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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vereinzeln eines vorzugsweise beschreibbaren scheibenförmigen Datenträgers, vorzugsweise als CD oder DVD ausgebildeten Datenträgers von einem Datenträger-Stapel.
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Es ist bekannt, mit einem Mittenloch versehene Datenträger auf Stapelachsen aufzunehmen.
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DE 198 08 690 C2 sieht eine Stapelachse in Form einer Spindel vor, wobei der jeweils oberste Datenträger durch einen Saugheber entnommen und transportiert wird.
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DE 101 12 410 A1 sieht eine Stapelachse mit einer auf einer Gewindespindel vertikal verfahrbaren Stapelmutter vor, die den untersten Datenträger des Stapels abstützt und mit deren Hilfe der oberste Datenträger des Stapels in eine solche Position gebracht wird, daß eine mit Greiferarmen ausgebildete Greifvorrichtung in das Mittenloch des Datenträgers zur Entnahme des Datenträgers eingreifen kann.
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CH 351 416 A bezieht sich auf eine Stapelachse für Plattenwechsler mit primären und sekundären Stützorganen, von denen die sekundären Stützorgane zeitweilig den Plattenstapel mit Ausnahme der untersten Platte festhalten können.
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In der
US 5 464 117 A ist ein Spender für scheibenförmige Membranen, die zu wissenschaftlichen Zwecken bestimmt sind und keimfrei sein müssen, beschrieben. Die Membranen sind in einer rohrförmigen Vorratskammer abgelegt, die auf einem Grundkörper angeordnet ist, der von einem Gleitelement durchgriffen ist. Das Gleitelement ist parallel zu der Oberseite des Grundkörpers verschiebbar angeordnet. Das Gleitelement weist eine Ausnehmung auf, in der die unterste Membrane des Stapels abgelegt ist, wenn das Gleitelement in einer Füllposition ist. In der Füllposition korrespondiert die Ausnehmung des Gleitelements mit einer unteren Öffnung der Vorratskammer. Das Gleitelement wird durch teilweises Herausziehen aus dem Grundkörper in eine Entnahmeposition gebracht, in der die Membran entnehmbar ist.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Vereinzeln eines scheibenförmigen Datenträgers zu schaffen, die funktionssicher und kostengünstig zu fertigen ist.
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Diese Aufgabe wird mit dem Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst.
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Durch die Ablage und Entnahme des untersten Datenträgers eines Datenträger-Stapels mit Hilfe einer bewegbaren Schublade mit Vereinzelungstasche wird ein besonders einfacher, robuster und störungssicherer Aufbau erzielt. Es ist dabei nicht notwendig, den Datenträger-Stapel nach Entnahme aus seiner Transportverpackung in einer Zwischenvorrichtung, beispielsweise einer Stapelachse, aufzunehmen oder sonstwie zu manipulieren. Zur Stabilisierung des auf der Schublade abgelegten Datenträger-Stapels kann eine einfache Randbegrenzung vorgesehen sein, beispielsweise aus drei um 120° versetzt angeordneten Rundstäben, die einen leicht zugänglichen offenen Käfig für den abgelegten Datenträger-Stapel bilden können. Es kann also vorgesehen sein, eine beispielsweise 50 Datenträger umfassende Vorratspackung mit gleichsam einem Handgriff zu leeren und die 50 Datenträger als Datenträger-Stapel auf der Schublade abzulegen.
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Die Vorrichtung kann eine Baugruppe eines Automaten sein, der scheibenförmige Datenträger für eine Wiedergabe oder für eine Bearbeitung in geordneter Reihenfolge zur Verfügung stellt. Die Reihenfolge der Datenträger ist dabei durch die Lagezuordnung im Datenträger-Stapel vorgegeben. Es kann sich aber auch um einen separaten Datenträger-Spender handeln, der Datenträger zur manuellen Entnahme bereitstellt.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen bezeichnet.
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Es kann vorzugsweise vorgesehen sein, daß es sich bei dem Datenträger um einen beschreibbaren Datenträger handelt. Solche beschreibbaren Datenträger gewinnen zunehmend an Bedeutung, um auf den individuellen Bedarf zugeschnittene und zur Wiedergabe von Audiodaten und/oder Bilddaten und/oder Videodaten und/oder Programmdaten geeignete Datenträger bereitzustellen. Die Daten können elektronisch gespeichert als im Internet verfügbare Online-Daten oder in einem Computer vor Ort verfügbare Offline-Daten vorliegen. Die Vorrichtung ist dabei nicht auf Datenträger vom Typ der CD oder DVD beschränkt. Es kann sich beispielsweise auch um magnetooptische Datenträger o. ä. handeln, sofern es sich dabei um scheibenförmige Datenträger handelt. Es kann sich dabei auch um einen wiederbeschreibbaren Datenträger handeln. Vorzugsweise kann vorgesehen sein, daß es sich um einen leeren Datenträger handelt, d. h. um einen Datenträger, der keine Daten aufweist. Es kann sich jedoch auch um einen beschreibbaren oder wiederbeschreibbaren Datenträger handeln, der bereits Daten enthält, jedoch noch weiteren leeren Speicherplatz aufweist.
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Es ist weiter vorgesehen, daß die Tiefe der Vereinzelungstasche der mittleren Dicke eines Datenträgers gleich ist. Die mittlere Dicke des Datenträgers ist den einschläglichen Normen und/oder den Herstellerangaben zu entnehmen. Sie beträgt derzeit 1,2 mm. Es kann auch vorgesehen sein, die Tiefe der Vereinzelungstasche um etwa 10% größer als die mittlere Dicke des Datenträgers auszubilden.
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Es kann vorgesehen sein, daß die Schublade mit einem ersten Servomotor zusammenwirkt. Servomotoren sind Massenprodukte, die in den vielfältigsten Abmessungen und Leistungen zur Verfügung stehen. Auf die möglichen Ausbildungen der Servomotoren wird weiter unten eingegangen.
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Weitere Ausgestaltungen sind auf die Art des zwischen dem Antriebsmotor und der Schublade angeordneten Getriebes gerichtet.
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Es kann vorgesehen sein, daß an der Schublade eine Zahnstange angeordnet ist, die mit einem mit dem Abtrieb des ersten Servomotors drehstarr verbundenen Ritzel in Eingriff steht.
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Es kann weiter vorgesehen sein, daß die Schublade mittels eines Dreh-Schub-Getriebes von der Befüllposition in die Ausgabeposition verfahrbar ist.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Schublade eine senkrecht zur Verfahrrichtung der Schublade angeordnete schlitzförmige Ausnehmung aufweist, in die eine Kurbel eingreift, die mit der Abtriebswelle des ersten Servomotors drehstarr verbunden ist. Es ist also ein Schubkurbelgetriebe vorgesehen, um die Drehbewegung des Servomotors in eine Schubbewegung der Schublade zu wandeln.
