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DE102006030086A1 - Koppelbares Kettenglied einer Leitungsführungskette - Google Patents

Koppelbares Kettenglied einer Leitungsführungskette Download PDF

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DE102006030086A1
DE102006030086A1 DE200610030086 DE102006030086A DE102006030086A1 DE 102006030086 A1 DE102006030086 A1 DE 102006030086A1 DE 200610030086 DE200610030086 DE 200610030086 DE 102006030086 A DE102006030086 A DE 102006030086A DE 102006030086 A1 DE102006030086 A1 DE 102006030086A1
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    • H02G3/04Protective tubing or conduits, e.g. cable ladders or cable troughs
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    • H02G3/0475Tubings, i.e. having a closed section formed by a succession of articulated units
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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    • F16G13/00Chains
    • F16G13/12Hauling- or hoisting-chains so called ornamental chains
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    • HELECTRICITY
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Abstract

Koppelbares Kettenglied (GL) einer Leitungsführungskette zum Führen von Leitungen, Schläuchen oder Kabeln, bestehend aus einzelnen Kettengliedern (GL) mit jeweils wenigstens einem gelenkig und längsverschieblich ausgebildeten Steckeransatz (SZ), jeweils wenigstens einer Steckeraufnahme (SA) und wenigstens einem Tunnelabschnitt (TU), dadurch gekennzeichnet, dass die Steckeransätze (SZ) abschnittsweise in Gleitreibungsbeziehung mit wenigstens einem an der Innenwandung der Steckeraufnahme ausgebildeten Reiborgans (RO) stehen, wodurch die Kettenglieder (GL) in bestimmten erwünschten Stellungen zueinander ausgerichtet werden können. Sind wenigstens zwei Steckeransätze und zwei Steckeraufnahmen pro Kettenglied ausgebildet, wird zudem eine Selbstausrichtung der Kettenglieder zueinander erreicht.

Description

  • Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Energieführungsketten, aus den Bereichen Industrie, Robotik und Bürolandschaften bekannt. Genannt sei hierbei insbesondere die Schriften des Anmelders: DE 44 28 680 , DE 203 17 827 , DE 202 00 40 11 695 sowie die Schrift eines anderen Anmelders: DE 197 16 695 .
  • Der Stand der Technik offenbart Leitungsführungsketten aus Kunststoff, bei welchen wenigstens ein Steckeransatz in eine in Längserstreckung der Leitungsführungskette koaxial gegenüber liegende Steckeraufnahme einrastet. Der Steckeransatz ist hierbei meistens als kugelförmige Verdickung ausgebildet, welcher in einen Hohlraum, der durch eine Hinterschneidung verengt ist, rastend gelenkig gelagert ist. Es gibt Leitungsführungsketten, welche einen etwa kreisförmigen oder elliptischen Querschnitt aufweisen und mit einem Steckeransatz ausgebildet sind, bei dem die kugelförmige Verdickung des Steckeransatzes mit zwei Zylindersegmenten ausgebildet ist, welche ein Drehmoment im Falle der spiralförmigen Verdrillung der Leitungsführungskette übertragen.
  • Die DE 44 28 680 , DE 203 17 827 , DE 202 00 40 11 zeigen Leitungsführungsketten, deren Kettenglieder jeweils mit 2 längsverschieblichen Steckeransätzen ausgebildet sind, wobei die Länge und der Abstand der Steckeransätze zueinander die maximalen Krümmungsradien der Leitungsführungskette festlegen. Die kugelförmigen Verdickungen an den Steckeransätzen haben hierbei einen geringeren Durchmesser als die zylinderförmigen Hohlräume der Steckeraufnahmen. Die Steckeraufnahmen sind an deren offener Seite mit einem nach innen gerichteten Wulst ausgebildet, welcher ein Herausrutschen der kugelförmigen Verdickungen der Steckeransätze verhindert.
