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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einbringen einer
Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit
in Flaschen oder dergleichen Behälter
gemäß Oberbegriff
Patentanspruch 1.
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Vorrichtungen
dieser Art sind bekannt. Sie bestehen im Wesentlichen aus mehreren über einer geradlinigen,
horizontalen oder im Wesentlichen horizontalen Transportstrecke
in Förderrichtung
der Transportstrecke aufeinander folgend ortsfest angeordneten Abgabe-
oder Einspritzdüsen. Über diese Düsen wird
die Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit in die auf der Transportstrecke
aufrecht stehenden, d. h. mit ihrer Behälter- oder Flaschenachse in vertikaler
Richtung orientierten und mit der Behälter- oder Flaschenöffnung oben
liegenden Behälter
eingebracht.
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Mit
der Inspektions- oder Kontrollflüssigkeit werden
im jeweiligen Behälter
eventuell vorhandene Fremd- oder Schadstoffe, beispielsweise Schmutzpartikel,
Rückstände usw.
von der Innenfläche
der Behälterwandung
abgewaschen und im Inneren des Behälters an dessen Boden gefördert.
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Ebenfalls
ist es bekannt, eine chemisch aktive Inspektions- oder Kontrollflüssigkeit
zu verwenden, welche mit eventuell im Behälter vorhandenen Stoffen chemisch
reagieren soll, wobei die in Folge dieser Reaktion entstehenden
Stoffe zu Erkennung von Fremdstoffen dienen sollen.
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In
einer in Transportrichtung an die Vorrichtung zum Einbringen anschließenden Inspektionsvorrichtung
wird der Behälterinhalt,
also z. B. die Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit selbst, oder aber
im Behälter
enthaltene Reaktionsprodukte analysiert bzw. auf eventuelle vorhandene
Fremd- und Schadstoffe überprüft, sodass
kontaminierte Behälter
aus der Produktionslinie ausgeschleust und beispielsweise einer
Reinigungsbehandlung oder aber der Entsorgung zugeführt werden
können.
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Die
DE 94 03 641 U1 ,
DE 42 25 984 C2 und die
EP 0 747 690 A1 zeigen
Vorrichtungen zum Einspritzen eines Fluids, wobei an einem Dosierrad,
das um eine horizontale Achse rotierbar gelagert ist, die Spritzdüsen angeordnet
sind. Wird eine Flasche unter dem Dosierrad hindurch transportiert,
dann wird ein Fluidstrahl in die Flaschenmündung gerichtet. Bei der Vorrichtung,
die in der
EP 0 759
330 A2 offenbart wird, sind Auslässe oder Düsen an einem endlos umlaufenden
Band angeordnet, über
die das Fluid in die Flaschenmündung
entlassen wird. in der
DE
10 2004 034 852 A1 wird vorgeschlagen, einen Probenahmekopf
auf die Flaschenmündung
aufzusetzten, um auf diese Weise ein optimales Messergebnis zu erhalten.
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Vorraussetzung
für eine
ordnungsgemäße Inspektion
der Behälter
ist, dass die Inspektions- und/oder
Kontrollflüssigkeit
genau dosiert eingebracht wird, d. h. in sämtlichen Behältern in engen Grenzen
konstant ist. Speziell bei Anlagen mit hoher Leistung bereitet dies
erhebliche Schwierigkeiten.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Einbringen einer Inspektions-
und/oder Kontrollflüssigkeit
in Flaschen oder dergleichen Behälter
aufzuzeigen, die auch bei hoher Leistung (hohe Anzahl von behandelten
Behältern
je Zeiteinheit) ein genau dosiertes Einbringen der Inspektions-
und Kontrollflüssigkeit
ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
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Eine
Besonderheit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
besteht darin, dass die wenigstens eine Düse zum Einbringen oder Einspritzen
der Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit nicht ortsfest über der
Transportstrecke angeordnet ist, sondern sich zumindest auf einer
Teilstrecke des Weges auf der Transportstrecke mit dem jeweiligen
Behälter
mitbewegt, sodass selbst bei hoher Leistung einer Anlage ein genau
dosiertes Einbringen der Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit in die Behälter gewährleistet
ist.
