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Die
Erfindung betrifft das Stapeln von Chips auf Modulen. Die Erfindung
betrifft insbesondere gekapselte integrierte Schaltungschips, die
zum Einsparen von Fläche
auf einer Leiterplatte übereinander
gestapelt sind und die mit Hilfe einer flexiblen Verbindung elektrisch
miteinander verbunden sind. Die Erfindung betrifft weiterhin Chip-Scale-Package-Designs.
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Um
die funktionelle Eigenschaften einer integrierten Schaltung über Zeiträume erhalten,
sind Chips im Allgemeinen in einer verkapselnden Kunststoffumgebung
gekapselt, die auch einen Teil von elektrischen Verbindungen vom
Chip zu einer Leiterplatte (PWB – printed wiring board) bereitstellt,
auf der der resultierende Baustein montiert werden soll. Eine geradzahlige
Anzahl solcher gekapselten, auf einer PWB montierten Chips bildet
in der Regel zum Beispiel ein Speichermodul. Das Speichermodul kann
auch einen Hub umfassen, der Signale von einem Speichercontroller über Leitungen
an ausgewählte
Chips verteilt.
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Insbesondere
auf dem Gebiet des Speichermoduldesigns gibt es einen starken Bedarf
nach Erhöhung
von Speicherkapazitäten
pro PWB, der einhergeht mit abnehmenden Chipgrößen und/oder zunehmenden Strukturdichten,
die erhalten werden bezüglich
Halbleiterspeicherdesign und -herstellung. Dies gilt insbesondere
im Fall von Speichermodulen, die an Serveranwendungen angepasst
sind, wo spezielle weitere Anforderungen bezüglich Verfügbarkeit und Lebensdauer erfüllt werden
müssen.
Es ist deshalb erforderlich, Fläche
auf einer Leiterplatte (PWB) einzusparen, die nur begrenzte Abmessungen
aufweist, welche für
die Platzierung von Chips zur Verfügung stehen.
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Gemeinhin
ist ein integrierter Schaltungsbaustein (IC) mit Zwischenverbindungen
zu der Leiterplatte (PWB) in Form von TSOP (thin small outline package)
ausgelegt. Dabei treten Leitungen, die elektrische Pads des Bausteins
kontaktieren, an den äußeren Rändern des
Bausteins aus, um an der Leiterplatte (PWB) vorgesehene Pads zu
kontaktieren. Da der rechteckige flache Körper eines Bausteins bereits
eine erhebliche Fläche
auf der Leiterplatte (PWB) bedeckt, sind die Leitungen und die PWB-Kontakte
neben jedem Baustein positioniert, d.h. entlang des Umfangs der
Ränder.
Ein derartiges Design nimmt jedoch viel Fläche auf einer Leiterplatte
(PWB) in Anspruch.
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Folglich
ist ein alternatives Bausteindesign entwickelt worden, das die Bodenfläche eines
Bausteins auf Abmessungen eines Chips oder Einzelchips skaliert,
der im Baustein gekapselt ist. Gemäß diesem Design (Chip scale
packaging, CSP) ist an einer unteren Oberfläche eines integrierten Schaltungsbausteins
eine Anordnung von Kontakten vorgesehen. Diese Kontakte sind auch
als Kugeln (balls) bekannt und weisen hauptsächlich eine kugelförmige oder
halbkugelförmige
Form auf. Die Kontakte sind in der Regel zu je zwei Arrays auf der
unteren Oberfläche
des Bausteins angeordnet, wobei jedes Array zwei oder drei Spalten
und bis zu z.B. fünfzehn
Zeilen aufweist.
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Die
entsprechenden Pads auf der Leiterplatte (PWB) weisen ein ähnlich schmales
Arraydesign auf. Es brauchen jene Pads nun nicht länger neben dem
Baustein angeordnet zu sein und sind stattdessen gemäß dem CSP-Design
unter einem Baustein angeordnet. Die PWB-Fläche kann in diesem Fall für eine höhere Dichte
von auf einer Leiterplatte angeordneten Bausteinen genutzt werden.
