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DE102006047327A1 - Verfahren zur Behebung einer Leerspiegelung eines geldbetätigten Unterhaltungsgerätes - Google Patents

Verfahren zur Behebung einer Leerspiegelung eines geldbetätigten Unterhaltungsgerätes Download PDF

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DE102006047327A1
DE102006047327A1 DE200610047327 DE102006047327A DE102006047327A1 DE 102006047327 A1 DE102006047327 A1 DE 102006047327A1 DE 200610047327 DE200610047327 DE 200610047327 DE 102006047327 A DE102006047327 A DE 102006047327A DE 102006047327 A1 DE102006047327 A1 DE 102006047327A1
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bill validator
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Dirk Schwerdling
Oto Sabo
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Novomatic AG
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Abstract

Bei einem Verfahren zur Behebung einer Leerspielung beim Betreiben eines geldbetätigten Unterhaltungsgerätes mit einer rechnergesteuerten Steuereinheit, mindestens einer Spieleinrichtung (1, 15, 16), einer Guthabenanzeige (9) und einer Geldverarbeitungseinrichtung für Münzen und Banknoten (27), die einen Banknotenprüfer (29) mit integrierter Eingabe- und Ausgabeeinrichtung (32) für die Banknoten (27) umfasst, wird das Unterhaltungsgerät bei einer Leerspielung in einen Auffüllmodus für Banknoten (27) überführt. Anschließend werden in dem Banknotenprüfer (29) eingegebene sowie für echt befundene Banknoten (27) rechnergesteuert als Auffüllbetrag in einer Geldstatistik gesondert registriert und die Banknoten (27) unmittelbar aus dem Banknotenprüfer (29) zur Gewinnauszahlung wieder ausgegeben. Gleichzeitig wird die Guthabenanzeige (9) um den ausgegebenen Auszahlbetrag dekrementiert.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Behebung einer Leerspielung beim Betreiben eines geldbetätigten Unterhaltungsgerätes mit einer rechnergesteuerten Steuereinheit, mindestens einer Spieleinrichtung, einer Guthabenanzeige und einer Geldverarbeitungseinrichtung für Münzen und Banknoten, die einen Banknotenprüfer mit integrierter Eingabe- und Ausgabeeinrichtung für die Banknoten umfasst.
  • Geldbetätigte Unterhaltungsgeräte sind in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt. In der Regel besitzen solche Unterhaltungsgeräte ein oder mehrere Spieleinrichtungen. Am häufigsten umfassen sie eine Symbolspieleinrichtung, bei der mit Umlaufkörpern hinter Ablesefenstern einen Gewinn oder Verlust angebende Symbolkombinationen angezeigt werden. In unterschiedlicher Höhe werden Geld- und/oder Punkte- und/oder Sonderspielgewinne mit gegenüber dem Normalspiel erhöhter Gewinnchance oder dergleichen in Aussicht gestellt oder gegeben.
  • Üblicherweise besitzen solche Unterhaltungsgeräte mindestens eine aus mehreren gewinnindividuellen Anzeigefeldern bestehende Zusatzgewinnspieleinrichtung, in der ein in der Symbolspieleinrichtung erreichtes Spielergebnis ausgespielt oder kumuliert wird. Eine Zusatzgewinnspieleinrichtung kann beispielsweise eine Risikospieleinrichtung sein, bei der eine Entscheidung über Erhöhung oder Totalverlust des eingesetzten Gewinns erfolgt. Darüber hinaus ist es bei Unterhaltungsgeräten bekannt, den erzielten Gewinn mittels einer als Zusatzgewinnspieleinrichtung ausgebildeten Ausspieleinrichtung auszuspielen, bei der ein erreichter Gewinn erhöht oder erniedrigt werden kann. Einen weiteren Spielanreiz mit zusätzlicher Gewinnmöglichkeit stellt eine Zusatzgewinnspieleinrichtung in Form einer Jackpotspieleinrichtung dar, bei der ein zusätzlicher Gewinn ausgelöst werden kann. Die Zusatzgewinnspieleinrichtungen sind meistens in ihren Anzeigefeldern mit unterschiedlichen Geldwerten, Punkten und/oder Sonderspielen belegt.
