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Hintergrund der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft eine Pumpe, insbesondere eine Kolbenpumpe, mit
einem von einem Fluid wahlweise durchströmbaren Ventil, welches eine Aufnahme
zum beweglichen Führen
eines kugelförmigen
Sperrkörpers
und einen an die Kugelform des Sperrkörpers räumlich angepassten Ventilsitz
aufweist.
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Kolbenpumpen
werden unter anderem in bekannten Fahrzeugbremssystemen, insbesondere
mit Antiblockiersystem (Abk.: ABS), verwendet. Dort dienen sie der
Steuerung des Drucks in Radbremszylindern. Beim ABS sind sie beispielsweise
zum Rückfördern von
Bremsflüssigkeit
aus einem oder mehreren Radbremszylindern in einen Hauptbremszylinder vorgesehen.
Das ABS arbeitet oft in Kombination mit einer Antischlupfregelung
(Abk.: ASR), welche ebenfalls auf Kolbenpumpen zurückgreift.
Ein weiteres bekanntes System, das sogenannte elektronische Stabilitätsprogramm
(Abk.: ESP) verbessert gegenüber ABS
und ASR die Fahrsicherheit um einen weiteren Schritt, indem es die
Querdynamik des Fahrzeugs beeinflusst. Auch bei diesem System kommen
Kolbenpumpen zum Einsatz.
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Insbesondere
für Fahrzeugbremssysteme verwendete
bekannte Pumpen weisen zur Steuerung der Fluidströmungsrichtung
durch die Pumpe Ventile auf, die in der Regel als federbeaufschlagte
Rückschlagventile
ausgebildet sind und als Einlass- bzw. Auslassventil dienen. Vorzugsweise
sind hierbei die federbeaufschlagten Rückschlagventile in Form von Kugel-Sitzventilen
ausgebildet, umfassend einen Sperrkörper in Form einer Kugel und
einen an die Kugelform des Sperrkörpers räumlich angepassten Ventilsitz.
Bei denen als Auslassventil dienenden Kugel-Sitzventilen ist die
Kugel meist in einer in einem Auslassventil-Deckel der bekannten
Kolbenpumpen ausgebildeten Aufnahme geführt. Strömt Fluid durch eine in den
Kolbenpumpen ausgebildete Abströmbohrung
aus, öffnet
die Kugel den Auslassbereich nach folgendem Prinzip. Die Kugel wandert
tangential aus dem Dichtsitz in Richtung des Deckelbodens des Auslassventil-Deckelbodens
und der Abströmbohrung.
Die Kugel öffnet
hierbei nur minimal, da sich hinter der Kugel ein Staudruck ausbildet.
Zusätzlich wir
die Kugel durch das Abströmen
des Fluids in die sich unmittelbar an den Ventilsitz anschließende Abströmnut gezogen.
Insgesamt betrachtet bildet sich so im Pumpeninnenraum bekannter
Kolbenpumpen ein hoher Staudruck aus, der eine hohe Bauteilbelastung
zur Folge hat. Ferner weisen bekannte Kolbenpumpen infolge der oben
Dargelegten ein hohes Antriebsmoment und demzufolge eine hohe Systemleistung
auf.
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Zugrundeliegende Aufgabe
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Pumpe, die insbesondere
für Fahrzeugbremssysteme
verwendet werden kann, anzugeben, bei der während des Betriebs eine nur
geringe Bauteilbelastung auftritt, und die zudem ein geringes Antriebsmoment
und eine geringe Systemleistung aufweist.
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Erfindungsgemäße Lösung
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Diese
Aufgabe ist erfindungsgemäß mit der eingangs
genannten Pumpe gelöst,
bei der stromabwärts
unmittelbar hinter dem Ventilsitz ein sich von dem kugelförmigen Sperrkörper radial
nach außen ragender
Freiraum zum kurzzeitigen Aufnehmen von durch den Ventilsitz hindurchtretendem
Fluid ausgebildet ist.
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Durch
den erfindungsgemäß ausgebildeten Freiraum
bildet sich bei Durchströmung
des Ventils mit Fluid ein Abströmquerschnitt
aus, der gegenüber den
Abströmquerschnitten
bekannter Pumpen deutlich vergrößert ist.
