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Die
Erfindung betrifft ein Arzneimittel zur Vermeidung oder Linderung
einer Vergiftung durch Large Clostridial Cytotoxins (LCTs), insbesondere
Clostridium difficile Toxine A und B (TcdA und TcdB), Clostridium sordellii
letales Toxin (TcsL) und Clostridium novyi α-Toxin (Tcnα).
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Clostridium
difficile ist ein strikt anaerob wachsender, Sporen bildender, grampositiver
Keim, der erst Ende der 70er Jahre als etiologisches Agenz der Antibiotika-assoziierten
Diarrhoe und der Pseudomembranösen
Kolitis identifiziert wurde. Seit den 90er Jahren wird C. difficile
als der bedeutendste Krankenhauskeim der entwickelten Länder angesehen.
Als Konsequenz des sich ständig
weiter ausbreitenden Einsatzes von Breitbandantibiotika steigt die
Inzidenz von C. difficile Infektionen vor allem bei stationär behandelten
Patienten weiter stetig an.
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Für die C.
difficile-assozierten Erkrankungen sind die von C. difficile produzierten
Exotoxine Toxin A (TcdA) und Toxin B (TcdB) verantwortlich. Es existieren
verschiedene Stämme
mit unterschiedlicher Virulenz und Toxinproduktion. Ungefähr ein Viertel
aller Stämme
produziert keine Toxine. Toxinbildende Stamme produzieren fast immer
beide Toxine. TcdA ist ein Enterotoxin, das durch zytotoxische Schädigung der
Enterozyten die Permeabilität
der Darmschleimhaut erhöht
und damit eine Diarrhoe auslöst.
TcdB ist ein Zytotoxin, das den Elektrolyttransport stört und für Flüssigkeitsverlust
und Funktionsstörungen
des Darmes verantwortlich ist. Die Toxine TcdA und TcdB gehören zur
Gruppe der sogenannten Large Clostridial Cytotoxins (LCTs) und bestehen
jeweils aus einer Peptidkette mit drei funktionalen Domänen, nämlich der
C-terminalen Domäne,
die für das
Anbinden des Toxins an die Wirtszellmembran verantwortlich ist,
der hydrophoben mittleren Domäne,
die für
den Translokationsprozess durch die zellulären Membranen (mit) verantwortlich
gemacht wird, und die N-terminale Domäne, die eine Glykosyltransferase-Funktion
aufweist und die toxische Aktivität des Moleküls vermittelt.
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Zwar
ist der Aufnahmeprozess der Toxine in die Wirtszelle noch nicht
vollständig
aufgeklärt,
es gilt jedoch als Tatsache, dass die Toxine nach dem Anbinden an
einen Wirtszellrezeptor per Endozytose in die Wirtszelle gelangen,
und dass zur Entfaltung ihrer Toxizität die N-terminale katalytische
Domäne
abgespalten und in das Cytosol der Wirtszelle befördert wird.
Dort glykosiliert die katalytische Domäne spezifisch GTPasen der Rho-Subfamilie
(Rho, Rac und Cdc42), welche ihrerseits an einer Fülle von
Signaltransduktionskaskaden beteiligt sind, und blockiert auf diese
Weise die betreffenden Signaltransduktionsprozesse, was letztendlich
zur Disaggregation des Cytoskeletts und zum Zelltod führt.
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Im
Stand der Technik wurde bisher davon ausgegangen, dass die Abspaltung
der katalytischen N-terminalen Domäne der Toxin-Peptidketten von
TcdA und TcdB und auch anderer "Large
Clostridial Toxins" LCT von
einer zellulären
Protease katalysiert wird (Rupnik et al., 2005 und Pfeiffer
et al., 2003). Ein entsprechender Nachweis konnte jedoch
nicht erbracht werden.
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Im
Verlauf der Untersuchungen, die der vorliegenden Erfindung zugrunde
liegen, wurde nun aber überraschend
gefunden, dass die Spaltung von TcdA und TcdB ein autokatalytischer
Prozess ist, der von Inositolphosphat (IP) initiiert wird, und dass
folglich die Toxine von Clostridium difficile neben ihrer katalytischen Funktion
der Glykosyltransferase auch noch die Funktion einer Protease zur
Selbstspaltung bzw. autokatalytischen Spaltung besitzen.
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Zur
Behandlung von Patienten mit C. difficile Infektionen wird zunächst das
auslösende
Antibiotikum abgesetzt, soweit dies möglich. Die weitere Behandlung
erfolgt ausschließlich
symptomatisch. Bei langer andauerndem oder schwerwiegendem Krankheitsverlauf,
sowie wenn ein Absetzen des auslösenden
Antibiotikums aus anderen Gründen
nicht möglich
ist, wird zur Therapie Metrondiazol oder Vancomycin verabreicht.
