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DE102006031120B3 - Sendungsbehälter - Google Patents

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DE102006031120B3
DE102006031120B3 DE102006031120A DE102006031120A DE102006031120B3 DE 102006031120 B3 DE102006031120 B3 DE 102006031120B3 DE 102006031120 A DE102006031120 A DE 102006031120A DE 102006031120 A DE102006031120 A DE 102006031120A DE 102006031120 B3 DE102006031120 B3 DE 102006031120B3
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DE
Germany
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container
consignment
side walls
lifting
shipments
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Application number
DE102006031120A
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English (en)
Inventor
Peter Dr. Berdelle-Hilge
Thomas Buckenmaier
Dietmar Oexle
Armin Zimmermann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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Priority to DK07787123.4T priority patent/DK2035156T3/da
Priority to DE502007006248T priority patent/DE502007006248D1/de
Priority to EP07787123A priority patent/EP2035156B1/de
Priority to US12/307,443 priority patent/US8020701B2/en
Priority to PCT/EP2007/056833 priority patent/WO2008003754A1/de
Priority to AT07787123T priority patent/ATE494965T1/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07CPOSTAL SORTING; SORTING INDIVIDUAL ARTICLES, OR BULK MATERIAL FIT TO BE SORTED PIECE-MEAL, e.g. BY PICKING
    • B07C3/00Sorting according to destination
    • B07C3/008Means for collecting objects, e.g. containers for sorted mail items

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  • Sorting Of Articles (AREA)
  • Details Of Rigid Or Semi-Rigid Containers (AREA)
  • Stackable Containers (AREA)
  • Supports Or Holders For Household Use (AREA)
  • Pile Receivers (AREA)
  • Refuse Collection And Transfer (AREA)
  • Table Devices Or Equipment (AREA)
  • Vehicle Step Arrangements And Article Storage (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (26, 42, 70, 86) zum Entleeren eines oben offenen Sendungsbehälters (2, 64, 88) zum Transport von Sendungen (14), der Seitenwände (4, 6) und eine Behälterunterseite aufweist, mit einem Hebemittel (36, 52, 74, 100) zum Bewegen der Sendungen (14) relativ zu den Seitenwänden (4, 6). Um Postgut, wie beispielsweise Briefsendungen, ergonomisch günstig und effizient aus einem Sendungsbehälter (2, 64, 88) entleeren zu können, ohne seine mechanische Stabilität zu sehr zu beeinträchtigen, wird vorgeschlagen, dass das Hebemittel (36, 52, 74, 100) zur Durchführung durch die Behälterunterseite vorgesehen ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Sendungsbehälter zum Transport von Sendungen mit Seitenwänden, einer offenen Oberseite und einer Behälterunterseite, die eine Durchführung für ein Hebemittel zum Anheben der Sendungen aufweist, und einem relativ zu den Seitenwänden zur Oberseite hin beweglichen Boden.
  • Zum Sortieren von Sendungen in Sortieranlagen, beispielsweise Briefen nach Adressen, werden die Sendungen in Kunststoffbehältern zur Sortieranlage gebracht. Um die Sendungen zu sortieren, müssen diese Behälter entladen werden und die Sendungen müssen einem Vereinzelungsmittel, Feeder genannt, zugeführt werden. Hierfür ist es bekannt, die mit Sendungen gefüllten Behälter in der Nähe eines Fördermittel, z.B. eines Förderbands, aufzustellen und die Sendungen Behälter für Behälter stapelweise aus den Behältern zu entnehmen, auf das Fördermittel zu stellen und dort einen Vereinzelungsstapel zu bilden. Dieser Greifvorgang ist ergonomisch ungünstig, weil die Behälterwände höher sind als der mittlere Sendungsschwerpunkt und der Bediener somit in die Behälter hinein greifen und die Sendungen aus dem Behälter heben muss.
  • Aus der EP 1 100 629 B1 ist eine Vorrichtung zum Entleeren von Sendungsbehältern bekannt, bei der die Sendungsbehälter maschinell entleert werden, indem ein Hebekamm seitlich in eine von oben geschlitzte Seitenwand des Sendungsbehälters unter die Sendungen einfährt und diese aus dem Sendungsbehälter heraushebt. Die für den Hebekamm notwendigen offenen Ausnehmungen im Sendungsbehälter führen jedoch zu einer mechanischen Instabilität des Sendungsbehälters.
