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Die
Erfindung betrifft ein Elektrodenkappenwechselsystem gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 und ein Verfahren zum Wechseln einer Elektrodenkappe
mit einem derartigen Wechselsystem nach Patentanspruch 18.
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Robotisierte
Schweißstationen
und Schweißanlagen,
die beispielsweise in der industriellen Großserienfertigung der Automobilindustrie
zum Widerstandspunktschweißen
eingesetzt werden, weisen Schweißzangen auf, deren freie Enden
mit Schweißelektrodenhaltern
versehen sind, die Elektrodenkappen zum Aufbringen des Schweißstromes und
der Schweißkraft
auf das Bauteil tragen. Die Elektrodenkappen sind während des
Schweißens
einem Verschleiß durch
Abnutzung und Verformung unterworfen, so dass es notwendig ist,
die Elektrodenkappen an einem Elektrodenkappenwechselsystem zu entfernen
und anschließend
durch neue Elektrodenkappen zu ersetzen.
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Aus
der
DE 298 15 320
C1 ist beispielsweise ein mit einem Fräswerkzeug zum Nachschneiden
der Elektrodenkappen kombiniertes Elektrodenkappenwechselsystem
bekannt, bei dem die Elektrodenhalter mit Elektrodenkappe axial
in eine Aufnahme eines zylinderförmigen
Trennkopfes eingebracht werden, in der als zylinderförmige Rollen
ausgebildete Klemmelemente zur Aufbringung einer Klemmkraft auf
die Elektrodenkappe vorgesehen sind. Die Rollen sind zum Aufbringen
der Klemmkraft jeweils entlang einer Außenumfangsfläche der
Elektrodenkappe und einer innenliegenden Kurvenbahn des Trennkopfes
geführt,
die derart ausgebildet ist, dass die Rollen bei einer Drehbewegung
des Trennkopfes in Richtung der Elektrodenkappe verschoben werden
und diese fixieren, wobei die Elektrodenkappe durch eine nach dem Klemmen
der Elektrodenkappe fortgeführte
Drehbewegung des Trennkopfes von dem Elektrodenhalter abgedreht
(gelöst)
wird. Der zylinderförmige
Trennkopf wird bei dieser Lösung
von der Antriebseinheit der Nachscheidevorrichtung angetrieben.
Nachteilig bei derartigen Elektrodenkappenwechslern ist, dass die
zylinderförmigen
Rollen als Sonderbauteile mit geringen Fertigungstoleranzen bearbeitet
sein müssen,
um eine sichere Klemmung der Elektrodenkappe zu ermöglichen.
Insbesondere müssen
die Rollen abgelängt
und mit balligen Kuppen versehen werden, um das Einführen der
Elektrodenkappe in die Aufnahme zu erleichtern. Des Weiteren nachteilig
ist, dass eine Antriebseinheit zum Antrieb des Wechselsystems erforderlich
ist, so dass derartige Elektrodenkappenwechselsysteme in der Herstellung
aufwändig
und kostenintensiv sind.
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Zur
Vereinfachung der Herstellung ist beispielsweise aus der
DE 101 24 243 C1 ein
Elektrodenkappenwechselsystem bekannt, das ohne einen zusätzlichen
Antrieb lediglich durch die Bewegung eines Roboters betrieben wird.
Bei dieser Lösung
werden die Elektrodenhalter mit Elektrodenkappe axial zwischen exzentrisch
gelagerte sektorförmige Klemmbacken
eingebracht, die von der Kraft einer Feder gegen die Elektrodenkappen
vorgespannt sind. Bei einer Drehbewegung des Roboterarms wird die
Elektrodenkappe von den Klemmbacken gehalten und durch eine Relativverdrehung
des Elektrodenhalters durch den Roboterarm von diesem gelöst. Vorteilhaft
bei dieser Lösung
ist, dass die Klemmung und Lösung
der Elektrodenkappe ohne einen zusätzlichen Antrieb lediglich
durch die Bewegung des Roboters erfolgt. Die von dem Elektrodenhalter
abgelöste
Elektrodenkappe wird in den Klemmbacken lose gehalten und beim Einführen des
nächsten
Elektrodenhalters mit Kappe an der anderen Seite ausgeschoben. Nachteilig
bei derartigen Elektrodenkappenwechslern ist, dass die sektorförmigen Klemmbacken
ebenfalls als Sonderbauteile mit geringen Fertigungstoleranzen,
beispielsweise im Feingussverfahren mit einer Nachbearbeitung durch
Fräsen
und Schleifen, bearbeitet sein müssen,
um eine sichere Klemmung der Elektrodenkappe zu ermöglichen. Des
Weiteren nachteilig ist, dass zum Vorspannen der sektorförmigen Klemmbacken
in ihre Grundstellung eine alle Sektorkörper umgreifende Spannfeder erforderlich
ist, so dass ein Federbruch zu einem Ausfall des Elektrodenkappenwechslers
führt.
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Demgegenüber liegt
der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Elektrodenkappenwechselsystem
und ein Verfahren zum Wechseln einer Elektrodenkappe mit einem derartigen
Wechselsystem zu schaffen, bei denen gegenüber herkömmlichen Lösungen eine verbesserte Klemmung
und Lösung
der Elektrodenkappe bei minimalem vorrichtungstechnischen Aufwand
ermöglicht
ist.
