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DE102006010861A1 - Zeltraffdach mit Wasserablauf - Google Patents

Zeltraffdach mit Wasserablauf Download PDF

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DE102006010861A1
DE102006010861A1 DE200610010861 DE102006010861A DE102006010861A1 DE 102006010861 A1 DE102006010861 A1 DE 102006010861A1 DE 200610010861 DE200610010861 DE 200610010861 DE 102006010861 A DE102006010861 A DE 102006010861A DE 102006010861 A1 DE102006010861 A1 DE 102006010861A1
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Germany
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tent
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roof
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DE200610010861
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Emanuel Thurneysen
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04HBUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
    • E04H15/00Tents or canopies, in general
    • E04H15/18Tents having plural sectional covers, e.g. pavilions, vaulted tents, marquees, circus tents; Plural tents, e.g. modular
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04HBUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
    • E04H15/00Tents or canopies, in general
    • E04H15/32Parts, components, construction details, accessories, interior equipment, specially adapted for tents, e.g. guy-line equipment, skirts, thresholds

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Tents Or Canopies (AREA)

Abstract

Zeltraffdach zur horizontalen und temporären Überdachung einer Fläche mit einer flexiblen Zeltplane, bestehend aus wenigstens zwei Tragseilen, die von oben gesehen parallel zueinander über die Fläche hinweg verlaufen, und mehreren Tragschlaufen, die in jeweils gleicher Anzahl pro Tragseil verschiebbar daran aufgehängt sind und die auf der Zeltplane an den Befestigungspunkten befestigt sind, wobei der Befestigungsabstand zwischen benachbarten Befestigungspunkten unterhalb eines jeden Tragseiles im zusammengerafften Zustand des Daches Null ist und im entfalteten Zustand des Daches kleiner ist als die Länge des zwischen den Befestigungspunkten durchhängenden Bauches der Zeltplane, wobei in jeder, durch die Einwirkung der Schwerkraft auf die flexible Zeltplane zwischen je vier benachbarten Befestigungspunkten gebildeten Rinne die Zeltplane entlang der Rinnenmittellinie auf der gesamten Länge an der geraden Längskante je eines Glättungsprofils anliegt.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Zeltraffdach zur horizontalen und temporären Überdachung einer Fläche mit einer flexiblen Zeltplane, bestehend aus wenigstens zwei Tragseilen, die von oben gesehen parallel zueinander über die Fläche hinweg verlaufen, und mehreren Tragschlaufen, die in jeweils gleicher Anzahl pro Tragseil verschiebbar daran aufgehängt sind und die auf der Zeltplane an den Befestigungspunkten befestigt sind, wobei der Befestigungsabstand zwischen benachbarten Befestigungspunkten unterhalb eines jeden Tragseiles im zusammengerafften Zustand des Daches Null ist und im entfalteten Zustand des Daches kleiner ist als die Länge des zwischen den Befestigungspunkten durchhängenden Bauches der Zeltplane.
  • Schon in der Vorgeschichte ist die zeltartige Überdachung von Flächen zum Aufenthalt von Menschen oder Lagern von Gütern ein bekannter Stand der Technik. Die zuerst angewendeten Materialen waren Holzstangen und Tierfelle oder Tierhäute. Auf dem aktuellen Stand der Technik werden Zeltplanen eingesetzt, die entweder aus homogenem, dauerelastischem Material bestehen oder eine textile Struktur aus miteinander verwobenen Fäden aufweisen. Als Mischform sind Fäden bekannt, die in ein flexibles Kunststoffmaterial eingegossen oder darauf aufgeklebt sind.
  • In allen drei Ausführungsformen können Zeltplanen hergestellt werden, die gegen auftreffenden Regen wasserdicht sind. Deshalb werden temporär aufgespannte Zeltdächer nicht nur als Schutz gegen Sonne, sondern auch gegen Regen eingesetzt.
