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DE102006002037A1 - Verfahren zur Bearbeitung diagnostischer Bilddaten - Google Patents

Verfahren zur Bearbeitung diagnostischer Bilddaten Download PDF

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DE102006002037A1
DE102006002037A1 DE102006002037A DE102006002037A DE102006002037A1 DE 102006002037 A1 DE102006002037 A1 DE 102006002037A1 DE 102006002037 A DE102006002037 A DE 102006002037A DE 102006002037 A DE102006002037 A DE 102006002037A DE 102006002037 A1 DE102006002037 A1 DE 102006002037A1
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Ute Feuerlein
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Siemens Corp
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    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06TIMAGE DATA PROCESSING OR GENERATION, IN GENERAL
    • G06T1/00General purpose image data processing
    • G06T1/60Memory management

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
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Abstract

Ein Verfahren zur Einstellung von Betriebs- und Auswerteparametern eines bildgebenden medizintechnischen Gerätes (1) umfasst die Schritte: DOLLAR A - Auswahl eines beim Betrieb des bildgebenden medizintechnischen Gerätes (1) anzuwendenden, auf ein zu untersuchendes Volumen abgestimmten Scan-Protokolls (SP) und DOLLAR A - automatisches, von der getroffenen Auswahl des Scan-Protokolls (SP) abhängiges Anbieten verschiedener Parametereinstellungen (PE) der Bilderzeugung, wobei in jeder Parametereinstellung (PE) sowohl ein Faltungskern (K1, ..., Kn) als auch mindestens ein Fensterwert (F1, ..., Fn) der Bilddatenverarbeitung bestimmt werden und die Parametereinstellungen (PE) durch einen einzigen Wählvorgang festgelegt werden.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Einstellung von Betriebs- und Auswerteparametern eines bildgebenden medizintechnischen Gerätes sowie ein zur Durchführung dieses Verfahrens geeignetes Datenverarbeitungssystem.
  • Ein Verfahren zur Erzeugung von Bildern aus computertomographischen Messdaten ist beispielsweise aus der DE 101 41 344 A1 bekannt. In diesem Verfahren werden zunächst durch Faltung der Messdaten mit einem ersten Faltungskern, der für die Erzeugung einer ersten Bildeigenschaft ausgebildet ist, und anschließende Rückprojektion erste Bilddaten eines ersten Bildes mit der ersten Bildeigenschaft berechnet. Anschließend ist eine Filterung vorgesehen, mit der aus den ersten Bilddaten zweite Bilddaten mit einer zweiten Bildeigenschaft erzeugt werden.
  • Aus der DE 10 2004 008 979 A1 ist ein Verfahren zur Filterung tomographischer 3D-Darstellungen nach erfolgter Rekonstruktion von Volumendaten bekannt. In diesem Verfahren werden Bildwerte mit einer zweidimensionalen Faltung gefiltert.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine besonders benutzerfreundliche Einstellung von Betriebs- und Auswerteparametern eines bildgebenden medizintechnischen Gerätes zu ermöglichen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Datenverarbeitungssystem mit den Merkmalen des Anspruchs 7. Im Folgenden im Zusammenhag mit dem Verfahren genannte Vorteile und Ausgestaltungen gelten sinngemäß auch für das Datenverarbeitungssystem und umgekehrt.
  • In dem Verfahren zur Einstellung von Betriebs- und Auswerteparametern eines bildgebenden medizintechnischen Gerätes, insbesondere eines Computertomographiegerätes, wird zunächst ein beim Betrieb des medizintechnischen Gerätes anzuwendendes, auf ein zu untersuchendes Volumen abgestimmtes Scan-Protokoll ausgewählt. Die Verwendung unterschiedlicher Messprotokolle für verschiedene Untersuchungen (Scans) mit einem bildgebenden Diagnosegerät ist beispielsweise aus der US 6,952,097 B2 sowie aus der DE 10 2004 051 169 A1 bekannt. Im Fall einer Untersuchung mit einem mit Röntgenstrahlung arbeitenden Gerät, insbesondere Tomographiegerät, umfasst ein Scan-Protokoll unter anderem Dosisparameter. Allgemein berücksichtigt das Scan-Protokoll die Art der Bildgebungsinstallation. Insbesondere basiert ein aus einer Mehrzahl vordefinierter Protokolle auszuwählendes Scan-Protokoll auf der Positionierung des Patienten im sogenannten Scanner, das heißt im bildgebenden medizintechnischen Gerät.
