DE102007008124A1 - Seilsägesystem für den Natursteinbereich - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Seilsägesystem, insbesondere für den Natursteinbereich, mit integriertem, flaschenzugähnlichem Seilspeichersystem und mit einem von einem Antriebsrad einer Antriebseinrichtung angetriebenen, endlosen Sägeseil. Der Seilspeicher (109) weist ein erstes und ein zweites Rollenpaket (108 und 110) auf, die jeweils auf einer gemeinsamen Achse angeordnete Einzelrollen aufweisen. Wenigstens ein Rollenpaket (110) ist relativ zum anderen Rollenpaket (108) verschiebbar angeordnet und von dem anderen Rollenpaket (108) weg vorgespannt. Es ist wenigstens ein das freilaufende Sägeseil (24) außerhalb der Seilsägemaschine wenigstens teilweise abdeckendes Schutz-Abdeckprofil (10) vorgesehen. Ferner ist eine Bremsvorrichtung (106) für die Antriebseinrichtung vorgesehen, die von einem bei einem Sägeseilriss ausgelösten Riss-Signal betätigbar ist.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Seilsägesystem, insbesondere für den Natursteinbereich, gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Seilsägen werden zum Zerschneiden (Zerspanen) von Naturstein, Beton, Stahlbeton und ähnlichen Baustoffen verwendet. Bei den Seilsägevorrichtungen werden Stahlseile oder mit Diamantsegmenten bestückte Stahlseile von geeigneten Antrieben durch das zu schneidende Material gezogen. Mit zunehmender Schneidtiefe muss die Sägeseilschlaufe zur Aufrechterhaltung des Schneiddruckes ständig nachgezogen werden. Zu diesem Zweck befindet sich eine Sägeseilantriebsvorrichtung auf einem entlang von Schienen verfahrbaren Wagen oder Schlitten. Bei größeren zu schneidenden Körpern sind lange Seilschlaufen, ein langer Fahrweg und entsprechend lange Schienen erforderlich. Aufgrund gegebener örtlicher Verhältnisse können häufig lange Schienen nicht ausgelegt werden, so dass der Einsatz solcher bekannter Seilsägevorrichtungen begrenzt ist.
- Durch die
ist bereits eine Seilsägevorrichtung mit einem Seilspeicher nach Art eines Flaschenzuges bekannt, der mehrere einzeln gelagerte Räder aufweist, die eine abgestufte Aufnahme des frei werdenden Seilteiles ermöglichen, jedoch eine größere Reibung und einen erhöhten konstruktiven Aufwand bedingen. Nachteilig ist insbesondere die absatzweise Arbeitsweise dieser bekannten Seilsägevorrichtung – bedingt durch das manuelle Umlegen von Schlaufen im Seilspeicher nach jedem Vorschub.WO 95/28263 - Durch die
DE 29 805 457.4 ist eine Seilsägevorrichtung bekannt, die ein von einem Antriebsrad einer Antriebseinrichtung angetriebenes endloses Sägeseil, das um ein zu schneidendes Werkstück legbar ist, und einen fla schenzugähnlichen Sägeseilspeicher aufweist. Das Antriebsrad ist stationär angeordnet und der Sägeseilspeicher weist ein erstes und ein zweites Rollenpaket auf, die je auf einer gemeinsamen Achse angeordnete Einzelrollen aufweisen, wobei wenigstens ein Rollenpaket relativ zum anderen Rollenpaket verschiebbar angeordnet ist und von dem anderen Rollenpaket weg vorgespannt ist. - Aus der
EP 0 703 852 B1 ist eine Seilsägevorrichtung mit einem Sägeseilspeicher nach Art eines Flaschenzugs bekannt, der mehrere einzeln gelagerte Räder aufweist, die eine abgestufte Aufnahme des frei werdenden Seilteils ermöglichen. - Die
offenbart eine Seilsägemaschine, die mit Hilfe von Klemmarmen am zu sägenden Werkstück festgeklemmt wird. Diese Seilsägemaschine umfasst mehrere Umlenkrollen für das Sägeseil sowie zwei Antriebsrollen, die auf einem abgewinkelten Hebelarm sitzen. Eine der Umlenkrollen ist mittels des Hebelarmes um einen Drehpunkt beweglich gelagert und zur bogenförmigen Umlenkung um das zu sägende Werkstück durch Kraftantrieb verstellbar.WO 00/12250 - Die
EP 0 279 305 zeigt eine Seilsägevorrichtung mit einem Gestell, in dem ein angetriebener Schlitten verschiebbar geführt ist, auf dem eine Antriebseinrichtung mit Antriebscheibe und eine Losscheibe angeordnet sind, um die ein Sägeseil herumgeführt ist. Der Schlitten dient zum Spannen des Sägeseils. Die Seilsägevorrichtung wird mit Hilfe einer am Gestell angebrachten Grundplatte an einer Mauer verankert. - Bei den oben beschriebenen Seilsägevorrichtungen besteht die Gefahr, dass das Sägeseil insbesondere bei Seilrissen, die relativ häufig vorkommen, außer Kontrolle gerät und gefährlich weit ausschlägt (so genannter Peitscheneffekt), wobei Einzelteile, bspw. Schleifmittelpartikel, mit sehr hohen Geschwindigkeiten wegfliegen. Hierdurch können schwerste Schäden, insbesondere auch Personenschäden verursacht werden. Schutzmaßnahmen können zurzeit nur vor Ort, individuell vom Bediener durch umfangreiche bauliche Maßnahmen oder extrem große Sicherheitsabstände hergestellt werden, was meistens dazu führt, dass auf solche Schutzmaßnahmen verzichtet wird.
