-
Die Erfindung betrifft eine elektrische Maschine.
-
Die elektrische Maschine weist ein Primärteil und ein Sekundärteil auf. Das Primärteil und das Sekundärteil sind nach dem Stand der Technik zueinander derart positioniert, dass sich zwischen dem Primärteil und dem Sekundärteil ein Luftspalt ausbildet. Die elektrische Maschine ist beispielsweise ein Linearmotor, wobei das Primärteil Wicklungen aufweist und das Sekundärteil Permanentmagnete aufweist. Zur Ausbildung des Luftspaltes ist eine Führung des Primärteils und/oder des Sekundärteils notwendig. Mit Hilfe einer derartigen Führung, welche als Abstandshalterung dient, ist das Primärteil vom Sekundärteil beabstandet. Dies ist bei rotatorischen elektrischen Maschinen beispielsweise durch eine Lagerung des Rotors, welcher das Sekundärteil darstellt, möglich. An die Führung sind dabei sowohl bei rotatorischen elektrischen Maschine wie auch bei Linearmotoren, welche auch elektrische Maschinen sind, hohe Anforderungen bezüglich der Fertigungstoleranzen gestellt, da der Luftspalt über den gesamten Bereich der Bewegung des Sekundärteils zum Primärteil konstant zu halten ist. Dies ist notwendig, damit die elektrische Maschine unabhängig von der Position des Sekundärteils zum Primärteil stets die gleichen Eigenschaften, insbesondere bezüglich der Entwicklung einer elektromagnetischen Kraft EMK, aufweist. Die Gewährleistung eines konstant großen Luftspaltes ist aufwendig. Dies trifft insbesondere auf Linearmotoren zu, welche auch lange Verfahrwege aufweisen können.
-
Da der Luftspalt sehr klein ist, ist es nötig, dass Maßnahmen getroffen werden, dass zwischen dem Primärteil und dem Sekundärteil also in den Luftspalt keine störenden Fremdkörper gelangen Ein Fremdkörper ist insbesondere dann störend, wenn dieser eine Größe aufweist, welche in etwa der Größe des Luftspaltes entspricht bzw. dessen Größe übertrifft. Durch konstruktive Maßnahmen wie z. B. durch Abdeckungen bzw. auch durch Kehreinrichtungen kann erreicht werden, dass kein Fremdkörper in den Luftspalt gelangt. Die Problematik von Fremdkörpern im Luftspalt tritt insbesondere bei Linearmotoren auf, da bei diesen der Luftspalt in einer exponierteren Stellung ist, wie vergleichsweise bei einer rotatorischen elektrischen Maschine, welche einen Ständer und einen Rotor aufweist.
-
Die
DE 197 51 176 A1 beschreibt einen Linearantrieb, welcher im wesentlichen aus einem feststehenden Lager besteht und auf dem Lager ein beweglicher Schlitten angeordnet ist und die Bewegung des Schlittens durch eine elektromagnetische Kraft erfolgt, wobei bei dem feststehenden Lager magnetische Elemente vorgesehen sind und in auf dem Schlitten eine Magnetspule angeordnet ist, die bei Strombeaufschlagung eine Bewegung des Schlittens bewirkt. Es ist vorgesehen, dass zwischen dem Lager und dem Schlitten, insbesondere dem Spulenkörper, eine Gleitfolie angeordnet ist. Es kann hierbei vorgesehen werden, dass die Gleitfolie entweder auf dem beweglichen oder auf dem feststehenden Element angeordnet ist. Da die mechanischen Widerstände, also die Reibwiderstände, sehr gering sind, werden dadurch die erreichbaren Beschleunigungen und somit die erreichbaren Schaltzeiten günstig beeinflusst. Darüber hinaus wird durch die Folie, die an sich ein geringes spezifisches Gewicht hat und somit zum Gesamtgewicht des Gerätes kaum beiträgt, ein Element angeboten, um eine extrem hohe Lebensdauer des Linearantriebes, wie dies in den verschiedenen Einsatzbereichen gefordert wird, zu erreichen.
