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Die
Erfindung betrifft ein Leistungshalbleiterbauelement mit einem Leistungshalbleiterchip
und oberflächenmontierbaren
Außenkontakten,
wobei der Leistungshalbleiterchip großflächige Kontaktflächen auf
seiner Oberseite und seiner Rückseite
aufweist, die nahezu die gesamte Oberseite bzw. Rückseite
bedecken. Außerdem
weist die Oberseite neben der großflächigen Kontaktfläche zusätzlich eine kleinflächige Kontaktfläche auf,
deren flächige
Ausdehnung mindestens zehnmal kleiner als die flächige Ausdehnung der großflächigen Kontaktflächen ist.
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Ein
derartiges Leistungshalbleiterbauelement ist aus der Druckschrift
DE 10 2004 041 088
A1 bekannt, wobei die großflächige Kontaktfläche der Oberseite
mit einer Flachleiterspange verbunden ist, die in Außenkontakte übergeht.
Auch die kleinflächige
Kontaktfläche
ist mit einer entsprechend kleineren angepassten Flachleiterspange
verbunden. Der Nachteil dieser Lösung
ist, dass mechanische Belastungen der Außenkontakte über die
Flachleiterspangen auf den spröden
Kristallkörper
des Leistungshalbleiterchips einwirken, und damit die Zuverlässigkeit
und Funktionalität
des Leistungshalbleiterchips gefährden.
Außerdem
sind die Fertigung und Formgebung von dreidimensionalen Flachleiterspangen für die Kontaktflächen der
Oberseite des Leistungshalbleiterchips kostenintensiv.
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Aus
der Druckschrift
DE
10 2004 036 905 A1 ist es bekannt, eine starre Flachleiterspange
durch eine Vielzahl von flexiblen Bonddrahten zu ersetzen, womit
die starre Kopplung zwi schen Außenkontakten und
Leistungshalbleiterchips überwunden
wird. Jedoch wird eine kostenaufwendige Lösung durch eine andere kostenintensive
und zeitaufwendige Lösung ersetzt,
zumal die erforderliche Vielzahl von Bonddrahtverbindungen seriell
aufzubringen ist.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, die Nachteile im Stand der Technik zu überwinden
und ein Leistungshalbleiterbauelement zu schaffen, das preiswert
zu fertigen ist und dennoch die Zuverlässigkeit und Funktionalität von Leistungshalbleiterbauelementen
verbessert.
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Gelöst wird
diese Aufgabe mit dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
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Erfindungsgemäß wird ein
Leistungshalbleiterbauelement mit zumindest einem Leistungshalbleiterchip
geschaffen. Der Leistungshalbleiterchip weist großflächige Kontaktflächen auf
seiner Oberseite und seiner Rückseite
auf, die im wesentlichen die gesamte Oberseite bzw. Rückseite
bedecken. Dabei ist die großflächige Kontaktfläche der
Rückseite
auf einem Außenkontakt
des Leistungshalbleiterbauelements elektrisch leitend fixiert. Die
Oberseite weist neben der großflächigen Kontaktfläche zusätzlich eine
kleinflächige
Kontaktfläche
auf, deren flächige
Ausdehnung mindestens zehnmal kleiner als die flächige Ausdehnung der großflächigen Kontaktflächen ist.
Die kleinflächige
Kontaktfläche
ist über
eine Bonddrahtverbindung mit einem einzelnen Außenkontakt des Leistungshalbleiterbauelements
verbunden, während
die großflächige Kontaktfläche der Oberseite über ein
Bondband mit Außenkontakten des
Leistungshalbleiterbauelements in Verbindung steht.
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Ein
derartiges Leistungshalbleiterbauelement hat den Vorteil, dass die
mit den Kontaktflächen auf
der Oberseite des Leistungshalbleiterchips zu verbindenden Außenkontakte
auf der Unterseite des Leistungshalbleiterbauelements nicht durch
eine starre Flachleiterspange verbunden sind, sondern vielmehr durch
flexible Bondverbindungen. Insbesondere das Bondband, das die großflächige Kontaktfläche auf
der Oberseite des Halbleiterchips mit Kontaktanschlussflächen auf
den Außenkontakten verbindet,
hat den Vorteil, dass lediglich ein Bordvorgang erforderlich ist,
um eine elektrische Verbindung für
eine hohe Stromdichte zwischen der großflächigen Kontaktfläche der
Oberseite des Leistungshalbleiterchips und entsprechenden Außenkontakten,
die von der Unterseite des Leistungshalbleiterbauelements aus kontaktierbar
sind, zu realisieren. Dieses macht eine Vielzahl von einzelnen Bonddrahtverbindungen überflüssig.