  • Die Offenlegungsschrift DE 23 04 331 A beschreibt einen Sendungsbehälter in Form eines Magazins, in den von unten durch eine Öffnung des Bodens des Sendungsbehälters ein Stapelträger eingreift zum Anheben und Absenken von Sendungen.
  • Ein Sendungsbehälter mit einer Anzahl von nebeneinander und hintereinander angeordneten Schlitzen im Sendungsbehälterboden zur Durchführung von Stapelträgern ist aus der DE 102 34 516 A1 bekannt.
  • Eine weitere Lösung zum Entladen von Sendungen aus einem Sendungsbehälter ist aus der Offenlegungsschrift DE 26 09 106 A1 bekannt. Dort ist ein Sendungsbehälter mit einem beweglichen Boden beschrieben, der durch Stangen, die durch den Behälterboden hindurchgeführt werden, so angehoben werden kann, dass die Sendungen bis über die Oberkante des Sendungsbehälters angehoben werden.
  • Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, einen Sendungsbehälter zum Transport von Sendungen anzugeben, der mechanisch stabil und einfach zu entleeren ist.
  • Zur Erläuterung der Erfindung ist eine Vorrichtung beschrieben zum Entleeren eines oben offenen Sendungsbehälters zum Transport von Sendungen, der Seitenwände und eine Behälterunterseite aufweist, mit einem Hebemittel zur Durchführung durch die Behälterunterseite und zum Bewegen der Sendungen relativ zu den Seitenwänden.
  • Die Seitenwände können ohne an beiden Seiten offene Ausnehmungen bleiben, wodurch der Sendungsbehälter stabil gegen Verwinden und Verbiegen bleibt. Mit dem Hebemittel können die Sendungen angehoben werden, so dass ein ergonomisch ungünstiges Hineingreifen in den Sendungsbehälter und ein kraftaufwändiges und schwieriges Herausheben des in sich beweglichen Sendungsstapels nicht mehr oder nur zu einem geringeren Teil notwendig ist.
  • Eine mechanische Belastung des Behälterbodens bei einer Verformung des Sendungsbehälters in Richtung einer Rautenform kann durch genügend viele und breite Stege des Behälterbodens ausreichend aufgefangen werden, die genügend Möglichkeiten zur Durchführung des Hebemittels lassen. Das Hebemittel kann zu einem Anheben der Sendungen relativ zu ruhenden Seitenwänden vorgesehen sein. Genau so gut kann das Hebemittel zum Anheben der Sendungen vorgesehen sein, die relativ zu sich absenkenden Seitenwänden aus dem Sendungsbehälter gehoben werden, wobei sie relativ zur übrigen Umgebung, wie z.B. einem Ständer oder einer Steuereinheit der Vorrichtung, ruhen. Die Vorrichtung kann einen maschinellen Antrieb zum Bewegen des Hebemittels bzw. Absenken zumindest einer Seitenwand aufweisen. Eine in der Herstellung günstige Vorrichtung kann geschaffen werden, wenn die Vorrichtung zu einer manuellen Betätigung des Hebemittels bzw. zum Herunterdrücken der Seitenwände vorgesehen ist.
  • Das Hebemittel kann einen quer zur Heberichtung länglichen Stempel zum Anheben der Sendungen aufweisen. Der Stempel kann durch die Unterseite geführt und direkt an die Sendungen angelegt werden, wobei durch eine beispielsweise plattenartige, quer zur Heberichtung längliche und schmale Querschnittsform des Stempels viele Sendungen gleichzeitig angehoben werden können und nur ein schmaler Schlitz im Behälterboden des Sendungsbehälters notwendig ist.
  • Die Sendungen können jeweils von mehreren Stempeln angehoben und so ein sicheres Anheben erreicht werden, wenn das Hebemittel mehrere quer zu einer Längsrichtung der im Sendungsbehälter gestapelten Sendungen versetzte Stempel zum Anheben der Sendungen, insbesondere durch eine direkte Anlage an die Sendungen, aufweist. Vorteilhafterweise umfasst das Hebemittel mehrere längs zu einer Längsrichtung der im Sendungsbehälter gestapelten Sendungen versetzte Stempel. Hierdurch können die Stempel über die Längsrichtung des Behälterbodens verteilt werden, wodurch dem Behälterboden eine hohe Stabilität verbleibt.
