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Die
Erfindung betrifft die Verwendung von Verbindungen gemäß der allgemeinen
Formeln (1), (2), (3) und (4) zur Behandlung und/oder Prophylaxe
von Erkrankungen und pathologischen Zustanden, die mit einer Regulation
des Insulin- und/oder IGF-(Insulin-like growth factor) Signalwegs
in Zusammenhang stehen, und/oder zur chemischen Induktion von Langlebigkeit.
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Verbindungen
gemäß der allgemeinen
Formeln (1), (2), (3) und (4) sind aus der Schrift
DE 10 2004 055 998 A1 bekannt.
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Jede
Zellfunktion einschließlich
der Zellalterung und des Zelltods wird durch eine Vielzahl von Zellsignalwegen
kontrolliert. Auch die Entwicklung einiger Krankheiten ist von der
Zellalterung abhängig
und die Wahrscheinlichkeit, an Erkrankungen zu sterben, steigt mit
zunehmendem Alter an.
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Ein
weiteres weit verbreitetes Problem, das mit dem heutigen Lebensstil
verbunden ist, ist Fettleibigkeit, auch Adipositas genannt. Diese
ist ein Schlüsselfaktor
für die
Entwicklung vieler chronischer Erkrankungen sowie einiger Krebsarten.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung bestand darin, Verbindungen zur
Verfügung
zu stellen, die wenigsten einen der Nachteile des Standes der Technik überwinden.
Insbesondere bestand die Aufgabe, Mittel zur Verfügung zu
stellen, die eine Beeinflussung des Insulin-Signalwegs erlauben.
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Diese
Aufgabe wird gelöst
durch die Verwendung von Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe umfassend
die allgemeinen Formeln (1), (2), (3) und/oder (4) wie nachstehend
angegeben:
worin:
R ist gleich
oder jeweils unabhängig
voneinander ausgewählt
aus der Gruppe umfassend Wasserstoff, OH, COOH, COO(C1-C10-Alkyl),
CONH
2, CONH(C1-C10-Alkyl), CON(C1-C10-Alkyl)
2, NHCO(C1-C10-Alkyl), NHCOCHCl
2,
Halogen, vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe umfassend Cl, Br, F, CF
3,
Amin, C1-C10-Alkyl, C1-C10-Alkoxy und/oder ein Strukturelement (A1),
(B1), (C1), (D1), (E1), (F1), (G1), (H1), (I1), (J1), (L1), (M1)
wie nachstehend angegeben:
worin:
R
4 ist gleich oder jeweils unabhängig voneinander
ausgewählt
aus der Gruppe umfassend Wasserstoff, OH, COOH, COO(C1-C10-Alkyl),
CONH
2, CONH(C1-C10-Alkyl), CON(C1-C10-Alkyl)
2, NHCO(C1-C10-Alkyl), NHCOCHCl
2,
Halogen, vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe umfassend Cl, Br, F, CF
3,
Amin, C1-C10-Alkyl und/oder C1-C10-Alkoxy,
und/oder deren Enantiomere,
Diastereomere, Derivate sowie deren pharmazeutisch verträgliche Salze
zur Herstellung eines Arzneimittels zur therapeutischen und/oder
prophylaktischen Behandlung von Erkrankungen und pathologischen
Zuständen,
die mit einer Regulation des Insulin- und/oder IGF-(Insulin-like
growth factor) Signalwegs in Zusammenhang stehen und/oder zur chemischen
Induktion von Langlebigkeit.
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Es
wurde überraschend
gefunden, dass die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen eine Beeinflussung des Insulin- und/oder IGF-(Insulin-like
growth factor) Signalwegs zeigen können. Insbesondere wurde überraschend
gefunden, dass die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen in Mäusen
zu einer Insulin-Resistenz, d.h. einer verminderten Aktivität des Insulinsignalwegs,
führen
können.
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Ohne
auf eine bestimmte Theorie festgelegt zu sein, wird angenommen,
dass die Beeinflussung des Insulin- und/oder IGF-(Insulin-like growth
factor) Signalwegs und die Insulin-Resistenz auf einer Inhibition
der Cytohesine, insbesondere von Cytohesin-1, Cytohesin-2, Cytohesin-3
und/oder Cytohesin-4, durch die erfindungsgemäß verwendbaren Verbindungen
beruht.
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Es
wurde überraschend
gefunden, dass Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe umfassend
die allgemeinen Formeln (1), (2), (3) und/oder (4) zu einer chemisch
induzierten Langlebigkeit führen
können.
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Vorzugsweise
weisen die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen wenigstens eine, vorzugsweise zwei, besonderes bevorzugt
drei gleiche und/oder unterschiedliche Strukturelemente (A1), (B1),
(C1), (D1) und/oder (E1) auf. In weiter bevorzugten Ausführungsformen
weisen die erfindungsgemäß verwendbaren Verbindungen
wenigstens ein Strukturelement ausgewählt aus der Gruppe umfassend
(E1), (F1), (G1), (H1), (I1), (J1), (K1), (L1), (M1) und/oder (O1)
auf.