  • Im zweiten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens werden durch das Datenverarbeitungssystem automatisch, von der getroffenen Auswahl des Scan-Protokolls abhängig, verschiedene Parametereinstellungen des medizintechnischen Gerätes angeboten, wobei in jeder Parametereinstellung sowohl ein Faltungskern als auch mindestens ein Fensterwert der Bilddatenverarbeitung bestimmt werden und die Parametereinstellungen durch einen einzigen Wählvorgang des Benutzers, beispielsweise einen einzigen Tastendruck, festlegbar sind.
  • Der auch als Kernel bezeichnete Faltungskern ist ein Rekonstruktionsalgorithmus, welcher aus den mit dem bildgebenden medizintechnischen Gerät gewonnenen Messdaten ein für diagnostische Zwecke unmittelbar verwendbares Bild erzeugt. Vom Faltungskern hängen insbesondere Schärfe, Rauschen und Kanten im erzeugten Bild ab. Eine Filterung von Messdaten durch einen Faltungskern wird auch als gefilterte Rückprojektion bezeichnet.
  • Während das Scan-Protokoll den Betrieb des medizintechnischen Gerätes betrifft, also Betriebsparameter festlegt, sind im Kernel Auswerteparameter festgelegt. Verschiedene Faltungskerne sind unter anderem abgestimmt auf die zu untersuchende Körperregion, insbesondere das Organ, sowie auf die Art der beim Betrieb des medizintechnischen Gerätes eingestellten Abtastung (scan mode), gegebenenfalls auch auf die Rotationszeit der Strahlenquelle und/oder des Detektors des medizintechnischen Gerätes. Ebenso kann mittels des Kernels berücksichtigt werden, ob ein Erwachsener oder ein Kind untersucht wird. Bei der Untersuchung ein und derselben Körperregion eines bestimmten Patienten können in Abhängigkeit vom Zweck der Untersuchung unterschiedliche Faltungskerne optimal sein. Beispielsweise ist ein erster Faltungskern primär auf die Darstellung von Weichteilen ausgelegt, während ein zweiter Faltungskern hauptsächlich zur Darstellung von Knochen geeignet ist.
  • Die im zweiten Schritt des Verfahrens gleichzeitig mit der Kernelauswahl automatisch angebotene Auswahl der Fensterwerte betrifft die Darstellung von Grauwerten. Ein mit einem bildgebenden medizintechnischen Diagnosegerät gewonnenes Bild weist beispielsweise 4096 verschiedene Graustufen auf, die in Hounsfield-Einheiten (HE) einteilbar sind und die Gewebedichte darstellen. Üblicherweise reicht die Skala der Grauwerte bei Computertomographie-Untersuchungen von –1024 HE bis 3071 HE, wobei der Dichte des Wassers der Wert 0 HE und der Lungendichte der Wert –1000 HE zugeordnet wird.
  • Die Anzahl der Graustufen, die das menschliche Auge unterscheiden kann, ist wesentlich geringer als die Anzahl der Grauwerte des mit dem medizintechnischen Gerät gewonnenen Bildes. Um unterschiedliche Grauwerte des Bildes in einem für die Diagnose besonders relevanten Bereich besser differenzieren zu können, wird auf das an sich bekannte Verfahren der sogenannten Fensterung zurückgegriffen. Hinsichtlich genereller Merkmale dieses Verfahrens wird auf die DE 102 13 284 A1 sowie auf die DE 197 34 725 A1 verwiesen. Der Betrachter hat die Möglichkeit, das Fenster in denjenigen Bereich zu legen, der diagnostisch wichtig ist. Hierbei wird typischerweise die Mitte (Center) des Fensters in den mittleren Hounsfield-Wert der interessierenden Strukturen gelegt. Mittels der Fensterbreite kann der Kontrast gesteuert werden, wobei schmale Fenster besonders kontrastreich sind. Dagegen werden breite Fenster bei röntgentechnischen Untersuchungen in Fällen gewählt, in denen auf einer Darstellung verschiedene Gewebe sichtbar sind, die eine stark unterschiedliche Schwächung der Röntgenstrahlung bewirken, das heißt in Fällen, in denen von vorn herein starke Kontraste vorhanden sind. Dies trifft insbesondere auf die Lunge sowie auf das Skelett zu.
