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Die
Erfindung betrifft ein Arzneimittel zur Vermeidung oder Linderung
einer Vergiftung durch Large Clostridial Cytotoxins (LCTs), insbesondere
Clostridium difficile Toxine A und B (TcdA und TcdB), Clostridium sordellii
letales Toxin (TcsL) und Clostridium novyi α-Toxin (Tcnα).
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Clostridium
difficile ist ein strikt anaerob wachsender, Sporen bildender, grampositiver
Keim, der erst Ende der 70er Jahre als etiologisches Agenz der Antibiotika-assoziierten
Diarrhoe und der Pseudomembranösen Kolitis identifiziert
wurde. Seit den 90er Jahren wird C. difficile als der bedeutendste
Krankenhauskeim der entwickelten Länder angesehen. Als
Konsequenz des sich ständig weiter ausbreitenden Einsatzes
von Breitbandantibiotika steigt die Inzidenz von C. difficile Infektionen
vor allem bei stationär behandelten Patienten weiter stetig
an.
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Für
die C. difficile-assozierten Erkrankungen sind die von C. difficile
produzierten Exotoxine Toxin A (TcdA) und Toxin B (TcdB) verantwortlich.
Es existieren verschiedene Stämme mit unterschiedlicher
Virulenz und Toxinproduktion. Ungefähr ein Viertel aller
Stämme produziert keine Toxine. Toxinbildende Stämme
produzieren fast immer beide Toxine. TcdA ist ein Enterotoxin, das
durch zytotoxische Schädigung der Enterozyten die Permeabilität
der Darmschleimhaut erhöht und damit eine Diarrhoe auslöst.
TcdB ist ein Zytotoxin, das den Elektrolyttransport stört
und für Flüssigkeitsverlust und Funktionsstörungen
des Darmes verantwortlich ist. Die Toxine TcdA und TcdB gehören
zur Gruppe der sogenannten Large Clostridial Cytotoxins (LCTs) und
bestehen jeweils aus einer Peptidkette mit drei funktionalen Domänen,
nämlich der C-terminalen Domäne, die für das
Anbinden des Toxins an die Wirtszellmembran verantwortlich ist,
der hydrophoben mittleren Domäne, die für den
Translokationsprozess durch die zellulären Membranen (mit)
verantwortlich gemacht wird, und die N-terminale Domäne,
die eine Glykosyltransferase-Funktion aufweist und die toxische
Aktivität des Maleküls vermittelt.
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Zwar
ist der Aufnahmeprozess der Toxine in die Wirtszelle noch nicht
vollständig aufgeklärt, es gilt jedoch als Tatsache,
dass die Toxine nach dem Anbinden an einen Wirtszellrezeptor per
Endozytose in die Wirtszelle gelangen, und dass zur Entfaltung ihrer
Toxizität die N-terminale katalytische Domäne
abgespalten und in das Cytosol der Wirtszelle befördert
wird. Dort glykosiliert die katalytische Domäne spezifisch
GTPasen der Rho-Subfamilie (Rho, Rac und Cdc42), welche ihrerseits
an einer Fülle von Signaltransduktionskaskaden beteiligt
sind, und blockiert auf diese Weise die betreffenden Signaltransduktionsprozesse,
was letztendlich zur Disaggregation des Cytoskeletts und zum Zelltod
führt.
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Im
Stand der Technik wurde bisher davon ausgegangen, dass die Abspaltung
der katalytischen N-terminalen Domäne der Toxin-Peptidketten
von TcdA und TcdB und auch anderer "Large Clostridial Toxines" LCT von
einer zellulären Protease katalysiert wird (Rupnik
et al., 2005 und Pfeiffer et al., 2003). Ein entsprechender Nachweis
konnte jedoch nicht erbracht werden.
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Im
Verlauf der Untersuchungen, die der vorliegenden Erfindung zugrunde
liegen, wurde nun aber überraschend gefunden, dass die
Spaltung von TcdA und TcdB ein autokatalytischer Prozess ist, der
von Inositolphosphat (IP) initiiert wird, und dass folglich die
Toxine von Clostridium difficile neben ihrer katalytischen Funktion
der Glykosyltransferase auch noch die Funktion einer Protease zur
Selbstspaltung bzw. autokatalytischen Spaltung besitzen.
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Diese
Proteasefunktion wurde als Aspartat-Protease identifiziert. Als
katalytisches Zentrum der Proteasefunktion wurde die Proteinregion
identifiziert, die die Aminosäuresequenz von Aminosäureposition
AS 1653 bis AS 1678 des TcdB gemäß Sequenz Nr
P18177 (SwissProt/TrEMBL) umfasst. Das für Aspartat-Proteasen charakteristische
Motiv DXG (Rao et al. 1998) liegt an der Aminosäureseposition
1665.
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Als
Inositolphosphat-Bindungsstelle wurde die Proteinregion identifiziert,
die die Aminosäuresequenz von Aminosäureposition
AS 1517 bis AS 2142 des TcdB-Proteins gemäß Sequenz
Nr. P18 177 (SwissProt/TrEMBL) umfasst. Dieses Aminosäuresequenz
stellt ein Inosin-5-Monophosphat-Dehydrogenase (IMPDH) Motiv dar,
das sich aus zwei Bereichen, nämlich AS 1517 – AS
1593 und AS 1918 – AS 2142 zusammensetzt, die durch einen
325 Aminosäure langen Proteinabschnitt ohne Sequenzhomologie
getrennt sind.
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Zur
Behandlung von Patienten mit C. difficile Infektionen wird zunächst
das auslösende Antibiotikum abgesetzt, soweit dies möglich.
Die weitere Behandlung erfolgt ausschließlich symptomatisch.
Bei länger andauerndem oder schwerwiegendem Krankheitsverlauf,
sowie wenn ein Absetzen des auslösenden Antibiotikums aus
anderen Gründen nicht möglich ist, wird zur Therapie
Metrondiazol oder Vancomycin verabreicht.
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Die
Nachteile der gängigen antimikrobiellen Therapie sind vielfältig.
Entscheidend ist hierbei vor allem, daß sich eine Erkrankung,
die infolge der Behandlung einer anderen Infektionssituation mit
Antibiotika ausgelöst wurde, nicht effektiv mit einer antimikrobiellen
Therapie heilen läßt. Hintergrund dafür
ist die Tatsache, daß C. difficile im Darm gesunder Menschen
nur verhältnismäßig selten vorkommt und
sich gegenüber der normalen Darmflora nicht durchsetzen
kann. Wird die normale Darmflora durch Antibiotika-Therapie zerstört,
kann sich C. difficile durchsetzen und den Darm effektiv besiedeln.
Die gegen C. difficile gerichtete Antibiotika-Therapie führt
wiederum zur Zerstörung der Darmflora und verhindert damit
ursächlich auch das Entstehen einer gesunden Darmflora.