  • Werden solche aus dem Stand der Technik bekannten Leitungsführungsketten in einer gewünschten Position beispielsweise den Konturen einer Zimmerwand folgend auf dem Fussboden verlegt, kann es dazu kommen, dass eine Person diese Leitungsführungskette aus der gewünschten Verlegelinie in eine unerwünschte Position verschiebt. Dies passiert z.B. durch Staubsaugen, betreten der Leitungsführungskette oder auch durch spielende Kinder. Dadurch entsteht nicht nur ein optisch unschönes Erscheinungsbild sondern auch eine unerwünschte Stolperfalle insbesondere wenn die Leitungsführungskette unabsichtlich in einen Durchgangsbereich verschoben wird. Zudem kann aufgrund der Verschieblichkeit der einzelnen Kettenglieder zueinander ein ästhetisch nicht erwünschtes unregelmäßiges Erscheinungsbild dadurch entstehen, dass die Abstände zwischen den Kettengliedern zufällig und unregelmäßig sind.
  • Bei vertikal geführten Leitungsführungsketten kann es oftmals gewünscht sein die zu führenden Kabel in bestimmten vorgegebenen Bahnen zu verlegen. Dies ist nur durch Fixieren einzelner Kettenglieder oder durch zusätzlich anzubringende Verlegeschienen oder Halteclips möglich.
  • Werden auf eine punktuell befestigte Leitungsführungskette Kräfte ausgeübt, kann dies zum Ausreißen der fixierten Kettenglieder, zur Zerstörung der Halteclips oder zum Ablösen von Verlegeschienen führen.
  • Eine etwas verbesserte Situation wird durch die in der DE 197 16 695 beschriebenen Sperrorgane erzielt. Diese Sperrorgane einer Kabelführungskette mit einem Steckeransatz können eine solche Kabelführungskette fluchtend starr derart sperren, dass Sie in einer gewünschten Linie in Form einer Geraden verbleibt. Es werden hier beispielsweise auch Sperrorgane beschrieben, welche als Verengung um den gesamten Umfang des Hohlzylinders einer Steckeraugnahme ausgebildet sind.
  • Solche Einschnürungen der lichten Weite einer Steckeraufnahme hat den Nachteil, dass Steckeransatz und Steckeraufnahme nur sehr geringe maßliche Unterschiede (Toleranzen) aufweisen dürfen, da ansonsten z.B. im Falle einer zu engen Passung eine zu starke Klemmwirkung erreicht wird. Dies kann zum Abbrechen des Steckeransatzes und somit zur Zerstörung der Leitungsführungskette führen.
  • In der Regel werden als Verdickung des Steckeransatzes zudem Kugeln verwendet welche in einem Hohlzylinder der Steckeraufnahme geführt werden. Bei den beschriebenen Sperrorganen muss die Kugel einen Hohe Perfektion und „Rundheit" aufweisen, damit die gewünschte Funktion im Bereich der Verengung des Hohlzylinders erreicht wird. Dies ist in der Realität aber kaum umsetzbar, da Materialanhäufungen in Spritzgußteilen also wie hier in Kugel und Steckeraufnahme zu physikalisch bedingten Einfallstellen führen. Diese Einfallstellen entstehen durch ungleichmäßige Schrumpfungen während der Abkühlphase eines Spritzgußartikels. Bei der Herstellung von Kugeln oder auch anderen geometrischen Körpern, welche eine Materialanhäufung bilden, entstehen also nicht vorhersehbare Deformationen, beispielsweise Dellen in der Oberfläche. Die gewünschte Kugel ist zudem in der Regel eher annähernd oval oder Ei-förmig. Hinzu kommt, dass die Vedickung des Steckeransatzes in der Regel wenigstens eine Trennebene im Spritzgußwerkzeug aufweist. Diese Trennebene führt ebenfalls meist zu einem geringen Versatz zwischen den Oberflächensegmenten der Verdickung. Es entstehen also bei einer gewünschten Kugel, zwei mit einander verschmolzene Halbkugeln oder Halb-Ovale.
