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DE102006013398A1 - Lenkrad für ein Kraftfahrzeug - Google Patents

Lenkrad für ein Kraftfahrzeug Download PDF

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DE102006013398A1
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Andreas Muigg
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Audi AG
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    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D1/00Steering controls, i.e. means for initiating a change of direction of the vehicle
    • B62D1/02Steering controls, i.e. means for initiating a change of direction of the vehicle vehicle-mounted
    • B62D1/04Hand wheels
    • B62D1/06Rims, e.g. with heating means; Rim covers

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Abstract

Lenkrad für ein Kraftfahrzeug, umfassend einen ringförmigen Lenkradkranz, wobei der Lenkradkranz (2), querschnittlich gesehen, ein im Wesentlichen ovales, mit der Längsachse (L) im Wesentlichen axial ausgerichtetes Profil mit einer an der inneren Seite im in Fahrtrichtung vorderen Bereich (8) vorgesehenen, als Fingerauflage dienenden, um den Lenkradkranz (2) umlaufenden Eintiefung (9) aufweist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Lenkrad für ein Kraftfahrzeug, umfassend einen ringförmigen Lenkradkranz.
  • Lenkräder weisen üblicherweise einen ringförmigen Lenkradkranz auf. Dieser besteht aus einem inneren, die Steifigkeit verleihenden Gerippe mit einer äußeren profilgebenden Umschäumung. Der Profilquerschnitt bekannter Lenkradkränze ist im Wesentlichen symmetrisch. Die Flächen sind üblicherweise nicht profiliert, bekannt sind lediglich an der Innenseite des Lenkradkranzes abwechselnd vorgesehene parallele Griffmulden, in die ein Finger gelegt werden kann. Eine Führung der Finger in Umfangsrichtung ist jedoch nicht gegeben, das heißt, der Griff des Fahrers an den Lenkradkranz erfolgt im Wesentlichen willkürlich. Dies führt häufig zu einer nicht ergonomischen Handhaltung, was wiederum mitunter zu einem häufigen Griffwechsel führt. Vom Fahrer wird dies insgesamt als unangenehm empfunden, und was infolge der nicht ergonomischen Handhaltung und der häufigen Griffwechsel auch sicherheitstechnisch nicht unbedenklich ist, als aus dieser Unbequemlichkeit resultierend gegebenenfalls die Aufmerksamkeit leidet oder zu spät reagiert wird oder der generelle Lenkradangriff ein sofortiges Reagieren gegebenenfalls nicht zulässt.
  • Der Erfindung liegt damit das Problem zugrunde, ein Lenkrad anzugeben, das zur Vermeidung etwaiger sicherheitsrelevanter Probleme aus einem vom Fahrer als unangenehm empfundenen, zu möglichen Sicherheitsrisiken führenden Lenkradangriff einen ergonomisch optimierten Lenkradangriff ermöglicht.
  • Zur Lösung dieses Problems ist bei einem Lenkrad der eingangs genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Lenkradkranz querschnittlich gesehen ein im Wesentlichen ovales, mit der Längsachse im Wesentlichen axial ausgerichtetes Profil mit einer an der inneren Seite im in Fahrtrichtung vorderen Bereich vorgesehenen, als Fingerauflage dienenden und um den Lenkradkranz umlaufenden Eintiefung aufweist.
  • Der erfindungsgemäße Lenkradkranz ist querschnittlich im Wesentlichen oval ausgeführt, bevorzugt weist er sogar eine Eiform auf, wobei sich der Abschnitt der größeren Profildicke im in Fahrtrichtung gesehen zum Fahrer weisenden Bereich des Lenkradkranzes befindet. Diese ovale oder eiförmige Ausführung entspricht weitestgehend der Griffergonomie, so dass sich für den Fahrer von Haus aus ein haptisch angenehmeres Greifen mit einem solchen Profil ermöglichen lässt. Besonders vorteilhaft weist der Lenkradkranz an einer inneren Seite eine im, gesehen in Fahrtrichtung, vorderen Bereich vorgesehene Eintiefung oder Abflachung auf, die als Fingerauflage dient, und die vom Fahrer haptisch über die Finger gespürt wird. Diese Eintiefung bietet also eine haptische Information für den Fahrer, dass die Finger im Wesentlichen korrekt liegen; mithin also die Griffhaltung im Wesentlichen ergonomisch optimal ist. Diese Eintiefung, die als entsprechend axial in ihrer Länge bemessene Ebene oder sogar Mulde ausgeführt ist, geht an ihrem in Fahrtrichtung gesehen