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Ein
weitere Vorteil dieses Leistungshalbleiterbauelements ist es, dass
es zu geringeren Kosten herstellbar ist als die schon erwähnten Lösungen im Stand
der Technik. Außerdem
ist es nicht notwendig, dreidimensionale Flachleiterstrukturen vorzuhalten. Der
Zwischenraum zwischen dem Halbleiterchip, der mit seiner Rückseite
auf einer zentralen Kontaktanschlussfläche eines zentralen Außenkontaktes
des Leistungshalbleiterbauelements angeordnet ist, und den übrigen Außenkontakten,
die mit den Kontaktflächen
auf der Oberseite des Halbleiterchips elektrisch in Verbindung stehen,
wird in vorteilhafter Weise allein durch den Bondvorgang des Bondbandes
bzw. des Bonddrahtes realisiert. Dabei wird gleichzeitig eine Höhendifferenz überwunden.
Die Außenkontakte
können
folglich in einer Ebene angeordnet werden und somit aus einer Flachleiterplatte
gefertigt werden, was ebenfalls die Kosten gegenüber herkömmlichen Lösungen reduziert.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung weist das Bondband eine Breite auf, die geringer ist
als die Breite der großflächigen Kontaktfläche der
Oberseite des Leistungshalbleiterchips. Durch die geringere Breite
des Bondbandes gegenüber
der Breite der großflächigen Kontaktfläche der Oberseite
des Leistungshalbleiterchips wird in vorteilhafter Weise erreicht,
dass genügend
Raum ist, um den Bonddraht, der die kleinflächige Kontaktfläche der
Oberseite des Leistungshalbleiterchips mit einem entsprechenden
Außenkontakt
verbindet, ohne Schwierigkeiten montiert werden kann.
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In
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung weist das Bondband eine Aussparung für den Bereich
der kleinflächigen
Kontaktfläche
auf. In dieser Ausführungsform
der Erfindung wird ein Bondband mit variabler Breite eingesetzt,
um den größtmöglichen
Teil der großflächigen Kontaktfläche für das Anbringen
des Bondbandes zu nutzen. Dennoch kann aufgrund der vorgesehenen
Aussparung in der Breite des Bondbandes eine Bonddrahtverbindung zwischen
der kleinflächigen
Kontaktfläche
auf der Oberseite des Leistungshalbleiterchips und einem entsprechenden
Außenkontakt
problemlos hergestellt werden.
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In
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung ist es vorgesehen, dass das Bondband auf der großflächigen Kontaktfläche mindestens
einen streifenförmigen
Fügebereich
aufweist, in dem das Bondband mit der großflächigen Kontaktfläche stoffschlüssig verbunden
ist. Ein derartiger Fügestreifen
entsteht durch einen entsprechend geformten Bondstichel, der groß genug
ist, um einen derartigen Streifen im Thermokompressionsbonden mit
der großflächigen Kontaktfläche stoffschlüssig zu
verbinden. Ein derartiger Fügestreifen
und damit auch ein derartiger Bondstichel weisen mindestens die
Breite des Bondbandes auf.
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In
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung weist das Bondband einen Bondbogen auf, der den Abstand
zwischen dem Leistungshalbleiterchip und einem Außenkontakt überbrückt, und
somit relativ flexibel die Oberseite des Halbleiterchips in einer Kontaktanschlussfläche auf
einem Außenkontakt
des Leistungshalbleiterbauelements elektrisch verbindet. Gleichzeitig
dienen derartige Bondbögen
der besseren Wärmeabfuhr
der Verlustleistung eines Leistungshalbleiterbauelements, zumal über einen
derartigen Bondbandbogen in der Summe eine größere Wärme abgeführt werden kann als über eine
Vielzahl von Bonddrähten.
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In
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung weist das Bondband auf der großflächigen Kontaktfläche der
Oberseite des Leistungshalbleiterchips mehrere über mindestens einen Bondbogen
verbundene Fügestreifen
auf. Bei dieser Ausführungsform der
Erfindung werden mithilfe des Bondstichels mehrere Streifenbereiche
des Bondbandes auf der Kontaktanschlussfläche nebeneinander erzeugt.