  • In übertragenem Sinne gilt dies auch für die Materialanhäufungen in Form von über den gesamten Umfang einer Steckeraufnahme verlaufenden Verengung. Also im Falle eines sich verengenden Holhzylinders entsteht ebenfalls durch Einfallstellen und Verzug eine geometrische Form, welche sich einem gewünschten Hohlzylinder nur annähert und Einfallstellen aufweist.
  • Da die Einfallstellen und der Verzug von Kettenglied zu Kettenglied wiederum Unterschiede aufweisen, haben die Steckeraufnahme und die Verdickung des Steckeransatzes immer verschieden stark ausgeprägte Reibwirkungen zueinander. Bei einer gelenkigen Auslenkung der Kettenglieder zueinander kann die Sperrwirkung hierdurch sogar ganz verloren gehen, wenn z.B. eine seitlich ausgebildete Delle in einer kugelförmigen Verdickung durch Verdrehen in Wirkbeziehung zur Umfangs-Verengung des Hohlzylinder der Steckeraufnahme tritt. Es entsteht ein unerwünschtes Spiel und die gewünschte Sperrwirkung kann verloren gehen. Nähert sich die kugelförmige Verdickung eher einer Eiförmigen Verdickung an, so kann bei einer Auslenkung der Kettenglieder zueinander ebenfalls die Sperrwirkung verloren gehen. In einem weiteren unerwünschten Fall kann es zu einer zu starken Klemmung und dadurch zu einem Abreißen des Steckeransatzes führen, wenn eine unerwünschte Verdickung am Steckeransatz auf eine Verdickung in der Steckeraufnahme trifft.
  • Hiervon ausgehend, liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Leitungsführungskette so weiterzubilden, dass sie in einer vom Nutzer gewünschten Verlege-Position verbleibt und eine vom Nutzer gewünschte Beweglichkeit aufweist.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteranspüche.
  • Beschreibung
  • Das erfindungsgemäße Segment einer Leitungsführungskette ist mit wenigstens einer Steckeraufnahme sowie wenigstens einem Steckeransatz ausgebildet. Am Endabschnitt des Steckeransatzes ist eine Verdickung ausgebildet, welche vorzugsweise als Kugel ausgebildet ist.
  • Die Verdickung ist in einem Führungsabschnitt der Steckeraufnahme längsverschieblich geführt. An der Öffnung des Führungsabschnittes befindet sich vorzugsweise eine Verengung. Die Verengung ist als Einschnürung oder vorzugsweise als abschnittsweise Einschnürung ausgebildet. Die Verengung kann aber auch in Form von annähernd Punktförmigen Erhebungen ausgebildet sein. Der Führungsabschnitt ist mit wenigstens einem Gleitkörper, welche den Umfang des Hohlraumes der Steckeraufnahme bereichsweise verengen, ausgebildet.
  • Die Gleitkörper sind vorzugsweise punktförmig ausgebildet. Es ist vorteilhaft mehrere Gleitkörper in einer Steckeraufnahme auszubilden. Die Gleitkörper sind in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform als lineare Erhebung vorzugsweise als erhabene Kufe ausgebildet. Vorzugsweise werden die Gleitkörper in regelmäßigen Abständen zueinander ausgebildet.
  • Es ist vorteilhaft mehrere Lineare und punktförmige Gleitkörper in der Steckeraufnahme anzuordnen.
  • in einer bevorzugten Ausführungsform ist die Steckeraufnahme als Hohlzylinder und die Verdickung am Steckeransatz eines benachbarten Kettengliedes annähernd als Kugel ausgebildet. Der Hohlzylinder hat dabei vorzugsweise an der Innenseite wenigstens einen in axialer Richtung des Hohlzylinders verlaufenden Gleitkörper. Dieser Gleitkörper ist in einer bevorzugten Ausführungsform als Kufe ausgebildet. Es ist vorteilhaft Teilabschnitte des Hohlzylinders vorzugsweise zwischen dessen Endabschnitten mit Gleitkörpern auszubilden.