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Die
Nachteile der gängigen
antimikrobiellen Therapie sind vielfältig. Entscheidend ist hierbei
vor allem, daß sich
eine Erkrankung, die infolge der Behandlung einer anderen Infektionssituation
mit Antibiotika ausgelöst
wurde, nicht effektiv mit einer antimikrobiellen Therapie heilen
läßt. Hintergrund
dafür ist
die Tatsache, daß C.
difficile im Darm gesunder Menschen nur verhältnismäßig selten vorkommt und sich
gegenüber
der normalen Darmflora nicht durchsetzen kann. Wird die normale
Darmflora durch Antibiotika-Therapie zerstört, kann sich C. difficile
durchsetzen und den Darm effektiv besiedeln. Die gegen C. difficile
gerichtete Antibiotika-Therapie führt wiederum zur Zerstörung der
Darmflora und verhindert damit ursächlich auch das Entstehen einer gesunden
Darmflora. Dies erklärt
auch die hohe Anzahl an Remissionen, die nach Beendigung der antimikrobiellen
Therapie zu beobachten sind. Ein zusätzlicher Nachteil der gängigen Therapie
ist das zunehmende Auftreten von multiresistenten C. difficile Stämmen in
jüngster
Zeit. Damit droht, daß auch
die bislang einzige Therapie für
C. difficile induzierte Erkrankungen nutzlos wird und die Anzahl
an Todesfällen
infolge von C. difficile Erkrankungen steigt. Hinzu kommt, daß die zur
Behandlung einer C. difficile Infektion nötigen Antibiotika sehr teuer
sind und normalerweise nur in begründeten Fällen als Reserveantibiotika
eingesetzt werden.
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Es
besteht daher ein dringender Bedarf nach Medikamenten, die zur spezifischen
Bekämpfung
(Vermeidung, Beseitigung, Linderung) von C. difficile Infektionen
geeignet sind, ohne dass das Risiko der Entwicklung von Resistenzen
bei den Clostridien oder auch anderen Bakterien besteht, und ohne
die natürliche
Bakterienflora der betroffenen Patienten – insbesondere deren Darmflora – zu schädigen.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines solchen
Medikaments.
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Eine
Lösung
der genannten Aufgabe besteht in der Bereitstellung eines Arzneimittels
der eingangs genannten Art, dass sich dadurch auszeichnet, dass
es als Wirkstoff wenigstens einen Inhibitor oder Aktivator der autokatalytischen
Proteaseaktivität
von LCTs (Large Clostridial Cytotoxins), insbesondere der autokatalytischen
Proteaseaktivität
von Clostridium difficile Toxin A (TcdA) und/oder Clostridium difficile
Toxin B (TcdB) und/oder Clostridium sordellii letales Toxin (TcsL)
und/oder Clostridium novyi α-Toxin
(Tcnα) enthält.
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Ist
der Wirkstoff ein Inhibitor, so beruht seine antitoxische Wirkung
darauf, dass er die Proteaseaktivität des intakten Toxins, insbesondere
des TcdB oder TcdA oder TcsL oder Tcnα, hemmt und somit die Abspaltung des
cytotoxisch wirksamen Fragments mit Glucosyltranferasefunktion (im
Fall von TcdB und TcdA ist das das 63 kDa-Fragment) unterbindet.
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Geeignete
Inhibitoren sind chemische Substanzen, welche die Protease-Aktivität der Toxine
inhibieren.
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Der
Begriff "chemische
Substanz" bezeichnet
in den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen sowohl anorganische
als auch organische Verbindungen, Ionen und Peptide oder Proteine.
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Bevorzugte
Inhibitoren sind solche chemischen Substanzen, die die Protease-Aktivität irreversibel
inhibieren. Ein Beispiel hierfür
ist die Substanz EPNP (1,2-Epoxy-3-(p-Nitrophenoxy)-Propan) vorgeschlagen. Die
Substanz reagiert irreversibel mit Aspartatresten im katalytischen
Zentrum von Proteasen und inhibiert so die proteolytische Wirkung.
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Weitere
Protease-Inhibitoren sind dem Fachmann bekannt oder können von
ihm mit bekannten Methoden (Computer-Modelling, High-Throughput-Screening)
leicht identifizieren werden. Beispielsweise kann zur Durchführung eines „High-Troughput-Screenings" ein Peptid synthetisiert
werden, dessen Aminosäure-Sequenz
der Sequenz der Proteasespaltstelle der LCTs entspricht. Durch Kopplung
dieses Peptids z.B. mit dem Farbstoff AMC (7-Amino,4-Methyl-Cumarin)
mit Methoden, die dem Fachmann bekannt sind, kann eine Sonde generiert
werden. Zur Duchführung
des „High-Troughput-Screenings" wird anschließend die
gelabelte Sonde mit dem Toxin und den Kandidaten-Substanzen zusammengebracht.
Wird die Sonde gespalten, so kommt es zu Änderungen im Fluoreszenz-Spektrums.