- Aus der
EP 1 251 990 B1 ist eine Seilsägevorrichtung bekannt, die einen Sägeseilspeicher zur Aufnahme des Sägeseils und eine erste und eine zweite Rollenbatterie mit mehreren axial nebeneinander angeordneten Seilumlenkrollen aufweist, wobei die erste und die zweite Rollenbatterie zueinander in einem veränderbaren Abstand angeordnet sind, so dass die Länge des im Sägeseilspeicher gespeicherten Sägeseils beim Sägeprozess einstellbar ist. In diesem Dokument wird bereits die Problematik von Seilrissen angesprochen, die gefährlich und teuer seien, da die Kontrolle über das Sägeseil verloren gehe und dieses ersetzt und repariert werden müsse, wobei der Arbeitsprozess still stehe. Der Problematik soll dadurch begegnet werden, dass mehrere Seilumlenkrollen des Seilspeichers angetrieben sind, derart, dass die Antriebskräfte verteilt ins Sägeseil eingeleitet werden und unterschiedliche Seilspannungen bzw. Seilgeschwindigkeiten im Sägeseil zwischen den antreibenden Seilumlenkrollen, die sich als Folge einer Veränderung des Abstands zwischen den beiden Rollenbatterien ergeben, durch Ausgleichsmittel ausgeglichen werden. Angestrebt wird hierdurch eine verteilte Krafteinleitung ins Sägeseil, wodurch lokale Überlastungen und Überspannungen eliminiert werden sollen. Die Gefahr eines Seilrisses ist aber auch hierdurch nicht endgültig beseitigt, da lokale Überlastungen grundsätzlich nicht ausschließbar sind. - Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Seilsägesystem anzugeben, das einen optimalen Schutz der Bedienungsperson vor ge rissenen Sägeseilen und wegfliegenden Einzelteilen des Sägeseils bietet und zudem leicht und flexibel montierbar ist.
- Diese Aufgabe wird durch die Erfindungen nach den Ansprüchen 1, 2 und 3 gelöst.
- Vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen der Aufgabenlösungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Die Erfindung gemäß Anspruch 1 schlägt ein flexibles Seilsägesystem vor mit einem flaschenzugähnlichen Seilspeicher, durch das die freien Seillängen minimiert sind und somit die Verletzungsgefahr verringert ist, und mit einer speziellen Schutzeinrichtung, durch die die frei liegenden Bereiche des Sägeseils weitestgehend, zumindest dreiseitig so abgedeckt werden, dass gerissene Seilenden und wegfliegende Einzelteile des Sägeseils von der Schutzabdeckung aufgefangen werden. Die Schutzabdeckung kann vom Bedienungspersonal mit einfachsten Mitteln, meist werkzeuglos und sehr schnell montiert werden. Damit wird die Sicherheitssituation in kürzester Aufbauzeit erheblich verbessert.
- Gemäß Anspruch 2 schlägt die Erfindung ein flexibles Seilsägesystem vor mit einem flaschenzugähnlichen Seilspeicher, durch das die freien Seillängen minimiert sind, und mit einer Bremseinrichtung für die Antriebseinrichtung, die von einem bei einem Sägeseilriss ausgelösten Risssignal betätigbar ist. Die Bremseinrichtung verhindert, dass die Seilenden gerissener Sägeseile durch den Antrieb weiter umlaufen und zu einer Gefahr für die Bedienungspersonen werden.
- Ein umfassender Schutz ist durch die Kombination der Merkmale der Ansprüche 1 und 2 erreichbar, die im Anspruch 3 angegeben ist.
- Die Erfindung soll nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung, in der Ausführungsbeispiele dargestellt sind, näher erläutert werden.