Dies erklärt auch die hohe Anzahl an Remissionen, die nach
Beendigung der antimikrobiellen Therapie zu beobachten sind. Ein
zusätzlicher Nachteil der gängigen Therapie ist
das zunehmende Auftreten von multiresistenten C. difficile Stämmen
in jüngster Zeit. Damit droht, daß auch die bislang
einzige Therapie für C. difficile induzierte Erkrankungen
nutzlos wird und die Anzahl an Todesfällen infolge von
C. difficile Erkrankungen steigt. Hinzu kommt, daß die
zur Behandlung einer C. difficile Infektion nötigen Antibiotika sehr
teuer sind und normalerweise nur in begründeten Fällen
als Reserveantibiotika eingesetzt werden.
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Es
besteht daher ein dringender Bedarf nach Medikamenten, die zur spezifischen
Bekämpfung (Vermeidung, Beseitigung, Linderung) von C.
difficile Infektionen geeignet sind, ohne dass das Risiko der Entwicklung
von Resistenzen bei den Clostridien oder auch anderen Bakterien
besteht, und ohne die natürliche Bakterienflora der betroffenen
Patienten – insbesondere deren Darmflora – zu
schädigen.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines solchen
Medikaments.
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Eine
Lösung der genannten Aufgabe besteht in der Bereitstellung
eines Arzneimittels der eingangs genannten Art, dass sich dadurch
auszeichnet, dass es als Wirkstoff wenigstens einen Inhibitor oder
Aktivator der autokatalytischen Proteaseaktivität von LCTs
(Large Clostridial Cytotoxins), insbesondere der autokatalytischen
Proteaseaktivität von Clostridium difficile Toxin A (TcdA)
und/oder Clostridium difficile Toxin B (TcdB) und/oder Clostridium
sordellii letales Toxin (TcsL) und/oder Clostridium novyi α-Toxin
(Tcnα) enthält.
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Ist
der Wirkstoff ein Inhibitor, so beruht seine antitoxische Wirkung
darauf, dass er die Proteaseaktivität des intakten Toxins,
insbesondere des TcdB oder TcdA oder TcsL oder Tcnα, hemmt
und somit die Abspaltung des cytotoxisch wirksamen Fragments mit
Glucosyltranferasefunktion (im Fall von TcdB und TcdA ist das das 63
kDa-Fragment) unterbindet.
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Geeignete
Inhibitoren sind chemische Substanzen, welche die Protease-Aktivität
der Toxine inhibieren.
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Der
Begriff "chemische Substanz" bezeichnet in den vorstehenden und
nachfolgenden Ausführungen sowohl anorganische als auch
organische Verbindungen, Ionen und Peptide oder Proteine.
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Bevorzugte
Inhibitoren sind solche chemischen Substanzen, die die Protease-Aktivität
irreversibel inhibieren. Ein Beispiel hierfür ist die Substanz
EPNP (1,2-Epoxy-3-(p-Nitrophenoxy)-Propan) vorgeschlagen. Die Substanz
reagiert irreversibel mit Aspartatresten im katalytischen Zentrum
von Proteasen und inhibiert so die proteolytische Wirkung.
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Weitere
Protease-Inhibitoren sind dem Fachmann bekannt oder können
von ihm mit bekannten Methoden (Computer-Modelling, High-Throughput-Screening)
leicht identifizieren werden. Beispielsweise kann zur Durchführung
eines „High-Troughput-Screenings" ein Peptid synthetisiert
werden, dessen Aminosäure-Sequenz der Sequenz der Proteasespaltstelle
der LCTs entspricht. Durch Kopplung dieses Peptids z. B. mit dem Farbstoff
AMC (7-Amino, 4-Methyl-Cumarin) mit Methoden, die dem Fachmann bekannt
sind, kann eine Sonde generiert werden. Zur Duchführung
des „High-Troughput-Screenings" wird anschließend
die gelabelte Sonde mit dem Toxin und den Kandidaten-Substanzen
zusammengebracht. Wird die Sonde gespalten, so kommt es zu Änderungen
im Fluoreszenz-Spektrums. Diese Änderungen sind mit dem
Fachmann geläufigen Methoden (Fluoreszenzdetektoren) leicht
zu erfassen. Ansätze, in denen keine Änderung
des Fluoreszenz-Spektrum zu beobachten sind, enthalten dann potentielle
Protease-Inhibitoren.
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Beispielhaft
sei noch ein weiteres Verfahren zur Identifizierung von Substanzen,
die die Aktivierung der autokatalytischen Protease-Aktivität
der LCTs beeinflussen, beschrieben. Dazu können das Holotoxin
oder auch geeignete Toxinfragmente verwendet werden, die z. B. mit
einem Farbstoff gekoppelt sind, dessen Fluoreszenz im ungespaltenen
Toxin oder Toxin-Fragment gequencht ist. Durch die autokatalytische
Spaltung des Toxins bzw. der Toxinfragmente wird die quenchende
Wirkung aufgehoben. Die Änderungen im Fluoreszenz-Spektrum
können, wie beschrieben, leicht erfasst werden.
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Besonders
geeignete Inhibitoren sind chemische Substanzen, insbesondere Proteine
und hierunter vor allem Antikörper, die die autokatalytische
Proteaseaktivität der LCTs hemmen, indem sie mit dem aktive Zentrum
der Protease interagieren.
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Der
Begriff "interagieren" bedeutet im vorliegenden Kontext jede Art
von Wechselwirkung zwischen den LCTs und einer chemischen Substanz,
insbesondere einem Protein und umfasst insbesondere kovalente Bindungen
wie z. B. Disulfid-Bindungen und nichtkovalente Bindungen wie z.
B. van-der-Waals-Kräfte, hydrophobe oder elektrostatische
Wechselwirkungen sowie Wasserstoffbrücken-Bindungen.
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Bevorzugt
sind dabei Proteine und hierunter vor allem Antikörper,
die mit der TcdB-Proteinregion von AS 1500 bis AS 1800, insbesondere
von AS 1653 bis AS 1678 und vor allem mit dem DXG-Motiv an Position 1665 – jeweils
gemäß TcdB-Aminosäuresequenz Nr. P18177
(SwissProt/TrEMBL) oder den hierzu äquivalenten bzw. homologen
Proteinregionen von TcdA oder TcsL oder Tcnα interagieren.
Bei diesen äquivalenten/homologen Proteinregionen handelt
es sich im Fall von TcdA um den Aminosäuresequenzabschnitt
von AS 1651 bis AS 1675 gemäß TcdA-Aminosäuresequenz
Nr. P16154 (SwissProt/TrEMBL) mit dem DXG–Motiv an Aminosäureposition
AS 1662, im Fall von TcsL um den Aminosäuresequenzabschnitt
von AS 1654 bis AS 1679 gemäß TcsL-Aminosäuresequenz
Nr. Q46342 (SwissProt/TrEMBL) mit dem DXG–Motiv an Aminosäureposition
AS 1666, und im Fall von Tcnα um den Aminosäuresequenzabschnitt
von AS 1641 bis AS 1665 gemäß Tcnα-Aminosäuresequenz
Nr. Q46149 (SwissProt/TrEMBL).
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Weitere
geeignete Inhibitoren sind chemische Substanzen, insbesondere Proteine
und hierunter vor allem Antikörper, die die autokatalytische
Proteaseaktivität der LCTs hemmen, indem sie die Interaktion
des Inositolphosphates mit dem Toxin inhibieren. Indem die IP-Bindung
verhindert wird, unterbleibt die proteolytische Spaltung der Toxine.
