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Die
Erfindung betrifft eine Eingabevorrichtung, insbesondere für
eine Hausgerätesteuerung, ein Haushaltsgerät und
ein Verfahren zum Betreiben einer Eingabevorrichtung.
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Eingabeelemente
z. B. an Hausgerätesteuerungen, zu deren Betätigung
kein oder nur ein unmerklicher Betätigungshub erforderlich
ist, werden üblicherweise als Sensortasten bezeichnet und
können beispielsweise eine relativ hochwertige Anmutung,
ein relativ leichtes Reinigen oder eine relativ große Designfreiheit
des relevanten Hausgerätes bieten. Ein Nachteil von Sensortasten
ist es jedoch, dass diese einer Bedienperson keine taktile Rückmeldung über
den Betätigungszustand des Eingabeelementes bieten, so
wie es beispielsweise bei mechanischen Tastern möglich
ist. Um diesen Nachteil zumindest teilweise zu beheben, kann über
einen Lautsprecher in Form eines mehr oder weniger langen Pieps-Tones
das Ansprechen des Sensortasters signalisiert werden, um beispielsweise
ein unnötiges Überdrücken des Sensortasters
zu vermeiden. Dieses Verfahren wird auch bei Tasterkonstruktionen verwendet,
die aufgrund ihres Aufbaus (z. B. Folientaster) ebenfalls nur eine
unzureichende taktile Rückmeldung erzeugen.
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Trotz
dieser Maßnahme wird das Betätigen eines Sensortaster
von vielen Bedienpersonen wegen der fehlenden mechanischen Rückmeldung
als unangenehm empfunden.
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Die
DE 103 00 469 A1 offenbart
Maschinen-, Umgebungs- oder Programmzustände, Hinweise oder
sonstige Informationen direkt von einem Bediensystem, Infosystem
oder einer anderen Komponente mittels Vibratoren oder Shaker aktiv
an die Hand, den Finger oder den Fuß einer Bedienperson fühlbar
zu melden. In Kombination mit elektronischen Tastaturtechniken und
Komponenten, wie z. B. HF-/Kapazitiv-, FSR-, Piezo- und Infrarottastaturen, können
Zustände der Maschine erfühlbar bzw. erfassbar
werden.
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Die
DE 41 40 780 A1 offenbart
eine Computermaus, die neben der üblichen Funktion dem
Menschen über die von ihm berührten Betätigungsknöpfe der
Computermaus mittels einer Matrix von senkrecht zur Berührungsfläche
beweglichen Elementen das Profil des Bildschirminhaltes im Bereich
der Mausposition taktil wahrnehmbar abbildet. Hierzu sind kleine
Hubmagnete, Tauchspulsysteme oder Piezo-Elemente innerhalb der Betätigungsknöpfe
angeordnet, deren Bewegungen über kleine Stößel
auf die berührte Oberfläche übertragen
werden. Die Aktivierung der Hubmagnete, Tauchspulsysteme oder Piezo-Elemente
von einem Steuerrechner führt zu einer Bewegung der Stößel
relativ zur Oberfläche, ohne die Eingabefunktion dadurch
zu beeinträchtigen.
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Die
WO 2006/045209 A2 offenbart
ein Eingabegerät zur Eingabe von Signalen in ein elektronisches
Gerät mit einem Prozessor. Das Eingabegerät umfasst
ein Tastfeld zur Eingabe von Positionsdaten, über welches
Positionsdaten eines mit dem Tastfeld von oben in Kontakt befindlichen
Eingabeobjektes an den Prozessor übermittelt werden, und
spezifisch zugewiesene Tastenbereiche, über welche mit
einem Eingabeobjekt diskrete Eingaben an den Prozessor übermittelt
werden. Die Tastenbereiche sind in das Tastfeld integriert. Unterhalb
des Tastfeldes ist eine Silikonmembran, ein Metallfrosch oder eine
Polydomfolie angeordnet, das/der/die in Abhängigkeit der durch
ein Eingabeobjekt in einem Tastenbereich angelegten Kraft eine taktile
Rückmeldung gibt.
