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DE3902889C2 - Offene Walzstraße mit nebeneinander angeordneten Walzgerüsten - Google Patents

Offene Walzstraße mit nebeneinander angeordneten Walzgerüsten

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DE3902889C2
DE3902889C2 DE19893902889 DE3902889A DE3902889C2 DE 3902889 C2 DE3902889 C2 DE 3902889C2 DE 19893902889 DE19893902889 DE 19893902889 DE 3902889 A DE3902889 A DE 3902889A DE 3902889 C2 DE3902889 C2 DE 3902889C2
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DE
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rolling
stand
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roller
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Hans Bogendoerfer
Georg Engel
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SMS Siemag AG
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SMS Schloemann Siemag AG
Schloemann Siemag AG
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    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B31/00Rolling stand structures; Mounting, adjusting, or interchanging rolls, roll mountings, or stand frames
    • B21B31/08Interchanging rolls, roll mountings, or stand frames, e.g. using C-hooks; Replacing roll chocks on roll shafts
    • B21B31/10Interchanging rolls, roll mountings, or stand frames, e.g. using C-hooks; Replacing roll chocks on roll shafts by horizontally displacing, i.e. horizontal roll changing
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B21BROLLING OF METAL
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    • B21B2031/023Transverse shifting one housing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Handcart (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine offene Walzstraße mit mindestens zwei in einer Antriebslinie mit geringem Abstand nebeneinander angeordneten Walzgerüsten, wobei die Antriebseinrichtungen entweder auf einer äußeren Seite der Walzstraße mit einem Durchtrieb für das zweite Walzgerüst oder auf beiden äußeren Seiten der Walzstraße angeordnet sind.
Bei offenen Walzstraßen der eingangs genannten Bauart (DIN 24 500 Blatt 3) ist es üblich, den Abstand der Walzgerüste und damit den Abstand der Walzlinien zwischen den Walzgerüsten so klein wie mög­ lich zu halten, um die erforderliche Hallenbreite und eben­ falls die Breite der üblicherweise zu einer gemeinsamen Ebene abgedeckten Rollgänge vor und hinter den Gerüsten zu minimieren. Bei einer solchen eng benachbarten Anordnung der Walzgerüste und bedingt durch die Platzverhältnisse müssen die Gerüste nach oben geöffnet werden können, um den Walzen­ wechsel mit Hilfe eines fahrbaren Kranes nach oben zu er­ möglichen. Auch die zugehörigen Führungen und Führungstische für das Walzgut - im allgemeinen Walzarmaturen genannt - werden üblicherweise mit Hilfe eines Krans ausgewechselt und können nur in der Walzstraße justiert werden. Bedingt durch die erforderlichen Kranmanipulationen und durch die zusätz­ liche Justierarbeit von Walzensatz und Walzarmaturen ist die Wechsel- und Umstellzeit der Walzstraße sehr zeitraubend und äußerst unwirtschaftlich.
Bei einer gattungsfremden kontinuierlichen Walzstraße gemäß der DE 33 17 748 C2 mit in der Walzlinie abwechselnd und hintereinander angeordneten Vertikal- und Horizontal-Gerü­ sten und mit Walzgutführungen zwischen den Arbeitswalzen benachbarter Walzgerüste soll das Auswechseln der einzelnen Walzensätze dadurch vorgenommen werden, daß die gesamte Gerüstgruppe auf einem Halterahmen aus der Walzlinie in eine Wechselposition herausgefahren wird und jedes Vertikal-Walz­ gerüst aus der Wechselposition relativ zum Halterahmen mit­ tels eines Versetzungsantriebs quer zur Walzlinie derart verfahren wird, daß eine Walzenwechsel-Position erreicht wird, in der die Walzlinienrichtung der Vertikal-Walzgerüste gegenüber derjenigen Walzlinienrichtung der benachbarten Horizontal-Walzgerüste seitlich versetzt ist. Die Vertikal- Gerüste sind auf dem Halterahmen in entgegengesetzen Ver­ schieberichtungen quer zur Walzlinie verfahrbar montiert. Für jedes Horizontal-Gerüst ist in seiner Walzenwechsel- Position ein Drehtisch vorgesehen sowie ein schräg zur Ver­ schieberichtung verfahrbarer Wagen. Abgesehen davon, daß der in der DE 33 17 748 C2 vorgeschlagene Walzenwechsel für eine geschlossene Walzstraße mit abwechselnd dicht hintereinander angeordneten Horizontal- und Vertikal-Gerüsten vorgesehen ist, bringt dieses Walzenwechsel-Konzept nicht die bei mo­ dernen Walzstraßen erforderlichen kurzen Walzenwechselzei­ ten, da es konstruktiv zu aufwendig ist.