  • Das Prinzip ist auch Umkehrbar. Es kann somit auch die Verdickung am Steckeransatz mit Gleitkörpern ausgebildet sein.
  • In einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform sind 2 Steckeransätze und 2 Steckeraufnahmen je Kettenglied ausgebildet.
  • Vorzugsweise sind die Steckeransätze an einem Steg ausgebildet, an welchem wiederum Lamellen ausgebildet sind. Die Lamellen umschließen vorzugsweise den Raum in dem die Leitungen geführt werden und bilden somit einen Tunnelabschnitt.
  • In einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Querschnitt eines Kettengliedes der Leitungsführungskette so dimensioniert, dass er von einem gedachten Rechteck eingerahmt wird. Das Kettenglied kann vorzugsweise im Querschnitt als Rechteck, elliptisch oder in Form eines Kreisabschnittes ausgebildet sein. Wird das Verhältnis von Firsthöhe zu Breite des Kettengliedes annähern 1:2 oder kleiner gewählt so entsteht eine besonders kompakte, trittfeste und praktische Kabelführungskette, die zu den Ausklappdreiecken von Bodenauslässen besonders kompatibel ist.
  • In einer möglichen erfindungsgemäßen Ausführungsform ist der Steckeransatz der Kettenglieder an seinem freien Endabschnitt mit einer Verdickung ausgebildet, welche in eine koaxial angeordnete Aufnahme der Steckeraufnahme eines gekoppelten Kettengliedes gelenkig einrastet. Der Steckeransatz ist längsverschieblich in der Steckeraufnahme ausgebildet.
  • Um eine Verdrehung der Kettenglieder untereinander einzuschränken ist eine statisch wirksame Länge des Steckeransatzes und/oder der Verdickung länger als seine schmalste statisch wirksame Länge. Vorzugsweise ist eine kugelförmige Verdickung des Steckeransatzes mit einem zweiten Körper, beispielsweise einem Zylinder durchdrungen. Die Zylindersegmente, die in entsprechende Aufnahmen der Steckeraufnahme greifen, übertragen so Momente, die um die Langsachse der Kabelführungskette wirken. Es ist natürlich möglich, diese Kraftübertragung auch durch eine andere Kombination geometrischer Körper zu erreichen.
  • Vorzugsweise wird die Verdickung am Steckeransatz insgesamt als Zylinder ausgebildet, welcher an den Berührpunkten der Endabschnitte dieses Zylinders mit den Flanken der Steckeraufnahme Momente und Kräfte übertragen kann. Der Steg des Steckeransatzes ist dabei vorzugsweise in seinen Flanken eingeschnürt, damit eine größtmögliche Bewegungsfreiheit zwischen den Kettengliedern möglich ist.
  • Eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform des Steckeransatzes besteht in dessen flächigen bzw. scheibenartigen Ausführung, bei dem eine erste statisch wirksame Länge größer als die zweite statisch wirksame Länge des Querschnittes ist. Das Verhältnis ist vorzugsweise größer als 2:1 um Kräfte wirkungsvoll übertragen zu können. Dieser so entstandene flächig ausgebildete Steckeransatz ist an dessen Endabschnitt mit einer Verdickung, beispielsweise einer Kugel ausgebildet. Die Kugel wird dabei von einer entsprechenden Aufnahme der Steckeraufnahme eines gekoppelten Kettengliedes gelenkig gelagert. Es können auch mehrere Aufnahmen ausgebildet sein, welche die Verdickung in wenigstens einer weiteren Betriebsstellung rastend und optional auch verschieblich aufnehmen.