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In
bevorzugten Ausführungsformen
ist das Strukturelement R4 gleich oder jeweils
unabhängig
voneinander ausgewählt
aus der Gruppe umfassend Wasserstoff, NHCOCHCl2,
Cl, CF3, und/oder F.
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Ein
besonderer Vorteil der erfindungsgemäß verwendbaren Verbindungen
ist, dass die Verbindungen insbesondere auch für die prophylaktische Verwendung
verwendbar sind. Hierdurch ergibt sich nicht nur die Möglichkeit
die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen zur Behandlung bereits bestehender pathologischer Zustände zu verwenden
sondern auch deren prophylaktischer Einsatz in der Vorsorge, beispielsweise von
altersbedingten Zellschäden
oder Fettleibigkeit.
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Unter
dem Begriff "prophylaktische
Behandlung" wird
im Sinne der vorliegenden Erfindung insbesondere verstanden, dass
die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen prophylaktisch verabreicht werden können, beispielsweise bevor
altersbedingte Zellschäden
auftreten. Insbesondere ist von Vorteil, dass beispielsweise Fettleibigkeit
durch eine prophylaktische Behandlung verhindert werden kann.
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In
bevorzugten Ausführungsformen
sind die Verbindungen ausgewählt
aus der Gruppe umfassend die allgemeinen Formeln (1), (2), (3) und/oder
(4) ausgewählt
aus der Gruppe umfassend Verbindungen der allgemeinen Formeln (5),
(6), (7) und/oder (8) wie nachstehend angegeben und/oder deren Enantiomere,
Diastereomere, Derivate sowie deren pharmazeutisch verträgliche Salze:
worin:
R
1 ist
gleich oder jeweils unabhängig
voneinander ausgewählt
aus der Gruppe umfassend R
2, R
3 und/oder
ein Strukturelement (A2), (B2), (C2), (D2), (N2) wie nachstehend
angegeben:
R
2 ist
gleich oder jeweils unabhängig
voneinander ausgewählt
aus der Gruppe umfassend R
1, R
3 und/oder
ein Strukturelement (E2), (F2), (G2), (H2), (I2), (J2), (K2), (L2),
(M2), (O2) wie nachstehend angegeben:
R
3 ist
gleich oder jeweils unabhängig
voneinander ausgewählt
aus der Gruppe umfassend R
1, R
2,
und/oder ausgewählt
aus der Gruppe umfassend Wasserstoff, OH, COOH, COO(C1-C10-Alkyl),
CONH
2, CONH(C1-C10-Alkyl), CON(C1-C10-Alkyl)
2, NHCO(C1-C10-Alkyl), NHCOCHCl
2,
Halogen, vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe umfassend Cl, Br, F, CF
3,
Amin, C1-C10-Alkyl und/oder C1-C10-Alkoxy.
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Vorzugsweise
sind wenigstens eines oder mehrere der Strukturelemente R1, R2 und/oder R3 gleich oder jeweils unabhängig voneinander
ausgewählt
aus den schwefelhaltigen Strukturelementen (A2), (B2), (C2) und/oder
(D2). Die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen können
mehrere gleiche und/oder unterschiedliche Strukturelemente (A2),
(B2), (C2) und/oder (D2) aufweisen. Vorzugsweise weisen die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen wenigstens eine, vorzugsweise zwei, besonderes bevorzugt
drei gleiche und/oder unterschiedliche Strukturelemente (A2), (B2),
(C2) und/oder (D2) auf. Weiter bevorzugt weisen die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen wenigstens ein Strukturelement ausgewählt aus
der Gruppe umfassend (E2), (F2), (G2), (H2), (I2), (J2), (K2), (L2),
(M2) und/oder (O2) auf. Vorzugsweise ist das Strukturelement R3 der Strukturelemente (E2), (F2), (G2),
(H2), (I2), (J2), (K2), (L2), (M2) und/oder (O2) Wasserstoff.
