-
Hintergrund
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Kondensatorbauelement
mit mäanderförmig angeordneter
Schichtstrukturen und insbesondere auf einen selbstjustierten gefalteten
Trenchkondensator zur Erhöhung
einer Flächenkapazität im Vergleich
zu einem einfachen Trenchkondensator.
-
Ein
Kondensator (oder Kapazität)
weist zumindest zwei leitfähige
Schichten (Kondensatorelektroden) auf, die durch eine dielektrische
Schicht entlang einer Schichtfläche
elektrisch getrennt sind. Kondensatoren finden unter anderem Anwendung
in folgenden Technologien: BiPOLAR, BiCMOS, CMOS; DRAM. Für elektronische
Schaltungen, die große
Kapazitäten
benötigen,
können übliche Plattenkondensatoren
(MIS- und/oder MIM-Kapazitäten; MIS
= Metal-Isolator-Semiconductor = Metall-Isolator-Halbleiter); MIM = Metall-Isolator-Metall
Kapazitäten)
verwendet werden.
-
Der
Kondensator weist eine Kapazität
auf, die für
gegebene Materialien und Schichtdicken von der Schichtfläche abhängt. Damit
führt eine
Verkleinerung des Kondensators zu einer Verringerung seiner Kapazität. Im Zuge
einer immer weiter fortschreitenden Miniaturisierung, ist es wichtig,
Kondensatoren bereitzustellen, die auf kleinstem Raum immer noch
eine akzeptable Kapazität
aufweisen. Eine Erhöhung
der Flächenkapazität von passiven
Kondensatoren ist wichtig, um verfügbare Technologien weiter zu
entwickeln.
-
Zusammenfassung
-
Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
umfasst die vorliegenden Erfindung ein Kondensatorbauelement mit
einem Substrat, eine ersten leitfähigen Struktur, eine zweite
leitfähigen
Struktur, eine dielektrischen Schichtstruktur und eine Ausnehmung
in dem Substrat, wobei die erste und zweite leitfähige Struktur
auf gegenüberliegenden
Seiten der dielektrischen Schichtstruktur angeordnet sind und die
dielektrisch Schichtstruktur sich in einem Querschnitt durch die
Ausnehmung mäanderförmig erstreckt.
-
Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
umfasst die vorliegende Erfindung ein Kondensatorbauelement mit
einem Substrat, einen Graben in dem Substrat, wobei das Substrat
an einem Grabenboden und einer Grabenwand dotiert ist, um einen
dotierten Bereich zu bilden, zumindest ein von dem Grabenboden hervorstehendes
leitfähiges
Element, wobei der dotierte Bereich und die leitfähigen Elemente
eine erste Elektrodenstruktur bilden. Außerdem umfasst das Kondensatorbauelement
eine zweite Elektrodenstruktur und eine dielektrische Schichtstruktur,
die sich in dem Graben mäanderförmig erstreckt,
wobei die erste und zweite Elektrodenstruktur auf gegenüberliegenden
Seiten der dielektrischen Schicht angeordnet sind.
-
Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
umfasst die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines
Kondensatorbauelementes in einer Ausnehmung in einem Substrat mit
einem Schritt eines Bildens einer ersten leitfähigen Struktur und einer dielektrischen
Schichtstruktur in der Ausnehmung derart, dass die erste leitfähige Struktur
sich von einem Boden zu einer Öffnung
der Ausnehmung erstreckt und die dielektrische Schichtstruktur auf
der ersten leitfähigen
Struktur angeordnet ist und sich in einem Querschnitt der Ausnehmung
mäanderförmig erstreckt
und einen Schritt eines Bildens einer zweiten leitfähigen Struktur
auf der dielektrischen Schicht struktur derart, dass die dielektrische Schichtstruktur
die erste und zweite leitfähige
Struktur elektrisch trennt.
