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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Behebung einer Leerspielung
beim Betreiben eines geldbetätigten
Unterhaltungsgerätes
mit einer rechnergesteuerten Steuereinheit, mindestens einer Spieleinrichtung,
einer Guthabenanzeige und einer Geldverarbeitungseinrichtung für Münzen und
Banknoten, die einen Banknotenprüfer
mit integrierter Eingabe- und Ausgabeeinrichtung für die Banknoten umfasst.
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Geldbetätigte Unterhaltungsgeräte sind
in den verschiedensten Ausführungsformen
bekannt. In der Regel besitzen solche Unterhaltungsgeräte ein oder
mehrere Spieleinrichtungen. Am häufigsten
umfassen sie eine Symbolspieleinrichtung, bei der mit Umlaufkörpern hinter
Ablesefenstern einen Gewinn oder Verlust angebende Symbolkombinationen
angezeigt werden. In unterschiedlicher Höhe werden Geld- und/oder Punkte-
und/oder Sonderspielgewinne mit gegenüber dem Normalspiel erhöhter Gewinnchance
oder dergleichen in Aussicht gestellt oder gegeben.
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Üblicherweise
besitzen solche Unterhaltungsgeräte
mindestens eine aus mehreren gewinnindividuellen Anzeigefeldern
bestehende Zusatzgewinnspieleinrichtung, in der ein in der Symbolspieleinrichtung
erreichtes Spielergebnis ausgespielt oder kumuliert wird. Eine Zusatzgewinnspieleinrichtung kann
beispielsweise eine Risikospieleinrichtung sein, bei der eine Entscheidung über Erhöhung oder
Totalverlust des eingesetzten Gewinns erfolgt. Darüber hinaus
ist es bei Unterhaltungsgeräten
bekannt, den erzielten Gewinn mittels einer als Zusatzgewinnspieleinrichtung
ausgebildeten Ausspieleinrichtung auszuspielen, bei der ein erreichter
Gewinn erhöht
oder erniedrigt werden kann. Einen weiteren Spielanreiz mit zusätzlicher
Gewinnmöglichkeit
stellt eine Zusatzgewinnspieleinrichtung in Form einer Jackpotspieleinrichtung
dar, bei der ein zusätzlicher
Gewinn ausgelöst
werden kann. Die Zusatzgewinnspieleinrichtungen sind meistens in
ihren Anzeigefeldern mit unterschiedlichen Geldwerten, Punkten und/oder Sonderspielen
belegt.
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In
der Regel werden bei derartigen Unterhaltungsgeräten die in der Symbolspieleinrichtung
oder in einer der Zusatzgewinnspieleinrichtungen erzielten Geldwerte,
Punkte und/oder Sonderspiele lediglich einfach ausgegeben, in der
Ausspieleinrichtung ausgespielt, in der Risikospieleinrichtung weiterriskiert
und/oder in der Jackpotspieleinrichtung angesammelt.
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Geldbetätigte Unterhaltungsgeräte verfügen üblicherweise über eine
Geldverarbeitungseinrichtung, über
die eine Einzahlung von Geldwerten und eine Auszahlung von Geldgewinnen
erfolgt, wie sie beispielsweise aus der
DE 42 05 791 A1 und der
DE 42 40 797 A1 bekannt
ist. Die Geldverarbeitungseinrichtung umfasst u.a. einen Banknotenprüfer, dessen Funktionsweise
sich in folgende Schritte unterteilen lässt:
- – Einzug
der Banknote, sobald diese durch einen Sensor erkannt wird;
- – Prüfung der
Banknote auf Echtheit;
- – eine
für echt
befundene Banknote wird in einen Banknotenspeicher bzw. eine Kasse
abgelegt, wobei der Wert der angenommenen Banknote in einer Geldstatistik
des Unterhaltungsgerätes
registriert und in einer Guthabenanzeige angezeigt wird;
- – eine
unechte oder beschädigte
Banknoten wird abgewiesen und aus dem Banknotenprüfer herausgegeben.
