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DE102007006506B4 - Piezoschalter sowie Funktionsträger mit Piezoschaltern - Google Patents

Piezoschalter sowie Funktionsträger mit Piezoschaltern Download PDF

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DE102007006506B4
DE102007006506B4 DE102007006506A DE102007006506A DE102007006506B4 DE 102007006506 B4 DE102007006506 B4 DE 102007006506B4 DE 102007006506 A DE102007006506 A DE 102007006506A DE 102007006506 A DE102007006506 A DE 102007006506A DE 102007006506 B4 DE102007006506 B4 DE 102007006506B4
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actuating element
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Michael Steckel
Bernhard Bayersdorfer
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Lisa Draexlmaier GmbH
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Abstract

Betätigungselement für einen Funktionsträger umfassend:
– ein Trägerelement (20);
– ein auf dem Trägerelement (20) aufgebrachtes piezoelektrisches Element (22);
– eine lichtdurchlässige Schicht (16) über dem Trägerelement (20) sowie dem piezoelektrischen Element (22); sowie
– eine auf der lichtdurchlässigen Schicht (16) angeordnete Dekorschicht (12),
dadurch gekennzeichnet, dass
das piezoelektrische Element (22) relativ zur Dekorschicht (12) geneigt ist und durch eine externe Lichtquelle (28), vorzugsweise eine LED, beleuchtbar ist.

Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft ein Betätigungselement für einen Funktionsträger, insbesondere in einem Kraftfahrzeug, einen Funktionsträger mit einer Mehrzahl von derartigen Betätigungselementen sowie ein Kraftfahrzeug mit einem derartigen Funktionsträger. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Betätigungselements.
  • Stand der Technik
  • In Kraftfahrzeugen können eine Vielzahl von Stellfunktionen oder Ein- und Ausschaltbefehlen für verschiedenartige Bauelemente über Betätigungselemente angewählt, aktiviert oder deaktiviert werden. Darüber hinaus sind in Kraftfahrzeugen eine Vielzahl von Funktionstasten vorgesehen, über die elektrische Verbraucher, beispielsweise Heizungen, Lüftungen, Lichtelemente, Radio, Bordcomputer, ein Navigationssystem oder dergleichen eingeschaltet oder in jeder erdenklichen Weise verstellbar sind.
  • Die EP 0 564 066 A1 beschreibt einen panelartigen Funktionsträger innerhalb der Türverkleidung eines Kraftfahrzeugs, welcher eine Vielzahl von illuminierten Betätigungselementen aufweist. Hierbei sind piezoelektrische Elemente auf einem Trägerelement aufgebracht, über die die Druckbetätigung der Betätigungselemente zu einer Steuerung übermittelt werden können. Eine lichtdurchlässige Schicht oberhalb des Trägerelements ermöglicht eine Durchleuchtung der Betätigungselemente mittels einer unterhalb des Trägerelements angeordneten Lampe.
  • Die DE 100 54 862 A1 beschreibt einen Piezoschalter mit optischer und/oder mechanischer Rückmeldung des Schaltvorgangs, wobei das Betätigungselement selbst als passiver Leuchtkörper aus einem mindestens transluzenten Material ausgebildet ist, welches über ein aktives Leuchtmittel beleuchtbar ist.
  • Die DE 195 28 821 A1 beschreibt ein Tastaturelement, das nach außen mit der das Tastaturelement umgebenden Gehäusewand bündig abschließt. Bei Verwendung eines durchsichtigen Materials für die Taste kann diese von innen her beleuchtet werden.
  • Die US 5,770,914 beschreibt eine beleuchtbare Schalteranordnung, die einen piezoelektrischen Film sowohl als Signalgeber als auch als Schaltkreis-Substrat verwendet. Zumindest ein Teil des Signalgeber-Abschnitts des Films ist lichtdurchlässig gestaltbar, um eine Beleuchtung der Betätigungsoberfläche des Schalters zu ermöglichen.
  • Die US 4,458,173 beschreibt einen piezoelektrischen Signalerzeuger, der unterhalb einer Abdeckung angeordnet ist. Durch Drücken bestimmter Teilbereiche dieser Abdeckung kann ein elektrisches Signal erzeugt werden und somit die gewünschte Funktion ausgeführt werden.
