DE102006059716A1 - Verdrehgesicherter Stößel eines Ventiltriebes - Google Patents
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft einen verdrehgesicherten Stößel (1) eines Ventiltriebes einer Brennkraftmaschine, welcher zwischen einem Nocken und einem Ventil angeordnet und in einer Aufnahmebohrung eines Zylinderkopfes (4) geführt ist. Dabei ist in einer Ausnehmung (7, 7') des Hemdes (3) eine radial abstehende Verdrehsicherung (6) angeordnet, die in einer Führungsnut (5) des Zylinderkopfes (4) gleitet. Erfindungswesentlich ist dabei, dass die Verdrehsicherung (6) zwei sich in Umfangsrichtung des Stößels (1) erstreckende Federarme (8, 8') aufweist, die zumindest bereichsweise entweder an einer inneren Mantelfläche (16) des Hemdes (3) oder an einer äußeren Mantelfläche (10) des Stößels (1) anliegen und durch eine radial auf den Stößel (1) wirkende Klemmkraft die Verdrehsicherung (6) an diesem fixieren.
Description
- Die Erfindung betrifft einen verdrehgesicherten Stößel eines Ventiltriebes einer Brennkraftmaschine gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie einen verdrehgesicherten Stößel gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Aus der
DE 196 00 852 A1 ist ein verdrehgesicherter Stößel eines Ventiltriebes einer Brennkraftmaschine, vorzugsweise ein aus einem Boden und einem Hemd bestehender Tassenstößel bekannt, der zwischen einem Nocken und einem Ventil angeordnet ist und in einer Aufnahmebohrung eines Zylinderkopfes geführt ist. Dabei ist in einer Ausnehmung des Hemdes eine Verdrehsicherung angeordnet, die in einer Führungsnut des Zylinderkopfes gleitet. Die Verdrehsicherung ist als elastisches Federelement ausgebildet und besteht aus einem Rücken sowie zwei sich daran anschließenden Spangen, welche in zwei Längsschlitze im Hemd des Stößels eingeclipst werden. Nachteilig ist hierbei, dass ein Bauraum aufgrund der Länge der Spangen auf der Innenseite des Stößel stark eingeschränkt ist und zudem die beiden Schenkel der beiden Spange eine hohe Federvorspannung aufweisen müssen, um einen notwendigen Festsitz der Verdrehsicherung zu gewährleisten, so dass insbesondere bei dünnwandigen Hemden eine unzulässig hohe Beanspruchung des Materials des Hemdes nicht ausgeschlossen werden kann. - Ein weiterer verdrehgesicherter Stößel ist beispielsweise aus der
DE 195 01 061 A1 bekannt. - Die Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für einen gattungsgemäßen verdrehgesicherten Stößel eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, bei welcher eine Verdrehsicherung konstruktiv einfach ausgebildet ist und einfach und fest mit dem Stößel zu verbinden ist, ohne dass es zu unzulässig hohen Spannungsspitzen im Material des Stößels kommt.
- Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
- Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, bei einer Verdrehsicherung zwei sich in Umfangsrichtung eines Stößels erstreckende Federarme vorzusehen, welche bei am Stößel montierter Verdrehsicherung ein Fixieren der Verdrehsicherung über die beiden Federarme gewährleisten. Die beiden Federarme liegen dabei zumindest bereichsweise entweder an einer äußeren Mantelfläche des Stößels oder ab einer inneren Mantelfläche des Hemdes des verdrehgesicherten Stößels an und fixieren die Verdrehsicherung am Stößel durch eine radial auf diesen wirkende Klemmkraft. Das Hemd umfasst hierbei auch einen Übergangsbereich zu einem Boden des Stößels. Sofern die beiden Federarme der Verdrehsicherung an der inneren Mantelfläche anliegen, weisen diese einen größeren Radius auf als die Innenmantelfläche, wodurch die Federarme sich radial nach außen drückend gegen die Innenmantelfläche des Hemdes des Stößels verspannen. Bei einer Verdrehsicherung mit an der äußeren Mantelfläche anliegenden Federarmen weisen diese einen im Vergleich zur Außenmantelfläche kleineren Radius aus, so dass diese bei am Stößel fixierter Verdrehsicherung den Stößel klemmend umgreifen und mit einer radial nach innen wirkenden Kraft gegen die äußere Mantelfläche des Hemdes/Stößels drücken. Durch die erfindungsgemäße Verdrehsicherung kann aufgrund der umlaufend radial anliegenden Federarme eine große Spannkraft übertragen werden, ohne dass eine örtliche Flächenpressung und damit eine Materialüberlastung in Kauf genommen werden muss. Zudem ist eine derartige Verdrehsicherung als kostengünstiges Blechumformteil herstellbar, wodurch sich insbesondere die Fertigungskosten reduzieren lassen.