Bei einem gattungsfremden ständerlosen Universalgerüst nach der DE 35 38 905 C2 wird der Walzenwechsel dadurch vorgenom­ men, daß der Rahmen des Walzgerüstes quer zur Walzrichtung geteilt ist und daß beim Walzenwechsel die von dem Rahmen gelösten Horizontalwalzen-Einbaustücke sowie die dazwischen angeordneten Vertikalwalzen-Einbaustücke nebst Walzen als ständerfester Walzensatz für sich bei auseinandergeschobenem Rahmen ausbaubar sind. Ein solches Walzenwechselkonzept durch eine bezogen auf die Walzlinie vorgenommene Quertei­ lung des Gerüstrahmens ist unter anderem dann von Nachteil, wenn die Platzverhältnisse in Walzlinie beengt sind, da die Teilung des Gerüstrahmens quer zur Walzlinie ein Verschieben der Gerüsthälften in Walzlinie erforderlich macht.
Bei einem anderen Walzgerüst nach der DE-OS 22 63 572, das wahlweise mit einem Duo- oder einem Universal-Walzensatz bestückt wird, weisen die Ständerrahmen zum leichteren Walzenwechsel oberhalb und/oder unterhalb der Walzebene jeweils gegeneinander gerichtete Ausleger auf, die in mehre­ ren verschiedenen Überdeckungslagen durch quer gerichtete Steckverbindungen miteinander kuppelbar sind. Auf diese Weise wird das Walzgerüst längs der Walzlinie teilbar. Soll das Walzgerüst mit einem Duo-Walzensatz größerer Ballenlänge bestückt werden, dann werden die beiden Ständerrahmen quer zur Walzlinie auseinandergefahren. Auch dieses bekannte Walzenwechselkonzept ist nicht immer geeignet, wenn auf engstem Raum in einer offenen Walzstraße Gattung mit soge­ nannten Engfenster-Gerüsten ein Walzenwechsel schnell und zuverlässig vorgenommen werden soll.
Bei diesem Stand der Technik ist es die Aufgabe der Erfin­ dung, bei der gattungsgemäßen Walzstraße ein vollmechani­ siertes Wechselkonzept für die Walzen und für die Walzarma­ turen auf engstem Raum zu schaffen, um einerseits eine opti­ male Gerüstkonstruktion mit kleinstmöglichen Walzenständer­ fenstern und geschlossenen Walzenständern zu erhalten und andererseits die kompletten Walzensätze gemeinsam und gleichzeitig mit den zugehörigen Führungen und Führungsti­ schen, den sogenannten Walzarmaturen auszuwechseln, um somit die kürzest mögliche Stillstandszeit der Walzstraße zu er­ reichen.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht in Verbindung mit den Merkmalen im Oberbegriff aus den Merkmalen im kennzeichenden Teil des Patentanspruchs 1, wonach jedes Walzgerüst entlang der Gerüstständer von dem Walzensatz und den Walzar­ maturen trennbar ist; der eine Gerüstständer mit dem Walzen­ satz und den Walzarmaturen eines jeden Walzgerüstes aus der Walzlinie zur Antriebsseite bzw. zur Bedienungsseite in eine Zwischenposition verfahrbar ist, während der andere Gerüst­ ständer in der Walzposition arretierbar bleibt; der eine Gerüstständer ist aus der Zwischenposition in eine Haltepo­ sition verfahrbar; der Walzensatz und die Walzarmaturen als ein Ausbausatz in eine Wechselposition verfahrbar sind, in der die Walzen und/oder die Armaturen auswechselbar sind, ein Einbausatz, dessen Walzensatz und Walzarmaturen zueinander ausgerichtet sind, vom Bauplatz in die Zwischenposition und dort in das Walzgerüst einfahrbar ist.
