DE102006008450A1 - Startschalter - Google Patents
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Abstract
Startschalter, insbesondere für Verbrennungsmotoren, mit einem Schalterelement in einem Schaltergehäuse (1), welches auf einer Seite einen mit einem Außengewinde (3) versehenen Anbauzylinder (2) aufweist, in welchem ein Schließzylinder (10) aufgenommen ist, der mittels einer Überwurfmutter (5) auf dem Außengewinde (3) des Anbauzylinders (2) axial gesichert ist. Zwischen der Stirnseite des Anbauzylinders (2) und der Überwurfmutter (5) ist eine Ringdichtung (16) angeordnet, deren Bohrung (17) den Schließzylinder (10) freigibt. Das äußere Ende des Schlüsselblatts (21) des Starterschlüssels (11) ist von einem zylindrischen Dichtungskörper (12) umfaßt, der bei eingeführtem Schlüssel mit der Bohrung (17) der Ringdichtung (16) dichtend zusammenwirkt.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Startschalter, insbesondere für Verbrennungsmotoren, gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
- Derartige bekannte Startschalter besitzen üblicherweise ein elektronisches Schalterelement, welches in einem Schaltergehäuse aufgenommen ist. Auf einer Seite des Gehäuses ist ein mit Außengewinde versehener Anbauzylinder befestigt, in welchem ein Schließzylinder zum Ein- und Ausschalten des Startschalters aufgenommen ist. Auf dem Außengewinde des Anbauzylinders ist zur Lagesicherung des Schließzylinders am freien Ende des Anbauzylinders eine Überwurfmutter aufgeschraubt. Sie kann mit einer Kontermutter zur Befestigung des Startschalters an einer Anbauplatte zusammenwirken.
- Dieser bekannte Startschalter ist für den Außenbereich nur bedingt geeignet. Am Schließzylinder ist zwar ein Schließplättchen vorhanden, das bei abgezogenem Schlüssel das Eindringen von Staub in das Schloßinnere verhindert. Das Eintreten von Wasser auf der Seite des Schließzylinders wird dabei jedoch nicht verhindert. Im Falle einer Anwendung von Hochdruckreinigern gelangen mit dem Wasser auch Chemikalien in den Schließzylinder, mit der Folge, dass dessen Bauteile rasch korrodieren.
- Auch auf der dem Schließzylinder gegenüberliegenden Seite des Startschalters besteht bei bekannten Ausführungen die Gefahr, dass die dort vorhandenen Steckkontakte nicht hinreichend gegenüber dem Schaltergehäuse bzw. dem Schalterelement abgedichtet sind, mit der Fol ge, dass Spritzwasser in das Innere des Schalterelements eindringen kann.
- Demgegenüber besteht die vorliegende Erfindung darin, einen möglichst universell einsetzbaren Startschalter zu schaffen, der seinem Aufbau nach als Zündschalter und auch als Glühschalter geeignet ist; im Betrieb, d.h. bei eingestecktem Schlüssel, soll er nicht nur gegen das Eindringen von Staub, sondern auch von Spritzwasser geschützt ausgebildet sein, und zwar auf seiner gesamten Außenseite, nicht nur auf der Seite des Schließzylinders. Darüberhinaus soll der erfindungsgemäße Startschalter derart gestaltet sein, dass ein Umbau handelsüblicher Startschalter auch unter Beibehaltung des zugehörigen Schlüssels leicht möglich ist.
- Diese Aufgabe wird an einem Startschalter der eingangs genannten Art gemäß dem Kennzeichen von Anspruch 1 gelöst.
- Dementsprechend ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass zwischen der Stirnseite des Anbauzylinders und der Überwurfmutter eine Ringdichtung eingefügt ist, deren Bohrung den Schließzylinder freigibt. Als zusätzliche Dichtung um das Schlüsselblatt herum ist vorgesehen, dass das äußere Ende des Schlüsselblatts des Starterschlüssels von einem zylindrischen Dichtungskörper umfaßt ist, der bei eingeführtem Starterschlüssel mit der Bohrung der Ringdichtung dichtend zusammenwirkt.