Diese sind jeweils über
entsprechende Bondbandbögen elektrisch
und thermisch miteinander verbunden. Dieses hat den Vorteil, dass
bei der großflächigen Kontaktfläche auf
der Oberseite des Leistungshalbleiterchips die Bondkräfte beim
Anbringen des Bondbandes vermindert werden können, da die Auflagefläche pro
Fügestreifen
und damit die Anpresskraft des Bondstichels vermindert werden kann.
Außerdem
werden Fügestreifen
auf entsprechenden Kontaktanschlussflächen der Außenkontakte vorgesehen, um
das Bondband auf den Außenkontakten
zu fixieren und eine niederohmige Verbindung zwischen der großflächigen Kontaktfläche der
Oberseite des Leistungshalbleiterchips und den Außenkontakten
zu schaffen.
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Vorzugsweise
weist das Bondband eine streifenförmige Metallfolie, insbesondere
aus Aluminium oder eine Aluminiumlegierung, auf. Dabei werden vorzugsweise
Legierungselemente wie Silizium oder Kupfer für die Aluminiumfolie vorgesehen,
was die Elektromigration des Bondbandmaterials beim Betrieb des
Leistungshalbleiterbauelements mindert.
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Um
eine intensive und zuverlässige
Bondverbindung zwischen dem Bondband und der großflächigen Kontaktanschlussfläche auf
der Oberseite des Leistungshalbleiterchips zu schaffen, wird vorzugsweise
eine Edelmetallschicht aus Gold auf der großflächigen Kontaktfläche abgeschieden,
wenn das Bondband eine Aluminiumlegierung aufweist, zumal diese
beiden Metalle eine niedrig schmelzende eutektische Legierung bilden.
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Ein
Verfahren zur Herstellung von mehreren Leistungshalbleiterbauelementen
weist die nachfolgenden Verfahrensschritte auf. Zunächst werden Leistungshalbleiterchips
mit großflächigen Kontaktflächen auf
mindestens einer Oberseite zu einer Sourceelektrode und auf einer
Rückseite
zu einer Drainelektrode sowie mit einer kleinflächigen Kontaktfläche auf
der Oberseite zu einer Gateelektrode hergestellt. Dabei weist die
kleinflächige
Kontaktfläche
eine flächige
Ausdehnung auf, die mindestens zehnmal kleiner ist als die flächige Ausdehnung
der großflächigen Kontaktflächen. Außerdem wird
ein Flachleiterrahmen aus Flachleitermaterial mit Leistungshalbleiterbauteilpositionen
hergestellt, wobei dieser Flachleiterrahmen durch Strukturieren
einer ebenen elektrisch leitenden Metallplatte hergestellt werden
kann.
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Wenn
der Flachleiterrahmen für
mehrere Leistungshalbleiterbauelemente vorliegt und die Leistungshalbleiterchips
hergestellt sind, werden die Leistungshalbleiterchips in den Leistungshalbleiterbauteilpositionen
unter stoffschlüssigem
Verbinden der großflächigen Kontaktfläche der
Rückseite
der Leistungshalbleiterchips auf einer zentralen Kontaktanschlussfläche eines
zentralen oberflächenmontierbaren
Außenkontaktes
in den Leistungshalbleiterbauteilpositionen des Flachleiterrahmens
aufgebracht. Nun können
die Verbindungen zwischen der Oberseite des Leistungshalbleiterchips
und weiteren Kontaktanschlussflächen
auf entsprechenden Außenkontakten
hergestellt werden. Dazu wird eine Bonddrahtverbindung zwischen
der kleinflächigen Kontaktfläche und
einem oberflächenmontierbaren Außenkontakt
des Leistungshalbleiterbauelements hergestellt.
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Anschließend wird
ein Bondband auf die großflächige Kontaktfläche der
Oberseite des Leistungshalbleiterchips unter stoffschlüssigem Verbinden
mindestens eines streifenförmigen
Fügebereichs des
Bondbandes mit der großflächigen Kontaktfläche und
unter Ausbilden mindestens eines Bondbandbogens zu einem oberflächenmontierbaren
Außenkontakt
auf der Unterseite des Leistungshalbleiterbauelements hergestellt.
