DE102007008176A1 - Fahrzeugsitz - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz, mit einem mit Oberschienen (2) auf chassisseitigen Unterschienen (3) längsverstellbaren Sitzrahmen, einer zwischen der Oberschiene (2) und der Unterschiene (3) vorgesehenen Schienenverriegelung (4), einer Entriegelungseinrichtung (6) zum Entriegeln der Schienenverriegelung (4) und einer bei Vorklappen der Rückenlehne drehbaren Übertragungsstange (8). Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass zwischen der Übertragungsstange (8) und der Entriegelungseinrichtung (6) ein elastisches Übertragungsglied (10) vorgesehen ist. Das Übertragungsglied kann insbesondere ein federnder Hebel sein, der vorzugsweise als gebogener Draht ausgebildet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
- Bei Fahrzeugsitzen mit Easy Entry (erleichterter Eingang)-Verstellung ist die Rückenlehne im Allgemeinen an einem Sitzrahmen verriegelt, der auf Oberschienen gegenüber chassisseitigen Unterschienen längsverstellbar ist, wobei seine Längsposition durch eine im Allgemeinen auf den Oberschienen vorgesehene Schienenverriegelung fixierbar ist. Zur Längsverstellung wird die Schienenverriegelung durch Betätigung einer Entriegelungseinrichtung gelöst.
- Zur Easy Entry-Verstellung entriegelt der Benutzer zunächst die Rückenlehne, klappt sie nach vorne und verstellt den Sitzrahmen bzw. den ganzen Fahrzeugsitz in Längsrichtung nach vorne. Bei einigen Fahrzeugsitzen wird die Schienenverriegelung direkt durch das Vorklappen der Rückenlehne entriegelt, wozu z. B. ein Entriegelungshebel zwischen der Lehne und einer sich in Querrichtung in dem Fahrzeugsitz erstreckenden Übertragungsstange vorgesehen sein kann, die die beiden Entriegelungseinrichtungen an der linken und rechten Seite über eine Wirkverbindung entriegelt.
- Um ein Klappern zwischen der Übertragungsstange und der Entriegelungseinrichtung zu vermeiden und ggf. auch zur Unterstützung des Entriegelungsvorgangs kann grundsätzlich eine zusätzliche Federeinrichtung vorgesehen werden; hierdurch wird die Anordnung jedoch recht komplex und aufwendig zu montieren.
- Die
DE 101 42 962 C2 zeigt einen Fahrzeugsitz mit Neigungseinsteller, bei dem eine Quertraverse eine obere Schwinge des Sitzkissenrahmens mit einem Beschlagteil einer Sitzneigungseinstellung verbindet. Hierbei ist eine Schraubenfeder als Kompensationsfeder zwischen einen Anschlag der vorderen Schwinge und der Quertraverse gesetzt. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, bei einem bekannten Fahrzeugsitz mit geringem Aufwand eine sichere Entriegelung der Schienenverriegelung bei Vorklappen der Rückenlehne zu ermöglichen.
- Diese Aufgabe wird durch einen Fahrzeugsitz nach Anspruch 1 gelöst. Die Unteransprüche beschreiben bevorzugte Weiterbildungen.
- Erfindungsgemäß ist somit ein elastisches Übertragungsglied zwischen der Übertragungsstange und der Entriegelungseinrichtung vorgesehen. Das elastische Übertragungsglied kann insbesondere ein federnder Hebel sein. Weiterhin ist auch die Ausbildung als Schenkelfeder möglich.
- Durch Verwendung eines elastischen Übertragungsgliedes kann die Wirkverbindung sicher gestellt sein und das Klappern wirksam verhindert sein. Das elastische Übertragungsglied kann direkt zwischen der Übertragungsstange bzw. einem an dieser befestigen Mittel, z. B. einer Schwenkplatte, sowie der Entriegelungseinrichtung eingehängt werden, ohne dass die Anbringung mehrerer Bauelemente erforderlich ist.