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In
weiterhin bevorzugten Ausführungsformen
sind die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen ausgewählt
aus der Gruppe umfassend Verbindungen der allgemeinen Formeln (5),
(6), (7) und/oder (8) wie nachstehend angegeben und/oder deren Enantiomere,
Diastereomere, Derivate sowie deren pharmazeutisch verträgliche Salze:
worin:
R
1 ist
gleich oder jeweils unabhängig
voneinander ausgewählt
aus der Gruppe umfassend R
2, R
3 und/oder
ein Strukturelement (A3), (B3), (C3), (D3), (N3) wie nachstehend
angegeben:
R
2 ist
gleich oder jeweils unabhängig
voneinander ausgewählt
aus der Gruppe umfassend R
1, R
3 und/oder
ein Strukturelement (E3), (F3), (G3), (H3), (I3), (J3), (K3), (L3),
(M3), (O3) wie nachstehend angegeben:
R
3 ist
gleich oder jeweils unabhängig
voneinander ausgewählt
aus der Gruppe umfassend R
1, R
2,
und/oder ausgewählt
aus der Gruppe umfassend Wasserstoff, OH, COOH, COO(C1-C10-Alkyl),
CONH
2, CONH(C1-C10-Alkyl), CON(C1-C10-Alkyl)
2, NHCO(C1-C10-Alkyl), NHCOCHCl
2,
Halogen, vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe umfassend Cl, Br, F, CF
3,
Amin, C1-C10-Alkyl und/oder C1-C10-Alkoxy.
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Bevorzugt
sind wenigstens eines oder mehrere der Strukturelemente R1, R2 und/oder R3 der Verbindungen (5), (6), (7) und (8)
gleich oder jeweils unabhängig
voneinander ausgewählt
aus den schwefelhaltigen Strukturelementen (A3), (B3), (C3) und/oder
(D3). Die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen können mehrere
gleiche und/oder unterschiedliche Strukturelemente (A3), (B3), (C3)
und/oder (D3) auf. Vorzugsweise weisen die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen wenigstens eine, vorzugsweise zwei, besonderes bevorzugt
drei gleiche und/oder unterschiedliche Strukturelemente (A3), (B3),
(C3) und/oder (D3) auf. In weiter bevorzugten Ausführungsformen
weisen die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen wenigstens ein Strukturelement ausgewählt aus
der Gruppe umfassend (E3), (F3), (G3), (H3), (I3), (J3), (K3), (L3),
(M3) und/oder (O3) auf.
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In
bevorzugten Ausführungsformen
der erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen sind wenigstens ein Strukturelement R, R1,
R2, R3 und/oder
R4, vorzugsweise wenigstens ein Strukturelement
R der Verbindungen (1), (2), (3) und (4), insbesondere R3 der Verbindungen (5), (6), (7) und (8),
jeweils unabhängig
voneinander ausgewählt
aus der Gruppe umfassend -C1-C5-Alkyloxy, vorzugsweise ausgewählt aus
der Gruppe umfassend -O-Methyl, -O-Ethyl, O-Isopropyl und/oder -O-tert-Butyl.
Besonders bevorzugt unter den C1-C5-Alkoxygruppen sind Methoxy-
und/oder Ethoxygruppen, ganz besonders bevorzugt sind Methoxygruppen.
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Es
wurde überraschend
gefunden, dass die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen eine wesentlich verbesserte Wirkung aufweisen, je kleiner
die Alkoxygruppen sind. So wurde überraschend festgestellt, dass
eine erheblich Steigerung der Wirksamkeit bei der Verwendung der
Verbindungen erzielt werden kann, wenn die Alkoxygruppe R3, insbesondere der Verbindungen (5), eine
C1-C2-Alkoxygruppe ist, und eine weitere Steigerung der Wirksamkeit
der Verbindung erzielt werden kann, wenn die Alkoxygruppe R3 eine Methoxygruppe ist.
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In
bevorzugten Ausführungsformen
sind die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen 1,2,4-Triazole ausgewählt aus der Gruppe umfassend
Verbindungen gemäß den Formeln
(1) und/oder (5). Vorzugsweise ist R1 der
Verbindungen gemäß Formel
(5) ein Strukturelement (A3), (B3), (C3), (D3) oder (N3), R2 ein Strukturelement (E3), (F3), (G3), (H3),
(I3), (J3), (K3), (L3), (M3) oder (O3) und/oder R3 eine
C1-C5-Alkoxygruppe, bevorzugt eine Methoxy- oder Ethoxygruppe. Bevorzugt ist R1 der Verbindungen gemäß Formel (5) ein Strukturelement
(A3) oder (B3), R2 ein Strukturelement (E3),
(F3) oder (K3) und/oder R3 eine eine Methoxy- oder
Ethoxygruppe.
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In
ganz besonders bevorzugten Ausführungsformen
sind die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen ausgewählt
aus der Gruppe umfassend Verbindungen (9), (10), (11), (22), (23)
wie nachstehend angegeben und/oder deren Enantiomere, Diastereomere,
Derivate sowie deren pharmazeutisch verträgliche Salze:
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Es
wurde überraschend
gefunden, dass insbesondere 1,2,4-Triazole gemäß der allgemeinen Formeln (1)
und/oder (5), insbesondere gemäß Formel
(9), eine Insulin-Resistenz hervorrufen und/oder zu einer chemisch
induzierten Langlebigkeit führen
können.
