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Die
Erfindung betrifft einen Sendungsbehälter zum Transport von Sendungen
mit Seitenwänden, einer
offenen Oberseite und einer Behälterunterseite, die
eine Durchführung
für ein
Hebemittel zum Anheben der Sendungen aufweist, und einem relativ
zu den Seitenwänden
zur Oberseite hin beweglichen Boden.
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Zum
Sortieren von Sendungen in Sortieranlagen, beispielsweise Briefen
nach Adressen, werden die Sendungen in Kunststoffbehältern zur
Sortieranlage gebracht. Um die Sendungen zu sortieren, müssen diese
Behälter
entladen werden und die Sendungen müssen einem Vereinzelungsmittel,
Feeder genannt, zugeführt
werden. Hierfür
ist es bekannt, die mit Sendungen gefüllten Behälter in der Nähe eines
Fördermittel,
z.B. eines Förderbands, aufzustellen
und die Sendungen Behälter
für Behälter stapelweise
aus den Behältern
zu entnehmen, auf das Fördermittel
zu stellen und dort einen Vereinzelungsstapel zu bilden. Dieser
Greifvorgang ist ergonomisch ungünstig,
weil die Behälterwände höher sind
als der mittlere Sendungsschwerpunkt und der Bediener somit in die
Behälter
hinein greifen und die Sendungen aus dem Behälter heben muss.
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Aus
der
EP 1 100 629 B1 ist
eine Vorrichtung zum Entleeren von Sendungsbehältern bekannt, bei der die
Sendungsbehälter
maschinell entleert werden, indem ein Hebekamm seitlich in eine
von oben geschlitzte Seitenwand des Sendungsbehälters unter die Sendungen einfährt und
diese aus dem Sendungsbehälter
heraushebt. Die für
den Hebekamm notwendigen offenen Ausnehmungen im Sendungsbehälter führen jedoch
zu einer mechanischen Instabilität
des Sendungsbehälters.
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Die
Offenlegungsschrift
DE
23 04 331 A beschreibt einen Sendungsbehälter in
Form eines Magazins, in den von unten durch eine Öffnung des
Bodens des Sendungsbehälters
ein Stapelträger
eingreift zum Anheben und Absenken von Sendungen.
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Ein
Sendungsbehälter
mit einer Anzahl von nebeneinander und hintereinander angeordneten Schlitzen
im Sendungsbehälterboden
zur Durchführung
von Stapelträgern
ist aus der
DE 102
34 516 A1 bekannt.
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Eine
weitere Lösung
zum Entladen von Sendungen aus einem Sendungsbehälter ist aus der Offenlegungsschrift
DE 26 09 106 A1 bekannt.
Dort ist ein Sendungsbehälter
mit einem beweglichen Boden beschrieben, der durch Stangen, die
durch den Behälterboden
hindurchgeführt
werden, so angehoben werden kann, dass die Sendungen bis über die
Oberkante des Sendungsbehälters
angehoben werden.
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Es
ist daher die Aufgabe der Erfindung, einen Sendungsbehälter zum
Transport von Sendungen anzugeben, der mechanisch stabil und einfach zu
entleeren ist.
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Zur
Erläuterung
der Erfindung ist eine Vorrichtung beschrieben zum Entleeren eines
oben offenen Sendungsbehälters
zum Transport von Sendungen, der Seitenwände und eine Behälterunterseite aufweist,
mit einem Hebemittel zur Durchführung durch
die Behälterunterseite
und zum Bewegen der Sendungen relativ zu den Seitenwänden.
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Die
Seitenwände
können
ohne an beiden Seiten offene Ausnehmungen bleiben, wodurch der Sendungsbehälter stabil
gegen Verwinden und Verbiegen bleibt. Mit dem Hebemittel können die
Sendungen angehoben werden, so dass ein ergonomisch ungünstiges
Hineingreifen in den Sendungsbehälter
und ein kraftaufwändiges
und schwieriges Herausheben des in sich beweglichen Sendungsstapels
nicht mehr oder nur zu einem geringeren Teil notwendig ist.