  • Ein Anheben der Sendungen im Sendungsbehälter kann besonders zuverlässig mit Hilfe eines beweglichen Bodens im Sendungsbehälter durchgeführt werden. Hierzu ist das Hebemittel zweckmäßigerweise zum Bewegen eines relativ zu den Seitenwänden beweglichen Behälterbodens vorgesehen.
  • Die auf den Sendungsbehälter gerichtete Aufgabe wird durch einen Sendungsbehälter der eingangs genannten Art gelöst, der erfindungsgemäß zwei gegenüberliegende, am beweglichen Boden befestigte und mit dem beweglichen Boden bewegliche Seitenwände aufweist. Durch sie kann ein Herunterfallen der Sendungen vom angehobenen Boden verhindert werden. Die am Boden befestigte Seitenwand ist zweckmäßigerweise eine zusätzliche Innenseitenwand innerhalb einer dem Sendungsbehälter seine Stabilität verleihenden äußeren Seitenwand. Sie kann in Stapelrichtung oder quer dazu angeordnet sein und eine Längs- oder eine Schmalseitenwand sein. Vorteilhafterweise ist die am Boden befestigte Seitenwand in angehobenem Zustand des Bodens aus einer Seitenwandposition in eine einen Behälterinhalt freigebende Position bewegbar. Die zunächst von der Seitenwand gehaltenen Sendungen können freigegeben und so von einem Bediener leicht gegriffen werden, ohne dass die Seitenwand ein Greifen stört. Eine Beweglichkeit, z.B. in die freigebende Position, kann besonders einfach erreicht werden, wenn die am Boden befestigte Seitenwand relativ zum Boden schwenkbar ist.
  • Die Seitenwände des Sendungsbehälters können ohne an beiden Seiten offene Ausnehmungen bleiben, wodurch der Sendungsbehälter stabil gegen Verwinden und Verbiegen bleibt. Außerdem können die Sendungen mit dem Hebemittel von unten angehoben werden, so dass ein ergonomisch ungünstiges Hineingreifen in den Sendungsbehälter und ein kraftaufwändiges und schwieriges Herausheben des in sich beweglichen Sendungsstapels nicht mehr oder nur zu einem geringeren Teil notwendig ist. Die Durchführung kann eine loch- oder schlitzartige Öffnung in einem Behälterboden sein. Ebenso ist eine größere offene Fläche möglich, z.B. zum Anheben eines beweglichen Bodens, der den Behälterboden bildet und lediglich an seinen Rändern abgestützt ist.
  • Eine hohe Stabilität des Sendungsbehälters kann gewahrt werden, wenn er einen an der Behälterunterseite angeordneten Behälterboden mit länglichen Schlitzen zur Durchführung des Hebemittels aufweist. Umfasst der Behälterboden mehrere längliche Schlitze in Querrichtung versetzt zueinander, so können die Sendungen zuverlässig durch mehrere Stempel gleichzeitig angehoben werden. Mit mehreren länglichen Schlitzen in Längsrichtung versetzt zueinander kann auf einen unter allen Sendungen verlaufender Schlitz vermieden und eine hohe Stabilität des Sendungsbehälters erreicht werden.
  • In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung umfassen die Seitenwände zumindest eine längliche Ausnehmung zur Aufnahme des Hebemittels. Es kann ein Hinterschnitt erreicht werden, der einem Verklemmen von Sendungen in einem Schlitz zwischen einer Seitenwand und dem Hebemittel entgegenwirkt. Die Ausnehmungen kann ein Schlitz oder eine Nut sein und insbesondere zur Führung des Hebemittels ausgebildet sein.