Nachdem die Bondverbindungen fertig gestellt sind, werden der Leistungshalbleiterchip,
der Bonddraht und das Bondband sowie die Außenkontakte in den Leistungshalbleiterbauteilpositionen
des Flachleiterrahmens in eine Kunststoffgehäusemasse eingebettet. Dabei
werden mindestens Außenkontaktflächen der
oberflächenmontierbaren
Außenkontakte
auf der Unterseite des Leistungshalbleiterbauelements frei von Kunststoffgehäusemasse gelassen.
Danach erfolgt ein Auftrennen des Flachleiterrahmens in einzelne
Leistungshalbleiterbauelemente.
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Dieses
Verfahren hat den Vorteil, dass keine speziellen Verbindungselemente
wie dreidimensionale Flachleiterspangen, die auch "clips" genannt werden,
vorbereitet werden müssen,
sondern vielmehr das Verbinden der großflächigen Kontaktflächen auf
der Oberseite der Leistungshalbleiterchips in den Leistungshalbleiterbauteilen
mit einem kontinuierlich bondbaren Bondband durch ein entsprechend
geformtes Bondwerkzeug hergestellt werden kann. Dieses vermindert
die Fertigungskosten und erhöht
gleichzeitig die Zuverlässigkeit
der Leistungshalbleiterbauelemente. Insbesondere verbessert es gegenüber einer
Vielzahl von Bonddrahtverbindungen die Abfuhr der Verlustwärme des
Leistungshalbleiterchips über
das Bondband.
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Zum
Herstellen von Leistungshalbleiterchips mit großflächigen Kontaktflächen auf
mindestens einer Oberseite zu einer Sourceelektrode und auf einer Rückseite
zu einer Drainelektrode sowie mit einer kleinflächigen Kontaktfläche zu einer
Gateelektrode wird ein Halbleiterwafer eingesetzt, der eine Vielzahl von
Halbleiterchippositionen aufweist, und der anschließend zur
Herstellung der einzelnen Leistungshalbleiterchips aus den Halbleiterchippositionen
entsprechend zu Leistungshalbleiterchips aufgetrennt werden kann.
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Zum
Herstellen eines Flachleiterrahmens aus Flachleitermaterial mit
Leistungshalbleiterbauteilpositionen kann eine ebene Platte, die
Kupfer oder eine Kupferlegierung aufweist, strukturiert werden, wobei
zum Strukturieren vorzugsweise Ätz- und/oder Stanztechniken
eingesetzt werden.
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Zum
stoffschlüssigen
Verbinden der großflächigen Kontaktfläche der
Rückseite
des Leistungshalbleiterchips auf einer zentralen Kontaktanschlussfläche eines
oberflächenmontierbaren
zentralen Außenkontaktes
in den Leistungshalbleiterbau teilpositionen eines Flachleiterrahmens
kann ein Lötverfahren,
vorzugsweise ein Diffusionslötverfahren
oder ein Weichlotverfahren oder auch ein Verfahren unter Einsatz
eines Leitklebstoffs, verwendet werden.
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Das
Aufbringen eines Bondbandes auf die großflächige Kontaktfläche der
Oberseite des Leistungshalbleiterchips unter stoffschlüssigem Verbinden
mindestens eines streifenförmigen
Fügebereichs des
Bondbandes mit der großflächigen Kontaktfläche und
unter Ausbilden mindestens eines Bondbandbogens zu einem oberflächenmontierbaren
Außenkontakt
der Unterseite des Leistungshalbleiterbauelements kann mittels Thermokompressionsbonden
unter Einsatz eines breiten Bondstichels erfolgen, dessen Auflagefläche auf
dem Bondband der Breite des Bondbandes entspricht.
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Das
Einbetten des Leistungshalbleiterchips, des Bonddrahtes, des Bondbandes
sowie teilweise der Außenkontakte
in den Leistungshalbleiterbauteilpositionen des Flachleiterrahmens
in eine Kunststoffgehäusemasse
kann durch ein Spritzgussverfahren oder ein Dispensverfahren realisiert
werden.
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In
einer weiteren Variante des Verfahrens wird auf der großflächigen Kontaktfläche der
Oberseite des Leistungshalbleiterchips das Bondband mehrfach unter
Ausbilden von Bondbandbögen
gebondet. Dazu kann als Bondband eine bandförmige Aluminiumfolie oder eine
Aluminiumlegierungsfolie eingesetzt werden, und zusätzlich kann
zur Verbesserung der Bondfähigkeit
einer großflächigen Kontaktfläche diese
mit einem Edelmetall, vorzugsweise mit Gold, beschichtet werden.
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Die
Erfindung wird nun anhand der beigefügten Figuren näher erläutert.