- Zweckmäßig ist an der inneren Mantelfläche des Hemdes eine, die Federarme der Verdrehsicherung zumindest teilweise aufnehmende radiale Ringnut angeordnet. Eine derartige Ringnut vereinfacht die Montage der Verdrehsicherung am Stößel erheblich und fixiert letztere in montiertem Zustand in axialer Richtung am Stößel. Darüber hinaus kann eine derartige radiale Ringnut ohne großen Mehraufwand in eine ohnehin erforderliche Drehbearbeitung des Stößels integriert werden, so dass hierfür keine nennenswerten Mehrkosten entstehen. Die Ringnut bietet darüber hinaus eine Möglichkeit der Zwangspositionierung der Verdrehsicherung, da sie eine vorgegebene und vordefinierte Position der Verdrehsicherung in montiertem Zustand zwangsweise vorgibt. Bei einer Verdrehsicherung mit an der äußeren Mantelfläche anliegenden Federarmen ist eine nach radial außen offene Ringnut an der äußeren Mantelfläche vorgesehen, welche die Federarme der Verdrehsi cherung vollständig aufnimmt, so dass diese an keiner Stelle radial über einen Außenumfang der Außenmantelfläche hinausstehen.
- Die Erfindung weiter auf dem allgemeinen Gedanken, die Verdrehsicherung als nasenartiges Einsatzelement auszusehen, also ohne Federarme, wobei das Einsatzelement in einer nach radial außen offenen und nach radial innen geschlossenen Nut am Stößel form- und/oder kraftschlüssig gehalten ist. Eine derartige Ausbildung der Verdrehsicherung vereinfacht letztere nochmals erheblich, wobei ein Kraftschluss zwischen der Verdrehsicherung und der Nut beispielsweise mittels verlöten, verkleben oder verschweißen erreicht werden kann. Diese Verdrehsicherung ist dabei im Bodenbereich eines, einen Boden und ein sich daran anschließendes Hemd aufweisenden Stößels angeordnet. Denkbar ist hierbei auch eine Verbindung zwischen der Verdrehsicherung und der zugehörigen Nut in der Art einer Schwalbenschwanz-Verbindung, wobei die Verdrehsicherung einen schwalbenschwanzartigen Querschnitt aufweist, während die Nut einen dazu komplementären hinterschnittenen Querschnitt aufweist, so dass die Verdrehsicherung formschlüssig in der Nut gehalten ist.
- Vorteilhafte, nachstehend noch näher erläuterte Ausführungsbeispiele sind in den Zeichnungen dargestellt.
- Diese zeigen, jeweils schematisch,
-
1 eine Teilansicht auf einen erfindungsgemäßen verdrehgesicherten Stößel mit einer Verdrehsicherung als Außenclip, -
2a bis c unterschiedliche Darstellungen der Verdrehsicherung nach1 , -
3a bis d eine Schnittdarstellung durch eine Verdrehsicherung und einen verdrehgesicherten Stößel nach1 , -
4 einen Verdrehsicherung als Innenclip, -
5 eine Darstellung wie in4 jedoch aus einer anderen Perspektive, -
6a eine Längsschnittdarstellung durch einen verdrehgesicherten Stößel nach4 , -
6b eine Verdrehsicherung als Innenclip, -
7 eine Verdrehsicherung gemäß6b in einem verdrehgesicherten Stößel gemäß6a , -
8 einen Querschnitt durch einen verdrehgesicherten Stößel gemäß7 im Bereich der Verdrehsicherung, -
9 eine Ansicht auf einen verdrehgesicherten Stößel mit einer darin angeordneten Verdrehsicherung, -
10 eine Darstellung wie in7 , jedoch bei einer anderen Ausführungsform, -
11a , b eine Darstellung wie in6a , b, jedoch bei einer anderen Ausführungsform, -
12 eine Querschnittdarstellung durch einen verdrehgesicherten Stößel gemäß10 im Bereich der Verdrehsicherung, -
13 eine Darstellung wie in9 , jedoch bei einer anderen Ausführungsform, -
14 einen verdrehgesicherten Stößel mit einer als Einsatzelement ausgebildeten Verdrehsicherung, -