  • In der Regel werden bei derartigen Unterhaltungsgeräten die in der Symbolspieleinrichtung oder in einer der Zusatzgewinnspieleinrichtungen erzielten Geldwerte, Punkte und/oder Sonderspiele lediglich einfach ausgegeben, in der Ausspieleinrichtung ausgespielt, in der Risikospieleinrichtung weiterriskiert und/oder in der Jackpotspieleinrichtung angesammelt.
  • Geldbetätigte Unterhaltungsgeräte verfügen üblicherweise über eine Geldverarbeitungseinrichtung, über die eine Einzahlung von Geldwerten und eine Auszahlung von Geldgewinnen erfolgt, wie sie beispielsweise aus der DE 42 05 791 A1 und der DE 42 40 797 A1 bekannt ist. Die Geldverarbeitungseinrichtung umfasst u.a. einen Banknotenprüfer, dessen Funktionsweise sich in folgende Schritte unterteilen lässt:
    • – Einzug der Banknote, sobald diese durch einen Sensor erkannt wird;
    • – Prüfung der Banknote auf Echtheit;
    • – eine für echt befundene Banknote wird in einen Banknotenspeicher bzw. eine Kasse abgelegt, wobei der Wert der angenommenen Banknote in einer Geldstatistik des Unterhaltungsgerätes registriert und in einer Guthabenanzeige angezeigt wird;
    • – eine unechte oder beschädigte Banknoten wird abgewiesen und aus dem Banknotenprüfer herausgegeben.
  • Der auszahlbare Geldvorrat eines geldbetätigten Unterhaltungsgerät ist grundsätzlich durch das Fassungsvermögen von Münzstapelröhren bzw. eines Hoppers und gegebenenfalls des Banknotenspeichers begrenzt, so dass es insbesondere bei der Auszahlung von größeren Geldgewinnen regelmäßig zu einer so genannten Leerzahlung bzw. Leespielung kommt, d.h. der auszugebende Geldbetrag übertrifft den Geldvorrat. Als Folge der Leerspielung muss das Servicepersonal den Geldvorrat des Unterhaltungsgerätes mittels Münzen wieder auffüllen, damit die ordnungsgemäße Gewinnauszahlung über das Unterhaltungsgerät an den Spieler gewährleistet ist. In vielen Ländern und insbesondere im Casino-Bereich darf über die so genannte Handgay-Funktion der Geldgewinn durch das Servicepersonal direkt ausgezahlt werden. In anderen Ländern, z.B. in Deutschland, ist diese Funktion gesetzlich verboten, d.h. die Gewinnauszahlung muss zwingend über das Unterhaltungsgerät vorgenommen werden.
  • Nachteilig bei diesem Verfahren zur Behebung der Leerspielung ist, dass die (Rest-)Gewinnauszahlung mit Münzen über Münzstapelröhren oder Hopper erfolgt. Hierzu muss eine ausreichende Anzahl an Münzen eingeworfen werden. Das Auffüllen erfolgt über eine Münzprüfeinrichtung, die neben der Prüfung der Münzen auf Echtheit noch die Erfassung der Münzanzahl si cherstellt. Das mathematische Produkt aus Münzwert und Münzanzahl wird in der Geldstatistik des Unterhaltungsgerätes als „Auffüllung" verbucht.