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Diese
Aufgabe wird hinsichtlich des Elektrodenkappenwechselsystems durch
die Merkmalskombination des Anspruchs 1 und hinsichtlich des Verfahrens
zum Wechseln einer Elektrodenkappe durch die Merkmale des Anspruchs
18 gelöst.
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Das
erfindungsgemäße Elektrodenkappenwechselsystem
für einen
Schweißroboter
oder Schweißautomaten
verwendet zumindest einen Trennkopf, über den eine zu wechselnde
Elektrodenkappe von einer Schweißzange lösbar ist. Der Trennkopf ist
mit einer Aufnahme für
die Elektrodenkappe versehen, in der Klemmelemente zur Aufbringung
einer Klemmkraft auf die Elektrodenkappe vorgesehen sind, wobei
die Klemmkraft über
eine Drehbewegung eines Roboterarms des Schweißroboters oder eines Handlingroboters
aufgebracht ist. Erfindungsgemäß sind als
Klemmelemente Kugeln vorgesehen, die zum Aufbringen der Klemmkraft
jeweils entlang einer Außenumfangsfläche der
Elektrodenkappe und einer innenliegenden Kurvenbahn des Trennkopfes
geführt sind,
die derart ausgebildet ist, dass die Kugeln bei der Drehbewegung
des Roboterarms eine Radialbewegung zum Klemmen und Lösen der
Elektrodenkappe ausführen.
Aufgrund der als Klemmelemente verwendeten Kugeln, die als Standardelemente
mit hoher Fertigungsgenauigkeit beispielsweise für Kugellager in großen Stückzahlen
Verwendung finden, ermöglicht
die erfindungsgemäße Wechselstation eine
verbesserte Zentrierung und Klemmung der Elektrodenkappen und ist
gegenüber
dem Stand der Technik gemäß der
DE 298 15 320 C1 und
der
DE 101 24 243
C1 fertigungstechnisch einfach und kostengünstig herstellbar.
Die Kugeln ermöglichen
aufgrund der ihnen zugeordneten Kurvenbahn und ihrer Lage in einer
zentralen Elektrodenkappenaufnahme eine Elektrodenkappenklemmung,
auch wenn der Elektrodenkappenhalter nicht exakt mittig in die Aufnahme
eingeführt
wird. Das Lösen
der Elektrodenkappen wird mittels der Kraft des Roboterarms vorgenommen,
so dass gegenüber
dem Stand der Technik gemäß der
DE 298 15 320 C1 keine
Antriebseinheit des Wechselsystems erforderlich ist.
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Als
besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die Kurvenbahnen
jeweils als konkav in den Trennkopf eingebrachte Kreisbahnen ausgebildet
sind. Eine derartige Kreisbahn ist fertigungstechnisch, beispielsweise
durch ein Fräs-
oder Schleifverfahren, einfach und kostengünstig in den Trennkopf einbringbar.
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Bei
einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel
hat der Trennkopf sechs um jeweils etwa 60° zueinander versetzt angeordnete
Kurvenbahnen. Gemäß einem
besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung sind die Kurvenbahnen jeweils miteinander verbunden
und bilden einen Innensechsrund aus.
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Die
Kugeln sind in einer Grundstellung vorzugsweise in etwa mittig auf
der Kurvenbahn angeordnet. Dadurch sind beide Drehrichtungen des
Roboterarms zur Klemmung und Lösung
der Elektrodenkappe von dem Elektrodenhalter möglich.
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Die
Klemmung der Elektrodenkappe in dem Trennkopf erfolgt vorzugsweise
nach einer Drehbewegung des Roboterarms von weniger als etwa 15°. Das heißt, schon
ein relativ geringer Drehwinkel des Roboterarms reicht aus, um eine
ausreichende Klemmung der Elektrodenkappe durch die Kugeln zu erreichen.
Zum Klemmen und Lösen
der Elektrodenkappe von dem Elektrodenhalter führt der Roboter beispielsweise
eine Drehbewegung von insgesamt etwa 30° aus.
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Bei
einem erfindungsgemäß besonders
bevorzugten Ausführungsbeispiel
sind zumindest zwei, vorzugsweise drei Kugeln benachbart in einer
Kurvenbahn angeordnet. Dadurch wird die Flächenpressung zwischen den Kugeln
und der Kurvenbahn gegenüber
einer Variante mit lediglich einer Kugel verringert, so dass eine
längere
Lebensdauer des Wechselsystems erreicht wird.
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Die
Kugeln sind bei einem erfindungsgemäß bevorzugten Ausführungsbeispiel
mittels zumindest eines Mitnehmers, beispielsweise eines Käfigmitnehmers,
in dem Trennkopf beweglich gehalten.
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Bei
einer von der Vertikalen abweichenden Ausrichtung des Trennkopfes
wird ein Verbleiben der zu wechselnden Elektrodenkappe auf der Schweißzange vorzugsweise
dadurch vermieden, dass die Elektrodenkappen durch zumindest einen
in die Aufnahme eintauchenden Kugelschnäpper in dem Trennkopf lösbar gehalten
sind, dessen Federkraft zum Auswerfen der Elektrodenkappe von dem
Roboter überdrückbar ist.