15a bis c einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen verdrehgesicherten Stößel im Bereich der Verdrehsicherung. - Entsprechend
1 weist ein verdrehgesicherter Stößel1 eines Ventiltriebes einer im übrigen nicht gezeigten Brennkraftmaschine einen Boden2 und ein Hemd3 auf. Der verdrehgesicherte Stößel1 ist vorzugsweise als Tassenstößel ausgebildet und üblicherweise zwischen einem nicht gezeigten No cken und einem ebenfalls nicht gezeigten Ventil, beispielsweise zwischen einem Steuernocken und einem Gaswechselventil angeordnet. In dieser Anordnung führt der Stößel1 in einer nicht gezeigten Aufnahmebohrung eines Zylinderkopfes4 (vgl.3d ) eine oszillierende Hin- und Herbewegung aus, wobei im Zylinderkopf4 eine Führungsnut5 vorgesehen ist, in welche eine radial nach außen abstehende Verdrehsicherung6 des verdrehgesicherten Stößels1 eingreift. Die Verdrehsicherung6 ist dabei in einer Ausnehmung7 des Hemdes3 des Stößels1 angeordnet. - Gemäß
1 , weist die Verdrehsicherung6 zwei sich in Umfangsrichtung des Hemdes3 bzw. des Stößels1 erstreckende Federarme8 ,8' auf, welche zumindest bereichsweise an einer äußeren Mantelfläche10 des Stößels1 anliegen und durch eine radial nach innen auf das Hemd3 bzw. auf den Stößel1 wirkende Klemmkraft die Verdrehsicherung6 am Stößel1 fixieren. Dabei ist an der äußeren Mantelfläche10 des Hemdes3 bzw. des Stößels1 eine, die Federarme8 ,8' der Verdrehsicherung6 vollständig aufnehmende und radial nach innen zurückspringende Ringnut9 vorgesehen (vgl.2b ), so dass die Federarme8 ,8' an keiner Stelle in radialer Richtung über eine Außenmantelfläche10 des Stößels1 radial nach außen überstehen. -
2a zeigt eine derartige Verdrehsicherung6 , mit ihren beiden in Umfangsrichtung verlaufenden Federarmen8 ,8' , welche sich im Bereich eines radial nach außen abstehenden Rückens11 treffen. Die Verdrehsicherung6 kann dabei als Blechumformteil ausgebildet sein, wobei die beiden Federarme8 ,8' bei einer Verdrehsicherung gemäß den1 bis3 einen im Vergleich zur Außenmantelfläche10 kleineren Radius aufweisen, so dass sich die Federarme8 ,8' bei am Stößel1 montierter Verdrehsicherung6 auf die Außenmantelfläche10 beziehungsweise in die dort angeordnete Ringnut9 mit radial nach innen gerichteter Kraft andrücken. Der Rücken11 liegt dabei gemäß2b und c in einer radial nach innen zurückspringenden Axialnut12 , wobei er sich mit zumindest einem Rückenbereich13 , insbesondere mit einem seitlichen Rückenbereich13 , formschlüssig an einen Längsrand14 der Axialnut12 anlegt. Hierdurch wird die Verdrehsicherung6 in montiertem Zustand gegen eine Verschiebung in Umfangsrichtung gesichert. - In
3a ist ein Querschnitt durch den verdrehgesicherten Stößel1 im Bereich der Ringnut9 gezeigt, wobei auch die radial nach innen zurückspringende Axialnut12 zu sehen ist. Die Verdrehsicherung gemäß der3b ist dabei vorzugsweise als Blechbiegeteil ausgebildet, wobei der Rücken11 ein Arretierelement15 umgreift, welches einerseits in die Axialnut12 eingreift und andererseits vom Rücken11 der Verdrehsicherung6 umfasst wird und dadurch diese gegen eine Verstellbewegung in Umfangsrichtung sichert. In3d ist die Verdrehsicherung6 gezeigt, wie sie mit ihrem Rücken11 in der Führungsnut5 des Zylinderkopfes4 geführt ist und dadurch den Stößel1 gegen eine Verdrehung sichert. Dabei sind üblicherweise die beiden Federarme8 ,8' der Verdrehsicherung6 in Umfangsrichtung solange ausgebildet, dass sie zusammen eine zumindest mehr als 180° überdeckende Spange (vgl.2a ) bilden. - Die Verdrehsicherung