-
Die
DE 1 763 585 A zeigt einen Induktionsmotor, der ein gewickeltes langgestrecktes Primärteil besitzt und ein langgestrecktes Sekundärteil. Der Primärteil ist mit einem sich in Längsrichtung erstreckenden Luftspalt versehen, in dem der Sekundärteil für geradlinige Längsbewegung gleitbar gehalten ist, und zwar mit Hilfe von Gleitlagern, die mit Längswulsten des Sekundärteils zusammenarbeiten, der aus einem dünnen Streifen aus nichtmagnetischem, aber leitendem Material, z. B. Kupfer oder Aluminium besteht. Die Wülste dienen nicht nur dazu, den Sekundärteil zu führen sondern auch dessen Beulfestigkeit zu erhöhen, sowie einen niederohmigen Kurzschlussweg für die während des Betriebs in dem flachen Mittelabschnitt des Sekundärteils induzierten Ströme zu schaffen. In
DE 1 763 585 A wird auch ein Dreiphasenmotor verwirklicht. Die Teile des Primärteils, die in diesem Falle drei an der Zahl sind und die entsprechenden der drei Wicklungen der Dreiphasen-Wicklungsanordnung tragen, sitzen in einem Rahmen und sind um 120° gegeneinander versetzt, während im Unterschied hierzu bei dem vorher in
DE 1 763 585 A beschriebenen Induktionsmotor die Winkelversetzung 180° beträgt. Der Sekundärteil besitzt drei flache Streifen aus leitfähigem, jedoch nichtmagnetischem Material, die aus einem Stück bestehen und jeweils um 120° im Winkel zueinander versetzt sind. Der Sekundärteil könnte auch aus einem ferromagnetischen Stab mit kreisförmigen oder dreieckförmigen Querschnitt bestehen, der durch eine entsprechend geformte Hülse aus leitendem, jedoch nichtmagnetischem Material umschlossen ist. Der ferromagnetische Stab liefert einen Weg geringer Reluktanz für den Magnetfluss zwischen den Teilen des Primärteils.
-
Aus der
DE 36 18 194 A1 ist eine elektrische Maschine mit den Merkmalen gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt. Es wird in der
DE 36 18 194 A1 eine Lineareinheit vorgeschlagen, deren in einem Halter längsverschiebbar angeordneter Schlitten durch einen Linearmotor angetrieben wird, dessen Läufer als ein flexibles Band mit einer aus magnetischem Metall bestehenden Zahnstruktur ausgebildet ist. Das Band ist mit seinen beiden Enden freitragend am Schlitten befestigt und an den Polspalt begrenzenden Flächen der Statoren des Linearmotors beidseitig geführt. Die Statoren des Linearmotors, an deren den Polspalt begrenzenden Flächen das Band reibungsschlüssig geführt ist, bedürfen keiner exakten Ausrichtung bezüglich des anzutreibenden Schlittens, da das Band in einer Richtung, nämlich quer zum Polspalt, flexibel ist. Dadurch werden Ausrichtungsfehler durch die in Verschieberichtung außerhalb der Statoren befindlichen Bandabschnitte kompensiert, ohne daß der Polspalt selbst eine Veränderung erfährt.
-
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, dass ein Gleitverhalten des Primärteils bzw. der Primärteile zum Sekundärteil in geeigneter Weise einstellbar ist.
-
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mittels einer elektrischen Maschine mit den Merkmalen nach Anspruch 1. Der Unteranspruch 2 stellt eine erfinderische Weiterbildung der Vorrichtung dar.