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Die
wenigstens eine Einspritzdüse
ist an einem Düsentransportelement
vorgesehen, mit welchem diese Düse
auf einer in sich geschlossenen Bewegungsbahn bewegt wird, die einen
sich über
der Transportstrecke erstreckenden Arbeitshub in Transportrichtung
und einen Rückhub
aufweist. Während des
Arbeitshubes oder zumindest auf einer Teillänge dieses Arbeitshubes befindet
sich die Einspritzdüse mit
wenigstens einer das Einbringen oder Einspritzen der Inspektions-
und/oder Kontrollflüssigkeit
bewirkenden Abgabe- oder Düsenöffnung unmittelbar über der Öffnung oder
Mündung
des jeweiligen Behälters
oder reicht durch die Mündung
in den Behälter
hinein. Während
des Rückhubes
ist die wenigstens eine Einspritzdüse von der Bewegungsbahn der Behälter beabstandet
und kann somit an eine Ausgangsposition zurückbewegt werden, die dann beispielsweise
den Beginn des nächstfolgenden
Arbeitshubes bildet.
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Bei
einer Ausführungsform
der Erfindung ist die Transportstrecke zumindest im Bereich der
Vorrichtung geradlinig oder im Wesentlichen geradlinig ausgebildet.
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Die
Einspritzdüse,
das Düsentransportelement
sowie weitere Funktionselemente bilden beispielsweise eine komplette
Bau- und Funktionseinheit, die an dem Behältertransporteur bzw. an einem dort
vorgesehenen Maschinengestell befestigt und im Bedarfsfall, beispielsweise
für Reparatur-
und Wartungszwecke, ausgetauscht werden kann. Grundsätzlich besteht
auch die Möglichkeit,
in Transportrichtung des Behältertransporteurs
aufeinander folgend wenigstens zwei derartige Module oder Baueinheiten
vorzusehen.
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Der
Antrieb des Düsentransportelementes erfolgt
beispielsweise derart, dass immer dann, wenn ein Behälter sich
unter der in der Ausgangsposition befindlichen Einspritzdüse befindet
oder aber kurz davor der Antrieb für das Düsentransportelement aktiviert
wird. Dies erfolgt z. B. gesteuert durch eine rechnergestützte Steuereinrichtung
in Abhängigkeit von
den Behälterstrom überwachenden
Sensoren und/oder in Abhängigkeit
von der Geschwindigkeit des Behältertransporteurs.
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Grundsätzlich besteht
auch die Möglichkeit, an
der Vorrichtung Führungs-
oder Mitnahmeelemente für
die Behälter
vorzusehen, sodass diese dann zwangsgeführt an der Vorrichtung vorbeibewegt
werden und so eine beispielsweise rein mechanische Synchronisation
zwischen der Bewegung der Behälter
und der Bewegung der wenigstens einen Einspritzdüse erreicht ist.
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Vorteilhafte
Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert. Es
zeigen:
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1 in
vereinfachter Darstellung und in Seitenansicht eine Vorrichtung
zum Einspritzen einer Inspektions- oder Kontrollflüssigkeit;
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2 zur
Erläuterung
der Arbeitsweise in vergrößerter Teildarstellung
die Mündung
einer Flasche, zusammen mit einer Einspritzdüse der Vorrichtung der 1 in
verschiedenen Arbeitsstellungen;
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3 in
vereinfachter Darstellung einen Schnitt durch die Flaschenmündung bei
in diese Mündung
eingetauchtem Düsenrohr
am Beginn sowie am Ende des Einspritzvorgangs;
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4 einen
Schnitt durch einen Düsenträger und
eine als Hohl- bzw. Steuerwelle ausgebildete Kurbelwelle an einem
um eine horizontale Achse umlaufenden Kurbelrad der Vorrichtung
der 1, bei mit einer Quelle für die Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit
verbundener Dosier- und Speicherzelle;
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5 in
perspektivischer Darstellung und im Schnitt die Einspritzdüse, zusammen
mit dem Düsenträger und
dem umlaufenden Kurbelrad, mit einem Lagergehäuse für das umlaufende Rad, bei mit einer
Quelle für
die Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit verbundener Dosier-
und Speicherzelle;
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6 u. 7 Darstellungen
wie 4 und 5, jedoch bei mit der Dosier-
und Speicherzelle verbundener Einspritzdüse;
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8 in
vereinfachter schematischer Darstellung und im Schnitt eine Dosier-
oder Speicherzelle zur Verwendung bei der Vorrichtung der 1.
