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DE102006007862A1 - Rahmen für ein durch Muskelkraft antreibbares Fahrzeug sowie zu dessen Herstellung bestimmte Rahmenkomponenten - Google Patents

Rahmen für ein durch Muskelkraft antreibbares Fahrzeug sowie zu dessen Herstellung bestimmte Rahmenkomponenten Download PDF

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DE102006007862A1
DE102006007862A1 DE200610007862 DE102006007862A DE102006007862A1 DE 102006007862 A1 DE102006007862 A1 DE 102006007862A1 DE 200610007862 DE200610007862 DE 200610007862 DE 102006007862 A DE102006007862 A DE 102006007862A DE 102006007862 A1 DE102006007862 A1 DE 102006007862A1
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frame
sleeve
sleeves
tubes
bicycle
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DE200610007862
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English (en)
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Reinhard Prof. Dr.-Ing. Schmidt
Oliver Dipl.-Ing. Schauer
Andreas Dipl.-Ing. Schuwirth
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Fachhochschule Osnabrueck
LOGISCH CONSULTING GmbH
LOGISCH! CONSULTING GmbH
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Fachhochschule Osnabrueck
LOGISCH CONSULTING GmbH
LOGISCH! CONSULTING GmbH
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    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62KCYCLES; CYCLE FRAMES; CYCLE STEERING DEVICES; RIDER-OPERATED TERMINAL CONTROLS SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES; CYCLE AXLE SUSPENSIONS; CYCLE SIDE-CARS, FORECARS, OR THE LIKE
    • B62K3/00Bicycles
    • B62K3/02Frames
    • B62K3/06Frames of open type

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Motorcycle And Bicycle Frame (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft einen aus Rohren (2, 3) und Muffen (4, 5) gebildeten Rahmen (6) für ein durch Muskelkraft antreibbares Fahrzeug, insbesondere für ein Fahrrad (1). Dabei sind in eine erste Muffe (4) wesentliche Bauelemente einer Lenkung (7) und in eine zweite Muffe (5) das Tretlager (8) sowie eine Hinterradschwinge (10) eines Hinterades (11) integriert. Die Muffen (4, 5) sind aus einem insbesondere faserverstärkten Kunststoff in Halbschalenbauweise gebildet. Mit den aus Metall oder Kunststoff bestehenden Rohren (2, 3) sind die Muffen (4, 5) mittels einer Adhäsionsverbindung unlösbar verbunden. Hierdurch wird erstmals eine individuelle Anpassung des Rahmens (6) an den Benutzer auf der Basis industriell vorgefertigter Bauelemente möglich, die dadurch mit geringem Aufwand zu dem individuellen Fahrrad (1) zusammengesetzt werden können.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Rahmen für ein durch Muskelkraft antreibbares Fahrzeug, insbesondere ein Fahrrad, welcher mehrere durch zumindest eine erste Muffe und eine zweite Muffe verbundene Rohre aufweist, wobei die erste Muffe einem Lenkkopf und die zweite Muffe einem Tretlager zugeordnet ist. Weiterhin betrifft die Erfindung mehrere zur Herstellung eines Rahmens für ein Fahrrad bestimmte Rahmenkomponenten.
  • Bei einem Fahrrad bildet der Rahmen das tragende Gestell eines Fahrrads, der das Gewicht des Fahrers trägt und die Belastung auf die Laufräder überträgt. Seine Bauart und Ausführung bestimmen wesentlich die Eigenschaften des Fahrrads. Man unterscheidet verschiedene Rahmenformen. Aufgrund der guten Kombination aus Stabilität und Gewicht hat der Diamantrahmen eine weite Verbreitung gefunden, der aus zwei Dreiecken aufgebaut ist, die eine optimale Verteilung der Kräfteeinwirkungen gewährleisten. Das vordere Dreieck bildet den Hauptrahmen, bestehend aus Oberrohr, Unterrohr und Steuerrohr. Das hintere Dreieck wird als Hinterbau bezeichnet und besteht aus Sitzstreben und Kettenstreben. Beide Dreiecke haben als verbindendes Element das Sitzrohr und das Tretlagergehäuse.
