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Ausführungsformen
der Erfindung beziehen sich im Allgemeinen auf das Testen von Bauteilen. Insbesondere
beziehen sie sich auf eine Kontaktierung zur direkten Boardmontage
für Bauteile,
Kontakte zur Kontaktierung von Bauteilen mit einem Testsockel, und
ein Verfahren zur Inbetriebnahme und zum Testen eines Bauteils.
Im speziellen beziehen sie sich auf eine Kontakteinheit zum Kontaktieren
von Bauteilen, eine Vorrichtung zur Inbetriebnahme für ein elektrisches
Bauteil, einen Testsockel zum Herstellen eines elektrischen Kontakts
zwischen einem Bauteil und einem Board, und ein Verfahren zur Inbetriebnahme
eines Bauteils.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Elektronische
Bauteile und Chips werden während
der Produktion oder im Anschluss an die Produktion getestet. Automatische
Testvorrichtungen (automatic test equipment, ATE) können zum
Beispiel dazu genutzt werden, um Chips oder elektronische Bauteile
marginalen Tests, Parametertests oder Funktionstest zu unterziehen.
Dabei muss das ATE eine dem Testobjekt (device under test, DUT)
angepasste Kontaktiervorrichtungen besitzen.
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Ferner
wurde unter anderem festgestellt, dass Fehler an Bauteilen während einer
frühen
Phase der Benutzung der Bauteile auftreten. Daher wird für manche
elektronische Bauteile ein burn-in Test durchgeführt. Hierdurch kann erreicht
werden, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Fehler beim Einsatz eines
elektronischen Bauteils in einem Gerät verringert wird.
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Die
Anforderungen, die an Testverfahren gestellt werden, erhöhen die
Produktionskosten. Daher ist eine schnelle, preisgünstige und
robuste Testvorrichtungen wünschenswert.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Im
Bezug hierauf ist eine Kontakteinheit gemäß unabhängigem Anspruch 1, ein Testsockel
gemäß unabhängigem Anspruch
12, ein Verfahren zur Inbetriebnahme eines Bauteils gemäß unabhängigem Anspruch
20 und ein Bauteil gemäß unabhängigem Anspruch
26 zur Verfügung
gestellt.
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Weiter
Vorteile, Merkmale, Aspekte und Details ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen, der
Beschreibung und den Figuren.
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Gemäß einer
ersten Ausführungsform
ist eine Kontakteinheit zur Verfügung
gestellt. Die Kontakteinheit ist angepasst, um einen elektrischen
Kontakt herzustellen, und enthält
eine Anordnung von Kontaktzungen und eine Verbindungseinheit, die
die Kontaktzungen miteinander verbindet, wobei die Kontakteinheit
mindestens eine Sollbruchstelle aufweist, die angeordnet ist, um
einen elektrischen Kontakt zwischen Kontaktzungen der Anordnung
von Kontaktzungen zu trennen.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
ist eine Vorrichtung zur Inbetriebnahme für ein elektronisches Bauteil
zur Verfügung
gestellt, die eine Kontakteinheit enthält. Die Kontakteinheit ist
angepasst, um in einer Vorrichtung zur Inbetriebnahme einen elektrischen
Kontakt herzustellen, und enthält
eine Anord nung von Kontaktzungen und eine Verbindungseinheit, die
die Kontaktzungen miteinander verbindet, wobei die Kontakteinheit
eine Sollbruchstelle aufweist, die angeordnet ist, um einen elektrischen
Kontakt zwischen Kontaktzungen der Anordnung von Kontaktzungen zu
trennen.
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Gemäß einer
noch weiteren Ausführungsform
ist ein Testsockel zum Herstellen eines elektrischen Kontaktes zwischen
einem elektronischen Bauteil und einem Board zur Verfügung gestellt.
Der Testsockel enthält:
eine Kontakteinheit beinhaltend, eine Anordnung von Kontaktzungen,
und eine Verbindungseinheit, die die Kontaktzungen miteinander verbindet,
wobei die Anordnung von Kontaktzungen und die Verbindungseinheit
einstückig
ausgebildet ist.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
ist ein Verfahren zum Testen eines Bauteils in einer Vorrichtung
zur Inbetriebnahme zur Verfügung
gestellt. Das Verfahren enthält:
Anordnen eines Bauteils in der Vorrichtung zur Inbetriebnahme, Anordnen
einer Anordnung von Kontaktzungen in der Vorrichtung zur Inbetriebnahme,
Andrücken
der Anordnung von Kontaktzungen auf eine Platine, Vereinzeln der
Kontaktzungen der Anordnung von Kontaktzungen, und Inbetriebnehmen
des Bauteils.