-
Bei einer elektrischen Maschine, welche ein Primärteil und ein Sekundärteil aufweist, wobei das Primärteil eine dem Sekundärteil zugewandte Seite aufweist und das Sekundärteil eine dem Primärteil zugewandte Seite aufweist, wobei diese Seiten zum Austritt und/oder Eintritt magnetischer Felder vorgesehen sind, liegt das Primärteil zumindest teilweise an dem Sekundärteil in einem Kontaktbereich an. Der Kontaktbereich betrifft zumindest eine der einander zugewandten Seiten des Primärteils und des Sekundärteils der elektrischen Maschine wobei zumindest eine dieser Seiten zum Austritt und/oder Eintritt magnetischer Felder vorgesehen ist.
-
Die zum Austritt und/oder Eintritt von magnetischen Feldern vorgesehenen Seiten des Primärteils bzw. des Sekundärteils sind magnetisch aktive Seiten.
-
Eine erfindungsgemäße elektrische Maschine ist also derart ausführbar, dass das Primärteil zumindest teilweise die magnetisch aktive Seite des Sekundärteils berührt, wobei das Sekundärteil beispielsweise Permanentmagnete aufweist, welche immer magnetisch aktiv sind.
-
Die elektrische Maschine ist derart ausbildbar, dass das Primärteil Wicklungen aufweist und das Sekundärteil Permanentmagnete aufweist. Sowohl durch die Wicklungen als auch durch die Permanentmagnete sind magnetische Felder erzeugbar bzw. erzeugt. Diese magnetischen Felder treten aus dem Primärteil und/oder dem Sekundärteil aus und/oder ein und schließen sich jeweils über das gegenüberliegende Teil.
-
Bezüglich des Primärteils erfolgt die Berührung zum Sekundärteil z. B. zumindest teilweise in einem Bereich, welcher bestrombare Wicklungen aufweist.
-
Durch die Berührung des Primärteils und des Sekundärteils in einem Kontaktbereich, welcher zum Eintritt bzw. Austritt magnetischer Felder zur Gewinnung einer elektromagnetischen Kraft EMK vorgesehen ist, ergibt sich eine einfache Möglichkeit eine konstante Beabstandung zwischen dem Primärteil und dem Sekundärteil auszuführen.
-
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der elektrischen Maschine weist die dem Sekundärteil zugewandte Seite des Primärteils eine gleitfördernde Oberfläche auf.
-
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der elektrischen Maschine, weist die dem Primärteil zugewandte Seite des Sekundärteils eine gleitfördernde Oberfläche auf.
-
Die gleitfördernden Oberflächen dienen zur Reduzierung der Reibung und zur Erhöhung des Wirkungsgrades der elektrischen Maschine.
-
Die Lösung der Aufgabe gelingt weiterhin bei einer elektrischen Maschine, welche ein Primärteil und ein Sekundärteil aufweist, wobei zwischen dem Primärteil und dem Sekundärteil ein Luftspalt ausgebildet ist, wobei der Luftspalt ganz oder teilweise durch eine Gleitschicht ersetzt ist. Der Luftspalt ist der Bereich zwischen dem Sekundärteil und dem Primärteil der elektrischen Maschine, welcher zur Ausbildung einer elektromagnetischen Kraft EMK beiträgt. Im Luftspalt verlaufen magnetische Felder, welche aus dem Sekundärteil bzw. dem Primärteil austreten und in das gegenüberliegende andere Teil eintreten bzw. austreten. Die Gleitschicht hat vorteilhafter Weise einen ähnlichen Wert μR wie der Luftspalt. In einer Ausgestaltung der Gleitschicht ist die Gleitschicht als eine Folie (Gleitfolie) ausgeführt. Dies hat den Vorteil, dass Folien bei Beschädigung in einfacher Weise durch eine neue Folie ersetzt werden können. In einer weiteren Ausgestaltung ist die Gleitschicht eine Beschichtung einer Seite. Ein mögliches Beschichtungsmaterial ist beispielsweise Teflon. Die Gleitschicht sollte ein derartiges Material aufweisen, welches eine gute Gleiteigenschaft aufweist und insbesondere auch druckstabil und verschleißarm ist.
-
Bei einer weiteren Ausgestaltung der elektrischen Maschine, ist die gleitfördernde Oberfläche mit Hilfe einer Gleitschicht realisiert. Die Gleitschicht befindet sich auf dem Primärteil und/oder auf dem Sekundärteil.