  • Die deutsche Patentanmeldung DE 103 59 297 beschreibt ein in einem Funktionsträger für ein Kraftfahrzeug integriertes piezoelektrisches Element, welches unterhalb einer Dekorfläche angeordnet ist und das eine Berührung durch eine Rückmeldung anzeigt. Indem das piezoelektrische Element knapp unterhalb einer Dekorfläche angeordnet wird, kann auf mechanische Betätigungselemente weitgehend verzichtet und gleichzeitig eine Betätigung des Elements durch eine Rückmeldung angezeigt werden. Auch hochwertige Dekormaterialien können über die Betätigungselemente gespannt werden, da der zur Aktivierung des Piezoelements erforderliche Betätigungsweg sehr klein ist und auch eine vergleichsweise starre Dekoroberfläche keinen wesentlichen Widerstand gegen die bei einer Betätigung benötigte, geringe Deformation entgegenbringt. Die beim Berühren des Betätigungselements erfolgende Rückmeldung soll vorzugsweise optischer oder akustischer Art sein. Allerdings wird auch alternativ oder ergänzend zu einer optischen und akustischen Anzeige eine haptische Anzeige offenbart, die als ein mit einem Relais verbundener Klöppel ausgestaltet sein kann und bei Berühren des Betätigungselements von hinten an dieses schlägt.
  • Darstellung der Erfindung
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Betätigungselement für einen Funktionsträger, insbesondere in einem Kraftfahrzeug zu schaffen, das besonders bedienerfreundlich ist.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Betätigungselement mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Ein Funktionsträger mit mindestens einem derartigen Betätigungselement ist Gegenstand des Anspruchs 14. Das Verfahren zur Herstellung eines derartigen Betätigungselements oder Funktionsträgers ist durch die Merkmale des Anspruchs 19 gekennzeichnet.
  • Ein erfindungsgemäßes Betätigungselement für einen Funktionsträger, insbesondere in einem Kraftfahrzeug umfasst ein Trägerelement, ein auf dem Trägerelement aufgebrachtes piezoelektrisches Element, eine lichtdurchlässige Schicht über dem Trägerelement und dem piezoelektrischen Element, sowie eine auf der lichtdurchlässigen Schicht angeordnete Dekorschicht. Das piezoelektrische Element ist relativ zur Dekorschicht geneigt und durch eine externe Lichtquelle, vorzugsweise eine LED, beleuchtbar.
  • Der Erfindung liegt somit der Gedanke zugrunde, ein Betätigungselement, wie z. B. einen Schalter, in einen Funktionsträger so zu integrieren, dass dieser auf Berührung einer vorgegebenen Stelle auf einer Dekorschicht aktivierbar ist. Der Vorteil eines derartigen Aufbaus besteht darin, dass sich mit einer durchgehenden Dekoroberfläche eine geschlossene Interieuroberfläche herstellen lässt und keine Verschmutzungsgefahr durch vorhandene Fugen besteht, durch die Staub oder Flüssigkeiten eindringen könnten. Der Nachteil der durchgehenden Oberfläche besteht aber darin, dass sich die genaue Position eines Betätigungselements nicht erfühlen lässt. Daher ist es von wesentlicher Bedeutung, dass die Position eines derartigen Betätigungselements für den Fahrer eines Kraftfahrzeugs mit einem Blick erkennbar ist. Daher wird erfindungsgemäß das piezoelektrische Element relativ zur Dekorschicht geneigt und durch eine externe Lichtquelle beleuchtet. Auf diese Weise kann das piezoelektrische Element das von der externen Lichtquelle ausgesandte Licht reflektieren und durch die darüber angeordnete lichtdurchlässige Schicht der Dekorschicht führen, die in geeigneter Weise gestaltet ist, um eine leicht identifizierbare und der gewünschten Funktion zuordenbare, beleuchtbare Symbolik zu besitzen.