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Bevorzugt
sind dabei Proteine und hierunter vor allem Antikörper,
die mit der TcdB-Proteinregion von AS 1400 bis AS 2300, insbesondere
von AS 1517 bis AS 2142 und vor allem von AS 1517 bis AS 1593 oder AS
1918 bis AS 2142 – jeweils gemäß TcdB-Aminosäuresequenz
Nr. P18177 (SwissProt/TrEMBL) – oder mit den hierzu äquivalenten
bzw. homologen Proteinregionen der Toxine TcdA oder TcsL oder Tcnα interagieren.
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Ebensogut
können auch Antikörper oder andere Proteine generiert
werden, die nicht direkt mit der Inositolphosphat-Bindungsstelle,
insbesondere den vorgenannten Proteinregionen interagieren, sondern
gegen benachbarte Regionen gerichtet sind und die IP-Bindung sterisch
behindern und damit die proteolytische Spaltung der Toxine verhindern.
Außerdem können Antikörper oder andere
Proteine generiert werden, die nicht direkt mit dem DXG-Motiv der
Proteasefunktion der LCTs interagieren, sondern durch Bindung in
benachbarten Proteinabschnitten die proteolytische Spaltung verhindern.
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Geeignete
Inhibitoren stellen außerdem Strukturanaloge von Inositolphosphat
(IP) und insbesondere von Inositolhexaphosphat (IP6) dar, die anstelle
von IP und insbesondere von IP6 die Reaktionsbindungsstellen von
LCT, insbesondere TcdA und/oder TcdB, und/oder TcsL und/oder Tcnα besetzen
können, jedoch nicht die Initiator-Funktion von IP bzw.
IP6 besitzen. Diese Strukturanaloge sind somit Antagonisten zu den
Agonisten IP (insbesondere IP6) und bewirken ein kompetitive Hemmung
der Proteaseaktivität von LCT, insbesondere von TcdA und/oder
TcdB und/oder TcsL und/oder Tcnα. Geeignete Strukturanaloga
sind dem Fachmann bekannt oder können mit bekannten und
dem Fachmann geläufigen Testverfahren (Beispiele hierfür
sind vorstehend bereits beschriebenen) leicht identifizieren werden.
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Geeignete
Inhibitoren sind außerdem Hemmstoffe für/von Inositolphosphat
(Synonyme: Inositolphosphat-Hemmstoff bzw. Inositolphosphat-Inhibtor),
das heißt solche Hemmstoffe, die Inositolphosphat und insbesondere
Inositolhexaphosphat derart binden oder modifizieren, dass deren
Fähigkeit zur Initiierung der Proteaseaktivität
von LCT, insbesondere von TcdA und/oder TcdB und/oder TcsL und/oder
Tcnα unterbunden ist. Ein Beispiel für solche
Substanzen sind zweiwertige Ionen wie Ca2+,
die mit IP6 unlösliche Komplexe eingehen. Ähnliche
Substanzen sind dem Fachmann bekannt oder können mit bekannten
und dem Fachmann geläufigen Testverfahren (Beispiele hierfür
sind vorstehend bereits beschriebenen) leicht identifizieren werden.
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Weitere
geeignete Inhibitoren sind chemische Substanzen, die die Bildung
von Inositolphosphaten im Darmlumen der Patienten (Säugetiere,
insbesondere Menschen) oder in den Körperzellen der Patienten
(Säugetiere, insbesondere Menschen) unterdrücken
oder bereits vorhandenes Inositolphasphat zerstören und
so die proteolytische Spaltung der LCTs beim Eindringen in das Zytoplasma
verhindern. Bevorzugte Beispiele für eine solche Substanzen
sind Lithium, VPA (Valproic acid) oder CBZ (Carbamazepine).
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Geeignete
Aktivatoren sind chemische Substanzen, welche die Protease-Aktivität
der Toxine aktivieren.
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Die
antitoxische Wirkung eines Aktivators beruht darauf, dass er die
Proteaseaktivität des intakten Toxins, insbesondere des
TcdB oder TcdA oder TcsL oder Tcnα initiert, noch bevor
das Toxin derart an die Wirtszelle gebunden hat, dass das abgespaltenen
Fragment in das Zellinnere (Cytosol) gelangen könnte. Der
Aktivator bewirkt folglich eine Abspaltung des cytotoxisch wirksamen
Fragments mit Glucosyltranferasefunktion (im Fall von TcdB und TcdA
ist das das 63 kDa-Fragment) außerhalb der Wirtszelle.
Das cytotoxisch wirksame Fragment kann dann nicht mehr in das Zellinnere
gelangen und dort seine cytotoxische Wirkung entfalten.
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Ein
besonders geeigneter Aktivator ist isoliertes (im Unterschied zu
cytosolischem) Inositolphosphat (IP), vorzugsweise Inositolhexaphosphat
(IP6). Ein Medikament mit diesem Wirkstoff hat den Vorteil, dass
im Patientendarm vorhandenes LCT, insbesondere TcdB und/oder TcdA
und/oder TcsL und/oder Tcnα, durch das medikamentös
zugeführte IP schon im Darm zur Spaltung veranlasst wird,
das heißt noch bevor es an Darmzellen oder andere Körperzellen
binden und toxisch wirken kann.
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Ebenso
gut eignet sich als Aktivator ein Stoff, der analog IP6 die autokatalytische
Proteaseaktivität von LCT, insbesondere von TcdA und/oder
TcdB und/oder TcsL und/oder Tcnα, fördert.
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Solche
Stoffe sind dem Fachmann bekannt oder können mit bekannten
Methoden leicht identifziert werden. Dazu eignet sich zusätzlich
auch modifizierte Varianten der vorstehend beschriebenen „High-Troughput-Assays".
Dabei werden das Toxin und die potentiellen Aktivator-Substanzen
zusammengegeben und im Zeitverlauf auf Veränderungen im
Fluoreszenz-Spektrum untersucht. Ansätze, in denen starke
Veränderungen in kurzer Zeit auftreten, enthalten geeignete
Aktivatoren.
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Die
katalytischen Zentren der Proteasefunktion der LCTs können
erfindungsgemäß auch als gezielt verabreichte
Antigene (Impfungstoffe) zur Erzeugung einer Immunisierung gegen
die Toxine verwendet werden. Gegenstand der vorliegenden Erfindung
ist deshalb auch ein Arzneimittel zur Vermeidung oder Linderung einer
Vergiftung durch LCT (= Large Clostridial Cytotoxins), das dadurch
gekennzeichnet ist, dass es zur Verabreichung als Vaccine geeignet
ist, und dass es die Aminosäuresequenz des katalytischen
Zentrums von TcdB und/oder TcdA und/oder TcsL und/oder Tcnα ganz
oder Fragmente davon als antigenene Wirkstoff aufweist. Der oder
die antigenen Wirkstoff(e) ist/sind vorzugsweise ausgewählt
aus der folgenden Gruppe von Proteinfragmenten:
- – DXG-Motiv
an Position 1665 der TcdB-Aminosäuresequenz Nr. P18177
(SwissProt/TrEMBL),
- – die Aminosäurepositionen AS 1653 bis AS
1678 der TcdB-Aminosäuresequenz Nr. P18177 (SwissProt/TrEMBL),
- – die Aminosäurepositionen AS 1500 bis AS
1800 der TcdB-Aminosäuresequenz Nr. P18 177 (SwissProt/TrEMBL),
- – das DXG-Motiv an Position 1662 der TcdA-Aminosäuresequenz
Nr. P16154 (SwissProt/TrEMBL),
- – die Aminosäurepositionen AS 1651 bis AS
1675 der TcdA-Aminosäuresequenz Nr. P16154 (SwissProt/TrEMBL)
- – das DXG-Motiv an Position 1666 der TcsL-Aminosäuresequenz
Nr. Q46342 (SwissProt/TrEMBL)
- – die Aminosäurepositionen AS 1654 bis AS
1679 der TcsL-Aminosäuresequenz Nr. Q46342 (SwissProt/TrEMBL),
- – die Aminosäurepositionen AS 1641 bis AS
1665 der Tcnα-Aminosäuresequenz Nr. Q46149 (SwissProt/TrEMBL).