  • Aufgrund dieser geschlossenen Dreiecke ist eine individuelle Anpassung an den Benutzer nur sehr eingeschränkt möglich. Insbesondere sind bei der Verbindung der Rohre mittels Muffen bei geänderter Rohrlänge grundsätzlich auch andere Muffen mit abweichenden Ver bindungswinkeln erforderlich, so dass eine Änderung eines Rohres im Allgemeinen einer Neukonstruktion des Rahmens gleichkommt. Zudem wird das Aufsteigen auf das Fahrrad oftmals als unbequem empfunden.
  • Oftmals wird daher von Benutzern ein tiefer Einstieg bevorzugt. Ein als Waverahmen bezeichneter Rahmen wird in so genannten Cityrädern verbaut. Er hat nur ein überdimensioniertes Unterrohr, das wie eine Welle geschwungen ist und am Tretlagergehäuse ein kleines Verstärkungsrohr hat. Ein weiterer, als Tiefeinsteiger bezeichneter Rahmen weist den tiefsten Einstieg auf. Hier ist das alleinige überdimensioniertes Unterrohr entgegengesetzt zum Waverahmen geschwungen, so dass der Einstieg noch vor und zugleich unterhalb des Tretlagers möglich ist.
  • Die verschiedenen Rahmenwerkstoffe wie beispielsweise Scandium, Titan und Carbon bedingen verschiedene Fügetechniken. Während Stahl vorwiegend gelötet und geschweißt wird, kommen bei Aluminium- und Titanwerkstoffen neben Schweißverbindungen auch Adhäsionsverbindungen zu Einsatz. Carbonrahmen, die aus einem faserverstärkten Kunststoff bestehen, werden ebenfalls geklebt oder besitzen einen auch als Monocoque bezeichneten einteiligen Aufbau.
  • Bei aufwendigen Stahlrahmen werden die Rahmenrohre mit Muffen verlötet. Außerdem werden Rahmenrohre mit in Richtung Ihrer Längserstreckung unterschiedlichen Wandstärken verwendet, um so das Eigengewicht ohne signifikanten Einfluss auf die Stabilität zu reduzieren. Die Wandstärke der Rohre ist dabei im Bereich der Muffen dicker als in den mittleren Bereichen.
  • Die DE 32 02 527 A1 beschreibt ein Fahrrad mit einem Fahrradrahmen, welcher durch Muffen verbundene Rohre aufweist. Die Muffenverbindung wird dabei so ausgelegt, dass die auftretenden Kräfte auf die Rohre durch im Wesentlichen auf Schub beanspruchte Verbindungsstellen übertragen werden. Die Muffen sind für Verbundstellen von Rohren jeden Querschnittes und aller Werkstoffe, von Stahl, Aluminium Titan bis hin zu Kunststoff, wie GFK und KFK auch für Tretlagermuffen anwendbar. Die Muffen werden dabei mit den Rohren durch Schweißen, Löten oder Kleben verbunden.
  • Die DE 78 22 966 U1 offenbart bereits einen Fahrradrahmen mit einer Muffenverbindung, wobei jede Muffe als Verbindungsteil zu einem Rohr beispielsweise aus Leichtmetall einen separaten Rohrstutzen aufweist. Für die Verbindung von dem Rohr und dem Rohrstutzen ist eine Schicht aus einem Metallkleber vorgesehen, wobei die Klebefläche durch eine Spiralnut vergrößert werden kann. Der Rohrstutzen ist mit der Muffe durch Schweißen, Löten oder Pressen zu einer unlösbaren Einheit verbunden.
  • Die DE 40 33 457 C2 bezieht sich auf ein Verfahren zum Verlöten von Rohrrahmen von Fahrradrahmen, bei dem die Rohre zunächst mittels Muffen zusammengesteckt werden.
  • Die DE 84 37 897 U1 beschreibt die Verbindung der einen Fahrradrahmen bildenden Rohre im Bereich der Kreuzungspunkte. Die Muffe wird dabei durch Aufweien des Rohrmantels im Endbereich des Rohres erzeugt. Außerdem ist durch die DE 196 18 666 A1 ein Verfahren bekannt, bei dem zur Herstellung einer hartgelöteten Muffenverbindung zwischen zwei Metallteilen, beispielsweise für Fahrradrahmen, einem Metallteil durch Innenhochdruckumformen eine muffenförmige Ausstülpung angeformt wird.