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In
anderen bevorzugten Ausführungsformen
sind die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen ausgewählt
aus der Gruppe umfassend Verbindungen (12), (14), (20), (21) wie
nachstehend angegeben und/oder deren Enantiomere, Diastereomere,
Derivate sowie deren pharmazeutisch verträgliche Salze:
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In
weiterhin bevorzugten Ausführungsformen
können
die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen derivatisiert sein, beispielsweise phosphoryliert,
glykosyliert, acetyliert, ubiquitinyliert, farnesyliert, palmitoyliert,
geranylgeranyliert und/oder biotinyliert.
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Bevorzugte
Derivate sind biotinylierte Verbindung, besonders bevorzugt ist
beispielsweise Verbindung (24) wie nachstehend angegeben und/oder
deren Enantiomere, Diastereomere sowie deren pharmazeutisch verträgliche Salze
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Ein
Vorteil der erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen kann dadurch verwirklicht werden, dass diese eine inhibitorische
Wirkung auf Cytohesin-abhängige
Signalkaskaden des Insulin- und/oder IGF-(Insulin-like growth factor)
Signalwegs ausüben
können.
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Die
erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen können
beispielsweise in vivo in der Maus und in der Fliege zeigen, dass
eine Insulin-Resistenz bewirkt werden kann. Die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen können
weiterhin in in vitro-Experimenten in humanen Leberzellen zeigen,
dass diese ebenfalls eine Insulin-Resistenz entwickeln können. Eine
Insulin-Resistenz kann zu einer Erhöhung der Lebensdauer bzw. Langlebigkeit
führen
und es ergeben sich Anwendungsmöglichkeiten
in der Therapie von altersbedingten Erkrankungen.
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Ein
besonderer Vorteil der erfindungsgemäß verwendbaren Verbindungen
kann dadurch zur Verfügung
gestellt werden, dass diese im Rahmen einer therapeutische und/oder
prophylaktische Behandlung eine chemisch induzierte Langlebigkeit
erlauben können.
Unter dem Begriff einer „chemisch
induzierten Langlebigkeit" wird
im Rahmen dieser Erfindung verstanden, dass durch die Verabreichung
der erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen die Lebensdauer eines Organismus und/oder eines Gewebes
oder Organs verlängert
werden kann. Eine Verlängerung
der Lebensdauer eines Organismus und/oder eines Gewebes oder Organs
kann vorteilhafter Weise dadurch erzielt werden, dass eine erfindungsgemäß verwendbare
Verbindung verabreicht wird, ohne dass ein medizinischer Eingriff
oder eine genetische Veränderung
des Organismus notwendig ist, eine Langlebigkeit also chemisch insbesondere
durch Verabreichen einer Substanz induziert werden kann.
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Die
erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen ermöglichen
vorteilhafter Weise eine Beeinflussung des Insulin- und/oder IGF-(Insulin-like
growth factor) Signalwegs, und eine Verwendung der erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen zur therapeutischen und/oder prophylaktischen Behandlung
von Erkrankungen und pathologischen Zuständen, die mit einer Regulation
des Insulin- und/oder IGF-(Insulin-like growth factor) Signalwegs
in Zusammenhang stehen.
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Die
Regulation des Insulin- und/oder IGF-(Insulin-like growth factor)
Signalwegs wird durch eine Vielzahl von Hormonen und Botenstoffen
beeinflusst, die in einem komplexen Gleichgewicht stehen. Eine gestörte Regulation
kann zu vielfältigen
Erkrankungen führen,
beispielsweise zu Fettleibigkeit. Vorzugsweise handelt es sich tun
Erkrankungen und pathologischen Zuständen, die mit einer Störung des
Insulin- und/oder IGF-(Insulin-like growth factor) Signalwegs in
Zusammenhang stehen, insbesondere um Erkrankungen und pathologischen
Zustände,
die durch eine Erhöhung
des Insulin- und/oder IGF-Signallings verursacht werden. In bevorzugten
Ausführungsformen
könne die
erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen eine Inhibierung des Insulin- und/oder IGF-(Insulin-like
growth factor) Signalwegs bewirken.
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Bevorzugt
behandelbare Erkrankungen und pathologische Zustände, die mit einer Regulation
des Insulin- und/oder IGF-Signalwegs in Zusammenhang stehen, sind
ausgewählt
aus der Gruppe umfassend Fettleibigkeit, Zellalterung, alterungsbedingte
Zellschäden,
insbesondere in Leber und/oder Bauchspeicheldrüse, alterungsbedingte pathologische
Zustände
von Leber- und/oder
Bauchspeicheldrüsen-Zellen,
alterungsbedingte Funktionsstörungen,
beispielsweise eine verminderte Regenerationsfähigkeit von Leber und/oder Bauchspeicheldrüse, Zellstress,
insbesondere oxidativer Stress, insbesondere durch erhöhte Verstoffwechselung
von Zucker ausgelöster
Stress, und/oder Apoptose, insbesondere β-Zell-Apoptose.