Diese Änderungen
sind mit dem Fachmann geläufigen
Methoden (Fluoreszenzdetektoren) leicht zu erfassen. Ansätze, in
denen keine Änderung
des Fluoreszenz-Spektrum zu beobachten sind, enthalten dann potentielle
Protease-Inhibitoren.
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Beispielhaft
sei noch ein weiteres Verfahren zur Identifizierung von Substanzen,
die die Aktivierung der autokatalytischen Protease-Aktivität der LCTs
beeinflussen, beschrieben. Dazu können das Holotoxin oder auch
geeignete Toxinfragmente verwendet werden, die z.B. mit einem Farbstoff
gekoppelt sind, dessen Fluoreszenz im ungespaltenen Toxin oder Toxin-Fragment
gequencht ist. Durch die autokatalytische Spaltung des Toxins bzw.
der Toxinfragmente wird die quenchende Wirkung aufgehoben. Die Änderungen
im Fluoreszenz-Spektrum können,
wie beschrieben, leicht erfasst werden.
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Geeignete
Inhibitoren stellen außerdem
Strukturanaloge von Inositolphosphat (IP) und insbesondere von Inositolhexaphosphat
(IP6) dar, die anstelle von IP und insbesondere von IP6 die Reaktionsbindungsstellen
von LCT, insbesondere TcdA und/oder TcdB, und/oder TcsL und/oder
Tcnα besetzen
können,
jedoch nicht die Initiator-Funktion von IP bzw. IP6 besitzen. Diese
Strukturanaloge sind somit Antagonisten zu den Agonisten IP (insbesondere
IP6) und bewirken ein kompetitive Hemmung der Proteaseaktivität von LCT,
insbesondere von TcdA und/oder TcdB und/oder TcsL und/oder Tcnα. Geeignete
Strukturanaloga sind dem Fachmann bekannt oder können mit bekannten und dem
Fachmann geläufigen
Testverfahren (Beispiele hierfür
sind vorstehend bereits beschriebenen) leicht identifizieren werden.
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Geeignete
Inhibitoren sind außerdem
Hemmstoffe für/von
Inositolphosphat (Synonyme: Inositolphosphat-Hemmstoff bzw. Inositolphosphat-Inhibtor),
das heißt
solche Hemmstoffe, die Inositolphosphat und insbesondere Inositolhexaphosphat
derart binden oder modifizieren, dass deren Fähigkeit zur Initiierung der
Proteaseaktivität
von LCT, insbesondere von TcdA und/oder TcdB und/oder TcsL und/oder
Tcnα unterbunden
ist.
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Ein
Beispiel für
solche Substanzen sind zweiwertige Ionen wie Ca2+,
die mit IP6 unlösliche
Komplexe eingehen. Ähnliche
Substanzen sind dem Fachmann bekannt oder können mit bekannten und dem
Fachmann geläufigen
Testverfahren (Beispiele hierfür
sind vorstehend bereits beschriebenen) leicht identifizieren werden.
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Weitere
geeignete Inhibitoren sind chemische Substanzen, die die Bildung
von Inositolphosphaten im Darmlumen der Patienten (Säugetiere,
insbesondere Menschen) oder in den Körperzellen der Patienten (Säugetiere,
insbesondere Menschen) unterdrücken
oder bereits vorhandenes Inositolphasphat zerstören und so die proteolytische
Spaltung der LCTs beim Eindringen in das Zytoplasma verhindern.
Bevorzugte Beispiele für eine
solche Substanzen sind Lithium, WA(Valproic acid) oder CBZ(Carbamazepine).
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Ist
der Wirkstoff ein Aktivator, so beruht seine antitoxische Wirkung
darauf, dass er die Proteaseaktivität des intakten Toxins, insbesondere
des TcdB oder TcdA oder TcsL oder Tcnα initiert, noch bevor das Toxin derart
an die Wirtszelle gebunden hat, dass das abgespaltenen Fragment
in das Zellinnere (Cytosol) gelangen könnte. Der Aktivator bewirkt
folglich eine Abspaltung des cytotoxisch wirksamen Fragments mit
Glucosyltranferasefunktion (im Fall von TcdB und TcdA ist das das
63 kDa-Fragment) außerhalb
der Wirtszelle. Das cytotoxisch wirksame Fragment kann dann nicht
mehr in das Zellinnere gelangen und dort seine cytotoxische Wirkung
entfalten.
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Ein
besonders geeigneter Aktivator ist isoliertes (im Unterschied zu
cytosolischem) Inositolphosphat (IP), vorzugsweise Inositolhexaphosphat
(IP6).
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Ein
Medikament mit diesem Wirkstoff hat den Vorteil, dass im Patientendarm
vorhandenes LCT, insbesondere TcdB und/oder TcdA und/oder TcsL und/oder
Tcnα, durch
das medikamentös
zugeführte
IP schon im Darm zur Spaltung veranlasst wird, das heißt noch
bevor es an Darmzellen oder andere Körperzellen binden und toxisch
wirken kann.