  • Ferner zeigt die DE 93 00 522 U1 einen Fahrradrahmen, bei dem die Rohre durch Muffen verbunden sind, die eine Mehrzahl von durchgehenden Löchern aufweisen. Das Rohr ist mit entsprechenden Vorsprüngen ausgestattet, die jeweils in die Löcher eingreifen. Nach einem ähnlichen Prinzip schlägt die DE 20 2004 004 724 U1 vor, dass die Muffe auf ihrer Außenseite ein Profil mit zwei Durchbrüchen hat, die sich in das Innere des Rohres öffnen.
  • Als nachteilig erweist sich in der Praxis der erhebliche Aufwand, der mit der individuellen Anpassung des Fahrradrahmens an seinen Benutzer bedingt durch die hierzu handwerkliche Fertigung eines individuellen Rahmens verbunden ist. Demgegenüber können Anpassungen des vorgefertigten Fahrrades im Handel nur noch sehr eingeschränkt durch Austausch von Anbauteilen, beispielsweise dem Vorbau oder der Sattelstütze vorgenommen werden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu schaffen, eine individuelle Anpassung des Rahmens an den Benutzer zu ermöglich, ohne dass hierzu eine Einzelanfertigung erforderlich ist. Insbesondere soll also eine Anpassung an den Benutzer auf der Basis vorgefertigter Bauteile mit geringem Aufwand realisierbar sein. Weiterhin liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, solche zur Herstellung eines Fahrradrahmens bestimmte Rahmenkomponenten zu schaffen.
  • Die erstgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Fahrzeug gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche 2 bis 15 betreffen besonders zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung.
  • Erfindungsgemäß ist also ein Fahrzeug vorgesehen, bei dem die erste Muffe wesentliche Bauelemente des Lenkkopfs und die zweite Muffe das Tretlager jeweils als integrale Bestandteile aufweisen. Hierdurch wird erstmals eine individuelle Anpassung des Rahmens an den Benutzer auf der Basis industriell vorgefertigter Bauelemente möglich, die dadurch im Bereich des Handels zeitnah ohne substantielle Eingriffe in die Rahmenkonstruktion zu dem individuellen Rahmen zusammengesetzt werden können. Beispielsweise kann also das vollständige Fahrrad innerhalb kurzer Zeit, beispielsweise weniger Tage, fertig gestellt werden. Dabei können die Muffen bereits derart vorgefertigt sein, dass die erste Muffe bereits die Gabel einschließlich des Vorderrades sowie den Lenker mit allen Betätigungselementen umfasst, während die zweite Muffe neben dem Tretlager einschließlich der Tretkurbeln und der Pedale auch die Hinterradstreben für das Hinterrad sowie der Schaltung einschließlich der Kette umfasst. Im Wesentlichen ist daher zur Vervollständigung des Fahrrades lediglich das Ablängen der Verbindungsrohre zwischen den beiden Muffen, sowie des eine Sattelstütze aufnehmenden zweiten Rohres erforderlich, welches hierzu bereits eine Fixierung für die Sattelstütze aufweist.
  • Dabei erweist es sich als besonders vorteilhaft, wenn der Lenkkopf wesentliche Bauelemente einer Vorderradfederung, insbesondere eine Feder-Dämpfer-Einheit aufweist, um so bereits in einfacher Weise die Voraussetzungen für eine Vorderradfederung im Lenkkopf durch eine entsprechend bewegliche Anordnung einer an sich starren Gabel zu schaffen.
  • Die zweite Muffe weist als integralen Bestandteil das Tretlager auf, welches montiert und bereits mit Tretkurbeln versehen sein kann. Besonders vorteilhaft ist es hingegen auch, wenn die zweite Muffe zusätzlich eine Aufnahme für eine einem Hinterrad zugeordnete Federung aufweist, um so eine Hinterradfederung mit geringem Aufwand realisieren zu können. Die Aufnahme kann hierzu flexibel verformbare Bauelemente aufweisen, um so auf ein Gelenk verzichten zu können und einen möglichen Verschleiß auszuschließen.