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In
besonders bevorzugten Ausführungsformen
kann eine Verwendung der erfindungsgemäß verwendbaren Verbindungen
zur Verlängerung
des Lebensalters von Tieren, beispielsweise Säugetieren, insbesondere bei
Menschen führen.
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Eine
chemisch induzierte Verlängerung
des Lebens oder des Lebensalters ist ein ganz besonderer Vorteil,
der durch die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen zur Verfügung
gestellt werden kann.
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Vorteilhafter
Weise können
die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen eine nur geringe oder vernachlässigbare Toxizität bei der
Verabreichung aufweisen. Dies ermöglicht beispielsweise eine
langfristige Verabreichung. Dies ermöglicht auch eine prophylaktische
Verabreichung, insbesondere an Menschen.
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Die
erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen sind entsprechend üblichen
Methoden verabreichbar. Bevorzugt ist eine orale oder parenterale
Verabreichung, besonders bevorzugt ist eine orale Verabreichung.
In bevorzugten Ausführungsformen
sind die erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen für
die orale oder intravenöse
Verabreichung formuliert. Bevorzugte Hilfsstoffe und/oder Lösemittel
sind ausgewählt
aus der Gruppe umfassend DMSO (Dimethylsulfoxid), Glycerol und/oder Öl. Vorzugsweise
sind Lösemittel
ausgewählt
aus der Gruppe umfassend DMSO und/oder Pflanzenöl, insbesondere Olivenöl. Ein Vorteil
der Verwendung von Öl,
beispielsweise Olivenöl,
liegt darin, dass eine Verbesserung der Verträglichkeit zur Verfügung gestellt
werden kann.
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Beispiele,
die der Veranschaulichung der vorliegenden Erfindung dienen, sind
nachstehend angegeben.
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Material und Methoden
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Zellkultur
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Humanen
HepG2-Zellen (ECACC) wurden in EMEM Medium (Cambrex) unter Zusatz
von 10 % fötalem
Kälberserum
kultiviert. 105 Zellen wurden in 2 ml Medium
in 6 well-Platten ausgesäht
und bei 37°C
in einer befeuchteten Atmosphäre
mit 5% CO2 für 1 bis 3 Tage kultiviert,
bevor sie für
Experimente benutzt wurden.
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Mäuse
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Verwendet
wurden C57BL/6 Mäuse
(Charles River Laboratories), die unter Einhaltung eines 12-stündigen Hell/Dunkel-Zyklus
in einer pathogenfreien Tieranlage gehalten wurden. Die Tiere erhielten
ein Standardmaus-Futter (19% Protein, 3,3% Fett, 41,3% Kohlenhydrate;
ssniff Spezialdiäten
GmbH) ad libitum. Verwendet wurden männliche Tiere im Alter zwischen
8 und 12 Wochen.
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Fliegen
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Verwendet
wurden Drosophila Fliegen (Stamm # 6326 aus der öffentlichen Bloomington Stammsammlung,
Genotyp. white1118, URL http://flybase.org/.bin/fbidq.html?FBst0006326
die in Gruppen von 20 Fliegen mit einem Verhältnis Männchen zu Weibchen von 1 :
1 bei 25°C
auf Standard-Fliegenfutter (0,53 % (w/v) Fadenagar (Firma „Gewürzmühle Brecht"); 1,1 % (w/v) Bierhefe
(Firma „Gewürzmühle Brecht"); 5,43 % (w/v) Maismehl;
6,6 % (v/v) Zuckerrübensirup
(Grafschafter); 0,13 % (w/v) Nipagin (Methyl-4-Hydroxybenoat Natriumsalz,
Firma Merck); 1,3 % (v/v) Ethanol (Firma Roth), 0,3 % DMSO (Roth)
gehalten wurden. Für
die Versuche wurden adulte Fliegen null bis vier Stunden nach Schlüpfen aus
der Puppe verwendet; die Tiere erhielten jeden dritten Tag neues
Futter.
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Beispiel 1
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Untersuchungen der Transkription von IGFBP1
(Insulin-like Growth Factor Einding Protein) zur Beeinflussung des
Insulin-Signalwegs durch die Verbindung gemäß der Formel (9) in Leberzellen
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Humanen
HepG2-Zellen (ECACC) wurde für
24 Stunden Serum aus dem Medium entfernt, die Zellen wurden für weitere
12 Stunde mit Konzentrationen von 1,5625 μM, 3,125 μM, 6,25 μM, 12,5 μM, 25 μM oder 50 μM der Verbindung gemäß der Formel
(9) und mit 10 nM Insulin inkubiert. Kontrollzellen erhielten DMSO
in entsprechender Konzentration wie die behandelten Zellen.