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Ein
weiterer Ansatz zu Erhöhung
der Speicherkapazität
auf einer Leiterplatte besteht darin, verkapselte Chips übereinander
zu stapeln oder alternativ beide Seiten einer PWB zum Platzieren
von Bausteinen zu verwenden, wodurch die dritte Dimension einer
Leiterplatte genutzt wird. Das Stapeln erfolgt, indem zuerst ein
unterster Baustein auf einer PWB platziert wird, wobei zum Beispiel
die Anordnung von angeordneten Kontakten elektrisch mit entsprechenden
Pads auf der Leiterplatte verbunden wird. Dann wird ein weiterer
Baustein auf der oberen Oberfläche
des untersten Chipbausteins platziert, wobei die entsprechende Anordnung
von Kontakten elektrisch mit einer so genannten flexiblen Verbindung
(flex circuit, im folgenden auch kurz „Flexverbindung" genannt) verbunden
wird, die um den äußeren Rand
des untersten Chipbausteins herumgelegt wird.
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Die
flexible Verbindung verbindet beide Anordnungen von Kontakten, d.h.
die Kontakte des untersten Chipbausteins mit jeweiligen Kontakten
des weiteren Chipbausteins. Im Fall von zwei Arrays von Kontakten,
die auf jeder Seite der unteren Oberfläche des Bausteins verlaufen,
werden zwei flexible Verbindungen verwendet, d.h. eine für jede Seite.
Ein Beispiel für
ein derartiges Moduldesign ist zum Beispiel im US Patent Nr. 6,
576, 992 B1 beschrieben.
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Aufgrund
von Differenzen in den Signallaufzeiten zwischen einer Verbindung
des Chips des untersten Bausteins mit einem Controller und einer
Verbindung des Chips des weiteren, oberen Bausteins mit diesem Controller
kommt es jedoch zu einer Qualitätseinbuße. Bezüglich verschiedener
Kontakte entlang des Signalwegs bei unterschiedlichen Laufzeiten
auftretende Signalreflexionen können
nämlich
die Signalqualität
erheblich verschlechtern.
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Dieser
Effekt tritt noch deutlicher hervor, wenn mehr als zwei Chips, z.B.
vier Chips – bzw.
ihre jeweiligen Bausteine – übereinander
gestapelt sind, da die Höhe
des Chipstapels erheblich zunimmt.
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Eine
Aufgabe der Erfindung besteht deshalb in der Bereitstellung eines
Chipstapels, der die vorgenannten Probleme reduziert, die auf die
Laufzeitdifferenzen zurückgehen
können.
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Eine
weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Erhöhung der Speicherkapazität eines
Moduls und insbesondere in der Erhöhung der Anzahl gekapselter
Chips, die pro Leiterplatte zur Verfügung stehen.
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Noch
eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Verbesserung der
Signalqualität
der Kommunikation zwischen einem Speichermodul und dem Speichercontroller.
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Noch
eine weitere Aufgabe besteht darin, die Anforderungen von Speichermodulen
für Serveranwendungen
im Hinblick auf Signalqualität
zu erfüllen, um
die Verfügbarkeit
und Gesamtlebensdauer eines Speichermoduls zu verbessern.
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Gemäß einem
Aspekt der Erfindung wird ein Chipstapel mit mindestens zwei integrierten
Chipbausteinen bereitgestellt. Die integrierten Chipbausteine weisen
jeweils eine Anordnung von elektrischen Kontakten auf, z.B. kugelförmig oder
halbkugelförmig,
die auf den unteren Oberflächen
der Chipbausteine angeordnet sind. Die Kontakte gemäß der Erfindung
sind nicht auf eine bestimmte dreidimensionale Form (Kugel, Halbkugel
etc.) beschränkt.
Die elektrischen Kontakte oder Kugeln können weiterhin als Arrays angeordnet
sein.
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Der
Chipstapel gemäß diesem
Aspekt der Erfindung ist weiterhin mit einer flexiblen Verbindung versehen,
die Leiterbahnen umfasst zur Bereitstellung einer elektrischen Zwischenverbindung
zwischen den elektrischen Kontakten und der Leiterplatte. Die Flex-Verbindung
umfasst ferner ein (mechanisch) flexibles Substrat, das die Leiterbahnen
voneinander isoliert und mechanisch stützt.