  • Eine andere, ebenfalls besonders sinnvolle Ausführungsform wird auch dann erreicht, wenn die Aufnahme als eine Lagerung für eine schwenkbewegliche Hinterradschwinge der Federung ausgeführt ist, um eine vollständige Integration aller für die Hinterradfederung erforderlichen Bauelemente in die zweite Muffe zu ermöglichen, die zudem in vorteilhafter Weise die auftretenden Kräfte aufnimmt.
  • Die Muffe kann aus einem beliebigen Werkstoff, beispielsweise aus einem Leichtmetall hergestellt sein. Besonders Erfolg versprechend ist hingegen eine Abwandlung der vorliegenden Erfindung, bei der die Muffe aus einem insbesondere faserverstärktem Kunststoff hergestellt ist. Hierdurch wird ein Höchstmaß an Gestaltungsfreiheit in Verbindung mit der Möglichkeit einer einfachen Verstärkung besonders beanspruchter Bereiche realisiert. Zumindest eine der beiden Muffen kann dabei als Formteil derart ausgeführt sein, dass lediglich eine geringe Nachbearbeitung im Bereich der Rohraufnahme erforderlich ist, oder aber aus zwei Halbschalen gebildet sein.
  • Dabei erweist es sich als besonders praxisnah, wenn die Muffe durch Laminieren oder im Spritzgießverfahren hergestellt ist und dadurch mit einem vergleichsweise geringen Herstellungsaufwand realisierbar ist.
  • Zur Verbindung der Rohre mittels der Muffen können beliebige, an sich bekannte Fügetechniken eingesetzt werden. Beispielsweise könnten die Muffen auf die Rohre aufgeschrumpft werden. Hierzu können Kunststoffmuffen mit thermisch aktivierbaren Eigenspannungen verwendet werden. Besonders einfach ist hingegen eine Abwandlung der Erfindung, bei der die Rohre und die Muffen mittels einer Adhäsionsverbindung unlösbar miteinander verbunden sind. Die Montage wird dabei auch ohne Werkzeuge mit geringem Aufwand realisierbar, wobei sogar die Montage durch einen Laien, beispielsweise in Form eines Bausatzes denkbar ist. Hierzu wird ein Ein- oder Zweikomponenten Klebestoff in die Muffen hinein gegeben und das Rohr in die entsprechende Position gebracht. Die Aushärtung erfolgt dann in kurzer Zeit. Ergänzend ist dabei die Verwendung eines Hilfsrahmens zur Vermeidung einer Abweichung der beiden Muffen und der Rohre aus der vorbestimmten Ebene denkbar. Weiterhin kann vor der dauerhaften Verbindung der Rohre und der Muffen der Rahmen zunächst provisorisch zusammengesetzt werden, um so die Anpassung an den Benutzer zu überprüfen.
  • Eine andere ebenfalls besonders vielseitige Ausgestaltung, bei der die Rohre und die Muffen insbesondere mittels eines Gewindes lösbar miteinander verbunden sind, gestattet zudem die nachträgliche Anpassung oder Änderung der Abmessungen des Rahmens. Hierdurch kann der Rahmen beispielsweise dem Wachstum von Kindern in optimaler Weise angepasst werden. Weiterhin ist eine vorübergehende Demontage auch zu Transportzwecken möglich.
  • Die Rohre können grundsätzlich aus einem beliebigen Material hergestellt sein. Besonders zweckmäßig ist es hingegen, wenn die Rohre aus Metall oder Kunststoff bestehen, um so ein breites Einsatzspektrum mit geringem Aufwand abdecken zu können. Selbstverständlich sind auch Mischformen, bei dem verschiedene Werkstoffe zum Einsatz kommen, realisierbar. Bevorzugte Materialen umfassen zumindest einen der Werkstoffe Stahl, Aluminium, Magnesium, oder faserverstärkter Kunststoffe wie CFK oder GFK.
