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DE102006010565A1 - Gassteckdose mit Deckel - Google Patents

Gassteckdose mit Deckel Download PDF

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Gassteckdose (1) mit mindestens einem Eingangstutzen (3) für den Anschluss einer ortsfesten Gasversorgungsleitung, mit mindestens einem Ausgangsstutzen (5) für den Anschluss eines Gasanschlusssteckers (7), mit einem den mindestens einen Ausgangsstutzen (5) aufnehmenden Gehäuse (9) und mit mindestens einem an dem Gehäuse (9) angeordneten Deckel (11), wobei der Deckel (11) eine von außen sichtbare Vorderseite (13) aufweist, bei der das technische Problem das Eindringen von Fremdkörpern in den Ausgangsstutzen und den Zugang zum Gasweg, ohne besondere Kenntnisse zu verhindern und eine einfache sowie möglichst kompakte Ausgestaltung anzugeben, dadurch gelöst ist, dass der Deckel (11) auf seiner Rückseite (15) mindestens ein Verriegelungselement (17) zum Verriegeln des Deckels (11) mit einem mit dem Gehäuse (9) verbundenen Element (19) aufweist und dass das Verriegelungselement (17) eine von außen zugängliche Betätigungsfläche (21) zum Entriegeln des Deckels (11) aufweist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Gassteckdose mit mindestens einem Eingangsstutzen für den Anschluss einer ortsfesten Gasversorgungsleitung, mit mindestens einem Ausgangsstutzen für den Anschluss eines Gasanschlusssteckers, mit einem den mindestens einen Ausgangsstutzen aufnehmenden Gehäuse und mit mindestens einem an dem Gehäuse angeordneten Deckel, wobei der Deckel eine von außen sichtbare Vorderseite aufweist.
  • Gassteckdosen dienen zum Anschluss und zur Nutzung nicht Standort gebundener Gasgeräte, wie beispielsweise gasbetriebene Herde, Wäschetrockner, Terrassenstrahler und Terrassengrills.
  • Generelle Anforderungen an Gassteckdosen beinhalten, dass der Anschluss eines Gasanschlusssteckers vom Benutzer beliebig oft und gefahrlos hergestellt und wieder gelöst werden kann.
  • Zudem gelten Vorschriften von Prüfstellen, beispielsweise DVGW-VP-635-1 der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V., die eine Ausgestaltung von Gassteckdosen vorschreiben, bei der ein Einführen eines unsachgemäßen Gegenstandes in den Ausgangsstutzen bzw. der Zugang zum Gasweg ohne besondere Kenntnisse nicht möglich ist.
  • Der gasführende Teil der Gassteckdose ist dabei durch bekannte Maßnahmen zum Zulassen und Verhindern des Gasstroms wie beispielsweise Gasstromwächter und/oder thermischen Absperreinrichtungen ausgestaltet. Regelmäßig finden dabei verschiedenen Ausführungsformen von Ventilkörpern und sonstigen Verstellmechanismen sowie abdichtende Bauteile Verwendung.
  • Gassteckdosen der vorgenannten Art sind beispielsweise aus der EP 1 342 030 bekannt, wobei die dort gezeigten Gassteckdosen einen Ausgangsstutzen durch einen Schieber schützen. Der Schieber wird unter Verwendung des Gasanschlusssteckers entriegelt. Unter einer Schiebebewegung kann anschließend der Schieber zusammen mit dem Gasanschlussstecker in eine Position verschoben werden, in der ein Zusammenstecken des Ausgangsstutzens und des Gasanschlusssteckers ermöglicht wird.
  • In einer weiteren Ausführungsform wird der Schutz des Ausgangsstutzens durch zwei drehbare Klappen bewirkt, die in dem Gehäuse des Gassteckers angeordnet sind.
  • Eine weitere Ausführungsform einer Gassteckdose ist in der DE 10 2004 028 039 offenbart. Die im wesentlichen der zuvor genannten Ausführungsform entsprechende Ausgestaltung des Schiebers wird dort durch einen mechanischen Schalter ergänzt, der ein Verschieben des Schiebers nur im abgeschalteten Zustand ermöglicht. Dadurch soll eine weitere Sicherung gegeben sein.
  • Es sind Unterputz- und Aufputzausführungen von Gassteckdosen bekannt. Weiterhin kann die Anschlussachse des Ausgangsstutzen einen beliebigen Anschlusswinkel aufweisen.