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1 zeigt
eine schematische Draufsicht auf ein Leistungshalbleiterbauteil
gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung;
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2 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch das Leistungshalbleiterbauteil
gemäß 1;
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3 zeigt
eine schematische Untersicht auf das Leistungshalbleiterbauteil
gemäß 1;
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4 zeigt
eine schematische Draufsicht auf ein Leistungshalbleiterbauteil
gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung;
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5 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch das Leistungshalbleiterbauteil
gemäß 4;
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6 zeigt
eine schematische Untersicht auf das Leistungshalbleiterbauteil
gemäß 4;
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7 zeigt
eine schematische Draufsicht auf ein Leistungshalbleiterbauteil
gemäß einer
dritten Ausführungsform
der Erfindung;
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8 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch das Leistungshalbleiterbauteil
gemäß 7;
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9 zeigt
eine schematische Untersicht auf das Leistungshalbleiterbauteil
gemäß 7;
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10 zeigt
eine schematische Draufsicht auf ein Leistungshalbleiterbauteil
gemäß einer
vierten Ausführungsform
der Erfindung;
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11 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch das Leistungshalbleiterbauteil
gemäß 10;
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12 zeigt
eine schematische Untersicht auf das Leistungshalbleiterbauteil
gemäß 10.
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1 zeigt
eine schematische Draufsicht auf ein Leistungshalbleiterbauelement 1 gemäß einer ersten
Ausführungsform
der Erfindung. Um den Aufbau des Leistungshalbleiterbauelements 1 zu
verdeutlichen, ist die Kunststoffgehäusemasse weggelassen, und es
wird nur die Kontur 26 der Kunststoffgehäusemasse 22 in
dieser Draufsicht auf das Leistungshalbleiterbauelement 1 gezeigt.
Das Leistungshalbleiterbauelement 1 weist drei Lagen auf,
die übereinander
angeordnet sind. Eine untere Lage bilden ein Außenkontakt 6 für einen
Drainanschluss D sowie zwei weitere Außenanschlüsse 7 für einen Sourceanschluss
S und ein Außenkontakt 8 für einen Gateanschluss
G.
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Eine
zweite Lage bildet ein Leistungshalbleiterchip 5, der auf
seiner Rückseite 13 eine
großflächige Kontaktfläche aufweist,
wobei die Kontaktfläche nahezu
die gesamte Rückseite 13 bedeckt.
Der Leistungshalbleiterchip 5 ist mit seiner rückseitigen
Kontaktfläche
auf einer zentralen Kontaktanschlussfläche 20 eines zentralen
Außenkontaktes 6 stoffschlüssig und
elektrisch leitend fixiert. Auf seiner Oberseite 12 weist
der Leistungshalbleiterchip 5 eine großflächige Kontaktfläche 10 auf,
die eine Vielzahl von Sourceelektroden des Feldeffektleistungshalbleiterbauelements
miteinander verbindet, und eine kleinflächige Kontaktfläche 11, über die sämtliche Gateelektroden
des Feldeffektleistungshalbleiterbauelements bzw. des Leistungshalbleiterchips 5 angesteuert
werden.
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Die
dritte und oberste Lage bildet ein Bondband 15, das stoffschlüssig in
einem streifenförmigen Fügebereich 16 mit
der großflächigen Kontaktfläche 10 der
Sourceelektroden verbunden ist und über Bondbandbögen 17 mit
Kontaktanschlussflächen 18 der
Außenkontakte 7 elektrisch
leitend kontaktiert ist. Zu dieser Verbindungslage, in der sich
das Bondband 15 befindet, gehört auch eine Bonddrahtverbindung 14,
welche die kleinflächige
Kontaktfläche 11 der
Gateelektroden mit einer Kontaktanschlussfläche 19 auf dem Außenkontakt 8 elektrisch
in Verbindung setzt.
