-
Die
Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Wechseln
von Walzen, insbesondere von Arbeitswalzen und/oder Zwischenwalzen
in einem Walzgerüst,
wie Vorgerüst
oder Fertiggerüst zum
Walzen von Grobblech, die jeweils Stütz- und Arbeitswalzensätze aufweisen,
durch Aufeinanderstützen
und anschließendem
Ausfahren in Achsrichtung der Walzen auf der Bedienseite der Walzgerüste, in
eine Walzenwerkstatt und Zurückfahren
und Einbauen neuer Walzensätze.
-
Aus
der
WO 03/099 479
A1 ist eine Vorrichtung für den Wechsel von Arbeitswalzenpaaren und/oder
von Stützwalzenpaaren
an Walzgerüsten bekannt,
wobei die Stützwalzen
und die Arbeitswalzen jeweils in heb- oder senkbaren Einbaustücken im Ständerrahmen
geführt
sind, das Arbeitswalzenpaar auf den Einbaustücken aufgestützt mittels
eines Geradschubantriebs ausfahrbar ist. Das Stützwalzenpaar ist mittels eines
auf einer Führungsbahn
und Rädern
aufgestützten
unteren Stützwalze
und einem auf diesem aufgestützten
Walzenwechselstuhl mit aufgestützter
oberer Stützwalze
aus- oder einfahrbar. Dabei ist das Arbeitswalzenpaar auf der Antriebsseite
des Walzgerüstes
mit einem für
den Ausbau- oder den Einbau-Weg in der Hublänge bemessenen hydraulischen
Kolben-Zylinder-Antrieb kuppelbar und im Ausfahrabstand auskuppelbar.
Weiterhin ist ein in der Höhenlage
zwischen den Stützwalzen
eingefahrener Walzenwechselstuhl an denselben Kolben-Zylinder-Antrieb
ankuppelbar und nach Aufstützen
der oberen Stützwalze
und des Walzenwechselstuhls auf die untere Stützwalze das Stützwalzenpaar
ausfahrbar oder wieder einfahrbar. Auch ein entsprechendes Verfahren
ist hieraus bekannt.
-
Aus
der
WO 2004/039
512 A1 ist eine Zugmaschine bekannt, mit der Walzensätze in eine
Walzenwerkstatt WW gezogen bzw. von dort wieder zurück gefahren
werden. Die Zugmaschine wird verfahren, indem Zahnräder der
Zugmaschine in Zahnstangen eingreifen.
-
Aus
der
DE 43 21 663 A1 ist
ein Walzwerk mit auf der Bedienseite der Gerüste vorgesehenen jeweils auf
Wagen abgestützten
und quer zu den Walzenachsen verschiebbarensupportplatten bekannt,
die mit mindestens zwei nebeneinander angeordneten, zur Aufnahme
von auf Rollen gelagerten Arbeitswalzensätzen vorgesehenen Schienenpaaren ausgestattet
sind, und mit jeweils den Gerüsten
vorgeordneten Gruben, deren Grund mit Ausfahrschienen für Stützwalzensätzen ausgestattet
sind. Dabei sind die Gruben zwischen den Gerüsten und den Supportplatten
in einer die Länge
jeweils von einer in ihrer Ausgangsstellung fixierbaren und zum
Stützwalzenwechsel
aus dieser heraus verschenkbaren Klappe überfangen sind, und dass die
Klappen jeweils mit einer das Ausfahren von Arbeitswalzensätzen und überführen derselben
auf eine der Gleispaare der ihm zugeordneten jeweiligen Supportplatten ausgestattet
ist.
