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DE102006009964A1 - Prothetische Suprakonstruktion mit translatorischem Riegel - Google Patents

Prothetische Suprakonstruktion mit translatorischem Riegel Download PDF

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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf eine prothetische Suprakonstruktion, mit einer an einem Anschlussteil festlegbaren, in einer Zahnprothese unterbringbaren Riegelvorrichtung, wobei die Riegelvorrichtung einen beweglichen Riegel aufweist, der relativ zum Anschlussteil beweglich ist und mittels eines beweglichen künstlichen Zahns betätigbar ist, wobei der Riegel translatorisch beweglich ist, zwischen einer nach außen, zur Wange gerichteten und einer nach innen, zur Zunge oder zum Gaumen gerichteten Stellung.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine prothetische Suprakonstruktion nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Aus der EP 0 796 062 B1 ist eine derartige Suprakonstruktion bekannt. Bei dieser Konstruktion wird ein künstlicher Zahn schwenkbeweglich innerhalb einer Zahnprothese gelagert und durch die Schwenkbewegung wird der dementsprechend schwenkbewegliche Riegel zwischen einer Freigabe- und einer Riegelstellung verschwenkt.
  • Der schwenkbewegliche künstliche Zahn befindet sich mit den übrigen Zähnen – sowohl natürlichen Zähnen als auch den übrigen Zähnen einer Zahnprothese des Patienten – in einer fluchtenden Anordnung, wenn sich der Riegel in seiner Riegelstellung befindet. In der Freigabestellung hingegen steht der künstliche Zahn außer Flucht mit den übrigen Zähnen, so dass die Möglichkeit besteht, dass dieser Zahn durch die Wange oder die Zunge des Patienten in seine Riegelstellung zurückbewegt wird, wenn der Patient beispielsweise zur Entnahme der Zahnprothese diese an einer anderen Stelle anfasst als an dem schwenkbeweglichen künstlichen Zahn. Umgekehrt kann beim Einsetzen der Zahnprothese ein versehentliches Verschwenken des schwenkbeweglichen künstlichen Zahnes den Riegel in seine Riegelstellung führen, in welcher das Ansetzen der Zahnprothese an das Anschlusselement nicht möglich ist.
  • Andere Verriegelungsmechanismen bei Zahnprothesen sind aus der Praxis bekannt. Sie weisen Betätigungselemente in Form von schwenkbeweglichen Riegeln oder von Druckknöpfen und dergleichen auf, die sämtlich palatinal oder lingual über die Zahnprothese hinaus in den Mund vorstehen und nicht nur vom Benutzer störend empfunden werden, sondern auch gesundheitlich bedenklich sein können, da an den durch diese Betätigungselemente hervorgerufenen Unregelmäßigkeiten im Mundraum die Zunge gereizt werden kann, was zu Erkrankungen führen oder Erkrankungen fördern kann.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße prothetische Suprakonstruktion dahingehend zu verbessern, dass diese hinsichtlich Herstellung und Instandhaltung möglichst kostengünstig ist und vom Patienten möglichst einfach zu handhaben ist.
  • Diese Aufgabe wird durch eine prothetische Suprakonstruktion mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
  • Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, statt des schwenkbeweglichen künstlichen Zahnes, der eine rotatorische Bewegung ausführt, einen schiebebeweglichen, außer translatorisch beweglichen künstlichen Zahn vorzusehen. Eine besonders einfache Anordnung dieses beweglichen Zahns zwischen künstlichen oder echten Zähnen des Patienten wird dadurch vorschlagsgemäß ermöglicht, dass die Schiebebewegung, also die translatorische Bewegung des Zahns nicht in Richtung der Zahnreihe erfolgt, sondern quer dazu, also in buccaler Richtung einerseits bzw. in palatinaler oder lingualer Richtung andererseits. Im Oberkiefer kann die Aktivierung vorzugsweise in palatinaler Richtung erfolgen, der Anschlag buccal vorgesehen sein, während im Unterkiefer in umgekehrter Weise die Aktivierung nach buccal und der Anschlag lingual vorgesehen sein kann, so dass in beiden Fällen den Kaukräften gegenläufig die Öffnungsbewegung erfolgt und durch die Kaukräfte automatisch sichergestellt wird, dass der translatorisch bewegliche Zahn in seiner Riegelstellung gehalten bzw. in diese Riegelstellung geführt wird.