-
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die Gleitschicht, wie z. B. eine Gleitfolie, austauschbar, so dass die Gleitschicht bei Verschmutzung oder bei einem Defekt leicht durch eine neue Gleitschicht ausgewechselt werden kann.
-
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der elektrischen Maschine ist diese ein Linearmotor, wobei der Linearmotor insbesondere ein erstes Primärteil und ein zweites Primärteil aufweist. Dem ersten Primärteil und dem zweiten Primärteil ist ein Sekundärteil zugeordnet. Hieraus ergibt sich beispielsweise eine Anordnung eines Doppelkammlinearmotors.
-
In einer weiteren Ausgestaltung der elektrischen Maschine ist diese als Linearmotor ausgeführt, wobei der Linearmotor zumindest drei Primärteile aufweist, welche einem Sekundärteil zugeordnet sind. Die Primärteile sind in vorteilhafter Weise derart um das Sekundärteil gruppiert, dass sich eine Eigenlagerung des Primärteils zum Sekundärteil ergibt. Die Eigenlagerung ergibt sich durch die Anziehung der Primärteile an das Sekundärteil, welches Permanentmagnete aufweist.
-
Mittels einer gezielten Ausnutzung einer definiert einstellbaren einseitigen magnetischen Anziehungskraft der Primärteile an das Sekundärteil, ist ein Gleitverhalten des Primärteils bzw. der Primärteile zum Sekundärteil in geeigneter Weise einstellbar. Die Einstellung erfolgt beispielsweise durch die Auswahl unterschiedlicher Dicken der Gleitschicht. Ist eine Gleitschicht zwischen einem ersten Primärteil und dem Sekundärteil dünner als eine Gleitschicht zwischen einem zweiten Primärteil und dem Sekundärteil so ist die magnetische Anziehungskraft zwischen dem ersten Primärteil und dem Sekundärteil größer als zwischen dem zweiten Primärteil und dem gleichen Sekundärteil. Somit ergibt hieraus eine vorgegebene Positionierung der Primärteile zum Sekundärteil, da es unterschiedliche Anziehungskräfte gibt.
-
Bei einer erfindungsgemäßen elektrischen Maschine ist das Sekundärteil dezentriert zwischen den Primärteilen angeordnet. Die dezentrierte Anordnung der Primärteile zum Sekundärteil erfolgt wie obig beschrieben beispielsweise durch unterschiedliche Dicken der Gleitschichten. Die Gleitschichten sind dabei auf den Primärteilen und/oder auf dem Sekundärteil im Kontaktbereich zwischen Primärteil und Sekundärteil angebracht. Mittels der dezentrierten Anordnung ist eine Einstellung und ein Einhalten von unsymmetrischen Abständen zwischen Primärteil und einem Sekundärteil erreichbar.
-
Je geringer die Anziehungskraft zwischen dem Primärteil und dem Sekundärteil ist, desto geringer ist die Beanspruchung der Gleitschicht. Eine Verringerung der Beanspruchung der Gleitschicht ist auch dadurch möglich, dass die Fläche der Gleitschicht zwischen dem Primärteil und dem Sekundärteil möglichst groß gewählt ist. Vorteilhafter Weise werden als Gleitschicht Materialien verwendet, welche kostengünstig und langlebig sind. Ist eine Gleitschicht nicht für die gesamte Lebensdauer der elektrischen Maschine ausgelegt, so ist darauf zu achten, dass die Gleitschicht beispielsweise ein Gleitelement oder eine Gleitfolie ist welche leicht austauschbar ist. Diese leichte Austauschbarkeit ist insbesondere bei eigengelagerten Linearmotoren von Vorteil, da diese sehr kompakt eingebaut sind.
-
Die Eigenlagerung des Linearmotors ergibt sich aus den unterschiedlichen magnetischen Anziehungskräften zwischen den zumindest zwei Primärteilen und dem einen Sekundärteil des Linearmotors.