  • In jedem Fall bedürfen sie jedoch eines unterstützendes Tragwerkes und/oder der Aufhängung an Seilen oder Traggerüsten. Für die Überdachung von rechteckigen Flächen entspricht es dem Stand der Technik, dass die Zeltplane quer zur Bewegungsrichtung in Streifen unterteilt wird, die von quer zur Bewegungsrichtung orientierten Versteifungen abgegrenzt und gehalten werden.
  • Die Offenlegungsschrift DE 28 17 210 beschreibt ein Zeltdach für größere Grundflächen, das mehrere über die Fläche parallel gespannte Seile, die jeweils an zwei Pfosten aufgehängt sind, tragen. Auf den Seilen bewegen sich Rollen, welche quer zur Entfaltungsrichtung orientiere Metallrohre tragen, an denen die Zeltplane befestigt ist. Im zusammen geschobenen Zustand berühren sich diese Metallrohre, so dass die dazwischen befestigte Zeltplane in der Form einer Tasche zusammengefaltet wird. Da die Zeltplane aus mehreren solchen, hintereinander angeordneten Streifen besteht, sind im zusammengefalteten Zustand alle taschenförmig zusammengefalteten Zeltplanenpakete hintereinander aufgereiht. Zum Entfalten des Daches wird die vorderste Stange parallel zu den gespannten Seilen bewegt und zieht die Zeltplane hinter sich her. Dadurch wird zuerst die vorderste Tasche entfaltet. Die Zugkraft wird über die Zeltplane weitergeleitet, und zieht dadurch alle weiteren Metallrohre solange hinter sich her, bis die Fläche überdeckt ist.
  • Ein Nachteil dieser Anordnung ist, dass die Seile durchhängen, da sie wie jedes Seil flexibel sind und ein Eigengewicht aufweisen. Dabei kann das Maß des Durchhängens in der Mitte durch Erhöhung der Zugspannung verringert werden, prinzipbedingt jedoch nie bis auf Null reduziert werden. Ein grundsätzlicher und erheblicher Nachteil ist, dass mit dem Ansteigen der Zugkraft im Tragseil auch die Steifigkeit der Stützen erhöht werden muss und die Belastbarkeit der Aufhängungspunkte für das Tragseil entsprechend zu erhöhen ist. Je geringer die Durchhängung werden soll, desto aufwändiger sind die Stützen und desto höher die Zugfestigkeit des Tragseiles. Es ist eine Aufgabe der Dimensionierung, einen wirtschaftlich sinnvollen Kompromiss zwischen dem Maß des Durchhängens und dem Aufwand für Pfosten, Tragseil und dessen Spannung zu finden.
  • Ebenso wie das Seil wird auch jede Zeltplane zwischen den Aufhängungspunkten durchhängen. Durch die gleichmäßig auf alle Abschnitte der Zeltplane wirkende Schwerkraft bildet sich zwischen gleich hohen Befestigungspunkten der tiefste Punkt stets in deren Mitte.
  • Die Faltbarkeit der Zeltplane bedingt, dass die Zeltplane quer zur Bewegungsrichtung in Streifen unterteilt ist, die die Form eines Rechteckes oder eines Parallelogramms bilden. Dadurch ergeben sich wenigstens vier Befestigungspunkte für jeden Streifen der Zeltplane. Die Schwerkraft sorgt dafür, dass der tiefste Punkt der Zeltplane der Kreuzungspunkt der Diagonalen zwischen den vier Befestigungspunkten ist. Zum Rand der Plane hin steigt die Plane an, wodurch eine wannenförmige Ausbildung entsteht.
