DE102006061411A1 - Behälter zur Aufnahme und Abgabe einer Flüssigkeit, insbesondere Spraydose - Google Patents
Behälter zur Aufnahme und Abgabe einer Flüssigkeit, insbesondere Spraydose Download PDFInfo
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Abstract
Behälter (1)
zur Aufnahme und Abgabe einer Flüssigkeit,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Endabschnitt (3) des Behälters in
einem Standfuß (2)
steckt.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Behälter zur Aufnahme und Abgabe einer Flüssigkeit, insbesondere in Form einer Spraydose.
- Derartige Behälter sind bekannt. Bekannt sind darüber hinaus sogenannte "Shape Cans". Bei letzteren handelt es sich um Blechdosen, insbesondere Spraydosen, die eine von der Zylinderform abweichende Gestaltung aufweisen. Durch entsprechende formgebende Fertigungsverfahren, insbesondere nach dem Tiefziehen der Blechbehälter erhalten diese eine Taillierung oder Auswölbungen.
- Sehr schlanke Behälter und insbesondere solche mit Umfangsauswölbungen besitzen eine verminderte Standfestigkeit.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Maßnahmen anzugeben, mit denen die Standfestigkeit eines gattungsgemäßen Behälters erhöht werden kann.
- Gelöst wird die Aufgabe durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung, wobei grundsätzlich jeder Anspruch eine eigenständige Lösung der Aufgabe darstellt.
- Zunächst und im Wesentlichen ist vorgesehen, dass ein Endabschnitt des Behälters in einem Standfuß steckt. Dieser Standfuß kann grundsätzlich eine kreisrunde Umfangskontur aufweisen. Bevorzugt besitzt der Standfuß aber eine unrunde und insbesondere eckige Umrisskontur. Die Umrisskontur kann mehrkantig sein. Bevorzugt ist ein gleichseitiges Sechseck mit geraden Kanten. Die Verbindungen zwischen den Kanten sind Ebenen. Die Standfläche des Standfußes ist bevorzugt größer als die größte Querschnittsfläche des Behälters. Vor teilhaft ist darüber hinaus, wenn kein Abschnitt der axialen Hüllkurve des Behälters den Rand des Standfußes überragt. Wenn diese Bedingung eingehalten wird, gibt es keine überstehenden Bereiche. Sollte der erfindungsgemäß ausgestaltete Behälter einmal umfallen, so bewirkt die unrunde und insbesondere eckige Grundrisskontur des Standfußes, dass der Behälter nicht wegrollen kann. In einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Endabschnitt des Behälters lediglich in eine Einstecköffnung des Standfußes eingesteckt. Die Einstecköffnung kann einen Boden aufweisen. Dieser Boden kann in der Mitte eine Öffnung aufweisen. Der Boden kann sich somit lediglich entlang der Wandung der Einstecköffnung erstrecken. Der Standfuß selbst kann von einem Kunststoffteil oder einem Gummiteil ausgebildet werden. Zur Erhöhung der Griffigkeit des Behälters besitzt dieser eine Umfangsauswölbung, die etwa in der axialen Mitte des Behälters angeordnet sind. Die beiden sich gegenüberliegenden Endabschnitte des Behälters sind jeweils kreiszylindrisch ausgebildet und haben einen geringeren Durchmesser als die Umfangsauswölbung, deren Scheitellinie ebenfalls auf einer Kreislinie verläuft. Die beiden endseitigen Zylinderabschnitte können unter Ausbildung einer Hohlkehle, die um den im Wesentlichen rotationssymmetrischen Behälter läuft, in den Umfangswulst übergehen. Im Bereich dieser Hohlkehlenabschnitte können in Umfangsrichtung angeordnete ovale Felder vorgesehen sein. Die Flächen der Felder können flach gewölbt verlaufen. Es ist aber auch vorgesehen, dass die Felderflächen Vertiefungen sind.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
-
1 eine Spraydose in der Seitenansicht, -
2 eine Explosionsdarstellung der einzelnen Bestandteile der Spraydose, -
3 eine Draufsicht auf drei nebeneinander angeordnete Spraydosen, -
4 einen Schnitt gemäß der Linie IV-IV in3 . - Der Behälter
1 besteht aus Blech. Es kann sich um Stahlblech oder Aluminiumblech handeln. Die grobe Kontur des Behälters ist die eines Rotationskörpers. Von der Rotationssymmetrie weichen im Wesentlichen lediglich die weiter unten noch zu erörternden Felder (6 ,7 ) ab. - Ein kreiszylinderförmiger Endabschnitt (