-
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtungen, welche die elektrische Maschine betreffen, werden anhand der beigefügten Zeichnungen 8 bis 11 näher erläutert. Es zeigen:
-
1 einen Linearmotor mit einer Gleitschicht auf einem Primärteil,
-
2 einen Linearmotor mit einer Gleitschicht auf einem Sekundärteil,
-
3 einen Linearmotor mit Gleitschichten sowohl auf dem Primärteil als auch auf dem Sekundärteil,
-
4 einen Linearmotor mit Kufen,
-
5 ein Primärteil eines Linearmotors,
-
6 einen weiteren Ausgestaltung eines Linearmotors,
-
7 einen Feldverlauf zwischen Primärteil und Sekundärteil,
-
8 einen eigengelagerten Linearmotor mit vier Primärteilen,
-
9 eine perspektivische Darstellung des Linearmotors nach 8,
-
10 einen Linearmotor mit zwei Primärteilen und
-
11 den Linearmotor nach 10 in perspektivischer Darstellung.
-
Die Darstellung gemäß 1 zeigt einen Linearmotor 1. Der Linearmotor 1 ist eine elektrische Maschine 1. Der Linearmotor 1 weist ein Primärteil 21 und ein Sekundärteil 10 auf. Das Sekundärteil 10 weist verschiedene Sekundärteilelemente 15, 16, 17 auf. Zumindest der Sekundärteilelemente 15, 16, 17 ist eine Laufbahn für das Primärteil 21 vorgegeben. Das Primärteil 21 weist eine den Sekundärteil zugewandte Seite 82 und eine dem Sekundärteil abgewandte Seite 84 auf. Das Sekundärteil seinerseits weist eine dem Primärteil zugewandte Seite 83 und eine dem Primärteil 21 abgewandte Seite 85 auf. Das Primärteil 21 weist eine Gleitschicht 25 auf. Die Gleitschicht 25 ist beispielsweise eine Gleitfolie. Die Gleitschicht 25 ist derart zwischen dem Primärteil 21 und dem Sekundärteil 10 angeordnet, dass durch die Gleitschicht 25 zumindest teilweise oder auch ganz der Luftspalt der nach dem Stand der Technik zwischen dem Primärteil und dem Sekundärteil ausgebildet ist, durch die Gleitschicht 25 ersetzt ist. Mittels der Gleitschicht 25 ist ein Gleitbereich 88 ausgebildet. Der Gleitbereich erstreckt sich ebenso wie die Gleitschicht 25 nicht nur in einer Längsrichtung (Bewegungsrichtung), welche vom Sekundärteil 10 vorgegeben ist, sondern auch über eine Breite des Primärteils 2. Die Breite des Primärteils ist in der Darstellung gemäß 1 jedoch nicht gezeigt.
-
Die Darstellung gemäß 2 zeigt einen Linearmotor 2, welcher im Unterschied zu dem Linearmotor 1 ein Sekundärteil 10 aufweist, welches die Gleitschicht 26 aufweist. Das Primärteil 21 nach 2 weist keine Gleitschicht auf. Auch die Gleitschicht 26 auf dem Sekundärteil 10 ist beispielsweise als Gleitfolie ausgebildet.
-
Die Darstellung gemäß 3 zeigt einen Linearmotor 3, welcher ein Primärteil 21 und ein Sekundärteil 10 aufweist, wobei sowohl das Primärteil 21 als auch das Sekundärteil Gleitschichten 25, 26 aufweisen. Das Primärteil 21 weist also eine Gleitschicht 25 und das Sekundärteil 10 eine Gleitschicht 26 auf, wobei diese Gleitschichten 25, 26 aufeinander gleiten.