- Das Übertragungsglied kann insbesondere eine Federvorspannung aufweisen, die in die Entriegelungsrichtung zeigt.
- Erfindungsgemäß kann als federnder Hebel insbesondere ein gebogener Draht verwendet werden, z. B. aus Federstahl. Hierdurch kann das Übertragungsglied einfach, kostengünstig und sicher befestigbar als einstückiger, gebogener Draht mit einem mittleren gebogenen Teil zur Ausbildung der Federwirkung und gebogenen Enden zum Einhängen ausgebildet werden.
- Das erfindungsgemäße Übertragungsglied kann grundsätzlich sowohl an beiden Seiten des Sitzes als auch lediglich an einer Seite vorgesehen sein.
- Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beiliegenden Zeichnungen an einer Ausführungsform näher erläutert. Es zeigen:
-
1 eine perspektivische Ansicht eines Schienenverriegelungsbereichs in verriegeltem Zustand; -
1a eine Ausschnittsvergrößerung aus1 ; -
2 den Schienenverriegelungsbereich aus1 in Seitenansicht; -
3 den Schienenverriegelungsbereich im entriegelten Zustand in perspektivischer Ansicht; -
3a eine Ausschnittsvergrößerung aus3 ; -
4 den Schienenverriegelungsbereich aus1 in Seitenansicht; -
5 das erfindungsgemäße Übertragungsglied. - Ein Fahrzeugsitz kann von einer Gebrauchsstellung mit im Wesentlichen aufrechter, verriegelter Rückenlehne in eine Easy Entry-Position verstellt werden, indem die Rückenlehne zunächst entriegelt und nachfolgend teilweise nach vorne geklappt und der gesamte Fahrzeugsitz in Längsrichtung nach vorne verstellt wird.
- Der Sitzrahmen des Fahrzeugsitzes ist auf Oberschienen
2 gegenüber chassisseitigen Unterschienen3 längsverschiebbar, wobei auf jeweils der linken und rechten Oberschiene2 eine Schienenverriegelung4 vorgesehen ist, die z. B. einen Verriegelungsstift durch die jeweilige Oberschiene2 und Unterschiene3 setzt. - Zur Entriegelung ist eine Entriegelungsklinke
6 schwenkbar an der Schienenverriegelung4 angelenkt, die zur Entriegelung hoch geschwenkt wird. Hierbei können zum einen Betätigungen der Entriegelungsklinke6 durch manuelle Bedieneinrichtungen vorgesehen sein, z. B. ein einteilig mit der Entriegelungsklinke6 ausgebildeter oder starr mit dieser verbundener Betätigungsbügel5 , den der Benutzer von vorne greifen und schwenken kann, wenn er die Längsposition des Fahrzeugsitzes verändern will. Weiterhin ist eine selbsttätige Entriegelung bei Lehnenklappung vorgesehen, wobei die Rückenlehne über einen hier nicht gezeigten Übertragungshebel mit einer Übertragungsstange8 gekoppelt ist, die sich in Querrichtung zwischen der linken und rechten Schienenverriegelung4 erstreckt. Bei Klappung der Rückenlehne wird der mit der Lehne verbundene Entriegelungshebel nach vorne bewegt und hierdurch die Übertragungsstange8 gedreht, so dass sie über eine Wirkverbindung die Entriegelungsklinke6 beide Schienenverriegelungen4 schwenkt. - Erfindungsgemäß ist als Wirkverbindung auf jeder Seite ein elastisches Übertragungsglied
10 vorgesehen, das in der gezeigten Ausführungsform als federnder Hebel10 ausgebildet ist. Der federnde Hebel10 ist mit einem Ende10a an der Entriegelungsklinke6 angebracht und mit seinem andere Ende10b außermittig an die Übertragungsstange8 angebunden. Hierzu kann die Übertragungsstange8 an jedem seitlichen Endbereich rotationsfest mit einer Schwenkplatte12 versehen sein, die ein Loch13 aufweist, in die das Ende10b des federnden Hebels10 eingehängt ist. - Bei einer Drehung der Übertragungsstange
