-
Die
Erfindung betrifft ein Primärteil
für eine elektrische
Maschine, wobei das Primärteil
zumindest aus einem Blechpaket gebildet ist und an einer oder beiden
Stirnseiten zumindest ein flussführendes Element
zur Reduktion der Kraftwelligkeit aufweist. Weiterhin betrifft die
Erfindung einen Linearmotor mit einem derartigen Primärteil.
-
Linearmotoren
weisen ein Primärteil
und ein Sekundärteil
auf. Dem Primärteil
steht insbesondere das Sekundärteil
gegenüber.
Das Primärteil
ist zur Bestromung mit elektrischem Strom vorgesehen. Das Sekundärteil weist
beispielsweise Permanentmagnete oder bestrombare Wicklungen auf.
Sowohl das Primärteil
als auch das Sekundärteil
weisen aktive magnetische Mittel zur Generierung magnetischer Felder
auf.
-
Permanenterregte
Linearmotoren weisen konstruktionsbedingt Kraftschwankungen auf,
welche sich nachteilig auf Gleichlauf und Dynamik auswirken. Die
Kraftschwankungen lassen sich zum Teil auf eine kleinere induzierte
Spannungen in den Randspulen zurückführen.
-
Um
den magnetischen Fluss von Erregerfeld des Sekundärteils und
Hauptfeld des Primärteils
zu führen,
werden beim wicklungstragenden Teil des Motors (Primärteil) üblicherweise
gezahnte Bleche verwendet. Zwischen den Erregerpolen und der gezahnten
Struktur des Hauptfeldes findet eine magnetische Wechselwirkung
statt, die zu parasitären
Rastkräften,
auch passive Kraftwelligkeit genannt, führt. Die Folge sind Vibrationen,
unruhiger Lauf sowie Schleppfehler bei Bearbeitungsprozessen. Des
Weiteren sind die induzierten Spannungen, d.h. die elektromotorischen
Kräfte
(EMK), in der Anfangs- und Endspule an den Stirnseiten des Primärteils aufgrund eines
fehlenden magnetischen Rückschlusses
in der Regel geringer ausgeprägt
als in den mittleren Spulen. Dies hat zur Folge, dass der Motor
keine symmetrisch induzierte Spannung besitzt und sich neben Krafteinbußen eine
zusätzliche
stromabhängige Kraftwelligkeit,
auch aktive Kraftwelligkeit genannt, ergibt.
-
Aus
der
US 6 831 379 B2 ist
ein Linearmotor bekannt, dessen Primärteil an den Stirnseiten des Blechpakets
zu den Hauptzähnen
zusätzliche
Hilfszähne
aufweist, wobei die Hilfszähne
von dem Luftspalt zwischen Primär-
und Sekundärteil
durch einen zusätzlichen
Luftspalt beabstandet sind. Dadurch wird die passive Kraftwelligkeit
des Linearmotors, d.h. die Rastkraft, reduziert.
-
Nachteilig
dabei ist, dass zwar die Rastkraft des Linearmotors reduziert ist,
das Primärteil
jedoch keine symmetrisch induzierten Spannungen in den einzelnen
Wicklungen bzw. Spulen aufweist, d.h. es findet keine Reduzierung
der aktiven Kraftwelligkeit statt.
-
Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, einen gattungsgemäßen Linearmotor
derart weiterzubilden, dass neben der Reduzierung der Rastkräfte auch
eine Symmetrierung der elektromotorischen Kräfte stattfindet.
-
Die
Aufgabe wird durch die Merkmale der Patentansprüche 1 und 9 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
-
Im
Unterschied zu rotierenden Maschinen besitzen Linearmotoren naturgemäß Endbereiche,
in welchem der elektromagnetische Teil des Motors endet. Wird ein
Linearmotor beispielsweise in Kurzstatorbauweise ausgeführt, ergeben
sich für
das Primärteil
zwei Endbereiche, die im Einflussbereich des Sekundärteils liegen.