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Es kann aber auch vorgesehen sein, daß die Schublade eine Gewindebohrung aufweist, die mit einer mit dem Abtrieb des ersten Servomotors drehstarr verbundene Schraubenspindel in Eingriff steht. Ein solches Schraubgetriebe kann mit einem vergleichsweise leistungsschwachen Servomotor verbunden sein, weil das Schraubgetriebe als Kraftverstärker wirken kann, wobei der Kraftgewinn durch die Steigung der Schraubenspindel vorgegeben ist. Allerdings ist der Kraftgewinn mit der Erhöhung der zum Verfahren der Schublade notwendigen Umdrehungen des Servomotors verbunden. Dieser Nachteil fällt jedoch in Anbetracht des geringen Verfahrwegs der Schublade nicht ins Gewicht.
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Weiter kann vorgesehen sein, daß an der Schublade ein Zahnriemen angeordnet ist, die mit einem mit dem Abtrieb des ersten Servomotors drehstarr verbundenen Ritzel in Eingriff steht. Der verwendete elastische Zahnriemen überträgt zwischen dem Abtrieb des Servomotors und der Schublade keine Zwangskräfte, wodurch dieser Antrieb besonders unempfindlich gegen Toleranzen ist.
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Es kann vorgesehen sein, daß ein erster Lagesensor mit der Schublade zusammenwirkt, der ein erstes Statussignal ausgibt, wenn die Schublade in der Ausgabeposition ist; daß ein zweiter Lagesensor mit der Schublade zusammenwirkt, der ein zweites Statussignal ausgibt, wenn die Schublade in der Befüllposition ist; und daß der erste und/oder der zweite Sensor mit einer elektronischen Steuerung des ersten Servomotors zusammenwirken.
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In vorteilhaften Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, daß es sich bei dem ersten und/oder dem zweiten Lagesensor um einen elektrischen Mikroschalter oder um eine Lichtschranke oder um einen Reedkontakt handelt. Diese Aufzählung ist beispielhaft. Die Auswahl des geeigneten Sensors kann beispielsweise an den Kriterien „geringe Beschaffungs- und/oder Montagekosten” und „Zuverlässigkeit” orientiert sein.
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Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind auf die Ausbildung der mit der Datenseite des Datenträgers in Berührung stehenden Abschnitte der Schublade gerichtet.
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Es kann vorgesehen sein, daß die Oberseite der Schublade im Bereich außerhalb der Vereinzelungstasche mit einem Vlies belegt ist. Ein Vlies kann einen besonders effektiven Schutz vor dem Zerkratzen der zur Datenspeicherung bestimmten Datenträgerseite bieten.
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Es kann alternativ vorgesehen sein, daß in der Oberseite der Schublade im Bereich außerhalb der Vereinzelungstasche Rollen versenkt angeordnet sind, wobei die Rollenachsen senkrecht zur Verfahrrichtung der Schublade ausgerichtet sind.
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Weiter kann vorgesehen sein, daß die Rollenoberfläche 0,3 mm bis 0,6 mm über die Oberseite der Schublade hinausragt.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, daß die Rollen aus elastischem Material ausgebildet sind, beispielsweise aus Gummi oder dergleichen. Durch die elastische Ausbildung der Rollen werden insbesondere Lagetoleranzen abgefangen, so daß durch Lagetoleranzen mögliche Zwangskräfte von den Datenträger ferngehalten sind. Alternativ können federnd gelagerte unelastische Rollen vorgesehen sein.
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Es kann auch vorgesehen sein, daß der Boden der Vereinzelungstasche mit dem Vlies belegt ist. Es hat sich in zahlreichen Versuchen gezeigt, daß eine Oberfläche aus Metall oder Kunststoff trotz hoher Oberflächengüte Beschädigungen der Datenseite des Datenträgers hervorrufen kann, beispielsweise wenn sich durch Abrieb oder dergleichen Partikel auf der Metall- bzw. Kunststoffoberfläche ablagern. Dagegen schützt der Vliesbelag die Datenseite zuverlässig vor Beschädigung.
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Es kann weiter vorgesehen sein, daß die Vereinzelungstasche in ihrem vorderen Abschnitt eine Ausnehmung aufweist und/oder daß die Vereinzelungstasche zwei einander gegenüberliegende Ausnehmungen aufweist. Die Ausnehmungen können vorgesehen sein, um den in der Vereinzelungstasche bereitgestellten Datenträger manuell zu entnehmen. Die beiden einander gegenüberliegenden Ausnehmungen weisen den Vorteil auf, daß der Datenträger am Rand erfaßt werden kann, so daß die gegen Verschmutzung und/oder Beschädigung empfindliche Datenseite bei der Entnahme des Datenträgers nicht Hand- bzw. Fingerkontakt ausgesetzt ist.
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Es kann weiter vorgesehen sein, daß die Schublade in ihrem vorderen Abschnitt eine Nase mit einem vom Boden der Vereinzelungstasche hervorragenden Randabschnitt aufweist. Mit Hilfe des Randabschnitts kann ein Datenträger, der nicht aus der Vereinzelungstasche entnommen ist, beim Schließen der Schublade wieder in den Datenträger-Stapel zurückgelegt werden, und zwar als unterster Datenträger des Datenträger-Stapels. Die Höhe des vom Boden der Vereinzelungstasche aufragenden Randabschnitts kann vorzugsweise der Tiefe der Vereinzelungstasche gleich sein.
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Weiter kann vorgesehen sein, die Schublade mit einer Griffmulde auszubilden, um beispielsweise im Störungsfall das manuelle Öffnen und/oder Schließen der Schublade zu ermöglichen. Bei der Griffmulde kann es sich beispielsweise um die vorstehend beschriebene Ausnehmung im vorderen Abschnitt der Schublade handeln.
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Es kann auch vorgesehen sein, auf den Antrieb der Schublade mit dem ersten Servomotor zu verzichten, wenn die Vereinzelungsvorrichtung als autonome Einrichtung vorgesehen ist, welche die Datenträger zur manuellen Entnahme bereitstellt.
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Es können weitere Mittel vorgesehen sein, um die Schublade zu verriegeln bzw. zu entriegeln, wenn es sich um eine manuell betätigte Schublade handelt.
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Es kann vorgesehen sein, daß die Vereinzelungstasche ein zentrales Innenloch aufweist. Das zentrale Innenloch kann beispielsweise die manuelle Entnahme des selektierten Datenträgers erleichtern.
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Weiter kann vorgesehen sein, daß die Vereinzelungstasche in der Ausgabeposition der Schublade von einer Transportvorrichtung durchgreifbar ist. Die Transportvorrichtung kann insbesondere mit einem zentralen Loch des Datenträgers zusammenwirken.