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Der
auszahlbare Geldvorrat eines geldbetätigten Unterhaltungsgerät ist grundsätzlich durch
das Fassungsvermögen
von Münzstapelröhren bzw.
eines Hoppers und gegebenenfalls des Banknotenspeichers begrenzt,
so dass es insbesondere bei der Auszahlung von größeren Geldgewinnen
regelmäßig zu einer
so genannten Leerzahlung bzw. Leespielung kommt, d.h. der auszugebende
Geldbetrag übertrifft den
Geldvorrat. Als Folge der Leerspielung muss das Servicepersonal
den Geldvorrat des Unterhaltungsgerätes mittels Münzen wieder
auffüllen,
damit die ordnungsgemäße Gewinnauszahlung über das
Unterhaltungsgerät
an den Spieler gewährleistet
ist. In vielen Ländern
und insbesondere im Casino-Bereich darf über die so genannte Handgay-Funktion
der Geldgewinn durch das Servicepersonal direkt ausgezahlt werden.
In anderen Ländern,
z.B. in Deutschland, ist diese Funktion gesetzlich verboten, d.h.
die Gewinnauszahlung muss zwingend über das Unterhaltungsgerät vorgenommen
werden.
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Nachteilig
bei diesem Verfahren zur Behebung der Leerspielung ist, dass die
(Rest-)Gewinnauszahlung mit Münzen über Münzstapelröhren oder Hopper
erfolgt. Hierzu muss eine ausreichende Anzahl an Münzen eingeworfen
werden. Das Auffüllen erfolgt über eine
Münzprüfeinrichtung,
die neben der Prüfung
der Münzen
auf Echtheit noch die Erfassung der Münzanzahl si cherstellt. Das
mathematische Produkt aus Münzwert
und Münzanzahl
wird in der Geldstatistik des Unterhaltungsgerätes als „Auffüllung" verbucht.
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Das
Auffüllen über die
Münzprüfeinrichtung ist
meist sehr zeitraubend, da häufig
größere Beträge in Form
von Münzen
eingeworfen werden müssen. Dadurch
verbringt das Servicepersonal einen großen Teil seiner Zeit mit dem
Auffüllen
der Unterhaltungsgeräte
mit Münzen.
Außerdem
lassen sich viele Spieler das vom Unterhaltungsgerät ausgezahlte
Münzgeld
gleich wieder vom Servicepersonal in Banknoten umtauschen, was eine
weitere zeitliche Belastung für
das Servicepersonal darstellt.
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Es
ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben eines geldbetätigten Unterhaltungsgerätes der
eingangs genannten Art zu schaffen, beim dem im Falle der Leerspielung
und ein zeitraubendes Auffüllen
des Unterhaltungsgerätes
mit Münzen
weitgehend vermieden wird.
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Erfindungsgemäß wird die
Aufgabe dadurch gelöst,
dass das Unterhaltungsgerät
bei einer Leerspielung in einen Auffüllmodus für Banknoten überführt wird,
anschließend
in den Banknotenprüfer
eingegebene sowie für
echt befundene Banknoten rechnergesteuert als Auffüllbetrag
in einer Geldstatistik gesondert registriert und die Banknoten unmittelbar aus
dem Banknotenspeicher zur Gewinnauszahlung wieder ausgegeben werden,
wobei die Guthabenanzeige um den ausgegebenen Auszahlbetrag dekrementiert
wird.
