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DE102006053866A1 - Verfahren zum Betreiben eines nach dem Blockmodell arbeitenden modularen Feldgerätes der Automatisierungstechnik - Google Patents

Verfahren zum Betreiben eines nach dem Blockmodell arbeitenden modularen Feldgerätes der Automatisierungstechnik Download PDF

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DE102006053866A1 DE200610053866 DE102006053866A DE102006053866A1 DE 102006053866 A1 DE102006053866 A1 DE 102006053866A1 DE 200610053866 DE200610053866 DE 200610053866 DE 102006053866 A DE102006053866 A DE 102006053866A DE 102006053866 A1 DE102006053866 A1 DE 102006053866A1
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Jörg Dr. Hähniche
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Endress and Hauser Process Solutions AG
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Abstract

Bei einem Verfahren zum Betreiben eines nach dem Blockmodell arbeitenden modular aufgebauten Feldgerätes der Automatisierungstechnik, das aus einem Messaufnehmer MA1 und einem Messumformer MU besteht, wird nach dem Verbinden des Messaufnehmers MA1 mit dem Messumformer MU eine im Messaufnehmer MA1 gespeicherten Kennung KN1 ausgelesen und über diese Kennung KN1 der dem eingesetzten Messaufnehmer MA1 angepassten Übertragungsblock im Messumformer MU aktiviert (Fig. 4).

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines nach dem Blockmodell arbeitenden modularen Feldgerätes der Automatisierungstechnik gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • In der Automatisierungstechnik insbesondere in der Prozessautomatisierungstechnik werden vielfach Feldgeräte eingesetzt, die zur Erfassung und/oder Beeinflussung von Prozessvariablen dienen. Beispiele für derartige Feldgeräte sind Füllstandsmessgeräte, Massedurchflussmessgeräte, Druck- und Temperaturmessgeräte etc., die als Sensoren die entsprechenden Prozessvariablen Füllstand, Durchfluss, Druck bzw. Temperatur erfassen.
  • Zur Beeinflussung von Prozessvariablen dienen Aktoren, z. B. Ventile oder Pumpen, über die der Durchfluss einer Flüssigkeit in einem Rohrleitungsabschnitt bzw. der Füllstand in einem Behälter verändert werden kann.
  • Eine Vielzahl solcher Feldgeräte wird von der Firmengruppe Endress + Hauser hergestellt und vertrieben.
  • In der Regel sind Feldgeräte in modernen automatisierungstechnischen Anlagen über Kommunikationsnetzwerke (Profibus, Foundation Fieldbus etc.) mit übergeordneten Einheiten (z. B. Leitsysteme, Steuereinheiten) verbunden. Diese übergeordneten Einheiten dienen zur Prozesssteuerung, Prozessvisualisierung, Prozessüberwachung sowie zur Inbetriebnahme bzw. zum Bedienen der Feldgeräte.
  • Als Feldgeräte werden allgemein auch solche Einheiten bezeichnet, die direkt an einen Feldbus angeschlossen sind und zur Kommunikation mit den übergeordneten Einheiten dienen (z. B. Remote I/Os, Gateways, Linking Devices, Controller).
  • Zum Teil sind Feldbussysteme auch in Unternehmensnetzwerke, die auf Ethernet-Basis arbeiten, integriert. Damit kann aus unterschiedlichen Bereichen eines Unternehmens auf Prozess- bzw. Feldgeräteinformationen zugegriffen werden.
  • Zur weltweiten Kommunikation können Firmennetzwerke auch mit öffentlichen Netzwerken, z. B. dem Internet verbunden sein.
  • Zum Bedienen und zur Inbetriebnahme der Feldgeräte sind entsprechende Bedienprogramme notwendig (z. B. FieldCare, Endress + Hauser; Pactware; AMS, Emerson; Simatic PDM, Siemens).
  • Zur Anlagensteuerung und -überwachung von größeren Anlagen dienen Leitsystem-Anwendungen (z. B. Simatic PCS7, Siemens; Freelance, ABB; Delta V, Emerson).