-
Aus
der
WO 03/015 949
A1 ist eine Einrichtung zum Wechseln der Arbeits- und Stützwalzen
eines Bandwalzwerkes bekannt, wobei mittels eines quer zum Walzgerüst verschiebbaren
Walzewechselwagens, der die herausgezogenen alten Walzensätze aufnimmt
und den Austausch gegen neue Walzensätze ermöglicht wird. Die Einrichtung
besteht aus einem ortsfest auf Hüttenflurhöhe angeordneten Wechselzylinder,
dessen Kolbenstange quer zum Walzgerüst ein- und ausfahrbar ist,
einem Ausziehwagen, der am vorderen Ende der Kolbenstange des Wechselzylinders
angeordnet, auf dem Walzenwechselwagen verschiebbar und mit diesem
derart koppelbar ist, dass der Ausziehwagen zusammen mit dem Walzen wechselwagen
durch den Wechselzylinder quer zum Walzgerüst verschiebbar ist. Weiterhin einen
im Walzenwechselwagen angeordneten Querverschiebetisch, der durch
einen vom Walzenwechselwagen unabhängigen Verschiebezylinder quer
zur Bewegungsrichtung des Walzenwechselwagens verschiebbar ist und
durch den die auszutauschenden Walzensätze in die bzw. aus der mit
der Gerüstmitte fluchtende(n)
Wechselposition bringbar sind. Weiterhin wird ein dazugehörendes Verfahren
beschrieben.
-
WO 2005/089 972 A1 beschreibt
ein Verfahren zum Wechseln von Walzensätzen in Walzgerüsten einer
Walzstraße
mit mehreren Walzgerüsten,
die jeweils Stütz-
und Arbeitswalzensätze
aufweisen, durch Aufeinanderstützen
und anschließendem
Ausfahren in Achsrichtung eines Arbeitswalzensatzes oder eines Stützwalzensatzes
auf der Bedienerseite in eine Walzenwerkstatt und anschließendem Zurückfahren
und Einbauen neuer Walzensätze.
Dabei werden die von einer auf der Bedienerseite der Anzahl der
Walzgerüste
entsprechenden Anzahl von separaten Querverschiebewagen transportierten, verschlissenen
Arbeitswalzensätze
auf einem einzigen Verbindungsgleis aufeinanderfolgend durch eine einzige
Lokomotive in die Walzenwerkstatt verbracht und von dort die Arbeitswalzensätze zurückgefahren und
in Wechselabständen
auf den jeweiligen Querverschiebewagen zwischen den Walzgerüsten abgesetzt
werden und dass nach Freigeben der Bedienerseite durch die Querverschiebewagen
jeweils nach einem ausgebauten verschlissenen Arbeitswalzensatz
die verschlissenen Stützwalzensätze ausgefahren
und per Kran in die Walzenwerkstatt gebracht, gewartet, zurück transportiert
und in die zugeordneten Walzgerüste
wieder eingebaut werden. Weiterhin beschrieben ist eine dazugehörende Einrichtung.
-
Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei vorrichtungstechnisch
geringem Aufwand ein flexibles Verfahren zum Wechseln der Walzensätze aus den
Walzgerüsten
vorzuschlagen und eine Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
-
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass bei einem Verfahren gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1 die Arbeitswalzensätze oder die Stützwalzensätze oder
die Arbeits- und Stützwalzensätze mittels
einer einzigen Lokomotive vom Walzgerüst zur Walzenwerkstatt und
zurück transportiert
werden.
-
Weitere
Ausgestaltungen des Verfahrens ergeben sich aus den diesbezüglichen
Unteransprüchen.
-
Die
Erfindung betrifft außerdem
eine Einrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Hierzu ist die Lokomotive mit einer Kupplung/einer Auflagefläche ausgebildet,
bei der nur der Arbeitswalzensatz, nur der der Stützwalzensatz
oder der Arbeits- und Stützwalzensatz
aus dem Walzgerüst
herausgefahren und in die Walzenwerkstatt transportiert wird.
-
Weitere
Ausgestaltungen der Einrichtung ergeben sich aus den diesbezüglichen
Unteransprüchen.
-
Die
Erfindung betrifft den kompletten Walzenwechsel für Arbeitswalzensätze und
Stützwalzensätze mit
Side Shifting (Querverschiebung) in der Walzhalle.
-
Der
gesamte Transport der Walzensätze
erfolgt mit nur einer hydraulischen Walzenwechsel-Lokomotive. Alle
Walzensätze
werden aus dem Walzgerüst
bis in die Walzenwerkstatt bzw. in das Walzgerüst transportiert.