  • Das Auffüllen über die Münzprüfeinrichtung ist meist sehr zeitraubend, da häufig größere Beträge in Form von Münzen eingeworfen werden müssen. Dadurch verbringt das Servicepersonal einen großen Teil seiner Zeit mit dem Auffüllen der Unterhaltungsgeräte mit Münzen. Außerdem lassen sich viele Spieler das vom Unterhaltungsgerät ausgezahlte Münzgeld gleich wieder vom Servicepersonal in Banknoten umtauschen, was eine weitere zeitliche Belastung für das Servicepersonal darstellt.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben eines geldbetätigten Unterhaltungsgerätes der eingangs genannten Art zu schaffen, beim dem im Falle der Leerspielung und ein zeitraubendes Auffüllen des Unterhaltungsgerätes mit Münzen weitgehend vermieden wird.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass das Unterhaltungsgerät bei einer Leerspielung in einen Auffüllmodus für Banknoten überführt wird, anschließend in den Banknotenprüfer eingegebene sowie für echt befundene Banknoten rechnergesteuert als Auffüllbetrag in einer Geldstatistik gesondert registriert und die Banknoten unmittelbar aus dem Banknotenspeicher zur Gewinnauszahlung wieder ausgegeben werden, wobei die Guthabenanzeige um den ausgegebenen Auszahlbetrag dekrementiert wird.
  • Die Aufgabe wird auch gelöst durch die Schritte:
    • – Anzeige einer Leerspielung bei einer anstehenden Gewinnauszahlung;
    • – Schalten des Unterhaltungsgerätes in einen Auffüllmodus für Banknoten;
    • – Eingabe mindestens einer Banknote in den Banknotenprüfer, die von dem Banknotenprüfer als echt erkannt wird;
    • – Registrierung der Banknote als Auffüllbetrag in einer Geldstatistik des Unterhaltungsgerätes;
    • – Ausgabe der Banknote aus dem Banknotenprüfer;
    • – Dekrementieren der Guthabenanzeige um den entsprechenden Auszahlbetrag; und
    • – Registrieren der Ausgabe der Banknote in der Geldstatistik.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird also im Falle einer Leerspielsituation die Auffüllung und (Rest-)Gewinnauszahlung des Unterhaltungsgerätes nicht wie üblich mit Münzen, sondern mit Banknoten realisiert. Hierbei erfolgt die Registrierung der für echt befundenen Banknote als Auffüllbetrag in der Geldstatistik, die nur zu statistischen Zwecken intern im Unterhaltungsgerät zur Verfügung steht. In der Guthabenanzeige wird daher ein Geldbetrag angezeigt, der nicht mit dem tatsächlichen Geldvorratsbetrag und nicht mit dem Auffüllbetrag der Geldstatistik übereinstimmt. Der Auffüllbetrag durch Banknoten dient nur der Sicherstellung eines ausreichenden Geldbetrages zur Auszahlungen von Geldgewinnen an den Spieler und damit zur Behebung der Leerspielsituation. Ein lästiges und zeitaufwändiges Auffüllen des Unterhaltungsgerätes mit Münzen durch das Servicepersonal kann dadurch praktisch ganz entfallen. Anstelle von Münzen erhält der Spieler seinen Gewinn in Form von Banknoten.
  • Analog zur Vorhaltung eines Münzvorrates in Münzstapelröhren oder Hoppern werden in einem so genannten Banknotendispenser (spezieller Banknotenspeicher) Banknoten in Ablagefächern deponiert und bei einer Gewinnauszahlung wieder ausgegeben. Dies soll tendenziell die Situation einer Leerspielung vermeiden, weil mit den Banknoten in der Regel unterschiedlicher Wertigkeit ein recht hoher Geldvorrat vorgehalten werden kann. Der Nachteil besteht aber darin, dass bei einem Einbruch in das Unterhaltungsgerät sofort ein sehr hoher Geldbetrag verloren geht. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein zur Auszahlung benötigter relativ hoher Geldvorrat erst zum Eintrittszeitpunkt einer Leerspielung benötigt und kann zuvor sicher im Tresor aufbewahrt werden.
  • Im Rahmen der Handpay-Funktion muss der Spieler den Empfang durch das Servicepersonal schriftlich quittieren. Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens kann dies alternativ über die Geldverarbeitungseinrichtung in der zuvor beschriebenen Art und Weise realisiert werden.