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Beide
Anordnungen von Kontakten sind mit elektrisch leitfähigen Kontaktmustern
verbunden, die in der oberen bzw. unteren Oberfläche des flexiblen Substrats
ausgebildet sind. Die leitfähigen
Kontaktmuster können
aus Öffnungen
im Substrat, die zu den vorstehenden elektrischen Kontakten Zugang gewähren, oder
auch Kugeln zum Verbinden mit den Leiterbahnen innerhalb des flexiblen
Substrats bestehen. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Ausführungsform
beschränkt.
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Die
auf der oberen und unteren Oberfläche der flexiblen Verbindung
vorgesehenen leitfähigen Kontaktmuster
sind innerhalb des gleichen Abschnitts der flexiblen Verbindung
ausgebildet. Die Kontaktmuster können
auf dem flexiblen Substrat einander gegenüberliegend innerhalb dieses
Abschnitts positioniert sein. Bevorzugt stellt dieser Abschnitt
einen Endabschnitt des flexiblen Substrats dar, wobei der Abschnitt
dann ein Ausmaß aufweist, das
der Größe des leitfähigen Kontaktmusters
oder der Menge elektrischer Kontakte entspricht.
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Beide
leitfähigen
Kontaktmuster sind auf gegenüberliegenden
Seiten der flexiblen Substrate platziert. Diese sind ferner mit
elektrischen Kontakten verbunden, die an Bodenseiten der Chipbausteine vorgesehen.
Daher ergibt sich bei dieser Aus führungsform, dass die Bodenseiten
beider Chipbausteine zueinander hin orientiert sind.
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Infolgedessen
ist die obere Oberfläche
des Paars jeweils nach außen
hin orientiert, und eine Verbindung zu der Leiterplatte (PWB) wird
nur mit Hilfe der flexiblen Verbindung hergestellt, die sich aus
dem Chipstapel heraus erstreckt. Dabei wird sie um den Rand des
untersten Chipbausteins des Paars herumgelegt, um eine elektrische
Verbindung zu der Verdrahtung auf der Leiterplatte unter dem unteren
Chipbaustein zu ermöglichen.
Die Verbindung zur Leiterplatte befindet sich dann nahe der oberen
Oberfläche des
unteren Bausteins (d.h., die der Bodenseite gegenüberliegende
Oberseite des unteren Bausteins, welcher mithin umgedreht positioniert
ist). Die Bodenseite eines Bausteins bezeichnet hier die Seite mit
den Kontaktanschlüssen
für den
Chip.
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Ferner
umfasst die flexible Verbindung ein drittes leitfähiges Kontaktmuster,
das – wegen
des Herumlegens der Flex-Verbindung
um den Rand des unteren Bausteins – auf der oberen Oberfläche der flexiblen
Verbindung ausgebildet ist, die nun aber in die "untere" Richtung orientiert ist, d.h. in Richtung der
Leiterplatte.
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Weitere
Ausführungsformen
sehen vor, weitere Kontaktmuster für den Anschluss an die Leiterplatte
innerhalb dieses Abschnitts der flexiblen Verbindung herzustellen.
Diese weitere Verbindung greift auf das flexible Substrat von ihrer
eigenen unteren Oberfläche
aus zu. Diese weist aber bei diesem Aspekt eine "obere" Orientierung auf, wenn sie um den unteren
Baustein herumgelegt ist.
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Aufgrund
der vorteilhaften Stapeltechnik gemäß dieser Ausführungsform
der Erfindung wird ein Stapeln von Chips ermöglicht, wobei es im wesentlichen
keine Laufzeitdifferenzen gibt, weil beide Anordnungen elektrischer
Kontakte (Arrays) mit dem gleichen Abschnitt der flexiblen Verbindung
verbunden sind und somit die gleiche Entfernung bezüglich zum
Beispiel eines Hubs oder eines Controllers aufweisen.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Chipstapel mit vier integrierten
Chipbausteinen vorgeschlagen. Der Stapel umfasst zwei Paare von
Chipbausteinen, die – ähnlich dem
ersten Aspekt – jeweils
aufeinander zu orientiert sind. Dementsprechend werden nur zwei
flexible Verbindungen benötigt,
die elektrischen Zugang zu den vier Anordnungen elektrischer Kontakte
(Arrays) bereitstellen.