Ein Drosseleffekt infolge eines zu geringen Abströmquerschnitts
wird so erfindungsgemäß vermieden.
Auf diese Weise bildet sich in der erfindungsgemäßen Pumpe kein Staudruck aus,
was mit einer deutlich reduzierten Systembelastung und Bauteilbelastung
verbunden ist.
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Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung
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Bei
einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist stromabwärts vom
Ventilsitz eine Abströmleitung
vorgesehen ist, und der Freiraum ist im wesentlichen diametral gegenüberliegend
von der Abströmleitung
ausgebildet. Fluid aus der erfindungsgemäßen Pumpe kann durch das geöffnete Ventil
in die Abströmleitung
strömen
und so aus der Pumpe herausgeführt
werden. So kann erfindungsgemäß ein ventilgesteuerter
Pumpen-Auslass geschaffen werden, mit dem keine Bauteil belastenden Staudrücke einhergehen.
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Bei
einer praktischen Weiterbildung der Erfindung ist der Freiraum durch
eine konkave Aushöhlung
des die Aufnahme bildenden Bauteils gebildet. Das die Aufnahme bildende
Bauteil kann beispielsweise ein Auslassventil-Deckel sein.
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Vorzugsweise
ist der Freiraum durch eine konvexe Randgestaltung des die Aufnahme
bildenden Bauteils gebildet. Eine konvexe Randgestaltung des die
Aufnahme bildenden Bauteils lässt
sich mit geringem Fertigungsaufwand bewerkstelligen. Alternativ
kann der Freiraum auch durch eine an dem die Aufnahme bildenden
Bauteil ausgestaltete Phase gebildet sein. Ebenso wie eine konvexe
Randgestaltung lässt
sich auch eine Phase mit nur geringem Fertigungsaufwand und damit
kostengünstig
realisieren.
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Bei
einer weiteren praktischen Weiterbildung der Erfindung weist der
Freiraum eine Tiefe auf, die wenigstens 25% des Durchmessers des
kugelförmigen
Sperrkörpers
beträgt.
Durch eine so erfindungsgemäß vorgegebene
Freiraum-Tiefe kann wirksam der aus dem Stand der Technik bekannte
Drosseleffekt mit dem einhergehenden Staudruck verhindert werden
und zugleich können
bekannte Grundfunktionen des Ventils, insbesondere eine strömungstechnisch
optimale Abströmung
vor dem Kugeläquator beibehalten
werden. Hierfür
sollte der Freiraum erfindungsgemäß vorzugsweise eine maximale
Höhe aufweisen,
die wenigstens 25% des Durchmessers des kugelförmigen Sperrkörpers beträgt.
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Bei
einer alternativen praktischen Weiterbildung der Erfindung weist
der Ventilsitz einen Ventilsitzdurchlass mit einem vorgegebenen
mittleren Durchmesser auf, wobei der Freiraum vorzugsweise eine
Tiefe aufweist, die wenigstens 33% des vorgegebenen mittleren Durchmessers
beträgt,
um insbesondere die bekannten strömungstechnisch vorteilhaften
Grundfunktionen des Ventils beizubehalten. Hierfür sollte der Freiraum erfindungsgemäß vorzugsweise
eine maximale Höhe
aufweisen, die wenigstens 33% des vorgegebenen mittleren Durchmessers
beträgt.
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Bei
einer besonders praktischen Weiterbildung der Erfindung weist die
Pumpe einen Kolben auf, der in einem Gehäuseabschnitt der Pumpe verschiebbar
geführt
ist, wobei der Kolben ein Aufnahmemittel zur Aufnahme eines Einlassventils,
ein an das Aufnahmemittel anschließendes Dichtelement zum Abdichten
des Kolbens gegen den Gehäuseabschnitt
und eine an das Dichtelement anschließende Kolbenstange aufweist,
und wobei das Dichtelement einstückig
mit dem Aufnahmemittel ausgebildet ist.
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Erfindungsgemäß ist das
Dichtelement einstückig
mit dem Aufnahmemittel ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass im
Unterschied zu aus dem Stand der Technik bekannten Pumpen, die insbesondere
für Fahrzeugbremssysteme
verwendet werden, die Funktionen des Dichtelements und des zur Aufnahme
eines Einlassventils vorgesehenen Aufnahmemittels von lediglich
einem Bauteil übernommen werden.