  • Die Erfindung ist grundsätzlich nicht auf bestimmte Rahmengeometrien beschränkt. Vielmehr erweist sich die Erfindung als vorteilhaft für beliebige Rahmenkonstruktionen. Als besonders Erfolg versprechend erweist es sich hingegen, wenn der Rahmen genau zwei Muffen aufweist, um so den Montageaufwand weiter zu reduzieren. Zudem erweist es sich bei einem offenen Rahmen als besonders hilfreich, dass der durch unterschiedlich bemessene Rohrlängen gegebenenfalls abweichende Relativwinkel der Muffen zueinander unerheblich ist. Es sind daher lediglich zwei Muffen zur Realisierung des Rahmens nahezu beliebiger Größe erforderlich, so dass neben den reduzierten Herstellungskosten auch die Lagerhaltung vereinfacht wird.
  • Die Rohre können eine Biegung aufweisen oder abschnittsweise abweichende Querschnittsformen oder -abmessungen aufweisen. Besonders einfach ist es hingegen, wenn der Rahmen aus einem die beiden Muffen verbindenden geraden ersten Rohr und einem die Sattelstütze aufnehmenden zweiten Rohr besteht, so dass Abschnitte handelsüblicher Rohre eingesetzt werden können. Der Herstellungsaufwand lässt sich dadurch auf ein Minimum reduzieren. Insbesondere können die Rohre als Meterware bevorratet und bedarfsweise abgelängt werden.
  • Eine andere, ebenfalls besonders vielseitige Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung wird dadurch erreicht, dass der Rahmen zusätzlich eine dritte Muffe zur Anpassung des Radstandes und/oder der Sitzposition durch unterschiedliche Länge eines die dritte Muffe mit der zweiten Muffe verbindenden Rohres. Hierdurch wird der horizontale Abstand zwischen der Oberkante des die Sattelstütze aufnehmenden Rohres und dem Lenkkopf unabhängig von der Rahmenhöhe durch das dritte Rohr eingestellt. Die dritte Muffe dient dabei als Verbindungselement um die Verwendung gerader Rohrabschnitte auch bei dieser Rahmengeometrie zu ermöglichen. Auf diese Weise lässt sich auch problemlos der Radstand verändern.
  • Besonders praxisgerecht ist es dabei auch, wenn eine ein Lenkkopflager aufnehmende Aufnahme in die erste Muffe einlaminiert ist, um dadurch die Vorteile der hohen Maßhaltigkeit einer entsprechend bearbeiteten Aufnahme mit der einfachen Herstellung einer Muffe aus einem Kunststoff mit geringem Aufwand zu kombinieren.
  • Obwohl der wesentliche Einsatzbereich der mittels der erfindungsgemäßen Muffen herstellbaren Rahmens Fahrräder einschließlich Elektroräder betrifft ist die Erfindung dennoch nicht auf solche Fahrzeuge beschränkt. Vielmehr eignen sich die Muffen beispielsweise auch zum Einsatz bei Liegerädern, Tretrollern, Dreirädern oder ähnlichen mit Muskelkraft beweglichen ein- oder mehrspurigen Fahrzeugen.
  • Die zweitgenannte Aufgabe, zur Herstellung eines Fahrradrahmens bestimmte Rahmenkomponenten umfassend zwei Muffen und zumindest zwei Rohre zu schaffen, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die erste Muffe wesentliche Bauelemente einer Lenkung und die zweite Muffe ein Tretlager jeweils als integrale Bestandteile aufweisen. Hierdurch wird die individualisierte Herstellung eines Fahrradrahmens auf der Basis industriell vorgefertigter Muffen und handelsüblicher Rohre erreicht, die dadurch mit geringem Aufwand in kurzer Zeit erfolgen kann. Die erste Muffe kann dabei insbesondere auch ein Feder-Dämpfungselement einer Vorradfederung aufweisen, während in die zweite Muffe zusätzlich wesentliche Komponenten für eine Hinterradfederung integriert sein können.
  • Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Diese zeigt in
  • 1 ein Fahrrad mit einem durch Muffen verbundene Rohren gebildeten Rahmen in einer Seitenansicht;
  • 2 den in 1 gezeigten Rahmen in einer perspektivischen Darstellung.