  • Eine gute Stapelbarkeit des Sendungsbehälters kann erzielt werden, wenn zumindest eine Seitenwand einen oberen weiteren und unteren engeren Bereich umfasst. Ein guter Schutz gegen Verklemmen der Sendungen kann hierbei erreicht werden, wenn die Ausnehmung vollständig durch den engeren Bereich bis zumindest zum weiteren Bereich verläuft. Um einem Herabrutschen der Sendungen vom Hebemittel während eines Hebevorgangs im weiten Bereich entgegenzuwirken, umfasst der weitere Bereich vorteilhafterweise ein Sperrmittel zum Verhindern einer Ausdehnung der Sendungen ganz in den weiteren Bereich hinein. Das Sperrmittel kann eine Ausformung einer Seitenwand nach innen sein, insbesondere um einen Griff des Sendungsbehälters herum.
  • Mit dem beweglichen Boden können die Sendungen zuverlässig angehoben werden und das Hebemittel kann einfach ausgeführt sein. Um einem Verlieren des beweglichen Bodens entgegenzuwirken, ist dieser vorteilhafterweise zumindest mittelbar an den Seitenwänden befestigt. Er kann direkt an den Seitenwänden befestigt sein, beispielsweise in einer oben verschlossenen Nut, in der eine Ausformung des Bodens laufen kann. Besonders zuverlässig und unanfällig gegen ein Verklemmen ist ein sich bei einer Bewegung des Bodens in seiner Form veränderndes Haltemittel, wie beispielsweise nach Art einer Ziehharmonika, eines Leporello oder einer Nürnberger Schere. Vorteilhafterweise begrenzt ein Anschlag eine Bewegung des Bodens nach oben hin.
  • Zusätzlich sei ein System beschrieben mit einem oben offenen Sendungsbehälter und einer Vorrichtung zum Entleeren des Sendungsbehälters, die erfindungsgemäß ein Hebemittel zur Durchführung durch eine Behälterunterseite aufweist zum Bewegen der Sendungen relativ zu den Seitenwänden. Es kann ein ergonomisch günstiges Herausheben der Sendungen aus einem stabilen Sendungsbehälter erreicht werden. Vorteilhafterweise weist der Sendungsbehälter eine zum Hebemittel korrespondierende Formgebung auf. Das Hebemittel kann z.B. formschlüssig in den Boden eingreifen und ihn zuverlässig anheben.
  • Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in den Zeichnungen dargestellt sind.
  • Es zeigen:
  • 1 einen Sendungsbehälter mit schlitzförmigen Durchführungen durch seinen Behälterboden,
  • 2 den Sendungsbehälter aus 1 mit in einer manuellen Vorrichtung zum Entleeren des Sendungsbehälters,
  • 3 eine Sendungssortieranlage mit einer maschinellen Entleerungsvorrichtung mit plattenförmigen Stempeln,
  • 4 einen Sendungsbehälter mit runden Durchführungen durch seinen Behälterboden,
  • 5 den Sendungsbehälter aus 4 mit einem eingelegten beweglichen Boden,
  • 6 eine Vorrichtung zum Entleeren des Sendungsbehälters aus 5 mit einem Sendungsbehälter,
  • 7 die Vorrichtung aus 6 mit abgesenktem Sendungsbehälter,
  • 8 einen Ausschnitt aus einer Sendungsvereinzelungsanlage mit einer Entleerungsvorrichtung und einem Sendungsbehälter,
  • 9 der Sendungsbehälter aus 8 mit am angehobenen Boden befestigten und abgeklappten Seitenwänden und mit von zwei Haltemitteln gehaltenen Sendungen und
  • 10 eine schematische Schnittdarstellung durch den Sendungsbehälter aus 9 mit befestigtem beweglichen Boden.