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Es kann vorgesehen sein, daß die Transportvorrichtung als ein in vertikaler Richtung verfahrbarer Datenträger-Lift ausgebildet ist, der an seinem oberen Abschnitt eine Auflagefläche für einen selektierten Datenträger aufweist. Durch die Ausbildung der Transportvorrichtung nach dem Lift-Prinzip ist ein besonders einfacher und robuster Aufbau möglich.
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Weitere vorteilhafte Ausbildungen sind auf den Datenträger-Lift gerichtet. Der Datenträger-Lift transportiert den selektierten Datenträger zu den Bearbeitungsstationen und nach Abschluß der Bearbeitung zur Datenträgerausgabe. Wenn es sich um einen beschreibbaren Datenträger handelt, können Brenner und Drucker als Bearbeitungsstationen vorgesehen sein. Es kann sich beispielsweise um mehr als einen Brenner handeln, um den Datendurchsatz zu erhöhen oder Brenner für Spezialformate vorzuhalten oder die Datenträgerbeschriftung mittels Laserablation vorzunehmen. Desgleichen können mehrere Drucker vorgesehen sein.
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Auch für Wiedergabezwecke können mehrere gleiche oder ähnliche Komponenten vorgesehen sein, beispielsweise mehrere Wiedergabegeräte, um Unterbrechungen bei der Wiedergabe zu vermeiden.
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Die vorstehend genannten Komponten können dadurch von einem Datenträger-Lift befüllt und entleert werden, daß sie übereinander so angeordnet sind, daß die Aufnahmetaschen ihrer Schubladen vertikal fluchten.
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Zum Befüllen und Entleeren wirkt der Datenträger-Lift jeweils mit einer weiten unten beschriebenen Haltevorrichtung zusammen. Zum Befüllen einer Bearbeitungsstation wird der Datenträger-Lift durch das zentrale Innenloch bzw. den zentralen Innenschlitz der geöffneten Schublade der Bearbeitungsstation in seine obere Endlage verfahren, in der er das zentrale Innenloch des in der Haltevorrichtung befindlichen Datenträgers durchgreift, der nach dem Öffnen der Haltevorrichtung auf der ringförmigen Auflagefläche des Datenträger-Lifts zur Anlage kommt. Nunmehr wird der Datenträger-Lift nach unten verfahren, bis der Datenträger in der Aufnahmetasche der geöffneten Schublade abgelegt ist und der Datenträger-Lift die geöffnete Schublade nicht mehr durchdringt. Die Schublade wird geschlossen und nach Abschluß der Bearbeitung des Datenträgers wieder geöffnet, wonach der Datenträger-Lift den Datenträger nach oben verfährt und an die Haltevorrichtung übergibt. Der Datenträger-Lift verfährt sodann nach unten, bis er außer Eingriff mit der geöffneten Schublade ist, die nun geschlossen wird. Dieser vorstehend beschriebene Vorgang ist für das Füllen und Entleeren jeder Bearbeitungsstation vorgesehen sowie für die Übergabe eines fertiggestellten Datenträgers an die Ausgabevorrichtung.
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Es kann vorgesehen sein, daß der Datenträger-Lift an seinem unteren Abschnitt mit einem Schubkurbelgetriebe in Verbindung steht.
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Weiter kann vorgesehen sein, daß das Schubkurbelgetriebe einen drehbar angetriebenen Kurbelarm mit daran gelenkig gelagertem Schubglied aufweist, wobei das Schubglied in einer Linearführung verschiebbar gelagert ist.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, daß der Kurbelarm einen federnden gabelförmigen Abschnitt aufweist.
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Der federnde gabelförmige Abschnitt des Kurbelarmes kann beispielsweise aus Federstahl, Federbronze oder Kunststoff ausgebildet sein. Die federnde Ausbildung ist besonders vorteilhaft, um durch Toleranzen mögliche belastende Rückwirkungen auf den Antrieb des Schubkurbelgetriebes zu vermeiden.
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Es kann weiter vorgesehen sein, daß der Datenträger-Lift an seinem unteren Abschnitt als Schubglied ausgebildet ist, das mit dem Kurbelarm gelenkig verbunden ist.
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Vorteilhafterweise kann der untere Abschnitt des Datenträger-Lifts eine in achsialer Richtung verlaufende schlitzförmige Ausnehmung aufweisen, die senkrecht zur Achse des Datenträger-Liftes von einem Stift durchgriffen ist, der mit dem Kurbelarm in Eingriff steht.
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Es kann vorgesehen sein, daß der Kurbelarm mit der Abtriebswelle eines zweiten Servomotors drehstarr verbunden ist.
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Der Linearantrieb des Datenträger-Lifts ist jedoch nicht auf die Verwendung des Schubkurbelgetriebes beschränkt. Es kann sich beispielsweise auch um einen Schraubenspindelantrieb oder einen anderen der weiter oben beschriebenen Antriebe handeln, wie sie für den Antrieb der Schublade vorgesehen sind.
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In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Haltevorrichtung einen ersten Greiferarm und einen zweiten Greiferarm aufweist, die einander gegenüberstehen und um eine waagerechte Achse schwenkbar angeordnet sind, wobei die Greiferarme an ihrem oberen Endabschnitt jeweils eine Greiferbacke aufweisen.
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Es kann vorgesehen sein, daß die Greiferarme mit einem dritten Servomotor zusammenwirken.
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Vorteilhafterweise können die Greiferarme jeweils mit einer Koppelstange mit den Endabschnitten eines Schwenkarms verbunden sein, der zentrisch auf der Abtriebswelle des dritten Servomotors angeordnet ist.
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Es kann vorgesehen sein, daß die Greiferbacken des ersten bzw. des zweiten Greiferarms im Eingriff mit einer vom Datenträger-Stapel selektierten und durch die Transportvorrichtung in eine Position oberhalb der Schublade verfahrenen Datenträgers stehen, wenn die Haltevorrichtung geschlossen ist.
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Weiter kann vorgesehen sein, daß die Greiferarme jeweils mit einer am Gestell abgestütztes Zugfeder in Eingriff sind. Auf diese Weise wird die von den Greiferarmen auf den Datenträger ausgeübte Haltekraft durch die beiden Zugfedern aufgebracht, die bei symmetrische Ausbildung zugleich den Datenträger zentrieren, so daß der Datenträger-Lift unter allen Umständen das zentrale Innenloch des Datenträgers durchdringen kann.
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Es kann weiter vorgesehen sein, daß einer der beiden Greiferarme mit einem Lagesensor zusammenwirkt.
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Der Lagesensor kann als ein elektrischer Kontakt, insbesondere als ein Mikrotaster oder dergleichen ausgebildet sein, der betätigt ist, wenn die Haltevorrichtung geschlossen ist und von den beiden Greiferbacken kein Datenträger gehalten ist. Das von dem Lagesensor abgegebene Signal kann mit der Ablaufsteuerung der Schublade verknüpft sein, so daß beispielsweise signalisiert ist, wenn die Schublade keinen Datenträger enthält, weil der Datenträger-Stapel verbraucht ist.