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Eine
mechanische Belastung des Behälterbodens
bei einer Verformung des Sendungsbehälters in Richtung einer Rautenform
kann durch genügend
viele und breite Stege des Behälterbodens
ausreichend aufgefangen werden, die genügend Möglichkeiten zur Durchführung des
Hebemittels lassen. Das Hebemittel kann zu einem Anheben der Sendungen
relativ zu ruhenden Seitenwänden
vorgesehen sein. Genau so gut kann das Hebemittel zum Anheben der
Sendungen vorgesehen sein, die relativ zu sich absenkenden Seitenwänden aus
dem Sendungsbehälter
gehoben werden, wobei sie relativ zur übrigen Umgebung, wie z.B. einem
Ständer
oder einer Steuereinheit der Vorrichtung, ruhen. Die Vorrichtung
kann einen maschinellen Antrieb zum Bewegen des Hebemittels bzw.
Absenken zumindest einer Seitenwand aufweisen. Eine in der Herstellung
günstige Vorrichtung
kann geschaffen werden, wenn die Vorrichtung zu einer manuellen
Betätigung
des Hebemittels bzw. zum Herunterdrücken der Seitenwände vorgesehen
ist.
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Das
Hebemittel kann einen quer zur Heberichtung länglichen Stempel zum Anheben
der Sendungen aufweisen. Der Stempel kann durch die Unterseite geführt und
direkt an die Sendungen angelegt werden, wobei durch eine beispielsweise
plattenartige, quer zur Heberichtung längliche und schmale Querschnittsform
des Stempels viele Sendungen gleichzeitig angehoben werden können und
nur ein schmaler Schlitz im Behälterboden
des Sendungsbehälters
notwendig ist.
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Die
Sendungen können
jeweils von mehreren Stempeln angehoben und so ein sicheres Anheben
erreicht werden, wenn das Hebemittel mehrere quer zu einer Längsrichtung
der im Sendungsbehälter
gestapelten Sendungen versetzte Stempel zum Anheben der Sendungen,
insbesondere durch eine direkte Anlage an die Sendungen, aufweist.
Vorteilhafterweise umfasst das Hebemittel mehrere längs zu einer
Längsrichtung
der im Sendungsbehälter
gestapelten Sendungen versetzte Stempel. Hierdurch können die
Stempel über
die Längsrichtung
des Behälterbodens
verteilt werden, wodurch dem Behälterboden
eine hohe Stabilität
verbleibt.
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Ein
Anheben der Sendungen im Sendungsbehälter kann besonders zuverlässig mit
Hilfe eines beweglichen Bodens im Sendungsbehälter durchgeführt werden.
Hierzu ist das Hebemittel zweckmäßigerweise
zum Bewegen eines relativ zu den Seitenwänden beweglichen Behälterbodens
vorgesehen.
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Die
auf den Sendungsbehälter
gerichtete Aufgabe wird durch einen Sendungsbehälter der eingangs genannten
Art gelöst,
der erfindungsgemäß zwei gegenüberliegende,
am beweglichen Boden befestigte und mit dem beweglichen Boden bewegliche Seitenwände aufweist.
Durch sie kann ein Herunterfallen der Sendungen vom angehobenen
Boden verhindert werden. Die am Boden befestigte Seitenwand ist
zweckmäßigerweise
eine zusätzliche
Innenseitenwand innerhalb einer dem Sendungsbehälter seine Stabilität verleihenden äußeren Seitenwand.
Sie kann in Stapelrichtung oder quer dazu angeordnet sein und eine
Längs- oder eine Schmalseitenwand sein.
Vorteilhafterweise ist die am Boden befestigte Seitenwand in angehobenem
Zustand des Bodens aus einer Seitenwandposition in eine einen Behälterinhalt
freigebende Position bewegbar. Die zunächst von der Seitenwand gehaltenen
Sendungen können freigegeben
und so von einem Bediener leicht gegriffen werden, ohne dass die
Seitenwand ein Greifen stört.
Eine Beweglichkeit, z.B. in die freigebende Position, kann besonders
einfach erreicht werden, wenn die am Boden befestigte Seitenwand
relativ zum Boden schwenkbar ist.