  • Im Gegensatz zu kleineren Riegelelementen ist die Ausgestaltung als künstlicher Zahn vom Patienten leicht zu bedienen, selbst wenn bei dem Patienten die Feinmotorik eingeschränkt sein sollte. Auch für Pflegepersonal ist die Betätigung eines derartigen Riegelelementes einfach möglich und das Riegelelement leicht zugänglich. Störende linguale bzw. palatinale Überstände weist die vorschlagsgemäße Suprakonstruktion bzw. eine dementsprechende Zahnprothese nicht auf, so dass die Zahnprothese für den Patienten angenehm zu tragen ist und zudem keine gesundheitlichen Nachteile mit sich bringt.
  • Nachfolgend wird stets rein beispielhaft von einer Anwendung der prothetischen Suprakonstruktion im Unterkiefer ausgegangen, das heißt, dass Bezeichnungen wie „oben" zur Kaufläche des Zahnes bzw. künstlichen Zahnes gerichtet zu verstehen sind und Bezeichnungen wie „unten" zum Kiefer weisend zu verstehen sind.
  • Durch die Schiebebewegung des Riegels kann ein Anschlussteil untergriffen werden, wobei durch die Kontur des Anschlussteils oder des Riegels eine nach unten, also zum Kiefer hin, gerichtete Bewegung bewirkt werden kann, so dass ein möglichst gleichmäßiger Andruck auf die Kieferschleimhaut erfolgt. Die gleichmäßige Kompression der Schleimhaut bewirkt eine optimale Schonung des Kiefers und vermeidet das Entstehen von Entzündungen. Zudem bewirkt die Schleimhaut einen Dämpfungseffekt, der die Kaukräfte abpuffert, und die möglichst gleichmäßige Verteilung der Kräfte auf die Schleimhaut bewirkt eine möglichst geringe Belastung der Schleimhaut und der Implantate.
  • Vorteilhaft kann ein Gehäuse vorgesehen sein, welches das Anschlussteil umschließt, wobei das Gehäuse einen entsprechenden inneren Hohlraum zur Aufnahme des Anschlussteils aufweist und eine Aufnahmeöffnung, durch welche das Anschlussteil in den Hohlraum des Gehäuses eingeführt werden kann. Der Riegel kann relativ zu dem Gehäuse verschoben werden und zwar zwischen einerseits der Freigabestellung, in welcher das Gehäuse auf das Anschlussteil aufgesetzt werden kann, bis es das Anschlussteil in seinem Inneren aufnimmt und einer Riegelstellung, in welcher dann das Anschlussteil vom Riegel erfasst wird, so dass das Gehäuse auf diese Weise an dem Anschlussteil festgelegt ist. Das Anschlussteil kann vorteilhaft als Kugel ausgestaltet sein, welche am Oberteil bzw. Außenteil eines Kieferimplantats vorgesehen ist oder welche beispielsweise an einer Krone eines herkömmlichen Zahnersatzes vorgesehen ist. Insbesondere bei Anordnung an einem herkömmlichen Zahnersatz wird das Anschlussteil üblicherweise seitlich von diesem herkömmlichen Zahnersatz abstehen. Um in gewünschter Weise die Belastung der Schleimhaut zu gewährleisten und eine gleichmäßige Kompression durch die Zahnprothese auf die Schleimhaut einwirken zu lassen, ist vorzugsweise vorgesehen, dass das Anschlussteil von unten durch den Riegel erfasst wird, so dass sich während der Verriegelung entsprechende Andruckkräfte ergeben, mit denen die Zahnprothese auf die Kieferschleimhaut einwirkt. Daher kann bei Anbringung des Anschlussteils an einer Krone eines herkömmlichen Zahnersatzes vorgesehen sein, die Kugel nicht einfach seitlich von der Krone wegragen zu lassen, beispielsweise mittels eines geradlinig zur Seite ragenden Halters, sondern vielmehr an einem bogenförmigen Träger anzuordnen, so dass das erwähnte Gehäuse der Suprakonstruktion das Anschlussteil umgreifen kann und der Riegel an den unteren Umfang der Kugel angreifen kann, um auf diese Weise die nach unten, also zum Kiefer und der Kieferschleimhaut hin gerichteten Andruckkräfte aufzubauen.