6 gemäß den1 bis3 besteht somit aus den beiden Federarmen8 ,8' und dem diese verbindenden Rücken11 . Der Rücken11 ist dabei vorzugsweise komplementär zum Querschnittsprofil der Führungsnut5 ausgebildet, wodurch eine exakte Führung des Stößels1 in der Aufnahmebohrung am Zylinderkopf4 gewährleistet werden kann. Die Ringnut9 kann generell entweder vollständig oder lediglich teilweise umlaufend ausgebildet sein. Die beiden Federarme8 ,8' weisen dabei bei nicht eingebauter Verdrehsicherung6 einen im Vergleich zum Außenradius des Stößels1 kleineren Radius auf, wodurch diese beim Aufclipsen auf das Hemd3 eine Klemmkraft auf letzteres ausüben und damit die Verdrehsicherung6 zuverlässig am Hemd3 beziehungsweise am Stößel1 fixieren. Ein Verdrehen der Verdrehsicherung6 in Umfangsrichtung wird durch den insgesamt breiter ausgeführten Rücken11 der Verdrehsicherung6 verhindert, welcher sich in der Axialnut12 beziehungsweise an dem Längsrand14 der Axialnut12 abstützt. Bei einer lediglich teilweise umlaufenden Ringnut9 könnten eine Sicherung gegen ein Verdrehen in Umfangsrichtung der Verdrehsicherung6 durch entsprechend begrenzte Federarme8 ,8' realisiert werden, so dass bei einem derartigen Fall auf eine breitere Ausführung des Rückens11 verzichtet werden könnte, was sich vorteilhaft für die Herstellbarkeit der Verdrehsicherung6 auswirkt. Generell kann die Form des Rückens11 , welcher die Führungsfläche in der Führungsnut5 darstellt, entweder zylindrisch, teilzylindrisch vielförmig oder auch rechteckig ausgeführt sein. - Der Vorteil der erfindungsgemäßen Verdrehsicherung liegt darin, dass konstruktionsbedingt ein axiales Verschieben der Verdrehsicherung
6 sowie ein Verdrehen dieser aufgrund der Ringnut9 beziehungsweise Axialnut12 nicht möglich ist. Durch die Federspannkräfte der beiden Federarme8 ,8' , welche umlaufend radial auf eine große Fläche wirken, kann zudem eine hohe Haltekraft realisiert werden, wobei die Flächenpressung aufgrund der großen Fläche relativ gering ist. so dass keine Verformungen des Stößels1 zu erwarten sind. Des weiteren ist im Betrieb der Verdrehsicherung6 kein Herauslösen der Verdrehsicherung6 möglich. Eine Montage der Verdrehsicherung6 ist aufgrund der Eigenpositionierung in der Ringnut9 und der Axialnut12 sowie der Federkräfte der beiden Federarme8 ,8' sehr einfach und ohne komplexe Vorrichtungen und Werkzeuge möglich. - Gemäß den
4 bis11 ist eine Variante der Verdrehsicherung6 gezeigt, bei welcher sich die beiden Federarme8 ,8' zumindest bereichsweise an eine innere Mantelfläche16 des Hemdes3 anlegen und durch eine radial nach außen auf das Hemd3 wirkende Klemmkraft die Verdrehsicherung6 am Hemd3 fixieren. Bei den hier gezeigten Ausführungsformen beziehungsweise Varianten weisen die beiden Federarme8 ,8' ein im Vergleich zum Außenradius des Stößels1 größeren Radius auf, so dass bei montierter Verdrehsicherung6 sich die beiden Federarme8 ,8' von innen drückend gegen die Innenmantelfläche16 anlegen. Der Rücken11 ragt dabei durch die als Durchgangsöffnung ausgestaltete Ausnehmung7' durch das Hemd3 radial nach außen und erlaubt dadurch die Sicherung gegen ein Verdrehen des Stößels1 in der Aufnahmebohrung des Zylinderkopfes4 . Gemäß6a ist ein Längsschnitt durch den erfindungsgemäßen Stößel1 gezeigt, wobei an der inneren Mantelfläche16 ein nach radial außen zurückspringende Ringnut9' vorgesehen ist, in welche die beiden Federarme8 ,8' der Verdrehsicherung6 eingreifen. Dabei können die beiden Federarme8 ,8' im Bereich ihrer freien Enden jeweils einen radial nach außen abstehenden Vorsprung17 ,17' aufweisen, so dass die Federarme8 ,8' beispielsweise lediglich im Bereich dieser Vorsprünge17 ,17' beziehungsweise weiterer Vorsprünge17'' und17''' an der Innenmantelfläche16 beziehungsweise der Ringnut9 anliegen (vgl.8 ). Denkbar ist auch, dass im Bereich der nach außen abstehenden Vorsprünge17 ,17' an den Federarmen8 ,8' im Hemd3 eine jeweils zugehörige Ausnehmung18 ,18' vorgesehen ist, in welche die Verdrehsicherung6 mit ihren Vorsprüngen17 ,17' eingreift. - Gemäß