  • Das erfindungsgemäße Betätigungselement hat zudem den Vorteil, dass es nur einen geringen Platzbedarf besitzt und sich zudem mit geringen Kosten fertigen lässt, insbesondere wenn mehrere Betätigungselemente auf einem Funktionsträger zusammengefasst werden, die durch eine gemeinsame Elektronik ausgewertet werden und/oder vorhandene Steuergeräte benutzen können. Schließlich liegt ein Vorteil darin, dass durch den geringen Bewegungsweg des piezoelektrischen Elements nahezu kein Verschleiß vorliegt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Betätigungselements oder eines Funktionsträgers mit einer Mehrzahl derartiger Betätigungselemente erfolgt, indem eine mit einer Symbolik versehene Folie als Dekorschicht hergestellt und gegebenenfalls zusätzlich tiefgezogen wird. Diese Dekorschicht wird mit einem Lichtleiter hinterspritzt, wobei gleichzeitig Aufnahmegeometrien in Form von Taschen für Lichtquellen sowie mindestens ein piezoelektrisches Element eingeformt werden. Die LED und das mindestens eine piezoelektrische Element werden anschließend in die Aufnahmetaschen eingesetzt und auf der der Dekorschicht abgewandten Seite der Lichtleiterschicht wird ein Träger aufgebracht, wobei der Träger entweder gegossen wird oder aber in diesem Arbeitsschritt angespritzt wird.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung befindet sich auf dem piezoelektrischen Element auf der der Dekorschicht zugewandten Fläche eine reflektierende Schicht. Auf diese Weise wird ein möglichst hoher Anteil der von der externen Lichtquelle zum Piezoelement abgestrahlten Lichtmenge in Richtung auf die Dekorschicht reflektiert.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist die Dekorschicht so gestaltet, dass sie transparente sowie nicht transparente Bereiche aufweist, die vorzugsweise in Form einer Bedruckung ausgeführt sind. Auf diese Weise lässt sich sowohl bei hellem Umgebungslicht die Position des piezoelektrischen Elements unterhalb der Dekorschicht deutlicher anzeigen, als auch bei schlechten Lichtverhältnissen die entsprechende Symbolik in der Dekorschicht beleuchten.
  • Vorzugsweise weist das Betätigungselement weiterhin eine auf dem Träger angeordnete Funktionsbeleuchtung, vorzugsweise in Form einer farbigen LED auf. Eine derartige Funktionsbeleuchtung zeigt an, ob der Schalter betätigt wurde oder, im Falle von in mehreren Abstufungen oder stufenlos verstellbaren Betätigungselementen, in welcher Schaltposition sich das Betätigungselement befindet. Beispiele für einfache Funktionsbeleuchtungen sind z. B. die Anzeige, ob eine beheizbare Heckscheibe eingeschaltet ist oder nicht. Beispiele für Betätigungselemente mit mehreren Schaltstufen können z. B. eine in verschiedenen Stufen schaltbare Sitzheizung sein. Eine stufenlose Verstellung wäre beispielsweise im Bereich von Lüftungsfunktionen oder aber Lautstärkefunktionen, z. B. für ein Infotainmentsystem, denkbar.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die reflektierende Schicht auf dem piezoelektrischen Element gezielt eingefärbt, um in Abhängigkeit von der Position der externen Lichtquelle eine über die Fläche der reflektierenden Schicht gleichmäßige Beleuchtungsstärke in Richtung Dekorschicht zu reflektieren. Hintergrund dieser bevorzugten Ausführungsform ist es, dass die Beleuchtungsstärke, die von der externen Lichtquelle zur reflektierenden Schicht gelangt, mit dem Quadrat der Entfernung der Lichtquelle abnimmt. Hier kann durch eine gezielte Farbgebung gegengesteuert werden, um entweder die von der reflektierenden Schicht über dem piezoelektrischen Element reflektierte Beleuchtungsstärke möglichst konstant zu halten, oder aber die auf die Dekorschicht auftreffende Beleuchtungsstärke möglichst konstant zu halten.
  • Alternativ ist es möglich, die Oberfläche des piezoelektrischen Elements sowie die reflektierende Schicht so zu krümmen, um eine über die Fläche der reflektierenden Schicht im Wesentlichen gleichmäßige Beleuchtungsstärke Richtung Dekorschicht zu reflektieren. Diese Alternative zu der oben genannten Einfärbung der reflektierenden Schicht dient ebenfalls dazu, eine unterschiedliche, einfallende Beleuchtungsstärke so zu kompensieren, dass durch die Reflexion des Lichts von der reflektierenden Schicht hin zur Dekorschicht eine gleichmäßige Beleuchtungsstärke im Bereich der Dekorschicht vorliegt.