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Wenngleich
dieser Aspekt für
noch größere Speicherkapazitäten je Leiterplatte
sorgt, führen
unterschiedliche Höhen
der gestapelten Bausteine zu unterschiedlichen Längen des flexiblen Substrats.
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Die
resultierenden Signallaufzeitdifferenzen können mit Hilfe einer mäandrierten
Anordnung behoben werden. Die Leiterbahnen in der kürzeren flexiblen
Verbindung zu dem untersten Paar von Chipbausteinen werden dadurch
verlängert.
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Idealerweise
sind die Längen
der Leiterbahnen zwischen dem Kontakt zu der Leiterplatte und den
Anordnungen von Kontakten auf den Bausteinen innerhalb beider flexibler
Schaltungen relativ zueinander gleich. Es sind dabei unterschiedliche
Designs für
die Verlegung der Leiterbahnen im flexiblen Substrat möglich. Eine
Mäandrierung
stellt nur eine unter vielen Alternativen dar. Wichtig ist, dass
die Weglänge
der Leiter bahnen zu unterschiedlichen Bausteinen im gleichen Chipstapel
auf die gleiche Größe gebracht
wird.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt wird eine flexible Verbindung bereitgestellt, die
Leiterbahnen umfasst zur Bereitstellung einer elektrischen Zwischenverbindung
zwischen den elektrischen Kontakten und der Leiterplatte und umfasst
weiterhin ein flexibles Substrat, das die Leiterbahnen isoliert
und mechanisch stützt.
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Gemäß diesem
Aspekt sind bei der flexiblen Verbindung Kontaktmuster auf einer
oberen bzw. einer unteren Oberfläche
des flexiblen Substrats vorgesehen, die innerhalb des gleichen Abschnitts
des flexiblen Substrats ausgebildet sind. Die Kontaktmuster sind
in dem flexiblen Substrat auf gegenüberliegenden Seiten relativ
zueinander positioniert. Bevorzugt stellt jener Abschnitt einen
Endabschnitt des flexiblen Substrats dar, wobei dann der Abschnitt eine
Erstreckung aufweist, die der Größe des leitfähigen Kontaktmusters
oder des Arrays elektrischer Kontakte entspricht.
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Die
flexible Verbindung weist weiterhin ein drittes leitfähiges Kontaktmuster
auf, das in einem zweiten Abschnitt des flexiblen Substrats angeordnet ist,
bevorzugt einen anderen Endabschnitt gegenüber jedem Abschnitt des ersten
und zweiten leitfähigen
Kontaktmusters. Ein kennzeichnendes Merkmal ist, dass das dritte
leitfähige
Kontaktmuster auf der oberen Oberfläche des flexiblen Substrats
angeordnet ist. Infolgedessen kann das flexible Substrat um einen
Umfangsrand eines Chipbausteins derart herumgelegt werden, dass
das auf der oberen Oberfläche
ausgebildete leitfähige
Kontaktmuster nun in Richtung einer Leiterplatte (PWB) oder präziser zu
an der PWB montierten elektrischen Kontakten orientiert ist.
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Bei
einem weiteren Aspekt weisen die innerhalb des flexiblen Substrats
vorgesehenen Leiterbahnen ein geschlängeltes (mäandrierendes) Layout auf, um
Längendifferenzen
relativ zu einer anderen flexiblen Verbindung zu kompensieren, welche
die gleichen Anschlusspads auf der Leiterplatte, aber einen anderen
Chipbaustein innerhalb des gleichen Stapels kontaktiert.
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Diese
und weitere Merkmale der Erfindung werden nun mit Bezug auf die
Zeichnungen detailliert erläutert.
Es zeigen:
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1 eine
Schnittansicht eines ersten Chipstapels gemäß dem Stand der Technik;
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2 ein
Signalverlauf, der das Problem der Signalqualität gemäß dem Stand der Technik verdeutlicht;
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3 eine
Schnittansicht einer ersten Ausführungsform
gemäß der Erfindung;
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4 eine
Schnittansicht einer zweiten Ausführungsform gemäß der Erfindung.