8 weist die Verdrehsicherung6 an jedem Federarm8 ,8' jeweils zwei Vorsprünge17 auf, welche ein lediglich bereichsweise Anliegen der Federarme8 ,8' an der Innenmantelfläche16 erlauben. Bei dieser Ausführungsform ist die Ausnehmung7 im Hemd3 gemäß9 so ausgebildet, dass sich die Verdrehsicherung6 mit ihren seitlichen Rückenbereichen13 ,13' an dem jeweiligen Längsrand19 ,19' der Ausnehmung7' anlegt und dadurch ein Verdrehen der Verdrehsicherung6 in Umfangsrichtung verhindert wird. Eine ähnliche Darstellung bietet auch6 und7 . - Demgegenüber sind gemäß den
10 bis13 Ausnehmungen18 im Hemd3 vorgesehen, in welche die an den freien Enden der beiden Federarme8 ,8' angeordneten Vorsprünge17 ,17' eingreifen und dadurch ein Verdrehen der Verdrehsicherung6 in Umfangsrichtung verhindern. Gemäß13 ist dabei die Ausnehmung7 kreisrund ausgebildet, wobei der Rücken11 ebenfalls mit Rückenbereichen13 und13' an einem Rand20 der Durchgangsöffnung7 anliegt und auch durch diese Tatsache ein Verdrehen der Verdrehsicherung6 in Umfangsrichtung verhindert werden kann. - Gemäß der Ausführungsform der Verdrehsicherung
6 in14 und15 ist die Verdrehsicherung6 als nasenartiges Einsatzelement21 ausgebildet, welches in einer radial nach außen offenen und nach radial innen geschlossenen Nut, insbesondere einer Axialnut12 , am Stößel1 form- und/oder kraftschlüssig gehalten ist. Dabei ist die radial nach außen geöffnete und radial nach innen geschlossene Nut12 im Bodenbereich des Stößels1 angeordnet, also in dem Bereich in dem eine Wandstärke des Hemdes3 beziehungsweise des Bodens2 deutlich größer ist als im übrigen Hemdbereich. Die Verdrehsicherung6 besteht hierbei vorzugsweise aus einem massiven Einsatzelement21 , wobei eine dem Stößel1 zugewandte Fläche des Einsatzelementes21 vorzugsweise als Planfläche ausgebildet ist, welche auf einen ebenfalls planen Nutengrund22 aufgesetzt wird. Eine Befestigung der Verdrehsicherung6 beziehungsweise des Einsatzelementes21 in der Nut12 kann dabei beispielsweise mittels Löten, Schweißen und/oder Kleben erfolgen. Denkbar ist auch, dass die Nut12 als Hinterschnittnut, beispielsweise in der Art einer Schwalbenschwanzverbindung, ausgeführt ist und das Einsatzelement21 eine komplementär dazu ausgebildete Feder aufweist, wodurch neben einem Kraftschluss auch ein Formschluss zwischen dem Einsatzelement21 und dem Stößel1 erreicht werden kann. - Denkbar ist auch, dass die Nut
12 als das Einsatzelement21 allseitig umschließende Vertiefung ausgebildet ist, so dass auch bei einem Versagen der stoffschlüssigen Verbindung kein Herauslösen des Einsatzelementes21 möglich ist. Die Nut12 beziehungsweise eine vergleichbare Vertiefung im Stößel1 können dabei einfach durch eine kostengünstige Fräsbearbeitung hergestellt werden, während das Einsatzelement21 kostengünstig als Massivumformteil herstellbar ist. Die Montage des Einsatzelementes21 ist aufgrund der Eigenpositionierung der Verdrehsicherung6 in der Nut12 beziehungsweise in der Ausnehmung7 einfach möglich, wodurch auch ein Montageaufwand verringert wird. - Alle in der Beschreibung und in den nachfolgenden Ansprüchen dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Form miteinander kombiniert erfindungswesentlich sein.