- Es zeigt
-
1 schematisch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Seilsägesystems mit einer Seilsägevorrichtung mit einem stufenlos arbeitenden Seilspeicher, mit einer Schutzvorrichtung und einer Bremsvorrichtung, -
2 eine Seitenansicht der beim erfindungsgemäßen Seilsägesystem nach1 eingesetzten Schutzvorrichtung mit einer ersten Ausführungsform einer Vorrichtung zur Montage der Schutzvorrichtung an einem zu schneidenden Werkstück, -
3 eine Seitenansicht einer Schutzvorrichtung mit einer zweiten Ausführungsform einer Vorrichtung zur Montage der Schutzvorrichtung an einem zu schneidenden Werkstück, -
4 eine Seitenansicht der Schutzvorrichtung mit einer dritten Ausführungsform einer Vorrichtung zur Montage der Schutzvorrichtung über einem Schneidspalt einer Seite eines zu schneidenden Werkstückes, -
5 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach4 , -
6 eine Endansicht der Vorrichtung nach4 , -
7 schematisch eine erste Ausführungsform einer Seilsägevorrichtung mit einem stufenlos arbeitenden Seilspeicher zur Verwendung bei einem Seilsägesystem nach1 , -
8 schematisch eine zweite Ausführungsform einer Seilsägevorrichtung mit einem stufenlos arbeitenden Seilspeicher zur Verwendung bei einem Seilsägesystem nach1 , -
9 schematisch die Anordnung zweier Rollenpakete des Seilspeichers nach1 oder7 , -
10 schematisch eine spezielle Ausbildung einer bei der Seilsägevorrichtung verwendeten Schwenkrolle, -
11 schematisch eine Einrichtung zur Kompensation von Sageseilreibungsverlusten innerhalb des Seilspeichers, -
12 schematisch eine spezielle Ausbildung eines Rollenpaketes zum Einstellen der Sägeseilspannung und -
13 eine schematische Darstellung eines in ein Sägeseil integrierten Seilrißsensors zur Verwendung bei der Bremsvorrichtung des Seilsägesystems nach1 . - Gleiche und einander entsprechende Bauteile in den Figuren der Zeichnung sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
- Die
1 zeigt ein erfindungsgemäßes Seilsägesystem1 mit einer Seilsägevorrichtung102 , einer Schutzvorrichtung103 , einer Bremsvorrichtung105 und einer Schutzhaube115 , die die Seilsägevorrichtung102 und die Bremsvorrichtung105 abdeckt. Die Seilsägevorrichtung weist einen Rahmen104 auf (s.7 ; in der1 nicht dargestellt), auf dem eine elektrische oder hydraulische Antriebsvorrichtung mit einem Antriebsrad106 für ein Sägeseil24 angeordnet ist. Die Laufrichtung des Sägeseils24 ist durch einen Pfeil25 angezeigt. Das Antriebsrad106 kann zum Transport abnehmbar ausgebildet sein. Im Rahmen ist ferner ein Seilspeicher109 angeordnet, der anhand der7 –11 näher beschrieben ist. - Die Schutzvorrichtung
103 umfasst vier Schwenkrollen/Umlenkrollen114 ,116 ,114' ,116' mit Halterungen, von denen in den2 und3 nur eine Halterung6 dargestellt ist, zur Befestigung an einem zu schneidenden Werkstück8 und von U-förmigen Schutz-Abdeckprofilen10 ,10' . - Das Schutz-Abdeckprofil
10 nach den2 und3 kann werkzeuglos, vorzugsweise mit Hilfe flexibler Verbindungselemente, wie vorliegend mit Hilfe eines Gummiriemens12 an der Halterung6 lösbar angebracht werden. Bei der Ausführungsform nach den2 bis6 wird eine spezielle Klemmeinrichtung zur Montage der Schutz-Abdeckprofile verwendet. Die Schutzvorrichtung103 umfasst ferner Schutz-Abdeckprofile10' , die die Schneidspalte abdecken. - Anstelle U-förmiger Schutz-Abdeckprofile können auch im Querschnitt trapezförmige oder halbrunde Schutz-Abdeckprofile verwendet werden.
- Die Halterungen
6 und damit die Schutz-Abdeckprofile10 können direkt oder mit Hilfe einer speziellen Montagevorrichtung14 am Werkstück8 montiert werden. - Die Montagevorrichtung
14 umfasst – unter Bezug auf die2 und3 – einen Befestigungsanker16 und eine Spreizeinrichtung18 . Der Befestigungsanker16 besteht aus einem massiven Rundprofil19 , das mit einem Teil20 in eine Bohrung22 des Werkstückes durch die das Sägeseil24 hindurchgeführt ist, eingesetzt wird und einen längs verlaufenden Schlitz26 aufweist, in dem das Sägeseil24 läuft. Anstelle eines massiven Rundprofils kann auch ein Hohlprofil eingesetzt werden. - Die Spreizeinrichtung
18 besteht aus einer Schrägfläche30 , die am Ende des Teils20 des Rundprofils19 ausgebildet ist, und aus einem Keilstück32 , das mit einem mit dem Schlitz26 ausgerichteten Schlitz27 für das Sägeseil24 versehen ist und mit einer komplementär zur Schrägfläche30 ausgebildeten Keilfläche34 an der Schrägfläche30 anliegt und mittels einer Spanneinrichtung36 gegen die Wandung der Bohrung22 gepresst wird zur Fixierung des Rundprofils19 in der Bohrung22 . Die Spanneinrichtung36 umfasst ein in einer Längsnut38 des Rundprofils19 geführtes schmales Flacheisen40 oder anstelle des Flacheisens eine Stange, das/die mit einem Ende mit dem Keilstück32 fest verbunden ist und am anderen Ende ein Gewindestück42 aufweist, auf dem eine Mutter46 angeordnet ist und mittels der das Keilstück32 über das Flacheisen oder die Stange gegen die Schrägfläche30 ziehbar ist, wobei das Keilstück32 auf der Schrägfläche entlang gleitet und gegen die Wandung der Bohrung22 gepresst wird und das Rundprofil19 in der Bohrung durch Verkeilung oder Klemmung verankert wird. - Vorzugsweise bei einem sehr kurzen Befestigungsanker bzw. Rundprofil kann alternativ auch ein Schraubbolzen durch die Längsnut