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Die
Aufgabe der Erfindung ist es, einen verbesserten Sensortaster anzugeben.
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Die
Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch eine Eingabevorrichtung,
aufweisend eine Eingabeeinrichtung, die ein piezoelektrisches Element
und wenigstens eine operativ mit dem piezoelektrischen Element gekoppelte
Elektrode aufweist und eingerichtet ist, in einem ersten Betriebszustand
und in einem zweiten Betriebszustand betrieben zu werden, wobei
im ersten Betriebszustand eine aufgrund einer mechanischen Verformung
des piezoelektrischen Elements erzeugte und an der Elektrode anliegende erste
elektrische Spannung einem Betätigen der Eingabeeinrichtung
zugeordnet ist und im zweiten Betriebszustand eine an der Elektrode
angelegte zweite elektrische Spannung eine weitere mechanische Verformung
des piezoelektrischen Elements bewirkt, die eine taktile Rückmeldung
auf das Betätigen der Eingabevorrichtung zur Folge hat.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben
einer eine Eingabeeinrichtung umfassenden Eingabevorrichtung, aufweisend folgende
Verfahrensschritte:
- – Erkennen eines
Betätigens der Eingabeeinrichtung, die ein piezoelektrisches
Element und wenigstens eine operativ mit dem piezoelektrischen Element
gekoppelte Elektrode aufweist, aufgrund eines Detektieren einer
ersten elektrischen Spannung, die aufgrund einer dem Betätigen
der Eingabeeinrichtung zugeordneten mechanischen Verformung des
piezoelektrischen Elements an der Elektrode anliegt, und
- – aufgrund der detektierten ersten elektrischen Spannung,
Anlegen einer zweiten elektrischen Spannung an der Elektrode, die
eine weitere mechanische Verformung des piezoelektrischen Elements
bewirkt, die eine taktile Rückmeldung auf das Betätigen
der Eingabeeinrichtung zur Folge hat.
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Die
erfindungsgemäße Eingabevorrichtung weist demnach
die Eingabeeinrichtung auf, die wiederum das piezoelektrische Element
umfasst, das mit der wenigstens einen Elektrode gekoppelt ist. Dies
wird gegebenenfalls erreicht, indem das piezoelektrische Element
zwischen zwei Elektroden angeordnet ist. Das piezoelektrische Element
besteht z. B. aus einem Piezokristall, dem der so genannte piezoelektrische
Effekt, kurz „Piezoeffekt”, innewohnt. Der piezoelektrische
Effekt beschreibt das Erzeugen einer elektrischen Polarisation des
piezoelektrischen Elements beim Anlegen einer mechanischen Spannung.
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Die
Eingabeeinrichtung wird in den beiden Betriebszuständen
betrieben. Im ersten Betriebszustand erzeugt das piezoelektrische
Element aufgrund der mechanischen Verformung eine elektrische Ladung,
der die an der Elektrode bzw. den Elektroden anliegenden ersten
elektrischen Spannung zugeordnet ist. Im ersten Betriebszustand
entspricht die Eingabeeinrichtung im Wesentlichen einem Sensortaster,
d. h. die mechanische Verformung des piezoelektrischen Elements
wird durch ein Drücken der Eingabeeinrichtung bewirkt.
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Der
piezoelektrische Effekt funktioniert jedoch in beide Richtungen,
d. h. dass sich piezoelektrische Materialien beim Anlegen einer
elektrischen Spannung verformen. Somit lässt sich ein Piezo-Element
(piezoelektrische Element) sowohl als Sensor als auch als Aktor
verwenden. Eingesetzt als Sensor, wandelt es eine mechanische Verformung
in elektrische Ladung um. Dieser Effekt wird für den ersten Betriebszustand
ausgenützt.