-
Arbeitswalzenwechsel mit Side Shifting
(Querverschiebung)
-
Die
Arbeitswalzenwechselvorrichtung befindet sich auf der Bedienungsseite
der Walzanlage.
-
Die
Aufgaben der Arbeitswalzen-Wechselvorrichtung besteht darin, gebrauchte
Arbeitswalzensätze
aus dem Walzgerüst
zu ziehen und beispielsweise anschließend bis in die Walzenwerkstatt
zu transportieren oder die neu geschliffenen Arbeitswalzensätze aus
der Walzenwerkstatt bis in das Walzgerüst zu transportieren.
-
Die
beidseitig angeordneten Plattformen, auf denen die Arbeitswalzensätze transportiert
werden, sind geschweißte
Stahlkonstruktionen und dienen als Fahrbahnuntersatz bei dem Walzenwechsel.
Auf diesen Plattformen werden die Arbeitswalzensätze verfahren, um vom Walzgerüst bis in
die Walzenwerkstatt zu gelangen oder zurück in das Walzgerüst. Auf diesen
Plattformen sind Gleitleisten/Gleitschienen aufgeschraubt, welche
als Gleitbahnen für
die Zugstange mit angehängtem
Arbeitswalzensatz dienen. Die Plattformen decken gleichzeitig den
Bereich der Walzenwechselgrube ab. Sie sind aufklappbar und werden über einen
Drehpunkt gehalten. Für
die Lastaufnahme stützen
sie sich seitlich am Fundament ab. Derartige Plattformen ermöglichen
einen Arbeitswalzenwechsel mit einer Hydraulik-Walzenwechsellokomotive,
die im unteren Bereich der Walzenwechselgrube angeordnet ist.
-
Die
gebrauchten Arbeitswalzensätze
werden jetzt durch die Walzenwechsellokomotive aus dem Walzgerüst bis in
die Walzenwerkstatt befördert
oder die neuen Arbeitswalzensätze
in das Walzgerüst.
-
Die
aktuell eingesetzten Arbeitswalzen-Wechsellokomotive wird nicht
mehr benötigt.
-
Ersparnisse im Vergleich zum herkömmlichen
Arbeitswalzenwechsel:
-
Die
komplette Arbeitswalzen-Lokomotive mit all ihren Einrichtungen wie
- – 4
Elektromotoren, a = 50 kW
- – 4
Getriebe-Übersetzungen
- – 4
Ritzel
- – 2
Kabeltrommeln mit Kabel
- – die
komplette Elektronik/Elektrozylinder
- – die
Bearbeitung durch E-Lieferanten
- – die
Montage usw.
- – Vorteile
für den
Kunden:
Weniger Wartung,
Hallenkran in der Walzhalle braucht
nicht mehr für die
Gewischte der
Stützwalzensätze ausgelegt
werden.
-
Ein
Transportwagen für
den Transport der Walzensätze
aus der Walzhalle in die Walzenwerkstatt oder zurück in die
Walzhalle wird nicht mehr benötigt.
-
Bei
den Plattformen ergibt sich eine Gewichtsreduzierung von ca. 50%.
Des Weiteren werden 30 t Zahnstangen mit Befestigungsmaterial und Passfedern
nicht mehr benötigt.
Die aufwändige
Bearbeitung an den Plattformen für
die Befestigung der Zahnstangen entfällt.
-
Bei
den Vorbereitungen für
den Stützwalzenwechsel
wir nur zum Aufklappen oder Schließen der Plattformen der Hallenkran
benötigt.
Die geöffneten Plattformen
stören
auf Grund ihrer geringen Höhe (Breite)
nicht den Hallenkran-Betrieb. Ein Entfernen der Plattformen durch
den Hallenkran ist nicht erforderlich. Es wird auch kein Platz für die Ablage
der Plattformen in den Hallen benötigt. Daher Zeitersparnis.
-
Side Shifting/Querverschiebung in der
Walzhalle.