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Die
Seitenwände
des Sendungsbehälters können ohne
an beiden Seiten offene Ausnehmungen bleiben, wodurch der Sendungsbehälter stabil gegen
Verwinden und Verbiegen bleibt. Außerdem können die Sendungen mit dem
Hebemittel von unten angehoben werden, so dass ein ergonomisch ungünstiges
Hineingreifen in den Sendungsbehälter und
ein kraftaufwändiges
und schwieriges Herausheben des in sich beweglichen Sendungsstapels
nicht mehr oder nur zu einem geringeren Teil notwendig ist. Die
Durchführung
kann eine loch- oder schlitzartige Öffnung in einem Behälterboden
sein. Ebenso ist eine größere offene
Fläche
möglich,
z.B. zum Anheben eines beweglichen Bodens, der den Behälterboden
bildet und lediglich an seinen Rändern
abgestützt
ist.
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Eine
hohe Stabilität
des Sendungsbehälters kann
gewahrt werden, wenn er einen an der Behälterunterseite angeordneten
Behälterboden
mit länglichen
Schlitzen zur Durchführung
des Hebemittels aufweist. Umfasst der Behälterboden mehrere längliche
Schlitze in Querrichtung versetzt zueinander, so können die
Sendungen zuverlässig
durch mehrere Stempel gleichzeitig angehoben werden. Mit mehreren
länglichen
Schlitzen in Längsrichtung
versetzt zueinander kann auf einen unter allen Sendungen verlaufender
Schlitz vermieden und eine hohe Stabilität des Sendungsbehälters erreicht
werden.
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In
einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung umfassen die Seitenwände zumindest
eine längliche
Ausnehmung zur Aufnahme des Hebemittels. Es kann ein Hinterschnitt
erreicht werden, der einem Verklemmen von Sendungen in einem Schlitz zwischen
einer Seitenwand und dem Hebemittel entgegenwirkt. Die Ausnehmungen
kann ein Schlitz oder eine Nut sein und insbesondere zur Führung des
Hebemittels ausgebildet sein.
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Eine
gute Stapelbarkeit des Sendungsbehälters kann erzielt werden,
wenn zumindest eine Seitenwand einen oberen weiteren und unteren
engeren Bereich umfasst. Ein guter Schutz gegen Verklemmen der Sendungen
kann hierbei erreicht werden, wenn die Ausnehmung vollständig durch
den engeren Bereich bis zumindest zum weiteren Bereich verläuft. Um
einem Herabrutschen der Sendungen vom Hebemittel während eines
Hebevorgangs im weiten Bereich entgegenzuwirken, umfasst der weitere
Bereich vorteilhafterweise ein Sperrmittel zum Verhindern einer
Ausdehnung der Sendungen ganz in den weiteren Bereich hinein. Das
Sperrmittel kann eine Ausformung einer Seitenwand nach innen sein,
insbesondere um einen Griff des Sendungsbehälters herum.
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Mit
dem beweglichen Boden können
die Sendungen zuverlässig
angehoben werden und das Hebemittel kann einfach ausgeführt sein.
Um einem Verlieren des beweglichen Bodens entgegenzuwirken, ist
dieser vorteilhafterweise zumindest mittelbar an den Seitenwänden befestigt.
Er kann direkt an den Seitenwänden
befestigt sein, beispielsweise in einer oben verschlossenen Nut,
in der eine Ausformung des Bodens laufen kann. Besonders zuverlässig und unanfällig gegen
ein Verklemmen ist ein sich bei einer Bewegung des Bodens in seiner
Form veränderndes
Haltemittel, wie beispielsweise nach Art einer Ziehharmonika, eines
Leporello oder einer Nürnberger
Schere. Vorteilhafterweise begrenzt ein Anschlag eine Bewegung des
Bodens nach oben hin.
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Zusätzlich sei
ein System beschrieben mit einem oben offenen Sendungsbehälter und
einer Vorrichtung zum Entleeren des Sendungsbehälters, die erfindungsgemäß ein Hebemittel
zur Durchführung durch
eine Behälterunterseite
aufweist zum Bewegen der Sendungen relativ zu den Seitenwänden. Es kann
ein ergonomisch günstiges
Herausheben der Sendungen aus einem stabilen Sendungsbehälter erreicht
werden. Vorteilhafterweise weist der Sendungsbehälter eine zum Hebemittel korrespondierende
Formgebung auf. Das Hebemittel kann z.B. formschlüssig in
den Boden eingreifen und ihn zuverlässig anheben.
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Die
Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert, die
in den Zeichnungen dargestellt sind.