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Angesteuert
als Aktor, reagiert das Piezo-Element auf eine elektrische Spannungsänderung an
seinen Anschlüssen (zweite elektrische Spannung an den
Elektroden, die insbesondere impulsförmig ausgebildet sein
kann) mit einer Änderung seiner Geometrie.
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Ein
Grundgedanke der vorliegenden Erfindung ist es, das Piezo-Element
mit Elektrode in der Applikation zunächst als Sensor zu
verwenden, d. h. seine Ausgangsspannung (erste Ausgangsspannung)
gegebenenfalls auszuwerten, um es insbesondere dann nach erkanntem
Tastendruck als Aktor für die taktile Rückmeldung
zu verwenden (zweiter Betriebszustand).
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Somit
erlaubt die erfindungsgemäße Eingabevorrichtung
in relativ einfacher Weise das Erzeugen einer adäquaten
taktilen Rückmeldung bei Sensortasten.
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Dadurch
ist es möglich, eine relativ hochwertige Anmutung von Sensortasten
mit der relativ angenehmen Haptik eines mechanischen Tasters zu
kombinieren.
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Es
entsteht demnach eine aktive taktile Rückmeldung für
Sensor-Tasten zur Verbesserung der Haptik.
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Gegebenfalls
könnte es wirtschaftlicher und effizienter sein, dem Piezo-Sensor-Element
einen für die Ausgabe insbesondere optimierten Piezo-Aktor zuzuordnen,
der die mechanische Rückmeldung an eine Bedienperson ausgibt.
Für eine mechanisch verbundene Tastenbank reicht dann gegebenenfalls auch
ein Aktor aus.
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Somit
betrifft die Erfindung in einem weiteren Aspekt eine Eingabevorrichtung,
aufweisend eine Eingabeeinrichtung, die eine Sensortaste umfasst, die
beim Betätigen eine erste elektrische Spannung erzeugt,
wobei die Eingabeeinrichtung ein mit der Sensortaste operativ gekoppeltes
piezoelektrisches Element und wenigstens eine operativ mit dem piezoelektrischen
Element gekoppelte Elektrode aufweist, die eingerichtet ist, aufgrund
einer an der Elektrode angelegten zweiten elektrischen Spannung
eine mechanische Verformung des piezoelektrischen Elements zu bewirken,
die eine taktile Rückmeldung auf das Betätigen
der Sensortaste zur Folge hat. Das piezoelektrische Element ist
gegebenenfalls zwischen zwei Elektroden angeordnet.
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Die
Sensortaste weist z. B. ein weiteres piezoelektrisches Element und
wenigstens eine operativ mit dem weiteren piezoelektrischen Element
gekoppelte weitere Elektrode auf, an der aufgrund einer mechanischen
Verformung des weiteren piezoelektrischen Elements die erste elektrische
Spannung anliegt. Das weitere piezoelektrische Element ist gegebenenfalls
zwischen den weiteren Elektroden angeordnet.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben
einer eine Eingabeeinrichtung umfassenden Eingabevorrichtung, aufweisend folgende
Verfahrensschritte:
- – Detektieren
einer ersten elektrischen Spannung aufgrund eines Betätigen
einer mit einem piezoelektrischen Element gekoppelten Sensortaste
der Eingabeeinrichtung und
- – aufgrund der detektierten ersten elektrischen Spannung,
Anlegen einer zweiten elektrischen Spannung an einer mit dem piezoelektrischen Element
operativ gekoppelten Elektrode, die eine mechanische Verformung
des piezoelektrischen Elements bewirkt, die eine taktile Rückmeldung auf
das Betätigen der Sensortaste zur Folge hat.