  • Weitere Ausgestaltungen und Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • Demgemäß erfolgt die Anzeige der Leerspielung durch ein optisches und/oder akustisches Anzeigeelement, z.B. einem Display mit dem Hinweis: Leerspielung, Servicepersonal rufen.
  • Bevorzugt wird die Aktivierung des Auffüllmodus mit einem Schlüsselschalter vorgenommen. Die Art der Aktivierung des Unterhaltungsgerätes in den Auffüllmodus kann beispielsweise auch durch eine Schlüssel- bzw. Administratorkarte, durch ein Funksignal oder rechnergesteuert erfolgen.
  • Der Auffüllbetrag wird in weiterer Ausgestaltung in einer Banknotenauffüllanzeige innerhalb des Unterhaltungsgerätes angezeigt und ist daher nur bei einem Öffnen des Unterhaltungsgerätes für das Servicepersonal sichtbar.
  • Zweckmäßigerweise werden bei einer Leerspielung zusätzlich zur Eingabe, Ausgabe und Registrierung von Banknoten auch Münzen rechnergesteuert als Auffüllbetrag in der Geldstatistik registriert und im Falle einer Gewinnauszahlung in Höhe des auszuzahlenden Geldbetrages unmittelbar wieder ausgegeben, wobei die Guthabenanzeige um den Auszahlbetrag dekrementiert wird. Somit kann dem Spieler die Gewinnauszahlung als Banknoten und/oder Münzen erfolgen.
  • Bei einer anstehenden Auszahlung eines größeren Geldbetrages im Normalmodus des Unterhaltungsgerätes wird tastengesteuert eine Wahl der Gewinnauszahlung als Banknoten und/oder Münzen angeboten. Dies macht insbesondere in solchen Fällen Sinn, in denen ohnehin eine Leerspielung drohen würde, beispielsweise bei einer anstehenden Gewinnauszahlung von 500 Euro und einem Geldvorrat von 200 Euro im Banknotenspeicher. Eine Leerspielung kann damit schon vorweg vermieden werden.
  • Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen verwendbar sind. Der Rahmen der Erfindung ist nur durch die Ansprüche definiert.
  • Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand eines Ausführungsbeispieles, das in den Zeichnungen dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigt:
  • 1 eine Vorderansicht eines nach dem erfindungsgemäßen Verfahren betriebenen geldbetätigten Unterhaltungsgerätes und
  • 2a2c die Verfahrensschritte zur Eingabe, Speicherung und Ausgabe einer Banknote im „Auffüllmodus" des Unterhaltungsgerätes gemäß 1.
  • Das eine als Symbolspieleinrichtung ausgebildete Spieleinrichtung 1 aufnehmende Gehäuse 2 des geldbetätigten, rechnergesteuerten Unterhaltungsgerätes mit Gewinnmöglichkeit weist auf seiner Vorderseite eine Frontscheibe 3 mit Ablesefenstern 4 auf, hinter denen drei nebeneinander angeordnete, walzenförmig ausgebildete Umlaufkörper 5 vorgesehen sind. Die Umlaufkörper 5 der Spieleinrichtung 1 werden nach dem Inlaufsetzen zu Spielbeginn während oder zum Ende des Spiels von einem Zufallsgenerator der Steuereinheit in einer von einer Mehrzahl möglicher Rastpositionen zum Stillstand gebracht. Den Rastpositionen sind auf dem Umfang der Umlaufkörper 5 Symbole 6 zugeordnet, die der Anzeige des Spielergebnisses in den Ablesefenstern 4 dienen. Aus den angezeigten Symbolen 6 kann der Spieler das Spielergebnis ablesen, insbesondere auch, ob sich ein Gewinn nach einem auf der Frontscheibe 3 erläuterten Gewinnplan aus einer Kombination der angezeigten Symbole 6 ergeben hat.