  • Durch die gleichzeitige Auswahl eines Faltungskerns und mindestens eines Fensterwertes der Bilddatenverarbeitung ist das Verfahren zur Einstellung von Betriebs- und Auswerteparametern des bildgebenden medizintechnischen Gerätes besonders einfach handhabbar. Vorzugsweise wird dem Benutzer automatisch im Klartext angezeigt, welche Parametereinstellungen zur Auswahl stehen, wobei jede dieser Einstellungen durch das zu untersuchende Gewebe explizit bezeichnet wird. An Stelle einer Anzeige der Bezeichnung des zu untersuchenden Gewebes oder zusätzlich hierzu ist es auch möglich, eine entsprechende bildliche oder symbolische Darstellung (Piktogramm) anzuzeigen. In jedem Fall ist der Benutzer in die Lage versetzt, durch eine einzige Bedienhandlung eine von mehreren Parametereinstellungen auszuwählen, die sich sowohl hinsichtlich des Faltungskerns als auch hinsichtlich eines oder mehrerer Fensterwerte, das heißt insbesondere der Fenstermitte und/oder der Fensterbreite, unterscheiden. Die Anzeige der zur Auswahl stehenden Parametereinstellungen ist in einem ersten Auswahlfenster vorzugsweise auf die Klartextanzeige des zu untersuchenden Gewebes, gegebenenfalls ergänzt oder ersetzt durch eine bildliche Darstellung, begrenzt. Im Sinne der Übersichtlichkeit des Auswahlfensters wird in dieser Ausgestaltung insbesondere keine explizite, typischerweise kryptische, Bezeichnung eines Faltungskerns sowie kein Wert des bei der Bilddatenverarbeitung einzustellenden Fensters angezeigt.
  • Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die den verschiedenen Parametereinstellungen hinterlegten Faltungskerne sowie Fensterwerte bei Bedarf, vorzugsweise in einem zweiten Aus wahlfenster, anzeigbar. Der Benutzer hat dann die Möglichkeit, abweichend von vorgegebenen Kombinationen von Faltungskernen und Fensterwerten individuelle Kombinationen der verschiedenen Parameter einzustellen. Ebenso hat der Benutzer die Möglichkeit, neue Kombinationen von Faltungskernen und Fenstereinstellungen als zusätzliche Standard-Parametereinstellungen zu speichern.
  • Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung bietet das Datenverarbeitungssystem die Möglichkeit, verschiedene Paramatereinstellungen zu wählen, so dass simultan die Erzeugung verschiedener Bilddatensätze mit unterschiedlich eingestellten Parametern des Betriebs des medizintechnischen Gerätes und/oder der Auswertung der mit diesem gewonnenen Rohdaten auslösbar ist. Beispielsweise können basierend auf einer Untersuchung des Abdomens gleichzeitig drei Rekonstruktionen von Bilddaten veranlasst werden, nämlich eine Rekonstruktion des Weichteils, eine Rekonstruktion der Lunge und eine Knochen-Rekonstruktion. Für jede dieser Rekonstruktionen wird automatisch ein unterschiedlicher Parametersatz, der auf die spezifischen Eigenschaften des jeweiligen Gewebes angepasst ist, verwendet. Selbst wenn der Benutzer einzelne Parametereinstellungen für einen oder mehrere Rekonstruktionen verändert, ist die Wahrscheinlichkeit von Fehleinstellungen minimiert, da sämtliche anderen Einstellungen automatisch von den gespeicherten Standard-Einstellungen übernommen werden.
  • Der Vorteil der Erfindung liegt insbesondere darin, dass bei der Rekonstruktion von Bilddaten, basierend auf mit einem bildgebenden medizintechnischen Gerät gewonnenen Rohdaten, verschiedene Kombinationen jeweils eines Faltungskerns mit bestimmten Fensterwerten als Standard-Kombinationen gespeichert und mit einem einzigen Eingabevorgang auswählbar sind, wobei durch ein Datenverarbeitungssystem organspezifisch au tomatisch eine geeignete Auswahl in Frage kommender Parametereinstellungen angezeigt wird.
  • Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Hierin zeigen:
  • 1 in einem Flussdiagramm den Ablauf eines Verfahrens zur Einstellung von Betriebs- und Auswerteparametern eines bildgebenden medizintechnischen Gerätes,
  • 2 in einer schematisierten Darstellung ein bildgebendes medizintechnisches Gerät sowie ein an dieses angeschlossenes Datenverarbeitungssystem, und
  • 3 in einer Tabelle mögliche Parametereinstellungen für eine Untersuchung mit einem bildgebenden medizintechnischen Gerät.
  • Einander entsprechende Teile oder Parameter sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
  • Das in den 1 und 2 veranschaulichte Verfahren geht aus von Rohdaten R, die mittels eines bildgebenden medizintechnischen Gerätes 1, nämlich eines Computertomographiegerätes, gewonnen wurden. Das zu untersuchende Gewebe eines nicht dargestellten Patienten wird mittels eines Röntgenstrahls aus verschiedenen Richtungen abgetastet. Dieser Vorgang wird auch als Scan, die dabei eingestellten Parameter des Gerätes 1 als Scan Parameter, bezeichnet. Beim Gerät 1 handelt es sich beispielsweise um einen sogenannten Ganzkörperscanner. Die bei der Untersuchung einzustellenden Scan Parameter, beispielsweise Dosis-Parameter, sind direkt oder mittelbar in einem Scan-Protokoll SP enthalten.
  • Bei der Computertomographieuntersuchung wird für jede Geometrie des Röntgenstrahls, insbesondere für jeden Einstrahlwinkel, ein Schwächungswert gemessen. Aus der Gesamtheit der mit dem Gerät 1 erfassten Schwächungswerte der Röntgenstrahlung wird mittels einer mathematischen Transformation, nämlich einer auch als Radon-Transformation bezeichneten gefilterten Rückprojektion, ein sichtbares Bild generiert.
  • Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich sowohl auf 1, die schematisiert den Ablauf des Verfahrens, welches aus den Rohdaten R darstellbare Bilddaten B erzeugt, zeigt, als auch auf 2, welche in ebenfalls grob schematisierter Weise die zur Durchführung des Verfahrens vorgesehene Vorrichtung zeigt.
  • In einem ersten Schritt S1 des Verfahrens wird durch den Bediener des insgesamt mit dem Bezugszeichen 2 gekennzeichneten, das medizintechnische Gerät 1 sowie ein Datenverarbeitungssystem 3 umfassenden Diagnosesystems ein Scan-Protokoll SP, beispielsweise das Scan-Protokoll "Lunge" ausgewählt.
  • Im nächsten Schritt S2 ermittelt das eine Auswerteeinheit 4 sowie eine Anzeigevorrichtung 5 umfassende Datenverarbeitungssystem 3 automatisch, welche Parameterkombinationen oder Parametereinstellungen PE bei der Auswertung der Rohdaten R in Betracht kommen. Eine Parameterkombination PE umfasst dabei sowohl einen bestimmten Faltungskern als auch eine bestimmte Einstellung von Fensterwerten der Bilddatenverarbeitung. Die Fensterwerte legen die Fenstermitte, die Fensterbreite sowie gegebenenfalls auch Parameter einer nicht linearen Verarbeitung von Grauwerten fest. Die sich auf den auch als Kernel bezeichneten Faltungskern beziehenden Parameter sind mit K1, K2, ..., Kn, bezeichnet, die sich auf die Fensterwerte beziehenden Parameter mit F1, F2, ..., Fn. Verschiedene Parameterkombinationen (K1, F1), (K2, F2), ..., (Kn, Fn) sind in einem Speicher 6, welcher an die Auswerteeinheit 3 angeschlossen oder in diese integriert ist, gespeichert.