  • Der Riegel kann auf einfache Weise zwei Riegelkufen aufweisen, die bei der Längsverschiebung die Kugel an zwei Stellen ihres Umfangs untergreifen. Die Riegelkufen sind kürzer ausgeführt als der Bewegungsweg des Riegels, so dass in einer Endstellung des Riegels keine Riegelkufen an dem Anschlussteil anliegen, so dass auf diese Weise der Riegel eine Freigabestel lung aufweist, während in der umgekehrten Bewegungsendstellung des Riegels die beiden Riegelkufen dem Anschlussteil anliegen und eine Relativbewegung zwischen Anschlussteil und Gehäuse verhindern. Eine materialschonende großflächige Anlage zwischen Riegel und Anschlussteil kann dadurch bewirkt werden, dass nicht nur die beiden Riegelkufen vorgesehen sind, sondern auch eine Verbindung zwischen den beiden Riegelkufen, so dass sich insgesamt ein etwa C-förmiges Riegelprofil ergibt.
  • Vorteilhaft kann der Riegel ein Halteelement aufweisen, welches dafür Sorge trägt, dass der Riegel in seinen beiden Endstellungen verbleibt und nur durch Überwinden von bestimmten Haltekräften aus dieser Endstellung in eine andere Stellung bewegt werden kann. Auf diese Weise ist die Handhabung der prothetischen Suprakonstruktion und beispielsweise einer Zahnprothese besonders einfach, da der Riegel in seiner Freigabestellung gehalten wird und nicht versehentlich, schon bei besonders gering einwirkenden Kräften, in seine Riegelstellung zurückgeführt werden kann. Auf diese Weise kann problemlos nach Öffnen der Riegel eine Zahnprothese an anderer Stelle vom Patienten erfasst und gehandhabt werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass sich der Riegel unbeabsichtigt bewegt.
  • Das Halteelement kann beispielsweise zwei Magnete aufweisen, von denen jeweils einer in der Freigabe- bzw. in der Riegelstellung benutzt wird, um den Riegel in dieser Stellung zu fixieren. Besonders vorteilhaft allerdings kann das Halteelement elastisch verformbar sein, so dass es über seine Haltefunktion hinaus auch während der Kauvorgänge des Patienten als Dämpfungselement genutzt werden kann.
  • Auf einfache Weise und unter Verwendung möglichst weniger Bauteile – also beispielsweise unter Verzicht auf die Verwendung von Magneten – kann das Halteelement als Kunststoffstreifen ausgestaltet sein, der im Gehäuse der prothetischen Supra konstruktion angeordnet ist und somit dem Anschlussteil anliegt, wenn das Gehäuse an das Anschlussteil angesetzt ist. Ausnehmungen an zwei voneinander beabstandeten Stellen sind so ausgeführt und angeordnet, dass in den beiden Endstellungen des Riegels, also in der Freigabestellung einerseits und in der Riegelstellung andererseits, das Anschlussteil in einer der beiden Ausnehmungen aufgenommen wird, so dass auf diese Weise der Riegel in dieser Stellung fixiert wird und nur unter Überwindung von Lösekräften, nämlich unter elastischer Verformung des Kunststoffstreifens, aus dieser Stellung in eine andere Stellung bewegt werden kann.