Die Enden des Primärteils
wechselwirken mit dem Sekundärteil
derart, dass dies einen maßgeblichen
Einfluss auf die aktive Kraftwelligkeit und die passive Kraftwelligkeit
(Rastkraft) hat.
-
Erfindungsgemäß weist
der Linearmotor ein Primärteil
und ein Sekundärteil
auf, wobei Primärteil und
Sekundärteil
durch einen ersten Luftspalt voneinander beabstandet sind. Das Sekundärteil weist eine
Folge von durch Permanentmagneten gebildeten Polen auf. Das Primärteil ist
aus einem oder mehreren Blechpaketen gebildet, wobei das Blechpaket aus
einer Vielzahl von Blechen aufgebaut ist. Das Primärteil weist
eine Vielzahl von Nuten und Zähnen auf,
wobei die Nuten zur Aufnahme der Primärteil-Wicklungen oder Spulen
dienen. Die Wicklungen sind beispielsweise als eine Drei-Phasen-Wicklung eines
Drehstromnetzes bzw. eines dreiphasigen Wechselstromes ausgebildet.
-
Die
Linearmotoren sind insbesondere mit Bruchlochwicklungen und Zahnspulen
im Primärteil ausgebildet,
wobei die Nutteilung des Primärteils
ungleich der Polteilung des Sekundärteils ist. Beispielsweise
beträgt
das Verhältnis
von Nutteilung zu Polteilung (Nutteilung/Polteilung) = 8/12, 10/12,
11/12, 13/12, 14/12, 16/12.
-
An
einer oder beiden Stirnseiten der Bleche bzw. des Blechpakets ist
ein flussführendes
Element zur Reduktion der Kraftwelligkeit angeordnet. Im Bereich
des flussführenden
Elements ist zumindest ein Abschnitt angeordnet, welcher gering
elektrisch leitfähig
ist (κel ≅ 0)
und eine vernachlässigbare
niedrige magnetische Leitfähigkeit
aufweist (μr ≅ 1).
Dieser Abschnitt wird nachfolgend als ,zweiter Luftspalt' bezeichnet. Der
Luftspalt erstreckt sich im Wesentlichen über die gesamte Breite und
Tiefe des flussführenden
Elements. Die Breite erstreckt sich in Bewegungsrichtung des Primärteils und
die Tiefe quer zur Bewegungsrichtung des Primärteils.
-
Die
elektrische Leitfähigkeit κel ist
eine physikalische Größe, die
die Fähigkeit
eines Stoffes angibt, elektrischen Strom zu leiten. Die elektrische Leitfähigkeit κel ist
mit dem spezifischen elektrischen Widerstand ρ verknüpft, wobei die elektrische
Leitfähigkeit
der Kehrwert des spezifischen Widerstandes ist (κel =
1/ρ).
-
Nach
der elektrischen Leitfähigkeit
unterteilt man Stoffe in
- – Leiter (insbesondere alle
Metalle, κel > 0),
- – Isolatoren
oder Nichtleiter (die meisten Nichtmetalle, κel ≅ 0),
- – Halbleiter
(z.B. Silizium, Germanium), wobei die Leitfähigkeit im Bereich zwischen
Leitern und Nichtleitern liegt sowie
- – Supraleiter,
deren Leitfähigkeit
unterhalb einer materialabhängigen
Sprungtemperatur quasi „unendlich" ist.
-
Die
magnetische Permeabilität μ bestimmt die
Durchlässigkeit
von Materie für
magnetische Felder und wird durch das Verhältnis der magnetischen Flussdichte
B zur magnetischen Feldstärke
H ausgedrückt
(μ = B/H),
wobei μ sich
aus der magnetischen Feldkonstante μ0 und
der spezifischen Permeabilitätszahl
des Stoffes μr zusammensetzt (μ = μ0μr).