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Als
besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn zwei diametral
zueinander angeordnete Kugelschnäpper
im Bereich der Aufnahme vorgesehen sind.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel,
bei dem die Klemmkraft über
eine Drehbewegung eines Roboterarms des Handlingroboters aufgebracht
ist, sind erfindungsgemäß zwei Varianten
möglich.
Bei einer ersten Variante ist das Wechselsystem dauerhaft an dem
Handlingroboter befestigt.
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Gemäß eines
alternativen Ausführungsbeispiels
wird das Wechselsystem von dem Handlingroboter lediglich zum Wechsel
der Elektrodenkappen von einer Ablageplatte aufgenommen und zu der Schweißzange verfahren.
Vorzugsweise trägt
der Handlingroboter ein Verbindungselement, beispielsweise eine
Koppelplatte, zur Aufnahme des Wechselsystems, das zumindest zwei Fixierstifte
aufweist, die mit entsprechenden Ausnehmungen des Wechselsystems
verbindbar sind. Das Verbindungselement ermöglicht eine präzise Koppelung
zwischen Wechselsystem und Roboter mit hoher Wiederholgenauigkeit.
Die Ablageplatte hat vorzugsweise an zwei gegenüberliegenden Enden jeweils
einen Anschlag, um bei der Lade- und Entladeoperation des Handlingroboters
ein Verrutschen des Wechselsystems auf der Ablageplatte zu verhindern.
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Der
Wechselstation ist zur Aufnahme der neuen Elektrodenkappen vorzugsweise
zumindest ein Elektrodenkappenmagazin zugeordnet. Beispielsweise
sind zwei Einzelmagazine mit um 180° zueinander versetzten Entnahmerichtungen
seitlich an dem Elektrodenkappenwechselsystem vorgesehen. Die Elektrodenkappenmagazine
können
einstückig
ausgebildet sein und eine Ausnehmung zur Aufnahme des Trennkopfes
aufweisen.
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Nach
dem Lösen
der Elektrodenkappe wird der Elektrodenhalter vorzugsweise durch
den Roboterarm in das Elektrodenkappenmagazin zur Aufnahme einer
neuen Elektrodenkappe eingeführt,
wobei nach dem Lösen
der Elektrodenkappe und nach dem Elektrodenkappenmagazin eine Kontrolle
der Ab- bzw. Anwesenheit der Elektrodenkappe erfolgt. Da der Roboter
die Drehbewegung zum Klemmen und Lösen der Elektrodenkappe von
dem Elektrodenhalter und die korrekte Positionierung des Elektrodenhalters
im Elektrodenkappenmagazin sowie die Entnahme der Elektrodenkappe
aus dem Magazin durchführt,
liegt die Verantwortung der Arbeitsausführung beim Roboter.
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Bei
einer von der Vertikalen abweichenden Ausrichtung des Elektrodenkappenmagazins
wird ein Nachrücken
der Elektrodenkappen nach der Entnahme einer Elektrodenkappe vorzugsweise
dadurch erreicht, dass die Elektrodenkappen durch die Kraft zumindest
einer Druckfeder in ihre Entnahmeposition vorgespannt sind.
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Die
Druckfeder umgreift bei dieser Variante vorzugsweise eine Druckstange,
die über
ein abschnittsweise an die Kontur der Elektrodenkappe angepasstes
Stützelement
an den Elektrodenkappen abgestützt
ist. Aufgrund der Druckstange mit an die Kontur der Elektrodenkappe
angepasstem Querschnitt werden die Elektrodenkappen zentriert in
dem Elektrodenkappenmagazin geführt.
Die Druckfeder ist vorzugsweise an einer mit dem Magazin verbundenen
Stützplatte
abgestützt
und hat einen Anschlag zur Begrenzung der Zustelltiefe. Zum Bestücken des Elektrodenkappenmagazins
mit neuen Elektrodenkappen kann die Druckstange beispielsweise von dem
Arbeiter entgegen der Federkraft gezogen und anschließend das
Elektrodenkappenmagazin befüllt werden.
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Zur
Erfassung der Abwesenheit der Elektrodenkappe vor der Aufnahme einer
neuen Elektrodenkappe aus dem Elektrodenkappenmagazin und der Anwesenheit
der Elektrodenkappe nach der Aufnahme einer neuen Elektrodenkappe
aus dem Elektrodenkappenmagazin ist bei einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung zumindest ein Sensor, vorzugsweise ein elektromechanischer
Taster, vorgesehen, der von dem Roboter angefahren wird. Dadurch
kann die Prozesssicherheit der Wechselstation weiter verbessert
werden.
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Die
Kugeln weisen bei einem Elektrodendurchmesser von etwa 16 mm vorzugsweise
einen Durchmesser im Bereich von etwa 4 bis 8 mm, insbesondere von
6 mm und die Kreisbahnen einen Radius von etwa 9 mm auf.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren
zum Wechseln einer Elektrodenkappe mit einem Elektrodenkappenwechselsystem
wird die zu wechselnde Elektrodenkappe in die Aufnahme des Trennkopfes mittels
eines Roboterarms des Schweißroboters
oder eines Handlingroboters axial eingeführt. Anschließend führt der
Roboterarm des Schweißroboters oder
des Handlingroboters eine Drehbewegung aus, wobei die als Klemmelemente
vorgesehenen Kugeln jeweils entlang einer Außenumfangsfläche der
Elektrodenkappe und einer innenliegenden Kurvenbahn des Trennkopfes
abrollen und eine Radialbewegung zum Klemmen der Elektrodenkappe
durchführen. Durch
eine nach dem Klemmpunkt fortgeführte
Drehbewegung des Roboterarms wird die Elektrodenkappe von dem Elektrodenhalter
abgedreht und dadurch gelöst.