-
Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
umfasst die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines
Kondensatorbauelementes in einem Graben in einem Substrat mit einem
Schritt eines Bildens einer leitfähigen Struktur entlang eines
Grabenbodens und einer Grabenwand und ein zumindest einmaliges Durchführen folgender
Schrittfolge. Die Schrittfolge umfass ein Abscheiden von Dielektrikum in
dem Graben, ein Abscheiden eines leitfähigen Materials in dem Graben,
ein Entfernen des leitfähigen Materials
an dem Grabenboden und einer Oberfläche durch anisotropes Ätzen, ein
Abscheiden von Dielektrikum, ein Entfernen des Dielektrikums an
dem Grabenboden und der Oberfläche
durch anisotropes Ätzen,
ein Abscheiden leitfähigen
Materials in dem Graben, ein Entfernen des leitfähigen Materials an dem Grabenboden
durch anisotropes Ätzen,
ein Abscheiden von Dielektrikum in dem Graben, ein Abscheiden leitfähigen Materials
in dem Graben und elektrisches Verbinden des leitfähigen Materials
auf einer dem Substrat abgewendeten Seite des Dielektrikums zu einer
zweiten Elektrodenstruktur, wobei das leitfähige Material in dem Graben
auf einer dem Substrat zugewendeten Seite des Dielektrikums und die
leitfähigen
Struktur entlang des Grabenbodens und der Grabenwand die erste Elektrodenstruktur
bildet.
-
Kurzbeschreibung der Figuren
-
Bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend Bezug nehmend auf
die beiliegenden Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigen:
-
1 eine
Querschnittsansicht durch eine Trenchkapazität mit doppeltem Multistack-Aufbau; und
-
2a-m
einen schematischer Prozessablauf zur Herstellung der Trenchkapazität gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung.
-
Bevor
im Folgenden Ausführungsbeispiele der
vorliegenden Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert werden, wird darauf hingewiesen, dass
gleiche Elemente in den Figuren mit den gleichen oder ähnlichen
Bezugszeichen versehen sind und dass eine wiederholte Beschreibung
dieser Elemente weggelassen wird.
-
Detaillierte Beschreibung
-
Um
hohe Flächenkapazitäten zu erreichen, werden
bei Bedarf auch Trenchkondensatoren verwendet. Es werden hier tiefe
Gräben
oder Löcher
in ein Substrat (z.B. Silizium) geätzt. Die Gräben werden dann mit einem Dielektrikum
bzw. einer dielektrischen Schicht und anschließend mit einer leitenden Elektrode
aufgefüllt.
Durch eine Integration des Kondensators in die Tiefe können die
erreichten Kapazitäten
um einen Faktor 10 bis 20 gegenüber
den MIS/MIM-Kondensatoren erhöht
werden.
-
Der
Graben oder das Loch weisen eine Breite auf, die durch eine verwendete
Lithographie begrenzt ist, und eine gegenwärtige untere Grenze liegt bei
ungefähr
0,35 μm.
Das Dielektrikum zwischen dem Graben im dem Substrat und der Elektrode
ist begrenzt durch eine Dicke der dielektrischen Schicht bzw. einem
erlaubtem Leckstrom oder Durchbruchfestigkeit.
-
Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung wird durch ein mehrfaches Übereinanderfalten
von Trenchkondensatoren eine weitere Erhöhung der Flächenkapazität erzielt. Dies bedeutet, dass
die dielektrische Schicht nicht einfach nur den Graben ausfüllt, sondern
innerhalb des Gra bens bzw. in einem Querschnitt von dem Graben sich mehrfach
gefaltet oder mäanderförmig erstreckt.
-
Der
Graben bzw. das Loch im Substrat wird beispielsweise über einen
lithographischen Schritt bzw. Fototechnik gebildet und umfasst einen
Boden und zumindest eine Wand, die sich vorzugsweise möglichst
senkrecht von dem Boden zu einer Oberfläche des Substrats erstreckt.
Daran anschließend werden
in mehreren Schritten leitfähige
und dielektrische Schichten abgeschieden und beispielsweise anisotrop
geätzt,
so dass die leitfähigen
bzw. dielektrische Schichten nur von dem Boden oder von der Oberfläche entfernt
werden, nicht aber von der Wand.