So wird erfindungsgemäß gegenüber den bekannten
Lösungen
ein Bauteil eingespart, mit der Folge, dass die Montage und Demontage
der erfindungsgemäßen Pumpe
sehr einfach vorgenommen werden kann und die Toleranzkette deutlich
verkürzt wird.
Ferner können
durch die erfindungsgemäß realisierte
Einsparung eines Bauteils die Herstellungskosten der Pumpe deutlich
reduziert werden. Schließlich
kann die erfindungsgemäße Pumpe durch
die Einsparung eines Bauteils gegenüber bekannten Pumpen deutlich
kleiner ausgeführt
werden.
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Vorzugsweise
weist das Einlassventil hierbei einen Ventilsitz auf, der an der
Kolbenstange ausgebildet ist. Diese erfindungsgemäße konstruktive
Lösung
ermöglicht
eine einfache Montage bzw. Demontage der Pumpe. So ist beispielsweise
zur Demontage der Pumpe die an das Dichtelement anschließende Kolbenstange
von dem Dichtelement zu entfernen. Anschließend kann das Einlassventil,
das vorzugsweise als Sitzventil ausgebildet ist, samt seiner einzelnen
Komponenten, umfassend beispielsweise einen Absperrkörper und
ein Federelement, ohne großen
Aufwand aus dem einstückig
mit dem Dichtelement ausgebildeten Aufnahmemittel entnommen werden.
Das in dem Zylinder der Pumpe längsbeweglich
aufgenommene Dichtelement, an dem das Aufnahmemittel einstückig ausgebildet
ist, kann schließlich
problemlos aus dem Zylinder entnommen werden.
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Bei
einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist ein
Vorspannelement, vorzugsweise in Form einer Schraubenfeder vorgesehen,
das an dem Dichtelement anliegt und mit dem der Kolben in Richtung
aus dem Gehäuseabschnitt herausgedrängt ist.
Die von dem Vorspannelement auf das Dichtelement übertragene
Vorspannkraft hält den
Kolben stets in Außenlage.
Auf diese Weise kann erfindungsgemäß die außenliegende Stirnseite des
Kolbens gegen den Exzenter eines Exzenterantriebs gedrückt werden,
um so eine von dem Exzenterantrieb bereitgestellte translatorische
Antriebsbewegung in eine hin- und hergehende Pumpbewegung des Kolbens
umzusetzen. Mittels des Vorspannelements kann die erfindungsgemäße Pumpe
in Verbindung mit Exzenterantrieben verwendet werden, die in Bremssystemen
zum Antrieb der Pumpen vorzugsweise verwendet werden.
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Bei
einer praktischen Weiterbildung der Erfindung ist das Dichtelement
in Form eines Dichtrings mit einer Dichtringöffnung ausgebildet und die
Kolbenstange ist in der Dichtringöffnung aufgenommen, wobei die
Kolbenstange vorzugsweise mit einer Spielpassung in der Dichtringöffnung aufgenommen ist.
Mittels einer Spielpassung kann die Kolbenstange problemlos in der
Dichtringöffnung
zentriert werden. Ferner ermöglicht
eine Spielpassung ein für
Demontagezwecke erforderliches problemloses Lösen der Kolbenstange aus der
Dichtringöffnung.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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Nachfolgend
werden Ausführungsbeispiele einer
erfindungsgemäßen Pumpe
anhand der beigefügten
schematischen Zeichnungen näher
erläutert. Es
zeigt:
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1 einen
Längsschnitt
einer erfindungsgemäßen Pumpe,
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2a einen
Längsschnitt
der Aufnahme und des Ventilsitzes eines Auslassventils einer aus dem
Stand der Technik bekannten Kolbenpumpe,
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2b eine
dreidimensionale Darstellung des für das Auslassventil aus 2a resultierenden Ausströmbereichs,
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3a einen
Längsschnitt
der Aufnahme und des Ventilsitzes eines Auslassventils der erfindungsgemäßen Pumpe,
und
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3b eine
dreidimensionale Darstellung des für das Auslassventil aus 3a resultierenden Ausströmbereichs.