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Die
in den Figuren allgemein mit 1 bezeichnete Vorrichtung
dient zum Einspritzen jeweils einer genau dosierten Menge einer
Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit
in Flaschen 2, die z. B. aus einem lichtdurchlässigen bzw.
durchscheinenden Material, beispielsweise aus Glas oder einem transluzenten Kunststoff,
z. B. PET gefertigt sind und die nach dem Einspritzen der Inspektions-
oder Kontrollflüssigkeit einer
in der 1 schematisch mit dem Blockbezeichneten Inspektionsvorrichtung 3 zugeführt werden.
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Die
Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit dient
in der dem Fachmann bekannten Weise zum Mitführen, Abwaschen, Lösen usw.
von an oder in der Innenwandung der jeweiligen Flasche 2 vorhandenen
Fremd- und Schadstoffen und zum Befördern dieser Stoffe an den
Boden der Flaschen 2, oder aber auch zum Auslösen einer
chemischen Reaktion mit den Fremd- und Schadstoffen, sodass derartige
Stoffe dann in der Inspektionsvorrichtung 3 durch geeignete
Mess- oder Testverfahren, beispielsweise unter Verwendung von chemischen
Reaktionen und/oder von optoelektrischen Mess- und/oder Testverfahren, oder
chemischen Analyseverfahren usw. erkannt und die betreffenden kontaminierten
Flaschen 2 aus der Verarbeitungslinie ausgeschleust und
beispielsweise einer Reinigung oder aber der Entsorgung zugeführt werden
können.
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Vorraussetzung
für ein
einwandfreies Mess- und/oder Testergebnis in der Inspektionsvorrichtung 3 aber
ist, dass die in die einzelnen Flaschen 2 eingebrachte
Menge an Inspektions- und/oder
Kontrollflüssigkeit,
die im einfachsten Fall steriles Wasser ist, in engen Grenzen konstant
gehalten wird. Dies setzt u. a. voraus, dass nicht nur das jeweils
beim Einbringen der Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit
in eine Flasche 2 abgegebene Volumen in engen Grenzen konstant
ist, sondern dass auch tatsächlich
das gesamte, abgegebene Volumen an Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit
in die jeweilige Flasche 2 gelangt, d. h. beim Einbringen
keine Teilmenge an der Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit
verloren geht. Mit der Vorrichtung 1 werden diese Bedingungen
in optimaler Weise erfüllt.
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Die
Flaschen 2 werden bei der dargestellten Ausführungsform
nacheinander in einem einspurigen Flaschenstrom aufrecht stehend,
d. h. mit ihrer Flaschenachse (FA) in vertikaler Richtung orientiert
der Vorrichtung 1 auf einem eine geradlinige, horizontale Förderstrecke
bildenden Behältertransporteur 4 zugeführt und
nach dem Einbringen der Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit in Förderrichtung
A an die Inspektionsvorrichtung 3 weitergeleitet. Wesentlicher
Bestandteil der Vorrichtung 1 ist eine Einspritzdüse 5 mit
einem Düsengehäuse 6 und
mit einem über
die Unterseite des Düsengehäuses 6 vorstehenden
Düsenrohr 7,
welches mit seiner Längsachse in
vertikaler Richtung orientiert ist und die Düsenachse DA definiert. Im Düsenrohr 7 ist
ein auch an der Unterseite dieses Rohres offener Einspritzkanal 8 ausgebildet.