-
Durch
eine geeignete Reihenfolge der Prozessschritte, die weiter unten
anhand eines Beispieles detailliert erläutert werden, kann damit von
der Wand des Grabens oder des Lochs eine alternierende Schichtfolge
aus leitfähigem
und dielektrischen Material erzeugt werden, welche Schichtdicken
aufweisen, die durch das Abscheiden des leitfähigen bzw. dielektrischen Materials
definiert sind und nicht über
einen Fotoprozess justiert werden.
-
Durch
eine geeignete Prozessführung
werden die dielektrischen Schichten derart miteinander verbunden,
dass eine einzige dielektrische Schicht zwei elektrisch leitfähige Strukturen
trennt. Die resultierende dielektrische Schicht erstreckt sich dabei mäanderförmig oder
gefaltet in dem Graben oder dem Loch und die beiden elektrisch getrennten
leitfähigen
Strukturen bilden die beiden Kondensatorelektroden. Abhängig von
einer Technologie-bedingten minimalen Schichtdicke, die beispielsweise
die Durchbruchfestigkeit sicherstellt, kann die Prozessierung sukzessiv
so lange wiederholt werden, bis eine gegebene Grabenbreite ausgefüllt ist.
-
Eine
elektrische Kontaktierung der beiden Kondensatorelektronen erfolgt
beispielsweise über einen
vergrabenen Leiter (Burried Layer) und einer Topelektrode aus beispielsweise
dotiertem Poly-Silizium. Die dielektrische Schicht zwischen den
Kondensatorelektroden kann beispielsweise mittels einem CVD-Verfahren
(CVD = chemical vapour deposition) erzeugt werden und als mögliche Materialien Oxid,
Siliziumnitrid oder ONO (Oxid-Nitrid-Oxid) aufweisen.
-
In
anderen Worten, beschreiben die folgenden Ausführungsbeispiele ein Kondensatorbauelement
mit einem Substrat mit einer Ausnehmung, einer ersten leitfähigen Struktur
in der Ausnehmung, einer zweiten leitfähigen Struktur in der Ausnehmung und
einer dielektrischen Schichtstruktur, wobei die erste und zweite
leitfähige
Struktur auf gegenüberliegenden
Seiten der dielektrischen Schichtstruktur angeordnet sind und die
dielektrisch Schichtstruktur sich in einem Querschnitt durch die
Ausnehmung mäanderförmig erstreckt.
In wiederum anderen Worten beschreiben sie ein Kondensatorbauelement
mit einem Substrat mit einem Graben, wobei das Substrat an einem
Grabenboden und einer Grabenwand dotiert ist, um einen dotierten
Bereich zu bilden, wobei zumindest ein von dem Grabenboden hervorstehendes
leitfähiges
Element, eine zweite Elektrodenstruktur in dem Graben und eine dielektrische Schichtstruktur,
die sich in dem Graben mäanderförmig erstreckt,
vorgesehen sind, wobei der dotierte Bereich und das zumindest eine
leitfähige
Element eine erste Elektrodenstruktur bilden und die erste und zweite
Elektrodenstruktur auf gegenüberliegenden Seiten
der dielektrischen Schicht angeordnet sind.
-
Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung weisen gegenüber einer herkömmliche
Prozessführung
eine Reihe von Vorteilen auf. So ist die Prozessführung selbstjustiert
(benötigt
keine zusätzliche
Fotoebenen) und kann somit auch ohne hochauflösende Belichtung (< i-line-Belichtung)
realisiert werden.
-
Die
Prozessführung
weist zwei Fotoebenen mit beispielsweise 1 μm Auflösung (d.h. g-line-Belichtung)
auf. Nach einer beispielsweise gewählten Siliziumtrenchätzung erfolgt
eine die Prozessabfolge selbstjustiert. Dies bedeutet, dass nachfolgende
Prozesse auf die vorangegangenen Prozesse ohne Strukturierung justiert
sind. Bei gleicher Geometrie wie bei konventionellen Trenchkondensatoren
kann dadurch beispielsweise eine Erhöhung der Flächenkapazität um einen Faktor 4 erreicht
werden. Durch die Selbstjustierung von Einzelprozessen kann somit eine
Vervielfachung der bisherigen Flächenkapazität kostengünstig erreicht
werden.