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Die 1 zeigt
eine erfindungsgemäße Pumpe
in Form einer Kolbenpumpe 10. Die Kolbenpumpe 10 umfasst
zwei Gehäuseabschnitte 12 und 14,
wobei in dem Gehäuseabschnitt 12 eine
Zylinderbohrung 16 ausgebildet ist, in der ein Kolben 26 verschiebbar
geführt
ist. Der Kolben 26 umfasst ein Dichtelement in Form eines
Dichtrings 18, ein Aufnahmemittel 20 für ein als
Kugelsitzventil ausgebildetes Einlassventil 22, welches
einstückig
mit dem Dichtring 18 ausgebildet ist und vorliegend als
Einlassventil-Deckel ausgebildet ist, und eine Kolbenstange 62,
die an den Dichtring 18 anschließt. Die Kolbenstange 62 ist
zweistückig
ausgebildet und umfaßt
zwei Kolbenstangenelemente 28, 30, wobei das Kolbenstangenelement 28 mittels
einer Presspassung fest in dem Kolbenstangenelement 30 aufgenommen
ist, um eine kraftschlüssige
Verbindung zwischen den beiden Kolbenstangenelementen 28, 30 zu
schaffen. Durch die vorgesehene zweistückige Ausbildung der Kolbenstange 62 kann
eine kostengünstig
herzustellende Kolbenstange 62 realisiert werden, da erfindungsgemäß ein kostengünstiges stangenförmiges Kolbenstangenelement 28 mit
einem Kolbenstangenelement 30 verbunden wird, das sehr
kostengünstig
in Form eines Kunststoffspritzteils, Drehteils, Gussteils oder Kaltschlagteils
bereitgestellt werden kann.
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Das
als Einlassventil-Deckel gestaltete Aufnahmemittel 20 und
der Dichtring 18 bilden zusammen eine einstückige Ventildeckel/Dichtring-Kombination 24.
Das Kolbenstangenelement 30 ist zur Verbindung der Kolbenstange 62 mit
dem Dichtring 18 in der Dichtringöffnung 32 des Dichtrings 18 aufgenommen.
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Die
Kolbenpumpe 10 weist ferner ein als Kugelsitzventil ausgebildetes
Auslassventil 34 auf, das innerhalb eines Auslassventil-Deckels 36 angeordnet ist,
wobei eine Kugel 38 des Kugelsitzventils 34 in
einer in dem Auslassventil-Deckel 36 ausgebildeten Aufnahme 40 geführt ist.
Der Auslassventil-Deckel 36 kann teilweise spanabhebend
oder kaltgeschlagen gefertigt sein. Eine sich am Deckelboden abstützende Schraubenfeder 42 drückt die
Kugel 38 gegen einen im Gehäuseabschnitt 12 der
Kolbenpumpe 10 ausgebildeten Ventilsitz 44, der
an ein in dem Gehäuseabschnitt 12 ausgebildetes
Auslassloch 46 angrenzt. Von dem Auslassloch 46 durch
das Auslassventil 34 strömende Bremsflüssigkeit
strömt über eine
Abströmbohrung
in Form eines Radialkanals 48 zwischen dem Auslassventil-Deckel 36 und
dem Gehäuseabschnitt 12 in
Richtung Pumpen-Auslass (nicht dargestellt).
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In
der in dem Gehäuseabschnitt 12 ausgebildeten
Zylinderbohrung 16 ist ferner ein Vorspannelement in Form
einer Schraubenfeder 50 angeordnet, die mit einem Ende
an dem Dichtring 18 anliegt und sich mit dem anderen Ende
am Boden des Gehäuseabschnitts 12 abstützt. Die
Schraubenfeder 50 steht unter Vorspannung, um die zweistückige Kolbenstange 62 über den
Dichtring 18, an dem die Kolbenstange 62 mit ihrer
innerhalb der Kolbenpumpe 10 angeordneten Stirnseite anliegt,
gegen den Umfang des Exzenters eines Exzenterantriebs (nicht dargestellt) zu
drücken.
So kann die außenliegende
Stirnseite des Kolbenstangenelements 28 stets in Anlage
zu dem Exzenter gehalten werden. Durch rotierenden Antrieb des Exzenters
wird der gesamte Kolben 26 zu einer axial hin- und hergehenden
Hubbewegung angetrieben, die in bekannter Weise eine Förderung von
Bremsflüssigkeit
bewirkt.