-
Das
Side Shifting ist in der Walzhalle im Bereich der Walzenwechselgrube
angeordnet. Aufgabe des Side Shifting ist es, den gebrauchten, aus
dem Walzgerüst
gezogenen Arbeitswalzensatz so weit aus der Walzmitte/Mitte Walzenwechselgrube
zu verschieben, bis der neue Arbeitswalzensatz in Walzmitte positioniert
werden kann.
-
Das
Side Shifting besteht aus einer Stahlkonstruktion mit gleichen Gleitleisten
wie bei den Plattformen.
-
Das
Side Shifting ist so konstruiert, dass zwei Walzensätze – ein gebrauchter
und ein neuer Walzensatz – darauf
positioniert werden können.
-
Ein
Hydraulkzylinder fährt
den Wechselwagen in die gewünschte
Position. Der Wechselwagen selbst ist schienengebunden und läuft auf
insgesamt 12 Laufrollen. Die Rollen sind jeweils in zweireihigen Axiallagern
gehalten.
-
Ersparnisse beim Side Shifting (Querverschiebung) in
der Walzhalle:
-
Der
Wechselwagen besteht aus einer einfachen Brücke und lässt sich wegen der 12 Laufrollen – über den
vorhandenen Hydraulikzylinder – bei
jedem Stützwalzenwechsel
seitlich aus der Walzenwechselgrube fahren. Ein Auf- und Abnehmen
durch den Hallenkran entfällt.
Es wird dadurch kein Platz für die
Ablage in der Walzhalle benötigt – Zeitersparnis.
-
Beim
Wechselwagen werden Zahnstangen mit Befestigungsmaterial und Passfedern
nicht mehr benötigt.
-
Die
aufwändige
Bearbeitung für
die Befestigung de Zahnstangen sowie die komplette Wechselwagen-Zentrierung
entfällt.
-
Stützwalzenwechsel
-
Die
Stützwalzenwechselvorrichtung
ist im unteren Bereich der Walzenwechselgrube angeordnet.
-
Die
Aufgaben der Stützwalzenwechselvorrichtung
sind, gebrauchte Stützwalzensätze aus
dem Walzgerüst
bis in die Walzenwerkstatt oder die neuen Stützwalzensätze aus der Walzenwerkstatt
bis in das Walzgerüst
zu transportieren.
-
Die
beidseitig angeordneten Plattformen, auf denen die Arbeitswalzen
transportiert werden, dienen auch als Fahrbahnuntersatz für den Stützwalzen-Wechselstuhl.
Auf diesen Plattformen wird der Stützwalzen-Wechselstuhl zum Stützwalzen-Wechsel in das Walzgerüst mit Hilfe
der Lokomotive gefahren. Die aktuell dafür eingesetzten Arbeitswalzen-Wechsellokomotive
wird nicht mehr benötigt.
-
Ersparnisse beim Stützwalzenwechsel.
-
Die
komplette Arbeitswalzen-Lokomotive mit all ihren Einrichtungen wird
nicht mehr benötigt.
-
Weitere Ersparnisse:
-
- – Kleinerer
Hallenkran in der Walzhalle.
- – Das
Abheben und Aufsetzten der Walzensätze auf den Transportwagen
zur Walzenwerkstatt durch den Walzhallenkran entfällt.
- – Der
Transportwagen mit Antrieb zwischen Walzhalle und Walzenwerkstatt
wird nicht mehr benötigt.
-
Walzenwechsellokomotive für den Arbeitswalzen- und
Stützwalzenwechsel.