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KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
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Im
Folgenden werden Ausführungsformen der
Erfindung anhand von in den anhängenden
Figuren gezeigten Ausführungsbeispielen
beschrieben. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die konkret beschriebenen
Ausführungsbeispiele
beschränkt,
sondern kann in geeigneter Weise modifiziert und abgewandelt werden.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, einzelne Merkmale und Merkmalskombination
eines Ausführungsbeispiels
mit Merkmalen und Merkmal kombinationen eines anderen Ausführungsbeispiels zu
kombinieren.
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1 zeigt
ein Teil eines Testsockels zum Testen eines elektronischen Bauteils
auf einem OUT-Board mit Kontakten gemäß hierin beschriebenen Ausführungsformen;
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2 zeigt
eine Aufsicht des Tests Sockels aus 1;
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3 zeigt
eine Aufsicht einer schematischen Darstellung eines DUT-Boards,
eines elektronischen Bauteils und dessen Kontaktierung gemäß hierin
beschriebenen Ausführungsformen;
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4a zeigt
eine Seitenansicht einer Kontakteinheit mit einer Anordnung von
Kontaktzungen und einer Verbindung der Kontaktzungen gemäß hierin
beschriebenen Ausführungsformen;
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4b zeigt
eine Aufsicht eines einer Kontakteinheit mit einer Anordnung von
Kontaktzungen und einer Verbindung der Kontaktzungen gemäß hierin
beschriebenen Ausführungsformen;
und
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5 zeigt
ein Flussdiagramm zur Illustration eines Verfahrens zum Testen eines
elektronischen Bauteils.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen erläutert.
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Um
das Verständnis
der Beschreibung zu vereinfachen, werden im Folgenden identische
Referenznummern verwendet, wenn es sich um identische Elemente handelt,
die gemeinsam in den Figuren verwendet werden. Es ist vorgesehen,
dass Elemente in einer Ausführungsform
auch in einer anderen Ausführungsform
verwendet werden können, ohne
dass dies jeweils einzeln erwähnt
wird.
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1 zeigt
eine Ausführungsform
eines Testsockels 100. Der Testsockel 100 beinhaltet
eine Basisplatte 120. Die Basisplatte 120 ist
in Bezug auf die Platine 110 derart angeordnet, dass eine
Kontakteinheit 440. mit einer Anordnung von Kontaktzungen 140,
die zwischen der Basisplatte 120 und der Platine 110 positioniert
ist, elektrisch mit entsprechenden Kontakten auf der Platine 110 verbunden
wird.
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Die
Platine 110 ist ein Board für einen Test des Bauteils 10 (device
under test, DUT). Platine 110 wird somit auch als DUT-Board bezeichnet.
Gemäß einer
Ausführungsform
hat die Basisplatte 120 eine Aussparung, in der das Bauteil 10 angeordnet
werden kann. Eine Vorrichtung zur Inbetriebnahme oder eine Testvorrichtung,
z. B. in Form eines Testsockels 100, kann einen Plunger 124,
der in 1 schematisch dargestellt ist, haben.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform kann
Plunger 124 in Bezug auf Basisplatte 120 beweglich
angeordnet sein. In 1 ist Plunger 124 vertikal
in Bezug auf Basisplatte 120 beweglich.
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In 1 enthält der Plunger 124 eine
Kontaktwandung 126. Die Kontaktwandung 126 übt auf eine
Verbindung zwischen den Verbindungselementen 12 des Bauteils 10 und
jeweils einer Kontaktzunge der Anordnung von Kontaktzungen 140 Druck aus,
wenn der Plunger 124 nach unten bewegt wird. Somit entsteht
zwischen dem Bauteil 10 über die Verbindungselemente 12 des
Bau teils 10 und über
Kontaktzungen der Anordnung von Kontaktzungen 140 eine
Verbindung zu der Platine 110. Dabei stellt die Kontaktwandung 126 des
Plungers 124 die Verbindung zwischen den Kontaktelementen 12 und
den Kontaktzungen der Anordnung von Kontaktzungen 140 sicher.
