DE102007006199A1 - Verfahren zum Betreiben eines Automatgetriebes - Google Patents
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Abstract
Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Automatgetriebes
eines Kraftfahrzeugs, wobei die Funktion von Baugruppen des Automatgetriebes überwacht
wird, wobei bei Detektion einer baugruppenspezifischen Störung
des Automatgetriebes ein Störungszähler der gestörten
Baugruppe inkrementiert wird und wobei dann, wenn der Störungszähler
einen Maximalwert überschreitet, eine Ersatzmaßnahme
eingeleitet wird, nämlich ein Ersatzgang geschaltet oder
ein Ersatzprogramm aktiviert wird, in welchem das als defekt detektierte
Bauteil nicht verwendet wird. Erfindungsgemäß wird die
Funktion der eingeleiteten Ersatzmaßnahme überwacht,
wobei bei erstmaliger Detektion einer Störung der eingeleiteten
Ersatzmaßnahme eine weitere Ersatzmaßnahme eingeleitet
wird.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Automatgetriebes nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Fahrzeuge benötigen Getriebe, um Drehmomente und Drehzahlen zu wandeln. Aufgabe eines Fahrzeuggetriebes ist es, das Zugkraftangebot eines Antriebsaggregats umzusetzen. Die hier vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Automatgetriebes. Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung sollen unter dem Begriff Automatgetriebe alle Getriebe mit einem automatisierten Gangwechsel verstanden werden. Zu Getrieben mit einem automatischen Gangwechsel gehören zum Beispiel das Doppelkupplungsgetriebe, das vollautomatisierte Klauen- oder Synchrongetriebe sowie konventionelle, vollautomatisierte Schaltgetriebe.
- Aus der
DE 103 13 483 A1 ist ein Verfahren zum Betreiben eines Automatgetriebes bekannt, bei welchem die Funktion von Baugruppen des Automatgetriebes dadurch überwacht wird, dass eine Ist-Übersetzung mit einer Soll-Übersetzung verglichen wird, und dass dann, wenn die Ist-Übersetzung von der Soll-Übersetzung abweicht, eine baugruppenspezifische Störung des Automatgetriebes detektiert wird. Dann, wenn eine derartige Störung detektiert wird, wird ein Störungszähler für die gestörte Baugruppe des Automatgetriebes inkrementiert, wobei dann, wenn der Störungszähler einen Maximalwert überschreitet, eine Ersatzmaßnahme eingeleitet wird. Bei der eingeleiteten Ersatzmaßnahme kann es sich nach derDE 103 13 483 A1 entweder um das feste Einlegen einen Ersatzgangs oder um das Aktivieren eines Ersatzprogramms, in welchem nur noch bestimmte Schaltungen zugelassen werden, handeln. In der eingeleiteten Ersatzmaßnahme wird das als defekt detektierte Bauteil des Automatgetriebes nicht verwendet. - Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zu Grunde, ein neuartiges Verfahren zum Betreiben eines Automatgetriebes zu schaffen.
- Dieses Problem wird durch ein Verfahren zum Betreiben eines Automatgetriebes gemäß Anspruch 1 gelöst. Erfindungsgemäß wird die Funktion der eingeleiteten Ersatzmaßnahme überwacht, wobei bei erstmaliger Detektion einer Störung der eingeleiteten Ersatzmaßnahme eine weitere Ersatzmaßnahme eingeleitet wird.
- Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen, die Funktion einer eingeleiteten Ersatzmaßnahme derart zu überwachen, dass bei einer erstmaligen Detektion einer Störung der eingeleiteten Ersatzmaßnahme eine weitere Ersatzmaßnahme eingeleitet wird. Es liegt demnach im Sinne der hier vorliegenden Erfindung, eine einmal eingeleitete Ersatzmaßnahme nicht unüberwacht auszuführen, sondern vielmehr die Funktion derselben zu überwachen und sofort bei erstmaligem Auftreten einer Störung der Ersatzmaßnahme eine weitere Ersatzmaßnahme einzuleiten. Hierdurch ist es möglich, das Automatgetriebe des Kraftfahrzeugs vor einer weiteren Schädigung zu schützen.
- Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird als weitere Ersatzmaßnahme das Automatgetriebe in einen kraftschlussfreien Zustand überführt.
- Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert.
- Dabei zeigt:
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1 ein schematisiertes Signalflussdiagramm zur Verdeutlichung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Betreiben eines Automatgetriebes. - Die hier vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Automatgetriebes eines Kraftfahrzeugs.