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Die
Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen
und Figuren näher erläutert. Es zeigen
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1:
Aufspaltung des TcdB10463 (270 kDa) Holotoxins
in die Translokations/Ligandendomäne (207 kDa) und die
N-terminale katalytische Domäne (63 kDa) in der SDS-PAGE,
durchgeführt mit
- a: einer Mischung aus Cy3-markiertem
TcdB10463 und Schweine-Milzzell-Extrakt
(Beispiel 1 A);
- b: einer Mischung aus Cy3-markiertem TcdB10463 und
von Protein befreitem Schweine-Milzzell-Extrakt (Beispiel 1 B);
- c: einer Mischung aus Cy3-markiertem TcdB10463.
und Inositolphosphat;
- d: einer Mischung aus unmarkiertem TcdB10463.
und Inositolphosphat;
- e: einer Mischung aus unmarkiertem (mittels Affinitätschromatographie
gereinigtem) TcdB10463 und Inositolphosphat;
- a–e jeweils im Anschluß an eine Inkubation
bei Raumtemperatur für 1 Stunde
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2:
SDS-PAGE einer Mischung von TcdB10463 und/oder
IP6, mit oder ohne Vorbehandlung des Toxins mit EPNP;
- Spur
1: TcdB10463 nach Vorbehandlung mit EPNP
und ohne IP6, keine Bande im 63 kDa Bereich nachweisbar;
- Spur 2: TcdB10463 nach Vorbehandlung
mit EPNP und nach Inkubation mit IP6, die typische 63 kD Bande ist
nur schwach ausgeprägt;
- Spur 3: TcdB10463 ohne Vorbehandlung
mit EPNP und nach Inkubation mit IP6, es ist eine deutlich ausgeprägte Bande
im Molekulargewichtsbereich von 63 kDa erkennbar;
- Spur 4: TcdB10463 ohne Vorbehandlung
mit EPNP und ohne IP6, keine Bande im 63 kDa Bereich nachweisbar.
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3: ESI-LCMSMS-Analyse nach tryptischem
Verdau des nativen (a) und des EPNP-modifizierten (b) TcdB-Proteins.
MS-Survey Scans (großes Bild) und Fragmentation Spektren
(Einschub).
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Alle
in den folgenden Beispielen genannten Verfahren sind dem Fachmann
bekannt und z. B. in Ausubel et al. (2003) beschrieben.
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Beispiel 1: Nachweis der autokatalytischen
Proteaseaktivität von TcdB
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Clostridium
difficile Toxin B (270 kDa) des Referenzstammes VPI10463, im folgenden
kurz TcdB10463 benannt, wurde zunächst
mit Cy3 fluoreszenzmarkiert.
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Hierfür
wurden 200–400 μg TcdB10463 (tgcBIOMICS,
Mainz, Germany) mit dem Farbstoff Cy3 nach Angaben des Herstellers
(Amersham Biosciences) markiert, indem das Toxin zusammen mit dem
in Dimethylformamid gelösten Farbstoff für 1 Stunde
bei 4°C inkubiert wurde. Ungebundener Farbstoff wurde anschließend
mittels Größenausschlußchromatographie
(Size Exclusion Chromatographie = SEC) entfernt, wobei 10 mM Tris-HCl
pH 8.5 als Laufpuffer diente. Das molare Verhältnis zwischen
Farbstoff und Cy3-markiertem TcdB10463 betrug
0.8–1.6. Markiertes TcdB10463 wurde
aliquotiert und bei –80°C bis zur weiteren Verwendung
gelagert.
- (A) Für die Durchführung
des im Stand der Technik bekannten "In-vitro-cleavage-assay"
(siehe hierzu insbesondere Rupnik et al (2005); auf den
Inhalt dieser Publikation wird hiermit ausdrücklich Bezug
genommen) wurde ein auf Raumtemperatur aufgetautes Aliquot Cy3-markiertes
TcdB10463 für 1 Stunde bei Raumtemperatur
mit Schweine-Milzzell-Extrakt inkubiert.
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Dieser
Schweine-Milzzell-Extrakt wurde wie folgt hergestellt: Frisch gewonnene
Schweinemilz wurde in Phosphat Puffer (PBS) aufgenommen und zu einer
Einzelzellsuspension zerkleinert. Durch Zugabe von Niedrigsalzpuffer
(Low Salt Buffer), – nämlich 150 mM NH4Cl, 1 mM KHCO3,
0.1 mM EDTA, pH 7.6 –, wurden vorhandene Erythrozyten lysiert
und somit entfernt. Anschließend wurden die Milzzellen
zweimal mit 10 mM Tris-HCl pH 8.5 gewaschen und sofort bei –80°C
tiefgefroren. Für den gewünschten Zellextrakt
wurde bei Bedarf ein Aliquot dieser tiefgefrorenen Milzzellen in
einem Aliquot 10 mM Tris-HCl pH 8.5 aufgetaut und suspensiert und
diese Suspension anschließend einer Ultraschallbehandlung
unterworfen. Das erhaltene Lysat wurde 1 Stunde bei 200 000 × g
und 4°C zentrifugiert und der Überstand für
die anstehenden Experimente verwendet.
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Am
Ende der Inkubationsphase wurde die Mischung aus Cy3-markiertem
TcdB10463 und Schweine-Milzzell-Extrakt
einer SDS-PAGE unterworfen, um die während der Inkubation
entstandenen TcdB-Fragmente zu separieren und nachzuweisen. Das
Ergebnis dieser SDS-PAGE ist in 1a dargestellt:
Es wurden erwartungsgemäß die beiden bekannten
und charakteristischen 63 kDa- und 207 kDa-Fragmente des Clostridium
difficile Toxins B – hier des TcdB10463 – erhalten.
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Als
Negativ-Kontrollen dienten Aliquots von TcdB10463 ohne
Beimischung von Milzzell-Extrakt (siehe 1 "–").