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Gesamt-RNA
wurde mittels des Absolutely RNA-Kit (Stratagene) isoliert und die
cDNA mittels reverser Transkription von 2 μg RNA mittels des High Capacity
cDNA Archive Kit (Applied Biosystems) nach Angaben des Herstellers
hergestellt. Quantitative PCR wurde in 10 μl Ansätzen in einem iQ5-Cycler (BioRad)
mittels des TaqMan Gene Expression Assays (Applied Biosystems) unter
Verwendung genspezifischer Primer (Applied Biosystems) gemäß den Herstellervorgaben
durchgeführt.
Die Daten wurden auf die β2-Mikroglobulinexpression normalisiert.
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Es
konnte festgestellt werden, dass die Verbindung gemäß der Formel
(9) die Insulin-abhängige Hemmung
der Transkription von IGFBP1 (Insulin-like Growth Factor Einding
Protein), eines prototypischen Insulin-regulierten Gens, nahezu
vollständig
blockieren konnte. So erreichte die durch 10 nM Insulin deutlich
reduzierte Expression in Anwesenheit von 12,5 μM der Verbindung gemäß der Formel
(9) nahezu den Wert der unbehandelten Zellen.
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Beispiel 2
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Untersuchungen der Phosphorylierung von
Akt und FoxO1A zur Beeinflussung des Insulin-Signalwegs durch die Verbindung gemäß der Formel
(9) in Leberzellen
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Die
Expression von IGFBP1 (Insulin-like Growth Factor Einding Protein)
wird durch Insulin mittels der forkhead box-Transkriptionsfaktoren
O1A (FoxO1A) und O3A (FoxO3A) kontrolliert. Nach Insulin-Stimulation wird
die Proteinkinase B/Akt (PKB/Akt) in Abhängigkeit von der Phosphoinositid-3-kinase
(PI3K) durch Phosphorylierung aktiviert gelangt in den Nukleus wo
sie den Transkriptionsfaktor O1A (FoxO1A) phosphoryliert, welches
zu einer Verminderung der Genexpression von beispielsweise IGFBP1
führt.
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Humanen
HepG2-Zellen (ECACC) wurde für
90 Minuten Serum aus dem Medium entfernt, die Zellen wurden für weitere
60 Minuten mit 5 μM,
10 μM und
15 μM der
Verbindung gemäß der Formel
(9), 200 nM Wortmannin oder DMSO (Dimethylsulfoxid) entsprechender Konzentration
inkubiert bevor die Zellen 10 Minuten mit 100 nM Insulin stimuliert
wurden. Anschließend
wurden die Zellen in Lysepuffer (20 mM Tris-Cl, pH 7,5, 150 mM NaCl,
1 mM EDTA, 1 mM EGTA, 2,5 mM Natriumpyrophosphat, 1 mM β-Glycerophosphat,
1 mM Natriumvanadat, 1 % Triton X-100) und Proteaseinhibitormix
HP (Serva) lysiert.
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Normalisierte
Mengen an Protein wurden mittels SDS-PAGE aufgetrennt und auf Nitrozellulose-Membranen
transferiert. Für
den Proteinnachweis mittels Immunoblotting wurde ein Antikörper gegen
das phosphorylierte Protein Akt, pAkt (Thr308) (Cell Signalling)
verwendet. Die Visualisierung erfolgte durch das Enhanced Chemielumineszenz
System (Millipore) mittels einer VersaDoc 5000 CCD Kamera (BioRad)
und die Intensität der
Banden wurde mit der Software QuantityOne (BioRad) quantifiziert.
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Es
konnte festgestellt werden, dass die Verbindung gemäß der Formel
(9) die Insulin-abhängige Phosphorylierung
beider Proteine Akt und FoxO1A konzentrationsabhängig inhibierte. So führte die
Applikation von 10 μM
zu einer 50prozentigen Reduktion der Phosphorylierung von Akt verglichen
mit der Phosphorylierung nach Insulin-Stimulation, während 15 μM der Verbindung
gemäß der Formel
(9) zu einer Reduktion der Phosphorylierung von Akt auf ca. 25%
der Phosphorylierung nach Insulin-Stimulation führte.
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Diese
Beispiele zeigen, dass die Inhibition der Cytohesine durch die Verbindung
gemäß der Formel (9)
in menschlichen Leberzellen zu einer Inhibition des Insulin-Signalwegs
im Sinne einer Insulin-Resistenz führt.