  • Ein wesentlicher Aspekt bei offenen Feldbussystemen wie z. B. Profibus und Foundation Fieldbus ist die Interoperabilität und die Austauschbarkeit von Geräten unterschiedlicher Hersteller. So können Sensoren, Aktoren etc. verschiedener Hersteller problemlos zusammen eingesetzt werden. Auch ist es möglich einen Sensor eines bestimmten Herstellers durch einen entsprechenden Sensor eines anderen Herstellers auszutauschen.
  • Dies erfordert eine klare Strukturierung von Daten und Funktionen in den einzelnen Feldgeräten, um einen einheitlichen systemweiten Datenzugriff zu ermöglichen. Erreicht wird dieser einfache Datenzugriff durch standardisierte Feldbussystem wie Profibus bzw. Foundation Fieldbus, die nach dem Blockmodell arbeiten. Daten und Funktionen eines Feldgerätes werden dabei in unterschiedlichen Blöcken gekapselt, die nach außen als Kommunikationsobjekte in Erscheinung treten. Jedes Feldgerät, das nach dem Blockmodell arbeitet, weist zumindest einen Geräteblock (Resource Block) auf, der alle Daten, die ein Gerät identifizieren z. B. Geräte- und Herstellernamen, Seriennummer, Hardware- und Firmwareversionen, beinhaltet.
  • Neben dem Geräteblock ist meist noch ein Übertragungsblock (transducer block) vorhanden. Ein solcher Übertragungsblock dient zur Aufbereitung von Eingangssignalen z. B. eines von einem Messaufnehmer gelieferten Rohsignals, bevor es an andere Blöcke zur weiteren Verarbeitung weitergeleitet wird.
  • Im Übertragungsblock erfolgt meist die Kalibrierung und die Linearisierung des Rohsignals, so dass nach dieser Verarbeitung als Ausgangssignal dieses Blocks der eigentliche Messwert zur Verfügung steht.
  • Die Funktionalität des Übertragungsblocks genau auf den Messaufnehmer, der das Rohsignal liefert, abgestimmt.
  • Weiter anwendungsorientierte Funktionsblöcke sind z. B. PID- , AI-(Anolog Input), AO-(Analog Output) Blöcke, die bestimmte Funktionen der jeweiligen Geräte kapseln und die für eine komplexe Kontrollstrategie zusammengeschaltet werden können.
  • Bei modular aufgebauten Feldgeräten, bei denen z. B. ein Messumformer mit unterschiedlichen Messaufnehmern verbunden wird, besteht das Problem seitens des Geräteherstellers, dass nicht schon bei der Fertigung des Gerätes der Übertragungsblock im Gerät abgespeichert werden kann, da noch nicht bekannt ist, mit welchem Messaufnehmertyp, der Anwender den Messumformer tatsächlich einsetzen will.
  • Aus diesem Grund wird der Übertragungsblock erst im betreffenden Feldgerät abgespeichert, wenn Klarheit darüber besteht, welchen Messaufnehmertyp der Anwender einsetzen wird. In der Regel ist dies erst nach der Bestellung des Feldgerätes möglich. Dies bedeutet bei modularen Feldgeräten einen erheblichen Aufwand beim Herstellungsprozess und in der Lagerhaltung. Dabei ist nicht auszuschließen, dass ein nicht passender Übertragungsblock in einem Geldgerät abgespeichert wird.
  • Beim Anwender besteht ein weiteres Problem, dass der Austausch eines vorhandenen Messaufnehmers gegen einen anderen Typen von Messaufnehmer nicht ohne weiteres möglich. Er muss hierfür den Übertragungsblock im Messumformer austauschen, wenn der neu eingesetzte Messaufnehmer nicht zum vorhandenen Übertragungsblock im Messumformer passt. Dies bedeutet eine Unterbrechung der Prozessanwendung und damit ein unerwünschter Anlagenstillstand. Außerdem ist den Austausch ein Service-Techniker notwendig.
  • Insgesamt sind modular aufgebaute Feldgeräte auch vom Anwender in gewissen Situationen nicht einfach zu handhaben.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb ein Verfahren zum Betreiben eines nach dem Blockmodell arbeitenden modularen Feldgerätes der Automatisierungstechnik anzugeben, das die oben genannten Nachteile nicht aufweist, das insbesondere eine einfache Anpassung eines Messumformers an den eingesetzten Messumformertyp ermöglicht und das einfach und kostengünstig durchführbar ist.