Die Permeabilitätszahl μr wird
häufig
auch als relative Permeabilität
bezeichnet.
-
Nach
der relativen Permeabilität μr wird
unterschieden in
- – ferromagnetische Stoffe (z.B.
Eisen, Kobalt, Nickel, ur >> 1), die das magnetische Feld erheblich stärken;
- – paramagnetische
Stoffe (z.B. Aluminium, Luft, μr ≅ 1),
die das magnetische Feld sehr gering stärken; und
- – diamagnetische
Stoffe (z.B. Silber, Kupfer, μr < 1),
die das magnetische Feld sehr gering schwächen.
-
Das
flussführende
Element ist an den Stirnseiten der einzelnen Bleche bzw. des gesamten Blechpakets
angebracht und befindet sich an bzw. neben der jeweils letzten Nut
bzw. des letzten bewickelten Zahns des Primärteils. Das flussführende Element
selbst trägt
keine Wicklung oder Spule.
-
Durch
die Anbringung eines solchen flussführenden Elements und die Ausbildung
einen zweiten Luftspaltes ist, neben der Reduktion der passiven Kraftwelligkeit,
auch eine Reduktion der aktiven Kraftwelligkeit möglich. Die
induzierten Spannungen in den wicklungstragenden Endzähnen des
Primärteils
wer den angehoben, wobei hier das Ziel eine möglichst gleichförmige EMK
in allen Spulen des Primärteils
ist. Durch Position des Zusatzluftspaltes kann die Flussverkettung
bzgl. der letzten Spule, d.h. der jeweiligen Randspule an den Stirnseiten
des Primärteils,
gesteuert werden.
-
Gemäß einer
ersten Ausführungsform
ist das Blechpaket zusammen mit dem flussführende Element zweiteilig ausgebildet,
wobei das flussführende Element
so zum Blechpaket positioniert ist, dass der zweite Luftspalt zwischen
dem Blechpaket und dem flussführenden
Element im Endbereich des Blechpakets ausgebildet ist.
-
Das
flussführende
Element ist vorteilhafterweise kraft-, stoff- oder formschlüssig am
Blechpaket anbringbar. Das flussführende Element ist durch geeignete
Verbindungen, wie beispielsweise durch Kleben, Schrauben, Einhaken
oder durch eine Schwalbenschwanzverbindung am Blechpaket angebracht. Das
flussführende
Element kann auch an das Blechpaket geklemmt oder geklipst sein.
-
Der
zweite Luftspalt kann ungefüllt,
d.h. es befindet sich Luft zwischen dem Blechpaket und dem flussführenden
Element, oder mittels eines elektrisch nicht leitenden und magnetisch
nicht leitenden Materials, wie beispielsweise Kunststoff, ausgebildet
sein. Kunststoff ist ein kostengünstiger
Werkstoff und einfach verarbeitbar.
-
Zunächst werden
ein oder mehrere Blechpakete, aus denen das Primärteil aufgebaut ist, hergestellt.
Ein Blechpaket besteht aus mehreren Einzelblechen, wobei die Einzelbleche
zu einem Paket zusammengefügt
werden, beispielsweise durch Verbacken mit Backlack oder durch Verpressen.
Besteht das Primärteil
aus mehreren Blechpaketen, so werden diese entsprechend zusammengefügt. Anschließend wird
das flussführende
Element, welches im Wesentlichen die Form eines Zahns des Primärteils aufweist,
an die beiden Stirnseiten des Primärteils angebracht, wobei zwischen
Blechpaket und flussführendem
Element ein zweiter Spalt durch beispielsweise eine Kunststoffschicht
oder eine Kunststoffplatte ausgebildet wird. Das flussführende Element und
die Kunststoffplatte können
durch Verkleben, Verschrauben oder durch Einhaken am Blechpaket angebracht
werden.
-
Gemäß einer
zweiten Ausführungsform
sind das Blechpaket und das flussführende Element einteilig ausgebildet.