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Es
wird darüber
hinaus ein Kontakt zwischen der Anordnung von Kontaktzungen 140 und
der Platine 110 hergestellt, indem die Basisplatte 120 des Testsockels 100 Druck
auf die Anordnung von Kontaktzungen 140 und die entsprechenden
Kontakte auf der Platine 110 ausübt.
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In 1 ist
Kontakteinheit mit der Anordnung von Kontaktzungen 140 und
mit einer Kontaktzungen-Verbindungseinheit 142 dargestellt.
Die Kontaktzungen-Verbindungseinheit 142 verbindet die Kontaktzungen.
Die Verbindung dient dazu, die relative Position der Kontaktzungen
während
der Montage zu fixieren. Die Verbindung ist elektrisch leitend. Gemäß einer
Ausführungsform
enthält
die Anordnung von Kontaktzungen zumindest acht Kontaktzungen. Gemäß einer
anderen Ausführungsform
enthält
die Anordnung von Kontaktzungen zumindest 17 Kontaktzungen. Im Rahmen
einer fortschreitenden Integration von Schaltkreisen ist es ebenfalls
möglich,
dass gemäß weiteren
Ausführungsformen
eine noch größere Anzahl
von Kontaktzungen, z. B. 200, in der Anordnung von Kontaktzungen 140 zur
Verfügung
gestellt sind, welche durch die Kontaktzungen-Verbindungseinheit 142 miteinander
verbunden und in vorbestimmten Positionen fixiert sind.
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Gemäß einer
Ausführungsform
weist die Kontakteinheit mindestens eine Sollbruchstelle 444 (nicht
gezeigt in 1) in der Kontakteinheit beziehungsweise
jeweils eine Sollbruchstelle für
die Kontaktzungen auf. Diese sind jeweils zwischen der Kontaktzunge
und der Kontaktzungen-Verbindungseinheit ausge bildet. Alternativ
können
sie gemäß einer anderen
Ausführungsform
auch im Bereich der Kontaktzungen liegen. Hierbei ist eine solche
Sollbruchstelle bzw. solche Sollbruchstellen auf der der Verbindungseinheit
zugewandten Seite der Kontaktzungen ausgebildet.
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Die
Sollbruchstelle bzw. die Sollbruchstellen ermöglichen es, bevor das Bauteil 10 in
der Testanordnung 100 getestet wird, die Kontaktzungen
zu vereinzeln und elektrisch voneinander zu isolieren. Dadurch entsteht
eine individuelle Verbindung für
jedes Kontaktelement 12 des Bauteils 10 zu einem
entsprechenden Kontakt auf der Platine 110. Die Position
der Sollbruchstelle beziehungsweise der Sollbruchstellen ist in 2 durch
die Linie 144 gekennzeichnet.
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Gemäß den hierin
beschriebenen Ausführungsformen
ist es möglich,
die Anordnung von Kontaktzungen 140 mit der Kontaktzungen-Verbindungseinheit 142 in
ihrer Gesamtheit in das System einzubringen. Die Kontaktzungen-Verbindungseinheit stellt
hierbei eine gewünschte
relative Position der einzelnen Kontaktzungen zueinander her. Bevor
ein Test des Bauteils 10 in dem Testsockel 100 stattfindet,
kann die Kontaktzungen-Verbindungseinheit 142 entfernt
werden. Hierdurch werden elektrisch voneinander getrennte Kontaktzungen
für die
einzelnen Verbindungselemente 12 des Bauteils 10 zur
Verfügung
gestellt.
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In 1 ist
eine Öffnung 122 als
Fenster innerhalb der Basisplatte 120 zur Verfügung gestellt. Durch
dieses Fenster ist es möglich,
bevor ein Test des Bauteils stattfindet, auf die Kontaktzungen-Verbindungseinheit
einzuwirken und diese aus dem System zu entfernen. Wie in 1 dargestellt,
kann die Öffnung 122 zum
Entfernen der Kontaktzungen-Verbindungseinheit gemäß einer
ersten Ausführungsform
an der Oberseite der Basis platte 120 zur Verfügung gestellt
sein. Gemäß weiteren
Ausführungsformen
kann eine entsprechende Öffnung
auch an einer Seite der Basisplatte oder an einer anderen entsprechenden
Positionen des Testssockels 100 zur Verfügung gestellt
sein, so dass eine Vereinzelung der Kontaktzungen durch Entfernen
der Kontaktzungen-Verbindungseinheit an der zur Verfügung gestellten
Sollbruchstelle stattfinden kann.