  • Gelöst wird diese Aufgabe durch folgende im Anspruch 1 angegebenen Merkmale. Verfahren zum Betreiben eines nach dem Blockmodell arbeitenden modularen Feldgerätes der Automatisierungstechnik, das einen Messumformer aufweist, der mit unterschiedlichen Messaufnehmer verbindbar ist und der zur messaufnehmerspezifischen Signalauswertung einen Übertragungsblock benötigt, mit folgenden Verfahrensschritten:
    • a) Verbinden eines Messaufnehmers MA1 mit dem Messumformer MU
    • b) Auslesen im Messaufnehmer MA1 gespeicherten Kennung KN1
    • c) Aktivierung eines auf den eingesetzten Messaufnehmer MA1 angepassten Übertragungsblock im Messumformer MU
  • Die wesentliche Idee der Erfindung besteht darin, dass der Übertragungsblock sich automatisch an den eingesetzten Messumformertypen anpasst.
  • Vorteilhafte Weiterentwicklungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • So können im Messumformer mehrere Übertragungsblöcke für unterschiedliche Messaufnehmer gespeichert sein.
  • Alternativ ist im Messumformer ein generischer Übertragungsblock gespeichert ist, der an unterschiedliche Messaufnehmer angepasst werden kann.
  • Nachfolgend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 Feldbussystem in schematischer Darstellung;
  • 2 Blockdiagramm eines Feldgerätes in schematischer Darstellung
  • In 1 ist ein Netzwerk der Automatisierungstechnik näher dargestellt. An einen Datenbus D1 sind mehrere Rechnereinheiten, (Arbeitsplatzrechner, Workstations) WS1, WS2, angeschlossen. Diese Rechnereinheiten dienen als übergeordnete Einheiten (Leitsystem bzw. Steuereinheit) unter anderem zur Prozessvisualisierung, Prozessüberwachung und zum Engineering wie zum Bedienen und Überwachen von Feldgeräten. Der Datenbus D1 arbeitet z. B. nach dem HSE (High Speed Ethernet)-Standard der Foundation Fieldbus. Über ein Gateway G1, das auch ein Linking Device oder ein Controller sein kann, ist der Datenbus D1 mit einem Feldbus-Segment SM1 verbunden. Das Feldbus-Segment SM1 besteht aus mehreren Feldgeräten F1, F2, F3, F4, die über einen Feldbus FB miteinander verbunden sind. Bei den Feldgeräten F1, F2, F3, F4 kann es sich sowohl um Sensoren oder um Aktoren handeln. Der Feldbus FB arbeitet z. B. nach dem Feldbusstandard Foundation Fieldbus.
  • In 2 ist eines der Feldgeräte, z. B. das Feldgerät F1, als Blockdiagramm näher dargestellt. Es besteht aus einem physikalischen Messaufnehmer MA1 zur Erfassung einer Prozessvariablen (z. B. ein pH-Sensor, Leitfähigkeitsensor) und einem Messumformer MU in dem das vom Messaufnehmer kommende Messsignal aufbereitet und anderen Kommunikationsteilnehmern, z. B. den Feldgeräten F2-F4 über den Feldbus FB zur Verfügung gestellt wird.
  • Der Messumformer MU weist als Softwarekomponenten einen Geräteblock (Resource Block R) auf, der den Geräte- und Herstellernamen, die Seriennummer sowie die Hardware- und Firmwareversionen des Messumformers MU enthält. Die Daten des Geräteblocks können einfach über den Feldbus FB abgefragt werden.
  • Als weitere Softwarekomponente ist ein Übertragungsblock (Transducer Block T1) vorgesehen.
  • Der Übertragungsblock T1 dient zur Aufbereitung des vom Messaufnehmer MA1 gelieferten Rohsignals. Im Übertragungsblock T1 erfolgt z. B. eine Kalibrierung und eine Linearisierung des vom Messaufnehmer MA1 gelieferten Rohsignals. Nach der Verarbeitung des Rohsignals steht der eigentliche Messwert MW für weitere Zwecke zur Verfügung. Dieser Messwert MW kann an andere Funktionsblöcke weitergeleitet werden. Im einfachsten Fall wird der Messwert MW nur an einen Funktionsblock F1 im Messumformer MU weitergeleitet. Dieser Funktionsblock F1 ist dann ein AI-Funktionsblock (analog input), der den Messwert MW anderen Kommunikationspartnern über den Feldbus FB zur Verfügung stellt. Neben einem AI-Block können noch weitere Funktionsblöcke im Messumformer MU eingesetzt werden, beispielhaft sei hier ein PID-Block erwähnt. Mit Funktionsblöcken können einfache aber auch sehr komplexe Kontrollstrategien aufgebaut werden.