Das flussführende
Element selbst weist dabei den zweiten Luftspalt auf. Das Blechpaket
kann nur auf einer Stirnseite oder auf beiden Stirnseiten flussführende Elemente
aufweisen.
-
Gemäß der zweiten
Ausführungsform
wird das flussführende
Element bereits bei Anfertigung der Bleche ausgebildet, d.h. es
liegt ein einteiliger Blechschnitt vor. Anschließend wird der zweite Luftspalt
beispielsweise durch Ausstanzen eines Teilbereichs des flussführenden
Elements ausgebildet. Im Bereich der Ausstanzung weist das als Endzahn des
Primärteils
ausgebildete flussführende
Element schmale Stege auf. Die schmalen Stege werden magnetisch
gesättigt
und haben somit nur geringe Auswirkungen auf die Funktion des flussführenden
Elements.
-
Es
besteht die Möglichkeit,
nicht jedes Blech mit einem flussführenden Element zu versehen.
Beispielsweise weist nur jedes zweite Blech ein flussführendes
Element auf. Bei einteiligen Primärteilen, d.h. Primärteilen
mit nur einem Blechpaket, ist es möglich, dass jedes Blech nur
ein flussführendes
Element an einem Endbereich des Bleches aufweist. Die einzelnen
Bleche können
dann beispielsweise so zum Blechpaket zusammengefügt werden,
dass durch Drehen der einzelnen Bleche das flussführende Element
einmal nach links oder nach rechts ausgerichtet ist. Die Kraftwelligkeit
ist damit gegenüber
den bisher bekannten Möglichkeiten
ausreichend reduziert.
-
Das
Primärteil
des Linearmotors kann aus mehreren in Bewegungsrichtung hintereinander
angeordneten Blechpaketen bestehen. Demnach weisen die mittig angeordneten
Blechpakete keine flussführenden
Elemente auf, sondern es sind erfindungsgemäß lediglich flussführende Elemente
an den jeweiligen Enden, also den Stirnseiten des Primärteils angeordnet.
Dabei wird beispielsweise durch Drehen eines Bleches mit rechtsseitigem
Element ein Blech mit linksseitigem Element, so dass an den Stirnseiten dieser
Primärteile
lückenlose
Elemente vorhanden sind. Bei Primärteilen mit nur einem Blechpaket,
also einteiligen Primärteilen,
können
an jeder Stirnseite des Blechpaketes flussführende Elemente vorgesehen
werden.
-
Der
zweite Luftspalt ist gemäß der zweiten Ausführungsform
als einfacher Luftspalt ausgebildet, kann aber auch mit einem Füllstoff,
wie beispielsweise Kunststoff, ausgefüllt sein.
-
Vorzugsweise
gilt für
die Breite Bδ2 des
zweiten Luftspaltes (δ2)
gilt: 0 < Bδ2.
Durch die Breite des Luftspaltes kann gezielt Einfluss auf den magnetischen
Fluss im flussführenden
Element genommen werden. Je größer der
Luftspalt ausgebildet ist, desto geringer ist der magnetische Fluss
im Bereich des flussführenden
Elements und umgekehrt.
-
Eine
vorteilhafte Einflussnahme auf den magnetischen Fluss in dem flussführenden
Element kann beispielsweise durch eine nicht konstante Breite Bδ2 des
zweiten Luftspalts erfolgen. Die Abschnitte im Bereich der flussführenden
Elemente an den gegenüberliegenden
Stirnseiten können
zueinander parallel oder auch anders ausgeführt sein. Der Abschnitt bzw.
der zweite Luftspalt selbst kann beliebige geometrische Formen,
wie beispielsweise L- oder Z-Formen oder auch elliptische Formen
annehmen. Der Luftspalt liegt somit nicht in einer Ebene.