  • Im unteren Bereich des Unterhaltungsgerätes befinden sich Nachstart/Stopptasten 7 für die Umlaufkörper 5, mit denen diese nachgestartet bzw. vorzeitig angehalten werden können. Im Falle eines Gewinns durch Erreichen einer bestimmten Symbolkombination kann eine Gewinnausschüttung in bar, d.h. durch Geldauswurf in eine Ausgabeschale 8 oder durch Aufaddieren in einer Guthabenanzeige 9 erfolgen. Im oberen Bereich des Unterhaltungsgerätes befinden sich ein Münzeinwurfschlitz 10, ein Tokeneinwurfschlitz 11, ein Banknoteneingabeschlitz 12 und ein Benutzerkarteneingabeschlitz 13 einer Geldverarbeitungseinrichtung. Des Weiteren ist neben dem Münzeinwurfschlitz 10 eine Rückgabetaste 14 angeordnet, durch deren Betätigung ein in der Guthabenanzeige 9 angezeigtes Guthaben in die Ausgabeschale 8 abrufbar ist.
  • Der in der Spieleinrichtung 1 durch Erreichung einer zufallsgesteuert ermittelten Symbolkombination erzielte Gewinn kann tasten- oder rechnergesteuert als Einsatz in eine der beidseitig der Frontscheibe 3 angeordneten Zusatzgewinnspieleinrichtungen übertragen werden, die jeweils als Risikospieleinrichtung 15, 16 ausgebildet sind. Die Risikospieleinrichtungen 15, 16 weisen jeweils mehrere zu einer Risikoleiter 17, 18 zusammengefasste beleuchtbare Anzeigefelder 19, 20, die mit unterschiedlichen Geldgewinnen und Sonderspielen belegt sind. Das Riskieren eines in der Risikoleiter 17 bzw. 18 angezeigten Gewinns geschieht dadurch, dass das nächsthöhere Anzeigefeld 19 bzw. 20 in Bezug auf das beleuchtete, den Gewinn anzeigende Anzeigefeld im Wechsel mit einem unterhalb der Risikoleiter 17 bzw. 18 angebrachten Totalverlustanzeigefeld 21 bzw. 22 mit der Beschriftung „0" blinkt. Bei Betätigung einer Risikotaste 23 bzw. 24 wird entweder der nächsthöhere Gewinn erzielt oder der eingesetzte Gewinn verloren. Dieser Vorgang kann bis zum Erreichen des Höchstgewinnes an Sonderspielen fortgesetzt werden. Die Sonderspielgewinne wer den in einer Sonderspieleanzeige 25 und die Geldgewinne in der Guthabenanzeige 9 aufaddiert.
  • Die Geldverarbeitungseinrichtung ist mit einer Banknotenauffüllanzeige 26 innerhalb des Unterhaltungsgerätes gekoppelt, die somit für einen Spieler unsichtbar ist und daher bei einem Öffnen des Unterhaltungsgerätes nur vom Servicepersonal ablesbar ist. Die Banknotenauffüllanzeige 26, die in 1 in Strichlinien dargestellt ist, zeigt den Auffüllbetrag der vom Servicepersonal eingegebenen Banknoten 27 im eingeschalteten Auffüllmodus des Unterhaltungsgerätes an, wobei gleichzeitig dieser Auffüllbetrag in einer Geldstatistik des Unterhaltungsgerätes gesondert registriert wird.
  • Im unteren Bereich der Frontscheibe 3 ist mittig ein Anzeigeelement 28 in Form eines Display angeordnet, auf dem der Hinweis: „Leerspielung, Servicepersonal rufen" erscheint, wenn der Geldvorrat (Banknoten 27 und oder Münzen) für eine Gewinnauszahlung verbraucht ist.