  • Ein wesentlicher Nachteil der unter DE 28 17 210 beschriebenen und zahlreicher, anderer Zeltdächer ist, dass bei Regen das auftreffende Wasser in dieser Wanne gesammelt wird und wegen der Wasserdichtigkeit der Zeltplane nicht daraus abfließen kann. Bei fortgesetzt auftreffendem Regen wird die Plane durch das gesammelte Wasser immer mehr belastet und senkt sich weiter ab. Die Wanne wird also weiter vertieft und bietet auf diese Weise noch mehr Platz für das Sammeln von weiterem Regenwasser. Je nach Elastizität der Zeltplane, Abstand der Stützen, Abstand der Aufhängungspunkte und der Reißfestigkeit des Materials entsteht so ein Teufelskreis, der zur Zerstörung der Zeltplane durch auftreffenden und gesammelten Regen führen kann.
  • Zur Lösung dieses Problems beschreibt DE 35 04 133 eine Öffnung an der tiefsten Stelle zum Abfließen des Wassers. Damit wird jedoch auch die Eignung des Daches als Wetterschutzdach zumindest sehr stark eingeschränkt. Eine andere Lösung gemäß dem Stand der Technik beschreibt DE 24 47 185 mit einem Entwässerungsschlauch, der an den tiefsten Punkt der Wanne angeschlossen wird. Der Nachteil ist der zusätzliche Aufwand eines Schlauch- und Entwässerungsrohrsystems sowie die wasserdichte Anflanschung des Rohres an die Zeltplane.
  • Die am meisten verbreiteteste Lösung ist jedoch, unterhalb der Mitte der Zeltwanne eine zusätzliche Stütze zu errichten, welche die Zeltplane soweit anhebt, dass die gebildeten Wannen eliminiert werden. Nachteile dieser Anordnung sind die Aufwendungen für die Stützen sowie die am Verbindungspunkt zwischen Stütze und Zeltplane erforderlichen Verstärkungen bzw. die dafür genügend reißfeste Ausführung der Zeltplane.
  • Auf diesem Hintergrund hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, ein zusammen raffbares Zeltdach zu schaffen, dass an Seilen geführt und getragen wird und im entfalteten Zustand zwischen den Befestigungspunkten keine Wanne ausbildet, in der sich Regenwasser ansammeln kann, sowie eine über das gesamte Dach hinweg gesehen in etwa ebene Unterseite aufweist.
  • Als Lösung wird ein Zeltraffdach beschrieben, bei dem in jeder – durch die Einwirkung der Schwerkraft auf die flexible Zeltplane zwischen je vier benachbarten Befestigungspunkten gebildeten – Rinne die Zeltplane entlang der Rinnenmittellinie auf der gesamten Länge an der geraden Längskante je eines Glättungsprofils anliegt.
  • Eine solche Anordnung bietet den ganz entscheidenden Vorzug, dass bei entfaltetem Dach auftreffender Regen innerhalb der Rinnen herunter zu den Mittellinie läuft, dort aber nicht in einer Mulde gesammelt wird, sondern entlang der geraden Längskante des Glättungsprofils zur Kante der Zeltplane weiterfließt und dort über die Kante der Plane hinweg abfließt. Bei der Dimensionierung des Zeltdaches sowie bei der Auslegung der Stützen ist also eine zusätzliche Belastung durch Regenwasser nicht mit zu berücksichtigen. Zwar stellen auch die Glättungsprofile eine zusätzliche Belastung der Zeltplane dar, jedoch eine bei weitem geringere als die Last des gesammelten Regenwassers.
  • Ein weiterer Vorteil ist, dass das Glättungsprofil bei der Faltung der Tasche als formgebendes Element dient, wodurch während der Zusammenfaltung die Bildung von Falten zwischen den Befestigungspunkten vermieden wird. Eine sinnvolle Ausführungsform ist es, die Längskante des Glättungsprofils so abzurunden, dass der Mindestkrümmungsradius der Zeltplane nicht unterschritten wird.
  • Mit einem erfindungsgemäßen Zeltraffdach ist es durch das zusätzliche Glättungsprofil möglich, den Abstand zwischen den Befestigungspunkten und den Tragseilen zu vergrößern oder bei gegebenem Tragwerk ein Zeltplanenmaterial mit geringerer Zugfestigkeit und daher geringeren Kosten einzusetzen.