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Sonstige
vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand weiterer
Unteransprüche.
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Im
Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele
der Erfindung anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
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1 eine
räumliche
Darstellung eines Elektrodenkappenwechselsystems gemäß eines
ersten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels;
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2 eine
Detaildarstellung des Elektrodenkappenwechselsystems aus 1;
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3 eine
räumliche
Darstellung des Trennkopfes aus 2 ohne Deckel;
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4 eine
Draufsicht auf den Trennkopf aus 3 in seiner
Grundstellung mit eingeführter
Elektrodenkappe;
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5 eine
Draufsicht auf den Trennkopf aus 4 in seiner
Klemmstellung.
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6 eine
räumliche
Darstellung eines Elektrodenkappenwechselsystems für einen
Handlingroboter;
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7 einen
Längsschnitt
des Wechselsystems mit Koppelplatte aus 6;
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8 ein
von dem Handlingroboter aufgenommenes Wechselsystem 1;
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9 eine
Einzeldarstellung des Wechselsystems aus 6;
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10 eine
schematische Draufsicht auf das Wechselsystem aus 6 und
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11 eine
Schnittdarstellung des Wechselsystems aus 6.
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1 zeigt
eine räumliche
Darstellung eines erfindungsgemäßen Elektrodenkappenwechselsystems 1 für einen
Schweißroboter,
von dem lediglich eine Schweißzange 2 dargestellt
ist, die über
einen Roboterarm bewegbar ist. Das Elektrodenkappenwechselsystem 1 besteht
im Wesentlichen aus einem Trennkopf 4, über den zu wechselnde Elektrodenkappen 6 von
einer konischen Elektrodenaufnahme 8 eines Elektrodenhalters 10 der
Schweißzange 2 lösbar sind.
Der Trennkopf 4 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
auf einem Ständer 12 mit
im Wesentlichen rechteckigem Querschnitt angeordnet, der auf seiner
dem Trennkopf 4 gegenüberliegenden Seite
mit einer quadratischen Grundplatte 14 verbunden ist. Zur
Versteifung des Ständers 12 sind
vier um jeweils 90° zueinander
versetzt mit der Grundplatte 14 und dem Ständer 12 verbundene
Stützrippen 16 vorgesehen.
An Seitenflächen 18, 20 des
Ständers 12 ist
jeweils ein Elektrodenkappenmagazin 22, 24 mit
einer schlitzförmigen
Elektrodenkappenaufnahme 26 zur formschlüssigen Aufnahme
neuer Elektrodenkappen 6 angeordnet. Die Magazine 22, 24 weisen
eine um 180° zueinander
versetzte Entnahmerichtung auf, um beide Elektrodenhalter 10 der Schweißzange 2 ohne
eine Drehbewegung des Roboterarmes nach dem Lösen der alten Elektrodenkappen 6 mit
neuen bestücken
zu können.
Die Elektrodenkappen 6 sind durch zwei in die Elektrodenkappenaufnahme 26 eintauchende
Kugelschnäpper 28 in
dem Magazin 22, 24 gehalten, deren Federkraft zur
Entnahme der Elektrodenkappen 6 nach unten von dem Roboter überdrückbar ist.
Zur Vorratskontrolle der Magazine 22, 24 sind
diese jeweils mit einem Sensor 30 versehen, der die drittletzte
Elektrodenkappenposition zur Übermittlung
des Signals „Magazin
befüllen" überwacht. Zur Erfassung der
Abwesenheit der Elektrodenkappe 6 vor der Aufnahme einer
neuen Elektrodenkappe 6 aus dem Elektrodenkappenmagazin 22, 24 und
der Anwesenheit der Elektrodenkappe 6 nach der Aufnahme
einer neuen Elektrodenkappe 6 aus dem Elektrodenkappenmagazin 22, 24 ist
auf einer Stirnfläche 32 des
Ständers 12 ein
als elektromechanischer Taster 34 ausgebildeter Sensor
angeordnet, der von dem Roboter definiert angefahren wird und anhand
der Eintauchtiefe des Tasters 34 die An- und Abwesenheit
einer Elektrodenkappe 6 erkennt und ein für den weiteren
Betrieb des Wechselsystems 1 erforderliches Kontrollsignal erzeugt.