-
1 zeigt
einen Querschnitt durch einen Trenchkondensator mit doppeltem Multistack-Aufbau gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung.
-
1 zeigt
ein Substrat 100 mit einer Dotierschichtung 120a,
die sich entlang einer Ausnehmung 145 und entlang einer
Oberfläche 170 zumindest
teilweise erstreckt. Die Dotierschicht 120a zusammen mit
einer leitfähigen
Schicht 120b bilden eine erste leitfähige Struktur 120,
die von einer zweiten leitfähigen
Struktur 130 durch eine dielektrische Schichtstruktur 140 getrennt
ist. Die erste leitfähige Struktur 120 wird über die
Dotierschicht 120a mit einen ersten Anschlusskontakt 150 und
die zweite leitfähige
Struktur 130 wird mit einen zweiten Anschlusskontakt 160 elektrisch
kontaktiert.
-
Die
Ausnehmung 145 in dem Substrat 100 kann beispielsweise
durch einen Ätzprozess,
z.B. in Form eines Loches oder eines Grabens, erzeugt werden und
die Dotierschicht 120a wird mittels einem geeigneten Dotierverfahren
elektrisch leitfähig
dotiert. Ein mögliches
Material für
das Substrat 100 ist beispielsweise Silizium und als Dotierverfahren
zur Erzeugung der Dotierschicht 120a kommt beispielsweise
Phosphorglas Ausdiffusion in Betracht. In Abhängigkeit vom Tempbudget, weist
die Dotierschicht 120a beispielsweise eine Schichtdicke
in einem Bereich von 150 nm bis 400 nm oder, bevorzugter, in dem
Bereich von 250 nm bis 300 nm auf.
-
2a-2m zeigen
beispielhaft einen möglichen
schematischen Prozessablauf zur Herstellung des Trenchkondensators
von 1.
-
2a zeigt
die Ausnehmung 145 in dem Substrat 100 mit der
Dotierschicht 120a, einen ersten Teil der dielektrischen
Schicht 140a und eine erste Schutzschicht 210.
Die Dotierschicht 120a erstreckt sich entlang eines Bodens 215 und
zumindest teilweise entlang einer Wand 205 sowie der Oberfläche 170 der
Ausnehmung 145. Die in 2a gezeigte Struktur
kann beispielsweise erzeugt werden, indem auf das Substrat 100 der
erste Teil der dielektrischen Schicht 140a und die erste
Schutzschicht 210 abgeschieden wird. Unter Verwendung einer
geeigneten Maske (beispielsweise einer Hartmaske) kann beispielsweise
in einem Ätzprozess
die erste Schutzschicht 210, der erste Teil der dielektrischen
Schicht 130a und das Substrat 100 geätzt und
dadurch die Ausnehmung 145 erzeugt werden. Dieser Ätzprozess
kann mehrere Ätzschritte
aufweisen, die jeweils sensitiv auf verwendete Schichtmaterialien
sind.
-
Anschließend wird
der Boden 215 und die Wand 205 der Ausnehmung 145 zumindest
teilweise dotiert. Die Ausnehmung weist dabei beispielsweise eine
Breite von 0,9 bis 1,1 μm
auf. Um eine maximale Flächenkapazität zu erreichen
kann die Ausnehmung 145 eine technologisch maximal mögliche Tiefe
aufweisen. Möglich
wären Tiefen
von beispielsweise bis zu 20 μm.
Der erste Teil der dielektrischen Schicht 140a weist beispielsweise
ein Nitrid-Dielektrikum und die erste Schutzschicht 210 eine
Oxid auf.
-
Bei
den folgenden Schritten, werden alle Schichten von der dem Substrat 100 abgewandten Seite
auf die Ausnehmung 145 abgeschieden bzw. entfernt, auch
wenn dies nicht immer explizit erwähnt wird. Der Übersicht
halber werden meist nur die Bezugszeichen angegeben, die in dem
jeweiligen Schritt von Bedeutung sind. Eine vollständige Bezeichnung
sämtlicher
Schichten wird beispielsweise in der 2m angegeben.