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5 zeigt
in einer schematischen Darstellung eine obere Schnittansicht der
beiden flexiblen Verbindungen der in 4 gezeigten
Ausführungsform.
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1 zeigt
in einer Schnittansicht ein Beispiel eines Chipstapels gemäß dem Stand
der Technik, der beispielsweise 1 des US-Patents
Nr. 6,576,992 B1 ähnlich
ist. Auf einer Leiterplatte (PWB) 90 ist ein Chipstapel 1 angeordnet,
der einen ersten integrierten Schaltungschipbaustein 10 und
einen zweiten integrierten Schaltungschipbaustein 20 umfasst.
Beide Chipbausteine 10, 20 weisen jeweils eine
obere Oberfläche 104, 106 und
eine untere Oberfläche 204, 206 auf.
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Die
oberen Oberflächen 104, 106 werden
jeweils durch ein Gehäuse 16, 26 gebildet,
in dem sich der nicht gezeigte Chip befindet. Die unteren Oberflächen 106, 206 werden
von einem Verdrahtungssubstrat 17 bzw. 27 gebildet.
Die Verdrahtungssubstrate 17, 27 umfassen eine
Verdrahtung 18, 28. Diese Verdrahtung verbindet
hier nicht gezeigte Bondpads des Chips mit Anordnungen oder Anordnungen
(Arrays) von elektrischen Kontakten 12, 13, 22 bzw. 23.
Elektrische Kontakte 12, 13, 22, 23 sind
in den Arrays 120, 130, 220, 230 angeordnet.
In den hier gezeigten Schnittansichten bestehen die Arrays aus Kontakten, die
jeweils in 3 Spalten (gezeigt) und z.B. 11 Zeilen (nicht gezeigt)
angeordnet sind. Jedoch ist weder diese Ausführungsform noch die Erfindung
auf ein Array beschränkt,
das wie hier beschrieben angeordnet ist.
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Beide
Chipbausteine sind übereinander
gestapelt. Sie stellen Chip-Scale-Packages (CSP) dar und besitzen
als Kontaktanordnungen Fine-Pitch-Ball-Grid-Arrays (FBGA). Beide
Bausteine sind an eine auf der PWB 90 vorgesehene Verdrahtung 67 angeschlossen.
Dazu sind weitere elektrische Kontakte 62, 63 oder
Kugeln vorgesehen, die mit einer flexiblen Verbindung 51 zu
verbinden sind. Die Flex-Verbindung ist so angeordnet, dass sie
elektrische Signale 80 über
in der flexiblen Verbindung ausgebildete Leiterbahnen zu dem ersten
Chipbaustein 10 und durch innerhalb der flexiblen Verbindung 51 ausgebildete
Durchgangslöcher
zu dem zweiten Chipbaustein 20 verteilt.
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Elektrische
Kontakte 62, 63 bilden Anordnungen/Arrays von
Kontakten 620, 630. Um einem gegebenen Standard
zu entsprechen, z.B. über
JEDEC, ist das Layout von Arrays 120, 130, 220, 230, 620, 630 festgelegt.
Weiterhin ist jedes der Arrays 120, 130 des ersten
Chipbausteins über
eine flexible Verbindung mit einem der Arrays 220, 230 des
zweiten Chipbausteins verbunden. Folglich sind bei dieser Ausführungsform
zwei flexible Verbindungen 51, 52 vorgesehen.
Beide flexible Verbindungen 51, 52 sind um Außenränder des
zweiten Chipbausteins 20 herumgelegt, um die Mengen 220 und 230 des
zweiten Bausteins und die Verdrahtung 67 unter dem Stapel
zu erreichen. Weiterhin sind beide flexiblen Verbindungen mit Hilfe
einer Klebeschicht 55, 56 an der oberen Oberfläche 204 des
zweiten Chipbausteins angebracht.