  • Dabei sind für die Verbindung des Glättungsprofils mit der Zeltplane entlang der Rinnenmittellinie drei Varianten möglich. In der ersten, prinzipiell sehr einfachen Variante liegt das Glättungsprofil mit seiner Längskante auf der Zeltplane auf. Dabei ist zu beachten, dass das Glättungsprofil im Verhältnis zur Masse und zum Mindestkrümmungsradius der Zeltplane ein ausreichendes Gesamtgewicht aufweisen muss, damit das Glättungsprofil auch in der Mitte auf der Zeltplane aufliegt. Dieses Gesamtgewicht muss von der Tragstruktur mit getragen werden und zwar sowohl im entfalteten als auch in den zusammen gerafften Zustand.
  • In der zweiten Variante wird die Längskante des Glättungsprofils auf der Oberseite der Zeltplane befestigt und in der dritten Variante an der Unterseite der Zeltplane. Zur Befestigung sind Schlaufen, tunnelförmige Aufsätze, Verklebung, Vernähung oder die Verschraubung oder Vernietung mit einer Leiste auf der anderen Seite denkbar.
  • Weitere Varianten ergeben sich dadurch, dass die Länge der Bäuche zwischen den Befestigungspunkten unterschiedlich sein kann. Es ist z. B. denkbar, dass die Bäuche in der Mitte des Zeltraffdaches sehr viel kleiner sind als an den Außenseiten. Wenn die mittleren Bäuche um denjenigen Betrag kleiner sind, um den die Tragseile durchhängen, befinden sich die Unterkanten alle Bäuche in einer Ebene. Damit ist das Durchhängen optisch kompensiert und der Eindruck einer horizontalen Abdeckung erreicht. Dabei sind alle Tragschlaufen von gleicher Länge, nur der Abstand der Befestigungspunkte zueinander ist von Rinne zu Rinne unterschiedlich.
  • Bei einer anderen Variante sind die Abstände zwischen den Befestigungspunkten jeweils gleich. Wenn auch für diese Variante eine horizontale, nicht durchhängende Entfaltung des Zeltraffdaches er wünscht ist, kann in einer Untervariante ebenfalls der Eindruck einer ebenen Dachunterseite geschaffen werden. Dazu schlägt die Erfindung vor, dass die Tragseile die geometrische Gestalt einer Kettenkurve (Sinus Hyperbolicus) einnehmen und alle Tragschlaufen unterschiedlich lang sind, je nach dem von der Kettenkurve vorgegebenen Abstand zur Ebene der Unterkanten der Zeltplanenbäuche. Bei Zeltplanenbäuchen von gleicher Länge sind im entfalteten Zustand des Daches bei deutlich durchhängenden Tragseilen dennoch alle Befestigungspunkte auf der Zeltplane in einer Ebene angeordnet. Damit alle Tragschlaufen beim Entfalten die jeweils gewünschte Position auf dem Tragseil einnehmen, müssen sie in der Nähe des Tragseiles durch zusätzliche Zugseilabschnitte miteinander verbunden werden, die im voll entfalteten Zustand sämtlichst gespannt sind und parallel zum Tragseil verlaufen. Der entscheidende Vorteil dieser Anordnung ist, dass die Unterkante sämtlicher Bäuche der Zeltplane in einer einzigen Ebene verläuft. Diese Form ist nicht nur vom subjektiven Raumempfinden des Menschen sehr viel angenehmer als ein in der Mitte durchhängendes Dach, sondern ist zusätzlich noch die kürzeste Verbindung zwischen den beiden Aufhängungspunkten wodurch weiteres Zeltplanenmaterial eingespart werden kann. Dabei ist weiterhin vorteilhaft, dass die Tragseile keiner so hohen Zugspannung unterliegen und daher mit einem geringer dimensionierten Tragwerk und einem geringerem Querschnitt des Trageseiles auskommen.