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Ebenso
gut eignet sich als Aktivator ein Stoff, der analog IP6 die autokatalytische
Proteaseaktivität
von LCT, insbesondere von TcdA und/oder TcdB und/oder TcsL und/oder
Tcnα, fördert.
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Solche
Stoffe sind dem Fachmann bekannt oder können mit bekannten Methoden
leicht identifziert werden. Dazu eignet sich zusätzlich auch modifizierte Varianten
der vorstehend beschriebenen „High-Troughput-Assays". Dabei werden das
Toxin und die potentiellen Aktivator-Substanzen zusammengegeben
und im Zeitverlauf auf Veränderungen
im Fluoreszenz-Spektrum untersucht. Ansätze, in denen starke Veränderungen in
kurzer Zeit auftreten, enthalten geeignete Aktivatoren.
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Die
Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen und Figuren
näher erläutert. Es zeigen
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1:
Aufspaltung des TcdB10463 (270 kDa) Holotoxins
in die Translokations/Ligandendomäne (207 kDa) und die N-terminale
katalytische Domäne
(63 kDa) in der SDS-PAGE, durchgeführt mit
- a:
einer Mischung aus Cy3-markiertem TcdB10463 und
Schweine-Milzzell-Extrakt
(Beispiel 1 A);
- b: einer Mischung aus Cy3-markiertem TcdB10463 und
von Protein befreitem Schweine-Milzzell-Extrakt (Beispiel 1 B);
- c: einer Mischung aus Cy3-markiertem TcdB10463 und
Inositolphosphat;
- d: einer Mischung aus unmarkiertem TcdB10463 und
Inositolphosphat;
- e: einer Mischung aus unmarkiertem (mittels Affinitätschromatographie
gereinigtem) TcdB10463 und Inositolphosphat;
- a–e
jeweils im Anschluß an
eine Inkubation bei Raumtemperatur für 1 Stunde
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2:
SDS-PAGE einer Mischung von TcdB10463 und/oder
IP6, mit oder ohne Vorbehandiung des Toxins mit EPNP;
- Spur 1: TcdB10463 nach Vorbehandlung
mit EPNP und ohne IP6, keine Bande im 63 kDa Bereich nachweisbar;
- Spur 2: TcdB10463 nach Vorbehandlung
mit EPNP und nach Inkubation mit IP6, die typische 63 kD Bande ist nur
schwach ausgeprägt;
- Spur 3: TcdB10463 ohne Vorbehandlung
mit EPNP und nach Inkubation mit IP6, es ist eine deutlich ausgeprägte Bande
im Molekulargewichtsbereich von 63 kDa erkennbar;
- Spur 4: TcdB10463 ohne Vorbehandlung
mit EPNP und ohne IP6, keine Bande im 63 kDa Bereich nachweisbar.
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Alle
in den folgenden Beispielen genannten Verfahren sind dem Fachmann
bekannt und z.B. in Ausubel et al. (2003) beschrieben.
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Beispiel 1: Nachweis der autokatalytischen
Proteaseaktivität
von TcdB
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Clostridium
difficile Toxin B (270 kDa) des Referenzstammes VPI10463, im folgenden
kurz TcdB10463 benannt, wurde zunächst mit
Cy3 fluoreszenzmarkiert. Hierfür
wurden 200–400 μg TcdB10463 (tgcBIOMICS, Mainz, Germany) mit dem
Farbstoff Cy3 nach Angaben des Herstellers (Amersham Biosciences)
markiert, indem das Toxin zusammen mit dem in Dimethylformamid gelösten Farbstoff
für 1 Stunde
bei 4°C
inkubiert wurde. Ungebundener Farbstoff wurde anschließend mittels
Größenausschlußchromatographie
(Size Exclusion Chromatographie = SEC) entfernt, wobei 10 mM Tris-HCl
pH 8.5 als Laufpuffer diente. Das molare Verhältnis zwischen Farbstoff und
Cy3-markiertem TcdB10463 betrug 0.8–1.6. Markiertes
TcdB10463 wurde aliquotiert und bei –80°C bis zur
weiteren Verwendung gelagert.
- (A) Für die Durchführung des
im Stand der Technik bekannten "In-vitro-cleavage-assay" (siehe hierzu insbesondere
Rupnik et al (2005); auf den Inhalt dieser Publikation
wird hiermit ausdrücklich
Bezug genommen) wurde ein auf Raumtemperatur aufgetautes Aliquot
Cy3-markiertes TcdB10463 für 1Stunde
bei Raumtemperatur mit Schweine-Milzzell-Extrakt
inkubiert.