Das heißt, daß ein bereits ju­ stierter Einbausatz mit dem verfahrbaren Walzenständer in die Walzposition eingefahren werden kann. Die beanspruchten Maßnahmen ermöglichen eine Gerüstkonstruktion mit kleinst­ möglichen Ständerfenstern und geschlossenen Gerüstständern sowie eine Teilung des Gerüstes in einem Bereich, wo nur ein Bruchteil der Walzkräfte bzw. der Axialkräfte auftritt. Die unbestrittenen Vorteile von geschlossenen Gerüstständern in bezug auf die hydraulische Anstellung der Walzen und die damit verbundenen Regelsysteme bleiben ungeschmälert erhal­ ten. Auch kann das Walzgerüst durch die Verschiebbarkeit der Gerüstständer schnell und unkompliziert auf unterschiedliche Walzballenlängen umgerüstet werden. Der Walzenwechsel kann weitgehend automatisiert werden. Die bisherigen aufwendigen und umständlichen Justierarbeiten in der Walzstraße und Kranmanipulationen bei einem Walzenwechsel können entfallen.
In Weiterbildung des Gegenstandes der Erfindung ist der eine Gerüstständer und der aus Walzensatz und Walzarmaturen be­ stehende Ausbausatz jeweils auf einer Räder/Schienenanord­ nung, vorzugsweise mit eigenem Selbstfahrantrieb verfahrbar, wodurch die grundlegenden Voraussetzungen für eine Automati­ sierung des Walzenwechsels z.B. von einem Steuerstand gege­ ben sind. Als zweckmäßige Alternativen für eine automati­ sierte Verfahrbarkeit des Gerüstständers und des Ausbausat­ zes kann ein Hydraulikzylinder, ein Zahnstangenantrieb oder ein selbstfahrender Schleppwagen vorgesehen sein, die mit an sich bekannten Kopplungselementen mit dem Gerüstständer bzw. dem Ausbausatz ferngesteuert verbunden oder entkoppelt wer­ den. Eine weitere Verbesserung im Hinblick auf den automa­ tisierten Walzenwechsel ergibt sich dann, wenn nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung das Verbinden und Trennen der Gerüstständer mit oder von dem aus Walzensatz und Walz­ armaturen bestehenden Ausbausatz mit an sich bekannten je­ doch vorzugsweise hydraulisch betätigbaren Bolzen oder Kei­ len erfolgt, wobei die Betätigung der Hydraulik ebenfalls von einem weiter entfernt liegenden Leitstand erfolgen kann.
Andere bevorzugte Weiterbildungen des Gegenstandes der Er­ findung sind in den Patentansprüchen 3 bis 6 und 9 angege­ ben.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Walzstraße wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine offene Walzstraße mit einem Duo-Vorgerüst und einem nebengeordneten Duo- Fertiggerüst in Walzposition und in Walzenwechsel­ position,
Fig. 2 eine Darstellung der Walzenwechselposition entlang der Linie II-II in Fig. 1.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf eine offene Walzstraße mit einem Walzgerüst 1 als Duo-Vorgerüst und einem Walzengerüst 2 als Duo-Fertiggerüst. Beide Walzgerüste 1, 2 stehen in geringem Abstand nebeneinander und sind in einer Antriebslinie angeordnet. Die Antriebs­ linie besteht aus einem auf der linken äußeren Antriebsseite 3 der Walzstraße befindlichen elektrischen Antriebsmotor 4, der mit einem Kammwalzengetriebe 5 mit Hilfe der mechanischen Kupplung 6 verbunden ist.