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Insbesondere wenn keine vorstehend beschriebene Haltevorrichtung vorgesehen ist, die mit der Transportvorrichtung zusammenwirkt, kann vorgesehen sein, daß ein Füllstandssensor mit dem Datenträger-Stapel zusammenwirkt, der ein Signal abgibt, wenn ein vorgegebener unterer Grenzwert für den Füllstand des Datenträger-Stapels unterschritten ist.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, daß es sich bei dem Füllstandssensor um einen elektrischen Mikroschalter handelt, der mit der Mantelfläche eines von einem federbelasteten Schaltstift zentrisch durchgriffenen Schaltzylinders zusammenwirkt, wenn der Schaltstift eine vordere Position einnimmt, und der mit der Mantelfläche des Schaltzylinders nicht zusammenwirkt, wenn der Schaltstift eine hintere Position einnimmt, wobei vorgesehen ist, daß der Schaltstift in der Ausgabeposition der Schublade durch mindestens einen der im Datenträger-Stapel befindlichen Datenträger aus der vorderen Position in die hintere Position gebracht ist, wenn der vorgegebene untere Grenzwert für den Füllstand des Datenträger-Stapels noch nicht unterschritten ist.
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Die vorstehend benannten Servomotoren können als winkelgenau steuerbare Motoren für einen begrenzten Drehbereich, beispielsweise 90° oder 120° ausgeführt sein. Die Servomotoren können jedoch erforderlichenfalls auch als winkelgenau steuerbare umlaufende Motoren für Drehwinkel > 360° ausgebildet sein, oder es kann vorgesehen sein, anstelle umlaufender Servomotoren nicht winkelgenau steuerbare herkömmliche Elektromotoren zu verwenden. Es kann also vorgesehen sein, auf die Steuerbarkeit des Drehwinkels zu verzichten, wenn sie funktionell nicht zwingend ist oder wenn Sensoren, wie beispielsweise Grenzlagenschalter oder andere Elemente vorgesehen sind, um den Drehwinkel zu signalisieren und/oder zu begrenzen.
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Es ist auch möglich, für den Servomotor einen Linearmotor vorzusehen, der als Direktantrieb für die Schublade einsetzbar ist. Es kann sich dabei auch um einen Zugankermagnet handeln, der mit einer Rückstellfeder zusammenwirkt oder um zwei gegensinnig wirkende und abwechselnd betätigte Zugankermagnete.
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Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen näher erläutert.
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Es zeigen
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1 eine perspektivische Darstellung einer Zentralmechanik eines CD/DVD-Automaten mit einem ersten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vereinzelungsvorrichtung;
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2 eine perspektivische Darstellung der Vereinzelungsvorrichtung in 1 mit geöffneter Schublade;
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3 eine Draufsicht der Vorrichtung in 2;
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4 eine schematische Darstellung der Baugruppe Haltevorrichtung der Zentralmechanik in 1;
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5a eine perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vereinzelungsvorrichtung mit geöffneter Schublade und aufgelegtem Datenträger-Stapel;
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5b die Vereinzelungsvorrichtung in 5a ohne aufgelegten Datenträger-Stapel;
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5c die Vereinzelungsvorrichtung in 5a mit geschlossener Schublade;
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6 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Schublade.
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1 zeigt eine Zentralmechanik 1 eines CD/DVD-Brennautomaten mit einer Vereinzelungsvorrichtung 2, die zur Zuführung und Entnahme von digitalen scheibenförmigen Datenträgern, wie CD oder DVD, von einem Datenträger-Stapel 5 zu bzw. aus einem CD/DVD-Brenner 3 bestimmt ist. Der Brenner 3 weist eine Brennerschublade 3s zur Aufnahme eines zu brennenden Datenträgers auf.
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Die Zentralmechanik 1 weist weiter eine Haltevorrichtung 7 auf, die mit zwei Greiferarmen 7a ausgebildet ist, welche an ihren Endabschnitten Greiferbacken 7b zur Fixierung eines von dem Datenträger-Stapel 5 selektierten Datenträgers 5s aufweisen. Die Haltevorrichtung 7 wirkt mit einem Datenträger-Lift 8 zusammen.
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Der obere Endabschnitt des Datenträger-Lifts 8 weist einen ringförmigen Vorsprung 8v auf, auf dem ein kegelförmiger Führungsdorn 8f ausgebildet ist, der das zentrale Innenloch eines auf dem Datenträger-Lift 8 abgelegten und selektierten Datenträgers 5s durchgreift.
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Der untere Abschnitt des Datenträger-Lifts 8 ist in einer Lagerhülse 8h geführt und steht mit einem Schubkurbelgetriebe 8g in Verbindung, das von einem Servomotor 8s angetrieben ist. Das Schubkurbelgetriebe 8g weist einen drehbar angetriebenen Kurbelarm 8k mit gelenkig gelagertem Schubglied auf. Der Kurbelarm 8k ist mit einem federnden gabelförmigen Abschnitt ausgebildet, der in einer schlitzförmigen Ausnehmung des Datenträger-Liftes 8 gleitet. Die Ausnehmung ist von einem Stift durchgriffen, der mit dem gabelförmigen Abschnitt des Kurbelarms 8k in Verbindung steht.
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2 zeigt nun ein Ausführungsbeispiel der Vereinzelungsvorrichtung 2. Die Vereinzelungsvorrichtung 2 weist eine Schublade 4 auf, die zur Aufnahme eines aus dem Datenträger-Stapel 5 selektierten Datenträgers 5s bestimmt ist. Die Schublade 4 ist im wesentlichen plattenförmig ausgebildet und weist an ihrem vorderen Abschnitt eine kreisförmige Vereinzelungstasche 4v mit einem zentralen Innenloch 4z auf. Die lichte Tiefe der Vereinzelungstasche 4v ist gleich der mittleren Dicke eines Datenträgers, die im dargestellten Ausführungsbeispiel 1,2 mm beträgt. Es kann vorgesehen sein, die lichte Tiefe der Vereinzelungstasche 4v um 10% größer auszubilden als die mittlere Dicke des Datenträgers 5s, um Dickentoleranzen des Datenträgers 5s abzufangen. Der Innendurchmesser der Vereinzelungstasche entspricht unter Hinzufügung eines Spiels von etwa 0,5 mm dem Außendurchmesser des Datenträgers 5s.