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Um
eine elektrische Verbindung zu der flexiblen Verbindung zu ermöglichen,
umfasst das flexible Substrat 53 jeder der flexiblen Verbindungen 51 und 52 leitfähige Kontaktmuster 70, 72, 74, 76, 78, 79,
die in einer oberen Oberfläche 504 und
einer unteren Oberfläche 506 des
flexiblen Substrats 53 ausgebildet sind. Dabei ist z.B.
ein leitfähiges
Kontaktmuster 70, das die Menge 120 von Kontakten
mit den Leiterbahnen verbindet, in einer oberen Oberfläche 504 ausgebildet,
während
ein leitfähiges
Kontaktmuster 74 innerhalb einer unteren Oberfläche ausgebildet
ist. Leitfähige
Kontaktmuster 70 und 74 sind jedoch in verschiedenen,
einander gegenüberliegenden
Endabschnitten des flexiblen Substrats 53 ausgebildet.
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Dementsprechend
weisen beide Chipbausteine auf der PWB eine identische Orientierung
auf, wobei die untere Oberfläche
in jedem Fall in Richtung der Leiterplatte orientiert ist. Die Chipbausteine
gemäß diesem
Beispiel des Stands der Technik können mit identischem Design
hergestellt werden.
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Ein
Nachteil, der sich aus diesem Beispiel des Stands der Technik ergibt,
ist in 2 gezeigt. Es wird dort die Ver teilung von Signalstärken bezüglich einer
Taktperiode gezeigt, die von einem ersten Zeitstempel t1 bis zu
einem zweiten Zeitstempel t2 reicht. Die fetten Linien zeigen ein
ideales Verhalten von Signaländerungen
(von einer logischen "1" bis zur logischen "0" oder von einer logischen "0" bis zu einer logischen "1"), identifiziert durch den X-förmigen Übergang
zwischen den Zeittakten in dieser graphischen Darstellung. Bei einem "Ein-Chip-Stapel" verbreitert sich
dieser Übergang
aufgrund stochastischer Fluktuationen, wie durch den schraffierten
Bereich angegeben.
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Wird
nun ein Chipstapel wie in 1 beschrieben
eingesetzt, so verbreitert sich der Übergang noch weiter, während ein
verbleibender Zeitabschnitt, der eine zweifelsfreie Signalinterpretation
liefern kann, auf weniger als 50% der Taktperiode schrumpft (durch
gestrichelte Linien angegeben).
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Eine
erste Ausführungsform
der Erfindung, die diesem Effekt entgegenwirkt, wie durch die Pfeile in 2 angegeben,
ist in 3 gezeigt. Der Chipstapel 2 umfasst einen
ersten integrierten Schaltungschipbaustein 11 und einen
zweiten integrierten Schaltungschipbaustein 21. Im Gegensatz
zum Beispiel nach dem Stand der Technik ist das Paar von Chipbausteinen 11, 21 in
dieser Ausführungsform
zueinander hin orientiert. Das heißt, die unteren Oberflächen 104, 106 sowie
die Anordnungen 120, 220 elektrischer Kontakte 12, 22 der
verschiedenen Chipbausteine sind zueinander orientiert. Die flexiblen Verbindungen 151, 152 sind
zwischen den elektrischen Kontakten 12, 22 und 13, 23 angeordnet.
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Um
diese Anordnung zu erreichen, umfasst die flexible Verbindung 151 oder
das flexible Substrat 153 leitfähige Kontaktmuster 70 auf
einer oberen Oberfläche 504,
um eine Verbindung zu Kugeln 12 bereitzustellen, und weiterhin
ein leitfähiges
Kontaktmuster 75 auf einer unteren Oberfläche 506,
um eine elektrische Verbindung zu Kugeln 22 zu ermöglichen.
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Beide
Muster sind innerhalb des gleichen (End-) Abschnitts des flexiblen
Substrats 153 ausgebildet und weiterhin aufeinander ausgerichtet.