hinteren Ende in eine Schulter über, von wo aus sich der Profildurchmesser wieder auf den regulären ovalen oder eiförmigen Profildurchmesser erweitert. Diese Schulter bildet quasi einen haptischen Anschlag für die Fingerkuppen, so dass sich der haptisch wahrnehmbare Informationsgehalt noch besser transportieren lässt. Dabei läuft die Eintiefung mit besonderem Vorteil um den gesamten Lenkradkranz um, abgesehen von den Abschnitten, in denen der Lenkradkranz in die wenigen, üblicherweise drei oder vier Lenkradspeichen übergeht. Ansonsten findet sich in allen Bereichen das erfindungsgemäße Kranzprofil wieder, was den besonderen Vorteil bietet, als der Fahrer in jeder Griffstellung die optimierte Griffhaltung einnehmen kann, da er in jeder Griffstellung eine haptische Information über eben diese optimale Griffstellung erhält. Die axialen und radialen Abmessungen des ovalen oder eiförmigen Profils sind zweckmäßigerweise über den gesamten Kranzumfang dieselben, es ergeben sich also keine Verdickungen oder dergleichen, so dass sich um den gesamten Lenkradkranz an jeder Stelle die gleichen Griffeigenschaften ergeben.
  • Natürlich ist die äußere Profilkontur stetig, weist also keine Ecken und Kanten auf, um für alle Handgrößen einen gewissen Spielraum zu lassen. Gleichwohl ergibt sich aber für annähernd alle Größen die gleiche Haptik und folglich die Möglichkeit, stets die ergonomisch weitgehend optimale Griffstellung einzunehmen. Ein dauerndes Umgreifen infolge einer unangenehmen Griffhaltung, verbunden mit einer Handermüdung, kann hierdurch sehr häufig vermieden werden, damit aber auch die daraus resultierenden Momente möglicher Unaufmerksamkeit, eines zu lockeren oder grundsätzlich falschen Griffs etc., so dass auch diese sicherheitsproblematischen Punkte mit einem erfindungsgemäßen Lenkrad weitgehend beseitigt werden können.
  • Ein weiterer besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Profilform, insbesondere der eiförmigen Profilausgestaltung liegt darin; dass das Profil grundsätzlich von seiner äußeren Dimension geräumiger ist, mithin also im Inneren mehr Platz bietet, so dass ein insbesondere hinsichtlich der Deformationseigenschaften im Falle eines Unfalls optimiertes Gerippe aus Metall oder Kunststoff oder dergleichen verwendet werden kann. Dieses ist, der Profilform der umgebenden Umschäumung entsprechend, ebenfalls in Fahrtrichtung gesehen länglich ausgeführt, das heißt, in dieser Richtung bestehen bezogen auf die Ausrichtung der Längsachse der ovalen oder Eiform mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Weiterhin kann der zur Verfügung stehende Baumraum vorteilhaft dazu genutzt werden, zusätzliche Aggregate wie eine Lenkradheizung oder Lenkradlüftung zu integrieren.
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus dem im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiel sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:
  • 1 eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Lenkrads in Form einer Prinzipdarstellung, und
  • 2 eine Schnittansicht durch das Lenkrad aus 1 in Richtung der Linie II-II.
  • 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Lenkrad 1, umfassend einen ringförmigen Lenkradkranz 2, der im gezeigten Beispiel über vier Speichen 3 mit einer mittigen Basis 4 verbunden ist. Abgesehen von den Bereichen, an denen die Speichen 3 mit dem Lenkradkranz 2 verbunden sind, können vier Ringabschnitte a, b, c und d unterschieden werden, die von der Geometrie des Querschnittprofils des Lenkradkranzes 2, worauf nachfolgend noch eingegangen wird, alle identisch ausgeführt sind.
  • Das Querschnittsprofil des Lenkrads 1 aus 1 ist in 2 gezeigt. Der Lenkradkranz weist ein in seiner Grundform im Wesentlichen ovales Profil auf. Er besteht aus einem Gerippe 5, das im Hinblick auf die grundsätzliche Profilform entsprechend optimiert ausgelegt ist. Das Gerippe 5 ist in eine Umschäumung 6 eingeschäumt, die das äußere Profil bildet. Ersichtlich erstreckt sich die Längsachse L des in 2 gezeigten Profils im Wesentlichen in Fahrtrichtung, die durch den Pfeil F dargestellt ist, die demgegenüber kürzere Querachse Q steht im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse L. Die Länge der Längsachse, mithin also die Länge des Ovals bzw. der Eiform, beträgt zwischen 35–40 mm, bevorzugt ca. 38 mm, während die Länge der Querachse zwischen 25–30 mm, bevorzugt ca. 28 mm, bemessen ist. Die entsprechenden Abmaße sind in 2 mit l und h angegeben.