Die abtreibenden Wellen 7 des Kammwalzengetriebes 5 sind je mit einer Gelenkwelle 8 verbunden - zumeist eine mit Keil­ nutwelle und Keilnuthülse ausgestattete Gelenkwelle - von der die obere bzw. untere Walze 9, 10 des Walzgerüsts 2 angetrieben werden. In der Antriebslinie ist zwischen dem Walzgerüst 2 und dem Walzgerüst 1 ein aus einer kurzen Zwischenwelle 11 und einem Lagerbock 12 bestehender Durch­ trieb 13 für die obere bzw. untere Walze 14, 15 des Walzge­ rüstes 1 vorgesehen. Vor und hinter den beiden Walzge­ rüsten 1, 2 befinden sich nicht näher dargestellte Rollgänge für das Walzgut mit den Rollgangsantrieben 16 sowie mit in einem Fundamentgraben 17 bewegbaren Greifkanterwagen 18 zur Manipulation des Walzgutes. Der offenen Walzstraße sind die Steuerbühnen 19, 20 zugeordnet.
Neben der offenen Walzstraße mit dem Walzgerüst 1 und dem Walzgerüst 2 befindet sich in relativ geringem Abstand das Blockwalzwerk mit dem Walzgerüst 21 und mit den zugehörigen Antriebseinheiten 24, 25, 26 sowie mit der Steuerbühne 27 für das Blockwalzwerk.
Der äußerst geringe Abstand zwischen den beiden Walzge­ rüsten 1, 2 und der geringe Abstand des Walzgerüstes 2 zu den Antriebseinheiten (Gelenkwelle 8, Kammwalzengetriebe 5) auf der linken äußeren Antriebsseite 3 sowie der geringe Abstand des Walzgerüstes 1 zu dem auf der rechten äußeren Bedienungsseite 28 angeordneten Blockwalzgerüst machten es bisher erforderlich, daß bei dem Walzgerüst 1 und dem Walzgerüst 2 ein Wechsel der Walzen, der Walzgutführungen sowie der Füh­ rungstische nur dann möglich war, wenn die Gerüste nach oben geöffnet wurden und der Gerüstwechsel mit Hilfe eines auf den Kranschienen 29 verfahrbaren jedoch nicht näher darge­ stellten Hallenkrans vorgenommen wurde.
Zum besseren Verständnis der nachfolgend erläuterten Erfin­ dung ist in Fig. 1 das Duo-Fertiggerüst 2 stark schemati­ siert gezeichnet mit den Gerüstständern 30, 31 sowie den Walzen 9, 10. Beim Walzgerüst 1 sind die Gerüstständer 32, 33, die Walzen 14, 15 sowie die zu beiden Seiten der Walzen befindlichen Walzarmaturen 34, 35 zu sehen. Die Erfindung wird nun anhand des Walzenwechsels für das Walzgerüst 1 näher beschrieben:
Das Walzgerüst 1 ist entlang der Gerüstständer 32, 33 von dem Walzensatz 14, 15 und den Walzarmaturen 34, 35 trennbar. Zum Verbinden und zum Trennen der Gerüstständer 32, 33 des Walzgerüsts 1 mit oder von dem aus Walzensatz 14, 15 und den Walzarmaturen 34, 35 bestehenden Ausbausatz werden an sich bekannte, vorzugsweise hydraulisch betätigbare Bolzen oder Keile verwendet. Die Detailkonstruktion für solche Bolzen oder Keile ist nicht näher dargestellt, da sie mit unterschiedlichen und üblichen Mitteln erfolgen kann. Der eine Gerüstständer 33 mit dem Walzensatz 14, 15 und den Walzarmaturen 34, 35 ist aus der Walzlinie 37 zur rechten äußeren Bedienungsseite 28, d.h. in Richtung auf das Walzgerüst 21, in eine Zwischenposition 38 verfahrbar, wäh­ rend der andere linke Gerüstständer 32 des Walzgerüsts 