- Durch das dichtende Zusammenwirken zwischen der Bohrungswand der Ringdichtung einerseits und der zylindrischen Umfangsfläche des Dichtungskörpers andererseits, ergibt sich eine hochwirksame Abdichtung der Überwurfmutter nach außen. Der Dichtungskörper kann entweder innerhalb der Überwurfmutter eingesetzt sein, so dass er stirnseitig auf dem Schließzylinder aufliegt und umfangsseitig mit der Bohrungsleibung der Ringdichtung dichtend zusammenwirkt; alternativ kann der Dichtungskörper auf dem Schlüsselblatt sitzen, z.B. indem er durch Umspritzen des Schlüsselblatts befestigt wird. In beiden Fällen ergibt sich eine gute Dichtungswirkung ohne Erhöhung der Reibung bei der Drehung des Starterschlüssels, etwa bei tiefen Temperaturen. Durch das enge Einpassen des Dichtungskörpers in die Bohrungsleibung der Ringdichtung, werden durch den Antrieb übertragene Vibrationen des in den Schließzylinder eingesetzten Schlüssels wirksam vermieden, so dass der sonst zu beobachtende Verschleiß des Schließplättchens des Schließzylinders unterbleibt.
- Zur weiteren Verbesserung der Dichtwirkung gegen das Eindringen von Spritzwasser ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass auf der dem Schaltergehäuse zugewandten Stirnseite der Überwurfmutter ein Dichtungsring eingesetzt ist, welcher die Überwurfmutter gegen eine Anbauplatte abdichtet, gegen welche sie verschraubt ist.
- Bei diesem Dichtungsring handelt es sich um einen üblichen O-Ring, der auf der der Anbauplatte zugewandten Stirnseite der Überwurfmutter z.B. in eine Nut oder dgl. Eindrehung eingesetzt ist.
- In weiterer Verbesserung des Spritzwasserschutzes auch gegen Sprühstrahlen von Hochdruckreinigern ist als weitere Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass der Dichtungskörper an seinem äußeren, an den Schlüssel griff angrenzenden Ende, eine die Bohrung der Überwurfmutter nach außen abdeckende plattenförmige Verbreiterung aufweist, welche mit ihrer Innenseite auf der Stirnseite der Überwurfmutter dichtend anliegt. Dichtungskörper und Verbreiterung sind bevorzugt einstückig ausgebildet. Besonders zweckmäßig ist es, dieses Bauteil aus Dichtungskörper und Verbreiterung drehfest an das äußere Ende des Schlüsselblatts anzuspritzen, so dass es stets mit dem Starterschlüssel verbunden bleibt. Die Verbreiterung eignet sich daher bevorzugt als Prallschutz gegen das Eindringen von Spritzwasser seitlich entlang des Schlüsselblatts.
- Ist der Schlüssel abgezogen, so ist gewissermaßen als Ersatz für Dichtungskörper und Verbreiterung als weitere Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass in einer Umfangsnut der Überwurfmutter ein Befestigungsring mit einem flexiblen Halteteil aufgenommen ist, an welchem eine Verschlußkappe zum Eingriff in die Bohrung der Überwurfmutter bei abgezogenem Starterschlüssel unverlierbar befestigt ist. Bei eingeführtem Starterschlüssel hängt die Verschlußkappe unterhalb des Startschalters an dem Halteteil, so dass sie nach dem Abziehen des Starterschlüssels jederzeit in die Bohrung der Überwurfmutter eingeklipst werden kann.