  • Bei den zuvor genannten Gassteckdosen ist es von Nachteil, dass ein Verhindern des Eindringens von Fremdkörpern in den Ausgangsstutzen der Gassteckdose sowie des Zugangs zum Gasweg ohne besondere Kenntnisse nur durch aufwändige, viele und komplizierte Bauteile umfassende sowie groß dimensionierte Bauformen bewerkstelligt werden kann.
  • Der Erfindung liegt somit das technische Problem zugrunde, das Eindringen von Fremdkörpern in den Ausgangsstutzen und den Zugang zum Gasweg ohne besondere Kenntnisse zu verhindern und eine einfache sowie möglichst kompakte Ausgestaltung einer Gassteckdose anzugeben.
  • Das technische Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Deckel auf seiner Rückseite mindestens ein Verriegelungselement zum Verriegeln des Deckels mit einem mit dem Gehäuse verbundenen Element aufweist und dass das Verriegelungselement eine von außen zugängliche Betätigungsfläche zum Entriegeln des Deckels aufweist.
  • Erfindungsgemäß wurde demnach erkannt, dass die Anordnung mindestens eines Verriegelungselements an der Rückseite des Deckels zu einer einfachen und kompakten Ausgestaltung führt und den Anforderungen des technischen Problems gerecht wird.
  • Ein Vorteil besteht darin, dass durch die Anordnung mindestens eines Verriegelungselements auf der Rückseite des Deckels und die von außen – also von der Vorderseite des Deckels – zugängliche Betätigungsfläche des Verriegelungselements eine Kombination des Verriegelns und des Abdeckens gegeben ist.
  • In einer nicht betätigten Stellung befindet sich das Verriegelungselement in seiner Verriegelungsstellung. Durch Betätigen des Verriegelungselements über seine Betätigungsfläche wird es in eine Entriegelungsstellung gebracht.
  • In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist der Deckel mindestens zwei Verriegelungselemente auf. Dadurch wird das Entriegeln des Deckels weiter gesichert, da ein Entriegeln die Betätigung von mindestens zwei voneinander unabhängigen Betätigungsflächen erfordert.
  • Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel auf seiner Vorderseite eine Schlüsselkontur aufweist, wobei die Schlüsselkontur eine an die Anschlusskontur des Gasanschlusssteckers angepasste Ausnehmung ist. Die Schlüsselkontur weist jeweils einen Durchgriff zur Rückseite des Deckels für jeweils ein Verriegelungselement auf. Jeweils eine Betätigungsfläche eines Verriegelungselements ist im Bereich jeweils eines Durchgriffs, insbesondere in jeweils einem Durchgriff der Schlüsselkontur angeordnet.
  • Somit ist eine weitere Sicherung des Deckels gegen ein Entriegeln gegeben. Die Betätigung des Verriegelungselements durch die Betätigungsfläche kann bei der zuvor genannten Ausgestaltungsform in besonders vorteilhafter Weise nur erschwert, insbesondere gar nicht ohne den Gasanschlussstecker erfolgen. Der Gasanschlussstecker übernimmt dabei die Funktion eines Schlüssels zum Entriegeln des Deckels.
  • Des weiteren kann das Verriegelungselement mittels eines Lagers an dem Deckel angeordnet sein. Dadurch ist eine einfache und effektive Art der Befestigung des Verriegelungselements am Deckel gegeben.
  • Zudem kann durch ein an dem Verriegelungselement angeordnetes Federelement zur Rückstellung des Verriegelungselements eine Möglichkeit gegeben sein, dass sich das Verriegelungselement nach einer Betätigung wieder in seine Verriegelungsposition zurückstellt und somit den Deckel verriegeln kann.
  • Besonders bevorzugt wird dabei das Federelement integral mit dem Verriegelungselement ausgebildet. Dadurch kann das Verriegelungselement und das Federelement aus einem Stück im gleichen Herstellungsschritt produziert werden.
  • In einer Ausführungsform ist das mit dem Gehäuse verbundene Element ein Vorsprung des Gehäuses. Dadurch kann der Deckel mit dem Gehäuse selbst verriegelt werden. So kann auf einfache Weise ein Verriegeln am Gehäuse vorgesehen werden.