38 oder eine Längsbohrung des Rundprofils hindurchgeführt sein und in ein Innengewinde des Keilstücks eingreifen. Durch Drehen des Schraubbolzens kann das Keilstück zur Fixierung des Rundprofils19 in der Bohrung angezogen werden. - Bei der Ausführungsform nach
2 , die eine Langversion der Montagevorrichtung14 zeigt, sind zwei Schwenkrollen/Umlenkrollen114' und114'' mit Haltevorrichtungen6 ,7 und bei der Ausführungsform nach3 , die eine Kurzversion der Montagevorrichtung14 zeigt, ist nur eine Schwenkrolle114' vorgesehen mit Halterung6 . - Sämtliche Halterungen
6 ,7 weisen Hülsen50 ,52 auf, die auf dem Rundprofil19 verschiebbar und verdrehbar festklemmbar sind, bspw. mittels Klemmschrauben54 . - Die
4 bis6 zeigen eine Klemmeinrichtung60 zur Montage des Schutzabdeckprofils10 auf der Rückseite des zu schneidenden Werkstücks8 zwecks Abdeckung der rückseitigen Schnittöffnung und Schnittlinie. Die Klemmeinrichtung60 umfasst ein Flacheisen62 mit senkrecht abstehenden Gewindebolzen64 , auf dem ein Klemmprofil66 verstellbar angeordnet ist, das durch eine auf dem Gewindebolzen angeordnete Mutter68 beaufschlagbar und gegen das Schutzabdeckprofil10 spannbar ist, um letzteres an der Werkstück8 festzuklemmen. Das die Bohrung22 überragende Flacheisen62 wird mit Hilfe der vorstehend beschriebenen Montagevorrichtung14 am Werkstück8 verankert, indem das Flacheisen auf das Gewindestück42 der Spanneinrichtung36 des Keilstücks32 aufgesteckt und mit Hilfe der Mutter46 bei Anziehen des Keilstücks zwecks Fixierung des Rundprofils19 in der Bohrung22 gegen des Werkstück geschraubt wird. Bei der Montage der Klemmeinrichtung60 ragt das Rundprofil19 – anders als bei den Ausführungsformen nach den2 und3 vorzugsweise nicht aus der Bohrung heraus. - Das Schutz-Abdeckprofil
10 kann mit Hilfe von Gummidichtungen70 gegenüber dem Werkstück8 abgedichtet werden und endseitig mit einer Abdeckung (nicht dargestellt) versehen werden, die mit einer Schlauchkupplung versehen ist; hierdurch ist es möglich, Schneidschlamm und Wasser aufzufangen und gezielt abzuführen. In den2 und4 bezeichnet die Bezugsziffer72 mit fortschreitendem Sägevorgang sich ergebende Schnittlinien. - Der in den
7 –11 dargestellte Seilspeicher109 ist als flaschenzugähnliche Anordnung aus wenigstens zwei Rollenpaketen108 ,110 aus jeweils mehreren Einzelrollen ausgebildet, von denen ein Rollenpaket relativ zum anderen Rollenpaket in seiner Lage veränderbar ist. Bei der in der7 dargestellten Ausführungsform ist ein Rollenpaket110 relativ zum anderen Rollenpaket108 linear verschiebbar ist mittels eines hydraulischen Zylinders112 , welcher durch einen einstellbaren Druck beaufschlagt ist zur Einstellung einer stufenlosen Seilspannung. - Die Sägeseilführung ist wie folgt: Das Sägeseil
24 läuft aus dem zu schneidenden Werkstück8 (lastseitig) über die eine Schwenkrolle114 und eine erste Rolle des ersten Rollenpaketes108 , dann über das Antriebsrad106 zum zweiten Rollenpaket110 . Die Rollenpakete108 ,110 werden dann durch das Sägeseil24 gemeinsam mehrfach umschlungen und das Sägeseil24 läuft dann über die zweite Schwenkrolle116 zurück zum Werkstück. Die Lastseite des Sägeseiles ist mit120 und die Leerseite mit122 bezeichnet. - Die Seilsägevorrichtung arbeitet wie folgt: Mit fortschreitendem Schneidvorgang wird die um das Werkstück gelegt Schlaufe
118 des Sägeseiles24 kleiner; die frei werdende Sägeseillänge wird mittels des druckbeaufschlagten Zylinders112 durch Vergrößerung des Abstandes zwischen beiden Rollenpaketen108 und110 automatisch von diesen beiden Rollenpaketen aufgenommen, so dass das bisher übliche Unterbrechen des Schneidvorganges zum Umlegen einer Schlaufe um zwei Rollen entfallen kann. Die Seilsägevorrichtung arbeitet damit im Rahmen des Speichervermögens des Seilspeichers109 stufenlos und nicht mehr absatzweise wie Vorrichtungen nach dem Stand der Technik. - Die
8 zeigt eine Seilsägevorrichtung, die sich von der Seilsägevorrichtung nach7 dadurch unterscheidet, dass das bewegliche Rollenpaket110 an einem um einen Drehpunkt132 drehbaren Schwenkarm134 angeordnet ist, welcher analog wie bei der Ausführungsform nach7 vor zugsweise mittels einer hydraulisch arbeitenden Spannvorrichtung (nicht dargestellt) verschwenkbar ist zur Abstandsänderung zwischen beiden Rollenpaketen. Die Aufhängung der Spannvorrichtung ist so gebildet, dass sich immer ein gleich bleibender Prozentsatz der Spannkraft am Sägeseil wiederfindet. - Die Laufrichtung des Sägeseils