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Die
Einspritzdüse 5 ist
an einem Düsenträger 9 befestigt.
In diesem ist eine an einem Kurbelrad 10 befestigte Kurbelwelle 11 gelagert.
Durch einen in der 1 schematisch durch einen Block
angedeuteten Antrieb 12 ist das Kurbelrad 10 um
seine horizontale, senkrecht zur Transportrichtung A orientierte
Kurbelradachse KA in Richtung des Pfeils B umlaufend antreibbar,
und zwar synchron mit der Bewegung der die Vorrichtung 1 passierenden
Flaschen 2. Hierfür wird
der Antrieb 12 durch eine beispielsweise rechnergestützte Steuerelektronik 13 gesteuert,
die als Steuerparameter u. a. die Fördergeschwindigkeit des Behältertransporteurs 4 sowie
Sensorsignale von Sensoren 14 berücksichtigt, welche an der Transportstrecke
des Behältertransporteurs 4 vorgesehen sind
und mit denen die Position und auch die tatsächliche Fördergeschwindigkeit der Flaschen 2 erfasst werden.
Zur Lagerung des Kurbelrades 10 ist ein Lagerelement 15 vorgesehen,
welches in geeigneter Weise, insbesondere auch einstellbar an einem
Maschinengestell 16 der Vorrichtung 1 befestigt
ist. Die Kurbelwelle 11 ist mit einem Ende an dem Kurbelrad 10 so
befestigt, dass sie über
die dem Behältertransporteur 4 zugewandte
Stirnseite des scheibenförmigen
Kurbelrades 10 vorsteht und mit ihrer Achse parallel zur
Kurbelradachse KA orientiert, gegenüber dieser Achse aber radial
versetzt ist. Auch der Düsenträger 9 befindet
sich somit zusammen mit der Einspritzdüse 5 vor der dem Behältertransporteur 4 zugewandten
Frontseite des Kurbelrades 10 und der dem Behältertransporteur 4 ebenfalls
zugewandten Vorderseite des Lagerelementes 15.
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Am
Lagerelement 15 ist der Düsenträger 9 zusätzlich durch
eine Zweifach-Parallelogrammführung 17 geführt, und
zwar bestehend aus den beiden, in der 1 oberen
Parallelogrammhebeln 18, die jeweils mit einem Ende am
Lagerelement 15 und am an deren Ende an einem gemeinsamen
Koppelelement 19 angelenkt sind, sowie bestehend aus den beiden
unteren Parallelogrammhebeln 20, die jeweils mit einem
Ende an dem Koppelelement 19 und mit ihrem anderen Ende
an dem Düsenträger 9 angelenkt sind.
Durch die Zweifach-Parallelogrammführung 17 ist erreicht,
dass sich bei umlaufend angetriebenen Kurbelrad 10 der
Düsensträger 9 und
mit ihm die Einspritzdüse 5 auf
einer die Kurbelradachse KA umschließenden Bahn bewegen, die Düsenachse
DA aber bei dieser Bewegung stets in vertikaler Richtung orientiert
ist und sich bei umlaufendem Kurbelrad 10 in einer vertikalen
Ebene bewegt, in der auch die Achsen FA der an der Vorrichtung 1 vorbeibewegten Flaschen 2 angeordnet
sind.
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Der
Antrieb des Kurbelrades 10 erfolgt so, dass die Drehrichtung
B dieses Rades an dem jeweiligen unteren, dem Behältertransporteur 4 zugewandten
Umfangsbereich gleich der Förderrichtung A
und an dem oberen, dem Behältertransporteur 4 entfernt
liegenden Umfangsbereich entgegen der Förderrichtung A ist.