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Dieser
Schweine-Milzzell-Extrakt wurde wie folgt hergestellt: Frisch gewonnene
Schweinemilz wurde in Phosphat Puffer (PBS) aufgenommen und zu einer
Einzelzellsuspension zerkleinert. Durch Zugabe von Niedrigsalzpuffer
(Low Salt Buffer), – nämlich 150
mM NH4Cl, 1 mM KHCO3,
0.1 mM EDTA, pH 7.6 –,
wurden vorhandene Erythrozyten lysiert und somit entfernt. Anschließend wurden
die Milzzellen zweimal mit 10 mM Tris-HCl pH 8.5 gewaschen und sofort
bei –80°C tiefgefroren.
Für den
gewünschten
Zellextrakt wurde bei Bedarf ein Aliquot dieser tiefgefrorenen Milzzellen
in einem Aliquot 10 mM Tris-HCl pH 8.5 aufgetaut und suspensiert
und diese Suspension anschließend
einer Ultraschallbehandlung unterworfen. Das erhaltene Lysat wurde 1
Stunde bei 200 000 × g
und 4°C
zentrifugiert und der Überstand
für die
anstehenden Experimente verwendet.
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Am
Ende der Inkubationsphase wurde die Mischung aus Cy3-markiertem
TcdB10463 und Schweine-Milzzelt-Extrakt einer SDS-PAGE unterworfen,
um die während
der Inkubation entstandenen TcdB-Fragmente zu separieren und nachzuweisen.
Das Ergebnis dieser SDS-PAGE ist in 1a dargestellt:
Es wurden erwartungsgemäß die beiden
bekannten und charakteristischen 63 kDa- und 207 kDa-Fragmente des
Clostridium difficile Toxins B – hier
des TcdB10463 – erhalten.
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Als
Negativ-Kontrollen dienten Aliquots von TcdB10463 ohne
Beimischung von Milzzell-Extrakt (siehe 1 "-").
- (B) In einem
Parallelversuch wurde der in (A) beschriebene Milzell-Extrakt vor
der Inkubation mit dem Cy3-markierten TcdB10463 von
Protein gereinigt. Zu diesem Zweck wurde ein Aliquot des gemäß (A) hergestellten
Schweine-Milzzell-Extrakts im Anschluß an die Untraschallbehandlung
sechs Phenol-Chloroform-Extraktionen unterworfen, die wie folgt
durchgeführt
wurden: Schweine-Milzzell-Extrakt wurde mit Phenol-Chloroform-Isoamylalkohol
(25/24/1) im Volumenverhältnis
1:1 gemischt. Diese Mischung wurde 10 Minuten bei 1.700 × g, und
4°C zentrifugiert.
Die wässrige
oberste Schicht wurde in eine frisches Zentrifugengefäß dekantiert
und Zentrifugation und Dekantierung noch fünf mal wiederholt. Um auch
letzte Reste von Phenol zu entfernen, wurde abschließend eine
Chloroform-Exktraktion durchgeführt.
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Aliquots
der auf diese Weise gewonnenen wässrigen
und proteinfreien Fraktion des Milzzell-Extraktes wurden im Volumenverhältnis 1:30
(30), 1:100 (100) oder 1:300 (300) mit 10 mM Tris-HCL pH 8,5 verdünnt und
wie unter (A) beschrieben mit auf Raumtemperatur aufgetauten Aliquots
von Cy3-markiertem TcdB10463 gemischt und
für 1 Stunde
bei Raumtemperatur inkubiert. Am Ende der Inkubationsphase wurden
diese Mischungen einer SDS-PAGE unterworfen, um die während der
Inkubation entstandenen TcdB-Fragmente zu separieren und nachzuweisen.
Das Ergebnis dieser SDS-PAGE wurde mit Hilfe des Gel Doc EQ System
Image Readers (BIO-RAD München,
Deutschland) sichtbar gemacht und ist in 1b dargestellt:
Es wurden bei allen Testansätzen
die beiden charakteristischen 63 kDa- und 207 kDa-Fragmente von
TcdB10463 erhalten. Das zeigt, dass die
wässrige
und proteinfreie Fraktion des Milzzell-Extraktes nach wie vor die Eigenschaft
besitzt bzw. besaß,
TcdB10463 in seine beiden charakteristischen
Teilfragmente zu spalten.
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In
einem weiteren Parallelversuch wurde der in (A) beschriebene Milzzell-Extrakte
mit Hitze (96°C,
30 Minuten) behandelt, bevor er wie in (A) beschrieben mit Cy3-markiertem TcdB10463 inkubiert und der SDS-PAGE unterworfen
wurde. Das Ergebnis dieser SDS-PAGE ist ebenfalls in 1b dargestellt: Es wurden wiederum die
beiden charakteristischen 63 kDa- und 207 kDa-Fragmente von TcdB10463 erhalten. Das Ergebnis zeigt, dass
der hitzeinduzierte Milzzell-Extrakt weiterhin die Eigenschaft besitzt,
TcdB10463 in seine charakteristischen Teilfragmente
zu spalten.