  • Eine Teilmenge der gespeicherten Parameterkombinationen (K1, F1), (K2, F2), ..., (Kn, Fn), welche zusammenfassend kurz mit PE bezeichnet sind, wird für die Auswertung der gemessenen Rohdaten R automatisch als geeignet eingestuft. Im vorliegen den Fall handelt es sich um die beiden Parameterkombinationen (K1, F1) und (K2, F2). Diese werden jedoch dem Benutzer nicht direkt angezeigt. Stattdessen wird mittels der Anzeigevorrichtung 5 lediglich ein erster Auswahltext A1 sowie ein zweiter Auswahltext A2 angezeigt. Im Datenverarbeitungssystem 3 ist der erste Auswahltext A1, nämlich "Lunge", mit der Parameterkombinationen (K1, F1) und der zweite Auswahltext A1, nämlich "Weichteil", mit der Parameterkombinationen (K2, F2) hinterlegt. Wird einer dieser Auswahltexte A1, A2 durch den Benutzer ausgewählt, so werden durch das Datenverarbeitungssystem 3 die Parametereinstellungen PE für die Darstellung des Lungenparenchyms beziehungsweise des Weichteils aktiviert. Der Benutzer hat auch die Möglichkeit, beide Parametersätze (K1, F1), (K2, F2) auszuwählen. In diesem Fall kann die Rekonstruktion beider gewählter Darstellungen gleichzeitig ausgelöst werden.
  • Die vom Datenverarbeitungssystem 3 angebotenen, am Bildschirm als Ausgabevorrichtung 5 angezeigten Auswahltexte A1, A2 sind in der Art von Schaltflächen, sogenannten "Buttons", gestaltet, die vom Benutzer beispielsweise mittels einer Tastatur 7 oder durch einen Mausklick ausgewählt werden können. In jedem Fall ist es möglich, durch eine einzige Eingabehandlung sowohl den Faltungskern K1, ..., Kn als auch einen oder mehrere Fensterwerte F1, ..., F2 der Bilddatenverarbeitung festzulegen.
  • Die Auswahltexte A1,A2 werden auf dem Bildschirm 5 in einem ersten Auswahlfenster W1 dargestellt. Der Benutzer kann bei Bedarf ein zweites Auswahlfenster W2 öffnen, das die Möglichkeit bietet, beliebige Parameter F1, ..., Fn, K1, ... Kn separat einzustellen. Das zweite Auswahlfenster W2 ist beispielsweise mittels einer Maustaste oder der Tastatur 7 aufrufbar.
  • In 3 sind ausschnittsweise verschiedene mögliche Einstellungen von Auswerteparametern, die zur Generierung von Bilddaten B verwendbar sind, zusammengefasst. Eine mit dem bildgebenden medizintechnischen Gerät 1 zu untersuchende Körperregion ist allgemein mit KR bezeichnet. Beispielhaft bedeutet die erste Körperregion KR1 "Kopf", die zweite Körperregion KR2 "Thorax" und die dritte Körperregion KR3 "Abdomen". Die Parametereinstellungen in 3 betreffen ausschließlich die Faltungskerne K1 bis Kn. Es stehen drei Gruppen unterschiedlicher Faltungskerne für die Gewebearten GA, GB, GC, nämlich Weichteile, Lunge und Skelett, zur Verfügung. In nicht dargestellter Weise sind jeder Körperregion KR mehrere Scan-Protokolle SP zugeordnet, wobei für jedes dieser Scan-Protokolle SP mehrere mögliche Faltungskerne K1, ..., Kn sowie mehrere mögliche Fensterwerte F1, ..., Fn existieren und in einer Datenbank, die ansatzweise in 3 veranschaulicht ist, gespeichert sind.
  • Darüber hinaus enthält die Datenbank in 3 nicht entnehmbarer Weise auch Informationen, auf welche der Gewebearten GA, GB, GC die Parametereinstellung PE bei der Untersuchung einer bestimmten Körperregion KR mit der größten Wahrscheinlichkeit abzustimmen ist. Die entsprechenden Einstellungen werden als, jeweils einer Körperregion KR sowie einem Scan-Protokoll SP zugeordnete, Standardeinstellungen bezeichnet.
  • Während für Untersuchungen des Kopfes (Körperregion KR1) üblicherweise Faltungskerne K1A, K1C für die Gewebearten GA und GC, das heißt für Weichteile sowie für Skelett zur Verfügung stehen, sind für Thorax-Untersuchungen (Körperregion KR2) Faltungskerne K2A, K2B für die Gewebearten GA und GB, also für Weichteile oder für die Lunge, in dem Datenverarbeitungssystem 3 gespeichert. Für das Abdomen (Körperregion KR3) sind Faltungskerne K3A, K3B, K3C für alle genannten Gewebearten GA, GB, GC, gespeichert. Zusätzlich zu den als Platzhalter in die Tabelle nach 3 eingetragenen Faltungskernen K1A, ..., K3C sind weitere mit unterschiedlichen Scan-Protokollen SP kombinierbare Faltungskerne K1, ..., Kn, die jeweils zusammen mit Fensterwerten F1, ..., Fn verschiedene wählbare Parametereinstellungen PE bilden, gespeichert.