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Die
Aufgabe wird auch gelöst
durch die Schritte:
- – Anzeige einer Leerspielung
bei einer anstehenden Gewinnauszahlung;
- – Schalten
des Unterhaltungsgerätes
in einen Auffüllmodus
für Banknoten;
- – Eingabe
mindestens einer Banknote in den Banknotenprüfer, die von dem Banknotenprüfer als
echt erkannt wird;
- – Registrierung
der Banknote als Auffüllbetrag
in einer Geldstatistik des Unterhaltungsgerätes;
- – Ausgabe
der Banknote aus dem Banknotenprüfer;
- – Dekrementieren
der Guthabenanzeige um den entsprechenden Auszahlbetrag; und
- – Registrieren
der Ausgabe der Banknote in der Geldstatistik.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird also im Falle einer Leerspielsituation die Auffüllung und
(Rest-)Gewinnauszahlung des Unterhaltungsgerätes nicht wie üblich mit
Münzen,
sondern mit Banknoten realisiert. Hierbei erfolgt die Registrierung
der für
echt befundenen Banknote als Auffüllbetrag in der Geldstatistik,
die nur zu statistischen Zwecken intern im Unterhaltungsgerät zur Verfügung steht.
In der Guthabenanzeige wird daher ein Geldbetrag angezeigt, der
nicht mit dem tatsächlichen
Geldvorratsbetrag und nicht mit dem Auffüllbetrag der Geldstatistik übereinstimmt.
Der Auffüllbetrag
durch Banknoten dient nur der Sicherstellung eines ausreichenden Geldbetrages
zur Auszahlungen von Geldgewinnen an den Spieler und damit zur Behebung
der Leerspielsituation. Ein lästiges
und zeitaufwändiges
Auffüllen
des Unterhaltungsgerätes
mit Münzen
durch das Servicepersonal kann dadurch praktisch ganz entfallen.
Anstelle von Münzen
erhält
der Spieler seinen Gewinn in Form von Banknoten.
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Analog
zur Vorhaltung eines Münzvorrates
in Münzstapelröhren oder
Hoppern werden in einem so genannten Banknotendispenser (spezieller
Banknotenspeicher) Banknoten in Ablagefächern deponiert und bei einer
Gewinnauszahlung wieder ausgegeben. Dies soll tendenziell die Situation
einer Leerspielung vermeiden, weil mit den Banknoten in der Regel
unterschiedlicher Wertigkeit ein recht hoher Geldvorrat vorgehalten
werden kann. Der Nachteil besteht aber darin, dass bei einem Einbruch
in das Unterhaltungsgerät
sofort ein sehr hoher Geldbetrag verloren geht. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird ein zur Auszahlung benötigter
relativ hoher Geldvorrat erst zum Eintrittszeitpunkt einer Leerspielung
benötigt
und kann zuvor sicher im Tresor aufbewahrt werden.
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Im
Rahmen der Handpay-Funktion muss der Spieler den Empfang durch das
Servicepersonal schriftlich quittieren. Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens
kann dies alternativ über
die Geldverarbeitungseinrichtung in der zuvor beschriebenen Art und
Weise realisiert werden.
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Weitere
Ausgestaltungen und Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Demgemäß erfolgt
die Anzeige der Leerspielung durch ein optisches und/oder akustisches
Anzeigeelement, z.B. einem Display mit dem Hinweis: Leerspielung,
Servicepersonal rufen.
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Bevorzugt
wird die Aktivierung des Auffüllmodus
mit einem Schlüsselschalter
vorgenommen. Die Art der Aktivierung des Unterhaltungsgerätes in den Auffüllmodus
kann beispielsweise auch durch eine Schlüssel- bzw. Administratorkarte,
durch ein Funksignal oder rechnergesteuert erfolgen.
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Der
Auffüllbetrag
wird in weiterer Ausgestaltung in einer Banknotenauffüllanzeige
innerhalb des Unterhaltungsgerätes
angezeigt und ist daher nur bei einem Öffnen des Unterhaltungsgerätes für das Servicepersonal
sichtbar.
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Zweckmäßigerweise
werden bei einer Leerspielung zusätzlich zur Eingabe, Ausgabe
und Registrierung von Banknoten auch Münzen rechnergesteuert als Auffüllbetrag
in der Geldstatistik registriert und im Falle einer Gewinnauszahlung
in Höhe
des auszuzahlenden Geldbetrages unmittelbar wieder ausgegeben, wobei
die Guthabenanzeige um den Auszahlbetrag dekrementiert wird. Somit
kann dem Spieler die Gewinnauszahlung als Banknoten und/oder Münzen erfolgen.