Wie in dem vorausgegangenen Beispiel entsprechen die Layouts der
Arrays elektrischer Kontakte 12, 22 und der leitfähigen Kontaktmuster 70, 75 dem
JEDEC-Standard. Dies gilt auch für
die dritte Anordnung 620 (und die entsprechende Menge 630)
von Kontakten 62 oder Kugeln, die die Verbindung zu der Verdrahtung 67 der
PWB 90 herstellt. Da jedoch der Chipbaustein 21 hinsichtlich
seiner Orientierung umgedreht ist, ist die obere Oberfläche 204 zu
jener Anordnung 620 elektrischer Kontakte hin ausgerichtet, die
hinter der flexiblen Verbindung 151 verborgen ist und mit
einem auf der oberen Oberfläche 504 des
flexiblen Substrats 153 ausgebildeten leitfähigen Kontaktmuster 78 verbunden
ist. Eine Klebeschicht 160 sorgt deshalb für mechanische
Stabilität.
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Wie
aus 3 deutlich wird, führt die Drehung des zweiten
Chipbausteins zu einer Spiegelung elektrischer Kontakte. Dieses
Merkmal wird durch die in 3 schraffierten
Bondkontakte 184, 185 verdeutlicht, die eine elektrische
Verbindung zwischen der Verdrahtung 18, 28 und
den integrierten Schaltungschips 180 herstellen.
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Jeweils
zwei Kontakte 12, 22, die mit den gleichen, innerhalb
des flexiblen Substrats 153 ausgebildeten Leiterbahnen
verbunden sind, müssen bezüglich des
Chips 180 die gleiche logische Funktionalität liefern.
Das Layout der Chiplogik selbst wird im Allgemeinen jedoch nicht
gespiegelt sein. Folglich hat das Layout der Verdrahtung 18, 28 und
der Bonds 184, 185 die Spiegelung der Chipfunktionalität zu übernehmen.
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Die
Bezugszahl 182 bezeichnet eine Klebeschicht, 188 bezeichnet
das Gehäusesubstrat
(bevorzugt Kunststoff) und 189 bezeichnet das Verdrahtungssubstrat,
das die Verdrahtung 18, 28 und die Bonds 184, 185 umfasst.
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Die
Spiegelung der Verdrahtung beinhaltet, dass das Layout von beiden
Verdrahtungssubstraten 189 einschließlich der Verdrahtung 18, 28 und
der Bonds 184, 185 nicht notwendigerweise präzise gespiegelt
sein muss. Da zwei verschiedene Verdrahtungssubstrate 189 für den Zweck
dieser Ausführungsform
herzustellen sind, reicht eine Spiegelung der Logik aus, während das
präzise
Layout in der Regel nicht spiegelsymmetrisch sein wird.
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4 zeigt
eine zweite Ausführungsform
bezüglich
eines zweiten Aspekts der Erfindung. Anstelle eines Doppel-Stapel-Chipbausteins, wie
in 3 gezeigt, wird ein Vierer-Stapel-Chipbaustein bereitgestellt,
der zwei Paare von Chipbausteinen aufweist, die zueinander orientiert – und relativ
zueinander gespiegelt – sind,
wie für
den Doppel-Stapel-Fall in der ersten Ausführungsform demonstriert. Im
Folgenden werden nur Unterschiede bezüglich der ersten Ausführungsform
erläutert.
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Der
Chipstapel 3 weist vier integrierte Chipbausteine 21, 11, 41, 31 auf.
Das Paar von Bausteinen 21, 11 ist ähnlich der
vorausgegangenen Ausführungsform,
während
das Paar von Bausteinen 41, 31 auf das erste Paar
aufgesetzt ist. Eine Klebeschicht 162 ist zwischen der
oberen Oberfläche
des ersten Chipbausteins 11 und der oberen Oberfläche des vierten
Chipbausteins 41 vorgesehen.
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Der
in 4 gezeigte Vierer-Chip-Stapel 3 weist
weiterhin zwei flexible Verbindungen 151, 351 auf
jeder Seite des Stapels auf, die jeweils ein Paar von Anordnungen
elektrischer Kontakte mit Anordnungen 620 elektrischer
Kontakte auf dem PWB 90 verbindet. Darin ist die erste
flexible Verbindung 151 wie in der vorausgegangenen Ausführungsform
um den äußeren Rand 401 des
zweiten integrierten Chipbausteins 21 herum gelegt. Die
zweite flexible Verbindung ist jedoch um eine Kombination aus den drei
Rändern 401, 402, 403 herumgelegt,
die aus dem ersten (11), dem zweiten (21) und
dem vierten (41) Chipbaustein des Stapels 3 besteht.