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Der
Ventilsitz 52 des Kugel-Einlassventils 22, der
beispielsweise durch Kugelprägen
hergestellt werden kann, ist stirnseitig an dem Kolbenstangenelement 30 ausgebildet.
Diese erfindungsgemäße Ausbildung
des Ventilsitzes 52 an dem Kolbenstangenelement 30 der
Kolbenstange 62 bietet in Verbindung mit der erfindungsgemäßen einstückigen Ausbildung
des Dichtrings 18 mit dem als Einlassventil-Deckel gestalteten
Aufnahmemittel 20 in Form der Ventildeckel/Dichtring-Kombination 24 deutliche
Vorteile bei der Montage bzw. Demontage der Kolbenpumpe 10.
Zur Demontage der Kolbenpumpe 10 ist das mit einer Spielpassung
in der Dichtringöffnung 32 aufgenommene
Kolbenstangenelement 30 aus der Dichtringöffnung 32 zu
ziehen. Die erfindungsgemäße vorgesehene
Spielpassung ermöglicht
hierbei ein problemlosen Lösen
des Kolbenstangenelements 30 aus dem Dichtring 18.
Die einzelnen Komponenten des Sitzventils 22, also die
Kugel 54 und die Schraubenfeder 56 können anschließend problemlos
aus dem Aufnahmemittel 20 entnommen werden. Schließlich kann
nach Herausziehen der einstückig ausgebildeten
Ventildeckel/Dichtring-Kombination 24 aus der Zylinderbohrung 16 die
Schraubenfeder 50 aus der Zylinderbohrung 16 entnommen
werden. Entsprechend einfach gestaltet sich auch die Montage der
Kolbenpumpe 10, wobei die vorgesehene Spielpassung eine
problemlose Zentrierung des Kolbenstangenelements 30 in
der Dichtringöffnung 32 ermöglicht.
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An
dem Dichtring 18 ist ferner eine Schnappverbindung in Form
einer Schnappnase 58 ausgebildet, die eine am dem Kolbenstangenelement 30 ausgebildete
Schulter umgreift. Mittels der Schnappnase 58 kann die
Kolbenstange 62 während
der Montage der Kolbenpumpe 10, insbesondere während der Montage
an der Zylinderbohrung 16 an dem Dichtring 18 gehalten
werden, wodurch die Montage der erfindungsgemäßen Kolbenpumpe 10 wesentlich
vereinfacht wird. Die so erfindungsgemäß realisierte Haltefunktion
kann alternativ auch durch eine thermische Verformung nach Aufstecken
der Ventildeckel/Dichtring-Kombination 24 auf das Kolbenstangenelement 30 realisiert
werden. Die Schnappnase 58 übernimmt erfindungsgemäß lediglich
die beschriebene, für Montagezwecke
vorteilhafte Haltefunktion. Während des
Betriebs der Kolbenpumpe 10 wird durch die Federkraft der
Schraubenfeder 50 sichergestellt, dass die Ventildeckel/Dichtring-Kombination 24 permanent,
trotz der für
Montagezwecke vorteilhaften Spielpassung, an dem Kolbenstangenelement 30 in axialer
Richtung anliegt. Ferner wirkt die Schnappnase 58 schützend zwischen
der Zylinderbohrung 16 und dem Kolbenstangenelement 30.
An dem Dichtring 18 der Ventildeckel/Dichtring-Kombination 24 ist ferner
eine Dichtlippe 60 ausgebildet, welche den Zylinderraum
zwischen Kolben 26 und Zylinderbohrung 16 radial
druckdicht abschließt.
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Schließlich weist
die Kolbenpumpe 10 eine in dem Kolbenstangenelement 30 ausgebildete
Radialbohrung 96 und eine zentrale Axialbohrung 98 auf, durch
die Fluid von außerhalb
der Kolbenpumpe durch das Einlassventil 22 strömen kann.
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Die 2a zeigt
einen Auslassventil-Deckel bzw. eine Aufnahme und einen Ventilsitz
eines Auslassventils einer bekannten Kolbenpumpe, wobei eine dreidimensionale
Darstellung des für
das Auslassventil resultierenden Ausströmbereichs in 2b dargestellt
ist.