-
Vorteilhafterweise
ist der zweite Luftspalt schräg
zum ersten Luftspalt ausgebildet. Der zweite Luftspalt beginnt vorzugsweise
an der der letzten Spule zugewandten Seite des flussführenden
Elements, möglichst
in der Nähe
des ersten Luftspaltes zwischen Primär- und Sekundärteil, und
verläuft schräg oder stufenförmig über die
Breite des flussführenden
Elements zu dessen Außenseite
im Bereich der dem ersten Luft spalt abgewandten Seite. Dadurch wird
eine bessere Anpassung zwischen Rastkraftbildung und Flussverkettung
mit der letzten, d.h. sich in der Nut der Stirnseite befindlichen,
Spule oder Wicklung ermöglicht.
-
Vorzugsweise
ist die dem ersten Luftspalt gegenüberliegende Fläche des
flussführenden
Elementes gerundet. Das flussführende
Element beispielsweise abgerundete Ecken auf. Diese Maßnahme trägt zur Reduktion
der Rastkräfte
bei.
-
In
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das flussführende Element
nicht über
die gesamte Breite eines Blechpakets ausgebildet. Die Breite des
Blechpakets erstreckt sich quer zur Bewegungsrichtung des Primärteils.
So erstreckt sich beispielsweise das flussführende Element nur über einen
Teilbereich des Blechpakets, wobei das flussführende Element dann beispielsweise
mittig am Blechpaket angeordnet sein kann. Durch die Ausbildung von
nur teilweisen flussführenden
Elementen kann die Anpassung zwischen passiver und aktiver Kraftwelligkeit
gemäß den entsprechenden
Anforderungen an den Linearmotor vorgenommen werden.
-
Beim
erfindungsgemäßen Linearmotor
wird durch die Position bzw. Einbringung des Zusatzluftspaltes im
oder am flussführenden
Element die aktive und passive Kraftwelligkeit reduziert. Insbesondere
findet durch die Einbringung des zweiten Luftspaltes eine Symmetrierung
der induzierten Spannung in den Wicklungen des Primärteils statt. Das
flussführende
Element dient zur Reduktion der Rastkraft über die Länge des Primärteils und
zur Erhöhung
der Nutzkraft des Linearmotors.
-
Das
flussführende
Element weist eine vorgebbare Breite auf, wobei sich die Breite
des flussführenden
Elements in Bewegungsrichtung des Primärteils erstreckt. Durch die
Breite des flussführenden
Elements kann der magnetische Fluss im flussführenden Element gezielt in
einer vorteilhaften Weise beeinflusst werden.
-
Weiterhin
weist das flussführende
Element zu dem bzw. den benachbarten bewickelten Zähnen des
Blechpakets einen Abstand auf. Vorteilhafterweise wird der Abstand
des flussführenden
Elements zu dem bzw. den benachbarten Zähnen so gewählt, dass dieser der Polteilung
des Sekundärteils
entspricht, damit eine möglichst
hohe Flussverkettung mit der letzten Spule und somit eine gewollte
Anhebung der induzierten Spannung der letzten Spule erfolgt.
-
Für eine bauraumoptimierte
Ausführung
des Linearmotors werden eine minimale Breite sowie ein möglichst
geringer Abstand des flussführenden
Elements angestrebt. Dadurch ergibt sich ein optimaler Abstand des
flussführenden
Elements vom benachbarten bewickelten Zahn, der kleiner als die
Polteilung des Sekundärteils
ist.
-
Wird
beispielsweise ein hohe Anziehungskraft zwischen Primär- und Sekundärteil angestrebt, beispielsweise
zwecks Vorspannkraft bei einer Luftlagerung, ist der optimale Abstand
des flussführenden
Elements vom benachbarten Zahn größer als die Polteilung des
Sekundärteils
ausgebildet.
-
Das
erfindungsgemäße Primärteil ist
vorzugsweise für
einen Linearmotor vorgesehen. Das Primärteil kann aber auch in rotatorischen
Maschinen eingesetzt werden, wobei der Stator Endbereiche aufweist,
wie beispielsweise segmentierte rotatorische Motoren.