-
Außerdem werden
gleiche Bezugszeichen für
Schichten bzw. Strukturen verwendet, die auf beiden Seiten in der
Querschnittsansicht angeordnet sind, sofern sie einer gleichen Funktion
dienen bzw. aus einer einzigen Schicht durch Strukturierung (beispielsweise
einen Ätzprozess)
entstanden sind. So bezieht sich die Wand 205 der Ausnehmung 145 auf beide
Seiten in der Querschnittsansicht in 1 und ebenso
in den folgenden Querschnittsansichten. Außerdem sei darauf hingewiesen,
dass bei der Ausnehmung 145, die in einer Draufsicht beispielsweise eine
kreisförmige
Form aufweist, beide Seiten in den Querschnittsansichten äquivalent
sind. Beispielsweise weist eine kreisförmige Ausnehmung 145 nur
einen seitlichen Rand auf. In dem gleichen Sinn können in
den folgenden Querschnittsansichten als getrennt erscheinende Teile
von Schichten sich auf ein und dieselbe Schicht beziehen und erhalten
demzufolge ein gleiches Bezugszeichen.
-
Wie
in 2b gezeigt, wird auf die in 2a gezeigte
Struktur in einem folgenden Schritt ein zweiter Teil der dielektrischen
Schicht 140b aufgebracht und anschließend ein erster Teil der zweiten
leitfähigen
Struktur 130a abgeschieden. Hierbei ist es wichtig, dass
der zweite Teil der dielektrischen Schicht 140b die Dotierschicht 120a und
den ersten Teil der zweiten leitfähigen Struktur 130a elektrisch
trennt. Der zweite Teil der dielektrischen Schicht 140b kann beispielsweise
ein Nitrid-Dielektrikum in einer Schichtdicke von ca. 30 nm aufweisen.
Der erste Teil der zweite leitfähige
Struktur 130a weist beispielsweise ISDP (ISDP = In-Situ
Doped Poly-silicon) in einer Schichtdicke von ca. 150 nm auf.
-
Wie
in 2c gezeigt, wird der erste Teil der zweiten leitfähigen Struktur 130a von
der dem Substrat 100 abgewandten Seite entfernt, so dass
eine Oberfläche 222 als
auch ein Boden 220 des zweiten Teils der dielektrischen
Schicht 140b freigelegt wird. Hierbei verbleibt jedoch
der erste Teil der zweiten leitfähigen
Struktur 130a möglichst
vollständig
an der Wand 205. Dies kann beispielsweise durch einen anisotropen Ätzprozess
geschehen, wobei der zweite Teil der dielektrischen Schicht 140b als
eine Stoppschicht wirkt.
-
Daran
anschließend
wird, wie in 2d gezeigt, ein dritter Teil
der dielektrischen Schicht 140c abgeschieden. Der dritte
Teil der dielektrischen Schicht 140c kann beispielsweise
Nitrid-Dielektrikum in einer Schichtdicke von ca. 30 nm aufweisen.
-
Wie
in 2e gezeigt, wird nun der dritte Teil der dielektrischen
Schicht 140c von der dem Substrat abgewandten Seite her
entfernt, so dass eine Oberfläche 230 der
ersten Schutzschicht 210, der Boden 215 als auch
die dem Boden 215 abgewandte Seite des ersten Teils der
zweiten leitfähigen
Struktur 130a freigelegt werden. Wie zuvor auch, verbleibt
auch hier im wesentlichen der dritte Teil der dielektrischen Schicht 140c in
Richtung der Wand 205 erhalten und wird nicht entfernt.
Dies kann beispielsweise wieder durch einen anisotropen Ätzprozess
geschehen, wobei der Ätzprozess
entsprechend so gewählt
wird, dass er sensitiv auf ein Schichtmaterial des dritten Teils
der dielektrischen Schicht 140c wirkt und darüber hinaus
die erste Schutzschicht 210 als eine Stoppschicht wirkt.
Dabei wird beispielsweise ca. 30 nm des dritten Teils der dielektrischen
Schicht 140c entfernt.
-
Wie
in 2f gezeigt, wird nun die zweite Schutzschicht 250 entlang
des Bodens 215 und eine dritte Schutzschicht 260 entlang
der freigelegten Seite des ersten Teils der zweiten leitfähigen Schicht 130a erzeugt.