  • Weiterhin kann das mit dem Gehäuse verbundene Element ein Vorsprung am Ausgangsstutzen sein. Dies ist eine weitere Möglichkeit das Verriegeln des Deckels zu bewerkstelligen, wobei der Vorsprung direkt bei der Fertigung des Ausgangsstutzens vorgesehen werden kann und damit das Gehäuse nicht auf die Funktion des Verriegelns dimensioniert werden muß.
  • Ebenfalls kann das mit dem Gehäuse verbundene Element ein Vorsprung an einem im Ausgangsstutzen angeordneten Ventilkörper sein. So kann in vorteilhafter Weise der Deckel einerseits verriegelt werden, andererseits wird der Ventilkörper durch den Deckel zusätzlich zu einer üblichen Federkraft in seiner gasschließenden Position gesichert.
  • Der Deckel kann im entriegelten Zustand ohne Verbindung zum Gehäuse sein. Auch kann der Deckel beispielsweise durch eine Kette an dem Gehäuse befestigt werden.
  • In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Deckel an dem Gehäuse durch ein Lager schwenkbar angeordnet. Somit ist die Verfügbarkeit des Deckels zum Schutze des Ausgangsstutzens jederzeit gewährleistet.
  • Schließlich kann der Deckel durch ein Federelement selbstschließend und/oder verriegelnd ausgestaltet sein. Hierdurch kann sich der Deckel in Abwesenheit eines Gasanschlusssteckers selbstständig schließen und/oder verriegeln.
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand spezieller Ausführungsbeispiele mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen
  • 1 ein Ausführungsbeispiel einer Gassteckdose mit verriegeltem sowie entriegeltem Deckel,
  • 2 eine Detailansicht der Vorder- und Rückseite eines erfindungsgemäßen Deckels,
  • 3 eine Detailansicht einer Ausführungsform von Verriegelungselementen und deren Funktion,
  • 4 eine Detailansicht einer weiteren Ausführungsform von Verriegelungselementen und deren Funktion,
  • 5 eine Detailansicht einer alternativen Ausführungsform von Verriegelungselementen und deren Funktion.
  • Zunächst werden die in den Figuren gezeigten Gegenstände erläutert. Im Anschluß wird das Verfahren des Entriegelns und Verriegelns des Deckels erläutert.
  • In 1 ist eine Ausführungsform einer Gassteckdose 1 mit verriegeltem und entriegeltem Deckel 11 gezeigt.
  • In 1a ist die Gassteckdose 1 mit einem Eingangsstutzen 3 für den Anschluss einer ortsfesten Gasversorgungsleitung, mit einem Ausgangsstutzen 5 für den Anschluss eines Gasanschlusssteckers 7, mit einem den Ausgangsstutzen 5 aufnehmenden Gehäuse 9 und mit einem an dem Gehäuse 9 angeordneten Deckel 11 in verriegelter Position gezeigt, wobei der Deckel 11 eine von außen sichtbare Vorderseite 13 aufweist.
  • Insbesondere ist der Deckel 11 in der gezeigten Ausführungsform durch das Lager 40 schwenkbar am Gehäuse 9 angeordnet und weist ein Federelement 41 zum selbstständigen Schließen und/oder Verriegeln des Deckels 11 auf.
  • Der Gasanschlussstecker 7 weist eine Anschlusskontur 25 sowie ein Blech 38 auf, wobei das Blech 38 innerhalb des Gasanschlusssteckers angeordnet ist. Das Blech 38 braucht nur eine geringe Dicke aufweisen, beispielsweise wenige Millimeter, insbesondere 1 mm. Dadurch kann das Gas, wenn der Gasanschlussstecker 7 am Ausgangsstutzen 5 vollständig angesteckt ist ohne große Verluste an dem Blech 38 vorbeiströmen.
  • Weiterhin weist der Ausgangsstutzen 5 Dichtungen 6 auf, die zur Abdichtung gegenüber dem Gasanschlussstecker 7 dienen.
  • In 1b ist der Deckel 11 entriegelt und aufgeschwenkt gezeigt. Der Gasanschlussstecker 7 ist vollständig auf den Ausgangsstutzen 5 gesteckt. Das Blech 38 drückt auf den Ventilkörper 39, so dass der Gasstrom freigegeben ist und an dem Blech 38 vorbeiströmen kann. Die Dichtungen 6 dichten dabei den Gasanschlussstecker 7 gegenüber dem Anschlussstutzen 5 ab.