  • 1 zeigt einen Sendungsbehälter 2 mit Seitenwänden 4, 6, einem Behälterboden 8 und einer offenen Oberseite. Der Behälterboden 8 ist einstückig mit den Seitenwänden 4, 6 verbunden und enthält mehrere längliche, schlitzförmige Durchführungen 10, deren Längsrichtung in einer Stapelrichtung 12 von Sendungen 14, die in 2 schematisch dargestellt sind, verläuft. Die Durchführungen 10 sind – bezogen auf ihre lange Ausdehnungsrichtung – sowohl in Querrichtung als auch in Längsrichtung nebeneinander angeordnet und weisen verschiedene Längen auf. An die Seitenwände 6 grenzende Durchführungen 10 gehen in Ausnehmungen 16 in den Seitenwänden 6 über, die vollständig durch einen unten engeren Bereich 18 bis zu einem oberen weiteren Bereich 20 des Sendungsbehälters 2 verlaufen. Die Ausnehmungen sind in 1 zwar als Durchführungen nach außen ausgestaltet, können jedoch auch als nach außen zumindest teilweise verschlossene und nach innen offene Nuten ausgeführt sein. Der obere weite Bereich 20 weist Handgriffe 22 auf, die in nach innen versetzte Sperrmittel 24 zum Verhindern einer Ausdehnung von angehobenen Sendungen 14 ganz in den weiteren Bereich 20 hinein eingearbeitet sind.
  • In 2 ist eine manuelle Vorrichtung 26 zum Entleeren des Sendungsbehälters 2 dargestellt. Sie weist eine Basis 28 und eine ebene Aufnahme 30 auf, auf die der Sendungsbehälter 2 aufgestellt werden kann. Die Aufnahme 30 wird von einer Federvorrichtung 32 mit einer Druckfeder bis zu einer Auflage 34 nach oben gedrückt und kann durch Druck eines Bedieners auf einen aufliegenden Sendungsbehälter 2 gegen die Federkraft nach unten gedrückt werden, wie in 2 dargestellt ist. Die Aufnahme 30 weist Durchführungen auf, die analog zu den Durchführungen 10 im Sendungsbehälter 2 geformt sind. Die Aufnahme 30 ist Teil eines Hebemittels 36 mit einigen plattenförmigen, in Heberichtung länglichen Stempeln 38, die korrespondierend zu den Durchführungen 10 gestaltet sind. Die Stempel 38 des Hebemittels 36 sind starr mit der Basis 28 verbunden.
  • Bei einem Absenken der Aufnahme 30 mit dem darauf aufgestellten Sendungsbehälter 2 greifen die Platten 38 durch die Durchführungen der Aufnahme 30 und die Durchführungen 10 des Sendungsbehälter 2 hindurch und heben die Sendungen 14 relativ zu den Seitenwänden 4, 6 bei einer entsprechenden Abwärtsbewegung des Sendungsbehälters 2 an, bis sie im Wesentlichen vollständig aus dem Sendungsbehälter 2 herausgehoben sind, wie in 2 zu sehen ist. Ein Anschlag 40 verhindert ein weiteres Absenken der Aufnahme 30 und des Sendungsbehälters 2. Die Sendungen 14 können nun von einem Bediener einfach gegriffen werden, ohne dass er die Sendungen 14 aus dem Sendungsbehälter 2 herausheben muss. Durch das in die Ausnehmungen 16 reichende Hebemittel 36 bzw. die Stempel 38 wird ein Hinterschnitt in den Seitenwänden 6 gebildet, der ein Verklemmen von Sendungen 14 in einem Schlitz zwischen einer Seitenwand 6 und dem Hebemittel 36 verhindert.
  • Eine automatisierte Vorrichtung 42 zum Entleeren eines Sendungsbehälters 2 ist in 3 dargestellt. Die nachfolgenden Beschreibungen beschränken sich jeweils im Wesentlichen auf die Unterschiede zu den vorangegangenen Ausführungsbeispielen, auf die bezüglich gleichbleibender Merkmale und Funktionen verwiesen wird. Im Wesentlichen gleichbleibende Bauteile sind grundsätzlich mit den gleichen Bezugszeichen beziffert. Die Vorrichtung 42 ist Teil einer Sendungssortieranlage 44 mit einer Sendungsvereinzelungsanlage 46, die die Vorrichtung 42 zum Entleeren umfasst. Die Sendungsvereinzelungsanlage 46 weist eine Behälterförderung 48 mit einem zweiteiligen Förderband 50 auf – es ist ebenso gut ein mehrteiliges Förderband denkbar, zwischen dessen beiden parallel angeordneten Bändern ein Raum ist, durch den plattenförmige Stempel 38 eines Hebemittels 52 herauf bewegt und durch die Durchführungen 10 des Behälterbodens 8 der Sendungsbehälter 2 bis an die Sendungen 14 geführt werden können. Die Stempel 38 sind entlang des gesamten Förderbands 50 unterhalb und zwischen den beiden Bändern angeordnet und können von einer Steuereinheit 54 je nach Position des zu entleerenden Sendungsbehälters 2 einzeln oder in Gruppen aktiviert werden. Lediglich zur besseren Darstellung ist in 3 nur eine Gruppe von Stempeln 38 aktiviert – also hochgefahren – dargestellt, wo kein Sendungsbehälter 2 ist. In einem alternativen Ausführungsbeispiel können die Stempel 38 entlang des Förderbands 50, also zwischen den beiden Bändern des Förderbands 50 beweglich sein, so dass stets die gleichen Stempel 38 die Sendungen 14 anheben.