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Durch
das umlaufende Kurbelrad 10 führen somit die Einspritzdüse 5 bzw.
dessen Düsenrohr 7 eine
Bewegung aus, bei der das Düsenrohr 7 in
einer Ausgangsposition zunächst
mit seinem unteren Ende geringfügig über dem
Niveau der Flaschenöffnung 2.1 einer
Flasche 2 angeordnet ist (Position a der 2).
Die Achse der Kurbelwelle 11 befindet sich hierbei beispielsweise
in einer gemeinsamen horizontalen Ebene mit der Kurbelradachse KA.
In einem anschließenden
Arbeitshub bewegen sich die Einspritzdüse 5 und deren Düsenrohr 7 nach
unten sowie gleichzeitig auch in Förderrichtung A, wodurch das
Düsenrohr 7 zunehmend
in die Flaschenmündung 2.1 eintritt
(Positionen b und c der 2). Die größte Eindringtiefe (Position
c der 2) des Düsenrohres 7 ist
dann erreicht, wenn die Düsenachse DA
die Kurbelradachse KA schneidet. Im Anschluss daran bewegt sich
das Düsenrohr 7 aus
der Flaschenmündung 2.1 in
vertikaler Richtung nach oben und zunächst noch weiter in Förderrichtung
A (Position d der 2), bis sich das untere Ende
des Düsenrohres 7 dann
schließlich
auf dem Niveau oberhalb der Flaschenmündung 2.1 befindet
und die Flasche 2 die Vorrichtung 1 in Richtung
auf die Inspektionsstation 3 verlässt (Position e der 2).
Im Anschluss werden beim weiteren Umlauf des Kurbelrades 10 die
Einspritzdüse 5 und
deren Düsenrohr 7 in einem
Rückhub
wiederum an die Ausgangsposition (Position a der 2)
bewegt, um so in die nächstfolgende
Flasche 2 die Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit
dosiert eindringen zu können.
Die Abgabe der Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit erfolgt jeweils während des
Arbeitshubes, d. h. zwischen dem ersten Eintauchen des Düsenrohres 7 in
eine Flaschenmündung 2.1 und
dem Austauchen des Düsenrohres 7 aus
der Flaschenmündung 2.1.
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Die 3 zeigt
nochmals einen Schnitt durch die Flaschenmündung und das Düsenrohr 7 in den
Positionen b, c und d der 2, d. h.
u. a. unmittelbar nach dem Eintauchen des Düsenrohres 7 in die
Flaschenmündung 2.1 und
unmittelbar vor dem Austauchen des Düsenrohres 7 aus der
Flaschenmündung.
Wie dargestellt, ist die Düsenachse
DA beim Eintauchen aber auch beim Austauchen gegenüber der Flaschenachse FA versetzt, und zwar in
der Weise, dass das Düsenrohr 7 beim
Eintauchen (Position b) dem in Förderrichtung
A vorauseilenden Bereich der Flaschenmündung 2.1 und beim
Austauchen (Position d) dem in Förderrichtung
A nacheilenden Bereich der Flaschenmündung 2.1 benachbart liegt.
Hierdurch ergibt sich eine Verlängerung
der Wegstrecke und damit der Zeit für das Einbringen der Inspektions-
und/oder Kontrollflüssigkeit
in die jeweilige Flasche 2, was einen besonderen Vorteil
darstellt.
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Die
Stellung, die die Einspritzdüse 5 bzw.
deren Düsenrohr 7 in
der 2, Position a aufweisen, entspricht der Ausgangsposition.
Aus dieser Position wird die Drehbewegung des Kurbelrades 10 jeweils gestartet,
wenn eine Flasche 2 die Position a erreicht hat. Um insbesondere
auch bei hohen Leistungen, d. h. bei einer hohen Fördergeschwindigkeit
der Flaschen 2 ein einwandfreies Eintauchen des Düsenrohres 7 in
die jeweilige Flaschenmündung 2.1 zu
gewährleisten,
werden durch die Steuerelektronik 13 auch durch Massenträgheit im
System bedingte Verzögerungen
bei der Ansteuerung des Antriebes 12 kompensiert, und zwar
dadurch, dass der Startvorgang geringfügig vorzeitig eingeleitet wird,
u. a. unter Berücksichtigung
der von den Sensoren 14 gelieferten Signale und in der
Steuerelektronik 13 abgelegter Datensätze oder Kurven.