- (B) In einem Parallelversuch wurde der in (A)
beschriebene Milzell-Extrakt vor der Inkubation mit dem Cy3-markierten
TcdB10463 von Protein gereinigt. Zu diesem
Zweck wurde ein Aliquot des gemäß (A) hergestellten
Schweine-Milzzell-Extrakts im Anschluß an die Untraschallbehandlung
sechs Phenol-Chloroform-Extraktionen unterworfen, die wie folgt
durchgeführt wurden: Schweine-Milzzell-Extrakt wurde mit Phenol-Chloroform-Isoamylalkohol
(25/24/1) im Volumenverhältnis 1:1 gemischt. Diese Mischung
wurde 10 Minuten bei 1.700 × g, und 4°C zentrifugiert.
Die wässrige oberste Schicht wurde in eine frisches Zentrifugengefäß dekantiert
und Zentrifugation und Dekantierung noch fünf mal wiederholt.
Um auch letzte Reste von Phenol zu entfernen, wurde abschließend
eine Chloroform-Exktraktion durchgeführt.
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Aliquots
der auf diese Weise gewonnenen wässrigen und proteinfreien
Fraktion des Milzzell-Extraktes wurden im Volumenverhältnis
1:30 (30), 1:100 (100) oder 1:300 (300) mit 10 mM Tris-HCL pH8,5
verdünnt und wie unter (A) beschrieben mit auf Raumtemperatur
aufgetauten Aliquots von Cy3-markiertem TcdB10463 gemischt
und für 1 Stunde bei Raumtemperatur inkubiert. Am Ende
der Inkubationsphase wurden diese Mischungen einer SDS-PAGE unterworfen,
um die während der Inkubation entstandenen TcdB-Fragmente
zu separieren und nachzuweisen. Das Ergebnis dieser SDS-PAGE wurde
mit Hilfe des Gel Doc EQ System Image Readers (BIO-RAD München,
Deutschland) sichtbar gemacht und ist in 1b dargestellt:
Es wurden bei allen Testansätzen die beiden charakteristischen
63 kDa- und 207 kDa-Fragmente von TcdB10463 erhalten.
Das zeigt, dass die wässrige und proteinfreie Fraktion
des Milzzell-Extraktes nach wie vor die Eigenschaft besitzt bzw. besaß,
TcdB10463 in seine beiden charakteristischen
Teilfragmente zu spalten.
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In
einem weiteren Parallelversuch wurde der in (A) beschriebene Milzzell-Extrakte
mit Hitze (96°C, 30 Minuten) behandelt, bevor er wie in
(A) beschrieben mit Cy3-markiertem TcdB10463 inkubiert
und der SDS-PAGE unterworfen wurde. Das Ergebnis dieser SDS-PAGE
ist ebenfalls in 1b dargestellt: Es
wurden wiederum die beiden charakteristischen 63 kDa- und 207 kDa-Fragmente
von TcdB10463 erhalten. Das Ergebnis zeigt, dass
der hitzeinduzierte Milzzell-Extrakt weiterhin die Eigenschaft besitzt,
TcdB10463 in seine charakteristischen Teilfragmente
zu spalten.
- (C) In einer weiteren Versuchsreihe
wurde Cy3-markiertes TcdB10463 und unmarkiertes
TcdB10463 allein (d. h. ohne Beimischung
von Milzzell-Extrakt) mit verschiedenen Inositolphosphaten für
1 Stunde bei Raumtemperatur inkubiert und die jeweiligen Mischungen
anschließend einer SDS-PAGE unterworfen. Das Ergebnis dieser
Untersuchungen ist in Tabelle 1 und den 1c–e
dargestellt. Es lieferte die überraschenden Kernaussagen,
dass die proteolytische Spaltung von TcdB10463 allein
durch eine chemische Substanz wie IP initiierbar ist, und dass es
sich bei dieser proteolytischen Spaltung folglich um einen autokatalytischen
Prozess des Toxin-Proteins handelt.
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Aus
Tabelle 1 ist ersichtlich, dass eine Reihe von Inositolphosphaten
die autokatalytische Spaltung von TcdB10463 initieren
können. Inositolhexaphosphat (IP6)
ruft unter den getesteten Inositolphosphaten die stärkste Spaltungsaktivität
hervor, und das heißt, IP6 besitzt die höchste
Initiatoraktivität (siehe auch 1c–e).
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Strukturanaloga
oder andere den Inositolphosphaten verwandte Substanzen, die eine
Initiatoraktivität besitzen, sind dem Fachmann bekannt
oder können mit bekannten Methoden (z. B. Computer-Modelling) leicht
ermittelt werden. Beispielsweise können auch die vorstehend
beschriebenen "High-Troughput-Assays" verwendet werden.
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Die
Austestung unterschiedlicher Konzentrationen an IP6 im
Inkubationsversuch mit TcdB10463 zeigt (siehe 1c und 1d),
daß zur Spaltung von fluoreszenzmarkiertem Toxin B eine
IP-Konzentrationen von 10 μM (1c)
ausreichend ist, während zur Spaltung von unmarkiertem
(und erst in der SDS-PAGE durch Zinkfärbung (Zinc Stain
and Destain Kit, Biorad, Hercules, USA) sichtbar gemachtem) Toxin
B noch niedrigere Konzentrationen bis zu 1 μM (1d) genügen.
-
Analoge
Experimente wurden auch mit den LCTs TcdA10463,
TcsL von C. sordellii und Tcnα durchgeführt. Dabei
zeigte sich, daß Inositolphosphate aktivierend auf die
autokatalytische Spaltung alter untersuchter Toxine der LCT-Familie
wirken.
- (D) Um auszuschließen, dass
das in den Versuchen eingesetzte, aus Kulturüberstand von
C. difficile aufgereinigte TcdB10463 mit
Proteasen kontaminiert war, wurde ein Kontrollversuch mit speziell
gereinigtem TcdB10463 durchgeführt.
Diese Reinigung des TcdB10463 erfolgte mittels
Affinitätschromatographie unter Einsatz des monoklonalen
Antikörpers 2CV (DSM ACC 2321) wie folgt:
7 mg des
TcdB spezifischen monoklonalen Antikörper 2CV (ProteinG-gereinigter Überstand
einer serumfreien Hybridoma-Kultur) wurde an eine HiTrap NHS Sepharose
Säule (kommerziell erhältlich bei GE Healthcare,
Freiburg, FRG) gekoppelt. Kopplung und Elution wurden gemäß Herstellerangaben
durchgeführt. Die fertige Säule wurde mit ca.
4 mg TcdB10463 beschickt und ungebundene
Proteine durch dreimaliges Waschen mit 50 mM Tris/HCl, pH 7.0; 125
mM NaCl entfernt. Die Elution erfolgte in einem Schritt mit 0.1
M Triethanolamin-HCl pH11. Das Toxin eluierte in drei 4 ml Fraktionen
mit Konzentrationen zwischen 450–185 μg/ml Das
eluierte Toxin wurde sofort mit 1M Tris-HCl pH 7.5 im Volumenverhältnis
1/10 neutralisiert, was dadurch gewährleistet war, daß diese
Neutralisierungslösung bereits vor dem Start der Elution
in den Auffangröhrchen für die Fraktionen vorgelegt
worden war. Anschließend wurde die Abwesenheit von kontaminierenden
Proteinen durch SDS-PAGE und nachfolgende Zinkfärbung nachgewiesen
(siehe 1e "–").