Dies kann beispielsweise durch einen Oxidationsprozess geschehen,
so dass die zweite Schutzschicht 250 eine Schichtdicke
von beispielsweise 70 nm und die dritte Schutzschicht 260 eine Schichtdicke
von beispielsweise 150 nm aufweist.
-
In
einem weiteren Schritt, der in 2g gezeigt
ist, wird die zweite Schutzschicht 250 entfernt und die
Schichtdicke der dritten Schutzschicht 260 wird verringert.
Dies kann beispielsweise durch ein Einbringen der Struktur in Hydrogenfluourid
(HF-Dip) erfolgen, so dass die dritte Schutzschicht 260 eine
reduzierte Dicke von beispielsweise 50 nm aufweist, aber die zweite
Schutzschicht 250 im wesentlichen entfernt wird.
-
Wie
in 2h gezeigt, wird nun eine leitfähige Schicht 120b auf
die dem Substrat 100 abgewandten Seite der Struktur aus 2g abgeschieden.
Die leitfähige
Schicht 120b weist beispielsweise ISDP in einer Schichtdicke
von ca. 200 nm auf. Bei der Prozessierung ist es wichtig, dass die
leitfähige Schicht 120b in
Richtung der Wand 205 von dem ersten Teil der zweiten leitfähigen Struktur 130a durch den
dritten Teil der dielektrischen Schicht 140c elektrisch
getrennt ist.
-
Wie
in 2i gezeigt, wird die leitfähige Schicht 120b von
der dem Substrat abgewandten Seite entfernt, so dass die Oberfläche 230 und
der Boden 215 der Ausnehmung 145 freigelegt wird.
Darüber
hinaus werden die dem Substrat 100 abgewandten Abschnitte
des zweiten Teils der dielektrischen Schicht 140b, des
dritten Teils der dielektrischen Schicht 140c und der dritten
Schutzschicht 260 freigelegt. In Richtung der Wand 205 bleibt
jedoch die leitfähige
Schicht 120b möglichst
vollständig
erhalten. Dieser Schritt kann beispielsweise wieder durch einen
anisotropen Ätzprozess
geschehen, der sensitiv auf die leitfähige Schicht 120b (d.h.
beispielsweise ISDP) wirkt und beispielsweise 200 nm ätzt. Als
Stoppschicht wirkt dabei beispielsweise die erste und dritte Schutzschicht 210 und 260,
der zweite und dritte Teil der dielektrischen Schicht 140b und 140c als
auch die Dotierschicht 120a am Boden 215. Bei
einem weiteren Ausführungsbeispiel
kann der Ätzprozess
teilweise in die Dotierschicht 120a hinein ätzen (over-etched).
-
Wie
in 2j gezeigt, wird ein vierter Teil der dielektrischen
Schicht 140d auf die in 2i gezeigte
Struktur und daran anschließend
ein zweiter Teil der zweiten leitfähigen Struktur 130b aufgebracht. Der
vierte Teil der dielektrischen Schicht 140d kann beispielsweise
wieder ein Nitrid-Dielektrikum
in einer Schichtdicke von ca. 30 nm aufweisen und der zweite Teil
der zweiten leitfähigen
Struktur 130b kann beispielsweise ISDP in einer Schichtdicke
von ca. 400 nm aufweisen.
-
Wie
in 2k gezeigt, wird der zweite Teil der zweiten leitfähigen Struktur 130b von
der dem Substrat 100 abgewandten Seite soweit entfernt, dass
der vierte Teil der dielektrischen Schicht 140d in der
Querschnittsansicht in 2k zu
einem ersten Teil 2701 und einem
zweiten Teil 2702 freigelegt ist. Der
zweite Teil der zweiten leitfähigen
Struktur 130b verbleibt dann im wesentlichen nur noch innerhalb der
Ausnehmung 145 und erstreckt sich zwischen einem ersten
Begrenzungspunkt 2651 und einem
zweiten Begrenzungspunkt 2652 in
der Querschnittsansicht in 2k. Das
Entfernen des zweiten Teils der zweiten leitfähigen Struktur 130b wird
dabei vorzugsweise derart ausgeführt,
dass entlang des freigelegten Teils 270 die leitfähige Schicht 120b von
der dem Substrat abgewandten Seite durch den vierten Teil der dielektrischen
Schicht 140d derart geschützt wird, dass ein folgender Ätzschritt
die leitfähige Schicht 120b nicht
freilegt.