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Nach
einer zweckmäßigen Variante der erfindungsgemäßen
Eingabevorrichtung weist diese eine Steuerungsvorrichtung auf, die
eingerichtet ist, ein Betätigen der Eingabeeinrichtung
zu erkennen, wenn die erste elektrische Spannung eine elektrische Schwellenspannung
erreicht oder überschreitet. Die Steuerungsvorrichtung
umfasst z. B. einen Mikroprozessor oder einen Mikrokontroller und
ist gegebenenfalls eingerichtet, die erste elektrische Spannung
mit der Schwellenspannung zu vergleichen. Betätigt nämlich
eine Bedienperson die Eingabeeinrichtung, indem sie insbesondere
das piezoelektrische Element durch Drücken verformt, dann
ergibt sich die erste elektrische Spannung abhängig vom
Grad der Verformung des piezoelektrischen Elements, also vom Grad
des Drückens. Wird genügend stark gedrückt,
dann erreicht bzw. überschreitet die erste elektrische
Spannung die Schwellenspannung und die Steuerungsvorrichtung erkennt
das Aktivieren bzw. Betätigen der Eingabeeinrichtung.
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Die
Steuerungsvorrichtung kann eingerichtet sein, die Eingabeeinrichtung
vom ersten in den zweiten Betriebszustand nach dem Betätigen
der Eingabeeinrichtung umzuschalten und die zweite elektrische Spannung
an die Elektrode bzw. Elektroden anzulegen. Insbesondere kurz oder
unmittelbar nach Erkennen des Betätigens der Eingabeeinrichtung kann
es vorzugsweise vorgesehen sein, die zweite elektrische Spannung
an die Elektrode bzw. den Elektroden anzulegen, d. h. vom ersten
in den zweiten Betriebszustand umzuschalten. Dies ermöglicht der
Bedienperson eine möglichst schnelle taktile Rückmeldung
des Betätigens, insbesondere des erfolgreichen Betätigens
der Eingabeeinrichtung.
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Die
Steuerungsvorrichtung kann auch eingerichtet sein, die zweite elektrische
Spannung zu erzeugen und an einem Ausgang der Steuerungsvorrichtung
bereit zu stellen.
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Gemäß einer
weiteren zweckmäßigen Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Eingabevorrichtung weist
diese eine erste Schaltvorrichtung auf, die die Steuerungsvorrichtung
derart ansteuert, so dass sie während des ersten Betriebszustands
geschlossen ist, um die Elektrode mit einem Eingang der Steuerungsvorrichtung
operativ zu koppeln, und während des zweiten Betriebszustands
geöffnet ist, um die Elektrode von dem Eingang der Steuerungsvorrichtung
zu entkoppeln.
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Zwischen
der ersten Schaltvorrichtung und dem Eingang der Steuerungsvorrichtung
kann zweckmäßigerweise ein erster Signalverstärker
geschaltet sein, der insbesondere eingerichtet ist, die erste elektrische
Spannung zu verstärken. Dies kann nötig sein,
wenn die von der Eingabeeinrichtung erzeugte erste elektrische Spannung
nicht ausreichend hoch für die Steuerungsvorrichtung ist.
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Die
erfindungsgemäße Eingabevorrichtung kann in vorteilhafter
Weise auch eine zweite Schaltvorrichtung aufweisen, die die Steuerungsvorrichtung
derart ansteuert, so dass sie während des zweiten Betriebszustands
geschlossen ist, um die Elektrode mit dem Ausgang der Steuerungsvorrichtung operativ
zu koppeln, und während des ersten Betriebszustands geöffnet
ist, um die Elektrode von dem Ausgang der Steuerungsvorrichtung
zu entkoppeln.
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Zwischen
dem Ausgang der Steuerungsvorrichtung und der zweiten Schaltvorrichtung
kann zweckmäßigerweise ein zweiter Signalverstärker
geschaltet sein, der insbesondere eingerichtet ist, die zweite elektrische
Spannung zu verstärken. Dies kann beispielsweise nötig
sein, wenn die von der Steuerungsvorrichtung erzeugte zweite elektrische Spannung
nicht ausreichend hoch für eine ausreichende Verformung
des piezoelektrischen Elements ist.