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Durch
das Bondband 15 mit der Breite b, die annähernd die
Breite B der großflächigen Kontaktfläche 10 auf
der Oberseite 12 des Leistungshalbleiterchips 5 erreicht,
wird mehr Fläche
zur Wärmeabfuhr über die
Außenkontakte 7 zur
Verfügung
gestellt, so dass bei Kurzzeitbelastungen eine schnelle Wärmeabfuhr über das
Bondband 15 möglich
wird. Über
das Bondband 15 wird darüber hinaus eine homogene Wärmeverteilung
erreicht, die bei einer Vielzahl von Bonddrahtverbindungen nicht
gewährleistet
ist. Außerdem
kann von dem Bondband 15 erwartet werden, dass eine höhere Strombelastung
gegenüber herkömmlichen
Leistungshalbleiterbauelementen, die mit Bonddrahtverbindungen für die Sourceelektroden
arbeiten, möglich
wird, so dass insgesamt dieses Leistungshalbleiterbauelement 1 eine
höhere thermische
Zuverlässigkeit
aufweist und aufgrund der großflächigen Bondbandverbindung
niedrigere Fertigungskosten als herkömmliche Mehrfachbonddrahtverbindungen
und/oder als herkömmliche
dreidimensionale Flachleiterspan gen, die sich von der unteren Lage
bis zur oberen Lage in herkömmlichen Bauelementen
erstrecken, möglich
sind.
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2 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch das Leistungshalbleiterbauelement 1 gemäß 1.
In dieser ersten Ausführungsform
der Erfindung weist das Leistungshalbleiterbauelement 1 nur
auf seiner Unterseite 21 Außenkontaktflächen 23 für einen
Drainanschluss D und Außenkontaktflächen 24 für Sourceanschlüsse S und
eine in diesem Schnittbild nicht zu sehende, jedoch dann in 3 gezeigte,
Außenkontaktfläche 25 für einen
Gateanschluss G auf. Somit ist dieses Leistungshalbleiterbauelement 1 ausschließlich oberflächenmontierbar, da
es keine Außenkontaktflächen an
den Randseiten besitzt.
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In
der zweiten Lage, in der der Leistungshalbleiterchip 5 angeordnet
ist, wird nun mit dieser Querschnittzeichnung deutlich, dass die
großflächige Kontaktfläche 9 auf
der Rückseite 13 des
Leistungshalbleiterchips 5 mit der zentralen Kontaktanschlussfläche 20 des
Außenkontaktes 6 für den Drainanschluss
D stoffschlüssig
verbunden ist. Die großflächige Kontaktfläche 10 auf
der Oberseite 12 des Halbleiterchips 5, welche
mit einer Vielzahl von Sourceelektroden in Verbindung steht, ist
durch einen Fügestreifen 16 des
Bondbandes 15 flächig
kontaktiert. Ferner überbrückt das
Bondband 15 mit den Bondbandbögen 17 den Abstand
a zu den Außenkontakten 7.
Mit einer gestrichelten Linie wird der Verlauf der in dieser Ebene
nicht sichtbaren Bonddrahtverbindung 14 für den Gateanschluss
gezeigt.
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3 zeigt
eine schematische Untersicht auf das Leistungshalbleiterbauelement 1 gemäß 1.
Auf der Unterseite 21 des Leistungshalbleiterbauelements 1 sind
nun in eine Kunststoffgehäusemasse 22 mit
ihren Randseiten vollständig
einge bettete Außenkontakte 6, 7 und 8 zu
sehen, wobei ein zentraler Kontakt 6 für den Drainanschluss D vorgesehen
ist und zwei an den Seiten angeordnete Außenkontakte 7 Außenkontaktflächen 24 aufweisen, die
für einen
Sourceanschluss S eingesetzt werden können. Schließlich ist
ein deutlich kleinerer Außenkontakt 8 mit
seiner Außenkontaktfläche 25 für einen Gateanschluss
G vorgesehen.
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Die 4 bis 6 zeigen
Ansichten eines Leistungshalbleiterbauelements 2 gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung. Komponenten mit gleichen Funktionen wie in den vorhergehenden Figuren
werden mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet und nicht extra
erörtert.
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4 zeigt
eine schematische Draufsicht auf ein Leistungshalbleiterbauelement 2 gemäß der zweiten
Ausführungsform
der Erfindung. Der dreilagige Aufbau ist auch bei der zweiten Ausführungsform der
Erfindung beibehalten, so dass Außenkontakte 6, 7 und 8 wieder
in der unteren Lage angeordnet sind, womit der Vorteil verbunden
ist, dass eine ebene Metallplatte strukturiert werden kann, um diese
Außenkontakte
zu realisieren. Die zweite Bauteillage wird wieder durch den Leistungshalbleiterchip 5 gebildet und
die dritte Lage durch die Verbindungselemente, wobei ein großflächiges Verbindungselement
durch das Bondband 15 gebildet wird und zu diesen Verbindungselementen
der Oberseiten 12 des Leistungshalbleiterchips 2 auch
eine Bonddrahtverbindung 14 gehört.