- (C) In einer weiteren Versuchsreihe
wurde Cy3-markiertes TcdB10463 und unmarkiertes
TcdB10463 allein (d.h. ohne Beimischung
von Milzzell-Extrakt) mit verschiedenen Inositolphosphaten für 1 Stunde
bei Raumtemperatur inkubiert und die jeweiligen Mischungen anschließend einer
SDS-PAGE unterworfen. Das Ergebnis dieser Untersuchungen ist in
Tabelle 1 und den 1c–e dargestellt.
Es lieferte die überraschenden
Kernaussagen, dass die proteolytische Spaltung von TcdB10463 allein
durch eine chemische Substanz wie IP initiierbar ist, und dass es
sich bei dieser proteolytischen Spaltung folglich um einen autokatalytischen
Prozess des Toxin-Proteins handelt.
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Aus
Tabelle 1 ist ersichtlich, dass eine Reihe von Inositolphosphaten
die autokatalytische Spaltung von TcdB10463 initieren
können.
Inositolhexaphosphat (IP6) ruft unter den
getesteten Inositolphosphaten die stärkste Spaltungsaktivität hervor,
und das heißt,
IP6 besitzt die höchste
Initiatoraktivität
(siehe auch 1c–e).
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Strukturanaloga
oder andere den Inositolphosphaten verwandte Substanzen, die eine
Initiatoraktivität besitzen,
sind dem Fachmann bekannt oder können
mit bekannten Methoden (z.B. Computer-Modelling) leicht ermittelt
werden. Beispielsweise können
auch die vorstehend beschriebenen "High-Troughput-Assays" verwendet werden.
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Die
Austestung unterschiedlicher Konzentrationen an IP6 im
Inkubationsversuch mit TcdB10463 zeigt (siehe 1c und 1d), daß zur Spaltung von fluoreszenzmarkiertem
Toxin B eine IP-Konzentrationen von 10 μM (c)
ausreichend ist, während
zur Spaltung von unmarkiertem (und erst in der SDS-PAGE durch Zinkfärbung (Zinc
Stain and Destain Kit, Biorad, Hercules, USA) sichtbar gemachtem)
Toxin B noch niedrigere Konzentrationen bis zu 1 μM (1d) genügen.
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Analoge
Experimente wurden auch mit den LCTs TcdB10463,
TcsL von C. sordellii und Tcnα durchgeführt. Dabei
zeigte sich, daß Inositolphosphate
aktivierend auf die autokatalytische Spaltung aller untersuchter Toxine
der LCT-Familie wirken.
- (D) Um auszuschließen, dass
das in den Versuchen eingesetzte, aus Kulturüberstand von C. difficile aufgereinigte
TcdB10463 mit Proteasen kontaminiert war,
wurde ein Kontrollversuch mit speziell gereinigtem TcdB10463 durchgeführt. Diese
Reinigung des TcdB10463 erfolgte mittels
Affinitätschromatographie
unter Einsatz des monoklonalen Antikörpers 2CV (DSM ACC 2321) wie
folgt:
7 mg des TcdB spezifischen monoklonalen Antikörper 2CV
(ProteinG-gereinigter Überstand
einer serumfreien Hybridoma-Kultur) wurde an eine HiTrap NHS Sepharose Säule (kommerziell
erhältlich
bei GE Healthcare, Freiburg, FRG) gekoppelt. Kopplung und Flution
wurden gemäß Herstellerangaben
durchgeführt.
Die fertige Säule
wurde mit ca. 4 mg TcdB10463 beschickt und
ungebundene Proteine durch dreimaliges Waschen mit 50 mM Tris/HCl,
pH 7.0; 125 mM NaCl entfernt. Die Flution erfolgte in einem Schritt
mit 0.1 M Triethanolamin-HCl pH11. Das Toxin eluierte in drei 4
ml Fraktionen mit Konzentrationen zwischen 450–185 μg/ml Das eluierte Toxin wurde
sofort mit 1M Tris-HCl
pH 7.5 im Volumenverhältnis
1/10 neutralisiert, was dadurch gewährleistet war, daß diese
Neutralisierungslösung
bereits vor dem Start der Flution in den Auffangröhrchen für die Fraktionen
vorgelegt worden war. Anschließend
wurde die Abwesenheit von kontaminierenden Proteinen durch SDS-PAGE
und nachfolgende Zinkfärbung
nachgewiesen (siehe 1e "-").
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Der
Kontrollversuch bestand aus der Inkubation von derart gereinigtem
unmarkiertem TcdB10463 mit IP6 und
nachfolgender SDS-PAGE und Nachweis des Toxins oder der Toxinfragmente
mittels Zinkfärbung.
Das Ergebnis dieses Versuchs ist in 1e dargestellt
und zeigt die vollständige
Aufspaltung des Holotoxins in die beiden bekannten Fragmente 63
kDa und 207 kDa.