  • In wirtschaftlich besonders einfacher Weise können die Ausnehmungen im Halteelement als Bohrungen ausgestaltet sein. Auf diese Weise ist es nicht erforderlich, eine komplexe dreidimensionale Anpassung der Ausnehmung an die Oberfläche des Anschlussteils vorzunehmen. Vielmehr ragt das Anschlussteil in die Bohrung hinein und die zirkuläre Anlage des Halteelementes entlang dem Rand der Bohrung ermöglicht den vorgeschriebenen Dämpfungseffekt. Alternativ zu einer derartigen Ausgestaltung als Bohrung kann die Ausnehmung auch als an die Kontur des Anschlussteils angepasste Einbuchtung ausgestaltet sein. Insbesondere bei einem kugelförmigen Anschlussteil kann eine vergleichsweise einfache Ausgestaltung einer derartigen Ausnehmung vorgenommen werden. Diese stellt sicher, dass nicht versehentlich das Anschlussteil in die Ausnehmung eingedrückt werden kann, wie das ggf. bei einer als Bohrung ausgestalteten Ausnehmung nicht auszuschließen ist und dadurch, dass die Materialstärke des Halteelementes im Bereich der Ausnehmung zwar reduziert aber nicht völlig unterbrochen ist, ist zuverlässig sichergestellt, dass eine Dämpfung von Kräften, die zwischen dem Anschlussteil und dem Gehäuse der Suprakonstruktion auftreten, ermöglicht wird.
  • Vorteilhaft kann das Halteelement auswechselbar am oder im Gehäuse des Riegels bzw. am oder im Riegel selbst angeordnet sein. Auf diese Weise kann eine an die Wünsche des jeweiligen Patienten individuelle Anpassung der Haltekräfte und der Dämpfungseigenschaften erfolgen und es kann zudem bei Verschleißerscheinungen des Halteelementes ein problemloser Austausch dieses Halteelementes erfolgen.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der rein schematischen Darstellungen nachfolgend näher erläutert. Dabei zeigt
  • 1 einen Längsschnitt durch eine Riegelanordnung einer prothetischen Suprakonstruktion,
  • 2 einen Querschnitt durch die Anordnung von 1,
  • 3 eine Ansicht von unten,
  • 4 von der Rückseite,
  • 5 von der in 4 links dargestellten Seite,
  • 6 von vorn und
  • 7 von oben auf das Gehäuse und den Riegel der Riegelanordnung der 1 und 2, und die
  • 8 u. 9 ein Anschlussteil aus zwei Blickrichtungen, wie es bei der Riegelanordnung der 1 und 2 verwendbar ist.
  • In den Zeichnungen ist eine Riegelanordnung einer prothetischen Suprakonstruktion dargestellt, mit einem Gehäuse 1 und einem im Gehäuse 1 längsbeweglich gehaltenen Riegel 2. Der Riegel 2 weist einen in den Zeichnungen nach oben ragenden Vorsprung 3 auf, der mit mehreren Ausnehmungen 4 versehen ist, um einen optimalen Verbund zu einer Zahnprothese zu ermöglichen. Mit Hilfe dieses künstlichen Zahns kann der Riegel 2 gegenüber dem Gehäuse 1 verschoben werden, wenn sich das Gehäuse 1 mit einer Zahnprothese verbunden ortsfest im Mund eines Patienten befindet.
  • Das Gehäuse 1 weist eine Aufnahmeöffnung 5 auf, die an einen Innenraum 6 des Gehäuses 1 anschließt. Ein Anschlussteil 7, welches im Mund des Patienten festgelegt ist, weist einen Schaft 8 und einen Kugelkopf 9 auf und bei der in den 1 und 2 dargestellten Situation ist das Gehäuse 1 auf das Anschlussteil 7 aufgesetzt worden, so dass sich der Kugelkopf 9 nunmehr im Innenraum 6 des Gehäuses 1 befindet. Der Riegel 2 weist zwei seitliche Riegelkufen 10 auf, welche den Kugelkopf 9 des Anschlussteils 7 untergreifen, und aus den 1 und 3 ist ersichtlich, dass diese beiden Riegelkufen 10 mittels eines gebogenen Verbindungsabschnitts 11 zu einer insgesamt etwa C-förmigen Riegelklaue verbunden sind, welche den Kugelkopf 9 großflächig unterfasst.