1 in der Walzposition 53 und mit dem Durchtrieb 13 arretierbar bleibt. Der Gerüstständer 33 ist aus der Zwischenposition 38 in eine Halteposition 39 verfahrbar. Der Walzensatz 14, 15 und die Walzarmaturen 34, 35 des Walzgerüsts 1 sind als ein Ausbausatz in eine Wechselposition 40 verfahrbar, in der die Walzen 14, 15 und/oder die Walzarmaturen 34, 35 auswech­ selbar sind. Der verfahrbare Gerüstständer 33 des Walzgerüsts 1 sowie der aus Walzensatz 14, 15 und Walzarmaturen 34, 35 bestehende Ausbausatz sind jeweils separat auf einer Räder/- Schienenanordnung 41/42; 43/44 verfahrbar. In Fig. 1 ist die Schienenanordnung 42 für den Ausbausatz und die Schienenan­ ordnung 44 für den Gerüstständer zu sehen. Die zugehörige Räderanordnung ist der Fig. 2 zu entnehmen. In der Zwischen­ position 38 ist der aus Walzensatz 14, 15 und Walzarmaturen 34, 35 bestehende Ausbausatz von einer um eine vertikale Achse 23 drehbaren und zusätzlich hebbaren Plattform 45 aus der quer zur Walzlinie 37 verlaufenden Bewegungsrichtung in eine parallel zur Walzlinie 37 verlaufenden Bewegungsrich­ tung verdrehbar, so daß der Ausbausatz auf der Schienenan­ ordnung 42 in die Wechselposition 40 verfahrbar ist. Der auszuwechselnde und umzurüstende Ausbausatz ist in der Wech­ selposition 40 strichpunktiert dargestellt. Der in das Walz­ gerüst einzuwechselnde und bereits vorgerüstete und justier­ te Einbausatz befindet sich auf dem Bauplatz 46. Dieser Einbausatz ist mit voller Strichstärke dargestellt.
Fig. 2 zeigt die Zwischenposition 38 mit dem Gerüstständer 33 sowie dem aus den Walzen 14, 15 sowie den Walzenarmaturen 34, 35 bestehenden Ausbausatz. Die obere Walze des Walzensatzes 14 ist in dem Einbaustück 47 und die untere Walze des Walzensatzes 15 in dem Einbaustück 48 gelagert. Ferner ist eine in dem geschlossenen Gerüstständer angeordnete Anstellvorrichtung 49 zu erkennen, die sich an dem oberen Querhaupt 50 abstützt. Der Walzensatz 14, 15 sowie die Walzarmaturen 34, 35 sind als Ausbausatz auf den Rädern 41 sowie auf einem im Walzgerüst angeordneten heb­ und senkbaren Schienenstrang oder auf heb- und senkbaren Laufrädern verfahrbar, was jedoch hier nicht näher darge­ stellt ist. Der Gerüstständer 33 ist auf den Rädern 43 und der Schienenanordnung 44 aus der Zwischenposition 38 in die Halteposition 39 verfahrbar. Unterhalb des Gerüstständers ist die Plattform 45 angeordnet, die mit einer hydrau­ lisch arbeitenden Kolben-Zylinder-Einheit 51 in Verbindung steht. Auf der Plattform 45 sind Schienenstücke 42′ angeordnet. Die Schienenstücke 42′ werden von der Drehplatt­ form 45 bzw. von der Kolben-Zylinder-Einheit 51 von unten gegen die Räder 41 des Walzensatzes 14, 15 gefahren. Dann wird der Walzensatz bis auf die Flurebene 52 angehoben und von der Plattform 45 in Richtung der Schienen 42 gedreht. Der Wal­ zensatz 14, 15 und die Walzarmaturen 34, 35 können an­ schließend in Pfeilrichtung 22 auf der Schienenanordnung 42 in die Wechselposition 40 gefahren werden.