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Beispiel 2: Inaktivierung von TcdB-10463
durch Inkubation mit einem Protease-Inhibitor
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TcdB10463 wurde wie in Beispiel 1 (D) beschrieben
mittels Affinitätschromatographie
unter Einsatz des monoklonalen Antikörpers 2CV gereinigt und anschließend entweder
(i) mit dem Protease-Inhibitor EPNP (10 mM 1,2-Epoxy-3-(p-Nitrophenoxy)-Propan)
oder (ii) – als
Kontrolle – mit
Puffer (50 mM HEPES, 1M NaCl, 1 mM EDTA, pH 8,0) 60 Minuten bei
Raumtemperatur vorbehandelt.
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Anschließend wurde
ein in-vitro-Cleavage-Assay analog Beispiel 1 (A) durchgeführt. Die
Testansätze umfaßten jeweils
ein Volumen von 10 μl,
und enthielten jeweils 50–100
ng unmarkiertes TcdB10463, 100 μM IP6 und
10 mM Tris-HCl pH 8.5. Diese Testansätze wurden im Anschluß an die
Inkubation (1 h bei Raumtemperatur) einer SDS-PAGE (10%) unterworfen
und die Toxine und Toxinfragmente anschließend mittels Zinkfärbung sichtbar
gemacht.
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2 zeigt
das Ergebnis dieses Experimentes: Die Inkubation von TcdB10463 allein mit IP6 (Spur 3) zeigt eine
deutlich ausgeprägte
Bande im Molekulargewichtsbereich von 63 kDa. Wenn das Toxin vorher
mit EPNP vorbehandelt wird (Spur 2), ist die typische 63 kD) Bande
nur schwach ausgeprägt.
Dieser Befund zeigt, dass durch die Zugabe von EPNP die proteolytische
Aktivität
(Protease-Aktivität)
des TcdB10463 nahezu vollständig gehemmt
ist.
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Das
mit EPNP vorbehandelte Toxin wurde außerdem im CHO-Test nach Moos
et al. (2000) auf seine Restaktivität (zytotoxische Wirkung) hin
untersucht.
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Der
CHO-Test wurde wie folgt durchgeführt: In einer 96well-Mikrotiterplatte
wurden CHO-Zellen (= Chinese-Hamster-Ovarialcells) ausgesät (5000
Zellen/well) und 16 Stunden unter Standardbedingungen (5% CO2, 37°C,
DMEM F12 ergänzt
mit 2 mM L-Glutamine, 5% FCS) inkubiert. Anschließend wurden
die Toxine nach stufenweiser Verdünnung in Wachstumsmedium zu
den Zellen gegeben. Verdünnungstufen
zwischen 100 und 10-8 wurden
ausgetestet. Die Zellen wurden 3 Stunden unter Standardbedingungen
inkubiert. Anschließend
wurde der Anteil an abgerundeten Zellen mikroskopisch bestimmt,
indem mehrere repräsentative Ausschnitte
des Wells photographiert und die ausgestreckten, sowie die abgerundeten
Zellen ausgezählt
wurden. (Siehe auch Moos et al., Meth Enzymol. 2000, 325:
114–125.
Auf den Inhalt dieser Publikation wird hier ausdrücklich Bezug
genommen.)
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Die
Ergebnisse dieses CHO-Tests zeigen, daß das mit EPNP vorbehandelte
TcdB10463 eine wesentlich schwächere zytotoxische
Aktivität
aufweist als das unbehandelte TcdB10463 (vgl.
Tabelle 2). Da die inhibierende Wirkung von EPNP bekanntermaßen darauf
beruht, daß EPNP
mit katalytischen Aspartatresten in kovalente Wechselwirkungen tritt
und dadurch eine irreversible Inaktivierung der Protease herbeiführt (Salto
et al. 1994), zeigen die Ergebnisse des vorliegenden Versuchs, dass
die Hemmung der TcdB10463-Aktivität auf der
Hemmung einer Protease-Aktivität
dieses Toxinmoleküls
beruht.
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Das
hier beschriebene Experiment mit EPNP belegt, daß die toxische Wirkung von
TcdB10463 und anderer LCTs durch Vorbehandlung
der Toxine mit einem geeigneten Protease-Inhibitor signifikant reduziert
wird.
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EPNP
stellt eine Modellstubstanz für
einen kovalenten Inhibitor der LCTs dar. Weitere vergleichbar kovalent
wirkende oder kompetitiv hemmende Inhibitoren sind dem Fachmann
bekannt oder können
von diesem mit bekannten Methoden, beispielsweise mit den bereits
beschriebenen "High-Troughput-Assays" ermittelt werden.