24 kann gegenüber der in den7 und8 dargestellten Weise auch umgekehrt werden. Die Seilspeicherfunktion liegt dann auf der Leerseite des Antriebsrades106 . - Vorzugsweise ist die Achse eines Rollenpaketes, in der
9 die Achse des Rollenpaketes110 , gegenüber der Achse des anderen Rollenpaketes108 geneigt angeordnet. Hierdurch wird eine verschleißmindernde Fluchtung der Seillaufrillen der Rollen beider Rollenpakete erzielt. - Die
10 zeigt eine spezielle Ausbildung einer oder beider Schwenkrollen114 ,116 . Die Schwenkrolle114 und/oder116 mit Schwenkachse140 ist so ausgebildet, dass die Rollenachse142 nach dem Verschleiß der Rolle durch das abrasive Sägeseil24 stufenlos oder in bestimmten Stufen nachgestellt werden kann, so dass das Sägeseil auch bei abgelaufener Lauffläche mit der Schwenkachse140 des Schwenkgelenkes144 fluchtet. Das Anschlagen des Sägeseiles im Schwenkgelenk144 wird dadurch verhindert. Optional kann das Schwenkgelenk144 durch eine Zusatzmasse146 der Schwenkachse140 ausgewuchtet werden, so dass sich die Schwenkrolle selbsttätig ausrichten kann. - Die
11 zeigt eine Vorrichtung150 zur Kompensation der Sägeseilreibungsverluste innerhalb des Seilspeichers109 . Die Rollenpakete108 ,110 des Seilspeichers109 liegen üblicherweise im Leertrum der Seilsägevorrichtung, vgl.7 und8 , um sie von unnötigen Lasten frei zu halten. Die Summe aller Seil- und Lagerreibkräfte im Seilspeicher vermindert die Seilkraft auf der Leerseite122 des Antriebsrades106 , so dass bei Vorrichtungen mit Seilspeicher ein erhöhtes Schlupfen zu beobachten ist. Der Verschleiß des Antriebsrades106 ist dadurch besonders groß. Um dies zu verhindern, ist die Ausbildung nach5 vorgesehen, die Reibungsverluste im Seilspeicher109 kompensiert und dadurch die Umschlingungsreibung des Antriebsrades106 erhöht. Hierzu ist wenigstens ein Rollenpaket108 ,110 des Seilspeichers109 mit einer Zusatzrolle160 ausgerüstet, die vom Lasttrum120 des Sägeseiles107 umschlossen ist. Die Zusatzrolle160 hat den gleichen Drehsinn wie die übrigen Rollen des Rollenpaketes und ist formschlüssig mit einer Hohlwelle162 verbunden. Die übrigen Rollen des Rollenpaketes des Seilspeichers liegen im Leertrum122 des Sägeseiles. Die Zusatzrolle160 hat einen etwas geringeren Durchmesser als die übrigen Rollen des Rollenpaketes, so dass die Zusatzrolle160 mit der Hohlwelle162 etwas schneller dreht als die übrigen Rollen. Durch eine gemeinsame Gleitlagerung164 der Rollen des Rollenpaketes auf der Hohlwelle162 werden die Rollen bei gleichsinniger Drehrichtung mit der Zusatzrolle160 reibschlüssig von der Zusatzrolle auf der Hohlwelle getrieben. Die Relativdrehzahl zwischen Zusatzrolle160 und Rollenpaket kann durch die Wahl geeigneter Durchmesser gering gehalten werden, um den Verschleiß der Gleitlagerung164 zu minimieren. Eine Kugellagerung166 der Hohlwelle162 auf einer gemeinsamen Achse168 von Rollenpaket und Zusatzrolle nimmt die Gesamtdrehzahl des Systems auf. Die Achse168 ist im Rahmen104 des Seilspeichers109 angeordnet, vgl.7 und8 . - In der
12 ist schematisch eine Vorrichtung zur Gewährleistung einer konstanten, von der Bedienungsperson stufenlos einstellbaren Sägeseilspannung dargestellt. Die beiden Rollenpakete108 ,110 werden hierzu mit einer definierten, von der Bedienungsperson wählbaren Kraft auseinander gedrückt. Unabhängig von der Position des beweglichen Rollenpaketes110 und der momentanen Länge des Sägeseiles24 wird stets die gleiche Kraft auf das Rollenpaket ausgeübt. Nach dem Flaschenzugprinzip ergibt sich da durch eine konstante Sägeseilkraft innerhalb des Seilspeichers109 , während bei herkömmlichen Sägeseilvorrichtungen der Vorschub des Sägeseils im Werkstück vorgegeben ist, so dass eine falsche Einstellung zum Festklemmen des Sägeseiles führt. Die oben genannte Kraft wird durch den Hydraulikzylinder112 erzeugt. Der Druck wird durch ein einstellbares Druckbegrenzungsventil170 , das im Hydraulikölstrom eines marktüblichen Hydraulikaggregats (Konstantstromgerät) liegt, aufgebaut. Zur Minderung der Leistungsverluste des Druckbegrenzungsventils170 ist der Druckbedarf des Zylinders112 relativ gering bemessen. Dadurch wird von der verfügbaren hydraulischen Leistung nur ein geringer Prozentsatz genutzt, was für den Zweck des Seilspannens ausreicht. Optional befindet sich eine Drossel172 im Hydraulikölstrom zum Zylinder112 . Die Drossel172 bewirkt eine verschleißmindernde Dämpfung. - Die Seilspannvorrichtung zur Gewährleistung einer konstanten Kraft im Sägeseil kann entweder in der Lastseite oder in der Leerseite des Seilantriebes (Antriebsrad
106 ) angeordnet sein, was durch einfache Laufrichtungsumkehr des Antriebsrades erfolgen kann. - In der