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Bei
einer anstehenden Auszahlung eines größeren Geldbetrages im Normalmodus
des Unterhaltungsgerätes
wird tastengesteuert eine Wahl der Gewinnauszahlung als Banknoten
und/oder Münzen angeboten.
Dies macht insbesondere in solchen Fällen Sinn, in denen ohnehin
eine Leerspielung drohen würde,
beispielsweise bei einer anstehenden Gewinnauszahlung von 500 Euro
und einem Geldvorrat von 200 Euro im Banknotenspeicher. Eine Leerspielung
kann damit schon vorweg vermieden werden.
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Es
versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch
zu erläuternden Merkmale
nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in
anderen Kombinationen verwendbar sind. Der Rahmen der Erfindung
ist nur durch die Ansprüche
definiert.
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Die
Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand eines Ausführungsbeispieles, das
in den Zeichnungen dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigt:
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1 eine
Vorderansicht eines nach dem erfindungsgemäßen Verfahren betriebenen geldbetätigten Unterhaltungsgerätes und
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2a–2c die
Verfahrensschritte zur Eingabe, Speicherung und Ausgabe einer Banknote im „Auffüllmodus" des Unterhaltungsgerätes gemäß 1.
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Das
eine als Symbolspieleinrichtung ausgebildete Spieleinrichtung 1 aufnehmende
Gehäuse 2 des
geldbetätigten,
rechnergesteuerten Unterhaltungsgerätes mit Gewinnmöglichkeit
weist auf seiner Vorderseite eine Frontscheibe 3 mit Ablesefenstern 4 auf,
hinter denen drei nebeneinander angeordnete, walzenförmig ausgebildete
Umlaufkörper 5 vorgesehen
sind. Die Umlaufkörper 5 der
Spieleinrichtung 1 werden nach dem Inlaufsetzen zu Spielbeginn
während
oder zum Ende des Spiels von einem Zufallsgenerator der Steuereinheit
in einer von einer Mehrzahl möglicher
Rastpositionen zum Stillstand gebracht. Den Rastpositionen sind
auf dem Umfang der Umlaufkörper 5 Symbole 6 zugeordnet,
die der Anzeige des Spielergebnisses in den Ablesefenstern 4 dienen.
Aus den angezeigten Symbolen 6 kann der Spieler das Spielergebnis
ablesen, insbesondere auch, ob sich ein Gewinn nach einem auf der
Frontscheibe 3 erläuterten
Gewinnplan aus einer Kombination der angezeigten Symbole 6 ergeben
hat.
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Im
unteren Bereich des Unterhaltungsgerätes befinden sich Nachstart/Stopptasten 7 für die Umlaufkörper 5,
mit denen diese nachgestartet bzw. vorzeitig angehalten werden können. Im
Falle eines Gewinns durch Erreichen einer bestimmten Symbolkombination
kann eine Gewinnausschüttung
in bar, d.h. durch Geldauswurf in eine Ausgabeschale 8 oder
durch Aufaddieren in einer Guthabenanzeige 9 erfolgen.
Im oberen Bereich des Unterhaltungsgerätes befinden sich ein Münzeinwurfschlitz 10,
ein Tokeneinwurfschlitz 11, ein Banknoteneingabeschlitz 12 und
ein Benutzerkarteneingabeschlitz 13 einer Geldverarbeitungseinrichtung.
Des Weiteren ist neben dem Münzeinwurfschlitz 10 eine
Rückgabetaste 14 angeordnet,
durch deren Betätigung
ein in der Guthabenanzeige 9 angezeigtes Guthaben in die Ausgabeschale 8 abrufbar
ist.