3 ) des Behälters (1 ) steckt in einer Öffnung (13 ) eines Standfußes (2 ). Die Öffnung (13 ) ist topfförmig gestaltet. Sie besitzt entlang ihrer einer Zylinderform folgenden Wandung einen Boden (14 ), der sich nur über den wandungsnahen Bereich erstreckt, so dass in der Mitte des Bodens (14 ) eine kreisrunde Öffnung (15 ) verbleibt. - Die Grundrisskontur des Standfußes (
2 ), welcher aus Kunststoff oder Gummi besteht, ist die eines regelmäßigen Sechskantes. Die Umfangswandung des Standfußes2 wird somit von insgesamt sechs ebenen Mehrkantflächen (12 ) ausgebildet. Unter Ausbildung einer Rundung und einer sich daran anschließenden radial einwärts gezogenen Kehle16 gehen die Mehrkantflächen12 in die kreisförmige Randkante der Einstecköffnung13 über. Der Standfuß2 kann im Spritzgussverfahren hergestellt werden. Zur Materialverminderung besitzt er einen zur Standfläche nach unten hin offenen ringförmigen Hohlraum17 . Dieser Hohlraum17 umgibt die Außenwandung der Einstecköffnung13 . - Der Behälter
1 bildet eine Spraydose aus. Das Entnahmende, welches dem Endabschnitt3 gegenüberliegt, wird von ebenfalls von einem zylindrischen Abschnitt10 ausgebildet. Die axiale Länge dieses oberen Zylinderabschnittes10 entspricht in etwa der axialen Länge des unteren zylindrischen Abschnittes3 . Auch die Durchmesser der beiden zylindrischen Abschnitte3 ,10 sind im We sentlichen gleich. Der Sprühknopf11 der Spraydose wird von einer Verschlusskappe4 überdeckt, deren Außenwandung sich bündig an die Außenfläche des zylindrischen Abschnittes10 anschließt. - Etwa mittig zwischen den beiden kreiszylindrischen Abschnitten
3 ,10 besitzt der Behälter1 eine Umfangsauswölbung5 . Die sich in Umfangsrichtung erstreckende Scheitellinie der Umfangsauswölbung5 verläuft auf einem Kreis. Dieser Kreis ist der Inkreis des von dem Standfuß2 ausgebildeten Sechsecks, so dass kein Abschnitt des Behälters1 die Umrisskontur des Standfußes2 überragt. Hierdurch ist der erfindungsgemäße Behälter auch optimal stapelbar. Dies ist in der3 angedeutet. Die einzelnen Mehrkantflächen12 des Sechskantstandfußes2 liegen wabenartig aneinander. Indem die Umfangsauswölbung5 auf dem Inkreis des Sechsecks verläuft, berühren sich die Behälter1 im Bereich der Umfangsauswölbung5 . - In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Durchmesser der Umfangsauswölbung
5 geringer als der Durchmesser des Inkreises. Werden derartig ausgebildete Behälter auf ihren Standfüßen2 stehend in dichtester Packungslage angeordnet, wie es die3 andeutet, so berühren sich lediglich die Mehrkantflächen der Standfüße2 , nicht aber die Umfangsauswölbungen5 . Hierdurch ist eine klapperfreie und berührungsfreie Verpackung der Behälter1 auf engstem Raume möglich. - Die Zylinderabschnitte
3 ,10 gehen jeweils unter Ausbildung einer Ringhohlkehle8 ,9 in die in Achsrichtung gerundete Umfangsauswölbung5 über. In beiden Kehlenabschnitten8 ,9 erstrecken sich in Umfangsrichtung hintereinander liegend mehrere ovale Felder6 ,7 . Diese Felder können von einfach gekrümmten Flächen gebildet sein. Die Flächen sind lediglich in Achsrichtung gekrümmt. In Umfangsrichtung sind die Flächen nicht gekrümmt. Ein durch diese Felder6 ,7 gelegter Querschnitt zeigt deshalb im Bereich der Felder6 ,7 geradlinige Verläufe. In einer Alternative zu diesen pseudoebenen Flächen der Felder6 ,7 können die Felder6 ,7 aber auch von Wölbungen ausgebildet sein. Es können nach innen oder nach außen gerichtete Wölbungen vorgesehen sein. Insgesamt liegen in gleichmäßiger Umfangsverteilung jeweils sechs Felder,6 ,7 nebeneinander. - Der Endabschnitt
3 des Behälters1 steckt reibschlüssig in der Einstecköffnung13 . Wird der Behälter1 angehoben, so bleibt der Standfuß2 zufolge der reibschlüssigen Halterung am Behälter1 haften. Der Standfuß kann auch mit seiner Standfläche an einer vertikalen Wand befestigt werden. Die Einstecköffnung13 besitzt eine ausreichende axiale Tiefe, um den Behälter1 auch in einer Horizontallage lediglich einsteckend in der Einstecköffnung13 zu haltern. Der Behälter1 kann mit seinem Endabschnitt3 in die Einstecköffnung13 eingesetzt und wieder herausgenommen werden. - Die Umfangsauswölbung