  • Aus 1 ist weiterhin ersichtlich, dass sich die Riegelkufen 10 nicht über die gesamte Länge des Riegels 2 erstrecken. Bei entsprechender Verschiebung des Riegels 2 gelangt der Riegel daher mit einem Bereich an den Kugelkopf 9, in dem sich keine Riegelkufen 10 befinden, so dass in dieser so genannten Freigabestellung der Riegel 2 mitsamt dem Gehäuse 1 von dem Anschlussteil 7 abgehoben werden kann.
  • Insbesondere aus den beiden Schnittzeichnungen der 1 und 2 ist weiterhin ersichtlich, dass im Riegel 2 ein Halteelement 12 vorgesehen ist. Das Halteelement 12 ist als Kunststoffstreifen ausgestaltet, der zwei Ausnehmungen 14 aufweist. Mit einer dieser Ausnehmungen liegt das Halteelement 12 dem Kugelkopf 9 in der Riegelstellung des Riegels 2 an, wie aus 1 ersichtlich. Wenn aus dieser Riegelstellung der Riegel 2 in seine Freigabestellung verschoben wird, bis die Riegelkufen 10 außer Eingriff mit dem Kugelkopf 9 sind, gerät der Kugelkopf 9 in eine zweite Ausnehmung 14, die in 1 rechts dargestellt ist, so dass auch in der Freigabestellung der Riegel 2 gegen ein versehentliches Verschieben gesichert ist und nur unter Komprimierung des als elastisch verformbarer Kunststoffstreifen ausgestalteten Halteelementes 12 in seine in 1 dargestellte Riegelstellung verschoben werden kann.
  • Die Außenansichten, insbesondere der 3 und 4, verdeutlichen, dass die einzelnen Bauelemente der Riegelkonstruktion mittels Schrauben 15 und 16 gesichert sind. So sichert die Schraube 16 den Kunststoffstreifen, also das Halteelement 12, innerhalb des Riegels 2 und ermöglicht andererseits bei gelöster Schraube 16 einen einfachen Austausch des Halteelementes 12. Durch die Wahl unterschiedlicher Kunststoffhärten sowie durch die unterschiedlichen geometrischen Abmessungen hinsichtlich Dicke des Kunststoffstreifens und Tiefe der Ausnehmungen 14 können einerseits die Haltekräfte bzw. der Verschiebewiderstand angepasst werden, der die Fixierung des Riegels 2 in seiner Riegelstellung bzw. in seiner Freigabestellung bewirkt, und es kann weiterhin durch diese Faktoren die Dämpfung verändert werden, die zwischen dem Kugelkopf 9 und dem Riegel 2 stattfindet und die beispielsweise zum Abpuffern von Kaukräften dient. Die Schraube 15 fixiert den Riegel 2 innerhalb des Gehäuses 1, wobei eine entsprechende Ausnehmung im Riegel 2 dessen Verschiebebeweglichkeit innerhalb des Gehäuses 1 ermöglicht. Eine endgültige Trennung des Riegels 2 vom Gehäuse 1 ist jedoch erst nach Lösen der Schraube 15 möglich.