  • Die 2a bis 2c zeigen schematisch einen Banknotenprüfer 29 mit einer zugeordneten tresorartigen Banknotenkasse 30 der Geldverarbeitungseinrichtung und die Guthabenanzeige 9 sowie die Banknotenauffüllanzeige 26. Der Banknotenprüfer 29 umfasst mehrere Sensoren 31 und eine aus mehreren Transportrollen bestehende Eingabe- und Ausgabeeinrichtung 32. Die in der Banknotenkasse 30 gelagerten Banknoten 27 sind auf einer mit einer Druckfeder 33 belasteten Druckplatte 34 gestapelt. Zusätzlich kann dem Banknotenprüfer 29 noch ein Banknotenspeicher zugeordnet sein, aus dem im Falle eines Gewinns eine Banknotenausgabe erfolgen kann.
  • Zeigt das Anzeigeelement 28 die Leerspielsituation an, wird das Unterhaltungsgerät vom Servicepersonal mittels eines Schlüsselschalters in den Auffüllmodus geschaltet. Danach kann vom Servicepersonal die Eingabe einer oder mehrerer Banknoten 27 in die Geldverarbeitungseinrichtung des Unterhaltungsgerätes vorgenommen werden, indem eine Banknote 27 gemäß 2a in einen Eingabe- und Ausgabeschlitz 35 des Banknotenprüfers 29 eingeschoben wird. Im Ausführungsbeispiel wird eine Banknote 27 mit der Wertigkeit 20 EUR verwendet. Die Sensoren 31 des Banknotenprüfers 29 prüfen die eingegebene Banknote 27. Unechte oder beschädigte Banknoten 27 werden rechnergesteuert sofort abgewiesen und über den Eingabe- und Ausgabeschlitz 34 wieder ausgegeben. In der Guthabenanzeige 9 wird ein momentaner Geldwert von 130,00 EUR angezeigt. Dieser Wert entspricht dem Geldbetrag, der im Falle einer Gewinnauszahlung dem Spieler zur Verfügung steht.
  • Die für echt befundene Banknote 27 wird rechnergesteuert und gesondert als Auffüllbetrag in der Geldstatistik des Unterhaltungsgerätes in Höhe von 20,00 EUR registriert und dieser Betrag in der geräteinternen Banknotenauffüllanzeige 26 angezeigt. In der Guthabenanzeige 9 wird weiterhin der momentane Geldwert von 130,00 EUR angezeigt. Tatsächlich befinden sich jedoch 150,00 EUR in der Geldverarbeitungseinrichtung bzw. der Geldstatistik, d.h. 130,00 EUR als Gewinnauszahlungsbetrag und 20,00 EUR als Auffüllbetrag. Nach der Registrierung der Banknote 27 in der Geldstatistik, wird sie aus dem Banknotenprüfer 29 zur Gewinnauszahlung sofort wieder ausgegeben. Gleichzeitig wird die Guthabenanzeige 9 um den ausgegebenen Auszahlbetrag, nämlich 20,00 EUR, dekrementiert, so dass 110,00 EUR angezeigt werden (2C). Ferner wird die Ausgabe der Banknote 27 in der Geldstatistik registriert. Intern wird durch die Steuereinheit des Unterhaltungsgeräts die Banknotenauffüllanzeige 26 auf Null zurückgesetzt. Dieser Vorgang kann mit mehreren Banknoten 27, gegebenenfalls mit unterschiedlicher Wertigkeit, solange fortgesetzt werden, bis eine vollständige Gewinnauszahlung an den Spieler erfolgt ist.
  • Ist z.B. ein (Rest-)Gewinn von 11,60 EUR an den Spieler auszuzahlen, wird eine Banknote 27 mit einem Wert von 10,00 EUR in den Banknotenprüfer 29, wie zuvor beschrieben, eingegeben, in der Geldstatistik registriert und ausgegeben. Der verbleibende Gewinn in Höhe von 1,60 EUR kann dann entweder als Münzen ausgegeben oder zur weiteren Ansammlung von Gewinnen in der Guthabenanzeige 9 stehen bleiben.