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Gemäß 2,
die eine Detaildarstellung des Elektrodenkappenwechselsystems 1 aus 1 zeigt,
hat der Trennkopf 4 einen im Wesentlichen rechteckigen
Grundkörper 36,
der etwa mittig eine Aufnahme 38 aufweist, in der als Kugeln 40 ausgebildete
Klemmelemente zur Aufbringung einer Klemmkraft auf die Elektrodenkappe 6 (siehe 1)
angeordnet sind. Aufgrund der als Klemmelemente verwendeten Kugeln 40,
die als Standardelemente mit hoher Fertigungsgenauigkeit beispielsweise
für Kugellager
in großen
Stückzahlen
Verwendung finden, ist die erfindungsgemäße Wechselstation 1 fertigungstechnisch
einfach und kostengünstig
herstellbar. Der Grundkörper 36 des
Trennkopfs 4 ist beidseitig von Deckeln 42, 44 verschlossen,
die jeweils mittig von einer Aufnahmebohrung 46 durchsetzt sind,
so dass der Trennkopf 4 zur Einführung der Elektrodenkappen 6 in
die Aufnahme 38 beidseitig offen ist. Der Trennkopf 4 ist
mittels Befestigungsschrauben 48 an einer Stirnseite 50 des
Ständers 12 befestigt.
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Wie 3 zu
entnehmen ist, die eine Darstellung des Trennkopfes 4 aus 2 ohne
die beiden Deckel 42, 44 zeigt, ist in der Aufnahme 38 ein käfigförmiger Mitnehmer 52 angeordnet,
der zur Führung
der Kugeln 40 sechs zwischen diesen angeordnete Axialstege 54 hat,
die an einem Endabschnitt über
einen Ringbund 56 miteinander verbunden sind. Der Mitnehmer 52 ist
zwischen den beiden Deckeln 42, 44 gehalten (siehe 2).
Die Kugeln 40 sind zum Aufbringen der Klemmkraft auf die
Elektrodenkappe 6 (siehe 1) jeweils
entlang einer innenliegenden Kurvenbahn 58 des Trennkopfes 4 geführt. Bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel
sind jeweils drei Kugeln 40 benachbart in einer Kurvenbahn 58 angeordnet,
so dass die Flächenpressung
zwischen den Kugeln 40 und der Kurvenbahn 58 verringert
ist und eine längere
Lebensdauer des Wechselsystems 1 erreicht wird. Die Oberfläche der
Kurvenbahn 58 ist bis in eine Tiefe von ca. 0,5 mm, beispielsweise
durch Laserhärten,
auf eine Härte
von etwa 62-65 HRC gehärtet. Die Kugeln 40 weisen
bei einem Elektrodenkappendurchmesser von etwa 16 mm einen Durchmesser
von ca. 6 mm und die Kurvenbahnen 58 einen Radius von etwa
9 mm auf.
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Gemäß 4,
die eine Draufsicht auf den Trennkopf 4 aus 3 in
seiner Grundstellung mit eingeführter
Elektrodenkappe 6 zeigt, sind die Kugeln 40 zum
Aufbringen der Klemmkraft jeweils entlang einer Außenumfangsfläche 60 der
Elektrodenkappe 6 und der Kurvenbahn 58 des Trennkopfes 4 geführt, die
derart ausgebildet ist, dass die Kugeln 40 bei der Drehbewegung
der Schweißzange 2 (siehe 1)
eine Radialbewegung zum Klemmen und Lösen der Elektrodenkappe 6 durchführen. Bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel
sind die Kurvenbahnen 58 jeweils als konkav in den Grundkörper 36 des
Trennkopfs 4 eingebrachte Kreisbahnen ausgebildet. Derartige
Kreisbahnen 58 sind fertigungstechnisch, beispielsweise
durch ein Fräs-
oder Schleifverfahren, einfach und kostengünstig in den Trennkopf 4 einbringbar.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
hat der Trennkopf 4 sechs um jeweils 60° zueinander versetzt angeordnete
Kurvenbahnen 58, die jeweils miteinander verbunden sind
und einen Innensechsrund 62 ausbilden. Die Kugeln 40 sind
in der dargestellten Grundstellung des Trennkopfes 4 jeweils
in etwa mittig zu der Kurvenbahn 58 angeordnet, so dass
beide Drehrichtungen zum Klemmen und Lösen der Elektrodenkappe 6 möglich sind.
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Wie
insbesondere 5 zu entnehmen ist, die eine
Draufsicht auf den Trennkopf 4 in seiner Klemmstellung
zeigt, werden die Kugeln 40 bei einer Drehbewegung der
Elektrodenkappe 6 durch die Kurvenbahn 58 nach
innen in Richtung der Außenumfangsfläche 60 der
Elektrodenkappe 6 verschoben und fixieren dadurch die Elektrodenkappe 6 in dem
Trennkopf 4. Mit anderen Worten – durch den sich verengenden
Spalt zwischen der Elektrodenkappe 6 und den Kurvenbahnen 58 verspannen
sich die Kugeln 40 jeweils zwischen der Außenumfangsfläche 60 der
Elektrodenkappe 6 und der Kurvenbahn 58, so dass
die Elektrodenkappe 6 drehfest in dem Trennkopf 4 fixiert
wird. Durch eine fortgeführte
Drehbewegung des Roboterarms wird die drehfest in der Aufnahme gehaltene
Elektrodenkappe 6 von dem Elektrodenhalter 10 (siehe 1)
gelöst.
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Im
Folgenden wird die Funktion des Elektrodenkappenwechselsystems 1 anhand
des ersten Ausführungsbeispiels
beispielhaft erläutert.
Zum Wechseln einer verbrauchten Elektrodenkappe 6 wird
diese mittels des Roboterarms zumindest abschnittsweise in die Aufnahme 38 des
Trennkopfes 4 axial eingeführt. Der Elektrodenhalter 10 mit
Elektrodenkappe 6 kann hierbei von beiden Seiten in den Wechsler 1 eingeführt werden.