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Um
auch bei unmittelbar aneinander anschließenden Flaschen 2,
d. h. bei einem dicht gedrängten,
einspurigen Flaschenstrom sicherzustellen, dass während des
Arbeitshubes das Düsenrohr 7 in
die jeweilige Flasche 2 eintaucht mit dieser über eine
Teilstrecke der Flaschenbewegung mitbewegt wird, dass aber zugleich
das Düsenrohr 7 nach
dem Rückhub
erneut in die nächst
folgende Flasche 2 bzw. deren Mündung eintritt ist der radiale
Abstand zwischen der Achse KA des Kurbelrades 10 und der Kurbelwelle 11 bei
der dargestellten Ausführungsform
maximal gleich dem halben Achsenabstand, den zwei dicht aufeinander
folgende Flaschen 2 aufweisen, d. h. maximal gleich dem
halben Durchmesser, den die Flaschen 2 an ihrem Flaschenbereich
mit dem größten Außendurchmesser
aufweisen.
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Um
beispielsweise bei Störungen
eine Beschädigung
der Einspritzdüse 5 z.
B. durch Aufschlagen des Düsenrohres 7 auf
den Mündungsrand
einer Flasche 2 zu vermeiden, ist das Düsenrohr 7 gefedert,
d. h. gegen die Wirkung einer Feder axial verschiebbar im Düsengehäuse 6 gehalten.
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Das
jeweils in eine Flasche 2 eingebrachte Volumen an Inspektions-
und/oder Kontrollflüssigkeit wird
durch eine Mess- und Speicherzelle 21 bereitgestellt, die
z. B. am Düsengehäuse 6 vorgesehen
bzw. in diesem Gehäuse
ausgebildet ist. Die Mess- und Speicherzelle 21 besteht
entsprechend der 8 aus einem Zylinder 22,
in welchem axial verschiebbar ein Kolben 23 angeordnet
ist. Dieser begrenzt im Zylinder 22 eine Mess- und Speicherkammer 24 mit
einem definierten Volumen. Der maximal mögliche Abstand zwischen dem
Kolben 23 und dem diesem Kolben gegenüberliegenden geschlossenen
Zylinderende 22.1 und damit auch das vorgegebene Volumen des
Mess- und Speicherraumes 24 sind durch einen Kolbenanschlag 25 einstellbar,
der beispielsweise mit einem Außengewinde
in ein Innengewinde an der offenen Seite des Zylinders 22 eingreift.
Durch Federmittel 26, beispielsweise durch eine oder mehrere mechanische
Federn oder durch eine Druckbeaufschlagung ist der Kolben 23 für ein axiales
Verschieben in Richtung auf das geschlossene Zylinderende 22.1 im
Sinne einer Verkleinerung des Volumens der Mess- und Speicherkammer 24 vorgespannt.
Am Zylinderende 22.1 ist die Mess- und Speicherkammer 24 über einen
Kanal 27 mit einer Steuerventilanordnung 28 verbunden,
die gesteuert mit der Umlaufbewegung des Kurbelrades 10 während jedes
Rückhubes
die Mess- und Speicherkammer 24 der Mess- und Speicherzelle 21 über einen
Kanal 29 mit einer Quelle 30 verbindet, die die
Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit
unter Druck bereitstellt, sodass während jedes Rückhubes
die Mess- und Speicherzelle 21 bzw. deren Mess- und Speicherkammer 24 mit
einem durch den Kolbenanschlag 25 definierten Volumen an
Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit gefüllt wird
(4 und 5). Beim Einleiten des Arbeitshubes
wird durch die Steuerventilanordnung 28 der Kanal 29 zu
der Quelle 30 unterbrochen und ein Kanal 27 zwischen
der Mess- und Speicherkammer 24 und
dem Einspritzkanal 8 hergestellt, sodass unter Mitwirkung
der Federmittel 26 die Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit
aus der Mess- und Speicherkammer 24 über das Düsenrohr 7 in die jeweilige Flasche 2 entleert
wird (6 und 7).