  • In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform ist der flächig ausgebildete Steckeransatz mit einer Nut oder einem Loch ausgebildet, in welches die Rastnasen der Steckeraufnahme einrasten. Das Loch kann auch als Langloch ausgebildet sein, um eine begrenzte erwünschte Verschieblichkeit des Steckeransatzes in der Steckeraufnahme zu ermöglichen. In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist das Langloch bereichsweise eingeschnürt, um mehrere rastende Betriebsstellungen zwischen Steckeransatz und Steckeraufnahme auszubilden.
  • Die Flanken des Steges des Steckeransatzes übertragen Kräfte auf die Innenwände des Hohlraumes der Steckeraufnahme. Die Steckeraufnahme ist vorzugsweise mit zwei parallelen Wänden ausgebildet, wodurch die Knicksteifigkeit des Steges, in dem sich die Steckeraufnahme befindet, erheblich erhöht wird. Es ist vorteilhaft den flächigen Steckeransatz horizontal oder vertikal auszubilden.
  • Für diese beispielhaft aufgeführten Steckeransatz-/Steckeraufnahme-Varianten sind die erfindngsgemäßen Gleitkörper ebenfalls angepasst anwendbar.
  • Figurenbeschreibung
  • 1 zeigt einen Schnitt durch vier Kettenglieder GL1, GL2, GL3, GL4 einer erfindungsgemäßen Leitungsführungskette. Glied GL1 und GL2 sind dabei in einer erwünschten Endstellung zusammen geschoben. Die Kettenglieder GL sind jeweils mit einem Steckeransatz SZ und einer Steckeraufnahme SA ausgebildet. Der Steckeransatz ist dabei mit einem Steg ST mit den Lamellen LA verbunden. Die Lamellen LA und Stege ST umschließen den Tunnelabschnitt TU in welchem die zu führenden Leitungen geführt werden. Die Verdickungen VD der Steckeransätze SZ sind hierbei annähernd als Kugel ausgebildet. Die Kugeln haben einen etwas größeren Durchmesser als die lichte Weite welche durch die hier als Kufen KUF ausgebildeten Reiborgane RO aufgespannt wird. Im Bereich der Berührung von Verdickung VD/Kugel KUG mit den Reiborganen RO1/Kufen KUF werden die elastischen Reiborgane RO1 gequetscht. Dies hat den Vorteil, dass die Verdickung VD/Kugel KUG nur sehr grobe Toleranzanforderungen erfüllen muss. Die Kugel darf also durchaus Einfallsteller und eine relativ hohe Unrundheit, Gratbildung, versetzt Halbkugeln entlang einer Trennnaht oder auch andere Deformationen aufweisen. Es besteht somit eine annähernd konstante Reibkraft zwischen Verdickung VD und den Reiborganen RO1. Diese Reibkraft hält die Kettenglieder in einer fluchtend starren Position zueinander. Unterstützt wird diese Positionierung von den annähernd Punktförmigen Reiborganen RO2, welche als Halbkugeln an der Innenfläche des Hohlzylinders HO ausgebildet sind. Wird eine gewünschte Auszugskraft überschritten, so können die Kettenglieder in eine weitere gewünschte Position zueinander gebracht werden. Die Auszugskraft wird hier bestimmt durch die Summe der Reibkräfte zwischen Kufen KUF und Kugel KUG und der Reibkraft zwischen den halbkugelförmigen Reiborganen RO2 und der Kugel KUG.
  • Eine solche weitere gewünschte Position ist zwischen den Gliedern GL2 und GL3 dargestellt. Die so ausgelenkten Kettenglieder sind gewünscht schwergängig zueinander ausgerichtet. Dies hat den Vorteil, dass die Kettenglieder in dieser vom Nutzer gewünschten Ausrichtung verbleiben. Deformationen an Kugel oder der Innenseite des Hohlzylinders HO werden auch hier durch die Reiborgane RO1 ausgeglichen.