Claims (8)

  1. Verfahren zur Einstellung von Betriebs- und Auswerteparametern eines bildgebenden medizintechnischen Gerätes (1), mit folgenden Schritten: – Auswahl eines beim Betrieb des bildgebenden medizintechnischen Gerätes (1) anzuwendenden, auf ein zu untersuchendes Volumen abgestimmten Scan-Protokolls (SP), und – automatisches, von der getroffenen Auswahl des Scan-Protokolls (SP) abhängiges Anbieten verschiedener Parametereinstellungen (PE) der Bildgenerierung, wobei in jeder Parametereinstellung (PE) sowohl ein bei der Umwandlung von mittels des medizintechnischen Gerätes (1) erzeugten Rohdaten (R) in Bilddaten (B) anzuwendender Faltungskern (K1, ..., Kn) als auch mindestens ein Fensterwert (F1, ...Fn) der Bilddatenverarbeitung bestimmt werden und die gesamte Parametereinstellung (PE) durch einen einzigen Wählvorgang festgelegt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Anbieten verschiedener, sich sowohl hinsichtlich der Faltungskerne (K1, ..., Kn) als auch hinsichtlich der Fensterwerte (F1, ...Fn) unterscheidender Parametereinstellungen (PE) automatisch Bezeichnungen von mit dem bildgebenden medizintechnischen Gerätes (1) zu untersuchendem Gewebe im Klartext angezeigt werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass beim Anbieten verschiedener, sich sowohl hinsichtlich der Faltungskerne (K1, ..., Kn) als auch hinsichtlich der Fensterwerte (F1, ...Fn) unterscheidender Parametereinstellungen (PE) automatisch bildliche oder symbolische Darstellungen von mit dem bildgebenden medizintechnischen Gerätes (1) zu untersuchendem Gewebe angezeigt werden.
  4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Auswahlfenster (W1) zur Festlegung der Parametereinstellungen (PE) aus schließlich die mit verschiedenen Parametereinstellungen (PE) hinterlegten Bezeichnungen und/oder Darstellungen von zu untersuchendem Gewebe angezeigt werden.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Festlegung der Parametereinstellungen (PE) ein zweites Auswahlfenster (W2) aufrufbar ist, welches die separate Änderung von Faltungskernen (K1, ..., Kn) und Fensterwerten (F1, ...Fn) ermöglicht.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Parametereinstellungen (PE) getroffen werden, mit denen simultan die Erzeugung verschiedener Sätze von Bilddaten (B) mit unterschiedlich eingestellten Parametern (K1, ..., Kn, F1, ...Fn) ausgelöst wird.
  7. Datenverarbeitungssystem zur Auswertung von mit einem bildgebenden medizintechnischen Gerät (1) erzeugten Rohdaten (R), mit einer Auswerteeinheit (4), welche programmtechnisch derart eingerichtet ist, dass die auf den Rohdaten (R) basierende Generierung und Auswertung von Bilddaten (B) mit unterschiedlichen Parametereinstellungen (PE) möglich ist, wobei in verschiedenen Parametereinstellungen (PE) sowohl ein Faltungskern (K1, ..., Kn) als auch mindestens ein Fensterwert (F1, ...Fn) der Bilddatenverarbeitung unterschiedlich eingestellt sind, und wobei eine Parametereinstellung (PE) durch eine einzige Eingabehandlung auswählbar ist.
  8. Datenverarbeitungssystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass verschiedenen mittels des bildgebenden medizintechnischen Gerätes (1) untersuchbaren Körperregionen (KR) unterschiedliche Parametereinstellungen (PE) zugeordnet sind, die sich sowohl hinsichtlich des Faltungskerns (K1, ..., Kn) als auch in mindestens einem Fensterwert (F1, ..., Fn) unterscheiden.
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