-
In
der nachfolgenden Beschreibung werden weitere Merkmale und Einzelheiten
der Erfindung in Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen anhand von
Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Dabei
sind in einzelnen Varianten beschriebene Merkmale und Zusammenhänge grundsätzlich auf alle
Ausführungsbeispiele übertragbar.
In den Zeichnungen zeigen:
-
1 eine
erste Ausführungsform
eines Linearmotors mit einer ersten Ausgestaltung eines flussführenden
Elementes;
-
2 einen
Ausschnitt eines Primärteils
des Linearmotors gemäß 1 mit
einer zweiten Ausgestaltung des flussführenden Elementes;
-
3 einen
weiteren Ausschnitt eines Primärteils
des Linearmotors gemäß 1 mit
einer dritten Ausgestaltung des flussführenden Elementes;
-
4 eine
zweite Ausführungsform
eines Linearmotors mit einer vierten Ausgestaltung des flussführenden
Elementes;
-
5 einen
Ausschnitt eines Primärteils
des Linearmotors gemäß 4 mit
einer fünften
Ausgestaltung des flussführenden
Elements; und
-
6 einen
weiteren Ausschnitt eines Primärteils
des Linearmotors gemäß 4 mit
einer sechsten Ausgestaltung des flussführenden Elements.
-
1 zeigt
eine erste Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Linearmotors 1 mit
einer ersten Ausgestaltung eines flussführenden Elementes 10. 1 zeigt
eine Seitenansicht eines prinzipiell dargestellten Synchronlinearmotors 1,
der ein oder mehrere Blechpakete 3 aufweist, deren jeweilige
Bleche parallel zur Zeichenebene geschichtet sind und die das Primärteil 2 bilden.
Die Bewegungsrichtung des Linearmotors 1 ist durch den
Pfeil R angegeben. Das Primärteil 2 weist
ferner die Spulen 4 auf. Die Spulen 4 umschließen die
Zähne 5 des
Primärteils 2 derart,
dass sich in einer Nut 6 unterschiedliche Spulen 4 befinden.
Weiterhin weist der Linearmotor 1 das Sekundärteil 7 mit
den Permanentmagneten 8 auf. Das Sekundärteil 7 ist auf einem nicht
näher dargestellten
Maschinenbett positioniert. Die Permanentmagnete 8 sind
mit der Polteilung τM angeordnet. Die Polteilung τM kann
sich aber auch durch elektrische Erregung einer im Sekundärteil 7 angeordneten
Erregerwicklung ausbilden. Primärteil 2 und
Sekundärteil 7 sind
durch den ersten Luftspalt δ1
voneinander beabstandet.
-
An
den Stirnseiten S1 und S2 des Blechpakets 3 ist jeweils
ein flussführendes
Element 10 zur Reduktion der Kraftwellig keit angeordnet,
wobei am flussführenden
Element 10 ein zweiter Luftspalt δ2 ausgebildet ist. Das flussführende Element 10 weist beispielsweise
die gleichen geometrischen Abmessungen wie ein Zahn 5 des
Blechpakets 3 auf, wobei die dem ersten Luftspalt δ1 gegenüberliegende
Fläche 11 des
flussführenden
Elementes 10 gerundet ist. Die Fläche 11 kann auch nur
abgerundete Ecken mit einem vorgegebenen Radius aufweisen.
-
Das
Blechpaket 3 und das flussführende Element 10 sind
zweiteilig ausgebildet. Das Element 10 ist kraft-, stoff-
oder formschlüssig
am Blechpaket 3 anbringbar. Das flussführende Element 10 ist
durch geeignete Verbindungen, wie beispielsweise durch Kleben, Schrauben,
Einhaken oder durch eine Schwalbenschwanzverbindung am Blechpaket 3 angebracht.