- Nicht nur auf der Seite des Schließzylinders, sondern auch um die Steckkontakte des Startschalters herum ist die Verbesserung der Abdichtung des Schaltergehäuses gegenüber den Handelsüblichen Schaltergehäusen zweckmäßig. In diesem Sinne ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Schaltergehäuse auf seiner dem Starterschlüssel gegenüberliegenden Kontaktseite durch eine hochviskose Vergußmasse aus Kunststoff, welche nach außen vorspringende Steckkontakte dichtend umgibt, vergossen ist. Dadurch wird eine effektive Abdichtung des im Schaltergehäuse aufgenommenen Schalterelements verwirklicht. Geeignete Werkstoffe für Ringdichtung und Dichtungskörper sind temperaturbeständige Kunststoffe wie z.B. Polyamid.
- Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigt
-
1 die Ansicht eines Startschalters ohne Anbauplatte und ohne elektrische Anschlüsse, -
2 den Startschalter gemäß1 mit seinen einzeln in Achsrichtung hintereinander dargestellten Bauteilen. -
1 zeigt einen Startschalter umfassend ein zylindrisches Schaltergehäuse1 , an welchem auf der rechten Seite ein Anbauzylinder2 angesetzt ist. Der Anbauzylinder2 besitzt ein Außengewinde3 , in welches nutenförmige, in Längsrichtung verlaufende Vertiefungen4 eingearbeitet sind. Über das freie Ende des Anbauzylinders2 ist eine Überwurfmutter5 aufgeschraubt, auf welcher ein Befestigungsring6 aufgenommen ist, der ein Halteteil7 aufweist, an welchem auf der der Überwurfmutter5 zugewandten Seite eine Verschlußkappe8 befestigt ist. Befestigungsring6 , Halteteil7 und Verschlußkappe8 sind bevorzugt als einstückiges Spritzgußteil aus Kunststoff hergestellt. Auf der rechten Seite der Überwurfmutter5 ist ein Schlüsselgriff9 eines Starterschlüssels11 gezeichnet, mit welchem ein innerhalb des Anbauzylinders2 sitzender Schließzylinder10 (2 ) betätigbar ist, indem der Starter schlüssel11 zwischen zwei Schaltstellungen für Ein- und Ausschalten des Startschalters verschwenkbar ist. Auf dem rechten Ende des Schlüsselblatts21 des Starterschlüssels11 ist ein zylindrischer Dichtungskörper12 aufgespritzt, der auf seinem dem Schlüsselgriff9 zugeordneten Ende eine plattenförmige Verbreiterung13 aufweist, die auf der zugewandten Stirnseite der Überwurfmutter5 anliegt, wenn der Starterschlüssel11 komplett in den Schließzylinder eingesetzt ist, was in1 aus Gründen der zeichnerischen Darstellung nicht voll verwirklicht ist. - Auf seiner dem Anbauzylinder
2 gegenüberliegenden Seite besitzt der Startschalter vorspringende Steckkontakte14 , welche in eine gegenüber dem zugewandten Ende des Schaltergehäuses1 überstehende hochviskose Vergußmasse15 eingebettet sind. -
2 zeigt in einer Art Explosionsdarstellung die genannten Bauteile des Startschalters, wobei der Schlüssel9 , die Überwurfmutter5 , die Verschlußkappe8 mit Halteteil7 und Befestigungsring6 sowie zwei weitere Dichtungen separat gezeichnet sind, nämlich eine Ringdichtung16 mit einer den schlüsselseitigen Dichtungskörper12 aufnehmenden Bohrung17 und einen Dichtungsring18 . Während die Ringdichtung16 bei Zusammengebautem Startschalter auf der Außenseite des Schließzylinders10 aufliegt, sitzt der Dichtungsring18 in einer stirnseitigen Eindrehung19 der Überwurfmutter5 . Dementsprechend dient der Dichtungsring18 der Abdichtung der Überwurfmutter gegenüber einer nichtgezeichneten Anbauplatte, durch deren Montagebohrung der Anbauzylinder2 hindurchgeführt ist. - Auf der Umfangsfläche der Überwurfmutter
5 ist eine Ringnut20 erkennbar, in welche der Befestigungsring6 , an welchem das Halteteil7 mit Verschlußkappe8 angeformt sind, eingesetzt wird. Auf dem Schlüsselblatt21 des Schlüssels9 sitzt auf dem griffseitigen Ende des Schlüsselblatts21 der dort angegossene Dichtungskörper12 mit plattenförmiger Verbreiterung13 , welche als Prallschutz gegen das Eindringen von Spritzwasser durch die Bohrung17 der Ringdichtung16 in das Innere des Schließzylinders10 und damit in das Innere des Schalterelements, welches innerhalb des Schaltergehäuses1 untergebracht ist, verhindern soll. - In
1 ist der besseren räumlichen Vorstellung wegen, die Zusammenbausituation durch eine strichlierte Darstellung ergänzt, welche das Zusammenwirken von Dichtungskörper12 , Ringdichtung16 und Schließzylinder10 bei eingeschobenem Schlüssel9 erkennbar macht.