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Es
zeigen:
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1 einen
Sendungsbehälter
mit schlitzförmigen
Durchführungen
durch seinen Behälterboden,
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2 den
Sendungsbehälter
aus 1 mit in einer manuellen Vorrichtung zum Entleeren
des Sendungsbehälters,
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3 eine
Sendungssortieranlage mit einer maschinellen Entleerungsvorrichtung
mit plattenförmigen
Stempeln,
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4 einen
Sendungsbehälter
mit runden Durchführungen
durch seinen Behälterboden,
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5 den
Sendungsbehälter
aus 4 mit einem eingelegten beweglichen Boden,
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6 eine
Vorrichtung zum Entleeren des Sendungsbehälters aus 5 mit
einem Sendungsbehälter,
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7 die
Vorrichtung aus 6 mit abgesenktem Sendungsbehälter,
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8 einen
Ausschnitt aus einer Sendungsvereinzelungsanlage mit einer Entleerungsvorrichtung
und einem Sendungsbehälter,
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9 der
Sendungsbehälter
aus 8 mit am angehobenen Boden befestigten und abgeklappten
Seitenwänden
und mit von zwei Haltemitteln gehaltenen Sendungen und
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10 eine
schematische Schnittdarstellung durch den Sendungsbehälter aus 9 mit
befestigtem beweglichen Boden.
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1 zeigt
einen Sendungsbehälter 2 mit Seitenwänden 4, 6,
einem Behälterboden 8 und
einer offenen Oberseite. Der Behälterboden 8 ist
einstückig
mit den Seitenwänden 4, 6 verbunden
und enthält
mehrere längliche,
schlitzförmige
Durchführungen 10,
deren Längsrichtung
in einer Stapelrichtung 12 von Sendungen 14, die
in 2 schematisch dargestellt sind, verläuft. Die
Durchführungen 10 sind – bezogen
auf ihre lange Ausdehnungsrichtung – sowohl in Querrichtung als
auch in Längsrichtung
nebeneinander angeordnet und weisen verschiedene Längen auf.
An die Seitenwände 6 grenzende
Durchführungen 10 gehen
in Ausnehmungen 16 in den Seitenwänden 6 über, die
vollständig
durch einen unten engeren Bereich 18 bis zu einem oberen
weiteren Bereich 20 des Sendungsbehälters 2 verlaufen.
Die Ausnehmungen sind in 1 zwar als Durchführungen
nach außen
ausgestaltet, können
jedoch auch als nach außen
zumindest teilweise verschlossene und nach innen offene Nuten ausgeführt sein.
Der obere weite Bereich 20 weist Handgriffe 22 auf,
die in nach innen versetzte Sperrmittel 24 zum Verhindern einer
Ausdehnung von angehobenen Sendungen 14 ganz in den weiteren
Bereich 20 hinein eingearbeitet sind.
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In 2 ist
eine manuelle Vorrichtung 26 zum Entleeren des Sendungsbehälters 2 dargestellt. Sie
weist eine Basis 28 und eine ebene Aufnahme 30 auf,
auf die der Sendungsbehälter 2 aufgestellt
werden kann. Die Aufnahme 30 wird von einer Federvorrichtung 32 mit
einer Druckfeder bis zu einer Auflage 34 nach oben gedrückt und
kann durch Druck eines Bedieners auf einen aufliegenden Sendungsbehälter 2 gegen
die Federkraft nach unten gedrückt
werden, wie in 2 dargestellt ist. Die Aufnahme 30 weist Durchführungen
auf, die analog zu den Durchführungen 10 im
Sendungsbehälter 2 geformt
sind. Die Aufnahme 30 ist Teil eines Hebemittels 36 mit
einigen plattenförmigen,
in Heberichtung länglichen
Stempeln 38, die korrespondierend zu den Durchführungen 10 gestaltet
sind. Die Stempel 38 des Hebemittels 36 sind starr
mit der Basis 28 verbunden.
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Bei
einem Absenken der Aufnahme 30 mit dem darauf aufgestellten
Sendungsbehälter 2 greifen die
Platten 38 durch die Durchführungen der Aufnahme 30 und
die Durchführungen 10 des
Sendungsbehälter 2 hindurch
und heben die Sendungen 14 relativ zu den Seitenwänden 4, 6 bei
einer entsprechenden Abwärtsbewegung
des Sendungsbehälters 2 an,
bis sie im Wesentlichen vollständig
aus dem Sendungsbehälter 2 herausgehoben
sind, wie in 2 zu sehen ist. Ein Anschlag 40 verhindert
ein weiteres Absenken der Aufnahme 30 und des Sendungsbehälters 2.