5 , insbesondere in Kombination mit den Feldern6 ,7 mit der oben genannten Ausgestaltung verleiht dem Behälter1 eine erhöhte Griffigkeit. Die Umfangsauswölbung5 ist hinsichtlich ihrer axialen Länge und ihres Durchmessers derart ergonomisch gestaltet, dass der Behälter1 bequem von der Hand eines Benutzers umfasst werden kann. Dabei liegt die Umfangsauswölbung5 , in der Höhlung der Hand des Benutzers. Die den Behälter1 haltenden Zeigefinger und Ringfinger liegen jeweils in den Kehlenabschnitten8 ,9 , wobei die einzelnen Fingerglieder Halt im Bereich der Felder6 bzw.7 finden. Der in Opposition zu den Fingern stehende Daumen umgreift den Behälter1 von der anderen Seite und liegt ebenfalls bevorzugt im Bereich einer der beiden Kehlenabschnitte8 ,9 . Mit dem Zeigefinger kann der Sprühknopf11 in Axialrichtung betätigt werden, so dass ein in dem Behälter1 aufgenommenes Aerosol appliziert werden kann. - Der Behälter
1 dient insbesondere zur Aufnahme von Schmiermitteln, Rostlösemitteln und anderen technischen Flüssigkeiten. Bevorzugt wird der Behälter1 mit Flüssigkeiten gefüllt, die im Zusammenhang mit dem Verschrauben bzw. dem Lösen von Schrauben verwandt werden können. - Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
Claims (16)
- Behälter (
1 ) zur Aufnahme und Abgabe einer Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass ein Endabschnitt (3 ) des Behälters in einem Standfuß (2 ) steckt. - Behälter nach Anspruch 1 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Standfuß (
2 ) eine Standfläche (2' ) bzw. einen größten Durchmesser aufweist, die bzw. der mindestens so groß ist, wie die größte Querschnittsfläche des Behälters (1 ) bzw. dessen größter Durchmesser. - Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Standfuß (
2 ) eine Einstecköffnung (13 ) aufweist, zum Einstecken des im Wesentlichen zylindrischen Endabschnittes (3 ) des Behälters (1 ). - Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Standfuß (
2 ) einen unrunden, insbesondere mehrkantigen Grundriss aufweist. - Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Standfuß (
2 ) einen Grundriss in Form eines regelmäßigen Sechsecks aufweist mit geraden Kanten. - Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Standfuß (
2 ) aus einem elastischen Material, insbesondere aus Kunststoff oder Gummi besteht. - Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstecköffnung (
13 ) einen in der Mitte eine Öffnung (15 ) aufweisenden Boden (14 ) besitzt. - Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (
1 ) aus dünnwandigem Blech besteht, eine längliche Gestalt aufweist und insbesondere eine Spraydose ist. - Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (
1 ) eine von einer Zylinderform abweichende Form besitzt. - Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter eine mittlere im Wesentlichen kreisförmige Umfangsauswölbung (
5 ) aufweist, deren Durchmesser größer ist, der Durchmesser des zylindrischen Endabschnitts (3 ). - Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass kein Abschnitt des Behälters (
1 ) den Rand des Standfußes (2 ) überragt. - Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (
1 ) einen dem zylindrischen Endabschnitt (3 ) gegenüberliegenden Zylinderabschnitt (10 ) etwa gleichem Durchmesser besitzt. - Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinderabschnit te (
3 ,10 ) unter Ausbildung jeweils von Kehlenabschnitten (8 ,9 ) in die Umfangsauswölbung (5 ) übergehen. - Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, gekennzeichnet durch in den Kehlenabschnitten (
8 ,9 ) angeordnete Einwölbungen (6 ,7 ) bzw. ebene Flachzonen (6 ,7 ). - Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Einwölbungen (
6 ,7 ) bzw. Flachzonen (6 ,7 ) eine Ovalform aufweisen. - Behälter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der dem zylindrischen Endabschnitt (
3 ) gegenüberliegende Zylinderabschnitt (10 ) sich in eine Verschlusskappe (4 ) fortsetzt, die einen Sprühknopf (11 ) überdeckt.
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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|---|---|
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- 2006-12-23 DE DE200610061411 patent/DE102006061411A1/de not_active Withdrawn
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