  • Das Anschlussteil 7 kann beispielsweise das obere Ende eines Implantatkörpers darstellen, der in den Kieferknochen implantiert ist. Die 8 und 9 zeigen eine Variante des Anschlussteils 7, welches an einem herkömmlichen Zahnersatz vorgesehen sein kann: Mit einer Befestigungsfläche 17 wird dieses Anschlussteil 7 an beispielsweise einer herkömmlichen Krone befestigt und der Schaft 8 verläuft nicht geradlinig zur Seite, sondern in einem Bogen, so dass dieser Schaft 8 wie beim Ausführungsbeispiel der 1 und 2 von unten an den Kugelkopf 9 anschließt. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass das Gehäuse 1 problemlos den Kugelkopf 9 umgeben kann und insbesondere ist sichergestellt, dass die Riegelkufen 10 dem Kugelkopf 9 von unten anliegen können, so dass sich beim Verriegeln des Riegels 2 Andruckkräfte ergeben, mit welcher eine Zahnprothese, die einen derartigen Riegel 2 enthält, auf die Schleimhaut des Kiefers ge presst wird, so dass sich eine vorteilhafte möglichst gleichmäßige Verteilung der Andruckkräfte einer derartigen Zahnprothese sicherstellen lassen. Dies stellt insbesondere einen vorteilhaften Unterschied zu Verriegelungsmöglichkeiten dar, bei denen die Riegelkräfte Anlagekräfte der Zahnprothese bewirken, die nicht auf den Kiefer, sondern beispielsweise horizontal ausgerichtet sind, beispielsweise an den Teil der Suprakonstruktion, der das Anschlussteil 7 trägt.

Claims (9)

  1. Prothetische Suprakonstruktion, mit einer an einem Anschlussteil festlegbaren, in einer Zahnprothese unterbringbaren Riegelvorrichtung, wobei die Riegelvorrichtung einen beweglichen Riegel aufweist, der relativ zum Anschlussteil beweglich ist und mittels eines beweglichen künstlichen Zahns betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (2) translatorisch beweglich ist, zwischen einer nach außen, zur Wange gerichteten und einer nach innen, zur Zunge oder zum Gaumen gerichteten Stellung.
  2. Prothetische Suprakonstruktion nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Gehäuse (1), welches eine Aufnahmeöffnung (5) und einen an die Aufnahmeöffnung (5) anschließenden inneren Hohlraum aufweist, der zur Aufnahme des Anschlussteils (7) bemessen und ausgestaltet ist, wobei der Riegel (2) relativ zu dem Gehäuse (1) verschiebbar ist zwischen einer Riegelstellung, in welcher der Riegel (2) das Anschlussteil (7) bereichsweise hintergreift, und einer Freigabestellung, in welcher der Riegel (2) das Anschlussteil (7) frei gibt, derart, dass es durch die Aufnahmeöffnung (5) bewegbar und von dem Gehäuse (1) entfernbar ist.
  3. Prothetische Suprakonstruktion nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (2) zwei zueinander gerichtete und voneinander beabstandete Riegelkufen (10) aufweist, die in Bewegungsrichtung des Riegels (2) verlaufen.
  4. Prothetische Suprakonstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (2) ein Halteelement (12) aufweist, welches gemeinsam mit dem Riegel (2) beweglich und den Riegel (2) in zwei voneinander beabstandeten Stellungen am Anschlussteil (7) mittels Form- und/oder Kraftschluss hält.
  5. Prothetische Suprakonstruktion nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (12) als Kunststoffstreifen ausgestaltet ist, der am Riegel (2) in einer zur Anlage an dem Anschlussteil (7) vorgesehenen Stelle angeordnet ist und zwei Ausnehmungen (14) aufweist.
  6. Prothetische Suprakonstruktion nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (14) als Bohrungen ausgestaltet sind.
  7. Prothetische Suprakonstruktion nach einem der Ansprüche 4–6, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (12) auswechselbar am oder im Riegel (2) angeordnet ist.
  8. Prothetische Suprakonstruktion nach einem der Ansprüche 4–7, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (12) als Dämpfungselement ausgestaltet ist, derart, dass es durch Kaukräfte elastisch verformbar ist.
  9. Prothetische Suprakonstruktion nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Riegelkufen (10) durch einen Verbindungsabschnitt (11), eine etwa C-förmige Riegelklaue bildend, miteinander verbunden sind.
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