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Der
Unterschied zu der ersten Ausführungsform
der Erfindung besteht darin, dass die untere Lage mit Außenkontakten 6, 7 und 8 aus
einem Flachleiterrahmen ausgestanzt ist, und somit auf den Rändern 27, 28, 29 und 30 nicht
nur Kunststoffgehäusemasse 22 angeordnet
ist, sondern auch Außenkontaktflächen 31 bis 40 der
einzelnen Außenkontakte 6, 7 und 8 enden.
Auf den Randseiten 27 und 29 des Leistungshalbleiterbauelements 2 sind somit
Außenkontaktflächen 31 bzw. 32 des
Außenkontaktes 6 für einen
Drainanschluss D angeordnet. Auf der Randseite 28 sind
vier Kontaktanschlussflächen 33 bis 36 für einen
Sourceanschluss angeordnet und zusätzlich auf der Randseite 30 drei
weitere Außenkontaktflächen 37, 38 und 39 für den Sourceanschluss
bereitgestellt. Außerdem
ist auf der Randseite 30 eine Außenkontaktfläche 40 des
Außenkontaktes 8 angeordnet.
Diese Außenkontaktflächen 31 bis 40 auf
den Randseiten 27 bis 30 ermöglichen es, das Leistungshalbleiterbauelement 2 in
einen entsprechenden Stecksockel auf einer übergeordneten Platine einzustecken.
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5 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch das Leistungshalbleiterbauelement 2 gemäß 4,
wobei dieser Querschnitt auf den Randseiten 28 und 30 Außenkontaktflächen 34 und 38 zeigt,
die zu Außenkontakten 7 eines
Sourceanschlusses gehören.
Die Verdrahtung der großflächigen Kontaktfläche 10 auf
der Oberseite 12 des Halbleiterchips 5 ist unverändert über einen
Fügestreifen 16 hergestellt,
wobei der Fügestreifen 16 von
einem Bondband 15 gebildet wird, dessen Bondbögen 17 den
Kontakt zu den Außenkontakten 7 für den Sourceanschluss
S herstellen.
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6 zeigt
eine schematische Untersicht auf das Leistungshalbleiterbauelement 2 gemäß 4.
Dabei wird deutlich, dass nun die auf der Unterseite 21 angeordneten
Außenkontaktflächen auch Außenkontaktflächen 31 bis 40 auf
den Randseiten 27 bis 30 zur Verfügung stellen.
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Die 7 bis 9 zeigen
schematische Ansichten eines Leistungshalbleiterbauelements 3 einer
dritten Ausführungsform der
Erfindung. Komponenten mit gleichen Funktionen wie in den vorhergehenden
Figuren werden mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet und nicht
extra erörtert.
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7 zeigt
eine schematische Draufsicht auf ein Leistungshalbleiterbauelement 3 gemäß der dritten
Ausführungsform
der Erfindung. Der Unterschied zu der ersten Ausführungsform
der Erfindung besteht darin, dass das Bondband zwei Fügestreifen 16 aufweist,
mit denen es auf der großflächigen Kontaktfläche 10 auf
der Oberseite 12 des Halbleiterchips 5 fixiert
ist. Diese Ausführungsform
der Erfindung hat den Vorteil, dass ein kleinerer Bondstichel verwendet
werden kann, und damit die Kompressionsbelastung beim Thermokompressionsbonden des
Leistungshalbleiterchips geringer ist.
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8 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch das Leistungshalbleiterbauelement 3 gemäß 7,
wobei nun deutlich die drei Bondbandbögen 17 zu sehen sind,
wobei sich ein mittlerer Bondbandbogen 17 zwischen den
beiden Fügestreifen 16 über der
großflächigen Kontaktfläche 10 des Leistungshalbleiterchips 5 wölbt und
die beiden Fügestreifen 16 flexibel
miteinander verbindet.
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9 zeigt
eine schematische Untersicht auf das Leistungshalbleiterbauelement 3 gemäß 7,
wobei sich diese Untersicht von der Untersicht der ersten Ausführungsform
der Erfindung nicht unterscheidet.
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Die 10 bis 12 zeigen
Ansichten eines Leistungshalbleiterbauelements 4 gemäß einer vierten
Ausführungsform
der Erfindung. Komponenten mit gleichen Funktionen wie in den vorhergehenden
Figuren werden mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet und nicht
extra erörtert.