Die Sendungen 14 können
nun von einem Bediener einfach gegriffen werden, ohne dass er die Sendungen 14 aus
dem Sendungsbehälter 2 herausheben
muss. Durch das in die Ausnehmungen 16 reichende Hebemittel 36 bzw.
die Stempel 38 wird ein Hinterschnitt in den Seitenwänden 6 gebildet,
der ein Verklemmen von Sendungen 14 in einem Schlitz zwischen
einer Seitenwand 6 und dem Hebemittel 36 verhindert.
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Eine
automatisierte Vorrichtung 42 zum Entleeren eines Sendungsbehälters 2 ist
in 3 dargestellt. Die nachfolgenden Beschreibungen
beschränken
sich jeweils im Wesentlichen auf die Unterschiede zu den vorangegangenen
Ausführungsbeispielen, auf
die bezüglich
gleichbleibender Merkmale und Funktionen verwiesen wird. Im Wesentlichen
gleichbleibende Bauteile sind grundsätzlich mit den gleichen Bezugszeichen
beziffert. Die Vorrichtung 42 ist Teil einer Sendungssortieranlage 44 mit
einer Sendungsvereinzelungsanlage 46, die die Vorrichtung 42 zum
Entleeren umfasst. Die Sendungsvereinzelungsanlage 46 weist
eine Behälterförderung 48 mit einem
zweiteiligen Förderband 50 auf – es ist
ebenso gut ein mehrteiliges Förderband
denkbar, zwischen dessen beiden parallel angeordneten Bändern ein Raum
ist, durch den plattenförmige
Stempel 38 eines Hebemittels 52 herauf bewegt
und durch die Durchführungen 10 des
Behälterbodens 8 der
Sendungsbehälter 2 bis
an die Sendungen 14 geführt
werden können.
Die Stempel 38 sind entlang des gesamten Förderbands 50 unterhalb
und zwischen den beiden Bändern
angeordnet und können
von einer Steuereinheit 54 je nach Position des zu entleerenden
Sendungsbehälters 2 einzeln
oder in Gruppen aktiviert werden. Lediglich zur besseren Darstellung
ist in 3 nur eine Gruppe von Stempeln 38 aktiviert – also hochgefahren – dargestellt,
wo kein Sendungsbehälter 2 ist.
In einem alternativen Ausführungsbeispiel
können
die Stempel 38 entlang des Förderbands 50, also
zwischen den beiden Bändern
des Förderbands 50 beweglich
sein, so dass stets die gleichen Stempel 38 die Sendungen 14 anheben.
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Zum
Entladen der Sendungsbehälter 2 werden
diese auf dem Förderband 50 bis
zu einem Sensor 56 gefahren und dort gestoppt. Dann werden
die unter dem vordersten Sendungsbehälter 2 angeordneten
Stempel 38 kontrolliert von der Steuereinheit 54 hoch
bewegt und durch den Behälterboden 8 geführt, so
dass sie die Sendungen 14 anheben und ein Stück weit
oder ganz aus dem Sendungsbehälter 2 heraus
heben. Die angehobenen Sendungen 14 werden von einem Bediener
gegriffen und auf ein Fördermittel 58 gestellt,
das die Sendungen 14 zu einem Vereinzelungsmittel 60 transportiert,
wo sie vereinzelt werden, um in einem anschließenden Sortierprozess in Fächer 62 einsortiert
zu werden. Nach und nach werden nun alle Sendungsbehälter 2 entleert, wobei
die Steuereinheit 54 die entleerten Sendungsbehälter 2 mitzählt und
so das Hebemittel 52 immer an der richtigen Stelle aktiviert.
Generell ist auch die kinematische Umkehr möglich, so dass die Stempel 38 in
Vertikalrichtung ruhen und der zu entleerende Sendungsbehälter 2 nach
unten bewegt wird, wie zu 1 und 2 beschrieben
ist.
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Die 4 und 5 zeigen
einen alternativen Sendungsbehälter 64 mit
mehreren runden Durchführungen 66,
die durch einen in 5 gezeigten beweglichen Boden 68 abgedeckt
werden, der zwischen die Seitenwände 4, 6 eingelegt
ist und auf dem Behälterboden 8 aufliegt.