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In 1 und 2 ist
weiterhin eine balkenförmige
Kontaktzungen-Fixierungseinheit 130 dargestellt. Die Kontaktzungen
Fixierungseinheit 130 drückt auf die Anordnung von Kontaktzungen 140, wenn
die Basisplatte 120 des Testsockels 100 auf die Platine 110 gesetzt
wird. Hierdurch werden die Kontaktzungen der Anordnung von Kontaktzungen 140 in ihrer
Position gehalten, auch wenn die Kontaktzungen-Verbindungseinheit 142 durch
brechen der Sollbruchstelle entfernt worden ist. Gemäß einer
Ausführungsform
kann die Kontaktzungen-Fixierungseinheit 130 in
einem Stück
innerhalb der Basisplatte 120 zur Verfügung gestellt sein.
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Gemäß einer
anderen Ausführungsform kann,
wie in 2 dargestellt, die Kontaktzungen-Fixierungseinheit 130 auch
aus mehreren Kontaktzungen-Fixierungseinheiten 130 bestehen,
die jeweils eine Mehrzahl von Kontaktzungen fixieren.
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Gemäß einer
anderen Ausführungsform
besteht die Kontaktzungen-Fixierungseinheit
beziehungsweise die Mehrzahl von Kontaktzungen-Fixierungseinheiten 130 aus
einem Elastomer. Durch den Elastomer werden die Kontaktzungen 140 auf
die Platine 110 gedrückt.
Hierdurch kann sichergestellt werden, dass geringfügige Unebenheiten,
die über die
Platine 110, die Basisplatte 120 den Testsockel 100 oder über die
Anordnung von Kontaktzungen 140 in das System eingebracht
werden, nicht dazu führen,
dass einzelne Kontaktzungen nicht ausreichend durch die Kontaktzungen-Fixierungseinheit 130 in
Position gehalten werden.
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Durch
die Elastizität
eines Elastomers kann weiterhin sichergestellt werden, dass bei
einer bestimmten Deformierung des Elastomers alle Kontaktzungen
der Anordnung von Kontaktzungen ausreichend in Position gehalten
werden. Gemäß einer Ausführungsform
kann als Elastomer Silikongummi verwendet werden. Gemäß weiteren
Ausführungsformen
können
auch andere Materialien mit eine Härte im Bereich von 40° Shore bis
80° Shore
verwendet werden.
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Gemäß Ausführungsformen,
die hierin beschreiben sind, ist die Kontaktzungen-Fixierungseinheit 130 aus
einem elektrisch nicht leitenden Material zur Verfügung gestellt.
Dadurch findet eine Isolation zwischen einzelnen Kontaktzungen statt,
die mit derselben Kontaktzungen-Fixierungseinheit in Kontakt sind.
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Gemäß weiteren
Ausführungsformen
ist es möglich,
dass die Kontaktzungen-Fixierungseinheit 130 oder die Kontaktzungen-Fixierungseinheiten 130 in
die Basisplatte 120 des Testsockels 100 eingelegt sind.
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Analog
zu 1 zeigt 2 z. B.
die Platine 110, das Bauteile 10 mit den Kontaktelementen 12 und
die Kontaktwandung 126 des Plungers. In der in 2 dargestellten
Aufsicht ist die Position der Sollbruchstellen durch Linie 144 dargestellt.
Ferner sieht man in 2 die Kontaktzungen-Fixierungseinheiten 130.
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Wie
in 2 zu sehen ist, kann gemäß einer Ausführungsform
die Kontaktzungen-Verbindungseinheit 142 mit einer oder
mehreren Ausrichteinheiten 146 zur Verfügung gestellt werden. Gemäß einer Ausführungsform
kann die Ausrichteinheit 146, die in der Kontaktzungen-Verbindungseinheit 142 zur
Verfügung
gestellt ist, z. B. in Form eines Loches oder in Form von Löchern zur
Verfügung
gestellt werden. Diese Löcher
können
auf Stifte oder Vorsprünge
auf der Oberseite der Platine 110 gesetzt werden. Hierdurch
kann eine Ausrichtung der Anordnung von Kontaktzungen 140 und
somit der einzelnen Kontaktzungen 140' vor deren Vereinzelung herbeigeführt werden.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
ist es zum Beispiel auch möglich,
die Ausrichteinheit 146 mit einem oder mehreren Passstiften
oder einem anderen Justagemerkmal an der Basisplatte 120 auszurichten.