8 von der in1 ,2 gezeigten Verriegelungsstellung im Gegenuhrzeigersinn in die Entriegelungsstellung der3 ,4 wird somit die Schwenkplatte12 mit dem Ende10b des Hebels10 nach oben verstellt, so dass der federnde Hebel10 etwas elastisch nachgibt und weiterhin die Entriegelungsklinke6 nach oben schwenkt. Somit wird durch Drehen der Übertragungsstange8 auf beiden Seiten jeweils die Schienenverriegelung4 entriegelt. - Der federnde Hebel
10 kann insbesondere gemäß5 einteilig aus einem Stück gebogenen Draht gebildet sein, das in seinen Enden10a und10b jeweils hakenartig gebogen ist, um in das Loch13 sowie ein entsprechendes Loch der Entriegelungsklinke6 eingesetzt zu werden und dort schwenkbar gelagert zu sein. In seinem mittleren Bereich10c ist der federnde Hebel in geeigneter Weise gebogen, um die gewünschte Federvorspannung auszuüben und entsprechend seiner Federsteifigkeit elastisch nachgeben zu können. - Der federnde Hebel
10 ermöglicht somit eine sichere mechanische Wirkverbindung, ohne dass hierfür sowohl ein starrer Hebel als auch eine Federeinrichtung vorgesehen sind. Seine Federvorspannung kann insbesondere in die Entriegelungsrichtung zeigen. - Der federnde Hebel
10 kann z. B. aus einem Federdraht, z. B. mit einem Durchmesser von d = 3,5 mm hergestellt sein, wobei der mittlere Bereich10c z. B. ein Krümmungsradius von R1 = 40 mm aufweisen kann bei einem Abstand der Enden10a und10b von z. B. 40 bis 50 mm, insbesondere 48 mm. - Bei einer hier nicht gezeigten Ausbildung des Übertragungsgliedes als Schenkelfeder kann diese z. B. mit einem Schenkel in das Loch
13 der Schwenkplatte12 und mit ihrem anderen Schenkel in die Entriegelungsklinke6 gehängt sein. Auch eine Schenkelfeder kann hierbei einstückig aus Federdraht hergestellt sein. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 10142962 C2 [0005]
Claims (6)
- Fahrzeugsitz, mit einem mit Oberschienen (
2 ) auf chassisseitigen Unterschienen (3 ) längsverstellbaren Sitzrahmen, einer zwischen der Oberschiene (2 ) und der Unterschiene (3 ) vorgesehenen Schienenverriegelung (4 ), einer Entriegelungseinrichtung (6 ) zum Entriegeln der Schienenverriegelung (4 ), und einer bei Vorklappen der Rückenlehne drehbaren Übertragungsstange (8 ), dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Übertragungsstange (8 ) und der Entriegelungseinrichtung (6 ) ein elastisches Übertragungsglied (10 ) vorgesehen ist. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsglied (
10 ) ein federnder Hebel (10 ) ist. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsglied (
10 ) eine Schenkelfeder ist. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der federnde Hebel (
10 ) oder die Schenkelfeder als gebogener Draht ausgebildet ist. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der federnde Hebel (
10 ) einen gebogenen mittleren Bereich zur Ausbildung einer Federvorspannung und als gebogene Drahtenden ausgebildete Enden (10a ,10b ) zum Einhängen in die Entriegelungseinrichtung (6 ) und in die Übertragungsstange (8 ) oder ein an der Übertragungsstange (8 ) befestigtes Mittel (12 ) ausgebildet ist. - Fahrzeugsitz nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsglied (
10 ) in Entriegelungsrichtung vorgespannt ist.
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2007
- 2007-02-19 DE DE200710008176 patent/DE102007008176B4/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Publication date |
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| DE102007008176B4 (de) | 2009-07-30 |
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