  • Im Vergleich zu Zeltplanenbäuchen von unterschiedlicher Länge benötigt die Variante mit unterschiedlich langen Tragschlaufen weniger Zeltplanenmaterial.
  • Beim Entfalten bzw. beim Zusammenraffen des Daches ist zu beachten, dass die Tragschlaufen mit ihrem (oberen) Aufhängungspunkt nicht nur horizontal sondern auch vertikal zu bewegen sind. Weil da durch zusätzliche Kräfte bei der Bedienung aufgebracht werden müssen, empfiehlt die Erfindung auch in dieser Variante nur eine begrenzte Durchhängung der Tragseile.
  • Wie erwähnt sollte die Längskante der Glättungsprofile nicht scharfkantig ausgebildet werden, sondern durch ein etwa kreisförmiges Profil abgerundet werden, dessen Radius wenigstens dem empfohlenen Mindestkrümmungsradius des Zeltplanenmaterials entspricht oder möglichst etwas größer ist, wodurch die Lebensdauer der Zeltplane erhöht wird.
  • Damit das Gesamtgewicht des Daches sowie dessen Kosten möglichst niedrig sind, sollte das Glättungsprofil so leicht wie möglich sein, weshalb die Erfindung die Ausbildung des Glättungsprofils als vertikal angeordnetes, flächiges Element bevorzugt, dessen Längskante halbkreisförmig ausgebildet ist. Ein geeignetes Ausgangsmaterial für die Herstellung sind Platten, z.B. aus Blech oder Kunststoff Es ist auch denkbar, dass das unten angesetzte Profil breiter ist, als der übrige Bereich. Zusätzlich können in den Randzonen der Fläche Öffnungen das Gewicht weiter erleichtern, ohne die Tragfähigkeit des Glättungsprofils in gleichem Maße zu reduzieren. Solche Entlastungsöffnungen sind z. B. in Tragwerken von Luftfahrzeugen üblich.
  • Zur vertikalen Ausrichtung dieser flächigen Glättungsprofile empfiehlt die Erfindung wenigstens zwei, bevorzugt jedoch vier Stützseile, die beim Entfalten des Daches die Glättungsprofile in eine vertikale Position aufrichten.
  • Es ist prinzipiell denkbar, dass quer zu den Tragseilen zwischen zwei Befestigungspunkten die Plane nicht unterstützt wird, sondern frei hängt. Dadurch wird der Sattel oder Grat zwischen zwei benachbar ten Rinnen in der Mitte zwischen zwei Befestigungspunkten durchhängen. Sofern diese Durchhängung nur bis auf die Unterkante der beiden benachbarten Glättungsprofile herunterreicht, ist sie für eine Entwässerung unschädlich und daher tolerierbar.
  • Die Erfindung schlägt jedoch in einer Variante vor, dass zwischen den Befestigungspunkten quer zu den Tragseilen Versteifungsprofile eingebracht werden, die auch in der Mitte für eine deutliche Ausprägung des Grates zwischen den benachbarten Rinnen sorgen und dadurch den Wasserablauf weiter verbessern.
  • Als weitere, optisch interessante Variante ist es denkbar, dass die Länge der Bäuche, also die Breite der Rinnen in einem wiederholtem Rhythmus über die Plane hinweg geändert wird; auf eine schmale Rinne folgt z.B. eine breite und dann wieder eine schmale. Als Untervariante dieser Variante ist es denkbar, dass die Rinnen an einer Seite breit und an der anderen Seite schmal sind, also einen trapezförmigen Grundriss aufweisen. Dadurch entsteht eine zusätzliche Neigung der Rinnenmittellinie und damit eine weitere Verbesserung der Entwässerung.