  • Die Neigung des piezoelektrischen Elements zur Dekorschicht besitzt einen Einfluss auf dessen Reflektionsverhalten und Ausleuchtung durch die externe Lichtquelle. Hier ist allerdings ein geeigneter Kompromiss zwischen einem stark hin zur Dekorschicht geneigten piezoelektrischen Element und einer möglicht geringen Bautiefe zu finden. Je größer die Schrägstellung des piezoelektrischen Elements ist, desto mehr Masse befindet sich über dem piezoelektrischen Element, die bei einer Betätigung mitbewegt werden muss. Als besonders geeigneter Kompromiss zwischen diesen Erfordernissen hat sich die Schrägstellung des piezoelektrischen Elements in einem Winkel von 5° bis 10°, vorzugsweise um 7° zur Dekorschicht gezeigt.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Betätigungselement weiterhin eine Einrichtung zur Erzeugung eines akustischen Signals auf, um bei Betätigung des piezoelektrischen Elements eine akustische Rückmeldung in Form eines Tonsignals, einer Tonfolge oder einer Sprachmeldung auszulösen. Auf diese Weise kann ein Benutzer, der das Betätigungselement aktiviert, über die akustische Rückmeldung über den generellen Schaltzustand oder aber auch bei differenzierteren Einstellungen über ein erfindungsgemäßes Betätigungselement in Form einer Tonfolge oder einer Sprachmeldung oder aber eines innerhalb eines vorgegebenen Frequenzbereichs modulierten Tonsignals über den nach Betätigung des Betätigungselements vorliegenden Zustand informiert werden. Dies kann insbesondere im Kraftfahrzeugbereich von großer Nützlichkeit sein, indem der Fahrer eines Kraftfahrzeugs die gewünschte Information über die Schaltung des Betätigungselements erhält, ohne hierbei den Blick von der Straße abwenden zu müssen.
  • Vorzugsweise weist das Betätigungselement alternativ oder ergänzend zur Einrichtung zur Erzeugung eines akustischen Signals eine Einrichtung zur Erzeugung eines bei Betätigung des piezoelektrischen Elements haptisch erfassbaren Signals auf. Nachdem das Betätigungselement ohnehin durch Fingerkontakt betätigt wird, kann auf diese Weise unmittelbar eine Rückmeldung über die erfolgte Betätigung erfolgen und zudem einem Benutzer auch der haptische Eindruck einer realen Schalterbetätigung vermittelt werden.
  • Dabei hat es sich als eine bevorzugte Ausführungsform ergeben, die Einrichtung zur Erzeugung eines haptischen Signals in Form eines Flachlautsprechers ohne Tonerzeugung auszugestalten. Alternativ ist ein Hubmagnet als Einrichtung zur Erzeugung eines haptischen Signals besonders geeignet.
  • Vorzugsweise erzeugt die Einrichtung zur Erzeugung eines haptischen Signals einen ersten Einfachimpuls oder einen ersten Mehrfachimpuls mit einer Frequenz zwischen 60 Hz und 150 Hz, vorzugsweise zwischen 60 Hz und 100 Hz. Der Impulsbereich zwischen 60 Hz und 100 Hz wird bei Betätigung des Betätigungselements mit der Fingerspitze als relativ angenehm empfunden, wohingegen eine Frequenz zwischen 100 Hz bis zu 150 Hz mit steigender Frequenz als zunehmend hart empfunden wird. Das Vorsehen eines Einfachpulses oder Mehrfachpulses kann auch bei ein und demselben Betätigungselement vorgesehen sein, indem dem Benutzer beispielsweise auf diese Weise angezeigt wird, welche Schaltstufe er bei der Verstellung einer Lüftungsmenge oder einer elektrischen Sitzheizung aktiviert hat.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Einrichtung zur Erzeugung eines haptischen Signals so ausgestaltet, um einen zweiten Einfach- oder Mehrfachpuls zu erzeugen, wobei der zweite Einfach- oder Mehrfachpuls vom ersten Einfachpuls oder erstem Mehrfachpuls durch taktile Wahrnehmung unterscheidbar ist. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise bei Einstellen eines Fehlers oder einer fehlerhaften Bedienung eine taktile Rückmeldung generieren, die sich von dem üblichen Wahrnehmungsgefühl soweit unterscheidet, dass der Benutzer auf eine fehlerhafte Bedienung oder einen Systemfehler hingewiesen werden kann. Dieser zweite Einfach- oder Mehrfachimpuls kann natürlich auch durch ein entsprechendes optisches oder auch akustisches Signal unterstützt werden.