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3 zeigt
eine weitere Ausführungsform und
stellt eine Vorrichtung zur Inbetriebnahme bzw. zum Testen eines
Bauteils 30 auf einer Platine 110 schematisch
dar. In 3 ist die Anordnung von Kontaktzungen 340' mit jeweils
sieben Kontaktzungen 340' zur
Verfügung
gestellt. Die zugehörige
Verbindungseinheit für
die Kontaktzungen 142 kann z. B. Ausrichtungseinheiten 146 haben.
Weiterhin weisen die Kontaktzungen 340 jeweils eine Sollbruchstelle an
den durch Linie 144 angezeigten Positionen auf. Gemäß einer
Ausführungsform,
wie sie in 3 dargestellt ist, wird eine
Kontaktzungen-Fixierungseinheit 330 zur
Verfügung
gestellt, die einteilig ausgebildet ist und angepasst ist, alle
Kontaktzungen der Testvorrichtungen zusammen zu fixieren beziehungsweise
in ihrer Position zu halten.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
besteht die Kontaktzungen-Fixierungseinheit 330 aus einem
Elastomer, so dass die Kontaktzungen elastisch auf die Platine gedrückt werden
und eine stabile Positionierung aller Kontaktzungen auch nach Vereinzelung
der Kontaktzungen 340' zur
Verfügung
gestellt werden kann. Ein Elastomer, wie z. B. Silikongummi, gleicht
Unebenhei ten aus, die ansonsten dazu führen könnten, dass einzelne Kontaktzungen 340' nicht ausreichend
fixiert werden. Es kann mit einem elastomeren Material sichergestellt
werden, dass geringfügige
Unebenheiten, die über
die Platine 110, die Basisplatte 120 den Testsockel 100 oder über die
Anordnung von Kontaktzungen 140 in das System eingebracht
werden, nicht dazu führen,
dass einzelne Kontaktzungen nicht ausreichend durch die Kontaktzungen-Fixierungseinheit 130 in
Position gehalten werden.
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Durch
die Elastizität
eines Elastomers kann sichergestellt werden, dass bei einer bestimmten
Deformierung des Elastomers alle Kontaktzungen der Anordnung von
Kontaktzungen ausreichend in Position gehalten werden. Gemäß einer
Ausführungsform kann
als Elastomer als Elastomer Silikongummi verwendet werden. Gemäß weiteren
Ausführungsformen
können
auch andere Materialien, zum Beispiel mit eine Härte im Bereich von 40° Shore bis
80° Shore
verwendet werden.
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Ein
Plunger mit einer entsprechenden Kontaktwandung zum herstellen oder
verbessern eines Kontaktes zwischen einem Kontaktelement des Bauteils 30 und
einer Kontaktzunge der Testvorrichtungen ist in 3 zur
Vereinfachung nicht dargestellt. Ein Fachmann erkennt jedoch, dass
eine Verbindung zwischen dem Bauteil 30 beziehungsweise
dessen Kontaktelementen und den Kontaktzungen 340' der Anordnung
von Kontaktzungen analog zu einer der anderen Ausführungsformen
hergestellt werden kann.
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4a zeigt
schematisch eine Seitenansicht einer Anordnung von Kontaktzungen 440.
Die Anordnung von Kontaktzungen zeigt in der Seitenansicht eine
Kontaktzungen 440'.
In 4a sieht man ferner einen Schnitt durch die Kontaktzungen-Verbindungseinheit 442 und
eine Sollbruchstelle 444.
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Bevor
die Kontakteinheit 440 durch Brechen der Sollbruchstelle 444 getrennt
wird und somit die Anordnung von Kontaktzungen von der Kontaktzungen-Verbindungseinheit
gelöst
wird, sind die einzelnen Kontaktzungen 440' über die Kontaktzungen-Verbindungseinheit
elektrisch miteinander verbunden. Dieser Zustand des elektrisch
miteinander verbunden seins ist für die Testphase unerwünscht, weshalb,
bevor der Test eines Bauteils beginnt, die Kontaktzungen-Verbindungseinheit 442 von
den Kontaktzungen 440' gelöst wird.