Claims (9)
- Verdrehgesicherter Stößel (
1 ) eines Ventiltriebes einer Brennkraftmaschine, vorzugsweise ein aus einem Boden (2 ) und einem Hemd (3 ) bestehender Tassenstößel, der zwischen einem Nocken und einem Ventil angeordnet und in einer Aufnahmebohrung eines Zylinderkopfes (4 ) geführt ist, wobei in einer Ausnehmung (7 ,7' ) des Hemdes (3 ) eine radial nach außen abstehende Verdrehsicherung (6 ) angeordnet ist, die in einer Führungsnut (5 ) des Zylinderkopfes (4 ) gleitet, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrehsicherung (6 ) zwei sich in Umfangsrichtung des Stößels (1 ) erstreckende Federarme (8 ,8' ) aufweist, die zumindest bereichsweise entweder an einer inneren Mantelfläche (16 ) des Hemdes (3 ) oder an einer äußeren Mantelfläche (10 ) des Stößels (1 ) anliegen und durch eine radial auf den Stößel (1 ) wirkende Klemmkraft die Verdrehsicherung (6 ) an diesem fixieren. - Stößel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der inneren Mantelfläche (
16 ) des Hemdes (3 ) eine, die Federarme (8 ,8' ) der Verdrehsicherung zumindest teilweise aufnehmende radiale Ringnut (9' ) angeordnet ist. - Stößel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Federarme (
8 ,8' ) der Verdrehsicherung (6 ) zusammen eine zumindest mehr als 180° überdeckende Spange bilden. - Stößel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Verdrehsicherung (
6 ) mit an der inneren Mantelfläche (16 ) des Hemdes (3 ) anliegenden Federarmen (8 ,8' ) ein radial nach außen abstehender Rücken (11 ) vorgesehen ist, der eine Durchgangsöffnung (7' ) zumindest in Umfangsrichtung kraftschlüssig durchgreift. - Stößel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Verdrehsicherung (
6 ) mit an der äußeren Mantelfläche (10 ) des Hemdes (3 ) anliegenden Federarmen (8 ,8' ) ein radial nach außen abstehender Rücken (11 ) ausgebildet ist, der mit einem Rückenbereich (13 ) in eine, an der äußeren Mantelfläche (10 ) des Hemdes (3 ) radial zurückspringende Axialnut (12 ) eingreift. - Stößel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückenbereich (
13 ,13' ) in Umfangsrichtung kraftschlüssig mit der Axialnut (12 ) verbunden ist. - Stößel nach einem der Ansprüche 1 bis 4 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Federarme (
8 ,8' ) im Bereich ihrer freien Enden jeweils einen radial nach außen abstehenden Vorsprung (17 ,17' ) aufweisen, welcher in eine zugehörige Ausnehmung (18 ,18' ) im Hemd (3 ) des Stößels (1 ) eingreift. - Verdrehgesicherter Stößel (
1 ) eines Ventiltriebes einer Brennkraftmaschine, vorzugsweise ein aus einem Boden (2 ) und einem Hemd (3 ) bestehender Tassenstößel, der zwischen einem Nocken und einem Ventil angeordnet und in einer Aufnahmebohrung eines Zylinderkopfes (4 ) geführt ist, wobei in einer Ausnehmung (7 ,12 ) eine Verdrehsicherung (6 ) angeordnet ist, die in einer Führungsnut (5 ) des Zylinderkopfes (4 ) gleitet, gekennzeichnet durch die Merkmale, – die Verdrehsicherung (6 ) ist als nasenartiges Einsatzelement (21 ) ausgebildet, welches in einer nach radial außen offenen und nach radial innen geschlossenen Ausnehmung (7 ,12 ) am Stößel (1 ) form- und/oder kraftschlüssig gehalten ist, – die Ausnehmung (7 ,12 ) ist im Bodenbereich des Stößels (1 ) angeordnet. - Stößel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzelement (
21 ) mit dem Stößel (1 ) verklebt oder verlötet oder verschweißt ist.
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