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Ist
der Ausgang z. B. als ein so genannter Tri-State Ausgang ausgeführt,
der die Zustände „high”, „low” und „hochohmig” einnehmen
kann, dann wird nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Eingabevorrichtung der Tri-State
Ausgang während des ersten Betriebszustands in den Zustand „hochohmig” geschaltet.
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Die
erfindungsgemäße Eingabevorrichtung ist insbesondere
für eine Hausgerätesteuerung vorgesehen. Ein weiterer
Aspekt der Erfindung betrifft demnach ein Haushaltsgerät,
insbesondere eine Haushalts-Geschirrspülmaschine, das die
erfindungsgemäße Eingabevorrichtung aufweist.
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Sonstige
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
wiedergegeben.
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Die
Erfindung und ihre Weiterbildungen werden nachfolgend anhand von
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen jeweils
schematisch:
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1 eine
Geschirrspülmaschine,
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2 ein
Prinzipschaltbild eines vorteilhaften Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäß ausgebildeten Eingabevorrichtung
für eine Steuerung der Geschirrspülmaschine, und
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3 dem
Betrieb der Eingabevorrichtung von 2 zugeordnete
elektrische Spannungsverläufe.
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Die 1 zeigt
eine Haushalts-Geschirrspülmaschine 1 als Beispiel
eines Haushaltsgeräts. Die Geschirrspülmaschine 1 weist
einen Korpus 2 und eine an dem Korpus 2 schwenkbar
angeordnete Tür 3 auf, die einen Spülbehälter
zur Aufnahme von Spülgut, z. B. verschmutztem Geschirr
und Besteck, begrenzen. Im Spülbehälter sind z.
B. nicht näher dargestellte, jedoch allgemein bekannte
Geschirrkörbe angeordnet, die bei geöffneter Tür 3 aus
dem Spülbehälter zumindest teilweise herausgezogen werden
können, um beispielsweise mit dem Spülgut beladen
werden zu können.
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Die
Geschirrspülmaschine 1 weist ferner eine nicht
näher dargestellte, dem Fachmann jedoch allgemein bekannte
Spülvorrichtung auf, die beispielsweise Sprüharme
zum Beaufschlagen des Spülguts mit einer Flüssigkeit,
die üblicherweise als Spülflotte bezeichnet wird,
aufweist.
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Im
Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist im oberen
Bereich der Tür 3 eine Spülerblende mit
einem Eingabefeld 4 angeordnet, das mehrere Eingabetasten 5 umfasst,
mit denen eine Bedienperson beispielsweise ein zum Betrieb der Geschirrspülmaschine 1 vorgesehenes
Spülprogramm auswählen bzw. einstellen kann. Einer
der Eingabetasten 5 ist in der 2 als Prinzipschaubild dargestellt.
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Im
Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels weist die Eingabetaste 5 (Sensortaste)
ein piezoelektrisches Element 21 und erste und zweite Elektroden 22, 23 auf.
Die beiden Elektroden 22, 23 sind insbesondere
flexibel und parallel zueinander angeordnet, wobei die erste Elektrode 22 (Bezugselektrode)
zur Tür 3 gewandt ist. Zwischen den beiden Elektroden 22, 23 ist
das piezoelektrische Element 21 angeordnet. Um die Eingabetaste 5 z.
B. vor Verschmutzung oder Flüssigkeit zu schützen,
kann sie beispielsweise mit einer in den Figuren nicht näher dargestellten
gegebenenfalls flexiblen Kunststofffolie abgedeckt sein, die über
der dem piezoelektrischen Element 21 abgewandten Seite
der zweiten Elektrode 23 (Signalelektrode) verläuft.