13 ist schematisch ein in das Sägeseil24 integrierter Seilrisssensor99 dargestellt. Der Seilrisssensor99 ist vorzugsweise in einem die beiden Sägeseilenden24' und24'' verbindenden Verbindungselement107 angeordnet, das vorzugsweise eine Pressverbindung ist. Der Seilrisssensor kann ein einen durch das Sägeseil fließenden elektrischen Strom abtastender Sensor sein, der mit einem Sender ausgestattet sein kann. Der Sensor – erfasst die bei einem Seilriss auftretende Stromunterbrechung und sendet über den Sender ein Seilrisssignal an eine elektronische mit der Bremsvorrichtung105 in Verbindung stehende Steuereinrichtung101 . die ein die Bremsvorrichtung betätigendes Signal an die Bremsvorrichtung sendet. Mit dem Bezugszeichen97 sind auf dem Sägeseil24 angeordnete Abrasivelemente, die vorzugsweise Diamantperlen sind, bezeichnet. - Es ist auch möglich, Sensoren zu verwenden, die die Seilspannung oder die Belastung einer der Rollen, um die das Sägeseil
24 läuft, abtasten und die bei plötzlich nachlassender Seilspannung oder plötzlich abfallender Belastung ein Seilrisssignal erzeugen, das die Bremsvorrichtung105 direkt oder über die elektronische Steuereinrichtung betätigt. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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Claims (45)
- Seilsägesystem, insbesondere für den Natursteinbereich, mit integriertem, flaschenzugähnlichem Seilspeichersystem, mit einem von einem Antriebsrad einer Antriebseinrichtung angetriebenen, endlosen Sägeseil, gekennzeichnet durch folgende Merkmale: – der Seilspeicher (
109 ) weist ein erstes und ein zweites Rollenpaket (108 und110 ) auf, – jedes Rollenpaket weist auf einer gemeinsamen Achse angeordnete Einzelrollen auf, – wenigstens ein Rollenpaket (110 ) ist relativ zum anderen Rollenpaket (108 ) lageveränderlich ausgebildet und von dem anderen Rollenpaket (108 ) weg vorgespannt, – es ist wenigstens ein das freilaufende Sägeseil (24 ) außerhalb der Seilsägemaschine wenigstens teilweise abdeckendes Schutz-Abdeckprofil (10 ) vorgesehen. - Seilsägesystem, insbesondere für den Natursteinbereich, mit integriertem, flaschenzugähnlichem, Seilspeichersystem, mit einem von einem Antriebsrad einer Antriebseinrichtung angetriebenen, endlosen Sägeseil gekennzeichnet durch folgende Merkmale: – der Seilspeicher (
109 ) weist ein erstes und ein zweites Rollenpaket (108 und110 ) auf, – jedes Rollenpaket weist auf einer gemeinsamen Achse angeordnete Einzelrollen auf, – wenigstens ein Rollenpaket (110 ) ist relativ zum anderen Rollenpaket (108 ) verschiebbar angeordnet und von dem anderen Rollenpaket (108 ) weg vorgespannt, – es ist eine Bremsvorrichtung (106 ) für die Antriebseinrichtung vorgesehen, die von einem bei einem Sägeseilriss ausgelösten Riss-Signal betätigbar ist. - Seilsägesystem, insbesondere für den Natursteinbereich, mit integriertem, flaschenzugähnlichem Seilspeichersystem, mit einem von einem Antriebsrad einer Antriebseinrichtung angetriebenen, endlosen Sägeseil, gekennzeichnet durch folgende Merkmale: – der Seilspeicher (
109 ) weist ein erstes und ein zweites Rollenpaket (108 und110 ) auf, – jedes Rollenpaket weist auf einer gemeinsamen Achse angeordnete Einzelrollen auf, – wenigstens ein Rollenpaket (110 ) ist relativ zum anderen Rollenpaket (108 ) verschiebbar angeordnet und von dem anderen Rollenpaket (108 ) weg vorgespannt, – es ist wenigstens ein das freilaufende Sägeseil (24 ) außerhalb der Seilsägemaschine wenigstens teilweise abdeckendes Schutz-Abdeckprofil (10 ) vorgesehen, – es ist eine Bremsvorrichtung (106 ) für die Antriebseinrichtung vorgesehen, die von einem bei einem Sägeseilriss ausgelösten Riss-Signal betätigbar ist. - Seilsägesystem nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein weiteres Schutz-Abdeckprofil (
10' ) zum Abdecken der Schneidspalte vorgesehen ist. - Seilsägesystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein einen Seilriss überwachender Seilsensor (
99 ) vorgesehen ist, der bei einem Seilriss das die Bremsvorrichtung (106 ) betätigende Riss-Signal erzeugt. - Seilsägesystem nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutz-Abdeckprofil (
10 ) an einer am zu schneidenden Werkstück (8 ) montierbaren Halterung (6 ,7 ) lösbar angebracht ist. - Seilsägesystem nach Anspruch 1, 3 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutz-Abdeckprofil (
10 ) das Sägeseil (24 ) auf wenigstens drei Seiten umgibt. - Seilsägesystem nach einem der Ansprüche 1, 3, 4, 6, und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutz-Abdeckprofile (
10 ,10' ) etwa U-förmige, trapezförmige oder halbrunde Profile sind. - Seilsägesystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine am zu schneidenden Werkstück (