-
Der
Kontrollversuch bestand aus der Inkubation von derart gereinigtem
unmarkiertem TcdB10463 mit IP6 und
nachfolgender SDS-PAGE und Nachweis des Toxins oder der Toxinfragmente
mittels Zinkfärbung. Das Ergebnis dieses Versuchs ist in 1e dargestellt und zeigt die vollständige
Aufspaltung des Holotoxins in die beiden bekannten Fragmente 63
kDa und 207 kDa.
-
Beispiel 2: Inaktivierung von TcdB-10463
durch Inkubation mit einem Protease-Inhibitor
-
TcdB10463 wurde wie in Beispiel 1 (D) beschrieben
mittels Affinitätschromatographie unter Einsatz des monoklonalen
Antikörpers 2CV gereinigt und anschließend entweder
(i) mit dem Protease-Inhibitor EPNP (10 mM 1,2-Epoxy-3-(p-Nitrophenoxy)-Propan)
oder (ii) – als Kontrolle – mit Puffer (50 mM
HEPES, 1M NaCl, 1 mM EDTA, pH 8,0) 60 Minuten bei Raumtemperatur
vorbehandelt.
-
Anschließend
wurde ein in-vitro-Cleavage-Assay analog Beispiel 1 (A) durchgeführt.
Die Testansätze umfaßten jeweils ein Volumen von
10 μl, und enthielten jeweils 50–100 ng unmarkiertes
TcdB10463, 100 μM IP6 und 10 mM
Tris-HCl pH 8.5. Diese Testansätze wurden im Anschluß an
die Inkubation (1 h bei Raumtemperatur) einer SDS-PAGE (10%) unterworfen
und die Toxine und Toxinfragmente anschließend mittels
Zinkfärbung sichtbar gemacht.
-
2 zeigt
das Ergebnis dieses Experimentes: Die Inkubation von TcdB10463 allein mit IP6 (Spur 3) zeigt eine
deutlich ausgeprägte Bande im Molekulargewichtsbereich
von 63 kDa. Wenn das Toxin vorher mit EPNP vorbehandelt wird (Spur
2), ist die typische 63 kD Bande nur schwach ausgeprägt.
Dieser Befund zeigt, dass durch die Zugabe von EPNP die proteolytische
Aktivität (Protease-Aktivität) des TcdB10463 nahezu vollständig gehemmt
ist.
-
Das
mit EPNP vorbehandelte Toxin wurde außerdem im CHO-Test
nach Moos et al. (2000) auf seine Restaktivität (zytotoxische
Wirkung) hin untersucht.
-
Der
CHO-Test wurde wie folgt durchgeführt: In einer 96well-Mikrotiterplatte
wurden CHO-Zellen (= Chinese-Hamster-Ovarialcells) ausgesät
(5000 Zellen/well) und 16 Stunden unter Standardbedingungen (5% CO2, 37°C, DMEM F12 ergänzt
mit 2 mM L-Glutamine, 5% FCS) inkubiert. Anschließend wurden
die Toxine nach stufenweiser Verdünnung in Wachstumsmedium
zu den Zellen gegeben. Verdünnungstufen zwischen 100 und 10–8 wurden
ausgetestet. Die Zellen wurden 3 Stunden unter Standardbedingungen
inkubiert. Anschließend wurde der Anteil an abgerundeten
Zellen mikroskopisch bestimmt, indem mehrere repräsentative Ausschnitte
des Wells photographiert und die ausgestreckten, sowie die abgerundeten
Zellen ausgezählt wurden. (Siehe auch Moos et al.,
Meth Enzymol. 2000, 325: 114–125. Auf den Inhalt dieser
Publikation wird hier ausdrücklich Bezug genommen.)
-
Die
Ergebnisse dieses CHO-Tests zeigen, daß das mit EPNP vorbehandelte
TcdB10463 eine wesentlich schwächere
zytotoxische Aktivität aufweist als das unbehandelte TcdB10463 (vgl. Tabelle 2). Da die inhibierende Wirkung
von EPNP bekanntermaßen darauf beruht, daß EPNP
mit katalytischen Aspartatresten in kovalente Wechselwirkungen tritt
und dadurch eine irreversible Inaktivierung der Protease herbeiführt
(Salto et al. 1994), zeigen die Ergebnisse des
vorliegenden Versuchs, dass die Hemmung der TcdB10463-Aktivität
auf der Hemmung einer Protease-Aktivität dieses Toxinmoleküls
beruht.
-
Das
hier beschriebene Experiment mit EPNP belegt, daß die toxische
Wirkung von TcdB-0463 und anderer LCTs durch
Vorbehandlung der Toxine mit einem geeigneten Protease-Inhibitor
signifikant reduziert wird.
-
EPNP
stellt eine Modellstubstanz für einen kovalenten Inhibitor
der LCTs dar. Weitere vergleichbar kovalent wirkende oder kompetitiv
hemmende Inhibitoren sind dem Fachmann bekannt oder können
von diesem mit bekannten Methoden, beispielsweise mit den bereits
beschriebenen "High-Troughput-Assays" ermittelt werden.
-
Beispiel 3: Inaktivierung der zytotoxischen
Wirkung von TcdB10463 durch extrazelluläre
Aktivierung der Protease-Aktivität mit IP6
-
TcdB10463 wurde wie in Beispiel 1 (C) beschrieben
mit 100 μM IP6 inkubiert. Im Anschluß an die Inkubation
wurde das durch die Protease-Aktivität abgespaltene kleinere,
63 kDa Fragment des Toxinproteins abgetrennt, indem der Ansatz über
Microcon-Röhrchen (Millipore, Ausschlußgröße
100 kD) aufgereinigt wurde. Dieses 63kDa Fragment von TcdB10463 wurde anschließend in dem
in Beispiel 2 beschriebenen CHO-Test nach Moos et al. (2000) auf
Abrundung der Zellen untersucht. Dabei wurde das Protein unverdünnt
und in Verdünnungstufen zu den Zellen gegeben.
-
Es
zeigte sich in diesem Versuch, daß das 63 kDa-Fragment,
welches die Glucosyltransferasefunktion von TcdB10463 aufweist,
unter den gegebenen Bedingungen alleine nicht in der Lage ist/war,
eine zytotoxische Wirkung hervorzurufen. Weder in verdünntem
noch in unverdünntem Zustand konnte eine Abrundung der
Zellen (infolge einer Glukosilierung spezifischer GTPasen der Rho-Subfamilie,
daraus resultierender Blockierung von Signaltransduktionsprozessen
und daraus resultierender Disaggregation des Cytoskeletts) beobachtet werden.
Dieser Befund, dass das mittels autokatalyse generierte Toxinfragment
extrazellulär inaktiv ist, bestätigt die Ergebnisse
von Pfeifer et al. (2003) und Rupnik et al (2005),
die zeigen, dass die abgespaltene katalytische Domäne von
TcdB10463 nicht in eukaryonte Zellen aufgenommen
wird und daher im Zellmedium inaktiv ist. (Während in diesen
Arbeiten jedoch eine autokatalytische Aktivität der LCTs
explizit ausgeschlossen wird [Pfeiffer et al., 2003]
bzw. über eine zelluläre Protease zur Aktivierung
der LCTs spekuliert wird [Rupnik et al., 2005],
zeigen die im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung gewonnenen
Versuchsergebnisse erstmals, dass das N-tenninale Toxinfragment
autokatalytisch abgespalten wird.) Die zytotoxische Wirkung von TcdB10463 und anderen LCTs kann folglich dadurch
gehemmt werden, dass die proteolytische Spaltung der Toxine bereits
vor Eindringen der Toxine in die Zellen induziert wird.