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Gemäß einer
Ausführungsform
findet hiermit eine Vereinzelung einer einstückig ausgebildeten Kontakteinheit 440 statt.
Daher kann gemäß hierin dargelegten
Ausführungsformen
eine Kontakteinheit 440 preisgünstig und einfach hergestellt
werden. Sie kann für
eine robuste und einfach zu justierende Kontaktierung zur direkten
Boardmontage für
Bauteile mit peripheren Kontakten (z. B. QFP, SOG, QFN.) verwendet
werden und bietet darüber
hinaus die volle Funktionsfähigkeit
des individuellen Kontaktierung einzelner Kontaktelemente eines
Bauteils, nachdem die Kontaktzungen-Verbindungseinheit 442 von
der Kontakteinheit 440 gelöst worden ist.
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Gemäß hierin
beschriebener Ausführungsformen
kann eine Kontakteinheit wie folgt hergestellt worden ist. Die Kontakteinheit
besteht aus einem Material, das zum Beispiel Federstahl oder Kupferberyllium
sein kann. Dabei wird aus einem Metallblech die kammartige Anordnung
der Kontaktzungen inklusive der Verbindungseinheit für die Kontaktzungen
hergestellt. Gemäß einer
Ausführungsform
kann dies durch Laserschneiden geschehen. Gemäß einer anderen Ausführungsform
kann die Kontakteinheit durch Drahterodieren hergestellt werden.
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Eine
in 4b dargestellte Aufsicht der Kontakteinheit 440 zeigt
die kammartige Struktur der einzelnen Kontaktzungen 440'. Gemäß einer
Ausführungsform
ist die Kontaktzungen-Verbindungseinheit U-förmig ausgebildet.
Ausrichtungseinheiten 446 in Form von Öffnungen, die auf Stifte oder
Vorsprünge justiert
werden können,
sind in den U-Seitenteilen angeordnet. Ferner erkennt man die durch
Linie 444 angezeigte Positionen der Sollbruchstellen. Gemäß einer
weiteren Ausführungsform,
kann die Position der Sollbruchstelle derart angeordnet sein, dass
die Kontaktzungen-Verbindungseinheit nicht durchbrochen wird, wenn
die Kontakteinheit an der Sollbruchstelle getrennt wird.
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Gemäß einer
Ausführungsform,
die für
die im Rahmen dieser Anmeldung beschriebenen Testsockel und Ausführungsformen
verwendet werden kann, besteht die Kontakteinheit, das heißt die Anordnung
von Kontaktzungen und die Kontaktzungen-Verbindungseinheit aus Federstahl. Gemäß einer
anderen Anordnung gemäß einer
anderen Ausführungsform
besteht die Kontakteinheit, das heißt die Anordnung von Kontaktzungen
und die Kontaktzungen-Verbindungseinheit aus Kupferberyllium.
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Gemäß weiterer
Ausführungsformen
haben die Kontaktzungen 440' eine
Stärke
(in 4a: eine Höhe)
von 80 μm
bis 200 μm.
Gemäß weiteren
Ausführungsformen
kann die Zungenstärke
bei 100 μm oder
150 μm liegen.
Eine Sollbruchstelle, wie sie in 4a als
keilartige Verdünnung 444 der
Kontaktzunge dargestellt ist, besteht gemäß einer Ausführungsform
aus einer Laserablation, die zwischen 30% und 70% der Stärke der
Kontaktzunge abträgt. Gemäß einer
typischen, weiteren Ausführungsform, wird
mit Laserstrahlung entlang einer Linie zum Beispiel 50% der Materialstärke der
Kontaktzungen abgetragen.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
beinhaltet eine Kontaktzungen 440', wie in 4a dargestellt,
einen horizontalen Teil 443 und einen gewinkelten Teil 441.
Hierbei dient der ho rizontale Teil 443 dazu, eben auf einer
Platine angeordnet zu sein und einen Kontakt der Kontaktzungen zu
einem korrespondierenden Kontakt auf der Platine herzustellen. Der
gewinkelte Teil 441 dient einer federnden Kontaktierung
der Kontaktzunge 440' mit
einem Kontaktelement eines Bauteils. Der gewinkelte Teil 441 kann mit
einem Kontaktelement eines Bauteils 30 dadurch verbunden
werden, dass eine Kontaktwandung eines Plungers das Bauteil 30 von
oben auf den gewinkelten Teil 441 der Kontaktzunge 440 drückt. Dabei
ist es möglich,
dass durch den Plunger z. B. derart Druck ausgeübt wird, dass der gewinkelte
Teil 441 der Kontaktzungen elastisch deformiert wird.