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Im
Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels weist die Geschirrspülmaschine 1 eine
Steuerungsvorrichtung 24 auf, die z. B. einen Mikrokontroller
oder einen Mikroprozessor aufweist. Die Steuerungsvorrichtung 24 ist
eingerichtet, beispielsweise mittels eines auf ihr laufendem Rechenprogramms gewählte
Spülprogramme zu steuern und gegebenenfalls die Spülvorrichtung
in geeignete Weise anzusteuern. Des Weiteren ist die Steuerungsvorrichtung 24 mit
dem Eingabefeld 4 und insbesondere mit den Eingabetasten 5 verbunden,
damit, wie bereits erwähnt, die Bedienperson beispielsweise
ein zum Betrieb der Geschirrspülmaschine 1 vorgesehenes Spülprogramm
auswählen oder einstellen kann.
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Im
Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels umfasst die
Geschirrspülmaschine 1 einen ersten Schalter 25 und
einen dem ersten Schalter 25 nachgeschalteten ersten Signalverstärker 26,
dessen Ausgang mit einem Eingang 29 der Steuerungsvorrichtung 24 verbunden
ist. Der erste Schalter 25 ist beispielsweise ein elektronischer
Schalter auf Transistorbasis und ist außerdem mit der zweiten Elektrode 23 der
Eingabetaste 5 elektrisch verbunden. Somit ist bei geöffnetem
erstem Schalter 25 die zweite Elektrode 23 mit
dem ersten Signalverstärker 26 und somit mit dem
Eingang 29 der Steuerungsvorrichtung 24 verbunden
und bei geöffnetem erstem Schalter 25 vom ersten
Signalverstärker 26 und somit vom Eingang 29 der
Steuerungsvorrichtung 24 entkoppelt.
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Im
Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels umfasst die
Geschirrspülmaschine 1 einen zweiten Schalter 27 und
einen dem zweiten Schalter 27 vorgeschalteten zweiten Signalverstärker 28,
dessen Eingang mit einem Ausgang 30 der Steuerungsvorrichtung 24 verbunden
ist. Der zweite Schalter 27 ist beispielsweise ein elektronischer
Schalter auf Transistorbasis und ist außerdem mit der zweiten Elektrode 23 elektrisch
verbunden.
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Im
Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist die erste
Elektrode 22 ebenfalls mit der Steuerungsvorrichtung 24 verbunden
und die beiden Schalter 25, 27 sind mit der Steuerungsvorrichtung 24 verbunden,
so dass diese mittels von der Steuerungsvorrichtung 24 erzeugter
erster und zweiter Steuersignale U3, U4 die Zustände der beiden Schalter 25, 27 steuern
kann.
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Die
Eingabetaste 5 umfasst das piezoelektrische Element 21,
das z. B. aus einem Piezokristall besteht, dem der so genannte piezoelektrische
Effekt, kurz „Piezoeffekt”, innewohnt. Der piezoelektrische
Effekt beschreibt das Erzeugen einer elektrischen Polarisation des
piezoelektrischen Elements 21 beim Anlegen einer mechanischen
Spannung. Umgekehrt verformen sich piezoelektrische Materialien
beim Anlegen einer elektrischen Spannung.
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Im
Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist die Eingabetaste 5 derart
ausgeführt, so das sie beim Betätigen, d. h. wenn
die Bedienperson beispielsweise die Eingabetaste 5 mit
einem ihrer Finger 6 in Richtung eines Pfeils 7 drückt,
eine taktile Rückmeldung erhält, wenn das Betätigen
der Eingabetaste 5 erfolgreich war. Um die taktile Rückmeldung
zu realisieren, wird im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels
die Eingabetaste 5 in zwei von der Steuerungsvorrichtung 24 gesteuerten
Betriebsmodi betrieben:
Im ersten Betriebsmodus wird die Eingabetaste 5 im Sensorbetrieb
betrieben. In diesem Betriebsmodus steuert die Steuerungsvorrichtung 24 die
beiden Schalter 25, 27 derart an, so dass der
erst Schalter 25 geschlossen und der zweite Schalter 27 geöffnet ist.