  • 1
    Spieleinrichtung
    2
    Gehäuse
    3
    Frontscheibe
    4
    Ablesefenster
    5
    Umlaufkörper
    6
    Symbol
    7
    Nachstarttaste
    8
    Auszahlschale
    9
    Guthabenanzeige
    10
    Münzeinwurfschlitz
    11
    Tokeneinwurfschlitz
    12
    Banknoteneingabeschlitz
    13
    Benutzerkarteneingabeschlitz
    14
    Rückgabetaste
    15
    Risikospieleinrichtung
    16
    Risikospieleinrichtung
    17
    Risikoleiter
    18
    Risikoleiter
    19
    Anzeigefeld
    20
    Anzeigefeld
    21
    Totalverlustanzeigefeld
    22
    Totalverlustanzeigefeld
    23
    Risikotaste
    24
    Risikotaste
    25
    Sonderspieleanzeige
    26
    Banknotenauffüllanzeige
    27
    Banknote
    28
    Anzeigeelement
    29
    Banknotenprüfer
    30
    Banknotenkasse
    31
    Sensoren
    32
    Eingabe- und Ausgabeeinrichtung
    33
    Druckfeder
    34
    Druckplatte
    35
    Eingabe- und Ausgabeschlitz

Claims (7)

  1. Verfahren zur Behebung einer Leerspielung beim Betreiben eines geldbetätigten Unterhaltungsgerätes mit einer rechnergesteuerten Steuereinheit, mindestens einer Spieleinrichtung (1, 15, 16), einer Guthabenanzeige (9) und einer Geldverarbeitungseinrichtung für Münzen und Banknoten (27), die einen Banknotenprüfer (29) mit integrierter Eingabe- und Ausgabeeinrichtung (32) für die Banknoten (27) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterhaltungsgerät bei einer Leerspielung in einen Auffüllmodus für Banknoten (27) überführt wird, anschließend in den Banknotenprüfer (29) eingegebene sowie für echt befundene Banknoten (27) rechnergesteuert als Auffüllbetrag in einer Geldstatistik gesondert registriert und die Banknoten (27) unmittelbar aus dem Banknotenprüfer (29) zur Gewinnauszahlung wieder ausgegeben werden, wobei, die Guthabenanzeige (9) um den ausgegebenen Auszahlbetrag dekrementiert wird.
  2. Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruches 1, gekennzeichnet durch die Schritte: – Anzeige einer Leerspielung bei einer anstehenden Gewinnauszahlung; – Schalten des Unterhaltungsgerätes in einen Auffüllmodus für Banknoten (27); – Eingabe mindestens einer Banknote (27) in den Banknotenprüfer (29), die von dem Banknotenprüfer (29) als echt erkannt wird; – Registrierung der Banknote (27) als Auffüllbetrag in einer Geldstatistik des Unterhaltungsgerätes; – Ausgabe der Banknote (27) aus dem Banknotenprüfer (29); – Dekrementieren der Guthabenanzeige (9) um den entsprechenden Auszahlbetrag; und – Registrieren der Ausgabe der Banknote (27) in der Geldstatistik.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige der Leerspielung durch ein optisches und/oder akustisches Anzeigeelement (28) erfolgt.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierung des Auffüllmodus mit einem Schlüsselschalter vorgenommen wird.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Auffüllbetrag in einer Banknotenauffüllanzeige (26) innerhalb des Unterhaltungsgerätes angezeigt wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Leerspielung zusätzlich zur Eingabe, Ausgabe und Registrierung von Banknoten (27) auch Münzen rechnergesteuert als Auffüllbetrag in der Geldstatistik registriert werden und im Falle einer Gewinnauszahlung in Höhe des auszuzahlenden Geldbetrages unmittelbar wieder ausgegeben werden, wobei die Guthabenanzeige (9) um den Auszahlbetrag dekrementiert wird.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass tastengesteuert eine Wahl der Gewinnauszahlung im Normalmodus des Unterhaltungsgerätes als Banknoten (27) und/oder Münzen ermöglicht wird.
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