  • Zum Entladen der Sendungsbehälter 2 werden diese auf dem Förderband 50 bis zu einem Sensor 56 gefahren und dort gestoppt. Dann werden die unter dem vordersten Sendungsbehälter 2 angeordneten Stempel 38 kontrolliert von der Steuereinheit 54 hoch bewegt und durch den Behälterboden 8 geführt, so dass sie die Sendungen 14 anheben und ein Stück weit oder ganz aus dem Sendungsbehälter 2 heraus heben. Die angehobenen Sendungen 14 werden von einem Bediener gegriffen und auf ein Fördermittel 58 gestellt, das die Sendungen 14 zu einem Vereinzelungsmittel 60 transportiert, wo sie vereinzelt werden, um in einem anschließenden Sortierprozess in Fächer 62 einsortiert zu werden. Nach und nach werden nun alle Sendungsbehälter 2 entleert, wobei die Steuereinheit 54 die entleerten Sendungsbehälter 2 mitzählt und so das Hebemittel 52 immer an der richtigen Stelle aktiviert. Generell ist auch die kinematische Umkehr möglich, so dass die Stempel 38 in Vertikalrichtung ruhen und der zu entleerende Sendungsbehälter 2 nach unten bewegt wird, wie zu 1 und 2 beschrieben ist.
  • Die 4 und 5 zeigen einen alternativen Sendungsbehälter 64 mit mehreren runden Durchführungen 66, die durch einen in 5 gezeigten beweglichen Boden 68 abgedeckt werden, der zwischen die Seitenwände 4, 6 eingelegt ist und auf dem Behälterboden 8 aufliegt. Alternativ zu den Durchführungen 66 kann der Behälterboden 8 eine einzige große Durchführung aufweisen, so dass sich der Behälterboden 8 auf einen Stützrand beschränkt zum Abstützen des beweglichen Bodens 68 nach unten oder sogar nur wenige, von den Seitenwänden 4, 6 nach innen ragende Tragelemente aufweist. Der Boden des Sendungsbehälters 2 wird hierbei durch den beweglichen Boden 68 gebildet.
  • In den 6 und 7 ist eine Vorrichtung 70 zum Entleeren eines Sendungsbehälters 64 wie aus 5 dargestellt, die eine Basis 72 und ein Hebemittel 74 zum Bewegen eines beweglichen Bodens 68, 76 umfasst. Das Hebemittel 74 ist analog ausgeführt, wie das Hebemittel 36 und umfasst eine Aufnahme 78 und Stempel 80 zum Anheben des beweglichen Bodens 76, der eine zu den Stempeln 80 korrespondierende Formgebung aufweist, in die die Stempel 80 z.B. eingreifen können. Die Sendungen 14 auf dem Boden 76 werden durch zwei am Boden 76 befestigte Seitenwände 82 gehalten, so dass sie bei angehobenem Boden 76 nicht herunterfallen und bei abgesenktem Boden 76 nicht zwischen den Boden 76 und die Seitenwand 6 gelangen und dort verklemmen. Die relativ zu den Seitenwänden 4, 6 angehobenen Sendungen 14 können nun von einem Bediener gegriffen und auf ein Fördermittel 58 gestellt werden zur weiteren Bearbeitung.