  • Der erfindungsgemäße Funktionsträger kann mit einer Mehrzahl von Betätigungselementen der oben beschriebenen Art versehen sein. Der Funktionsträger kann dabei in die Instrumententafel oder die Mittelkonsole integriert sein, aber auch beispielsweise in ein Lenkrad, eine Tür oder den Dachhimmel eines Fahrzeugs.
  • Indem in einen Funktionsträger in einem Kraftfahrzeug eine Mehrzahl von erfindungsgemäßen Betätigungselementen integriert ist, können auch mehrere Schalter überlagert sein. Vorzugsweise dient diese Maßnahme dazu, um die Betätigung herkömmlicher Drehräder oder Schieber zu simulieren. Mit anderen Worten können mehrere Schalter so relativ zueinander angeordnet werden, dass ein Benutzer mit dem Finger eine Längsbewegung oder Kreisbewegung auf der äußeren Dekorschicht ausführt, als würde ein imaginärer Schieber oder Drehregler betätigt werden, wobei eine Reihe von einzelnen piezoelektrischen Elementen jeweils auf den ausgeübten Druck reagieren und entsprechend ein feinstufig abgestimmtes Signal erzeugen können, mit dem sich beispielsweise die Stärke der Belüftung einstellen lässt.
  • Um das Betätigungselement möglichst komfortabel zu gestalten, ist vorzugsweise die externe Lichtquelle durch die Zündung des Kraftfahrzeugs und/oder die Fahrzeugbeleuchtung aktivierbar. Auf diese Weise fällt der zur Beleuchtung benötigte Energieaufwand nur in denjenigen Situationen an, in denen eine Beleuchtung eines Betätigungselements sinnvoll ist.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Nachfolgend wird die Erfindung rein beispielhaft anhand der beiliegenden 1 beschrieben, die eine Schnittansicht eines Betätigungselements für einen Funktionsträger darstellt.
  • Wege zur Ausführung der Erfindung
  • Nachfolgend wird die Erfindung rein beispielhaft anhand der 1 beschrieben werden.
  • Das darin gezeigte Betätigungselement in Form eines einzelnen Schalters ist zur Benutzerseite hin durch eine Dekorschicht 12 abgeschlossen, die eine in einem bekannten Verfahren hergestellte und mit einer Symbolik 14 versehene Folie ist, die je nach Formgebung zusätzlich tiefgezogen sein kann. Das Aufbringen der Symbolik auf die Folie kann dadurch erfolgen, dass eine lichtdurchlässige Folie mittels eines Siebdruckverfahrens bedruckt wird, so dass diese nur in denjenigen Bereichen transparent bleibt, in denen eine dem Schalter zugeordnete Symbolik vorhanden sein soll.
  • Unterhalb der Dekorschicht 12 befindet sich eine Lichtleitschicht 16, mit der im Fertigungsverfahren die Dekorschicht hinterspritzt wird. Diese Lichtleitschicht 16 besitzt eine Gesamtstärke von ca. 3 mm. Bereits während der Herstellung dieser Schicht 16 beim Hinterspritzen der Dekorschicht werden Aussparungen bzw. Taschen 18 vorgesehen, die dem Einsetzen der später beschriebenen Funktionselemente dienen. Auf der der Dekorschicht 12 abgewandten Seite der Lichtleitschicht 16 befindet sich ein Träger 20, der günstigerweise gegossen oder angespritzt wird.
  • In die mittig vorgesehene Aussparung bzw. Tasche 18a ist im Einbauzustand ein Piezotaster eingesetzt. Der Piezotaster 22 ist von herkömmlicher Bauart, d. h. umfasst eine Piezokeramik, die durch Deformation den piezoelektrischen Effekt, verbunden mit einem Spannungsimpuls oder einer Ladungsmenge erzeugt. Dieser Spannungsimpuls wird durch ein geeignetes Verbindungskabel 24 durch eine daran angeschlossene Elektronik, die entweder eine eigene oder ein in der Nähe befindliches Steuergerät mit anderen Funktionen sein kann, ausgewertet. Der Piezotaster besteht selbst aus zwei übereinander verklebten Folien, zwischen denen eine Piezokeramik über Kontaktflächen verbunden ist. Die einzelnen Folien werden im Siebdruckverfahren mit Leiterbahnen und den Kontaktflächen bedruckt. Derartige Piezotaster und deren Herstellung sind in der Technik bekannt.