-
Beispiel 4: Nachweis des aktiven Zentrums
der Protease von TcdB
-
EPNP-inaktiviertes
(vergl. Beispiel 2) und unbehandeltes TcdB10463 wurden mittels SDS-Gel
aufgetrennt und mit Zinkfärbung dargestellt. Anschließend
wurden die den Proteinen entsprechenden Banden ausgeschnitten und
in kleine Stücke zerteilt. Diese wurde entfärbt
und getrocknet, anschließend in 2 mM DTT reduziert und
mit 20 mM Iodacetamid alkyliert. Nach dem Waschen und erneuten Trocknen
der Gelfragmente wurden diese mit Trypsin über Nacht bei
37°C verdaut. Die resultierenden Peptide wurden anschließend über HPLC
(NanoAcquity ultraperformance Liquid Chromatography, Waters, Milford,
USA) aufgetrennt. Dazu wurden 2 μl der Proben auf eine
reverse-phase Säule (NanoEase BEH C18 (75 μm × 10
cm) von Waters, Milford, USA) in 2% mobile Phase B-Puffer (0,1%
Ameisensäure in Acetonitril) aufgetragen. Mobile Phase
A-Puffer enthielt 0,1% Ameisensäure in H2O.
Anschließend wurden die Fragmente durch einen Gradienten
von 3–40% mobile Phase B-Puffer (90 min bei 300 nl/min)
von der Säule eluiert.
-
Die
eluierten Fragmente wurden anschließend massenspektrometrisch
untersucht. Dazu wurde ein Q-Tof Premier Massenspektrometer der
Firma Waters verwendet. Das Gerät wurde mit einer [Glu-1]-Fibrinogenpeptid-Lösung
(500 fmol/μl bei 300 nl/min) über den Referenz-Sprayer
der NanoLockSpray-Quelle (Waters) kalibiert. Zur Analyse der Ergebnisse
wurde die MassLnyx4.1 Software (Waters) verwendet.
-
Die
Analyse der Ergebnisse zeigt, dass sich das unbehandelte TcdB von
dem EPNP-behandelten Toxin nur in einem tryptischen Fragment unterscheidet
(3). Dieses Fragment umfasst die Aminosäuren
AS 1653 bis 1678 des TcdB-Proteins gemäß TcdB- Aminosäuresequenz
Nr. P18177 (SwissProt/TrEMBL) mit dem für Aspartat Proteasen
charakteristischen DXG-Motiv an Position 1665.
-
Ein
Vergleich der Aminosäuresequenz AS 1653 bis AS 1678 des
katalytischen Zentrums von TcdB mit den entsprechenden katalytischen
Zentren und Proteinregionen der Toxine TcdA, TcsL und Tcnα zeigt,
dass die Region hoch konserviert ist (siehe Tab. 3).
-
Der
Fachmann kann daher mit bekannten Methoden Antikörper oder
andere Proteine generieren, die spezifisch mit dem aktiven Zentrum
der Protease-Domäne der Toxine interagieren und somit beispielsweise die
autokatalytische Spaltung der LCTs verhindern. Ebensogut können
auch Antikörper oder Proteine generiert werden, die nicht
direkt das aktive Zentrum blockieren, sondern gegen benachbarte
Regionen gerichtet sind und somit die autoproteolytische Spaltung
der Toxin sterisch behindern.
-
Beispiel 5: Inhibition der TcdB-Wirkung
durch Antikörper infolge Immunisierung mit inaktiviertem
TcdB
-
Um
einen Schutz gegen die zytotoxischen Effekte des TcdB zu induzieren,
wurden folgende TcdB-Präparationen hergestellt und zur
Immunisierung in Kaninchen eingesetzt:
- Präparation
A: TcdB, inaktiviert mit Formalin
- Präparation B: TcdB, inaktiviert mit EPNP (vergl. Beispiel
2)
- Präparation C: TcdB-Fragment AS1601-1716 (DSG-Motiv)
- Präparation D: TcdB-Fragment AS1508-1601 (Teil des
Inosin-bindenden Motiv)
- Präparation E: TcdB-Fragmente AS1508-2157 (DSG-Motiv
und gesamtes Inosin-bindendes Motiv)
-
Die
TcdB-Fragmente wurden mit dem Fachmann bekannten Methoden im Plasmid
pET-19 (Novagen) exprimiert und über den angehängten
His-Tag gereinigt. Anschließend wurde der His-Tag mittels
Enterokinase-Verdau abgespalten. Die Reinheit des Proteins wurde
im SDS-Gel überprüft (Daten nicht gezeigt)
-
Zur
Immunisierung wurden Kaninchen mit dem Antigen zunächst
grundimmunisiert und nachfolgend mehreren Boosterimmunisierungen
unterworfen. Aus dem Blut der Kaninchen wurden schließlich
polyklonale Antiseren erhalten.
-
Um
die neutralisierende Wirkung der polyklonalen Antiseren zu überprüfen,
wurde zunächst TcdB mit polyklonalem Antiserum vorbehandelt
(Verdünnungsstufe 1:100) und 1 h bei Raumtemperatur inkubiert.
Anschließend wurde die neutralisierende Wirkung der Antiseren
wie in Beispiel 2 beschrieben anhand des CHO-Tests überprüft.
Das Maß für die neutralisierende Wirkung der Seren
war, wie lange die Zellen vor der zytotoxischen Wirkung des TcdB
geschützt waren.
-
Die
mit Präparation A immunisierten Kaninchen wiesen nur einen
geringen Antikörper-Titer auf (vergl. Tab. 4), zudem wirkte
das Serum dieser Kaninchen nicht neutralisierend. Dieser Befund
entspricht den dem Fachmann bekannten Ergebnissen von Immunisierungsversuchen
mit formalisierten LCTs.
-
Die
Tiere, die mit Präparation B immunisiert wurden, entwickelten
zwar einen deutlichen Titer (ausverdünnbar bis 1:1500),
allerdings wies auch dieses Antiserum keine neutralisierende Wirkung
im CHO-Test auf (Tab. 4).
-
Die
Kaninchen, die mit den Präparationen C bis E immunisiert
worden waren, wiesen ebenfalls einen Antikörper-Titer auf,
und zudem zeigten ihre polyklonalen Seren im CHO-Test eine deutlich
neutralisierende Wirkung (Tab. 4). Das polyklonale Serum, das durch
Immuniserung mit Präparation E generiert wurde, wies dabei
die besten neutralisierenden Eigenschaften auf.
-
Die
Seren, die durch seperate Immunisierung mit den Präparationen
C und D hergestellt wurden, zeigten demgegenüber eine geringere
neutralisierende Wirkungen.