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In der Oberseite der Schublade 4 sind im Bereich außerhalb der Vereinzelungstasche 4v Rollen 4r versenkt angeordnet, wobei die Rollenachsen senkrecht zur Verfahrrichtung der Schublade 4 ausgerichtet sind. Die Rollenoberfläche ragt in dem dargestellten Ausführungsbeispiel 0,3 mm bis 0,6 mm über die Oberseite der Schublade 4 hinaus, so daß die mechanisch empfindliche Oberfläche des selektierten Datenträgers 5s nicht mit der Oberfläche der Schublade 4 in Berührung kommt. Weil die Rollen 4r sich frei drehen können, wird die Oberfläche des Datenträgers 5s insbesondere vor Verkratzen geschützt. Die Rollen 4r sind aus elastischem Material ausgebildet, beispielsweise aus Gummi oder dergleichen. Es kann aber auch vorgesehen sein, die mit den Datenträgern in Kontakt stehende Oberfläche der Schublade 4 mit einem Vlies zu belegen.
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Die Schublade 4 weist, wie 3 zeigt, eine senkrecht zur Verfahrrichtung der Schublade angeordnete schlitzförmige Ausnehmung 4a auf, die mit der Abtriebswelle eines Servomotors 4m drehstarr verbunden ist. Die Kurbel 4k weist an ihrem der Abtriebswelle des Servomotors 4m abgewandten Ende einen Stift 4s auf, welcher mit der Ausnehmung 4a der Schublade 4 zusammenwirkt. Statt des Stiftes 4s kann auch eine Rolle vorgesehen sein, die in der besagten Ausnehmung rollt. An die Größe des Spiels zwischen dem Stift 4s und der schlitzförmigen Ausnehmung 4a sind keine besonderen Anforderungen gestellt. Das Spiel muß mindestens so groß sein, daß der Stift 4s ohne Zwang in der Ausnehmung 4a gleiten kann.
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Eine obere Deckplatte 2d der Vereinzelungsvorrichtung 2 weist eine kreisförmige Öffnung 20 auf, deren Innendurchmesser in etwa dem Außendurchmesser eines Datenträgers ist, wobei zwischen dem Außendurchmesser des Datenträgers und dem Innendurchmesser der Öffnung 20 ein Spiel von etwa 0,5 mm ausgebildet ist. Der Datenträger Stapel 5s durchgreift die Öffnung 20 in der Deckplatte 2d der Vereinzelungsvorrichtung 2 und liegt auf der Oberseite der Schublade 4 auf. Bei geöffneter Schublade 4, wie in den 1 und 2 dargestellt, ist infolge der Rollen 4r sichergestellt, daß zwischen dem untersten Datenträger des Datenträger-Stapels 5 und der Oberseite der Schublade 4 ein Luftspalt ausgebildet ist.
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Der Datenträger-Stapel 5 ist durch seitliche Begrenzungsstäbe 2b fixiert, die jeweils um 120° versetzt auf der Oberseite der Deckplatte 2d angeordnet sind. Auf diese Weise kann der Datenträger-Stapel 5 von oben in die Vereinzelungsvorrichtung 2 eingefüllt werden, wobei er durch die drei seitlichen Begrenzungsstäbe 2b ausgerichtet wird.
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Wenn der selektierte Datenträger 5s, wie weiter unten beschrieben, aus der Vereinzelungstasche 4v entnommen ist, kann die Schublade 4 wieder in die Vereinzelungsvorrichtung 2 eingefahren werden, indem der Servomotor 4m die Kurbel 4k verschwenkt. Die Kurbel 4k bildet zusammen mit der Schublade 4 ein Schubkurbelgetriebe, wobei in der einen Endlage des Schubkurbelgetriebes, d. h. in der Schließstellung der Schublade 4, die Vereinzelungstasche 4v mit der Öffnung 20 in der Deckplatte 2d fluchtet. Anstelle des Schubkurbelgetriebes kann auch ein Schraubenspindelgetriebe, Zahnstangengetriebe oder ein Zahnriementrieb oder dergleichen vorgesehen sein, um die Schubfade 4 ein- und auszufahren.
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Sobald die Schließstellung der Schublade 4 erreicht ist, fällt der unterste Datenträger des Datenträger-Stapels 5 in die Vereinzelungstasche 4v. Der unterste Datenträger kann allerdings in Abhängigkeit von der Höhe des Datenträger-Stapels 5 bereits vor der Schließstellung der Schublade 4 in eine Schieflage kommen und im unteren Kantenbereich Kontakt mit dem Boden der Vereinzelungstasche 4v haben. Deshalb kann vorgesehen sein, den Boden der Vereinzelungstasche 4v feingeschlichtet oder poliert auszuführen oder mit einer Gleitschicht zu versehen. Die Gleitschicht kann auch als Folie ausgebildet sein. Ein gut gleitfähiges Material ist beispielsweise Teflon oder Polyethylen. Vorzugsweise ist vorgesehen, den Boden der Vereinzelungstasche 4v mit einem Vlies zu belegen.
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Zur Entnahme des in der Vereinzelungstasche 4v der Schublade 4 abgelegten, selektierten Datenträgers 5s wird der Datenträger-Lift 8 nach oben verfahren, so daß der Führungsdorn 8f das Mittelloch des Datenträgers durchgreift und der Datenträger auf dem ringförmigen Vorsprung 8v zur Anlage kommt. Der Datenträger-Lift 8 hebt beim weiteren Verfahren den Datenträger aus der Vereinzelungstasche 4v heraus und bringt ihn in eine Position, in der ihn die Greiferbacken 7b der Greiferarme 7a der Haltevorrichtung 7 in seiner Position fixieren können. Sobald der Datenträger 5s fixiert ist, fährt der Datenträger-Lift 8 so weit hinunter, daß das zentrale Innenloch der Vereinzelungstasche freigegeben ist, wonach sodann die Schublade 4 geschlossen werden kann.
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Sodann wird die Brennerschublade 3s geöffnet und der Datenträger-Lift 8 fährt wieder nach oben, bis sein ringförmiger Vorsprung am Datenträger 5s zur Anlage kommt.
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Nun werden die Greiferarme 7a geöffnet und der Datenträger-Lift 8 wird mit dem aufliegenden Datenträger 5s nach unten verfahren. Der Datenträger 5s wird sodann auf der geöffneten Brennerschublade 3s abgelegt. Der Datenträger-Lift 8 wird nun soweit abgesenkt, daß er die Brennerschublade 3s nicht mehr durchgreift, so daß die Brennerschublade 3s geschlossen werden kann.
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Nach erfolgtem Brennen des Datenträgers 5s wird die Brennerschublade 3s wieder geöffnet und der Datenträger-Lift 8 bringt den Datenträger 5s wieder in die oben bezeichnete Position, in der die Greiferarme 7a, 7b den Datenträger 5s fixieren können.
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Danach wird der Datenträger-Lift 8 wieder soweit abgesenkt, daß er die Brennerschublade 3s nicht mehr durchgreift, wonach sodann die Brennerschublade 3s wieder geschlossen wird.