  • Zur Erstellung von Kontrollstrategien werden entsprechende Werkzeug z. B. ControlCare der Fa. Endress + Hauser eingesetzt. Die fertige Kontrollstrategie wird bei der Inbetriebnahme des Feldbussystems per Download in die einzelnen Feldgeräte übertragen.
  • Den zeitlichen Ablauf der Kommunikation zwischen den Funktionsblöcken steuert bei Foundation Fielbus ein so genannter Link-Active-Scheduler LAS. Er kontrolliert die Busaktivitäten mit Hilfe verschiedener Kommandos, welche an die einzelnen Busteilnehmer (Feldgeräte) gesendet werden. Geräte die die Funktion des LAS ausführen, bezeichnet man als Link-Master. Da der LAS fortlaufend auch unbelegte Geräteadressen abfrägt, ist es möglich im laufenden Betrieb Feldgeräte an den Feldbus anzuklemmen und die in den laufenden Betrieb zu integrieren. In vorliegenden Fall ist der LAS im Gateway G1 vorgesehen.
  • Prinzipiell unterscheidet man bei Foundation Fieldbus zwischen der zyklischen und der azyklischen Kommunikation. Zeitkritische Aufgaben wie z. B. die Regelung der Prozessgrößen über die Regelkreise werden ausschließlich über die zyklische Kommunikation abgewickelt. Die Parametrierung und Diagnose von Feldgeräten erfolgt über die azyklische Kommunikation. Um alle Kommunikationsaufgaben zum richtigen Zeitpunkt und ohne Zugriffskonflikte durchführen zu können, wird die zyklische Kommunikation nach einem festen Bearbeitungszeitplan, der sich zyklisch wiederholt, durchgeführt. Einen Zyklus des Bearbeitungszeitplans nennt man auch Makrozyklus.
  • Die Kommunikation der Kommunikationsteilnehmer bei Foundation Fieldbus erfolgt nach dem Publisher-Subscriber-Prinzip.
  • Wie bereits erwähnt, liegt für jedes Gerät (Busteilnehmer) der Zeitpunkt fest, an dem das Gerät zum Senden seiner zyklischen Daten vom LAS aufgefordert wird. Das angesprochene Gerät (der Publisher) veröffentlicht daraufhin seine Daten z. B. einen Messwert über den Feldbus. Diese Daten werden dann von allen Geräten, die als Subscriber für diese Daten konfiguriert worden sind, gelesen.
  • In 3 ist das Publisher-Subscriber-Prinzip anhand der beiden Feldgeräten F1, F2 mit vereinfacht ganz allgemein dargestellten Funktionsblöcken FB1 und FB2 schematisch dargestellt. Das Feldgerät F1 ist der Publisher für einen Messwert MW, das Feldgerät F2 ist der Subscriber für diesen Messwert MW. Die Kommunikation zwischen den entsprechenden Funktionsblöcken FB1 (z. B. DI-Block) und FB2 (z. B. PID-Block) erfolgt über eine entsprechende Kommunikationsbeziehung.
  • In 4 Ist der hardwaremäßige Aufbau des Feldgerätes F1 näher dargestellt. Ein Mikroprozessor μP im Messumformer ist über eine RS485-Schnittstelle mit dem Messaufnehmer MA1 verbunden. Der Messaufnehmer MA1 weist einen Sensor S einen Verstärker V und einen relativ einfach aufgebauten Mikrocontroller μC auf. Der Mikroprozessor μP im Messumformer ist mit mehreren Speichereinheiten verbunden. Ein Speicher VM dient als temporärer (flüchtiger) Arbeitspeicher RAM. Als Speicher für das im Mikroprozessor μP auszuführende Softwareprogramm SP dient ein EPROM-Speicher oder Flash-Speicher FLASH. In einem nichtflüchtigen beschreibbaren Datenspeicher NVM z. B. einem EEPROM-Speicher sind Parameterwerte (z. B. Kalibrierdaten etc.) abgespeichert.