  • Der in 1 dargestellte Piezotaster 22 besitzt gegenüber der Fläche der Dekorschicht eine winklige Anordnung, wobei der Winkel α zwischen 5° und 10° und bevorzugt etwa 7° beträgt. Die Definition der winkligen Anordnung des Piezotasters zur Dekorschicht 12 ist selbstverständlich nur lokal zu verstehen, d. h. im Falle einer tiefgezogenen und konturierten Dekorschicht kommt es nur darauf an, dass der Piezotaster in der Lage ist, einfallendes Licht in Richtung auf die zugehörige Symbolik 14 in der Dekorschicht zu reflektieren, so dass innerhalb komplex geformter Funktionsträger lokal unterschiedliche räumliche Orientierungen der Dekorschicht vorliegen können, was auch entsprechende zugehörige Neigungen des Piezotasters 22 relativ zur Dekorschicht 12 bedeutet. Die in 1 dargestellte Situation stellt somit einen Spezialfall dar, bei dem auch der Träger 20 genau parallel zur Dekorschicht 12 angeordnet ist, weshalb vereinfachend auch der Winkel α als Winkel zwischen Träger und Piezotaster eingezeichnet werden konnte, obwohl sich die Neigung des Piezotasters relativ zur Dekorschicht definiert.
  • Der Piezotaster ist mit einer Reflexionsschicht 26 überzogen, um einfallendes Licht möglichst vollständig wieder zu reflektieren.
  • In der in der Zeichenebene der 1 links vorgesehenen Tasche ist ein Beleuchtungselement 28 als externe Lichtquelle vorgesehen. Dieses Beleuchtungselement 28 ist vorzugsweise eine LED und dient als Symbolik und/oder Suchbeleuchtung für den Piezoschalter. Wie schematisch aufgrund der Lichtstrahlen in 1 angedeutet ist, wirft das Beleuchtungselement 28 Licht in Richtung auf die geneigte und mit einer Reflexionsschicht 26 überzogene Oberfläche des Piezoelements 22, von wo aus das Licht reflektiert und in Richtung auf die Dekorschicht 12 und die darin befindliche transparente Symbolik 14 geleitet wird.
  • Das Beleuchtungselement 28 ist über die Verkabelung 30 ebenfalls mit einer nicht dargestellten Steuer- oder Auswerteeinheit verbunden, so dass je nach Anwendungsfall das Beleuchtungselement 28 nur bei Vorliegen bestimmter externer Bedingungen aktiviert werden kann. Beim Einsatz des Schalters in einem Funktionsträger in einem Kraftfahrzeug kann dies beispielsweise durch Einschalten des Fahrzeuglichts, die Aktivierung über einen Helligkeitssensor oder aber auch die Aktivierung über eine erste beliebige Berührung der Dekoroberfläche des Funktionsträgers erfolgen.
  • Die reflektierende und in Richtung des Beleuchtungselements 28 geneigte obere Fläche des Piezotasters 22 kann dahingehend modifiziert sein, um eine über die Fläche des Piezotasters möglichst gleichmäßige Lichtmenge in Richtung auf die Dekorschicht zu reflektieren. Zu diesem Zweck kann der Piezotaster 22 oder die gegebenenfalls vorgesehene Reflektionsschicht 26 bedruckt sein, um das Reflektionsverhalten gezielt zu beeinflussen. Auch ist es möglich, die Oberseite des Piezotasters bzw. der Reflektionsschicht mit einer geeigneten Krümmung zu versehen, um diesen Effekt zu erreichen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die mit dem Quadrat der Entfernung abnehmende Beleuchtungsstärke durch das Beleuchtungselement 28 auszugleichen. Dieser Effekt einer mit wachsendem Abstand quadratisch abnehmenden Beleuchtungsstärke wird allerdings in vorteilhafter Weise durch die Schrägstellung des Piezotasters bereits kompensiert. Da eine gleichmäßige Beleuchtungsstärke im Bereich der in der Dekorschicht 12 vorgesehenen Symbolik 14 vorliegen soll, ist auch die unterschiedliche Stärke der Lichtleitschicht 16 über dem Piezotaster mit zu berücksichtigen.