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Nunmehr wird der Datenträger-Lift 8 wieder in seine obere Endlage gebracht, die Greiferarme 7a werden geöffnet und der Datenträger-Lift 8 wird mit dem aufliegenden Datenträger 5s nach unten verfahren. Es kann vorgesehen sein, daß der Datenträger-Lift 8 den Datenträger 5s auf einer Ausgabeeinrichtung 9 ablegt, die beispielsweise als schiefe Ebene ausgebildet sein kann und die in einem Ausgabeschlitz oder einem Auffangbehälter des CD/DVD-Brennautomaten endet. Es kann auch vorgesehen sein, die Ausgabeeinrichtung 9 schwenkbar auszubilden, wobei beispielsweise die Ausgabeeinrichtung die fertiggestellten Datenträger in einen Auffangbehälter für defekte Datenträger oder in den Auffangbehälter des CD/DVD-Brennautomaten leiten kann.
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Die Vereinzelungsvorrichtung 2 wirkt mit der Haltevorrichtung 7 zusammen, die aus den weiter oben benannten als Schwenkhebel ausgebildeten Greiferarmen 7a und einem von einem Servomotor 7s angetriebenen Koppelgetriebe 7g gebildet ist.
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Die beiden Greiferarme 7a wirken mit dem Koppelgetriebe 7g so zusammen, daß sie synchron um gleiche Winkelbeträge verschwenkt werden können. Es sind Koppelstangen 7k vorgesehen, welche zwischen den Greiferarmen 7a und einem als doppelseitiger Hebel ausgebildeten Schwenkarm angeordnet sind, der zentrisch mit dem Abtrieb des Servomotors 7s verbunden ist. Die Koppelstangen 7k sind an den Greiferarmen 7a jeweils in Schub-Dreh-Lagern gelagert und sind durch eine Abwinkelung am Herausgleiten aus dem Schub-Dreh-Lager gehindert. Die Greiferarme 7a werden durch Federn 7f gegen den zwischen den Greiferbacken 7b positionierten Datenträger 5s gezogen. Es ist also nicht erforderlich, die Endlage des Servomotors 7s durch Endlagenschalter festzustellen oder durch konstruktive Maßnahmen zu begrenzen. Wenn der Servomotor 7s über die zum Fixieren des Datenträgers 5s erforderliche Endlage hinausfährt, gleiten die Koppelstangen 7k ohne Widerstand im Schub-Dreh-Lager über die Endlage hinaus. Bei dem Schub-Dreh-Lager kann es sich um ein Loch im Greiferarm handeln, das von der Koppelstange 7k mit Spiel durchgriffen ist. Beim Öffnen der Greiferarme 7a ist die Abwinkelung an der Koppelstange mit dem Greiferarm in Eingriff und schwenkt den Greiferarm 7a gegen die Federkraft der Zugfeder 7f in die Offenstellung. Weil die beiden Greiferarme 7a federbelastet sind, wird der zwischen ihnen gehaltene Datenträger 5s zentriert, sofern die beiden Zugfedern 7f mit gleicher Federcharakteristik ausgebildet sind und an gleich langen Hebelarmen angreifen.
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Die 5a bis 5c zeigen nun ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vereinzelungseinrichtung. Eine Vereinzelungsvorrichtung 52 ist als eine Baugruppe ausgeführt, die in ein Gehäuse einbaubar ist. Bei dem Gehäuse kann es sich um einen CD/DVD-Spender handeln, der zur manuellen Entnahme eines Datenträgers bestimmt ist oder um ein Gehäuse einer Service-Station zum Brennen und/oder Beschriften beschreibbarer Datenträger. Die Servicestation weist wenigstens einen CD/DVD-Spender zur manuellen Entnahme des Datenträgers auf sowie wenigstens einen CD/DVD-Brenner mit manueller Eingabe und Entnahme des von dem CD/DVD-Spender bereitgestellten Datenträgers.
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5a zeigt die Vereinzelungsvorrichtung 52 mit geöffneter Schublade 54 und dem Datenträger-Stapel 5. Die Schublade 54 befindet sich in der Ausgabeposition. Die Schublade 54 ist im wesentlichen wie die weiter oben beschriebene Schublade 4 ausgebildet. Die Schublade 54 ist im wesentlichen plattenförmig ausgebildet und weist an ihrem vorderen Abschnitt eine Vereinzelungstasche 54v auf. In der Vereinzelungstasche 54v ist der aus dem Datenträger-Stapel 5 selektierte Datenträger 5s abgelegt. Die Vereinzelungstasche 54v ist in ihrem vorderen Abschnitt mit einer Ausnehmung 54va ausgebildet. Die Ausnehmung 54va ist als Griffmulde zur manuellen Entnahme des selektierten Datenträgers 5s aus der Vereinzelungstasche 54v bestimmt. Weil bei dieser Anordnung der Ausnehmung ein oder mehrere Finger eines Benutzers mit der Datenseite des selektierten Datenträgers 5s in Berührung kommen, kann vorgesehen sein, die Vereinzelungstasche 54v mit zwei seitlich einander gegenüberliegenden Ausnehmungen auszubilden. Der Benutzer kann nun den selektierten Datenträger am Rand ergreifen, ohne die Datenseite des selektierten Datenträgers 5s berühren zu müssen. Die lichte Tiefe der Vereinzelungstasche 54v ist gleich der mittleren Dicke des Datenträgers, die im dargestellten Ausführungsbeispiel 1,2 mm beträgt. Es kann vorgesehen sein, die lichte Tiefe der Vereinzelungstasche 54v um 10% größer auszubilden als die mittlere Dicke des Datenträgers 5s, um Dickentoleranzen des Datenträgers 5s abzufangen. Der Innendurchmesser der Vereinzelungstasche 54v entspricht unter Hinzufügung eines Spiels von etwa 0,5 mm dem Außendurchmesser des Datenträgers 5s.
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Auf der Oberseite der Schublade 54 ist im Bereich außerhalb der Vereinzelungstasche 54v ein Vlies 54r aufgebracht, so daß die empfindliche Oberfläche der Datenseite des Datenträgers vor Verkratzung und ähnlichen mechanischen Beschädigungen geschützt ist. Das für diesen Anwendungszweck geeignete Vliesmaterial ist anhand von Versuchen aus handelsüblichem Vliesmaterial ausgewählt worden.
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6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Schublade. Eine Schublade 64 ist mit einer Vereinzelungstasche 64v ausgebildet, die wie weiter oben beschrieben, zwei seitlich gegenüberliegende Ausnehmungen 64va aufweist. Dadurch kann ein in der Vereinzelungstasche 64v abgelegter Datenträger seitlich am Rand ergriffen werden. Der Rand der Vereinzelungstasche 64v ist in dem an die seitlichen Ausnehmungen 64va anschließenden vorderen Bereich der Vereinzelungstasche bis auf eine Nase 64n entfernt. Die Nase weist an ihrer Außenkante einen rechtwinklig vom Boden der Vereinzelungstasche 64v nach oben erstreckten Randabschnitt auf, dessen Höhe der Tiefe der Vereinzelungstasche 64v gleich ist. Sofern ein in der Vereinzelungstasche 64v abgelegter Datenträger nicht entnommen ist, gelangt der Rand des Datenträgers beim Schließen der Schublade 64 in Kontakt mit dem Randabschnitt der Nase 64n, und der Datenträger wird im weiteren als unterster Datenträger in den Datenträgerstapel zurückgelegt.