Anschließend
führt der
Roboterarm eine Drehbewegung um die Mittelachse der Aufnahme 38 aus,
wobei die Kugeln 40 jeweils entlang der Außenumfangsfläche 60 der
Elektrodenkappe 6 und der ihnen zugeordneten Kurvenbahn 58 des
Trennkopfes 4 abrollen und eine Radialbewegung zum Klemmen
der Elektrodenkappe 6 durchführen. Die Drehrichtung des
Roboterarms ist dabei beliebig. Die Elektrodenkappe 6 ist
hierbei noch auf dem Elektrodenhalter 10 fixiert und folgt
dieser radialen Roboterbewegung, bleibt aber immer in Kontakt mit
den Kugeln 40 und zwingt diese, ihrer Bewegung zu folgen.
Nach einer Drehbewegung des Roboterarms von weniger als etwa 15° erfolgt
gemäß 5 die
Klemmung der Elektrodenkappe 6 in dem Trennkopf 4.
Das heißt,
schon ein relativ geringer Drehwinkel des Roboterarms reicht aus,
um eine Klemmung der Elektrodenkappe 6 durch die Kugeln 40 zu
erreichen. Durch eine nach dem Klemmpunkt fortgeführte Drehbewegung
des Roboterarms wird die Elektrodenkappe 6 von dem Elektrodenhalter 10 abgedreht
(gelöst).
Der Roboterarm führt
beispielsweise eine Gesamtdrehbewegung von etwa 30° zum Klemmen
und Lösen
der Elektrodenkappe aus. Nach dem Lösen der Elektrodenkappe 6 von
dem Elektrodenhalter 10 wird dieser über den Roboterarm aus dem
Trennkopf 4 entfernt, wobei die Elektrodenkappe 6 innerhalb
des Trennkopfes 4 verbleibt. Bei einem nicht dargestellten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung mit senkrechter Anordnung der Aufnahme 38 kann
die Elektrodenkappe 6 nach unten ausfallen. Nach dem Lösen der
Elektrodenkappe 6 von dem Elektrodenhalter 10 erfolgt
eine Kontrolle der Abwesenheit der Elektrodenkappe 6 mittels
des Tastsensors 34. Anschließend wird der Elektrodenhalter 10 durch
den Roboterarm in das ihm zugeordnete Elektrodenkappenmagazin 22 bzw. 24 zur
Aufnahme einer neuen Elektrodenkappe 6 eingeführt. Nach
der Aufnahme der neuen Elektrodenkappe 6 aus dem Magazin 22, 24 erfolgt
eine Kontrolle der Anwesenheit der Elektrodenkappe 6 mittels
des Tastsensor 34. Befindet sich eine neue Elektrodenkappe 6 auf dem
Elektrodenhalter 10, wird die Schweißzange 2 geschlossen
und die Elektrodenkappe 6 auf den Elektrodenhalter 10 aufgepresst.
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Dieser
Ablauf wird zum Wechsel der zweiten Elektrodenkappe 6 der
Schweißzange 2 entsprechend
wiederholt, um diese zu entfernen und durch eine neue zu ersetzten.
Wird die nächste
Elektrodenkappe 6 in die Aufnahme 38 eingeführt stößt der Roboterarm
damit automatisch die im Inneren der Wechselvorrichtung 1 verbliebene
Elektrodenkappe 6 mittels der zu wechselnden aus. Aufgrund
der nacheinander gewechselten Elektrodenkappen 6 befindet
sich jederzeit zumindest eine Elektrodenkappe 6 auf der
Schweißzange 2,
so dass ein Austreten von Kühlflüssigkeit
aus dieser weitgehend verhindert ist, da hierbei ein Unterdruck
im Kühlmittelkreislauf
entstehen würde.
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6 zeigt
ein insbesondere für
eine stationäre
Schweißzange
(nicht dargestellt) geeignetes Ausführungsbeispiel der Erfindung,
bei dem die Positionierung des Trennkopfes 4 an der stationären Schweißzange und
das Aufbringen der Klemmkraft über
eine Drehbewegung eines Roboterarmes 64 eines Handlingroboters 66 erreicht
wird. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
wird das Wechselsystem 1 von dem Handlingroboter 66 lediglich
zum Wechsel der Elektrodenkappe 6 von einer Ablageplatte 68 aufgenommen
und zu der stationären Schweißzange verfahren.
Hierbei wird es bevorzugt, wenn der Handlingroboter 66 neben
dem Lösen
der zu wechselnden Elektrodenkappen 6 ebenfalls die neuen
Elektrodenkappen 6 mittels Elektrodenkappenmagazinen 70, 72 auf
die Elektrodenhalter der stationären
Schweißzange
aufbringt. Der Handlingroboter 66 trägt ein als Koppelplatte 74 ausgebildetes
Verbindungselement zur Aufnahme des Wechselsystems 1, das
zwei etwa fingerförmige
Fixierstifte 76, 78 aufweist, die in entsprechende
stirnseitige Ausnehmungen 80, 82 des Wechselsystems 1 einführbar und
dort festlegbar sind. Zur Erfassung der An- und Abwesenheit des Wechselsystems 1 an
dem Handlingroboter 66 ist ein Sensor 84, beispielsweise ein elektromechanischer
Taster, an der Koppelplatte 74 vorgesehen, der mit einem
L-förmigen
Sensoranschlag 86 auf dem Wechselsystems 1 zusammenwirkt.