Somit ist der Eingang 29 des ersten Signalverstärkers 26 über
den ersten Signalverstärker 26 mit der zweiten
Elektrode 23 elektrisch verbunden und verstärkt
eine an der zweiten Elektrode 23 anliegende elektrische
Spannung, wenn die Bedienperson beispielsweise mit ihrem Finger 6 die
Eingabetaste 5 in Richtung des Pfeils 7 drückt.
Durch das Drücken der Eingabetaste 5 in Richtung
des Pfeils 7 verformt sich das piezoelektrische Element 21,
wodurch die an den Elektroden 22, 23 anliegende
elektrische Spannung erzeugt wird. Die vom ersten Signalverstärker 26 verstärkte
Spannung ist eine am Eingang 29 der Steuerungsvorrichtung 24 anliegende
elektrische Spannung U1, deren Verlauf in
der 3 dargestellt ist. Die elektrische Spannung U1 steigt mit zunehmendem Grad der Verformung
des piezoelektrischen Elements 21, also mit zunehmendem
Grad des Drückens.
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Die
Steuerungsvorrichtung 24 ist eingerichtet, die elektrische
Spannung U1 auszuwerten. Überschreitet
bzw. erreicht die elektrische Spannung U1 einen
vorgegebenen elektrischen Spannungswert US,
was im vorliegenden Ausführungsbeispiel zum Zeitpunkt t1 der Fall ist, dann erkennt die Steuerungsvorrichtung 24,
dass die Eingabetaste 5 den Zustand „Eingabetaste
gedrückt” erreicht hat. Aufgrund des Erkennens
dieses Schaltzustands wird beispielsweise ein Spülprogramm
der Geschirrspülmaschine 1 oder eine andere Funktion
der Geschirrspülmaschine 1 ausgewählt
oder gestartet.
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Nachdem
die Steuerungsvorrichtung 24 den Schaltzustand „Eingabetaste
gedrückt” der Eingabetaste 5 erkannt
hat, öffnet sie den ersten Schalter 25 mittels
des ersten Steuersignals U3. Gleichzeitig
oder unmittelbar nach dem Öffnen des ersten Schalters 25 schließt
die Steuerungsvorrichtung 24 den zweiten Schalter 27 mittels
des zweiten Steuersignals U4 und erzeugt
einen am Ausgang 30 anliegenden elektrischen Spannungsimpuls
U2 mit Dauer T, um die Eingabetaste 5 in
ihrem zweiten Betriebsmodus (Aktorbetrieb) zu betreiben. Der Spannungsimpulse
U2, dessen Verlauf in der 3 dargestellt
ist, beginnt zum Zeitpunkt t1 oder kurz
danach.
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Der
Spannungsimpuls U2 wird vom zweiten Signalverstärker 28 verstärkt
und liegt verstärkt an der zweiten Elektrode 23 bzw.
an den Elektroden 22, 23 an. Aufgrund der an den
Elektroden 22, 23 durch den verstärkten
Spannungsimpuls U2 anliegenden elektrischen
Spannung reagiert das piezoelektrische Element 21 mit einer
mechanischen Verformung, die die Bedienperson mit ihrem Finger 6 als
Schaltknack spüren und gegebenenfalls auch hören
kann. Dadurch erhält die Bedienperson eine taktile und
gegebenenfalls auch eine akustische Rückmeldung auf das
(erfolgreiche) Betätigen der Eingabetaste 5.
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Unmittelbar
nach dem Ende des Spannungsimpulses U2 schaltet
die Steuerungsvorrichtung 24 die Eingabetaste 5 wieder
in ihren ersten Betriebsmodus, indem sie zum Zeitpunkt t2 den zweiten Schalter 27 öffnet
und den ersten Schalter 25 schließt. Entlastet
die Bedienperson die Eingabetaste 5 z. B. zum Zeitpunkt
t3, dann ist das piezoelektrische Element 21 keiner
mechanischen Spannung mehr ausgesetzt und es stellt sich eine elektrische Spannung
U5 am Eingang 29 der Steuerungsvorrichtung 24 ein,
die eine umgekehrte Polarität im Vergleich zur elektrischen
Spannung U1 zum Zeitpunkt t1 aufweist.