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Der
in der Spieleinrichtung 1 durch Erreichung einer zufallsgesteuert
ermittelten Symbolkombination erzielte Gewinn kann tasten- oder
rechnergesteuert als Einsatz in eine der beidseitig der Frontscheibe 3 angeordneten
Zusatzgewinnspieleinrichtungen übertragen
werden, die jeweils als Risikospieleinrichtung 15, 16 ausgebildet
sind. Die Risikospieleinrichtungen 15, 16 weisen
jeweils mehrere zu einer Risikoleiter 17, 18 zusammengefasste
beleuchtbare Anzeigefelder 19, 20, die mit unterschiedlichen
Geldgewinnen und Sonderspielen belegt sind. Das Riskieren eines
in der Risikoleiter 17 bzw. 18 angezeigten Gewinns
geschieht dadurch, dass das nächsthöhere Anzeigefeld 19 bzw. 20 in
Bezug auf das beleuchtete, den Gewinn anzeigende Anzeigefeld im Wechsel
mit einem unterhalb der Risikoleiter 17 bzw. 18 angebrachten
Totalverlustanzeigefeld 21 bzw. 22 mit der Beschriftung „0" blinkt. Bei Betätigung einer Risikotaste 23 bzw. 24 wird
entweder der nächsthöhere Gewinn
erzielt oder der eingesetzte Gewinn verloren. Dieser Vorgang kann
bis zum Erreichen des Höchstgewinnes
an Sonderspielen fortgesetzt werden. Die Sonderspielgewinne wer den
in einer Sonderspieleanzeige 25 und die Geldgewinne in
der Guthabenanzeige 9 aufaddiert.
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Die
Geldverarbeitungseinrichtung ist mit einer Banknotenauffüllanzeige 26 innerhalb
des Unterhaltungsgerätes
gekoppelt, die somit für
einen Spieler unsichtbar ist und daher bei einem Öffnen des
Unterhaltungsgerätes
nur vom Servicepersonal ablesbar ist. Die Banknotenauffüllanzeige 26,
die in 1 in Strichlinien dargestellt ist, zeigt den Auffüllbetrag der
vom Servicepersonal eingegebenen Banknoten 27 im eingeschalteten
Auffüllmodus
des Unterhaltungsgerätes
an, wobei gleichzeitig dieser Auffüllbetrag in einer Geldstatistik
des Unterhaltungsgerätes gesondert
registriert wird.
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Im
unteren Bereich der Frontscheibe 3 ist mittig ein Anzeigeelement 28 in
Form eines Display angeordnet, auf dem der Hinweis: „Leerspielung, Servicepersonal
rufen" erscheint,
wenn der Geldvorrat (Banknoten 27 und oder Münzen) für eine Gewinnauszahlung
verbraucht ist.
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Die 2a bis 2c zeigen
schematisch einen Banknotenprüfer 29 mit
einer zugeordneten tresorartigen Banknotenkasse 30 der
Geldverarbeitungseinrichtung und die Guthabenanzeige 9 sowie die
Banknotenauffüllanzeige 26.
Der Banknotenprüfer 29 umfasst
mehrere Sensoren 31 und eine aus mehreren Transportrollen
bestehende Eingabe- und Ausgabeeinrichtung 32. Die in der
Banknotenkasse 30 gelagerten Banknoten 27 sind
auf einer mit einer Druckfeder 33 belasteten Druckplatte 34 gestapelt. Zusätzlich kann
dem Banknotenprüfer 29 noch
ein Banknotenspeicher zugeordnet sein, aus dem im Falle eines Gewinns
eine Banknotenausgabe erfolgen kann.
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Zeigt
das Anzeigeelement 28 die Leerspielsituation an, wird das
Unterhaltungsgerät
vom Servicepersonal mittels eines Schlüsselschalters in den Auffüllmodus
geschaltet. Danach kann vom Servicepersonal die Eingabe einer oder
mehrerer Banknoten 27 in die Geldverarbeitungseinrichtung
des Unterhaltungsgerätes
vorgenommen werden, indem eine Banknote 27 gemäß 2a in
einen Eingabe- und Ausgabeschlitz 35 des Banknotenprüfers 29 eingeschoben
wird. Im Ausführungsbeispiel
wird eine Banknote 27 mit der Wertigkeit 20 EUR verwendet. Die
Sensoren 31 des Banknotenprüfers 29 prüfen die eingegebene
Banknote 27. Unechte oder beschädigte Banknoten 27 werden
rechnergesteuert sofort abgewiesen und über den Eingabe- und Ausgabeschlitz 34 wieder
ausgegeben. In der Guthabenanzeige 9 wird ein momentaner
Geldwert von 130,00 EUR angezeigt. Dieser Wert entspricht dem Geldbetrag,
der im Falle einer Gewinnauszahlung dem Spieler zur Verfügung steht.