Alternativ zu den Durchführungen 66 kann
der Behälterboden 8 eine einzige
große
Durchführung
aufweisen, so dass sich der Behälterboden 8 auf
einen Stützrand
beschränkt zum
Abstützen
des beweglichen Bodens 68 nach unten oder sogar nur wenige,
von den Seitenwänden 4, 6 nach
innen ragende Tragelemente aufweist. Der Boden des Sendungsbehälters 2 wird
hierbei durch den beweglichen Boden 68 gebildet.
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In
den 6 und 7 ist eine Vorrichtung 70 zum
Entleeren eines Sendungsbehälters 64 wie aus 5 dargestellt,
die eine Basis 72 und ein Hebemittel 74 zum Bewegen
eines beweglichen Bodens 68, 76 umfasst. Das Hebemittel 74 ist
analog ausgeführt,
wie das Hebemittel 36 und umfasst eine Aufnahme 78 und
Stempel 80 zum Anheben des beweglichen Bodens 76,
der eine zu den Stempeln 80 korrespondierende Formgebung
aufweist, in die die Stempel 80 z.B. eingreifen können. Die
Sendungen 14 auf dem Boden 76 werden durch zwei
am Boden 76 befestigte Seitenwände 82 gehalten, so
dass sie bei angehobenem Boden 76 nicht herunterfallen
und bei abgesenktem Boden 76 nicht zwischen den Boden 76 und
die Seitenwand 6 gelangen und dort verklemmen. Die relativ
zu den Seitenwänden 4, 6 angehobenen
Sendungen 14 können
nun von einem Bediener gegriffen und auf ein Fördermittel 58 gestellt werden
zur weiteren Bearbeitung.
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8 zeigt
einen Ausschnitt aus einer Sendungsvereinzelungsanlage 84 mit
einer Vorrichtung 86 zum Entleeren eines Sendungsbehälters 88.
Die Vorrichtung 86 umfasst eine Aufnahme 30, auf
die der Sendungsbehälter 88 von
einem Bediener aufgestellt wird. In den Sendungsbehälter 88 ist
ein beweglicher Boden 90 eingelegt, an den mittels Scharniere 92 zwei
bewegliche Seitenwände 94 befestigt
sind. Von einem Träger 96 gehaltene
Stempel 98 eines Hebemittels 100 ragen von unten
durch die Auflage 30 und durch eine Unterseite des Sendungsbehälters 88 hindurch,
so dass sie an den beweglichen Boden 90 angelegt werden
können.
In einer Ausgangsposition ist die Auflage 30 angehoben
und im Wesentlichen bündig
mit einem Fördermittel 102.
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Zum
Entleeren des Sendungsbehälters 88 wird
er vom Bediener auf die Auflage 30 gestellt und nach unten
gedrückt.
Die Auflage 30 verfährt
dabei nach unten, wie in 8 dargestellt, wobei die Stempel 98 ruhen
und den Boden 90 relativ zu den sich absenkenden Seitenwänden 4, 6 anheben.
In angehobenem Zustand kann der Bediener nun die Seitenwände 94 umklappen,
wie in 9 gezeigt ist, so dass sie aus einer die Sendungen 14 haltenden
Stellung in eine die Sendungen 14 freigebende Stellung bewegt
werden. Die Sendungen 14 können dann vom Bediener gegriffen
und auf das Fördermittel 102 geschoben
werden, das beispielsweise als Förderband
ausgeführt
ist und die Sendungen 14 zu einem Vereinzelungsmittel 60 transportiert.
Unterstützt
werden kann dieser Vorgang durch beispielsweise als Trennmesser
ausgeführte
Haltemittel 104 (9), die
seitlich an den Stapel der Sendungen 14 angelegt werden
und ihn zusammenhalten. Die Haltemittel 104 laufen in einer
Führung 106 und
können
vom Bediener mitbewegt werden. Eine Unterstützung kann durch einen motorischen
Antrieb der Haltemittel 104 in der Führung 106 erreicht
werden, wodurch die Sendungen 14 automatisch auf das Fördermittel 102 gezogen
werden können.