  • Wenn diese Variante aus einer homogenen, ununterbrochenen und rechteckigen Zeltplane hergestellt werden soll, muss die Ausrichtung der Trapeze wechseln, d. h. an der Kante des Zeltraffdaches folgt auf einen breiten, tief durchhängenden Bauch ein schmaler, weniger durchhängender Bauch und dann wieder ein breiterer, tief durchhängender.
  • Es ist ebenfalls denkbar, dass ein Zeltraffdach gefertigt wird, dass nur an der einen Seite tief hängende Bäuche und an der anderen nur wenig herunterhängende Bäuche aufweist. Ein solches Zeltraffdach muss entweder aus einzelnen Streifen zusammengenäht werden oder aus dem Rohmaterial als Kreisringsegment ausgeschnitten werden, wodurch Verschnitt (Materialverlust) entsteht.
  • In einer weiteren vorteilhaften Variante empfiehlt die Erfindung, dass an einer quer zu den Tragseilen ausgerichteten Kante der Zeltplane eine Kantenverstärkung angeordnet ist. Sie dient dazu, ein Zugseil anzulenken oder einen Zuggriff anzubringen.
  • Gemäß dem Stand der Technik sind für das Öffnen und Schließen des Zeltraffdaches Seile, Ketten oder Zug-/Schubstangen mit elektrischem, hydraulischem oder pneumatischem Antrieb einsetzbar. Je nach Größe und Bedienungskomfort sowie in Abhängigkeit der Aufhängung der Tragschlaufen auf dem Tragseil mit Ösen, Gleitlagern oder sogar Rollen ist auch eine manuelle Bedienung möglich.
  • Im Folgenden sollen weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindungen anhand von Beispielen näher erläutert werden. Diese sollen die Erfindung jedoch nicht einschränken, sondern nur erläutern. Es zeigt in schematischer Darstellung:
  • 1 Aufsicht auf ein Zeltraffdaches mit drei Tragseilen
  • 2 Aufsicht auf die Ecke eines Zeltraffdaches mit rohrförmigen Glättungsprofilen
  • 3 Gleichartige Aufsicht auf die Ecke eines Zeltraffdaches, jedoch mit flächenförmigen Glättungsprofilen
  • Die Figuren zeigen im Einzelnen:
  • 1 gibt in dreidimensionaler Darstellung die Aufsicht auf ein Zeltraffdach mit drei Tragseilen 3 wieder. In der gezeichneten Variante sind die Tragschlaufen 21 von unterschiedlicher Länge, wobei die oberen Aufhängungspunkte 27 der Tragschlaufen 21 auf dem Tragseil 3 einen Sinus Hyperbolicus bilden. Dadurch sind alle Befestigungspunkte 22 auf der Zeltplane 20 in einer Ebene angeordnet.
  • In der hier dargestellten Variante sind alle Befestigungspunkte 22 mit zusätzlichen Versteifungsprofilen 5 miteinander verbunden. In 1 wird nachvollziehbar, dass ohne diese Profile der Grat zwischen zwei benachbarten Rinnen 25 ebenfalls durchhängt. Wenn der tiefste Punkt dieses Grates nicht tiefer liegt als die Glättungsprofile 4, bleibt jedoch die Funktion des Wasserablaufes erhalten.
  • In 2 ist die Ecke des in 1 dargestellten Zeltraftdaches als Detail gezeichnet. In der hier dargestellten Variante sind die Glättungsprofile 4 auf der Rinnenmittellinie 26 als Rohr gestaltet. Ebenfalls rohrförmig sind die Versteifungsprofile 5 zwischen je zwei Befestigungspunkten 22.
  • 2 veranschaulicht, dass zwecks Anordnung der Befestigungspunkte 22 in einer horizontalen Ebene die Tragschlaufen 21 von unterschiedlicher Länge sind. Dargestellt ist, wie sie am (unteren) Befestigungspunkt 22 mit Laschen auf der Zeltplane befestigt sind und am (oberen) Aufhängungspunkt 27 mit einem Gleitlager auf dem Tragseil 3 aufgehängt sind.