-
Mit
der Walzenwechsellokomotive werden die Arbeitswalzen- und Stützwalzensätze aus
dem Walzgerüst
bis in die Walzenwerkstatt befördert und/oder
die neuen Walzensätze
in das Walzgerüst. Die
Walzenwechsellokomotive befindet sich im unteren Bereich der Walzenwechselgrube
und besteht im wesentlichen aus dem Gehäuse (Wagenkörper):
- – 4 Hydraulik-Motoren
mit Getriebe und Ritzelwelle
- – 2
Hydraulikzylinder
- – 1
Bajonett-Verschluss für
den Arbeitswalzenwechsel
- – 1
Bajonett-Verschluss für
den Stützwalzenwechsel
-
Hydraulische Walzenwechsel-Lokomotive
-
Der
Stützwalzen-Wechsel,
der Arbeitswalzen-Wechsel und das Einfahren von Stützwalzen-Wechselstuhl
in das Walzgerüst
erfolgt durch die hydraulische Walzenwechsel-Lokomotive.
-
Die
aktuell eingesetzte Arbeitswalzen-Wechsellokomotive wird nicht mehr
benötigt.
Selbst bei Nutzung von Side Shifting (Querverschiebung) in der Walzhalle
oder der Walzenwerkstatt transportiert diese Lokomotive die Stützwalzen-
und Arbeitswalzen-Sätze
bis in die Walzenwerkstatt oder wieder zurück in das Walzgerüst.
-
Ersparnisse:
-
- – Kleinerer
Hallenkran
- – Das
Abheben und Aufsetzen der Walzensätze auf den Transportwagen
zur Walzenwerkstatt durch den Walzhallenkran entfällt.
- – Der
Transportwagen mit Antrieb zwischen Walzhalle und Walzenwerkstatt
wird nicht mehr benötigt.
-
Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird anhand von sehr schematischen Zeichnungen näher beschrieben.
Es zeigen:
-
1 im
Querschnitt eine Walzhalle mit einem Walzgerüst und einer davon durch eine
Wand getrennte Walzenwerkstatt;
-
2 im
Querschnitt das Ankuppeln einer Lokomotive an die Arbeitswalzen;
-
3 die
aus dem Walzgerüst
herausgefahrenen Arbeitswalzen;
-
4 die
Lokomotive mit einem Arbeitswalzensatz in den Endposition in der
Walzenwerkstatt,
-
5 als
Einzelheit eine Querverschiebeplattform in der Walzhalle;
-
6 die
Querverschiebplatfform mit offener Grube;
-
7 in
Draufsicht die Querverschiebeplattform beim Ausziehen des Arbeitswalzensatzes;
-
8 in
Draufsicht die Querverschiebeplattform in rechter Position zum Herausziehen
eines Stützwalzensatzes;
-
9 im
Querschnitt die Walzhalle mit Walzenwechselstuhl;
-
10 Stützwalzen
und Walzenwechselstuhl in der Walzenwerkstatt;
-
11 Walzenwerkstatt
mit Stützkonstruktion
zur Aufnahme der Arbeitswalzen;
-
12 wie 11,
aber mit Stützwalzen;
-
13 in
Seitenansicht, mit Blick auf die Wand, die Stützkonstruktion mit darauf angeordnetem
Wechselwagen, der nach unten gerichtete Vorrichtungen zur Aufnahme
der Arbeitswalzen aufweist;
-
14 Stützkonstruktion
in Position zur Aufnahme des ausgebauten Arbeitswalzensatzes;
-
15 Stützkonstruktion
in Position zur Abgabe eines neuen Arbeitswalzensatzes und
-
16 Stützkonstruktion
mit Wechselwagen in der Walzenwerkstatt beim Einfahren eines Stützwalzensatzes.
-
In 1 ist
auf der linken Seite eine Walzhalle 1 in Walzrichtung und
auf der rechten Seite eine Walzenwerkstatt 2 dargestellt.
Beide Bereiche sind durch eine Wand 3 getrennt. In einem
Walzgerüst 4 sind
eine obere und eine untere Stützwalze 5, 6 sowie
eine obere und eine untere Arbeitswalze 7, 8 angeordnet.
Zum Transport aus dem Walzgerüst 4 in der
Walzhalle 2 in die Walzenwerkstatt 2, um beispielsweise
die Walzen nachzuschleifen, wird eine Lokomotive 9 verwendet.