  • Ersichtlich besitzt das Profil eine leichte Eiform, das heißt, im in 2 gesehenen rechten Bereich ist die Profilstärke, gesehen in Richtung der Querachse Q, etwas größer als im linken Bereich. Das heißt, bezogen auf die Angriffsfläche ist der Bereich, der in der Handfläche ruht, etwas dicker als der Bereich, der mit den Fingern umgriffen wird. Es ergibt sich also haptisch gesehen ein etwas fülligeres, angenehm in der Handfläche ruhendes ovales oder eiförmiges Profil.
  • Im bezogen auf die Fahrtrichtung vorderen Bereich 7 des Profils ergibt sich eine fliehende, stetig abfallende Kontur, die ergonomisch auf den Verlauf der anliegenden Finger abgestimmt ist.
  • Im unteren in Fahrtrichtung gesehen vorderen Bereich 8 ist eine Eintiefung 9 ausgebildet, die als Fingerauflage dient und im Wesentlichen ebenflächig bis zu einer Schulter 10 verläuft, wo sich der Profilquerschnitt wieder auf die maximale, profilformmäßig vorgegebene Dicke erweitert. An den Bereich der Schulter 10 schließt sich der hintere, in der Handfläche liegende und von der Profildicke her stärkste Bereich 11 des Lenkradkranzes 2 an. Im Bereich dieser Eintiefung 9 liegen bei festem Umgriff die vorderen Fingerglieder. Die ebene Fläche bzw. Eintiefung wird haptisch ohne weiteres erkannt, insbesondere wird die Schulter 10 registriert, die sowohl den von oben um den Lenkradkranz 2 gelegten Fingern als auch dem von der anderen Seite her geführten Daumen eine sichere Anlagefläche bzw. haptische Information hinsichtlich der ergonomisch gesehenen korrekten Handhaltung bietet.
  • Der in 2 gezeigte Profilquerschnitt, bei dem die Eintiefung 9 nicht nur als ebene Fläche, sondern auch als echte Vertiefung, also konkav zum Profilinneren hin gerichtete Mulde ausgeführt sein kann, läuft wie beschrieben um den gesamten Lenkradkranz 2 in den Abschnitten a, b, c und d um. Für den Fahrer bedeutet dies, dass er in all diesen Abschnitten, wo er normalerweise mit der Hand zum Halten des Lenkrads angreift, die gleichen ergonomisch optimierten Griffbedingungen vorfindet.
  • Abschließend ist festzuhalten, dass das in 2 gezeigte Profil mit seiner Längsachse in der Einbausituation üblicherweise nicht parallel zur Fahrtrichtung ausgerichtet ist, sondern um wenige Grad – bezogen auf den Schnitt gemäß der Linie II-II – nach unten geneigt ist, das heißt, das Lenkrad ist insgesamt etwas mit seiner Unterseite zum Fahrer hin geneigt angeordnet.
  • Das erfindungsgemäße Profil lässt also einen ergonomisch optimierten Lenkradangriff zu. Es kann trotz der erfindungsgemäßen eiförmigen Profilierung mit der Eintiefung 9 in der üblichen Weise in einem Formschaumverfahren hergestellt werden, da trotz Ausbildung der haptisch spürbaren Schulter 10 keine das Ausformen verkomplizierenden Hinterschneidungen oder dergleichen gegeben sind.

Claims (4)

  1. Lenkrad für ein Kraftfahrzeug umfassend einen ringförmigen Lenkradkranz, dadurch gekennzeichnet, dass der Lenkradkranz (2) querschnittlich gesehen ein im Wesentlichen ovales, mit der Längsachse (L) im Wesentlichen axial ausgerichtetes Profil mit einer an der inneren Seite im in Fahrtrichtung vorderen Bereich (8) vorgesehenen, als Fingerauflage dienenden um den Lenkradkranz (2) umlaufenden Eintiefung (9) aufweist.
  2. Lenkrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil im Wesentlichen eiförmig ist, wobei sich der Abschnitt der größeren Profildicke im in Fahrtrichtung gesehen hinteren Bereich des Lenkradkranzes (2) befindet.
  3. Lenkrad nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintiefung (9) zumindest abschnittsweise eben oder konkav zum Profilinneren verläuft und sich an ihrem Ende unter Bildung einer Schulter (10) auf den regulären Profildurchmesser erweitert.
  4. Lenkrad nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lenkradkranz (2) aus einem Gerippe (5) und einer dieses umgebenden, profilbildenden Umschäumung (6) besteht, wobei das Gerippe (5) gesehen in Fahrtrichtung länglich ausgeführt ist.
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