Vom Bauplatz 46 wird der bereits umgerüstete Walzensatz 14′, 15′ auf die Plattform 45 gefahren und - wie zuvor be­ schrieben - gedreht und von der Kolben-Zylinder-Einheit 51 abge­ senkt. Ferner wird der Gerüstständer 33 aus der Halteposi­ tion 39 in die Zwischenposition 38 gefahren. Der umgerüstete Einbausatz mit Walzensatz 14′, 15′ und Walzarmaturen und der Gerüstständer 33 werden verbunden und in die Walzposi­ tion 53 gefahren. In der Walzposition 53 werden die Walzen­ ständer 32 und 33 sowie der Walzensatz 14′, 15′ und die Walzarmaturen mit Hilfe der nicht näher dargestellten hy­ draulischen Verbindungsmittel wie Bolzen und Keile mitein­ ander fest verbunden, so daß das umgerüstete Walzgerüst zum Walzen des Walzguts bereitsteht. Das Verfahren des Gerüst­ ständers 33 sowie des Walzensatzes 14, 15 erfolgt vorteil­ hafterweise dadurch, daß beide Gruppen mit einem eigenen von einer Steuerbühne aus betätigbaren Selbstfahrantrieb ausge­ rüstet sind. Es kann auch zweckmäßig sein, daß der Verfahr­ antrieb für den Gerüstständer 33 oder für den aus Walzensatz und Walzarmaturen bestehenden Ausbausatz aus einem Hydrau­ likzylinder, aus einem Zahnstangenantrieb oder aus einem selbstfahrenden Schleppwagen besteht. Es ist ebenso zweck­ mäßig, das Verfahren des Walzensatzes in die Wechselposition 40 oder das Verfahren des Gerüstständers 33 in die Haltepo­ sition 39 mit Hilfe einer fahrbaren Bühne vorzunehmen oder mittels Hydraulikzylinder oder mit Hilfe eines Ratschensy­ stems, bspw. eines Zahnstangengetriebes.
Der Walzenwechsel bei dem Walzgerüst 1 erfolgt mit den beim Walzenwechsel des Walzgerüsts 2 beschriebenen Maß­ nahmen. Die Zwischenposition ist mit 38′ bezeichnet und in der Halteposition 39′ ist der Gerüstständer 30 des Walzge­ rüsts 1 gezeigt. Wegen der beengten Platzverhältnisse ist die Gelenkwelle 8 durch Ineinanderschieben von Keilnutwelle und Keilnuthülse stark verkürzt worden, um den Platz für die Halteposition 39′ des Gerüstständers 30 des Walzgerüsts 2 zu schaffen.
Die oben beschriebenen Maßnahmen zum Wechsel der Walzen sowie der Walzarmaturen an Walzgerüsten in einer offenen Walzstraße sind nicht nur auf Duo-Gerüste beschränkt, son­ dern sind mit gleichen Vorteilen anwendbar bei Trio-Gerüsten sowie bei Universal-Gerüsten, insbesondere dann, wenn letz­ tere auf den Duo-Betrieb umgerüstet werden sollen. Besondere Vorteile bieten die erfindungsgemäßen Maßnahmen auch dann, wenn bspw. bei dem beschriebenen Duo-Vorgerüst bzw. bei dem beschriebenen Duo-Fertiggerüst auf unterschiedliche Walzbal­ lenlängen umgerüstet werden soll.
Bezugszeichenliste
 1 Walzgerüst
 2 Walzgerüst
 3 linke äußere Antriebsseite
 4 Antriebsmotor
 5 Kammwalzengetriebe
 6 mechanische Kupplung
 7 Wellen (des Kammwalzengetriebes)
 8 Gelenkwellen
 9, 10 obere bzw. untere Walze
11 Zwischenwelle
12 Lagerbock
13 Durchtrieb
14, 15 Walzensatz
16 Rollgangsantrieb
17 Fundamentgraben
18 Greifkanterwagen
19, 20 Steuerbühne
21 Walzgerüst
22 Pfeilrichtung
23 Achse der Plattform
24, 25, 26 Antriebseinheit
27 Steuerbühne
28 Bedienungsseite
29 Kranschienen
30, 31 Gerüstständer
32, 33 Gerüstständer
34, 35 Walzarmaturen
36, 37 Walzlinien
38, 38′ Zwischenposition
39, 39′ Halteposition
40 Wechselposition
41, 42 Räder/Schienenanordnung
43, 44 Räder/Schienenanordnung
45 Plattform
46 Bauplatz
47 Einbaustück
48 Einbaustück
49 Anstellvorrichtung
50 Querhaupt
51 Kolben-Zylinder-Einheit
52 Flurebene
53 Walzposition

Claims (9)

1. Offene Walzstraße mit mindestens zwei in einer Antriebs­ linie mit geringem Abstand nebeneinander angeordneten Walzgerüsten, wobei die Antriebseinrichtungen entweder auf einer äußeren Seite der Walzstraße mit einem Durch­ trieb für das zweite Walzgerüst oder auf beiden äußeren Seiten der Walzstraße angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