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10 zeigt
eine schematische Draufsicht auf das Leistungshalbleiterbauelement 4 gemäß der vierten
Ausführungsform
der Erfindung. Diese vierte Ausführungsform
der Erfindung entspricht im wesentlichen der zweiten Ausführungsform
der Erfindung gemäß den 4 bis 6.
Der Unterschied besteht auch hier darin, dass das Bondband nicht
mit einem Fügestreifen 16 auf
der großflächigen Kontaktfläche 10 auf
der Oberseite 12 des Leistungshalbleiterchips 5 fixiert
ist, sondern mit zwei Bondstreifen 16, die über einem
mittleren Bondbogen 17 elektrisch miteinander verbunden
sind. Dieses wird auch in der nachfolgenden Querschnittansicht deutlich.
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11 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch das Leistungshalbleiterbauelement 4 gemäß 10,
wobei nun zum Unterschied zu der dritten Ausführungsform der Erfindung dieses
Leistungshalbleiterbauelement auch auf den Randseiten 27 bis 30 Außenkontaktflächen 31 bis 40 aufweist.
In diesem Querschnitt sind davon auf den Randseiten 28 und 30 lediglich
die Außenkontaktflächen 34 und 38 zu
sehen. Deren Anordnung wird jedoch in der nachfolgenden 12 im
einzelnen gezeigt.
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12 zeigt
eine schematische Untersicht auf das Leistungshalbleiterbauelement 4 gemäß 10,
wobei diese Untersicht der Untersicht in 6 der zweiten
Ausführungsform
der Erfindung entspricht und auf den Randseiten 27 bis 30 die
dort angeordneten Außenkontaktflächen 37 bis 40 und ihre
Anordnung zeigt.
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- 1
- Leistungshalbleiterbauelement
(1. Ausführungsform)
- 2
- Leistungshalbleiterbauelement
(2. Ausführungsform)
- 3
- Leistungshalbleiterbauelement
(3. Ausführungsform)
- 4
- Leistungshalbleiterbauelement
(4. Ausführungsform)
- 5
- Leistungshalbleiterchip
- 6
- oberflächenmontierbare
Außenkontakte (Drain)
- 7
- oberflächenmontierbare
Außenkontakte (Source)
- 8
- oberflächenmontierbare
Außenkontakte (Gate)
- 9
- großflächige Kontaktfläche (Drain)
- 10
- großflächige Kontaktfläche (Source)
- 11
- kleinflächige Kontaktfläche (Gate)
- 12
- Oberseite
des Leistungshalbleiterchips
- 13
- Rückseite
des Leistungshalbleiterchips
- 14
- Bonddrahtverbindung
bzw. Bonddraht
- 15
- Bondband
- 16
- streifenförmiger Fügebereich
bzw. Fügestreifen
- 17
- Bondbandbogen
- 18
- Kontaktanschlussfläche der
Außenkontakte (Source)
- 19
- Kontaktanschlussfläche des
Außenkontaktes (Gate)
- 20
- zentrale
Kontaktanschlussfläche
des Außenkontaktes
(Drain)
- 21
- Unterseite
des Leistungshalbleiterbauelements
- 22
- Kunststoffgehäusemasse
- 23
- Außenkontaktfläche (Drain)
- 24
- Außenkontaktfläche (Source)
- 25
- Außenkontaktfläche (Gate)
- 26
- Kontur
der Kunststoffgehäusemasse
- 27
- Rand
des Leistungshalbleiterbauelements
- 28
- Rand
des Leistungshalbleiterbauelements
- 29
- Rand
des Leistungshalbleiterbauelements
- 30
- Rand
des Leistungshalbleiterbauelements
- 31
- Außenkontaktfläche (Drain)
- 32
- Außenkontaktfläche (Drain)
- 33
- Außenkontaktfläche (Source)
- 34
- Außenkontaktfläche (Source)
- 35
- Außenkontaktfläche (Source)
- 36
- Außenkontaktfläche (Source)
- 37
- Außenkontaktfläche (Source)
- 38
- Außenkontaktfläche (Source)
- 39
- Außenkontaktfläche (Source)
- 40
- Außenkontaktfläche (Gate)
- a
- Abstand
- b
- Breite
des Bondbandes
- B
- Breite
der großflächigen Kontaktfläche
- D
- Drain
- G
- Gate
- S
- Source