  • Kettenglied GL3 und Kettenglied GL4 sind in einer weiteren gewünschten Endposition zueinander ausgerichtet. Hier ist jedoch eine leichtgängige gelenkige Beweglichkeit der Kettenglieder zueinander erwünscht. Dies ist beispielsweise bei höhenverstellbaren Bürotischen von Vorteil, bei der die Leitungsführungskette leichtgängig abrollen soll.
  • 2 zeigt die Ansicht des Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Kettengliedes GL aus 1. Im Hohlzylinder HO sind die Reiborgane RO1 und RO2 ausgebildet. An der Steckeraufnahme SA befinden sich zwei waagrecht angebrachte Stege ST welche mit den elliptisch gebogenen Lamellen LA verbunden sind. Die elastischen Lamellen LA umschließen zusammen mit den Stegen ST zwei Tunnelabschnitte TU welche die Leitungen führen. Um eine Verdrehung mehrerer Kettenglieder zueinander zu verhindern sind die Kugeln KUG mit einem senkrecht zur Längsachse der Steckeransätze ausgebildeten Zylinder ZYL ausgebildet. Diese Zylinder werden in zwei Nuten NUT welcher in Längsrichtung der Steckeraufnahme ausgebildet sind, geführt. Die Reiborgane RO4 bilden am offenen Ende des Hohlzylinders einen Endanschlag für die Kugel KU. Durch dieser Endanschlag kann die Kugel KU durch aufbringen einer erhöhten Zugkraft hindurch gedrückt werden.
  • 3 zeigt eine vorteilhafte erfindungsgemäße Ausführungsform eines Kettengliedes GL einer Leitungsführungskette. Der Querschnitt des Kettengliedes GL ist so dimensioniert, dass er von einem gedachten Rechteck eingerahmt wird. Das Kettenglied ist im Querschnitt als Rechteck ausgebildet. So entsteht eine besonders kompakte, trittfeste und praktische Kabelführungskette, die zu den Ausklappdreiecken von Bodenauslässen besonders kompatibel ist. Das Kettenglied GL ist mit zwei Steckeransätzen SZ und je 2 Steckeraufnahmen SA ausgebildet. Somit ist diese Ausführungsform eines Kettengleides GL besonders stabil bei auf die Kabelführungskette einwirkenden Torsionskräften um die Längsachse der Steckeransätze SZ.
  • In den Hohlzylinder HO sind die Reiborgane RO1 und RO2 ausgebildet. An der Steckeraufnahme SA befinden sich 2 waagrecht angebrachte Stege ST welche über einen Hohlzylinder und weiteren Stegen ST mit den Lamellen LA verbunden sind. Die elastischen Lamellen LA umschließen zusammen mit den Stegen ST zwei Tunnelabschnitte TU welche die Leitungen führen. Durch den Hohlzylinder kann ein Halteseil oder ein Montagestab geschoben werden.