Diese befindet sich in einer Grube 10, die die Walzhalle 1 und
die Walzenwerkstatt 2 verbindet. Sämtliche Vorrichtungen wie Schienen
usw. sind auf einem Fundament bzw. mehreren Fundamenten 11 aufgebaut.
Die Lokomotive 9 kann somit aus einer Warteposition 12 am
rechten Ende der Grube 10 zum Walzgerüst 4 hin bewegt werden. In
den 1A und 1B ist
im Querschnitt dargestellt, wie die Lokomotive 9 in der
Grube 10 angeordnet ist. Wie ersichtlich, ist die Grube 10 in
einen unteren schmalen Bereich 16 und einen oberen breiten Bereich 17 unterteilt.
Der untere schmale Bereich 16 ist nur unwesentlich breiter
wir die Lokomotive 9. Der obere breite Bereich 17 weist
an seinen beiden Rändern 18, 19 Plattformen 20 auf.
Diese sind beim Herausziehen bzw. Transport eines Arbeitswalzensatzes 7, 8 heruntergeklappt
und weisen an ihrer Oberseite Führungsschienen 21 auf,
auf denen der Arbeitswalzensatz 7, 8 bewegt werden
kann. Die Plattformen 20 weisen einen Abstand auf, der
eine an der Lokomotive 9 an der Oberseite 13 angebrachte
Kuppelvorrichtung 14 ein durchfahren ermöglicht.
Zum Transportieren des im Durchmesser größeren Stützwalzensatzes 5, 6 werden
die Plattformen 20 hochgeklappt und somit die Durchfahrt
verbreitert.
-
In 2 ist
dargestellt, wie mittels der Kuppelvorrichtung 14 beispielsweise
eine Schubstange 15 an der Lokomotive 9 befestigt
wird. Auf der anderen Seite erfolgt ein ankuppeln an die untere
Arbeitswalze 7. Fährt
die Lokomotive 9 in der Grube 10 nach rechts,
werden die untere Arbeitswalze 7 und die obere Arbeitswalze 8 aus
dem Walzgerüst 4 gezogen.
-
In 3 ist
dargestellt, wie sich der Arbeitswalzensatz 7, 8 in
der Walzhalle 1 neben dem Walzgerüst 4 zum Weitertransport
befindet. In einer ersten Ausführung
wird die Schubstange 15 von der Lokomotive 9 und
der unteren Arbeitswalze 7 gelöst und entfernt. Nun kann die
Lokomotive 9 direkt mit der unteren Arbeitswalze 7 gekuppelt
werden. Durch ein Verfahren de Lokomotive 9 in der Grube 10 gelangt der
Arbeitswalzensatz 7, 8 in die Walzenwerkstatt 2.
-
Die
Endposition des Arbeitswalzensatzes 7, 8 in der
Walzenwerkstatt 2 ist in 4 dargestellt. Die
Schubstange 15 befindet sich dabei beispielsweise in einer
dafür vorgesehenen
Lagerposition in der Walzhalle 1.
-
Der
ausgebaute Arbeitswalzensatz 7, 8 wird durch einen
neuen Arbeitswalzensatz ersetzt. Dies erfolgt möglichst schnell, um die Stillstandszeiten
des Walzgerüstes
zu minimieren. Daher ist in einer bevorzugten Ausführung vorgesehen,
dass der neue Arbeitswalzensatz bereits in der Walzhalle 1 vorbereitet
wird. In 5 ist eine derartige Vorrichtung
dargestellt. Die auch als Side Shifting bezeichnete Vorrichtung
sieht vor, dass der ausgebaute Arbeitswalzensatz 7, 8 und
ein neuer Ar beitswalzensatz 22 parallel nebeneinander auf
einer Querverschiebeplattform 23 angeordnet werden können. In 5A befindet
sich der ausgebaute Arbeitswalzensatz 7, 8 auf der
linken Seite. Die Querverschiebeplattform 23 liegt dabei
auf dem rechten und linken Rand der Grube 10 auf. Zum Verschieben
wird beispielsweise ein Hydraulikzylinder 24 mit Schubstange 25 verwendet. Die
Querverschiebeplattform 23 wird mittel mehrerer Rollen 24 auf
Schienen 26 verfahren. In 5B ist die
Position der Querverschiebeplattform 23 dargestellt, in
der der neue Arbeitswalzensatz 22 in das Walzgerüst 4 eingeschoben
werden kann.