  • Da in der dargestellten Form die Aufhängungspunkte 27 beim Entfalten und Zusammenraffen des Daches nicht nur horizontal sondern auch vertikal bewegt werden müssen, sind sie durch Zugseilabschnitte 7 miteinander verbunden.
  • In 2 ist am linken Bildrand zu erkennen, wie die Zugseilabschnitte 7 über eine Umlenkrolle im Aufhängungsmast weitergeführt werden und wie auch die Kantenverstärkung 6 über ein Zugseil geführt werden kann.
  • In 3 ist die gleiche Ecke des Zeltraffdaches dargestellt, jedoch in einer Variante mit flächigen Glättungsprofilen 4 anstelle der rohrförmigen Ausführung von 3. Damit die Glättungsprofile 4 in vertikaler Position gehalten werden, sind sie mit (flexiblen) Stützseilen 42 an der Zeltplane 20 befestigt. Diese flexiblen Stützseile sorgen dafür, dass im entfalteten Zustand des Daches die Glättungsprofile 4 in der vertikalen Position fixiert sind.
  • 1
    Fläche, die zu überdachen ist
    20
    Zeltplane
    21
    Tragschlaufen, verbinden die Tragseile 3 mit der Zeltplane 20
    22
    Befestigungspunkte der Tragschlaufen 21 auf der Zeltplane 20
    23
    Befestigungsabstand, zwischen benachbarten Befestigungspunkten 22 in Richtung eines Tragseiles 3
    24
    Bauch, durchhängender Abschnitt der Zeltplane zwischen benachbarten Befestigungspunkten 22
    25
    Rinne, in Zeltplane 20, zwischen benachbarten Befestigungspunkten 22
    26
    Rinnenmittellinien, in der Mitte der Rinne 25
    27
    Aufhängungspunkt der Tragschlaufen 21
    3
    Tragseile, tragen mittels Tragschlaufen 21 die Zeltplane 20
    4
    Glättungsprofil, zur Glättung der Rinne 25
    41
    Längskante, grade, des Glättungsprofils 4
    42
    Stützseile, halten die Glättungsprofile 4 in aufrechter Position
    5
    Versteifungsprofil, zwischen zwei Befestigungspunkten 22 unterhalb von benachbarten Tragseilen 3
    6
    Kantenverstärkung an einer quer zu den Tragseilen ausgerichteten Kante der Zeltplane 20
    7
    Zugseilabschnitte, verbinden den Aufhängungspunkt 27 jeder Tragschlaufe 21 mit den Aufhängungspunkten 27 der beiden benachbarten Tragschlaufen

Claims (12)

  1. Zeltraffdach zur horizontalen und temporären Überdachung einer Fläche 1 mit einer flexiblen Zeltplane 20, bestehend aus – wenigstens zwei Tragseilen 3, die von oben gesehen parallel zueinander über die Fläche 1 hinweg verlaufen, – und mehreren Tragschlaufen 21, die in jeweils gleicher Anzahl pro Tragseil 3 verschiebbar daran aufgehängt sind und die auf der Zeltplane 20 an den Befestigungspunkten 22 befestigt sind, – wobei der Befestigungsabstand 23 zwischen benachbarten Befestigungspunkten 22 unterhalb eines jeden Tragseiles 3 im zusammengerafften Zustand des Daches Null ist und im entfalteten Zustand des Daches kleiner ist als die Länge des zwischen den Befestigungspunkten 22 durchhängenden Bauches 24 der Zeltplane 20, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder, durch die Einwirkung der Schwerkraft auf die flexible Zeltplane 20 zwischen je vier benachbarten Befestigungspunkten 22 gebildeten Rinne 25 die Zeltplane 20 entlang der Rinnenmittellinie 26 auf der gesamten Länge an der geraden Längskante 41 je eines Glättungsprofils 4 anliegt.