8 ) montierbare Schwenk-/Umlenkrolle (114 ,116 ) vorgesehen ist, die an einer Halterung (6 ,7 ) gelagert ist, welche am Werkstück (8 ) befestigt wird und an der das Schutz-Abdeckprofil (10 ) lösbar anbringbar ist. - Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine an der Seilsägevorrichtung befindliche Fixiermöglichkeit für das Schutz-Abdeckprofil (
10 ) vorgesehen ist, die vorzugsweise an der ein- und ausgangsseitigen Umlenkrolle der Seilsägemaschine angeordnet ist. - Schutzvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutz-Abdeckprofil (
10 ) werkzeuglos, vorzugsweise mittels flexibler Elemente wie Gummiriemen (12 ), an der Halterung (6 ) anbringbar ist. - Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass spezielle am zu schneidenden Werkstück (
8 ) anbringbare Haltemittel (14 ,60 ) zur Halterung des Schutz-Abdeckprofils (10 ) vorgesehen sind. - Schutzvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (
60 ) ein spannbares Klemmprofil ist. - Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Schutz-Abdeckprofile (
10 ) teleskopartig zusammensetzbar sind. - Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Schutz-Abdeckprofile (
10 ) zu einem geschlossenen Rechteck-, Sechseck- oder Rundrohr zusammenfügbar sind. - Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutz-Abdeckprofile (
10 ) an den Enden durch aufsteckbare Abdeckungen verschließbar sind. - Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verankerung/Montage der Schwenk-/Umlenkrollen (
114 ,116 ) am Werkstück (8 ) eine das Haltemittel (14 ) bildende Montagevorrichtung vorgesehen ist, die einen Befestigungsanker (16 ) aus einem mit einem längs verlaufenden Schlitz (26 ) versehenen Rundprofil (19 ), das in eine Werkstück-Bohrung (22 ), durch die das im Schlitz verlaufende Sägeseil (24 ) hindurch geführt ist, einführbar ist, und eine Spreiz-/Klemmvorrichtung (18 ) aufweist zur Fixierung des Rundprofils (19 ) in der Bohrung (22 ). - Schutzvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Rundprofil (
19 ) ein Vollprofil ist. - Schutzvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizvorrichtung (
18 ) aus einer Schrägfläche (30 ), die an dem in der Bohrung (22 ) befindlichen Ende des Rundprofils (19 ) ausgebildet ist, und einem Keilstück (32 ) besteht, das mit einer komplementär zur Schrägfläche (30 ) ausgebildeten Keilfläche (34 ) an der Schrägfläche anliegt und mittels einer Spannvorrichtung (36 ) entlang der Schrägfläche bewegbar ist, derart, dass das Keilstück und gleichzeitig das Rundprofil durch Anziehen der Spannvorrichtung gegen die Bohrungswandung gepresst werden und somit das Rundprofil in der Bohrung durch Verkeilung oder Klemmung fixiert wird und durch Lösen der Spannvorrichtung wieder demontierbar ist. - Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (
6 ,7 ) der Umlenk-/Schwenkrollen (114 ,116 ) eine Hülse (50 ,52 ) aufweist, die mit einem aus der Bohrung (22 ) herausragenden Teil des Rundprofils (19 ) verschiebbar und drehbar verbindbar ist. - Schutzvorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (
50 ,52 ) mittels Klemmmitteln (54 ) mit dem Rundprofil verbindbar ist. - Schutzvorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtung (
36 ) ein in einer Längsnut (38 ) des Rundprofils (19 ) geführtes Flacheisen (40 ) oder eine Stange umfasst, das/die mit einem Ende mit dem Keilstück (32 ) fest verbunden ist und am anderen Ende ein Gewindestück (42 ) aufweist, auf dem eine Mutter (46 ) angeordnet ist, mittels der das Keilstück (32 ) anziehbar ist zum Fixieren des Rundprofils (19 ) in der Bohrung und lösbar ist. - Schutzvorrichtung nach Anspruch 19 oder 22 dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtung (
36 ) einen Schraubbolzen umfasst, der durch die Längsnut (38 ) oder durch eine im Rundprofil (19 ) ausgebildete Bohrung hindurchgeführt ist und in eine im Keilstück (32 ) ausgebildete Gewindebohrung eingreift und durch Drehen das Keilstück betätigt. - Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Rundprofil (
19 ) ein Hohlprofil ist. - Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Montage des Schutz-Abdeckprofils (
10 ) am Werkstück (8 ) zur Abdeckung einer Schnittöffnung und einer Schnittlinie, insbesondere auf der Werkstückseite, eine das Haltemittel (60 ) bildende, am Werkstück verankerbare Klemmeinrichtung vorgesehen ist, die ein Klemmmittel (62 ,64 ,66 ,68 ) zum Anbringen der Schutz-Abdeckung (10 ) am Werkstück aufweist. - Schutzvorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmmittel (
62 ,64 ,66 ,68 ) ein Flacheisen (62 ) mit einem senkrecht abstehenden Gewindebolzen (64 ) aufweist, auf dem ein Klemmprofil (66 ) verstellbar angeordnet ist, das durch eine auf dem Gewindebolzen angeordnete Mutter (68 ) beaufschlagbar und gegen das Schutz-Abdeckprofil (10 ) spannbar ist. - Schutzvorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass das das Loch der Werkstückbohrung (