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Beispiel 3
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Untersuchungen zur Erzeugung einer Insulin-Resistenz
durch die Verbindung gemäß der Formel
(9) in vivo in der Maus
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Eine
Gruppe von 6 C57BL/6 Mäusen
erhielt für
3 Tage mit 0,9 μmol/g
der Verbindung gemäß der Formel
(9) vermischtes Standardmaus-Futter, während eine Kontrollgruppe von
6 Tieren Standardmaus-Futter erhielten. Anschließend wurden den Tieren intraperitoneal
100 μl physiologische
Kochsalzlösung
(Kontrollgruppe) bzw. Kochsalzlösung
mit 40 μg
rekombinantem humanem Insulin (Sigma) injiziert. Nach 10 Minuten
wurden die Mäuse
anästhetisiert,
die Leber wurde entnommen und in Lysepuffer (20 mM Tris-Cl, pH 7,5,
150 mM NaCl, 1 mM EDTA, 1 mM EGTA, 2,5 mM Natriumpyrophosphat, 1
mM (3-Glycerophosphat,
1 mM Natriumvanadat, 1 % Triton X-100) und Proteaseinhibitormix
HP (Serva) lysiert.
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Gesamt-RNA
aus jeweils 15 mg Mausleber wurde mittels des Absolutely RNA-Kit
(Stratagene) isoliert und die cDNA mittels reverser Transkription
von 2 μg
RNA mittels des High Capacity cDNA Archive Kit (Applied Biosystems)
nach Angaben des Herstellers hergestellt. Quantitative PCR wurde
in 10 μl
Ansätzen
in einem iQ5-Cycler (BioRad) mittels des TaqMan Gene Expression
Assays (Applied Biosystems) unter Verwendung von Primern (Applied
Biosystems) gegen 1gfbp1, Fbp2, Pck1, Pck2, G6pc, Hk2, Pklr, Gck,
Gckr nach Herstellerangaben durchgeführt. Die Daten wurden auf die β2-Mikroglobulinexpression
normalisiert.
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Untersucht
wurde die Expression verschiedener Gene, die über den P13K-abhängigen Pfad
des Insulin-Rezeptor-Signalwegs gesteuert werden, das FoxO-regulierte
Modellgen Igfbp1, Pyruvatcarboxykinase 1 and 2 (Pck1, Pck2), Fructose-1,6-bisphosphatase
2 (Fbp2), und Glucose-6-phosphatase (G6pc) die an die Glukoneogenese
beteiligt sind wie auch der glycolytischen Enzyme Glucokinase (Gck),
deren Regulator (Gckr), Leberpyruvatkinase (Pklr) und Hexokinase
2 (Hk2).
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Weiterhin
wurden normalisierte Mengen an Protein mittels SDS-PAGE aufgetrennt
und auf Nitrozellulose-Membranen transferiert mittels Immunoblotting über einen
Antikörper
gegen das phosphorylierte Protein Akt, pAkt (Thr308) (Cell Signalling)
dieses nachgewiesen. Die Visualisierung und Auswertung erfolgte
wie in Beispiel 2 angegeben.
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Es
konnte festgestellt werden, dass die Expression der untersuchten
durch Insulin unterdrückten
glukoneogenetischen Gene durch die Verabreichung der Verbindung
gemäß der Formel
(9) erhöht
wurde, während
die Expression der durch Insulin induzierten glykolytischen Gene
statistisch signifikant verringert wurde. In Übereinstimmung zu diesem Ergebnis
wurde ebenfalls festgestellt, dass die durch Insulin stimulierte
Phosphorylierung das Proteins Akt durch die Verabreichung der Verbindung
gemäß der Formel
(9) um ca. 40 % inhibert wurde.
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Dies
zeigt, dass die Verbindung gemäß der Formel
(9) in vivo eine hepatische Insulin-Resistenz hervorruft.
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Beispiel 4
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Untersuchungen zur Erzeugung einer Insulin-Resistenz
durch die Verbindung gemäß der Formel
(9) in vivo in Fliegen
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Drei
Gruppen von 100 Drosophila Larven erhielten 10 mg der Verbindung
gemäß der Formel
(9) vermischt mit 1 g autoklavierter und pulverisierter Aufzucht-Hefe
(Brewferm) während
drei Kontrollgruppen von 100 Tieren die unversetzte Aufzucht-Hefe
erhielten. Dieses Futter wurde auf wassergetränkten Filtern (Macherey-Nagel)
für 3 Tage
bei 25°C
verabreicht.
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Es
wurden jeweils mehr als 10 Tiere der Gruppe gründlich mit Wasser gewaschen,
in Lysepuffer (NucleoSpin RNA II kit, Macherey & Nagel) verbracht und 1 Minute bei
maximaler Geschwindigkeit (Ultra-Turrax T25basic) homogenisiert.
Die Gesamt-RNA wurde mittels des NucleoSpin RNA II Kits (Macherey & Nagel, einschließlich DNase
I-Behandlung auf der Säule)
isoliert.