Claims (7)
- Startschalter, insbesondere für Verbrennungsmotoren, mit einem Schalterelement in einem Schaltergehäuse (
1 ) welches auf einer Seite einen mit einem Außengewinde (3 ) versehenen Anbauzylinder (2 ) aufweist, in welchem ein Schließzylinder (10 ) aufgenommen ist, der mittels einer Überwurfmutter (5 ) auf dem Außengewinde (3 ) des Anbauzylinders (2 ) axial gesichert ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Stirnseite des Anbauzylinders (2 ) und der Überwurfmutter (5 ) eine Ringdichtung (16 ) angeordnet ist, deren Bohrung (17 ) den Schließzylinder (10 ) freigibt und dass das äußere Ende des Schlüsselblatts (21 ) des Starterschlüssels (11 ) von einem zylindrischen Dichtungskörper (12 ) umfaßt ist, der bei eingeführtem Schlüssel mit der Bohrung (17 ) der Ringdichtung (16 ) dichtend zusammenwirkt. - Startschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der dem Schaltergehäuse (
1 ) zugewandten Stirnseite der Überwurfmutter (5 ) ein Dichtungsring (18 ) eingesetzt ist, welcher die Überwurfmutter (3 ) gegen eine Anbauplatte abdichtet, gegen welche sie verschraubt ist. - Startschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtungskörper (
12 ) an seinem äußeren, an den Schlüsselgriff (9 ) angrenzenden Ende eine die Bohrung der Überwurfmutter (5 ) nach außen abdeckende plattenförmige Verbreiterung (13 ) aufweist, welche mit ihrer Innenseite auf der zugewandten Stirnseite der Überwurfmutter (5 ) dichtend anliegt. - Startschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtungskörper (
12 ) auf dem Schlüssel (11 ) sitzt, derart, dass er bei eingeführtem Starterschlüssel (11 ) dichtend in die Bohrung (17 ) der Ringdichtung (16 ) eingreift. - Startschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Umfangsnut (
19 ) der Überwurfmutter (5 ) ein Befestigungsring (6 ) mit einem flexiblen Halteteil (7 ) aufgenommen ist, an welchem eine Verschlußkappe (8 ) zum Eingriff in die Bohrung (22 ) der Überwurfmutter (5 ) bei abgezogenem Starterschlüssel (11 ) befestigt ist. - Startschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltergehäuse (
1 ) auf einer dem Schlüssel (11 ) gegenüberliegenden Kontaktseite durch eine hochviskose Vergußmasse (15 ), welche nach außen vorspringende Steckkontakte (14 ) dichtend umgibt, vergossen ist. - Startschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die der Abdichtung der Schlüsselöffnung des Schließzylinders (
10 ) dienenden Dichtungselemente, nämlich Ringdichtung (16 ) und Dichtungskörper (12 ) aus Kunststoff, bevorzugt Polyamid bestehen.
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- 2006-02-23 DE DE200610008450 patent/DE102006008450A1/de not_active Withdrawn
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