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Eine
Ausführungsform
eines Verfahrens zum Testen eines Bauteils kann unter Bezugnahme
auf 5 erläutert
werden. Zunächst
wird eine Kontakteinheit in Schritt 510 zur Verfügung gestellt.
Die Kontakteinheit verfügt über eine
Anordnung von Kontaktzungen, die durch eine Kontaktzungen-Verbindungseinheit
miteinander verbunden sind. Gemäß einer weiteren,
typischen Ausführungsform
ist die Kontakteinheit einstückig.
Somit kann ein justieren der Kontakteinheit inklusive aller Kontaktzungen
in Schritt 511 in einem Schritt durchgeführt werden.
Dies kann z. B. dadurch geschehen, dass eine Ausrichtungseinheit
der Kontakteinheit auf korrespondierende Merkmale einer Platine
gesetzt wird. Alternativ hierzu ist es z. B. möglich, die Kontakteinheit an
der Basisplatte mit der Testvorrichtung auszurichten.
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Die
Kontakteinheit inklusive aller Kontaktzungen befindet sich somit
in einer für
den späteren Testablauf
vorgesehenen Position. Weiter wird in Schritt 512 das zu
testende Bauteil in der Testvorrichtungen zur Verfügung gestellt.
In Schritt 513 werden die Kontaktzungen der Kontakteinheit
fixiert. Dies geschieht z. B. indem eine oder mehrere Kontaktzungen-Fixierungseinheiten
die Kontaktzungen gegen die Platine drü cken, so dass alle Kontaktzungen
individuell in ihrer gewünschten
Position gehalten werden. Sobald die einzelnen Kontaktzungen fixiert
sind (Schritt 513) kann in Schritt 514 die Kontaktzungen-Verbindungseinheit
von der Kontakteinheit getrennt werden. Dies kann z. B. durch Brechen
der Sollbruchstelle geschehen. Die Kontaktzungen-Verbindungseinheit
der Kontakteinheit wird anschließend aus dem Testsystem entfernt.
In Schritt 515 wird das Bauteil kontaktiert, so dass Kontaktelemente
des Bauteils mit den zugehörigen
Kontaktzungen in elektrischer Verbindung sind. Dies kann zum Beispiel
dadurch geschehen, dass ein Plunger mit Kontakt-Wandungen nach unten
gedrückt
wird. Hierdurch entsteht ein Kontakt zwischen den Anschlüssen des
Bauteils und den jeweiligen Kontaktzungen. Über den weiteren Kontakt der
Kontaktzungen zu der Platine, die während des Fixierens der Kontaktzungen
hergestellt wurde, ist das Bauteil nach Schritt 515 auf
eine vorbestimmte Weise mit der Platine elektrisch verbunden. In
Schritt 516 kann das Bauteil nun getestet werden.
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Die
Reihenfolge des in 5 dargestellten Verfahrens kann
zur Ausbildung von weiteren Ausführungsformen
variiert werden. Dabei stehen eine Vielzahl von Variationen zur
Verfügung
solange Schritt 514 nach Schritt 513 durchgeführt wird.
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Gemäß hierin
beschriebener Ausführungsformen
kann eine Kontakteinheit zur Verfügung gestellt werden, die wie
folgt hergestellt worden ist. Die Kontakteinheit besteht aus einem
Material, das zum Beispiel Federstahl oder Kupferberyllium sein
kann. Dabei wird aus einem Metallblech die kammartige Anordnung
der Kontaktzungen inklusive der Verbindungseinheit für die Kontaktzungen
hergestellt. Gemäß einer
Ausführungsform
kann dies durch Laserschneiden geschehen. Gemäß einer anderen Ausführungsform
kann die Kontakteinheit durch Drahterodieren hergestellt werden.
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Die
Kontaktzungen der Kontakteinheit sind durch die Verbindungseinheit
der Kontaktzungen bist zum Einbau in die Testvorrichtungen, z. B.
einen Testsockel, miteinander verbunden. Da die kammartige Anordnung
von Kontaktzungen und die Verbindungseinheit der Kontaktzungen z.