Anschließend
werden die Seitenwände 94 wieder
hoch geklappt, der Sendungsbehälter 88 wird
angehoben und kann aus der Vorrichtung 86 zum Entleeren
entnommen werden, um einem nächsten
gefüllten
Sendungsbehälter 88 Platz
zu machen.
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In
einer weiteren Ausführungsform
kann die Entleerung des Sendungsbehälters 88 maschinell unterstützt werden.
Nachdem der Bediener den Sendungsbehälter 88 auf die wie
in 8 gezeigte Auflage 30 abgestellt hat,
betätigt
er ein Eingabemittel 108, beispielsweise einen Knopf, das
ein Signal an eine Steuereinheit 54 sendet, die über einen
Antrieb 110 ein Anheben des Trägers 96 steuert. Die
Stempel 98 heben hierdurch den Boden 90 und mit
ihm die Sendungen 14 bis auf die in 8 gezeigte
Stellung an, in der der Boden 90 oberhalb einer Oberkante
der Seitenwände 4, 6 und
bündig
mit der Oberkante des Fördermittels 102 positioniert
ist. Auch hier ist die kinematische Umkehr ein sinnvolles alternatives
Ausführungsbeispiel,
bei der die Stempel 98 ruhen und der Sendungsbehälter 88 vertikal
bewegt wird.
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Wird
ein Boden 68 ohne Seitenwände 82, 94 verwendet,
so ist eine Steuerung der Hebebewegung mit einem Eingabemittel 112 sinnvoll,
das die Hände des
Bedieners frei lässt,
z.B. ein Fußschalter.
Der Bediener hat seine Hände
frei, um die aus dem Sendungsbehälter 88 herausfahrenden
Sendungen 14 zu halten, ohne dass sie aus dem Sendungsbehälter 88 herausfallen.
Vorteilhaft ist eine Steuerung der Bewegungsgeschwindigkeit des
Trägers 96 über das Eingabemittel 108, 112,
beispielsweise indem eine Geschwindigkeit von einem Druck auf das
Eingabemittel 108, 112 abhängig ist.
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Eine
noch weiter automatisierte Vorrichtung 86 zum Entleeren
der Sendungsbehälter 88 umfasst ein
zweites Fördermittel 114 zum
Transport von Sendungsbehältern 88,
mit dem die Sendungsbehälter 88 von
links antransportiert und auf die in ihrer Grundposition angehobene
Auflage 30 geschoben werden. Die Auflage 30 ist
hierbei bündig
mit einer Oberkante des als Förderband
ausgeführten
Fördermittels 102.
Nun wird die Auflage 30 bei angehobenem Träger 96 – automatisch
oder manuell getriggert – abgesenkt,
so dass die Seitenwände 4, 6 des
Sendungsbehälters 88 nach
unten gefahren werden. Die Sendungen 14 können dann,
wie zu den 8 und 9 beschrieben,
entladen werden. Anschließend wird
die Auflage 30 wieder angehoben und der leere Sendungsbehälter 88 kann
vom Bediener entfernt werden, so dass ein nächster voller Sendungsbehälter 80 eingefahren
werden kann. Eine vollautomatische Entleerung kann erreicht werden,
wenn der entleerte Sendungsbehälter 80 beispielsweise
in einer unteren Ebene unter dem zweiten Fördermittel 114 durch
ein weiteres Fördermittel
abtransportiert wird.
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10 zeigt
den leeren Sendungsbehälter 88 in
einer geschnittenen Darstellung. Der bewegliche Boden 90 ist
durch zwei Befestigungsmittel 116 mittelbar über einen
Behälterboden 126 an
den Seitenwänden 4, 6 unverlierbar
befestigt, das als sogenannte Nürnberger
Schere mit durch Gelenke 118 ver bundenen Gliedern 120 ausgeführt ist.
Die beiden Befestigungsmittel 116 sind jeweils direkt benachbart zu
den Seitenwänden 6 angeordnet
und laufen mit Rollen 122 in entsprechenden Schienen 124 des
Behälterbodens 126 und
des beweglichen Bodens 90, in denen sie befestigt sind.
Bei herunter gefahrenem Boden 90 kommen die Befestigungsmittel 116 unter dem
Boden 90 zu liegen, so dass sie von den Sendungen 14 ferngehalten
sind.
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Eine
Sendung im Sinne der Erfindung kann jegliches Postgut sein.