  • In 2 ist eine Detailansicht der Rückseite 15 und der Vorderseite 13 des Deckels 11 gezeigt.
  • 2a zeigt, dass der Deckel 11 auf seiner Rückseite 15 zwei Verriegelungselemente 17 zum Verriegeln des Deckels 11 aufweist. Die Verriegelungselemente 17 weisen von außen zugängliche Betätigungsflächen 21 zum Entriegeln des Deckels 11 auf, wie in 2b gezeigt.
  • Weiterhin zeigt 2b, dass der Deckel 11 auf seiner Vorderseite 13 eine Schlüsselkontur 23 aufweist, wobei die Schlüsselkontur 23 eine an die Anschlusskontur 25 des Gasanschlusssteckers 7 angepasste Ausnehmung ist. Die Schlüsselkontur 23 weist zwei Durchgriffe 27 zur Rückseite 15 des Deckels 11 auf.
  • Jeweils eine Betätigungsfläche 21 eines Verriegelungselements 17 ist im Bereich jeweils eines Durchgriffs 27, insbesondere in jeweils einem Durchgriff 27 der Schlüsselkontur 23 angeordnet.
  • Weiterhin weisen die Verriegelungselemente 17 jeweils ein Lager 29 und aus den Verriegelungselementen 17 integral ausgebildete Federelemente 31 zur Rückstellung der Verriegelungselemente 17 auf.
  • Die 3 bis 5 zeigen Detailansichten verschiedener Ausführungsformen der Verriegelungselemente 17 und deren Funktion.
  • 3a zeigt, dass an dem Gehäuse 9 ein Vorsprung 33 angeordnet ist, der zum Verriegeln des Deckels 11 dient. Die Verriegelungselemente 17 greifen dafür hinter den Vorsprung 33.
  • 4a zeigt eine Alternative, bei der ein Vorsprung 35 am Ausgangsstutzen 5 angeordnet ist, der zum Verriegeln des Deckels 11 verwendet wird, indem die Verriegelungselemente hinter den Vorsprung 35 greifen.
  • 5a zeigt eine weitere Alternative, bei der ein Vorsprung 37 an einem im Ausgangsstutzen 5 angeordneten Ventilkörper 39 angeordnet ist, der wiederum zum Verriegeln des Deckels 11 dient.
  • Im Folgenden soll anhand der zuvor genannten Figuren das Verfahren des Entriegelns und Verriegelns des Deckels 11 beschrieben werden.
  • Ausgehend von einem verriegelten Zustand des Deckels 11, wie er in 1a und 3a gezeigt ist, wird der Gasanschlussstecker 7 in Richtung des Pfeils A auf den Deckel 11 gesetzt. Dabei greift die Anschlusskontur 25 des Gasanschlusssteckers 7 in die Schlüsselkontur 23 des Deckels 11. Dabei wird die Anschlusskontur 25 in Kontakt mit den Betätigungsflächen 21 der Verriegelungselemente 17 gebracht.
  • 3b zeigt, dass weiteres Bewegen des Gasanschlusssteckers 7 in Richtung des Pfeils A dazu führt, dass sich die Verriegelungselemente 17 um die Achse der Lager 29 in Richtung des Pfeils C bewegen. Dabei werden die Verriegelungselemente 17 aus ihrer Verriegelungsposition bewegt und greifen nicht mehr hinter den Gehäusevorsprung 33. Zusätzlich wird das Federelement 31 gespannt.
  • Der Deckel 11 ist jetzt entriegelt und kann um die Achse des Lagers 40 geschwenkt werden, wobei der Ausgangsstutzen 5 freigegeben wird und das Federelement 41 gespannt wird.
  • Sobald der Gasanschlussstecker 7 aus der Schlüsselkontur 23 des Deckels 11 entnommen wird, führt das gespannte Federelement 31 zu einer Bewegung der Verriegelungselemente 17 entgegen der Richtung des Pfeils C und zu einer Rückstellung der Verriegelungselemente 17 in ihre Verriegelungsposition.
  • Der Gasanschlussstecker 7 kann nun an den Ausgangsstutzen 5 angeschlossen werden, indem er wieder in Richtung des Pfeils A auf den Ausgangsstutzen 5 aufgesetzt wird.