B. aus einem Metallblech hergestellt wurden, besteht zu diesem Zeitpunkt
ein elektrischer Kontakte zwischen den einzelnen Kontaktzungen.
Um die Kontaktzungen voneinander zu trennen, so dass der elektrischen
Kontakte zwischen den einzelnen Kontaktzungen getrennt wird, wird
eine Sollbruchstelle in der Kontakteinheit zur Verfügung gestellt.
Die Sollbruchstelle kann gemäß einer
Ausführungsform
durch Laserschneiden erzeugt werden.
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Gemäß Ausführungsformen
zum Herstellen der Kontakteinheit und Ausführungsformen der Kontakteinheit
kann sowohl die Kontakteinheit und/oder die Sollbruchstelle durch
Laserabtrag oder Laserschneiden hergestellt werden.
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Um
die Metallbleche schnell und präzise
zu strukturieren, können
sie mittels Lasermikroabtrag bearbeitet werden. Hierzu kann eine
Mikrostrukturierungsanlage mit einem frequenzverdoppelten (532 nm)
oder frequenzverdreifachten (355 nm) Nd:YAG-Laser oder ein Nd:YAG-Laser bei seiner
ursprünglichen
Wellenlänge
von 1064 nm verwendet werden. Auch einzelne Linien eines Argon-Ionenlasers
oder ein Diodenlaser können
für das
Laserschneiden und den Materialabtrag verwendet werden. Über Scannersystem
können
die einzelnen Positionen zur Bearbeitung mit dem Laserstrahl angefahren
werden. Gemäß weiteren
Ausführungsformen ist
der Einsatz von gepulster Laserstrahlung möglich, um das Abtragsverhalten
zu optimieren.
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Es
lassen sich mit diesen Verfahren sehr feine Strukturen (ca. 50 μm) bei hohen
Aspektverhältnissen
und Kantenwinkeln im Bereich von 5 bis 7° realisieren.
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Für die weitere
Optimierung kann zur Fertigung durch Präzisionsabtrag eine Laseranlage
mit VUV Laserstrahlung verwendet werden. Ein Fluorlaser hat z. B.
eine Wellenlänge
von λ =
157 nm. Mit dieser Wellenlänge
ist ein kontrollierter Tiefenabtrag im Bereich von 100 nm Auflösung und
eine Bearbeitung von Werkstoffen möglich, die sich mit konventionellen
Methoden nur schwer strukturieren lassen.
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Ausführungsformen
richten sich auch auf mit den beschriebenen Testvorrichtungen, Kontakteinheiten,
Testsockel, und mit den Verfahren zum Testen von Bauteilen getestete
Bauteile. Hierbei können
diese Bauteile gegebenenfalls durch die von den Kontaktzungen hinterlassenen
Abdrücke
in den Kontaktelementen des Bauteils identifiziert werden.
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Währen das
oben aufgeführte
auf Ausführungsformen
gerichtet ist, können
andere Ausführungsformen
hiervon abgeleitet werden, ohne vom Umfang der durch die Ansprüche bestimmten
Erfindung abzuweichen.
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- 10
- Bauteil
- 12
- Verbindungselement
- 100
- Testvorrichtung
- 110
- Platine
- 120
- Basisplatte
- 122
- Öffnung
- 124
- Plunger
- 126
- Kontaktwandung
- 130
- Fixierungseinheit
- 140
- Kontaktzunge
- 140'
- Kontaktzunge
- 142
- Verbindungseinheit
- 144
- Linie
- 146
- Ausrichteinheit
- 30
- Bauteil
- 330
- Fixierungseinheit
- 340'
- Kontaktzunge
- 440
- Kontakteinheit
- 440'
- Kontaktzunge
- 441
- gewinkelten
Teil
- 442
- Verbindungseinheit
- 443
- horizontaler
Teil
- 444
- Sollbruchstelle
- 446
- Ausrichtungseinheiten
- 510
- Kontakteinheit
zur Verfügung
stellen
- 511
- Justieren
- 512
- Bauteil
zur Verfügung
stellen
- 513
- Fixieren
- 514
- Entfernen
der Verbindungseinheit
- 515
- Kontaktieren
- 516
- Testen