-
Der
Erfolg der Immunisierung mit Fragment D, welches einen Teil der
Inositol-bindende Region umfasst, beweist, dass es sich bei diesem
Abschnitt der LCTs um eine für die Aktivierung der Toxine
wichtige Region handelt. Die Bindung des IP6 in diesem Toxin- Abschnitt
führt zur Aktivierung der autokatalytischen Protease-Aktivität
und somit auch zur Aktivierung der LCTs
-
Die
neutralisierende Wirkung der Region um das DSG-Motif beweist, dass
Antikörper, die gegen das aktive Zentrum der Protease gerichtet
sind, die proteolytische Aktivität inhibieren können.
Mit solchen Antikörpern kann somit auch in vivo ein Schutz
vor den toxischen Effekten der LCTs erreicht werden.
-
Bei
der Immunisierung mit Präparation E wurden nur die beiden
Fragmente der erfolgreichen Präparationen C und D zusammen
eingesetzt worden. Der Erfolg der Immunisierung mit beiden TcdB-Fragmenten beruht
darauf, dass in den Tieren Antikörper induziert werden,
die sowohl gegen das aktive Zentrum der Protease gerichtet sind,
als auch solche Antikörper, die an die Inositol-Phosphat-bindende
Region binden. Die Wirkung des Antiserums beruht also darauf, dass
erstmals spezifische Antikörper induziert werden konnten,
die gezielt die Aktivierung des Toxins verhindern.
-
Für
die natürliche Aufnahme der LCTs in ihre Zielzellen ist
die autokatalytische Spaltung der Toxine wichtig, da nur so das
N-terminale, die eigentliche toxische Aktivität vermittelnde
Fragment in den Zielzellen freigesetzt wird. Die Bindung spezifischer
Antikörper in der Umgebung des DSG-Motifs der Aspartat-Protease und
der Inositol-Phosphat-Bindungsstelle verhindert die autokatalytische
Spaltung der Toxine. In Patienten kann somit durch Einsatz von Toxin-Fragmenten,
die für die autokatalytische Spaltung der LCTs notwendig sind,
eine wirksame Immunisierung gegen LCTs erreicht werden.
-
Literatur:
-
-
Ausubel, F. M. et al.: "Current Protocols
in Molecular Biology" (2003), John Wiley and Sons. Inc.
-
Rupnik et al. (2005) "Characterization of the cleavage
site and function of resulting cleavage fragments after limited
proteolysis of Clostridium difficile toxin B(TcdB) by host cells."
Mikrobiol 151, 199–208.
-
Moos et al. (2000) "Purification and evaluation of large
clostridial cytotoxins that inhibit small GTPases of Rho and Ras
subfamilies" Meth Enzymol. 325: 114–125.
-
Pfeifer et al. (2003) "Cellular Uptake of Clostridium
difficile toxins B" J. Biol. Chem. 278: 44535–41.
-
Rao et al. (1998) "Molecular and biotechnological aspects
of microbial proteases" Microbiol. Mol. Biol. Rev. 62: 597–635.
-
Salto et al. (1994) "In vitro characterization of nonpeptide
irreversible inhibitors of HIV proteases", J. Biol. Chem. 269: 10691–8.
-
Tang (1971) "Specific and irreversible inactivation
of pepsin by substrate-like Epoxides", J. Biol. Chem. 246: 4510–17.
-
Tabelle 1: Autokatalytische Spaltung von
TcdB
10463 unter Zugabe definierter Inositolphosphate
| IP | Konzentration |
| | 1
mM | 100 μM | 10 μM |
| 1,5 | - | - | - |
| 1,4 | - | - | - |
| 4,5 | - | - | - |
| 1,4,5 | - | - | - |
| 2,3,5 | - | - | - |
| 1,3,5 | - | - | - |
| 1,3,5,6 | - | - | - |
| 1,2,3,4,6 | - | - | - |
| 1,3,4 | + | - | - |
| 1,3,4,5 | + | - | - |
| 3,4,6 | + | - | - |
| 1,2,3,4 | + | - | - |
| 1,2,3,4,5 | + | - | - |
| 1,2,3,5,6 | + | + | - |
| 1,3,4,5,6 | + | + | - |
| 3,4,5,6 | + | + | - |
| 2,3,4,5,6 | + | + | - |
| 1,4,5,6 | + | + | - |
| 1,2,3,4,5,6 | + | + | + |
Tabelle 2: Zellabrundung (in %) von CHO-Zellen
nach Inkubation mit TcdB
10463 – mit
oder ohne EPNP-Vorbehandlung
| Verdünnung | Abgerundete
Zellen [%] nach 3 h |
| | TcdB-10463 | TcdB-10463
+ EPNP |
| 10–3 | 100% | 100% |
| 10–4 | 100% | 100% |
| 10–5 | 100% | 50% |
| 10–6 | 100% | 10% |
| 10–7 | 10% | < 5% |
| 10–8 | < 5% | < 5% |
Tabelle
3: Vergleich der Aminosäuresequenz AS 1653 bis AS 1678
des katalytischen Zentrums der Proteasefunktion von TcdB mit den
entsprechenden katalytischen Zentren und Proteinregionen der Toxine
TcdA, TcsL und Tcnα.
Tabelle 4: Beginn der Zellabrundung (in
h) von CHO-Zellen nach Inkubation mit TcdB, das mit polyklonalem Antiserum
vorbehandelt worden war.
| Präparation | Antikörper-Titer | Beginn
der Zellabrundung nach |
| A | 1:100 | 1,5
h |
| B | 1:1500 | 3
h |
| C | 1:750 | 12–15
h |
| D | 1:500 | 9–12
h |
| E | 1:1000 | > 24 h |
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Nicht-Patentliteratur
-
- - Rupnik et
al., 2005 und Pfeiffer et al., 2003 [0005]
- - Rao et al. 1998 [0007]
- - Ausubel et al. (2003) [0039]
- - "In-vitro-cleavage-assay" (siehe hierzu insbesondere Rupnik
et al (2005) [0041]
- - CHO-Test nach Moos et al. (2000) auf seine Restaktivität
(zytotoxische Wirkung) [0055]
- - Siehe auch Moos et al., Meth Enzymol. 2000, 325: 114–125.
Auf den Inhalt dieser Publikation wird hier ausdrücklich
Bezug genommen. [0056]
- - Salto et al. 1994 [0057]
- - CHO-Test nach Moos et al. (2000) [0060]
- - Pfeifer et al. (2003) und Rupnik et al (2005) [0061]
- - Pfeiffer et al., 2003 [0061]
- - Rupnik et al., 2005 [0061]
- - Ausubel, F. M. et al.: "Current Protocols in Molecular Biology"
(2003), John Wiley and Sons. Inc. [0078]
- - Rupnik et al. (2005) "Characterization of the cleavage site
and function of resulting cleavage fragments after limited proteolysis
of Clostridium difficile toxin B(TcdB) by host cells." Mikrobiol
151, 199–208. [0078]
- - Moos et al. (2000) "Purification and evaluation of large clostridial
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Meth Enzymol. 325: 114–125. [0078]
- - Pfeifer et al. (2003) "Cellular Uptake of Clostridium difficile
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