Die elektrische Spannung U5 baut sich nach einer
gewissen Zeit ab, so dass die Eingabetaste 5 wieder betätigt
werden und gegebenenfalls wieder nach einem weiteren Betätigen
in den zweiten Betriebsmodus (Aktorbetrieb) umgeschaltet werden kann,
um gegebenenfalls einen weiteren Schaltknacks zu erzeugen.
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Die
Steuerungsvorrichtung 24 kann insbesondere einen Mikrokontroller
oder einen Mikroprozessor aufweisen, der die Schalter 25, 27 ansteuert. Je
nach verwendetem Mikrokontroller- bzw. Mikroprozessortyp können
auf die Schalter 25, 27 und/oder die Signalverstärker 26, 28 verzichtet
werden.
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Ist
beispielsweise der Eingang 29 der Steuerungsvorrichtung 24 empfindlich
und gegebenenfalls auch übersteuerungsfest genug, dann
ist der erste Signalverstärker 26 und gegebenenfalls
auch der erste Schalter 25 nicht nötig.
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Kann
die Steuerungsvorrichtung 24 an ihrem Ausgang 30 einen
elektrischen Spannungsimpuls U2 mit einer
ausreichend hohen elektrischen Spannung erzeugen, dann kann der
zweite Signalverstärker 28 entfallen.
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Ist
der Ausgang 30 z. B. als ein so genannter Tri-State Ausgang
ausgeführt, dann kann auch der zweite Schalter 27 entfallen.
Ein Tri-State Ausgang weist drei Zustände auf, nämlich
die Zustände „high”, „low” und „hochohmig”.
Mittels der Zustände „low” und „high” kann
der als Tri-State Ausgang ausgeführte Ausgang 30 den
elektrischen Spannungsimpuls U2 erzeugen.
Dem Zustand „hochohmig” entspricht der Zustand
des zweiten Schalters 27 in seiner geöffneten
Stellung.
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Gegebenfalls
könnte es wirtschaftlicher und effizienter sein, die Eingabetaste 5 lediglich
als Sensortaster zu verwenden und dem piezoelektrischen Element 21 ein
weiters nicht näher dargestelltes piezoelektrisches Element
mit Elektroden zuzuordnen, die im zweiten Betriebsmodus, d. h. als
Piezo-Aktor, betrieben werden, der die mechanische Rückmeldung
an die Bedienperson ausgibt. Für eine mechanisch verbundene
Tastenbank, wie z. B. das mehrere Eingabetasten 5 umfassende
Eingabefeld 4, reicht dann gegebenenfalls auch ein einziger
Piezo-Aktor aus.
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- 1
- Geschirrspülmaschine
- 2
- Korpus
- 3
- Tür
- 4
- Eingabefeld
- 5
- Eingabetaste
- 6
- Finger
- 7
- Pfeil
- 21
- piezoelektrisches
Element
- 22,
23
- Elektrode
- 24
- Steuerungsvorrichtung
- 25
- Schalter
- 26
- Signalverstärker
- 27
- Schalter
- 28
- Signalverstärker
- 29
- Eingang
- 30
- Ausgang
- T
- Dauer
- t1, t2, t3
- Zeitpunkt
- U1
- elektrische
Spannung
- U2
- elektrischer
Spannungsimpuls
- U3, U4
- Steuersignal
- U5
- elektrische
Spannung
- US
- Spannungswert
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 10300469
A1 [0004]
- - DE 4140780 A1 [0005]
- - WO 2006/045209 A2 [0006]