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Die
für echt
befundene Banknote 27 wird rechnergesteuert und gesondert
als Auffüllbetrag
in der Geldstatistik des Unterhaltungsgerätes in Höhe von 20,00 EUR registriert
und dieser Betrag in der geräteinternen
Banknotenauffüllanzeige 26 angezeigt.
In der Guthabenanzeige 9 wird weiterhin der momentane Geldwert
von 130,00 EUR angezeigt. Tatsächlich
befinden sich jedoch 150,00 EUR in der Geldverarbeitungseinrichtung
bzw. der Geldstatistik, d.h. 130,00 EUR als Gewinnauszahlungsbetrag
und 20,00 EUR als Auffüllbetrag.
Nach der Registrierung der Banknote 27 in der Geldstatistik,
wird sie aus dem Banknotenprüfer 29 zur
Gewinnauszahlung sofort wieder ausgegeben. Gleichzeitig wird die
Guthabenanzeige 9 um den ausgegebenen Auszahlbetrag, nämlich 20,00
EUR, dekrementiert, so dass 110,00 EUR angezeigt werden (2C).
Ferner wird die Ausgabe der Banknote 27 in der Geldstatistik
registriert. Intern wird durch die Steuereinheit des Unterhaltungsgeräts die Banknotenauffüllanzeige 26 auf Null
zurückgesetzt.
Dieser Vorgang kann mit mehreren Banknoten 27, gegebenenfalls
mit unterschiedlicher Wertigkeit, solange fortgesetzt werden, bis
eine vollständige
Gewinnauszahlung an den Spieler erfolgt ist.
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Ist
z.B. ein (Rest-)Gewinn von 11,60 EUR an den Spieler auszuzahlen,
wird eine Banknote 27 mit einem Wert von 10,00 EUR in den
Banknotenprüfer 29,
wie zuvor beschrieben, eingegeben, in der Geldstatistik registriert
und ausgegeben. Der verbleibende Gewinn in Höhe von 1,60 EUR kann dann entweder
als Münzen
ausgegeben oder zur weiteren Ansammlung von Gewinnen in der Guthabenanzeige 9 stehen
bleiben.
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- 1
- Spieleinrichtung
- 2
- Gehäuse
- 3
- Frontscheibe
- 4
- Ablesefenster
- 5
- Umlaufkörper
- 6
- Symbol
- 7
- Nachstarttaste
- 8
- Auszahlschale
- 9
- Guthabenanzeige
- 10
- Münzeinwurfschlitz
- 11
- Tokeneinwurfschlitz
- 12
- Banknoteneingabeschlitz
- 13
- Benutzerkarteneingabeschlitz
- 14
- Rückgabetaste
- 15
- Risikospieleinrichtung
- 16
- Risikospieleinrichtung
- 17
- Risikoleiter
- 18
- Risikoleiter
- 19
- Anzeigefeld
- 20
- Anzeigefeld
- 21
- Totalverlustanzeigefeld
- 22
- Totalverlustanzeigefeld
- 23
- Risikotaste
- 24
- Risikotaste
- 25
- Sonderspieleanzeige
- 26
- Banknotenauffüllanzeige
- 27
- Banknote
- 28
- Anzeigeelement
- 29
- Banknotenprüfer
- 30
- Banknotenkasse
- 31
- Sensoren
- 32
- Eingabe-
und Ausgabeeinrichtung
- 33
- Druckfeder
- 34
- Druckplatte
- 35
- Eingabe-
und Ausgabeschlitz