  • Zunächst dichten dabei die Dichtungen 6 den Gasanschlussstecker 7 gegenüber dem Ausgangsstutzen 5 ab. Erst nach dem Herstellen der Dichtheit und weiterer Bewegung des Gasanschlusssteckers 7 in Richtung des Pfeils A drückt das im Gasanschlussstecker 7 angeordnete Blech 38 auf den Ventilkörper 39 und gibt so den Gasweg frei, wie in 1b gezeigt.
  • Eine weitere Ausführungsform ist in 4b gezeigt. Wird der Gasanschlussstecker 7 in Richtung des Pfeils A in die Schlüsselkontur 23 des Deckels 11 geführt, so drehen sich die Verriegelungselemente 17 in Richtung des Pfeils D, so dass sie nicht mehr hinter den Vorsprung 35 am Ausgangsstutzen 5 greifen. Somit ist der Deckel 11 entriegelt und kann wie zuvor erläutert den Anschlussstutzen freigeben.
  • Eine Rückstellung der Verriegelungselemente 17 in 4b erfolgt wiederum entgegen der Richtung des Pfeils D durch die gespannten Federelemente 31.
  • In 5b ist eine alternative Ausgestaltung der Verriegelungselemente 17 gezeigt. Dort werden die Verriegelungselemente 17 durch Einführen des Gasanschlusssteckers 7 in Richtung des Pfeils A in die Schlüsselkontur 23 in Richtung des Pfeils E bewegt, so dass sie nicht mehr hinter den Vorsprung 37 im Ventilkörper 39 greifen. Wiederum ist der Deckel 11 entriegelt und es kann wie zuvor genannt verfahren werden.
  • Um den Deckel 11 zu schließen wird zunächst der Gasanschlussstecker vom Ausgangsstutzen entgegen der Richtung des Pfeils A abgezogen. Dabei wird zunächst das Blech 38 vom Ventilkörper 39 weggeführt, so dass der Ventilkörper 39 den Gasstrom unterbindet. Dies geschieht bevor die Dichtungen 6 den Kontakt zum Gasanschlussstecker 7 verlieren. Daran anschließend wird der Gasanschlussstecker 7 weiter entgegen der Richtung des Pfeils A bewegt und vollständig von der Gassteckdose 1 entfernt.
  • Der Deckel 11 wird dann zum Abdecken des Ausgangsstutzens 5 durch das gespannte Federelement 41 in Richtung seiner in 1a gezeigten Ausgangsposition geschwenkt.
  • Durch eine Abschrägung 18 werden die Verriegelungselemente 17 beim Schließen des Deckels 11 in der in 3c gezeigten Ausführungsform beim ersten Kontakt mit dem Gehäuse 9 in Richtung des Pfeils C bewegt, wenn der Deckel sich in Richtung des Pfeils B bewegt. Dabei werden die Federelemente 31 gespannt. Sobald der Deckel 11 in seiner Endposition liegt, greifen die Verriegelungselemente 17, bewirkt durch die gespannten Federelemente 31, hinter den Vorsprung 33 des Gehäuses 9 und bewirken so ein Verriegeln des Deckels 11.
  • Analog stellt sich das Verriegeln des Deckels 11 zu der in 4c gezeigten Ausführungsform dar, bei der ein erster Kontakt mit dem Ausgangsstutzen 5 die Verriegelungselemente 17 in Richtung des Pfeils D bewegt, wenn sich der Deckel 11 in Richtung des Pfeils B bewegt. Anschließend führt das gespannte Federelement 31 zum Hintergreifen des Vorsprungs 35.
  • In der in 5c dargestellten Alternative werden die Verriegelungselemente 17 in Richtung des Pfeils E durch ersten Kontakt mit dem Ventilkörper 39 bewegt, während sich der Deckel 11 in Richtung des Pfeils B bewegt und hintergreifen anschließend den Vorsprung 37, bedingt durch die gespannten Federelemente 31. Bei dieser Ausführungsform ist zu betonen, dass die zur Bewegung der Verriegelungselemente 17 in Richtung des Pfeils E erforderliche Kraft sehr viel geringer ist, als die erforderliche Kraft, die den Ventilkörper 39 in eine gasfreigebende Stellung bringt.
  • Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die zuvor genannten Ausführungsbeispiele beschränkt. Insbesondere kann durch eine Wahl der Materialien des Gehäuses und des Deckels die Gassteckdose für verschiedenste Anwendungen angepasst werden. So können beispielsweise Kunststoffe, aber auch Metalle verwendet werden. Ebenso können Glaselemente, beispielsweise zur besonderen dekorativen Ausgestaltung vorgesehen sein.