Dadurch kann die Prozesssicherheit des Wechselsystems 1 weiter
verbessert werden. Die Koppelplatte 74 ermöglicht eine
präzise
Koppelung zwischen Wechselsystem 1 und Roboterarm 64 mit
hoher Wiederholgenauigkeit. Dies wird im Folgenden anhand 7 näher erläutert, die
einen Längsschnitt des
Wechselsystems 1 und der Koppelplatte 74 zeigt.
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Gemäß 7 ist
die Koppelplatte 74 über Kugelschnäpper 90 an
dem Wechselsystem 1 fixierbar. Die Kugelschnäpper 90 sind
in Querbohrungen 89 angeordnet und mit jeweils einer Ringnut 88 der Fixierstifte 76, 78 in
Eingriff bringbar. Die Ablageplatte 68 hat an zwei gegenüberliegenden
Enden jeweils einen Anschlag 92, 94, der sich
im Wesentlichen quer zur Lade- und Entladerichtung erstreckt, so dass
die Anschläge 92, 94 bei
der Lade- und Entladeoperation des Handlingroboters 66 ein
Verrutschen des Wechselsystems 1 auf der Ablageplatte 68 verhindern
und die Federkraft der Kugelschnäpper 90 zum
Einführen
und Lösen
des Wechselsystems 1 von dem Handlingroboter 66 überdruckbar
ist. Die elektrische Kontaktierung des Wechselsystems 1 erfolgt
mittels eines Multikontakt-Steckers 96, wobei die Steckerbuchse 98 versenkt
in einem Grundkörper 102 des
Wechselsystems 1 angeordnet und über ein männliches Steckerteil 100 kontaktierbar
ist, das parallel zu den Fixierstiften 76, 78 aus
der Koppelplatte 74 herausragt. Um das Einführen des
männlichen Steckerteils 100 in
die Steckerbuchse 98 zu erleichtern und die Positionierung
zu verbessern, ist der männliche
Steckerteil 100 bei einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
mit einer Einführschräge versehen,
die in einen im Wesentlichen zylinderförmige Positionierabschnitt übergeht.
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Gemäß 8,
die ein von dem Handlingroboter 66 aufgenommenes Wechselsystem 1 zeigt, tauchen
die Kugelschnäpper 90 abschnittsweise
in die Ringnuten 88 der Fixierstifte 76, 78 ein,
so dass das Wechselsystem 1 formschlüssig an der Koppelplatte 74 fixiert
ist. In der dargestellten Verriegelungsposition sind die Fixierstifte 76, 78 im
Wesentlichen vollständig
in die Ausnehmungen 80, 82 des Wechselsystems 1 eingetaucht,
wobei zwischen der Koppelplatte 74 und der Rückseite
des Wechselsystems 1 ein Spalt verbleibt, so dass die Positionierung
des Wechselsystems 1 lediglich durch die fingerförmigen Fixierstifte 76, 78 mit
hoher Genauigkeit erfolgt.
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Bei
einer nicht dargestellten Variante der Erfindung trägt der Handlingroboter 66 das
Wechselsystem 1 dauerhaft.
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Wie
insbesondere 9 zu entnehmen ist, die eine
Einzeldarstellung des Wechselsystems 1 aus 6 zeigt,
sind zwei Elektrodenkappenmagazine 70, 72 mit
um 180° zueinander
versetzten Entnahmerichtungen an dem Grundkörper 102 ausgebildet, der
eine Ausnehmung 104 zur Aufnahme des Trennkopfes 4 aufweist.
Das Nachrücken
der Elektrodenkappen 6 nach der Entnahme einer Elektrodenkappe 6 aus
einem der Elektrodenkappenmagazine 70, 72 wird
lageunabhängig
dadurch erreicht, dass die Elektrodenkappen 6 durch die
Kraft einer Druckfeder 106 gegen die Kugelschnäpper 28 in
ihre Entnahmeposition vorgespannt sind. Dies wird im Folgenden anhand 10 näher erläutert, die
eine schematische Draufsicht des Wechselsystems 1 aus 9 zeigt.
-
Gemäß 10 umgreifen
die Druckfedern 106 jeweils eine zylinderförmige Druckstange 108, die über ein
abschnittsweise an die Kontur der Elektrodenkappe 6 angepasstes
Stützelement 110 an den
Elektrodenkappen 6 abgestützt sind. Aufgrund der Druckstangen 108 mit
an die die Kontur der Elektrodenkappe 6 angepasstem Querschnitt
werden die Elektrodenkappen 6 zentriert in dem Elektrodenkappenmagazin 70, 72 geführt. Die
Druckfedern 106 sind jeweils an mit dem Magazin 70, 72 verbundenen Stützplatten 112 abgestützt und
mit einem Anschlag 114 zur Begrenzung der Zustelltiefe
versehen. Zum Bestücken
des Elektrodenkappenmagazins 70, 72 mit neuen
Elektrodenkappen 6 kann die Druckstange 108 beispielsweise
von dem Arbeiter entgegen der Federkraft gezogen und anschließend das
Elektrodenkappenmagazin 70, 72 befüllt werden.