  2. Zeltraffdach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass je ein Glättungsprofil 4 mit seiner Längskante 41 entlang jeder Rinnenmittellinie 25 – auf der Oberseite der Zeltplane 20 aufliegt oder – auf der Oberseite der Zeltplane 20 befestigt ist oder – an der Unterseite der Zeltplane 20 befestigt ist.
  3. Zeltraffdach nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Glättungsprofile 4 oberhalb oder unterhalb der Zeltplane 20 durch – Schlaufen oder – tunnelförmige Aufsätze oder – Verklebung oder – Vernähung oder – Verschraubung oder Vernietung mit einer Leiste auf der anderen Seite befestigt sind.
  4. Zeltraffdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Länge aller Bauche 24 zwischen den Befestigungspunkten 22 gleich ist.
  5. Zeltraffdach nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im entfalteten Zustand des Daches – die Tragseile 3 die geometrische Gestalt einer Kettenkurve, des Sinus Hyberbolicus, einnehmen und – alle Befestigungspunkte 22 des Daches in einer Ebene angeordnet sind und – die jeweilige Länge jeder Tragschlaufe 21 dem Lot vom Tragseil 3 auf die Ebene der Befestigungspunkte 22 entspricht, wobei – die kürzeste Tragschlaufe 21 in der Mitte des Daches angeordnet ist und – die beiden längsten Tragschlaufen 21 eines jeden Tragseiles 3 zu den Aufhängungspunkten des Tragseiles 3 benachbart sind und – alle Tragschlaufen 21 parallel zueinander verlaufen und – der Aufhängungspunkt 27 jeder Tragschlaufe 21 durch je einen Zugseilabschnitt 7 mit den beiden benachbarten Aufhängungspunkten 27 verbunden ist.
  6. Zeltraffdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Glättungsprofil 4 als ein flächiges Element ausgebildet ist, dessen Fläche vertikal zur überdachenden Fläche 1 ausgerichtet ist.
  7. Zeltraffdach nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Glättungsprofil an seiner oberen Kante mit wenigstens zwei, vorzugsweise jedoch vier Stützseilen 42 mit den benachbarten Befestigungspunkten 22 oder einem anderen, nahe gelegenen Punkt verbunden ist.
  8. Zeltraffdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass zwischen wenigstens einem Befestigungspunkt 22 unterhalb eines ersten Tragseiles 3 und dem gegenüberliegenden Befestigungspunkt 22 unter dem benachbarten, zweiten Tragseil 3 ein Versteifungsprofil 5 angeordnet ist.
  9. Zeltraffdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen den Befestigungspunkten 22 unterhalb eines Tragseiles 3 die Längen der Bäuche 24 in einem wiederholten Rhythmus ändern, also z.B. auf einen kurzen Bauch 24 ein langer und dann wieder ein kurzer Bauch 24 folgt.
  10. Zeltraffdach nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rinnen 25 trapezförmig sind und unterhalb benachbarter Tragseile 3 auf einen kurzen Bauch 24 ein langer und dann wieder ein kurzer Bauch 24 folgt.
  11. Zeltraffdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass an einer quer zu den Tragseilen 3 ausgerichteten Kante der Zeltplane 30 eine Kantenverstärkung 6 angeordnet ist.
  12. Zeltraffdach nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kantenverstärkung 6 mit Haken, Ösen oder anderen Befestigungsmitteln zum mechanischen Anschluss an einen elektrischen oder hydraulischen oder pneumatischen Antrieb oder zum manuellen Verschieben versehen ist.
DE200610010861 2006-03-09 2006-03-09 Zeltraffdach mit Wasserablauf Withdrawn DE102006010861A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN114753709A (zh) * 2022-06-02 2022-07-15 张格� 户外用天幕以及天幕帐篷
AU2018200521B2 (en) * 2017-01-30 2023-04-06 McKechnie, Laurence Drummond Mr Improved awning

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