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Wie 5b weiter zeigt, weist die Schublade 54 an ihrer Unterseite eine versenkt angeordnete Zahnstange 57s auf, die mittels einer Schraubverbindung 54s mit dem Boden der Schublade 54 verbunden ist und deren Verzahnung nach oben weist. Die Schraubverbindung ist in diesem Ausführungsbeispiel im Mittelpunkt der Vereinzelungstasche 54v angeordnet. Anstatt der wieder lösbaren Schraubverbindung 54s kann auch eine unlösbare Verbindung zwischen der Zahnstange 57s und der Schublade 54 vorgesehen sein, beispielsweise eine Nietverbindung oder eine Klebeverbindung.
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Die Zahnstange 57s ist mit einem Zahnrad 57z in Eingriff, das mit dem Abtrieb eines elektrischen Motors 57m drehstarr verbunden ist. Die Zahnstange 57s bildet mit dem Zahnrad 57z ein Zahnstangengetriebe. Da es sich bei dem Zahnstangengetriebe um ein nicht selbstsperrendes Getriebe handelt, kann die Schublade 54 bei Ausfall des Motors 57m oder bei Stromausfall auch von Hand in die Befüllposition gebracht werden.
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Bei dem elektrischen Motor 57m kann es sich um einen Kleinmotor mit Permanentmagnet handeln.
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Eine obere Deckplatte 52d der Vereinzelungsvorrichtung 52 weist eine kreisförmige Öffnung 52o auf, deren Innendurchmesser etwa dem Außendurchmesser eines Datenträgers gleich ist, wobei zwischen dem Außendurchmesser des Datenträgers und dem Innendurchmesser der Öffnung 52o ein Spiel von etwa 0,5 mm ausgebildet ist. Der Datenträger-Stapel 5s durchgreift die Öffnung 52o in der Deckplatte 52d der Vereinzelungsvorrichtung 52 und liegt auf der Oberseite der Schublade 54 auf. Bei geöffneter Schublade 54 (siehe 5a und 5b), ist durch das Vlies 54r sichergestellt, daß die Schublade unter dem Datenträger-Stapel 5 entlanggleiten kann, ohne die empfindliche Datenseite des untersten Datenträgers des Datenträger-Stapels 5 zu beschädigen.
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Der Datenträger-Stapel 5 ist durch drei seitliche Begrenzungsstäbe 52b fixiert, die jeweils um 120° versetzt auf der Oberseite der Deckplatte 52d angeordnet sind. Der Datenträger-Stapel 5 kann von oben in die Vereinzelungsvorrichtung 52 eingefüllt werden, wobei er durch die drei seitlichen Begrenzungsstäbe 52b ausgerichtet, d. h. zur Öffnung 52o in der Deckplatte 52d zentriert wird.
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Wenn der selektierte Datenträger 5s aus der Vereinzelungstasche 54v entnommen ist, kann die Schublade 54 mittels Motor 57m und weiter oben beschriebenes Zahnstangengetriebe aus Zahnstange 57s und Zahnrad 57z wieder in die Vereinzelungsvorrichtung 52 eingefahren werden, bis die Schublade 54 die Befüllposition einnimmt. In der Befüllposition der Schublade 54 fluchtet die Vereinzelungstasche 54v mit der Öffnung 52o in der Deckplatte 52d.
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Sobald die Befüllposition der Schublade 54 erreicht ist, fällt der unterste Datenträger des Datenträger-Stapels 5 in die Vereinzelungstasche 54v. Der unterste Datenträger kann allerdings in Abhängigkeit von der Höhe des Datenträger-Stapels 5 bereits vor der Befüllposition der Schublade 54 in eine Schieflage kommen und Kontakt mit dem Boden der Vereinzelungstasche 54v haben. Deshalb ist auch der Boden der Vereinzelungstasche 54v mit dem Vlies 54r belegt.
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Bei der Steuerung des Motors 57m sind Lagesensoren vorgesehen, welche die Verfahrposition der Schublade 54 überwachen, insbesondere deren Endlagen überwachen.
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Zur Feststellung der Ausgabeposition der Schublade 54 ist in dem in 5a bis 5c dargestellten Ausführungsbeispiel als Lagesensor ein elektrischer Kontakt bzw. Schalter vorgesehen. 5c zeigt einen Mikroschalter 56a, der unterhalb der Schublade 54 im Randbereich der Schublade 54 angeordnet ist. Das rollenförmige Schaltglied des Mikroschalters 56a tastet einen der beiden seitlichen Randabschnitte der Schublade 54 ab. Jeder der beiden Randabschnitte ist aus einem mittleren geraden Abschnitt und einem kreisbogenförmigen vorderen und hinteren Abschnitt gebildet. Der mittlere gerade Abschnitt ist jeweils parallel zur Verfahrrichtung der Schublade 54 angeordnet. Das rollenförmige Schaltglied des Mikroschalters 56a ist im geraden Abschnitt des Randbereichs der Schublade 54 mit dem Boden der Schublade 54 im Eingriff und ist im hinteren kreisbogenförmigen Abschnitt des Randbereichs der Schublade 54 außer Eingriff. Der Mikroschalter 56a ist am Gestell der Vereinzelungsvorrichtung 52 so positioniert, daß sein Schaltglied im Eingriff ist, wenn die Schublade 54 die Befüllposition einnimmt, und außer Eingriff ist, wenn die Schublade 54 ihre Ausgabeposition einnimmt. Der Schaltzustand des Mikroschalters 56a gibt also Auskunft, ob die Schublade 54 die Befüllposition oder die Ausgabeposition einnimmt oder eine Position zwischen den beiden Endpositionen. Der Mikroschalter 56a kann beispielsweise geschlossen sein und dadurch ein Signal an eine in 5c nicht dargestellte elektronische Steuerungseinheit für den Motor 57m geben, welche so die Ausgabeposition der Schublade 54 feststellt und sodann den Stromkreis des Motors 57m unterbricht, so daß die Schublade 54 nicht weiter öffnet.
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Anstelle des Mikroschalters 56a können auch andere Sensoren vorgesehen sein, beispielsweise ein magnetbetätigter Reedkontakt oder eine Lichtschranke oder ein Hallsensor oder dergleichen, die ein von der Steuerungseinheit verwertbares Status-Signal abgeben.