-
Wie
in 2l gezeigt, wird zunächst der vierte Teil der dielektrischen
Schicht 140d und anschließend die erste Schutzschicht 210 und
die dritte Schutzschicht 260 von der dem Substrat 100 abgewandten
Seite her entfernt, so dass der erste Teil der dielektrischen Schicht 140a,
der zweite Teil der dielektrischen Schicht 140b, der erste
Teil der zweiten leitfähigen
Struktur 130a und der dritte Teil der dielektrischen Schicht 140c von
der dem Substrat abgewandten Seite freigelegt sind. Dies kann beispielsweise
in zwei Schritten geschehen. Zuerst kann beispielsweise ein anisotroper Ätzprozess
ausgeführt werden,
der sensitiv auf das Schichtmaterial des vierten Teils der dielektrischen
Schicht 140d wirkt und außerdem auf der ersten Schutzschicht 210 als
auch auf der dritten Schutzschicht 260 stoppt und darüber hinaus
den zweiten Teil der zweiten leitfähigen Struktur 130b nicht
entfernt. In einen zweiten Prozess kann, beispielsweise durch einen
HF-Dip, die erste Schutzschicht 210 und die dritte Schutzschicht 260 entfernt
werden. Dies ist beispielsweise möglich, wenn die erste Schutzschicht 210 und
die dritte Schutzschicht 260 ein Oxid aufweisen.
-
Wie
in 2m gezeigt, wird ein dritter Teil der zweiten
leitfähigen
Struktur 130c auf die in 2l gezeigte
Struktur aufgebracht. Somit ist der erste Teil der zweiten leitfähigen Struktur 130a,
der zweite Teil der zweiten leitfähigen Struktur 130b und
der dritte Teil der zweiten leitfähigen Struktur 130c elektrisch verbunden.
Der dritte Teil der zweiten leitfähigen Struktur 130c kann
beispielsweise wieder ISDP aufweisen.
-
Die
erste leitfähige
Struktur 120 wird demnach aus der Dotierschicht 120a und
der leitfähigen Schicht 120b gebildet
und die zweite leitfähige
Struktur 130 umfasst den ersten, zweiten und dritten Teil der
zweiten leitfähigen
Struktur 130a, 130b und 130c. Die erste
leitfähige
Struktur 120 und die zweite leitfähige Struktur 130 sind
elektrisch durch die dielektrische Schicht 140 getrennt.
Die dielektrische Schicht 140 umfasst den ersten, zweiten,
dritten und vierten Teil der dielektrischen Schicht 140a, 140b, 140c und 140d.
-
Die
in 2m erhaltene Struktur entspricht dabei bis auf
die konkrete Form der Schichten der Struktur, die in 1 beschrieben
wurde. Ein elektrischer Kontakt kann über den ersten Anschlusskontakt 150,
der die erste leitfähige
Struktur 120 kontaktiert, und über den zweiten Anschlusskontakt 160, der
die zweite leitfähige
Struktur 130 kontaktiert, hergestellt werden.
-
Die
bei diesem Ausführungsbeispiel
gewählte
mäanderförmig angeordnete
Struktur der dielektrischen Schicht 140 weist einen doppelten
Multistack-Aufbau auf. Die mäanderförmige Ausgestaltung der
dielektrischen Schicht 140 zeigt sich in der mehrfachen
Faltung dieser Schicht entlang des Querschnitts durch den Kondensator,
wie es beispielsweise in 1 ersichtlich ist. Bei dem hier
gewählten Ausführungsbeispiel
erscheinen zwei Faltungen innerhalb der Ausnehmung 145,
die jeweils einen Teil der ersten leitfähigen Struktur 120,
nämlich
beide Teile der leitfähigen
Schicht 120b, von der zweiten leitfähigen Struktur 130 trennen.