  • Das im Mikroprozessor μP ablaufende Softwareprogramm SP definiert die anwendungsbezogenen Funktionalitäten des Feldgerätes (z. B.
  • Messwertberechnung, Linearisierung der Messwerte, Diagnoseaufgaben etc.). Insbesondere werden hier auch die verschiedenen Funktionsblöcke verwaltet.
  • Weiterhin ist der Mikroprozessor μP mit einer Anzeige Bedieneinheit A/B (z. B. LCD-Anzeige mit mehreren Drucktasten) verbunden.
  • Zur Kommunikation mit einer Steuereinheit ist der Mikroprozessor μP über einen Kommunikations-Einheit COM mit einer Feldbusschnittstelle FBS verbunden. Eine Versorgungseinheit NT liefert die notwendige Energie für die einzelnen Elektronikkomponenten des Feldgerätes F1. Die Energieversorgungsleitungen zu den einzelnen Komponenten im Feldgerät sind der Übersichtlichkeit halber nicht eingezeichnet.
  • Nachfolgend ist das erfindungsgemäße Verfahren näher erläutert. Wird der Messaufnehmer MA1 mit dem Messumformer MU erstmalig verbunden, so wird eine im Messaufnehmer MA1 gespeicherte Kennung KN1 aus dem Messaufnehmer MA1 ausgelesen. Anhand dieser Kennung kann der Messaufnehmer MA1 vom Messumformer MU identifiziert werden.
  • Sind im Messumformer verschiedene Übertragungsblöcke T1, T2, T3 für unterschiedliche Messaufnehmer MA1, MA2, MA3 mit entsprechenden Kennungen KN1, KN2, KN3 gespeichert, so kann anhand der Kennung KN1 der zum Messaufnehmer MA1 passende Übertragungsblock TA1 aktiviert werden.
  • Alternativ ist ein generischer Übertragungsblock T im Messumformer MU vorgesehen sein, der an unterschiedliche Messaufnehmertypen MA1, MA2 oder MA3 anpassbar ist.
  • Mit Hilfe der Kennung KN1 kann auch der generische Übertragungsblock T entsprechend angepasst werden.
  • In beiden Fällen ist unmittelbar nach der Verbindung des Messaufnehmers MA1 mit dem Messumformer MU1 der zum Messaufnehmer MA1 passende Übertragungsblock aktiviert.
  • Hierdurch ergibt sich für Gerätehersteller und Anwender der Vorteil, dass Messumformer für unterschiedliche Messaufnehmertypen erheblich einfacherer zu handhaben sind.
  • Beim Hersteller können der generische Übertragungsblock bzw. die verschiedenen Übertragungsblöcke bereits bei der Fertigung ins Feldgerät übertragen werden. Dies vereinfacht die Produktion, die Lagerhaltung und den Bestellvorgang.
  • Zusätzlich kann der Anwender den Messaufnehmertyp problemlos und sicher wechseln. Es steht immer automatisch der passende Übertragungsblock zur Verfügung.

Claims (3)

  1. Verfahren zum Betreiben eines nach dem Blockmodell arbeitenden modularen Feldgerätes der Automatisierungstechnik, das einen Messumformer aufweist, der mit unterschiedlichen Messaufnehmer verbindbar ist und der zur messaufnehmerspezifischen Signalauswertung einen Übertragungsblock benötigt, mit folgenden Verfahrensschritten: a) Verbinden eines Messaufnehmers MA1 mit dem Messumformer MU b) Auslesen im Messaufnehmer MA1 gespeicherten Kennung KN1 c) Aktivierung eines auf den eingesetzten Messaufnehmer MA1 angepassten Übertragungsblock im Messumformer MU
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Messumformer MU mehrere Übertragungsblöcke T1, T2, T3 für unterschiedliche Messaufnehmer MA1, MA2, MA3 gespeichert sind.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Messumformer MU ein generischer Übertragungsblock gespeichert ist, der an unterschiedliche Messaufnehmer MA1, MA2, MA3 anpassbar ist.
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