Die Elektrodenkappen 6 sind nach dem Lösen von dem Elektrodenhalter 10 (siehe 1)
durch in die Elektrodenkappenaufnahme 26 eintauchende Kugelschnäpper 28 in
dem Magazin 70, 72 gehalten, deren Federkraft
zur Entnahme der Elektrodenkappen 6 von dem Handlingroboter 66 überdrückbar ist.
-
11 zeigt
eine Schnittdarstellung des Wechselsystems 1 aus 6,
gemäß der ein
Verbleiben der zu wechselnden Elektrodenkappe 6 auf der
Schweißzange
bei einer von der Vertikalen abweichenden Ausrichtung des Trennkopfes 4 dadurch vermieden
wird, dass die Elektrodenkappe 6 nach dem Lösen von
der stationären
Schweißzange
durch in die Aufnahme 38 eintauchende Kugelschnäpper 116 in
dem Trennkopf 4 lösbar
gehalten sind, deren Federkraft zum Auswerfen der Elektrodenkappe 6 beim
Lösen der
Elektrodenkappe 6 der anderen Zangenseite von dem Handlingroboter 66 überdrückbar ist,
so dass die Elektrodenkappe 6 von der Schweißzange sicher
abgenommen und dann ausgeworfen wird. Als besonders vorteilhaft
hat es sich erwiesen, wenn zwei diametral zueinander angeordnete
Kugelschnäpper 116 im
Bereich der Aufnahme 38 vorgesehen sind.
-
Das
erfindungsgemäße Elektrodenkappenwechselsystem 1 ist
nicht auf die beschriebene Anordnung der Kurvenbahnen 58 beschränkt, vielmehr kann
der Trennkopf 4 weniger oder mehr als sechs Kurvenbahnen 58 aufweisen.
-
Offenbart
ist ein Elektrodenkappenwechselsystem 1 für einen
Schweißroboter
oder Schweißautomaten,
mit zumindest einem Trennkopf 4, über den eine zu wechselnde
Elektrodenkappe 6 von einer Schweißzange 2 lösbar ist,
wobei der Trennkopf 4 eine Aufnahme 38 für die Elektrodenkappe 6 aufweist,
in der Klemmelemente 40 zur Aufbringung einer Klemmkraft
auf die Elektrodenkappe 6 vorgesehen sind, wobei die Klemmkraft über eine
Drehbewegung eines Roboterarms des Schweißroboters oder eines Handlingroboters 66 aufgebracht
ist. Erfindungsgemäß sind als
Klemmelemente Kugeln 40 vorgesehen, die zum Aufbringen
der Klemmkraft jeweils entlang einer Außenumfangsfläche 60 der Elektrodenkappe 6 und
einer Kurvenbahn 58 des Trennkopfes 4 geführt sind,
die derart ausgebildet ist, dass die Kugeln 40 bei der
Drehbewegung des Roboterarms eine Radialbewegung zum Klemmen und
Lösen der
Elektrodenkappe 6 durchführen. Des Weiteren offenbart
ist ein Verfahren zum Wechseln einer Elektrodenkappe 6 mit
einem derartigen Wechselsystem 1.
-
- 1
- Elektrodenkappenwechselsystem
- 2
- Schweißzange
- 4
- Trennkopf
- 6
- Elektrodenkappe
- 8
- Elektrodenaufnahme
- 10
- Elektrodenhalter
- 12
- Ständer
- 14
- Grundplatte
- 16
- Stützrippen
- 18
- Seitenfläche
- 20
- Seitenfläche
- 22
- Elektrodenkappenmagazin
- 24
- Elektrodenkappenmagazin
- 26
- Elektrodenkappenaufnahme
- 28
- Kugelschnäpper
- 30
- Sensor
- 32
- Stirnfläche
- 34
- Tastsensor
- 36
- Grundkörper
- 38
- Aufnahme
- 40
- Kugel
- 42
- Deckel
- 44
- Deckel
- 46
- Aufnahmebohrung
- 48
- Befestigungsschraube
- 50
- Stirnfläche
- 52
- Mitnehmer
- 54
- Axialsteg
- 56
- Ringbund
- 58
- Kurvenbahn
- 60
- Außenumfangsfläche
- 62
- Innensechsrund
- 64
- Roboterarm
- 66
- Handlingroboter
- 68
- Ablageplatte
- 70
- Elektrodenkappenmagazin
- 72
- Elektrodenkappenmagazin
- 74
- Koppelplatte
- 76
- Fixierstift
- 78
- Fixierstift
- 80
- Ausnehmung
- 82
- Ausnehmung
- 84
- Sensor
- 86
- Anschlag
- 88
- Ringnut
- 89
- Querbohrung
- 90
- Kugelschnäpper
- 92
- Anschlag
- 94
- Anschlag
- 96
- Multikontakt-Stecker
- 98
- Steckerbuchse
- 100
- Steckerteil
- 102
- Grundkörper
- 104
- Ausnehmung
- 106
- Druckfeder
- 108
- Druckstange
- 110
- Stützelement
- 112
- Stützplatte
- 114
- Anschlag
- 116
- Kugelschnäpper