  • 8 zeigt einen Ausschnitt aus einer Sendungsvereinzelungsanlage 84 mit einer Vorrichtung 86 zum Entleeren eines Sendungsbehälters 88. Die Vorrichtung 86 umfasst eine Aufnahme 30, auf die der Sendungsbehälter 88 von einem Bediener aufgestellt wird. In den Sendungsbehälter 88 ist ein beweglicher Boden 90 eingelegt, an den mittels Scharniere 92 zwei bewegliche Seitenwände 94 befestigt sind. Von einem Träger 96 gehaltene Stempel 98 eines Hebemittels 100 ragen von unten durch die Auflage 30 und durch eine Unterseite des Sendungsbehälters 88 hindurch, so dass sie an den beweglichen Boden 90 angelegt werden können. In einer Ausgangsposition ist die Auflage 30 angehoben und im Wesentlichen bündig mit einem Fördermittel 102.
  • Zum Entleeren des Sendungsbehälters 88 wird er vom Bediener auf die Auflage 30 gestellt und nach unten gedrückt. Die Auflage 30 verfährt dabei nach unten, wie in 8 dargestellt, wobei die Stempel 98 ruhen und den Boden 90 relativ zu den sich absenkenden Seitenwänden 4, 6 anheben. In angehobenem Zustand kann der Bediener nun die Seitenwände 94 umklappen, wie in 9 gezeigt ist, so dass sie aus einer die Sendungen 14 haltenden Stellung in eine die Sendungen 14 freigebende Stellung bewegt werden. Die Sendungen 14 können dann vom Bediener gegriffen und auf das Fördermittel 102 geschoben werden, das beispielsweise als Förderband ausgeführt ist und die Sendungen 14 zu einem Vereinzelungsmittel 60 transportiert. Unterstützt werden kann dieser Vorgang durch beispielsweise als Trennmesser ausgeführte Haltemittel 104 (9), die seitlich an den Stapel der Sendungen 14 angelegt werden und ihn zusammenhalten. Die Haltemittel 104 laufen in einer Führung 106 und können vom Bediener mitbewegt werden. Eine Unterstützung kann durch einen motorischen Antrieb der Haltemittel 104 in der Führung 106 erreicht werden, wodurch die Sendungen 14 automatisch auf das Fördermittel 102 gezogen werden können. Anschließend werden die Seitenwände 94 wieder hoch geklappt, der Sendungsbehälter 88 wird angehoben und kann aus der Vorrichtung 86 zum Entleeren entnommen werden, um einem nächsten gefüllten Sendungsbehälter 88 Platz zu machen.
  • In einer weiteren Ausführungsform kann die Entleerung des Sendungsbehälters 88 maschinell unterstützt werden. Nachdem der Bediener den Sendungsbehälter 88 auf die wie in 8 gezeigte Auflage 30 abgestellt hat, betätigt er ein Eingabemittel 108, beispielsweise einen Knopf, das ein Signal an eine Steuereinheit 54 sendet, die über einen Antrieb 110 ein Anheben des Trägers 96 steuert. Die Stempel 98 heben hierdurch den Boden 90 und mit ihm die Sendungen 14 bis auf die in 8 gezeigte Stellung an, in der der Boden 90 oberhalb einer Oberkante der Seitenwände 4, 6 und bündig mit der Oberkante des Fördermittels 102 positioniert ist. Auch hier ist die kinematische Umkehr ein sinnvolles alternatives Ausführungsbeispiel, bei der die Stempel 98 ruhen und der Sendungsbehälter 88 vertikal bewegt wird.
  • Wird ein Boden 68 ohne Seitenwände 82, 94 verwendet, so ist eine Steuerung der Hebebewegung mit einem Eingabemittel 112 sinnvoll, das die Hände des Bedieners frei lässt, z.B. ein Fußschalter. Der Bediener hat seine Hände frei, um die aus dem Sendungsbehälter 88 herausfahrenden Sendungen 14 zu halten, ohne dass sie aus dem Sendungsbehälter 88 herausfallen. Vorteilhaft ist eine Steuerung der Bewegungsgeschwindigkeit des Trägers 96 über das Eingabemittel 108, 112, beispielsweise indem eine Geschwindigkeit von einem Druck auf das Eingabemittel 108, 112 abhängig ist.