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Bei
der dargestellten Ausführungsform
ist die Steuerventilanordnung 28 dadurch gebildet, dass
die Kurbelwelle 11 mit einem axialen Kanal 11.1 ausgeführt ist,
der über
den Kanal 27 ständig
mit der Mess- und Speicherkammer 24 in Verbindung steht
und eine Steueröffnung 11.2 bildet,
die während
des Rückhubes
den Kanal 11.1 mit dem Kanal 29 und während des
Arbeitshubes mit dem Kanal 31 verbindet.
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Die
Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben.
Es versteht sich, dass zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind,
ohne das dadurch der der Erfindung zugrunde liegende Erfindungsgedanke
verlassen wird. So ist es beispielsweise möglich, anstelle der Mess- und
Speicherzelle 21 auch andere Messeinrichtungen oder Mittel
für das
genau dosierte Einbringen der Inspektions- oder Kontrollflüssigkeit
in die Behälter oder
Flaschen 2 vorzusehen, beispielsweise generell Messräume oder
Messkammern, die während
des Rückhubes
aufgeladen und während
des Arbeitshubes zum Einbringen der Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit
durch einen von einem Antrieb betätigten Kolben und/oder druck-
und/oder federbelastet entleert werden.
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Vorstehend
wurde davon ausgegangen, dass die Flaschen 2 auf dem Behältertransporteur 4 aufstehend
frei an der Vorrichtung 1 vorbeibewegt werden und die Bewegung
der Einspritzdüse 5 bzw. des
Kurbelwellenrades aus der Ausgangsposition jeweils dann gestartet
wird, wenn eine Flasche 2 die Vorrichtung 1 bzw.
diese Ausgangsposition erreicht hat. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit,
die Flaschen 2 zumindest im Bereich der Vorrichtung 1 beispielsweise
durch die Flaschen 2 einspannende Mitnehmer oder Mitnehmerelement
so zu führen, dass
die Bewegung jeder Flasche 2 zumindest im Bereich der Vorrichtung 1 durch
diese Mitnehmer rein mechanisch mit der Bewegung der Einspritzdüse 5 synchronisiert
ist.
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- 1
- Vorrichtung
- 2
- Flasche
- 2.1
- Flaschenmündung
- 3
- Inspektionsvorrichtung
- 4
- Behältertransporteur
für die
Flaschen 2
- 5
- Einspritzdüse
- 6
- Düsengehäuse
- 7
- Düsenrohr
- 8
- Einspritzkanal
- 9
- Düsenträger
- 10
- Kurbelrad
- 11
- Kurbelwelle
- 12
- Antrieb
für Kurbelrad
- 13
- Steuerelektronik
- 14
- Sensoren
- 15
- Lagerelement
- 16
- Maschinengestell
- 17
- zweifach
Parallelogrammführung
- 18
- Parallelogrammhebel
- 19
- Koppelelement
- 20
- Parallelogrammhebel
- 21
- Mess-
und Speicherzelle
- 22
- Zylinder
- 22.1
- geschlossenes
Zylinderende
- 23
- Kolben
- 24
- Mess-
und Speicherkammer
- 25
- Kolbenanschlag
- 26
- Federmittel
- 27
- Kanal
- 28
- Steuerventilanordnung
- 29
- Kanal
- 30
- Quelle
für unter
Druck stehende Inspektions- und/oder Kontrollflüssigkeit
- 31
- Kanal
- A
- Förderrichtung
des Behältertransporteurs 4
- B
- Drehrichtung
des Kurbelrades 10
- FA
- Achse
der Flaschen
- DA
- Düsenachse
- KA
- Achse
des Kurbelrades