  • 4 zeigt vier miteinander gekoppelte Kettenglieder GL des erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels aus 3. Die vier Kettenglieder GL1, GL2, GL3, GL4 bilden dabei einen Abschnitt einer entlang einer erwünschten Verlegelinie ausgelenkten Leitungsführungskette. Glied GL1 und GL2 sind dabei in einer erwünschten Endstellung zusammen geschoben. Die Kettenglieder GL sind jeweils mit zwei Steckeransätzen SZ und zwei Steckeraufnahmen SA ausgebildet. Die Steckeransätze sind dabei über Stege ST mit den Lamellen LA verbunden. Die Lamellen und Stege ST umschließen den Tunnelabschnitt TU in welchem die zu führenden Leitungen geführt werden. Die Verdickungen VD der Steckeransätze SZ sind hierbei annähernd als Kugel KUG ausgebildet. Die Kugeln KUG haben einen etwas größeren Durchmesser als die lichte Weite welche durch die hier als Kufen KUF ausgebildeten Reiborgane RO aufgespannt wird. Die Position der Kettenglieder GL1 und GL2 zueinander wird durch die Endabschitte der Kufen KUF, die halbkugelförmigen Reiborgane RO2 sowie die Rückwand RÜ des Hohlzylinders bestimmt. Wird eine gewünschte Auszugskraft überschritten, so können die Kettenglieder in eine weitere gewünschte Position zueinander gebracht werden. Die Auszugskraft wird hier bestimmt durch die Summe der Reibkräfte zwischen Kufen KUF und Kugel KUG und der Reibkraft zwischen den halbkugelförmigen Reiborganen RO2 und den Kugeln KUG. Die Kombination der Reiborgane RO1 und RO2 ist von besonderem Vorteil, da bei Auftreten einer Zugkraft in Längsrichtung der Leitungsführungskette eine erwünschter hoher Anfangskraftaufwand auf die Kabelführungskette ausgeübt werden muß. Ist dieser Anfangskraftaufwand überschritten, so werden die Kettenglieder ruckartig in eine weitere Erwünschte Position gebracht. Dieser Rück setzt sich als Kettenreaktion entlang der gesamten Leitungsführungskette fort. Somit wird verhindert, dass einzelne Kettenglieder in einer unerwünschten Stellung verbleiben.
  • Nach einer solchen Kettenreaktion verbleiben die Kettenglieder in einer maximal auseinander gezogenen Stellung wie sie zwischen Kettenglied GL2 und GL3 dargestellt ist. Wird eine erfindungsgemäße Leitungsführungskette um die Achse C gebogen, so lassen sich die Kettenglieder um die Achse C leichtgängig gelenkig bewegen.
  • Die Position der Kettenglieder GL1 und GL2 zueinander wird durch die Endabschitte der Kufen KUF, die halbkugelförmigen Reiborgane RO3 sowie die Einschnürung EN des Hohlzylinders bestimmt.
  • Wird auf eine auseinander gezogene Leitungsführungskette ein Drehmoment M um eine Achse B ausgeübt, weil der Nutzer die Kabelführungskette beispielsweise entlang einer gewünschten Kurve verlegen möchte, so wird die Kugel KUG des rechten Steckeransatzes SZ über die Reiborgane RO3 gedrückt und dann durch die Reiborganen RO1 fixiert. Deformationen an Kugel oder der Innenseite des Hohlzylinders HO werden auch hier durch die Reiborgane RO1 ausgeglichen.
  • Ist der Kugeldurchmesser erheblich größer als der lichte Abstand zwischen den Reiborganen RO1 so entsteht ein erwünschter Reibschluss.
  • Wählt man den Durchmesser der Kugel KUG und den lichten Abstand zwischen den Reiborganen RO1 etwa gleich, so entsteht eine erwünschte Rückstellkraft zwischen zwei benachbarten Kettengliedern. Rückstellkraft wird dadurch erzeugt, dass die Steckeransätze SZ der Kettenglieder GL durch die Auslenkung um den Winkel α verbogen werden und durch die Rückstelleigenschaften des elastischen Materials der Leitungsführungskette wieder in eine gerade Position zurückfedern. Ist die Reibung zwischen den Reiborganen RO1 und den Kugeln KUG relativ gering, so richten sich die Kettenglieder selbsttätig wieder annähernd entlang einer Geraden zueinander aus.
  • 5 zeigt mehrere zu einer Leitungsführungskette gekoppelte erfindungsgemäße Ausführungsbeispiele aus 4. Diese Leitungsführungskette kann an einer höhenverstellbaren Tischplatte und einer Tischtraverse befestigt werden. Bei der Verstellung der Tischplatte ist es nicht erwünscht, dass sich einzelne Kettenglieder der Leitungsführungskette zusammenschieben, da dies ein ästhetisch unerwünschtes Erscheinungsbild ergeben würde. Darum sind die Kettenglieder wie die Kettengleider der 4 ausgebildet. Somit hat diese Leitungsführungskette erwünschte leichtgängige Abrolleigenschaften.