  • Des weiteren kann die Gassteckdose um weitere sichernde Maßnahme ergänzt werden. So kann der Deckel beispielsweise im geöffneten Zustand den Gasanschlussstecker in seiner an den Ausgangsstutzen angesteckten Position arretieren, um ein unbeabsichtigtes Abziehen des Gasanschlusssteckers zu verhindern. Insbesondere kann der Deckel selbständig hinter einen Vorsprung am Gasanschlussstecker greifen, wenn der Deckel durch ein Federelement selbstschließend ausgestaltet ist.
  • Je nach Bedarf kann die Gassteckdose als Unter- oder Aufputzvariante ausgeführt sein, wobei der Ausgangsstutzen jeden beliebigen Anschlusswinkel aufweisen kann. Insbesondere können verschiedene Anschlusswinkel in Abhängigkeit einer winkelförmigen oder geraden Ausführung des Gasanschlusssteckers gewählt sein.
  • Weiterhin kann der Deckel mit zusätzlichen Dichtungen versehen werden, so dass er das Innere des Gehäuses vor dem Eintritt von Feuchtigkeit und/oder Staub und/oder Schmutz schützen kann. Eine solche Ausführungsform ist besonders für die Verwendung einer Gassteckdose außerhalb von geschlossenen Räumen oder im industriellen Einsatz vorteilhaft.

Claims (13)

  1. Gassteckdose – mit mindestens einem Eingangsstutzen (3) für den Anschluss einer ortsfesten Gasversorgungsleitung, – mit mindestens einem Ausgangsstutzen (5) für den Anschluss eines Gasanschlusssteckers (7), – mit einem den mindestens einen Ausgangsstutzen (5) aufnehmenden Gehäuse (9) und – mit mindestens einem an dem Gehäuse (9) angeordneten Deckel (11), wobei der Deckel (11) eine von außen sichtbare Vorderseite (13) aufweist, dadurch gekennzeichnet, – dass der Deckel (11) auf seiner Rückseite (15) mindestens ein Verriegelungselement (17) zum Verriegeln des Deckels (11) mit einem mit dem Gehäuse (9) verbundenen Element (19) aufweist und – dass das Verriegelungselement (17) eine von außen zugängliche Betätigungsfläche (21) zum Entriegeln des Deckels (11) aufweist.
  2. Gassteckdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (11) mindestens zwei Verriegelungselemente (17) aufweist.
  3. Gassteckdose nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (11) auf seiner Vorderseite (13) eine Schlüsselkontur (23) aufweist, wobei die Schlüsselkontur (23) eine an die Anschlusskontur (25) des Gasanschlusssteckers (7) angepasste Ausnehmung ist.
  4. Gassteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlüsselkontur (23) jeweils einen Durchgriff (27) zur Rückseite (15) des Deckels (11) für jeweils ein Verriegelungselement (17) aufweist.
  5. Gassteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine Betätigungsfläche (21) eines Verriegelungselements (17) im Bereich jeweils eines Durchgriffs (27), insbesondere in jeweils einem Durchgriff (27) der Schlüsselkontur (23) angeordnet ist.
  6. Gassteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (17) mittels eines Lagers (29) an dem Deckel (11) angeordnet ist.
  7. Gassteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Verriegelungselement (17) ein Federelement (31) zur Rückstellung des Verriegelungselements (17) angeordnet ist.
  8. Gassteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (31) integral mit dem Verriegelungselement (17) ausgebildet ist.
  9. Gassteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mit dem Gehäuse (9) verbundene Element (19) ein Vorsprung (33) des Gehäuses (9) ist.
  10. Gassteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mit dem Gehäuse (9) verbundene Element (19) ein Vorsprung (35) am Ausgangsstutzen (5) ist.
  11. Gassteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mit dem Gehäuse (9) verbundene Element (19) ein Vorsprung (37) an einem im Ausgangsstutzen (5) angeordneten Ventilkörper (39) ist.
  12. Gassteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (11) an dem Gehäuse (9) durch ein Lager (40) schwenkbar angeordnet ist.
  13. Gassteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (11) durch ein Federelement (41) selbstschließend ausgestaltet ist.
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