Bei weiteren Ausführungsbeispielen
kann die Prozessfolge fortgesetzt werden, um somit zu weiteren Faltungen
zu gelangen.
-
Obwohl
oben ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung näher
erläutert wurde,
ist offensichtlich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf dieses
Ausführungsbeispiel
beschränkt
ist. Insbesondere findet die vorliegende Erfindung auch Anwendung
auf Kondensatorbauelemente, die eine unterschiedliche Anordnung
von Kontaktbereichen bzw. eine Kontaktierung durch einen vergrabenen
Leiter aufweisen. Außerdem
ist die Anzahl der Faltungen hier nur exemplarisch gewählt und
kann bei weiteren Ausführungsbeispielen
variieren. Auch die Form der Ausnehmung 145 in einer Draufsicht
ist nicht durch das erfindungsgemäße Konzept festgelegt. Ebenso
sind die erwähnten
Materialien und Schichtdicken nur Beispiele, die eine gute Prozessierbarkeit
versprechen. Bei weiteren Ausführungsbeispielen
weisen die Teile der dielektrischen Schicht 140a, 140b, 140c und 140c beispielsweise
unterschiedliche Materialien auf, wobei eine Materialgrenze beispielsweise
zwischen dem ersten und zweiten Teil der dielektrischen Schicht 140a und 140b selbstjustiert
bündig
zu bzw. entlang der Wand 205 der Ausnehmung 145 verläuft.
-
Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung weisen gegenüber einer herkömmliche
Prozessführung
einige Vorteile auf. So ist die Prozessführung selbstjustiert (benötigt keine
zusätzliche
Fotoebenen) und kann somit auch ohne hochauflösende Belichtung (< i-line-Belichtung)
realisiert werden. Dadurch wird das Verfahren bei geringen Kosten technologisch
beherrschbar. Bei gleicher Geometrie wie bei konventionellen Trenchkondensatoren
kann dadurch beispielsweise eine Erhöhung der Flächenkapazität um einen Faktor 4 erreicht
werden. Durch die Selbstjustierung von Einzelprozessen kann somit eine
Vervielfachung der bisherigen Flächenkapazität kostengünstig erreicht
werden. Die mäanderförmige Ausgestaltung
der Schichtstruktur bietet die Möglichkeit
ein verfügbares
Volumen im Substrat 100 optimal auszunutzen und ist deshalb
in der fortschreitenden Miniaturisierung integrierter Schaltungen
von erheblichem Vorteil im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren.
-
- 100
- Substrat
- 120
- erste
leitfähige
Struktur
- 120a
- Dotierschicht
- 120b
- leitfähige Schicht
- 130
- zweite
leitfähige
Struktur
- 130a
- erster
Teil der zweiten leitfähigen
Struktur
- 130b
- zweiter
Teil der zweiten leitfähigen
Struktur
- 130c
- dritter
Teil der zweiten leitfähigen
Struktur
- 140
- dielektrische
Schichtstruktur
- 140a
- erster
Teil der dielektrischen Schicht
- 140b
- zweiter
Teil der dielektrischen Schicht
- 140c
- dritter
Teil der dielektrischen Schicht
- 140d
- vierter
Teil der dielektrischen Schicht
- 145
- Ausnehmung
- 150
- erster
Anschlusskontakt
- 160
- zweiter
Anschlusskontakt
- 170
- Oberfläche Substrat
- 210
- erste
Schutzschicht
- 250
- zweite
Schutzschicht
- 260
- dritte
Schutzschicht
- 205
- Wand
der Ausnehmung
- 215
- Boden
der Ausnehmung
- 220
- Boden
des zweiten Teils der dielektrischen Schicht
- 222
- Oberfläche des
zweiten Teils der dielektrischen Schicht
- 230
- Oberfläche der
ersten Schutzschicht
- 2651
- ein
erster Begrenzungspunkt
- 2651
- ein
zweiter Begrenzungspunkt
- 2701
- ein
erster freigelegter Teil
- 2702
- ein
zweiter freigelegter Teil