-
Die Darstellung gemäß 4 zeigt einen Linearmotor 4, welcher ein Primärteil 21 aufweist, an welchen Kufen 30 angebracht sind. Die Kufen 30 befinden sich in einem Bereich des Sekundärteils, welcher zum Austritt und oder Eintritt magnetischer Felder vorgesehen ist. Das Sekundärteil 10 weist also beispielsweise Permanentmagnete auf, welche in 4 nicht dargestellt sind, und in diesem Bereich der Permanentmagnete sind die Kufen 30 derart positioniert, dass diese über die Permanentmagnete gleiten. Zwischen der Kufe 30 und dem Permanentmagnet kann sich beispielsweise noch eine Abdeckung 86 befinden. Die Abdeckung 86 ist insbesondere dafür da, dass Stossstellen zwischen den Sekundärteilelementen 15, 16 und 17 überdeckt werden. In vorteilhafter Weise ist die Abdeckung 86 aus einem weichmagnetischen Material, so dass die Abdeckung 86 von dem in 4 nicht dargestellten Permanentmagneten des Sekundärteils angezogen wird. Die Kufen 30 gleiten also auf der Abdeckung 86 über die Permanentmagnete hinweg.
-
Die Darstellung gemäß 5 zeigt ein Sekundärteilelement 15. Das Sekundärteilelement weist Bohrlöcher 32 zur Befestigung dieses Elementes auf. Weiterhin weist das Sekundärteilelement 15 Permanentmagnete 36. Die Permanentmagnete 36 sind in einem Gleitbereich 38 angeordnet. Der Gleitbereich 38 ist also der Bereich, in welchen eine Gleitschicht positioniert ist. Die Gleitschicht befindet sich, wie in 5 ersichtlich ist, in einem Bereich des Sekundärteils, welcher zum Austritt und oder Eintritt magnetischer Felder vorgesehen ist. Der Gleitbereich 38 ist abhängig von der Position eines nicht dargestellten Primärteils auch der Kontaktbereich zwischen Primärteil und Sekundärteil.
-
Die Darstellung gemäß 6 zeigt einen Linearmotor, welcher ein Primärteil 22 und ein Sekundärteil 11 aufweist. Das Primärteil 22 weist elektrische Anschlüsse 40 für Wicklungen des Primärteils 22 auf, wobei die Wicklungen in 6 nicht dargestellt sind. Das Primärteil weist weiterhin Überstände 42 und 43 auf. Die Überstände greifen über ein Sekundärteil 11. Das Sekundärteil 11 weist neben Permanentmagneten 36 ein Gleitschicht 27 auf. Die Gleitschicht 27 befindet sich dabei nicht nur im magnetisch aktiven Bereich zwischen Primärteil und Sekundärteil, sondern auch in einem Seitenbereich des Sekundärteils, welcher an die Überstände 42 und 43 angrenzt.
-
Durch die Anordnung gemäß der 6 ist eine gezielte Führung des Primärteils 22 auf dem Sekundärteil 11 möglich.
-
Die Darstellung gemäß 7 zeigt Feldverläufe 45 zwischen einem Primärteil 21 und einem Sekundärteil 10. Das Primärteil 10 weist eine Gleitschicht 26 auf, wobei das Primärteil 23 direkt auf der Gleitschicht 26 des Sekundärteils 10 aufliegt. Die Darstellung gemäß 7 zeigt auch Nuten 47, welcher zur Aufnahme von Wicklungen, welche nicht dargestellt sind, dienen.
-
Die Darstellung gemäß 8 zeigt eine elektrische Maschine, welche ein Linearmotor 7 ist, welche vier Primärteile 52, 53, 54 und 55 aufweist. Die Primärteile 52, 53, 54 und 55 sind an einem quadratischen Rahmen 70 befestigt. Die Primärteile 52–55 sind derart positioniert, dass diese zu einem gemeinsamen Sekundärteil 12 ausgerichtet sind. Die Primärteile weisen Gleitschichten 64 und 65 auf. Diese Gleitschichten 64 und 65 sind jedoch von unterschiedlicher Dicke. Die Gleitschicht 64, welche an den Primärteilen 54 und 55 angebracht ist, ist eine dünnere Gleitschicht als die Gleitschicht 65, welche an dem Primärteilen 52 und 53 angebracht ist. Durch die Verwendung der dünneren Gleitschicht 64 ergibt sich eine höhere Anziehungskraft des Sekundärteils 12 zu den Primärteilen 54 und 55. Diese höhere Anziehungskraft ist durch einen Pfeil 68 der die resultierende Anziehungskraft darstellt, angedeutet.