22 ) überragende Flacheisen (62 ) mit Hilfe der das Rundprofil (19 ) aufweisenden Montageeinrichtung (14 ) an dem Werkstück (8 ) verankert ist, indem das Flachei sen auf das Gewindestück (42 ) der Spanneinrichtung (36 ) des Keilstücks (32 ) aufgesteckt und mit Hilfe der Mutter (46 ) gegen das Werkstück (8 ) geschraubt ist. - Schutzvorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass das Rundprofil (
19 ) bei der Montage der Klemmeinrichtung (60 ) nicht aus der Bohrung (22 ) des Werkstücks (8 ) herausragt. - Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dichtungsprofil (
70 ) auf wenigstens einen der freien Schenkel des U-förmigen Abdeck-Schutzprofils (10 ) aufsteckbar ist zur Abdichtung einer Schnittöffnung und einer Schnittlinie auf der Rückseite des Werkstücks (8 ). - Seilsägesystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass endseitig am Schutz-Abdeckprofil (
10 ) aufsteckbare Abdeckungen vorgesehen sind, die mit Schlauchkupplungen ausgestattet sind zum Auffangen und gezielten Abführen von Schneidschlacken und Wasser. - Seilsägesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Rollenpaket (
110 ) linear verschiebbar oder schwenkbar an einem Schwenkarm (134 ) angeordnet ist. - Seilsägesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3 und 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenpakete (
108 ,110 ) des Seilspeichers (109 ) wahlweise lastseitig oder leerseitig des Antriebsrades (106 ) angeordnet sind. - Seilsägesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannung durch einen Hydraulikzylinder (
112 ) erzeugt wird. - Seilsägesystem nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck des Hydraulikzylinders (
112 ) einstellbar ist. - Seilsägesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, 31 und 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (
166 ) eines Rollenpaketes (110 ) gegenüber der Achse (166 ) des anderen Rollenpaketes (108 ) geneigt ist. - Seilsägesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Last- und Leertrum der um das zu schneidende Werkstück (
8 ) gelegten Sägeseilschlaufe (118 ) durch Schwenkrollen (114 ,116 ) geführt sind. - Seilsägevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, 31, 32 und 35, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Rollenpaket (
108 oder110 ) eine Zusatzrolle (160 ) aufweist, um die der Lasttrum (120 ) des Sägeseiles (24 ) gelegt ist, während die übrigen Rollen des Rollenpaketes (108 ) im Leertrum (122 ) des Sägeseiles (24 ) liegen, wobei der Durchmesser der Zusatzrolle (160 ) geringer ist als der Durchmesser der übrigen Rollen und die Zusatzrolle (160 ) formschlüssig mit einer Hohlwelle (162 ) verbunden ist, auf der die übrigen Rollen mittels Gleitlagerung (162 ) angeordnet sind und die drehbar auf einer Achse (166 ) angeordnet ist, so dass die Zusatzrolle (160 ) etwas schneller dreht als die übrigen Rollen und diese gleichsinnig antreibt. - Seilsägesystem nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen (
166 ) der Schwenkrollen (114 ,116 ) stufenlos oder stufenweise verstellbar sind. - Seilsägesystem nach Anspruch 36 oder 38, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenkgelenk (
144 ) der Schwenkrollen (114 ,116 ) mit Hilfe einer Zusatzmasse (146 ) gegenüber der Schwenkachse (140 ) auswuchtbar ist. - Seilsägesystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Seilrisssensor (
99 ) die Seilspannung abtastet und bei plötzlich nachlassender Seilspannung ein Seilrisssignal abgibt. - Seilsägesystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Seilrisssensor (
99 ) die Belastung einer der Rollen, um die das Sägeseil läuft, abtastet und bei plötzlich abfallender Belastung ein Seilrisssignal abgibt. - Seilsägesystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Seilrisssensor (
99 ) einen durch das Sägeseil (24 ) fließenden elektrischen Strom abtastet und bei Stromunterbrechung ein Seilrisssignal abgibt. - Seilsägesystem nach einem der Ansprüche 40–42, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilrisssignale die Bremsvorrichtung (
105 ) direkt betätigen oder einer elektronischen Steuereinrichtung (101 ) zugeführt sind, die ein die Bremsvorrichtung (105 ) betätigendes Signal erzeugt. - Seilsägesystem nach einem der Ansprüche 5 und 40 bis 43, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilrisssignale der elektronischen Steuereinrichtung (
101 ) per Funk zugeführt sind. - Seilsägesystem nach einem der Ansprüche 5 und 40 bis 43, dadurch gekennzeichnet, dass der Seilrisssensor (
99 ) in einem die beiden Sägeseilenden (24' ,24'' ) verbindenden Verbindungselement (107 ) angeordnet ist.
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