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Die Schließstellung der Schublade 54 wird durch eine Lichtschranke 571 überwacht, die als Gabellichtschranke ausgebildet ist. Eine am hinteren Endabschnitt der Schublade 54 angeordnete lichtundurchlässige Schaltzunge 57ls zwischen die beiden Gabelarme der Lichtschranke 57l und unterbricht den Lichtstrahl zwischen den beiden Gabelarmen, sobald die Schublade 54 die Befüllposition einnimmt. Infolge dessen gibt die Lichtschranke 57l ein Status-Signal über die von der Schublade 54 eingenomme Befüllposition an die elektronische Steuerungseinheit des Motors 57m. Anstelle der Lichtschranke kann auch ein anderer Lagesensor vorgesehen sein, beispielsweise ein magnetbetätigter Reedkontakt oder ein elektrischer Mikroschalter oder ein Hallsensor oder dergleichen.
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Wie weiter oben beschrieben, ist in dem in 5a bis 5c beschriebenen Ausführungsbeispiel ein einfacher Kleinmotor mit Permanentmagnet vorgesehen. Es kann aber auch vorgesehen sein, daß es sich bei dem Motor 57m um einen Servomotor mit einem Drehwinkel > 360° handelt, dessen Drehlage beispielsweise durch von der Steuerungseinheit gesendete Impulse steuerbar ist, so daß die vorstehend beschriebenen Lagesensoren entbehrlich sein können.
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Weiter ist ein Füllstandssensor vorgesehen, um den Füllstand des Datenträger-Stapels 5 zu überwachen. Wie 5c zeigt, ist der Füllstandssensor aus einem Mikroschalter 56b ausgebildet, der mit einem von einem Schaltstifts 58 zentrisch durchgriffenen Schaltzylinder 58z zusammenwirkt. Der Mikroschalter 56b ist oberhalb der Schublade 54 auf einer die Schublade 54 U-förmig überdeckenden gestellfesten Montageplatte 57p angeordnet. Der Schaltstift 58 ist am hinteren Endabschnitt der Schublade 54 in zwei Gleitlagern parallel zur Verschiebeachse der Schublade 54 verschiebbar gelagert. Der Schaltstift 58 wird durch eine zwischen der hinteren Stirnfläche des Schaltzylinders 58z und der vorderen Stirnfläche des hinteren Gleitlagers angeordnete Schraubendruckfeder 58f nach vorn gegen die hintere Stirnfläche des vorderen Gleitlagers gedrückt und nimmt dabei seine vordere Position ein.
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Der Mikroschalter 56b ist auf der Montageplatte 57p angeordnet und durchgreift mit seinem Schaltglied eine Öffnung in der Montageplatte 57p. Der Mikroschalter 56b ist so positioniert, daß sein Schaltglied mit der Mantelfläche des scheibenförmigen Schaltzylinders 58s in Eingriff steht, wenn der Schaltstift 58 in seiner vorderen Position ist.
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Die vertikale und die horizontale vordere Position des Schaltstifts 58 sind so gewählt, daß der Schaltstift 58 in der Ausgabeposition der Schublade 54 durch mindestens einen der im Datenträger-Stapel 5 befindlichen Datenträger aus der vorderen Position in die hintere Position gedrückt wird, wenn der besagte untere Grenzwert der Anzahl der Datenträger noch nicht unterschritten ist. Es kann beispielsweise vorgesehen sein, daß der Schaltstift 58 von dem fünften von unten gezählten Datenträger des Datenträger-Stapels 5 in die hintere Position gedrückt wird, jedoch bei Bereitstellung des fünften Datenträgers in der Ausgabeposition der Schublade 54 über den vierten Datenträger hinweggleitet, dadurch die vordere Position beibehält und mit der Mantelfläche des Schaltzylinders 58z den Mikroschalter 56b betätigt. Der hier beispielhaft genannte fünfte Datenträger ist wie jeder andere Datenträger des Datenträger-Stapels 5 durch die drei Begrenzungsstäbe 52b in seiner horizontalen Position fixiert.
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Der Mikroschalter 56b kann mit einer Signalvorrichtung verbunden sein, welche einen Hinweis zum Auffüllen des Datenträger-Stapels 5 ausgibt, wenn der Füllstand des Datenträger-Stapels 5 einen vorgegebenen Grenzwert unterschritten hat. Bei der Signalvorrichtung kann es sich beispielsweise um ein an geeigneter Stelle an der Frontseite der Vereinzelungsvorrichtung 52 angebrachtes Signallämpchen handeln. Es kann aber auch vorgesehen sein, die für den Motor 57m vorgesehene Steuerungseinheit zur Auswertung der Schalterstellung des Mikroschalters 56b zu verwenden und ggf. für eine übergeordnete zentrale Steuerungseinheit aufzubereiten. Weiter kann eine optische und/oder akustische Signalgabe am Aufenthaltsort von Servicepersonal vorgesehen sein.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Zentralmechanik
- 2
- Vereinzelungsvorrichtung
- 2b
- Begrenzungsstab
- 2d
- Deckplatte
- 20
- Öffnung in der Deckplatte
- 3
- CD/DVD-Brenner
- 3s
- Brennerschublade
- 4
- Schublade
- 4a
- schlitzförmige Ausnehmung
- 4k
- Kurbel
- 4m
- Servomotor
- 4s
- Stift
- 4v
- Vereinzelungstasche
- 4z
- zentrales Innenloch
- 5
- Datenträger-Stapel
- 5s
- selektierter Datenträger
- 7
- Haltevorrichtung
- 7a
- Greiferarm
- 7b
- Greiferbacke
- 7h
- Schwenkarm
- 7k
- Koppelstange
- 7s
- Servomotor
- 8
- Datenträger-Lift
- 8f
- Führungsdorn
- 8g
- Schubkurbelgetriebe
- 8h
- Lagerhülse
- 8k
- Kurbelarm
- 8s
- Servomotor
- 8v
- ringförmiger Vorsprung
- 9
- Ausgabeeinrichtung
- 52
- Vereinzelungsvorrichtung
- 52b
- Begrenzungsstab
- 52d
- Deckplatte
- 52o
- Öffnung in der Deckplatte
- 54
- Schublade
- 54va
- Ausnehmung
- 54k
- Zahnstange
- 54r
- Vlies
- 54s
- Schraubverbindung
- 54v
- Vereinzelungstasche
- 56a
- Mikroschalter
- 56b
- Mikroschalter
- 57l
- Lichtschranke
- 57ls
- Schaltzunge
- 57m
- Motor
- 57p
- Montageplatte
- 57s
- Zahnstange
- 57z
- Zahnrad
- 58
- Schaltstift
- 58f
- Schraubendruckfeder
- 58z
- Schaltzylinder
- 64
- Schublade
- 64n
- Nase
- 64v
- Vereinzelungstasche
- 64va
- seitliche Ausnehmung