-
Um
mit der Lokomotive 9 anschließend den Stützwalzensatz 5, 6 aus
dem Walzgerüst 4 zu
ziehen, muss die Grube 10 frei gemacht werden. Hierzu werden,
wie weiter oben erläutert,
die Plattformen 20 hochgestellt. Desweiteren wird die Querverschiebeplattform 23 soweit
nach rechts verfahren, siehe 6A, 6B,
dass der linke Rand 24 der Querverschiebeplattform 23 die
Grube 10 komplett freigibt. Durch die Gestaltung der Querverschiebeplattform 23 mit
mehreren Rollen 24 und einer entsprechenden Länge kann
sie im Übergangsbereich
nur auf einer Seite aufliegen.
-
7 zeigt
in Draufsicht die Konstellation, in der die Querverschiebeplattform 23 die
Grube 10 überdeckt.
In 8 befindet sich die Querverschiebeplattform 23 in
der Position, in der die Grube 10 für das Ausziehen des Stützwalzensatzes 5, 6 frei
gemacht ist. Hierzu müssen
die Plattformen 20 mit den Schienen noch hochgestellt werden.
-
In 9 ist
dargestellt, wie ein Walzenwechselstuhl 25 mittels der
Lokomotive 9 und der Schubstange 15 zwischen die
untere Stützwalze 5 und
die obere Stützwalze 6 geschoben
wird. Nachdem der Walzenwechselstuhl 25 zwischen die Stützwalzen 5, 6 angeordnet
ist, wird diese komplette Einheit mittels der Lokomotive aus dem
Walzgerüst 4 gezogen.
Bei einem Zwischenstopp wird die Schubstange 15 ausgebaut.
Anschließend
erfolgt eine direkte Ankupplung der Lokomotive 9 an die
untere Stützwalze 5. Die
Lokomotive 9 zieht die komplette Einheit in die Walzenwerkstatt 2,
wie in 10 zu sehen. Dabei sind die
Plattformen 20 entlang dem rechten und dem linken Rand
der Grube 10 hochgeklappt, um einen Freiraum für die oben
erwähnte
Einheit aus Stützwalzen 5, 6 und
Walzenwechselstuhl 25 sowie Lokomotive 9 zu haben.
-
In 11 ist
eine Ausbildung dargestellt, bei der die Arbeitswalzen 7, 8 direkt
in die Walzenwerkstatt 2 gezogen werden. Die Plattformen 20 sind
nach unten geklappt, um ein Überfahren
zu ermöglichen. In
der Walzenwerkstatt 2 befindet sich eine Stützkonstruktion 26,
die das Handling bei der Bearbeitung der einzelnen Arbeits- und
Stützwalzen
vereinfacht. Wie ersichtlich, werden dazu die Arbeitswalzen 7, 8 in
die Stützkonstruktion 26 verfahren.
-
12 zeigt
die gleiche Ansicht, aber mit Stützwalzen 5, 6.
-
Die
Stützkonstruktion 26 ist
in 13 genauer dargestellt. Die Stützkonstruktion 26 besteht
aus einem linken Teil 27 und einem rechten Teil 28.
An der Oberseite 29 sind Schienen 30 angeordnet,
auf denen ein Wechselwagen 31 aufliegt. Der Wechselwagen 31 weist
an seiner Unterseite Vorrichtungen 32 zur Aufnahme der
Arbeitswalzen 7, 8 auf. Der Wechselwagen 31 mit
den Vorrichtungen 32 wird mittels eines Hydraulikzylinders 33 und
einer Schubstange 34 seitlich verfahren.
-
In
einer ersten Position wird, wie in 14 dargestellt,
ein gebrauchter Arbeitswalzensatz 7, 8 in den
Vorrichtungen 32 aufgenommen und angehoben, d.h. von der
Lokomotive 9 angekuppelt. Dabei liegt der Wechselwagen 31 auf
dem linken Teil 27 und dem rechten Teil 28 der
Stützkonstruktion 26 auf.