Das flussführende
Element 10 kann auch an das Blechpaket 3 geklemmt
oder geklipst sein. Der zweite Luftspalt δ2 ist mittels eines elektrisch
und magnetisch nicht leitenden Materials, wie beispielsweise einer
Kunststoffplatte, ausgebildet.
-
Das
flussführende
Element 10 weist die vorgebbare Breite B10 auf,
wobei sich die Breite B10 des flussführenden
Elements 10 in Bewegungsrichtung des Primärteils 2 erstreckt.
-
Weiterhin
weist das flussführende
Element 10 zu dem benachbarten bewickelten Zahn 5 des Blechpakets 3 einen
Abstand τF auf. Für
eine bauraumoptimierte Ausführung
des Linearmotors 1 werden eine minimale Breite B10 sowie ein möglichst geringer Abstand τF des
flussführenden
Elements 10 zum benachbarten Zahn 5 angestrebt.
-
2 und 3 zeigen
verschiedene Ausgestaltungen des Primärteils 2 und des flussführenden
Elementes 10 sowie des am Element 10 befindlichen
zweiten Luftspaltes δ2.
-
2 zeigt
ein flussführendes
Element 10, dessen Breite B10 der
Breite B5 eines Zahns 5 des Blechpaktes 3 entspricht.
Der Luftspalt δ2
ist senkrecht zum nicht dargestellten Luftspalt δ1 zwischen Primärteil 2 und
nicht dargestelltem Sekundärteil 7 angeordnet.
-
3 zeigt
ein flussführendes
Element 10, welches an der dem nicht gezeigten Luftspalt δ1 zugewandten
Seite keine abgerundeten Ecken aufweist. Der zweite Luftspalt δ2 ist so
ausgestaltet, dass das flussführende
Element 10 am Blechpaket eingehakt werden kann. Der Abstand τF des
flussführenden
Elements 10 zu dem benachbarten bewickelten Zahn 5 entspricht
der Nutteilung τN des Primärteils 2.
-
4 zeigt
eine zweite Ausführungsform des
Linearmotors 1, wobei Blechpaket 3 und flussführendes
Element 10 einteilig ausgebildet sind. Das flussführende Element 10 selbst
weist dabei den zweiten Luftspalt δ2 auf. Der Luftspalt δ2 wird beispielsweise
durch Ausstanzen eines Teilbereichs des Elementes 10 gebildet.
Im Bereich der Ausstanzung weist das als Endzahn des Primärteils 2 ausgebildete flussführende Element 10 schmale
Stege 9 auf. Die schmalen Stege 9 werden nach
Inbetriebnahme des Motors 1 magnetisch gesättigt und
haben somit fast keine Auswirkung auf die Funktion des flussführenden
Elements 10. Der zweite Luftspalt δ2 ist gemäß der zweiten Ausführungsform
nach 4 als einfacher Luftspalt ausgebildet, kann aber
auch mit einem Füllstoff,
wie beispielsweise Kunststoff, ausgefüllt sein.
-
Wie
aus 4 ersichtlich, ist der zweite Luftspalt δ2, insbesondere
bei der einteiligen Ausführungsform
von Blechpaket 3 und Element 10, schräg zum ersten
Luftspalt δ1
ausgebildet. Der zweite Luftspalt δ2 verläuft schräg über die Breite B10 des flussführenden
Elements 10. Dadurch wird eine bessere Anpassung zwischen
Rastkraftbildung und Flussverkettung mit der letzten, d.h. sich
in der Nut 6 der Stirnseite S2 befindlichen, Spule oder
Wicklung 4 ermöglicht.
-
5 und 6 zeigen
weitere Ausgestaltungen des flussführenden Elements 10.
Der Abschnitt bzw. der zweite Luftspalt δ2 selbst kann beliebige geometrische
Formen, wie beispielsweise L- oder Z-Formen oder auch elliptische
Formen annehmen.