit diesem Wert ließe sich theoretisch ein Wastegate mit einem Bohrungsdurchmesser von 32,5 mm gegen ein Druckgefälle von 2 bar schließen.
  • Der maximale Weg der Regelstange 27 beträgt im vorliegenden Fall 12,5 mm, d. h. das Wastegate kann auf Grund des Hebelverhältnisses bis zu 6,25 mm geöffnet werden.
  • Die äußeren Abmessungen des Aktuators 22 betragen im vorliegenden Fall z. B. 114 mm im Durchmesser bei einer Höhe von 100 mm.
  • 7 zeigt die Kraft auf den Zylinder 24 mit einem Durchmesser von 40 mm in Abhängigkeit der Axialposition des Zylinders 24 für eine Spule mit 3000 Ampèrewindungen.
  • Hier zeigt sich die günstige Kennlinie des Aktuators 22. Je näher man der Verschlussposition des Wastegates (–10 mm) kommt, desto größer ist die benötigte Schließkraft, gleichzeitig aber auch die zur Verfügung stehende höchstmögliche Zugkraft. Selbstverständlich lässt sich die Höchstzugkraft des Aktuators 22 durch Variation der Dimensionen der Einzelkomponenten wie Spule 23 und Zylinder 24 beeinflussen. So kann die für die jeweilige Anwendung kleinstmögliche Aktuatorgröße ermittelt werden.
  • 8 zeigt, wie sich die höchstmögliche Zugkraft des Aktuators 22 in Abhängigkeit des Durchmessers des Zylinders 24 für eine Spule mit 3000 Ampèrewindungen ändert.
  • 9 zeigt zum Beispiel, wie sich die höchstmögliche Zugkraft des Aktuators 22 in Abhängigkeit des Stroms durch die Spule 23 als auch in Abhängigkeit der Anzahl der Windungen z. B. für einen Zylinderdurchmesser von 40 mm ändert.
  • Besonderheiten bei der Auslegung:
  • Es ist zu beachten, dass die magnetische Kraftflussdichte den für das Zylindermaterial geltenden magnetischen Sättigungswert nicht überschreitet. Für Stahl beträgt dieser Wert etwa 1,9 Tesla.
  • 10 verdeutlicht, wie dieser Wert zu Stande kommt. Das Diagramm zeigt, dass die magnetische Kraftflussdichte [B] in Abhängigkeit der magnetischen Feldstärke [H] für Stahl eine nichtlineare Charakteristik besitzt, was dazu führt, dass ab einem bestimmten Wert (ca. 1,9 Tesla) ein Zuwachs an Feldstärke nicht mehr in einem nennenswerten Zuwachs an Kraftflussdichte resultiert.
  • 11 zeigt das Ergebnis einer numerischen Simulation der magnetischen Kraftflussdichte, welche dem Schließen einer Wastegateklappe z. B. mit einer Kraft von 83 N an der Regelstande 20 entspricht.
  • Die Darstellung ist entsprechend dem Rechenansatz axialsymmetrisch.
  • Sie lässt Aufschluss darüber zu, wie weit die magnetische Kraftflussdichte von dem, für das Zylindermaterial geltenden magnetischen Sättigungswert entfernt ist und wie gut die Abschirmung des Magnetfelds nach außen durch den Stahlgehäusezylinder 25 gelingt.
  • Schließlich ist in Bezug auf die Einhausung zu beachten, dass ein radialer Mindestabstand zwischen dem Stahlgehäusezylinder 25 und den inneren Komponenten zu gewährleisten ist, um einer Feldschwächung im Innern des Aktuators 22 vorzubeugen. Dieser Mindestabstand wird durch den Aluminiummantel bzw. Aluminiumzylinder 26 gewährleistet, welcher keine ferromagnetische Eigenschaft besitzt, jedoch die Wärmeleitung nach außen gewährleistet.
  • In axialer Richtung ist ein solcher Mindestabstand nicht vonnöten.
  • 1
    Turbolader/Abgasturbolader
    2
    Verdichter
    3
    Welle
    4
    Turbine
    5
    Abgaseinlass
    6
    Bypass
    7
    Abgassauslass
    8
    Absperrorgan
    9
    Aktuator
    10
    Lufteintritt in 2
    11
    Luftaustritt aus 2
    12
    Motor/Verbrennungsmotor
    13
    Abgasleitung
    14
    Hauptspule
    15
    Startspule
    16
    ringförmigen Permanentmagnet
    17
    massiver Stahlzylinder
    18
    Stahlgehäusezylinder mit Längsachse L
    19
    abgestufter Aluminiumzylinder
    20
    Regelstange
    21
    nicht metallische Führungshülse
    22
    Aktuator
    23
    Spule
    24
    massiver Stahlzylinder
    25
    Stahlgehäusezylinder
    26
    Aluminiumzylinder
    27
    Regelstange
    28
    nicht metallische Führungshülse

Claims (5)

  1. Turbolader (1) – mit einem Verdichter (2), – mit einer mit dem Verdichter (2) über eine Welle (3) verbundenen Turbine (4), • die einen Abgaseinlass (5) und einen Abgassauslass (7) aufweist – mit einer Bypassleitung (6), • die unter Umgehung der Turbine (4) vom Abgaseinlass (5) abzweigt und zum Abgassauslass (7) führt, und • in der ein Absperrorgan (8) angeordnet ist, das von einem Stellglied (9) betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, – dass das Stellglied als elektromagnetischer Aktuator (9; 22) ausgebildet ist.
  2. Turbolader (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (9) folgendes aufweist: – eine Hauptspule (14), – eine Startspule (15), – einen ringförmigen Permanentmagneten (16), der zwischen der Hauptspule (14) und der Startspule (15) angeordnet ist, – einen massiven Stahlzylinder (17), der mittig in einem Stahlgehäusezylinder (18) innerhalb der Hauptspule (14), der Startspule (15) und dem Permanentmagneten (16) angeordnet ist, – einen abgestuften Aluminiumzylinder (19), der außen die Hauptspule (14), die Startspule (15) und den Permanentmagneten (16) umgibt und innerhalb des Stahlgehäusezylinders (18) angeordnet ist, und – eine Regelstange (20), die am Stahlzylinder (17) befestigt ist und mittig aus dem Stahlgehäusezylinder (18) herausgeführt ist.
  3. Turbolader gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stahlzylinder (17) von einer nicht metallischen Führungshülse (21) umgeben ist.
  4. Turbolader gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (22) folgendes aufweist: – eine Spule (23), – einen massiven Stahlzylinder (24), der mittig in einem Stahlgehäusezylinder (25) innerhalb der Spule (23) angeordnet ist, – einen Aluminiumszylinder (26), der die Spule (23) außen umgibt und im Stahlzylindergehäuse (25) angeordnet ist, und – eine Regelstange (27), die mit dem massiven Stahlzylinder (24) verbunden ist und mittig aus dem Stahlzylindergehäuse (25) herausgeführt ist.
  5. Turbolader (1) gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der massive Stahlzylinder (24) von einer nicht metallischen Führungshülse (28) umgeben ist.
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