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Beide
flexible Verbindungen sind unter dem untersten (dem "zweiten") Chipbaustein aufeinander ausgerichtet.
Beide flexiblen Verbindungen sind mit einem leitfähigen Kontaktmuster 700 versehen,
das so ausgelegt ist, dass es mit der Anordnung 620 elektrischer
Kontakte auf den PWB 90 verbunden ist. Insbesondere weisen
die elektrischen Kontakte 62 der Menge 620 eine
elektrische Verbindung sowohl zu den Leiterbahnen der ersten als
auch der zweiten Schaltung auf. Beispielsweise kann die untere,
zweite flexible Verbindung 351 ein leitfähiges Kontaktmuster
aufweisen, das mit Öffnungen
oder Durchgangslöchern
derart ausgestattet ist, dass elektrische Kontakte 62 durch
die flexible Verbindung 351 reichen und gleichzeitig die
flexible Verbindung 151 kontaktieren. Alternativ können weitere
Kugeln an der Position der jeweiligen leitfähigen Kontaktmuster zwischen
beiden flexiblen Verbindungen vorgesehen sein.
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Wie
aus 4 deutlich wird, weisen die flexiblen Verbindungen 151 und 351 eine
Längendifferenz
auf, und zwar aufgrund einer Höhendifferenz über der
PWB 90, mit der sie die Chipbausteine verbinden.
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5 zeigt
in einer oberen Schnittansicht einen Abschnitt des Layouts von Leiterbahnen
innerhalb beider flexibler Verbindungen zum Vergleich. 5a zeigt das herkömmliche Layout von geraden Leiterbahnen 159,
die von dem leitfähigen
Kontaktmuster 700 zu den leitfähigen Kontaktmustern 702, 704 verlaufen,
die auf gegenüberliegenden
Oberflächen
innerhalb eines Endabschnitts der gleichen flexiblen Verbindung 351 ausgebildet
sind. Jeweils drei parallele Bahnen sind so ausgelegt, dass sie
mit einer Teilmenge aus drei elektrischen Kontakten verbunden werden,
die in einer Linie eines Arrays angeordnet sind.
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5 zeigt
ein geschlängeltes
Layout von Leiterbahnen 158, die im flexiblen Substrat 153 der flexiblen
Verbindung 151 ausgebildet sind. Das geschlängelte Layout
dient dazu, die Länge
der Bahnen zu vergrößern, so
dass sie gleich derjenigen Länge der
Bahnen 159 des längeren
Substrats ist. Durch diese Maßnahme
kann der durch die Pfeile in 2 angedeutete
Effekt kompensiert werden.
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- 1
- Chipstapel
(Stand der Tech
-
- nik)
- 2,
3
- Chipstapel
(Erfindung)
- 10,
20
- integrierte
Chipbausteine
-
- (Stand
der Technik)
- 11,
21, 31, 41
- integrierte
Chipbausteine
-
- (Erfindung)
- 12,
13, 22, 23
- elektrische
Kontakte
- 16
- Gehäuse
- 18,
28
- Verdrahtung
- 51,
151, 351
- flexible
Verbindung
- 53,
153
- flexibles
Substrat
- 55,
56
- Klebeschicht
- 67
- Verdrahtung
und Pads am PWB
- 70–79, 700,
702, 704
- leitfähiges Kontaktmuster
- 80
- Signal
- 90
- PWB
- 104,
106, 204, 206
- obere/untere
Oberfläche von
-
- Chipbaustein
- 120,
130, 220, 230, 620, 630
- Menge
von Kontakten
- 158,
159
- Leiterbahnen
- 160,
162
- Klebeschicht
- 180
- integrierte
Schaltung
- 182
- Klebeschicht
- 184,
185
- Bonds
- 188
- Gehäusesubstrat
- 189
- Verdrahtungssubstrat
- 401–403
- äußere Ränder von
Bausteinen
-
-
- 504,
506
- obere/untere
Oberfläche des
-
- flexiblen
Substrats