  • In der in der Zeichenebene der 1 rechts angeordneten Tasche 18 befindet sich eine Funktionsbeleuchtung 32, die über eine Verkabelung 34 ebenfalls mit der nicht dargestellten Auswerteeinheit verbunden ist und Licht in Richtung der in der Dekorschicht 12 angeordneten Symbolik 36 abgibt, sofern die Funktionsbeleuchtung 32 aktiviert ist. Bei mehreren in einem Funktionsträger angeordneten Schaltern können unterschiedlich farbige LEDs für verschiedene Schalter zum Einsatz gelangen, um beispielsweise den Einschaltmodus des Schalters anzuzeigen.
  • Während ein herkömmlicher Schalter aufgrund seiner Mechanik sowie dem Schaltweg dem Anwender eine spürbare haptische Rückmeldung gibt, entfällt aufgrund der geringen Verformung eines Piezotasters eine derartige haptische Rückmeldung. Aus diesem Grund ist zusätzlich am Träger 20 des Schalters 10 ein Schwingungserreger 38 angebracht, der beispielsweise als Hubmagnet oder Flachlautsprecher ohne Tonübertragung ausgestaltet sein kann. Es ist erfindungsgemäß generell möglich, dass durch die Betätigung des Erregers 38 nur der Einzelschalter oder aber das gesamte Paneel umfassend mehrere in 1 dargestellte Schalter vibriert. Der von dem Erreger 38 ausgehende Impuls kann hierbei in Bezug auf die Pulsfolge, Einfach- oder Mehrfachpulse sowie die Pulsfrequenz zwischen 60 Hz und 150 Hz, bevorzugt 60 Hz und 100 Hz den Bedürfnissen angepasst werden. Zusätzlich kann über einen Akustikgenerator 40 eine geeignete akustische Rückmeldung oder ggf. Fehlermeldung erzeugt werden.
  • Das beschriebene Betätigungselement lässt sich mit geringen Kosten herstellen, insbesondere wenn mehrere Schalter 10 nach 1 auf einem Funkträger zusammengefasst und mit einer gemeinsamen Auswerte- und Steuerelektronik verbunden sind. Der dargestellte Schalter besitzt den Vorteil, dass er zu der dem Benutzer zugewandten Seite hin eine geschlossene Oberfläche besitzt, durch den geringen Bewegungsweg praktisch keinen Verschleiß aufweist und keine Verschmutzungsgefahr besitzt. Zudem kann aufgrund der geringen Bauhöhe ein derartiger Schalter wie auch ein Funktionsträger mit mehreren Schaltern dort eingesetzt werden, wo nur geringer Platz zur Verfügung steht.

Claims (22)

  1. Betätigungselement für einen Funktionsträger umfassend: – ein Trägerelement (20); – ein auf dem Trägerelement (20) aufgebrachtes piezoelektrisches Element (22); – eine lichtdurchlässige Schicht (16) über dem Trägerelement (20) sowie dem piezoelektrischen Element (22); sowie – eine auf der lichtdurchlässigen Schicht (16) angeordnete Dekorschicht (12), dadurch gekennzeichnet, dass das piezoelektrische Element (22) relativ zur Dekorschicht (12) geneigt ist und durch eine externe Lichtquelle (28), vorzugsweise eine LED, beleuchtbar ist.
  2. Betätigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich auf dem piezoelektrischen Element (22) auf der der Dekorschicht (12) zugewandten Fläche eine reflektierende Schicht (26) befindet.
  3. Betätigungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dekorschicht (12) transparente (14, 36) sowie nicht transparente Bereiche, vorzugsweise in Form einer Bedruckung, aufweist.
  4. Betätigungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiter umfassend, eine auf dem Trägerelement (20) angeordnete Funktionsbeleuchtung (32), vorzugsweise in Form einer farbigen LED.