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Die 3a zeigt
den Auslassventil-Deckel 36 und den Ventilsitz 44 des
Auslassventils 34 der erfindungsgemäßen Kolbenpumpe 10,
wobei eine dreidimensionale Darstellung des für das Auslassventil 34 resultierenden
Ausströmbereichs
in 3b dargestellt ist.
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In
den 2a, 2b, 3a und 3b sind
schematisch die Bereiche, die bei Durchströmung des Auslassventils 34 mit
strömendem
Fluid ausgefüllt
sind, punktiert kenntlich gemacht.
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In
dem Auslassventil-Deckel 36 (vgl. 3a) der
erfindungsgemäßen Kolbenpumpe 10 ist
eine kreiszylinderförmige
Aufnahme 40 ausgebildet, in der die Kugel 38 in 2a bis 3b (nicht
dargestellt) des Auslassventils 34 geführt ist. In dem Auslassventil-Deckel 36 der
erfindungsgemäßen Kolbenpumpe 10 ist
ein von der Kugel 38 radial nach außen ragender Freiraum 84 ausgebildet,
um bei Durchströmung des
Auslassventils 34 das durch den Ventilsitz 44 und eine
Abströmquerschnittsfläche 80 hindurchtretende Fluid
kurzeitig aufzunehmen. Der Freiraum 84 ist im wesentlichen
diametral gegenüberliegend
von einer aus der Aufnahme 40 herausführenden Abströmleitung 48 ausgebildet,
wobei Fluid aus der erfindungsgemäßen Kolbenpumpe 10 über das
geöffnete
Auslassventil 34 in die Abströmleitung 48 strömen und
so aus der Kolbenpumpe herausströmen
kann.
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Der
Freiraum 84 (vgl. 3a) ist
durch eine konkave Aushöhlung 82 des
Auslassventil-Deckels 36 gebildet und kann alternativ auch
als Fase, konvexer Radius oder Nut ausgebildet sein.
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Der
gegenüber
dem Stand der Technik (vgl. 2a) vergrößerte Freiraum 84 hat
zur Folge, dass ein Drosseleffekt durch ein Aufstauen von Fluid stromabwärts hinter
dem Ventilsitz 44 verhindert wird. Dadurch wird der Staudruck
im Pumpeninnenraum abgesenkt, was eine geringere Systembelastung
und Bauteilbelastung zur Folge hat und folglich eine Absenkung des
Antriebsmoments und der Systemleistung bewirkt. Der in dem Auslassventil-Deckel 36 ausgebildete
Freiraum 84 ist hierbei ohne Einfluss auf die Grundfunktionen
des Kugelsitzventils, insbesondere wird eine Abströmung vor
dem Kugeläquator
realisiert. Eine aus dem Stand der Technik bekannte minimale Öffnung der
Kugel, infolge des sich hinter der Kugel ausbildenden Staudrucks,
wird durch den erfindungsgemäßen Freiraum 84 vermieden.
Insbesondere wird vermieden, dass die Kugel durch die Abströmung der
Bremsflüssigkeit
und die damit einhergehende lokale Druckabsenkung in eine Abströmnut 86 (vgl. 2a)
gezogen wird, wie es bei der bekannten Lösung der Fall ist.
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Der
Freiraum 84 weist erfindungsgemäß eine Tiefe 88 auf,
die wenigstens 25% des Durchmesser der Kugel beträgt, und
ferner eine Höhe 90 auf,
die wenigstens 25% des Durchmessers des kugelförmigen Sperrkörpers beträgt. Durch
eine so erfindungsgemäß vorgegebene
Dimensionierung des Freiraums 84 kann wirksam der aus dem
Stand der Technik bekannte Drosseleffekt mit dem einhergehenden
Staudruck verhindert werden und zugleich können bekannte Grundfunktionen
des Auslassventils 34, insbesondere eine strömungstechnisch
optimale Abströmung
vor dem Kugeläquator
beibehalten werden. Alternativ können
die vorteilhaften Abmessungen des Freiraums 84 auch auf
den mittleren Durchmesser 92 des Ventilsitzdurchlasses 94 bezogen
sein, wobei vorliegend eine Freiraum-Tiefe 88, die wenigstens
33% des mittleren Durchmessers beträgt, und eine Freiraum-Höhe 90,
die wenigstens 33% des vorgegebenen mittleren Durchmessers beträgt, vorteilhafte
Abmessungen des Freiraums 84 darstellen.