  • - jedes Walzgerüst (1, 2) entlang der Gerüstständer (32, 33) von dem Walzensatz (14, 15) und den Walzarmaturen (34, 35) trennbar ist,
  • - der eine Gerüstständer (33) mit dem Walzensatz (14, 15) und den Walzarmaturen (34, 35) eines jeden Walzgerüstes (1) aus der Walzlinie (37) zur Antriebsseite (3) bzw. zur Bedienungsseite (28) in eine Zwischenposition (38) verfahrbar ist, während der andere Gerüstständer (32) in der Walzposition (53) arretierbar bleibt,
  • - der eine Gerüstständer (33) aus der Zwischenposition (38) in eine Halteposition (39) verfahrbar ist,
  • - der Walzensatz (14, 15) und die Walzarmaturen (34, 35) als ein Ausbausatz in eine Wechselposition (40) ver­ fahrbar sind, in der die Walzen (14, 15) und/oder die Walzarmaturen (34, 35) auswechselbar sind,
  • - ein Einbausatz, dessen Walzensatz (14′, 15′) und Walz­ armaturen zueinander ausgerichtet sind, vom Bauplatz (46) in die Zwischenposition (38) und dort in das Walz­ gerüst einfahrbar ist.
2. Walzstraße nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß der eine Gerüstständer (33) und der aus Walzensatz (14, 15) und Walzarmaturen (34, 35) bestehende Ausbausatz jeweils auf einer Räder-Schienenanordnung (Rad 41, Schienenstrang 42; Rad 43, Schienenstrang 44), vorzugsweise mit eigenem Selbstfahrantrieb verfahr­ bar sind.
3. Walzstraße nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß der aus Walzensatz (14, 15) und Walzarmaturen (34, 35) bestehende Ausbausatz in der Zwischenposition (38) von einer um eine vertikale Achse (23) drehbaren, gegebe­ nenfalls zusätzlich hebbaren Plattform (45) aus der quer zur Walzlinie (37) verlaufenden Bewegungsrichtung in eine im wesentlichen parallel zur Walzlinie (37) verlaufenden Bewegungsrichtung verschwenkbar ist.
4. Walzstraße nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Plattform (45) und der Wechselposi­ tion (40) ein Schienenstrang (42) für den aus Walzensatz (14, 15) und Walzarmaturen (34, 35) bestehenden fahrbaren Ausbausatz gegebenenfalls auf einer Fahrbühne angeordnet ist.
5. Walzstraße nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Gerüstständer (33) gegebenenfalls auf einer Zwischensohlplatte sowohl in die Zwischenposition (38) als auch in die Halteposition (39) auf einem geradlinig und eben verlaufenden Schienenstrang (44) verfahrbar ist.
6. Walzstraße nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der aus Walzensatz (14, 15) und Walzarmaturen (34, 35) bestehende Ausbausatz auf einem im Walzgerüst (1) angeordneten gegebenenfalls heb- und senkbaren Schienen­ strang verfahrbar ist.
7. Walzstraße nach einem der vorher­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Verfahrantrieb für den Gerüstständer (33) oder für den aus Walzensatz (14, 15) und Walzarmaturen (34, 35) bestehenden Ausbausatz aus einem Hydraulikzylinder, aus einem Zahnstangenantrieb oder aus einem selbstfahren­ den Schleppwagen besteht.
8. Walzstraße nach einem der vorher­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verbinden und zum Trennen der Gerüstständer (32, 33) mit oder von dem aus Walzensatz (14, 15) und Walzar­ maturen (34, 35) bestehenden Ausbausatz an sich bekannte, vorzugsweise hydraulisch betätigbare Bolzen oder Keile angeordnet sind.
9. Walzstraße nach einem der vorher­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die das Walzgerüst (1) antreibende(n) Gelenkwelle(n) (8) wenigstens um den von dem Gerüstständer (30) zwi­ schen Walzposition (53) und Halteposition (39) durchfahr­ baren Abstand A verkürzbar ist (sind), bspw. durch Zusam­ menschieben von Keilnutwelle und Keilnuthülse.
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