-
Anschließend wird
ein überarbeiteter/neuer Arbeitswalzansatz 35, 36,
der sich bereits in der Vorrichtung 32 befindet, nach links
verschoben und gelangt so in Flucht mit der Lokomotive 9,
wird auf die Plattformen 20 mit den Schienen abge senkt
und in das Walzgerüst 4 (nicht
dargestellt) geschoben, wie in 15 zu
sehen. Die Stützkonstruktion 26 mit
dem Wechselwagen 31 und den daran befindlichen Vorrichtungen 32 zur
Aufnahme der Arbeitswalzen ermöglicht
es, auf einen Hallenkran zu verzichten.
-
Dieser
wird wiederum bei der Handhabung der Stützwalzen, wie in 16 zu
sehen, benötigt. Um
die Stützwalzen
in die Walzenwerkstatt 2 zu verbringen, wird der Wechselwagen 31 mit
den Vorrichtungen 32 derart nach recht verfahren, dass
eine Lücke 33 zwischen
dem linken Teil 27 und dem rechten Teil 28 der
Stützkonstruktion 26 entsteht.
In diese Lücke 33 kann
der Stützwalzensatz
mittels der Lokomotive gezogen werden. Durch eine spezielle Ausgestaltung
des Wechselwagens 31 mit mehreren Rollen 36 und
einer entsprechenden Länge
kann die Lücke 33 freigegeben
werden.
-
Neuer
kompletter AW- und StW-Wechsel mit nur einer Lokomotive und mit
Side Shifting (Querverschiebung) in der Walzhalle oder in der Walzenwerkstatt
- 1. Arbeitswalzenwechselvorrichtung mit aufklappbaren
Plattformen und Side Shifting (Querverschiebung) in der Walzhalle
Zeichnung
Nr. 20808700, 17.1–17.5
- 2. Side Shifting (Querverschiebung) in der Walzhalle für Arbeitswalzenwechselvorrichtung
Zeichnung
Nr. 20808701, 18.1–18.5
- 3. Eine Lokomotive für
den gesamten Walzenwechsel (AW- und StW-Wechsel) mit Side Shifting (Querverschiebung)
in der Walzhalle oder in der Walzenwerkstatt
Zeichnung Nr.
20808702, 19.1–19.6
- 4. Side Shifting (Querverschiebung) in der Walzenwerkstatt für Arbeitswalzenwechselvorrichtung
Zeichnung
Nr. 20808703, 20.1–20.6
- 5. Arbeitswalzenwechselvorrichtung mit aufklappbaren Plattformen
und Side Shifting (Querverschiebung) in Walzenwerkstatt
Zeichnung
Nr. 20808704, 21.1–21.6
-
- 1
- Walzhalle
- 2
- Walzenwerkstatt
- 3
- Wand
- 4
- Walzgerüst
- 5
- untere
Stützwalze
- 6
- obere
Stützwalze
- 7
- untere
Arbeitswalze
- 8
- obere
Arbeitswalze
- 9
- Lokomotive
- 10
- Grube
- 11
- Fundament
- 12
- Warteposition
- 13
- Oberseite
- 14
- Kuppelvorrichtung
- 15
- Schubstange
- 16
- schmaler
Bereich
- 17
- breiter
Bereich
- 18
- Rand
- 19
- Rand
- 20
- Plattform
- 21
- Führungsschiene
- 22
- Arbeitswalzensatz
- 23
- Querverschiebeplattform
- 24
- Rollen
- 25
- Walzenwechselstuhl
- 26
- Stützkonstruktion
- 27
- linker
Teil
- 28
- rechter
Teil
- 29
- Oberseite
- 30
- Schienen
- 31
- Wechselwagen
- 32
- Vorrichtung
- 33
- Lücke
- 34
- Schubstange
- 35
- Arbeitswalzensatz
- 36
- Rolle