-
Durch diesen Aufbau des Linearmotors 7 ergibt sich ein eigengelagerter Linearmotor in einer umgreifenden Ausführung. Die umgreifende Ausführung ergibt sich daraus, dass die vier Primärteile 52 bis 55 das Sekundärteil 12 umgreifen. Die Eigenlagerung ergibt sich wiederum aus der Tatsache, dass durch die unterschiedlichen Gleitschichten unterschiedliche Anziehungskräfte zwischen dem Primärteil 52 bis 55 und dem Sekundärteil 12 wirken und das Sekundärteil 12 demnach eine Vorzugsposition bezüglich zweier Primärteile, nämlich der Primärteils 54 und 55 einnimmt. Da das Sekundärteil 12 Abdeckungen 62 aufweist gleiten die Primärteile 52 bis 55 auf den Abdeckungen des Sekundärteils 12.
-
Die Darstellung gemäß 9 zeigt den Linearmotor gemäß 8 in einer perspektivischen Darstellung, wobei insbesondere hierbei durch einen Doppelpfeil 50 die möglichen Bewegungsrichtungen des Sekundärteils 12 oder der Primärteile 52 bis 55 dargestellt sind. Bezüglich der Bewegungsrichtung 50 ist also anzumerken, dass der Linearmotor gemäß 8 und 9 derart ausbildbar ist, dass sich entweder die Primärteile bezüglich des Sekundärteils bewegen, wobei das Sekundärteil 12 feststeht, oder dass das Sekundärteil 12 sich bezüglich der Primärteile 52 bis 55 bewegt, wobei die Primärteile 52 bis 55 feststehen.
-
Die 10 zeigt einen Linearmotor 8, welcher zwei Primärteile 56 und 57 aufweist. Die Primärteile 56 und 57 sind an einen Rahmen 73 befestigt. Zwischen den Primärteilen 56 und 57 befindet sich ein Sekundärteil 13. Das Sekundärteil 13 weist eine Magnetabdeckung 62 auf. Die Magnetabdeckung befindet sich sowohl auf der dem Primärteil 56 zugewandten Seite wie auch auf der dem Primärteil 57 zugewandten Seite des Sekundärteils 13. Das Primärteil 56 weist eine dünne Gleitschicht 64 auf. Das Primärteil 57 weist eine dickere Gleitschicht 66 auf. Durch die unterschiedliche Dicke der Gleitschichten 64 und 66 resultiert eine Anziehungskraft 86 des Sekundärteils 13 zum Primärteil 56. Hieraus ergibt sich, wie bei einem Linearmotor gemäß 8 und 9 wiederum eine Eigenlagerung des Linearmotors, wobei gemäß 10 der Linearmotor ein Doppelkammlinearmotor ist.
-
Die Darstellung gemäß 11 zeigt den Linearmotor 8 gemäß 10 in einer perspektivischen Darstellung. Bei der perspektivischen Darstellung ist besonders deutlich ersichtlich, dass das Primärteil 56 bzw. 57 auf dem Sekundärteil 13 gleitet, wobei die Gleitschichten 64 und 66 auf der Magnetabdeckung 62 des Sekundärteils 13 anliegen. Bezüglich der Bewegungsrichtung 50 ist wiederum anzumerken, dass entweder das Primärteil bewegbar ist, wobei dabei das Sekundärteil ortsfest ist oder dass die Primärteile 56 und 57 in ihrem Rahmen 73 ortsfest sind und das Sekundärteil 13 die Bewegungsrichtungen 50 auszuführen vermag.