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cDNA
wurde aus jeweils 500 ng Gesamt-RNA mittels des QuantiTect Reverse
Transcription Kit (Qiagen) nach Herstellerangaben einschließlich DNasel-Behandlung
hergestellt. PCR wurde in Ansätzen
mit einem Gesamtvolumen von 25 μl
durchgeführt
(iQ5 Real-Time PCR Detection System, BioRad). Die Ansätze enthielten
1 μl des
cDNA-Ansatzes, jeweils 200 nM und 3'- und 5'-Primer (Metabion) 12,5 μl 2x iQ5
SYBR Green Supermix (BioRad).
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Das
verwendete PCR-Programm umfasste 40 Zyklen mit den folgenden Schritten:
15 Sekunden Denaturieren bei 95 °C,
30 Sekunden Annalen bei 59 °C
und 30 Sekunden Extension bei 72 °C.
Die Auswertung erfolgte mittels der iQ5 Optical System Software
(Version 1.1.1442.OCR, BioRad). Als Referenzgene dienten Actin 5C
(Act5C, act) und das ribosomale Protein L32 (RpL32, rp49).
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Es
konnte festgestellt werden, dass die Expression der untersuchten
durch Insulin reprimierten Gene InR (Insulinrezeptor) und 4E-BP,
eines Translationsrepressors, durch die Verabreichung der Verbindung
gemäß der Formel
(9) im falle von 4E-BP auf mehr als das vierfache und im Fall von
InR auf mehr als das doppelte erhöht wurde.
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Beispiel 5
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Untersuchungen der Phosphorylierung von
Akt durch die Verbindung gemäß der Formel
(9) in der Drosophila S2 Schneiderzelllinie
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106 Drosophila S2 Zellen (Schneider, 1972.
J. Embryol. Exp. Morphol. 27, 353) wurden in Zellkulturmedium (Firma
PAN) mit 10 % fötalem
Kälberserum
und 1 % Streptomycin, Penicillin (Gibco) in 35 mm Zellkulturschalen
(Firma Nunc) ausgesät
und für
2 Tage bei 25 °C
bis zu 70-80% Konfluenz kultiviert. Nach 2 Tagen wurde dem Medium
DMSO ad 0,5 % (v/v) zugegeben und je nach Versuch für 2 Stunden
vor Insulinstimulation die Verbindung gemäß der Formel (9 ad 10μM. Im Falle
einer Insulinstimulation wurde humanes Insulin (Sigma) für 15 Minuten
ad 10 μg/ml
verwendet. Nach erfolgter Stimulation wurden die Zellen mit kaltem
PBS gewaschen, in kalten (4°C)
Lysepuffer (50mM Tris-HCl, pH 8,0, 150 mM NaCl, 1,0 % Triton X-100,
0,1 % SDS, 0,5 % Natriumdeoxycholat, 50 mM NaF, 100 μM Natriumorthovanadat,
1 mM Phenylmethylsulfonylfluorid und EDTA-freier Proteaseinhibitor
(Roche) nach Herstellerangabe lysiert und für die Western Blot Analyse
eingesetzt.
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Jeweils
10 μg Protein
wurde auf einem 12 % igen SDS-Polyacrylamidgel aufgetrennt und auf
0,22 μm porige
Nitrozellulose-Membranen (Amersham) transferiert. Die Membranen
wurden mittels 5 % (w/v) Milchpulver (Firma Roth) in TEST (150 mM
NaCl; 50 mM Tris pH 7,4; 0,1 % (v/v) Tween-20) blockiert. Die Inkubation mit
primärem
Antikörper
wurde über
Nacht in 5 % (w/v) BSA in TEST durchgeführt. Die Primärantikörper Anti-Phospho
Akt (Ser505) und Anti-Akt (Cell Signalling) wurden jeweils mit einer
Verdünnung
von 1:1000 verwendet. Die Inkubation mit sekundärem Antikörper wurde mit Peroxidase-gekoppeltem
Ziege-anti-Kaninchen-Immunoglobulin
(Santa Cruz, Serum ID sc-2004) oder Peroxidase-gekoppeltem Esel-anti-Maus-Immunoglobulin
(Santa Cruz, Serum ID sc-2314) in einer Verdünnung von 1: 15000 durchgeführt.
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Die
Visualisierung erfolgte mittels des ECL Kits (Enhanced Chemolumineszenz,
Amersham) unter Verwendung des VersaDoc 5000 Imaging Systems (BioRad)
und der Software QuantityOne (BioRad).
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In Übereinstimmung
zu dem Ergebnis von Beispiel 4 wurde festgestellt, dass die durch
Insulin stimulierte Phosphorylierung das Proteins Akt durch die
Verabreichung der Verbindung gemäß der Formel
(9) um die Hälfte
vermindert wurde.
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Dies
zeigt, dass die Verbindung gemäß der Formel
(9) in vivo in der Fliege eine Insulin-Resistenz hervorruft, die in einer Erhöhung der
Langlebigkeit resultieren kann.