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Beispiel 3: Inaktivierung der zytotoxischen
Wirkung von TcdB10463 durch extrazelluläre Aktivierung
der Protease-Aktivität
mit IP6
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TcdB10463 wurde wie in Beispiel 1 (C) beschrieben
mit 100 μM
IP6 inkubiert. Im Anschluß an
die Inkubation wurde das durch die Protease-Aktivität abgespaltene
kleinere, 63 kDa Fragment des Toxinproteins abgetrennt, indem der
Ansatz über
Microcon-Röhrchen
(Millipore, Ausschlußgröße 100 kD)
aufgereinigt wurde. Dieses 63 kDa Fragment von TcdB10463 wurde
anschließend
in dem in Beispiel 2 beschriebenen CHO-Test nach Moos et al. (2000)
auf Abrundung der Zellen untersucht. Dabei wurde das Protein unverdünnt und
in Verdünnungstufen
zu den Zellen gegeben.
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Es
zeigte sich in diesem Versuch, daß das 63 kDa-Fragment, welches
die Glucosyltransferasefunktion von TcdB10463 aufweist,
unter den gegebenen Bedingungen alleine nicht in der Lage ist/war,
eine zytotoxische Wirkung hervorzurufen. Weder in verdünntem noch
in unverdünntem
Zustand konnte eine Abrundung der Zellen (infolge einer Glukosilierung
spezifischer GTPasen der Rho-Subfamilie, daraus resultierender Blockierung von
Signaltransduktionsprozessen und daraus resultierender Disaggregation
des Cytoskeletts) beobachtet werden. Dieser Befund, dass das mittels
autokatalyse generierte Toxinfragment extrazellulär inaktiv
ist, bestätigt
die Ergebnisse von Pfeifer et al. (2003) und Rupnik et al (2005),
die zeigen, dass die abgespaltene katalytische Domäne von TcdB10463 nicht in eukaryonte Zellen aufgenommen
wird und daher im Zellmedium inaktiv ist. (Während in diesen Arbeiten jedoch
eine autokatalytische Aktivität
der LCTs explizit ausgeschlossen wird [Pfeiffer et al., 2003] bzw. über eine
zelluläre
Protease zur Aktivierung der LCTs spekuliert wird [Rupnik et al., 2005],
zeigen die im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung gewonnenen
Versuchsergebnisse erstmals, dass das N-terminale Toxinfragment
autokatalytisch abgespalten wird.)
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Die
zytotoxische Wirkung von TcdB10463 und anderen
LCTs kann folglich dadurch gehemmt werden, dass die proteolytische
Spaltung der Toxine bereits vor Eindringen der Toxine in die Zellen
induziert wird.
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Literatur:
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Ausubel, F.M. et al.: "Current Protocols in Molecular Biology" (2003), John Wiley
and Sons. Inc.
- Rupnik et al. (2005) "Characterization of the cleavage site
and function of resulting cleavage fragments after limited proteolysis
of Clostridium difficile toxin B(TcdB) by host cells." Mikrobiol 151, 199–208.
- Moos et al. (2000) "Purification
and evaluation of large clostridial cytotoxins that inhibit small
GTPases of Rho and Ras subfamilies" Meth Enzymol. 325: 114–125.
- Pfeifer et al. (2003) "Cellular Uptake of Clostridium difficile
toxins B" J. Biol.
Chem. 278: 44535–41.
- Salto et al. (1994) "In
vitro characterization of nonpeptide irreversible inhibitors of
HIV proteases",
J. Biol. Chem. 269: 10691–8.
- Tang (1971)" Specific
and irreversible inactivation of pepsin by substrate-like Epoxides", J. Biol. Chem.
246: 4510–17.
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Tabelle 1: Autokatalytische Spaltung von
TcdB
10463 unter Zugabe definierter Inositolphosphate
| IP | Konzentration |
| 1
mM | 100 μM | 10 μM |
| 1,5 | | | - |
| 1,4 | | | - |
| 4,5 | | | - |
| 1,4,5 | | | - |
| 2,3,5 | | | - |
| 1,3,5 | | | - |
| 1,3,5,6 | | | - |
| 1,2,3,4,6 | | | - |
| 1,3,4 | + | | - |
| 1,3,4,5 | + | | - |
| 3,4,6 | + | | - |
| 1,2,3,4 | + | | - |
| 1,2,3,4,5 | + | | - |
| 1,2,3,5,6 | + | + | - |
| 1,3,4,5,6 | + | + | - |
| 3,4,5,6 | + | + | - |
| 2,3,4,5,6 | + | + | - |
| 1,4,5,6 | + | + | - |
| 1,2,3,4,5,6 | + | + | + |
Tabelle 2: Zellabrundung (in %) von CHO-Zellen
nach Inkubation mit TcdB
10463 – mit oder
ohne EPNP-Vorbehandlung
| Verdünnung | Abgerundete
Zellen [%] nach 3 h |
| TcdB-10463 | TcdB-10463
+ EPNP |
| 10-3 | 100% | 100% |
| 10-4 | 100% | 100% |
| 10-5 | 100% | 50% |
| 10-6 | 100% | 10% |
| 10-7 | 10% | < 5% |
| 10-8 | < 5% | < 5% |