  • Eine noch weiter automatisierte Vorrichtung 86 zum Entleeren der Sendungsbehälter 88 umfasst ein zweites Fördermittel 114 zum Transport von Sendungsbehältern 88, mit dem die Sendungsbehälter 88 von links antransportiert und auf die in ihrer Grundposition angehobene Auflage 30 geschoben werden. Die Auflage 30 ist hierbei bündig mit einer Oberkante des als Förderband ausgeführten Fördermittels 102. Nun wird die Auflage 30 bei angehobenem Träger 96 – automatisch oder manuell getriggert – abgesenkt, so dass die Seitenwände 4, 6 des Sendungsbehälters 88 nach unten gefahren werden. Die Sendungen 14 können dann, wie zu den 8 und 9 beschrieben, entladen werden. Anschließend wird die Auflage 30 wieder angehoben und der leere Sendungsbehälter 88 kann vom Bediener entfernt werden, so dass ein nächster voller Sendungsbehälter 80 eingefahren werden kann. Eine vollautomatische Entleerung kann erreicht werden, wenn der entleerte Sendungsbehälter 80 beispielsweise in einer unteren Ebene unter dem zweiten Fördermittel 114 durch ein weiteres Fördermittel abtransportiert wird.
  • 10 zeigt den leeren Sendungsbehälter 88 in einer geschnittenen Darstellung. Der bewegliche Boden 90 ist durch zwei Befestigungsmittel 116 mittelbar über einen Behälterboden 126 an den Seitenwänden 4, 6 unverlierbar befestigt, das als sogenannte Nürnberger Schere mit durch Gelenke 118 ver bundenen Gliedern 120 ausgeführt ist. Die beiden Befestigungsmittel 116 sind jeweils direkt benachbart zu den Seitenwänden 6 angeordnet und laufen mit Rollen 122 in entsprechenden Schienen 124 des Behälterbodens 126 und des beweglichen Bodens 90, in denen sie befestigt sind. Bei herunter gefahrenem Boden 90 kommen die Befestigungsmittel 116 unter dem Boden 90 zu liegen, so dass sie von den Sendungen 14 ferngehalten sind.
  • Eine Sendung im Sinne der Erfindung kann jegliches Postgut sein.

Claims (9)

  1. Sendungsbehälter (2, 64, 88) zum Transport von Sendungen (14) mit Seitenwänden (4, 6), einer offenen Oberseite und einer Behälterunterseite, die eine Durchführung (10, 66) für ein Hebemittel (36, 52, 74, 100) zum Anheben der Sendungen (14) aufweist, und einem relativ zu den Seitenwänden (4,6) zur Oberseite hin beweglichen Boden (68, 76, 90), gekennzeichnet durch zwei gegenüberliegende, am beweglichen Boden (90) befestigte und mit dem beweglichen Boden (90) bewegliche Seitenwände (94).
  2. Sendungsbehälter (2, 64, 88) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand (94) in angehobenem Zustand des Bodens (90) aus einer Seitenwandposition in eine einen Behälterinhalt freigebende Position bewegbar ist.
  3. Sendungsbehälter (2, 64, 88) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche Boden (90) zumindest mittelbar an den Seitenwänden (4,6) befestigt ist.
  4. Sendungsbehälter (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen an der Behälterunterseite angeordneten Behälterboden (8) mit länglichen Schlitzen zur Durchführung des Hebemittels (36, 52).
  5. Sendungsbehälter (2) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterboden (8) mehrere längliche Schlitze in Querrichtung versetzt zueinander aufweist.
  6. Sendungsbehälter (2) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterboden (8) mehrere längliche Schlitze in Längsrichtung versetzt zueinander aufweist.
  7. Sendungsbehälter (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (4, 6) zumindest eine längliche Ausnehmung (16) zur Aufnahme des Hebemittels (36, 52) aufweisen.
  8. Sendungsbehälter (2) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Seitenwand (4, 6) einen oberen weiteren und unteren engeren Bereich (18, 20) umfasst und die Ausnehmung (16) vollständig durch den engeren Bereich (18) bis zumindest zum weiteren Bereich (20) verläuft.
  9. Sendungsbehälter (2, 64, 88) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Bereich (20) ein Sperrmittel (24) zum Verhindern einer Ausdehnung der Sendungen (14) ganz in den weiteren Bereich (20) hinein aufweist.
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