  • 6 zeigt mehrere zu einer Leitungsführungskette gekoppelte erfindungsgemäße Ausführungsbeispiele aus 4. Diese Leitungsführungskette ist entlang einer erwünschten Verlegelinie verlegt. Die Kettenglieder GL1 bis GL5 sind dabei entlang einer Geraden zusammengeschoben. Die Kettenglieder GL5 und GL6 sind in auseinander gezogener um die Achse C gelenkig auslenkbarer Position zueinander angeordnet. Die Kettenglieder GL6 bis GL12 sind entlang einer erwünschten Kurve verlegt.
  • 7 zeigt die perspektive Innenansicht einer Steckeraufnahme eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Kettengliedes GL einer Leitungsführungskette. Im Hohlzylinder HO sind die Reiborgane RO1 und RO2 ausgebildet. Die Reiborgane RO1 sind dabei als Kufen KUF in Längsrichtung der Leitungsführungskette ausgebildet. Die annähernd punktförmigen Reiborgane RO2 und RO3 sind als ovale Erhöhung an der Innenseite des Hohlzylinders HO der Steckeraufnahme SA ausgebildet.
  • A-A
    Achse A
    B-B
    Achse B
    C-C
    Achse C
    M
    Moment M
    EN
    Einschnürung
    LA
    Lamelle
    GL, GL1, GL2, ...
    Kettenglied
    HO
    Hohlraum/Hohlzylinder
    KUF
    Kufe
    KUG
    Kugel
    RO, RO1, RO2, ...
    Reiborgan
    TU
    Tunnelabschnitt
    VD
    Verdickung
    ST
    Steg
    SA
    Steckeraufnahme
    SZ
    Steckeransatz
    ZY
    Zylinder

Claims (8)

  1. Koppelbares Kettenglied (GL) einer Leitungsführungskette zum Führen von Leitungen, Schläuchen oder Kabeln, bestehend aus einzelnen Kettengliedern (GL) mit jeweils wenigstens einem gelenkig und längsverschieblich ausgebildeten Steckeransatz (SZ), jeweils wenigstens einer Steckeraufnahme (SA) und wenigstens einem Tunnelabschnitt (TU), dadurch gekennzeichnet, dass die Steckeransätze (SZ) Abschnittsweise in Gleitreibungsbeziehung mit wenigstens einem an der Innenwandung der Steckeraufnahme ausgebildeten Reiborgans (RO) stehen, wodurch die Kettenglieder (GL) in bestimmten erwünschten Stellungen zueinander ausgerichtet werden können.
  2. Koppelbares Kettenglied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reiborgane (RO) in regelmäßigen Abständen zueinander an der Innenseite der Mantelfläche der Steckeraufnahme (SA) ausgebildet sind.
  3. Koppelbares Kettenglied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reiborgane (RO) als Kufen (KU) oder punktförmig ausgebildet sind.
  4. Koppelbares Kettenglied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdickungen (VD) der Steckeransätze (SZ) einen größeren Durchmesser als der lichte Abstand zwischen einem Reiborgan (RO) und der gegenüberliegenden Wandung der Steckeraufnahme aufweist.
  5. Koppelbares Kettenglied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdickungen (VD) der Steckeransätze (SZ) einen größeren Durchmesser als der lichte Abstand zwischen zwei gegenüberliegenden Reiborganen (RO) aufweisen.
  6. Koppelbares Kettenglied nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reiborgane (RO) als Kufen (KU) ausgebildet sind.
  7. Koppelbares Kettenglied nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Reiborgane (RO) punktförmig ausgebildet sind.
  8. Koppelbares Kettenglied (GL) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Steckeransätze (SZ) Abschnittsweise in Gleitreibungsbeziehung mit zwei an der Innenwandung der Steckeraufnahmen ausgebildeten Reiborganen (RO) stehen.
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