  5. Betätigungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die reflektierende Schicht (26) auf dem piezoelektrischen Element (22) oder das piezoelektrische Element (22) gezielt eingefärbt ist, um in Abhängigkeit von der Position der externen Lichtquelle (28) eine über die Fläche der reflektierenden Schicht (26) oder des piezoelektrischen Elements (22) im Wesentlichen gleichmäßige Beleuchtungsstärke in Richtung Dekorschicht (12) zu reflektieren.
  6. Betätigungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des piezoelektrischen Elements (22) sowie die reflektierende Schicht (26) so gekrümmt sind, um eine über die Fläche der reflektierenden Schicht (26) im Wesentlichen gleichmäßige Beleuchtungsstärke in Richtung Dekorschicht (12) zu reflektieren.
  7. Betätigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das piezoelektrische Element (22) in einem Winkel von 5° bis 10°, vorzugsweise um 7° zur Dekorschicht (12) geneigt ist.
  8. Betätigungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiter umfassend, eine Einrichtung zur Erzeugung eines akustischen Signals (40), um bei Betätigung des piezoelektrischen Elements (22) eine akustische Rückmeldung in Form eines Tonsignals, einer Tonfolge oder einer Sprachmeldung auszulösen.
  9. Betätigungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiter umfassend eine Einrichtung (38) zur Erzeugung eines bei Betätigung des piezoelektrischen Elements (22) haptisch erfassbaren Signals.
  10. Betätigungselement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (38) zur Erzeugung eines haptischen Signals ein Erreger (38) ist in Form eines Flachlautsprechers ohne Tonerzeugung.
  11. Betätigungselement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (38) zur Erzeugung eines haptischen Signals ein Erreger (38) in Form eines Hubmagnets ist.
  12. Betätigungselement nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (38) zur Erzeugung eines haptischen Signals einen ersten Einfachpuls oder einen ersten Mehrfachpuls mit einer Frequenz zwischen 60 Hz und 150 Hz und vorzugsweise zwischen 60 Hz und 100 Hz erzeugt.
  13. Betätigungselement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (38) zur Erzeugung eines haptischen Signals ausgestaltet ist, um einen zweiten Einfach- oder Mehrfachpuls zu erzeugen, wobei der zweite Einfach- oder Mehrfachpuls vom ersten Einfachpuls oder ersten Mehrfachpuls durch taktile Wahrnehmung unterscheidbar ist.
  14. Funktionsträger mit einer Mehrzahl von Betätigungselementen nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
  15. Funktionsträger nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Funktionsträger mehrere Schalter (10) überlagert sind, vorzugsweise um die Betätigung herkömmlicher Drehräder oder Schieber zu simulieren.
  16. Verwendung eines Funktionsträgers nach Anspruch 14 oder Anspruch 15, als integrierter Teil der Instrumententafel oder der Mittelkonsole eines Kraftfahrzeugs.
  17. Verwendung eines Funktionsträgers nach Anspruch 14 oder Anspruch 15, als integrierter Teil eines Lenkrads oder einer Tür oder des Dachhimmels eines Kraftfahrzeugs.
  18. Verwendung gemäß Anspruch 16 oder Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine externe Lichtquelle (28) des Funktionsträgers durch die Zündung und/oder die Fahrzeugbeleuchtung aktivierbar ist.
  19. Verfahren zur Herstellung eines Betätigungselements nach einem der Ansprüche 1 bis 13 oder eines Funktionsträgers nach Anspruch 14 oder 15, umfassend die Schritte (a) Herstellen einer mit einer Symbolik versehenen Folie als Dekorschicht (12); (b) Hinterspritzen der Dekorschicht mit einem Lichtleiter bei gleichzeitigem Formen von Taschen für Lichtquellen (28) sowie mindestens ein piezoelektrisches Element (22); (c) Einsetzen der mindestens einen Lichtquelle (28) und des mindestens einen piezoelektrischen Elements (22) in die Taschen derart, dass das mindestens eine piezoelektrische Element (22) relativ zur Dekorschicht (12) geneigt ist und durch die mindestens eine Lichtquelle (28) beleuchtbar ist; und (d) Aufbringen eines Trägerelements (20).
  20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt (a) die Dekorschicht (12) zusätzlich tiefgezogen wird.
  21. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (20) gegossen wird.
  22. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (20) im Schritt (d) angespritzt wird.
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