1 verdeutlicht das erfindungsgemäße Verfahren anhand eines Signalflussdiagramms, wobei Block1 des Signalflussdiagramms der1 den Start und Block2 des Signalflussdiagramms der1 das Ende des erfindungsgemäßen Verfahrens visualisiert. - Nach Start des erfindungsgemäßen Verfahrens wird gemäß Block
3 in einem Normalprogramm des Automatgetriebes die Funktion von Baugruppen des Automatgetriebes überwacht. Wird bei dieser Überwachung gemäß Block3 eine baugruppenspezifische Störung des Automatgetriebes und demnach eine einer Baugruppe des Automatgetriebes zuordenbare Störung detektiert, so wird ein entsprechender baugruppenspezifischer Störungszähler inkrementiert. - In einem Block
4 wird anschließend überprüft, ob der baugruppenspezifische Störungszähler einen Maximalwert überschreitet. Wird in Block4 festgestellt, dass der baugruppenspezifische Störungszähler den Maximalwert nicht überschreitet, so wird auf Block3 zurückverzweigt. Wird hingegen in Block4 festgestellt, dass der Maximalwert für den baugruppenspezifischen Störungszähler überschritten wird, so wird ausgehend von Block4 auf Block5 verzweigt. - Das Überschreiten des Maximalwerts für den baugruppenspezifischen Störungszähler entspricht einer Fehlfunktion der entsprechenden Baugruppe des Automatgetriebes, wobei dann in Block
5 eine Ersatzmaßnahme eingeleitet wird, in welcher das als defekt detektierte Bauteil nicht verwendet wird. Bei dieser Ersatzmaßnahme kann entweder ein fester Ersatzgang geschaltet oder ein Ersatzprogramm mit einer reduzierten Anzahl zulässiger Schaltungen aktiviert werden. - Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung wird nachfolgend gemäß Block
6 die Funktion der eingeleiteten Ersatzmaßnahme überwacht. Dabei wird fortlaufend in Block7 überprüft, ob bei Überwachung der eingeleiteten Ersatzmaßnahme eine Störung derselben festgestellt wird. Wird eine Störung der eingeleiteten Ersatzmaßnahme nicht detektiert, so wird ausgehend von Block7 auf Block6 zurückverzweigt. Wird hingegen eine Störung der eingeleiteten Ersatzmaßnahme detektiert, so wird ausgehend von Block7 auf Block8 verzweigt und es wird eine weitere Ersatzmaßnahme eingeleitet. - Es liegt demnach im Sinne des erfindungsgemäßen Verfahrens, eine eingeleitete Ersatzmaßnahme zu überwachen und bei erstmaliger Detektion einer Störung dieser eingeleiteten Ersatzmaßnahme und demnach unmittelbar eine weitere Ersatzmaßnahme einzuleiten. Bei einem Automatgetriebe mit aktivierter Ersatzmaßnahme wird demnach unmittelbar bei Erkennen einer Störung der Ersatzmaßnahme eine Fehlerreaktion ausgelöst, in dem eine weitere Ersatzmaßnahme eingeleitet wird. Dies ist unterschiedlich zur Überwachung des Normalprogramms des Automatgetriebes, in welchem erst dann eine Fehlerreaktion ausgeführt wird, wenn eine Störung einer Baugruppe mehrfach detektiert worden ist.
- Als weitere Ersatzmaßnahme nach Detektion einer Störung einer aus dem Normalprogramm des Automatgetriebes eingeleiteten Ersatzmaßnahme wird das Automatgetriebe vorzugsweise in einen kraftschlussfreien Zustand überführt, bevorzugt in eine Neutralposition desselben. Dies kann durch eine elektrische Ansteuerung von Stellgliedern der Neutralposition oder bei sogenannten Shift by wire-Automatgetrieben durch eine Änderung des Fahrerwunsches erfolgen. Durch das gezielte Ansteuern eines nicht-kraftschlüssigen bzw. kraftschlussfreien Zustands kann ein weiteres Fehlverhalten des Automat getriebes und damit eine weitere Schädigung desselben bzw. ein unplausibles Fahrverhalten des Kraftfahrzeugs vermieden werden.
- Eine im Normalprogramm des Automatgetriebes erkannte, baugruppenspezifische Störung sowie eine erkannte Störung einer eingeleiteten Ersatzmaßnahme des Automatgetriebes kann in einen Speicher geschrieben werden. Ebenfalls kann auf Basis der detektierten Störungen für den Fahrer eine Anzeige generiert werden, die einen Werkstattbesuch und damit Wartungsmaßnahmen am Automatgetriebe veranlasst.
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- 1
- Block
- 2
- Block
- 3
- Block
- 4
- Block
- 5
- Block
- 6
- Block
- 7
- Block
- 8
- Block
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 10313483 A1 [0003, 0003]
Claims (3)
- Verfahren zum Betreiben eines Automatgetriebes eines Kraftfahrzeugs, wobei die Funktion von Baugruppen des Automatgetriebes überwacht wird, wobei bei Detektion einer baugruppenspezifischen Störung des Automatgetriebes ein Störungszähler der gestörten Baugruppe inkrementiert wird, und wobei dann, wenn der Störungszähler einen Maximalwert überschreitet, eine Ersatzmaßnahme eingeleitet wird, nämlich ein Ersatzgang geschaltet oder ein Ersatzprogramm aktiviert wird, in welcher das als defekt detektierte Bauteil nicht verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktion der eingeleiteten Ersatzmaßnahme überwacht wird, wobei bei erstmaliger Detektion einer Störung der eingeleiteten Ersatzmaßnahme eine weitere Ersatzmaßnahme eingeleitet wird.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als weitere Ersatzmaßnahme das Automatgetriebe in einen kraftschlussfreien Zustand überführt wird.
- Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als weitere Ersatzmaßnahme das Automatgetriebe in eine Neutralposition überführt wird.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
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| DE (1) | DE102007006199A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102016203573A1 (de) | 2016-03-04 | 2017-06-08 | Zf Friedrichshafen Ag | Verfahren und Steuerungseinrichtung zum Betreiben eines Getriebes |
| DE102012201145B4 (de) | 2012-01-26 | 2024-09-12 | Zf Friedrichshafen Ag | Verfahren zum Überwachen eines Notlaufzustandes bei einem Getriebe |
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| DE10313483A1 (de) | 2003-03-26 | 2004-10-07 | Zf Friedrichshafen Ag | Verfahren zur Übersetzungs- bzw. Gangüberwachung für ein Automatgetriebe oder ein automatisiertes Schaltgetriebe |
-
2007
- 2007-02-08 DE DE102007006199A patent/DE102007006199A1/de not_active Withdrawn
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