  • Die Erfindung wird nachstehend anhand der 1 und 2 näher dargestellt, die einerseits ein Fahrrad 1 mit einem aus Rohren 2, 3 und Muffen 4, 5 verbundenen Rahmen 6, in einer Seitenansicht, andererseits eine perspektivische Darstellung des Rahmens 6 zeigt. Zu erkennen ist eine erste Muffe 4, die wesentliche Bauelemente einer Lenkung 7 sowie einer Federgabel 12 und eine zweite Muffe 5, die ein Tretlager 8 sowie eine Aufnahme 9 für eine Hinterradschwinge 10 eines Hinterrades 11 jeweils als integrale Bestandteile umfassen. Die Muffen 4, 5 sind aus einem insbesondere faserverstärkten Kunststoff in Halbschalenbauweise gebildet, die durch Laminieren oder im Spritzgießverfahren hergestellt werden. Mit den aus Metall oder Kunststoff bestehenden Rohren 2, 3 sind die Muffen 4, 5 mittels einer nicht gezeigten Adhäsionsverbindung unlösbar verbunden. Hierdurch wird erstmals eine individuelle Anpassung des Rahmens 6 an den Benutzer auf der Basis industriell vorgefertigter Bauelemente möglich, die dadurch ohne substantielle Eingriffe in die Rahmenkonstruktion zu dem individuellen Fahrrad 1 zusammengesetzt werden können.

Claims (16)

  1. Ein Rahmen (6) für ein durch Muskelkraft antreibbares Fahrzeug, insbesondere ein Fahrrad (1), welcher mehrere durch zumindest eine erste Muffe (4) und eine zweite Muffe (5) verbundene Rohre (2, 3) aufweist, wobei die erste Muffe (4) einem Lenkkopf und die zweite Muffe (5) einem Tretlager (8) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Muffe (4) wesentliche Bauelemente des Lenkkopfs und die zweite Muffe (5) das Tretlager (8) jeweils als integrale Bestandteile aufweisen.
  2. Rahmen (6) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lenkkopf wesentliche Bauelemente einer Vorderradfederung, insbesondere eine Feder-Dämpfer-Einheit aufweist.
  3. Rahmen (6) nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Muffe (5) zusätzlich eine Aufnahme (9) für eine einem Hinterrad (11) zugeordnete Federung aufweist.
  4. Rahmen (6) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (9) als eine Lagerung für eine schwenkbewegliche Hinterradschwinge (10) der Federung ausgeführt ist.
  5. Rahmen (6) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Muffe (4, 5) aus einem insbesondere faserverstärktem Kunststoff hergestellt ist.
  6. Rahmen (6) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Muffe (4, 5) aus zwei Halbschalen gebildet ist.
  7. Rahmen (6) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Muffe (4, 5) durch Laminieren oder im Spritzgießverfahren hergestellt ist.
  8. Rahmen (6) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre (2, 3) und die Muffen (4, 5) mittels einer Adhäsionsverbindung unlösbar miteinander verbunden sind.
  9. Rahmen (6) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre (2, 3) und die Muffen (4, 5) insbesondere mittels eines Gewindes lösbar miteinander verbunden sind.
  10. Rahmen (6) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre (2, 3) aus Metall oder Kunststoff bestehen.
  11. Rahmen (6) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (6) genau zwei Muffen (4, 5) aufweist.
  12. Rahmen (6) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (6) aus einem die beiden Muffen (4, 5) verbindenden geraden ersten Rohr (2) und einem eine Sattelstütze aufnehmenden zweiten Rohr (3) besteht.
  13. Rahmen (6) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen einen Tiefeinstieg hat.
  14. Rahmen (6) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen zusätzlich eine dritte Muffe zur Anpassung des Radstandes und/oder der Sitzposition durch unterschiedliche Länge eines die dritte Muffe mit der zweiten Muffe verbindenden Rohres hat.
  15. Rahmen (6) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine ein Lenkkopflager aufnehmende Aufnahme in die erste Muffe (4) einlaminiert ist.
  16. Zur Herstellung eines Rahmens (6) für ein Fahrrad (1) bestimmte Rahmenkomponenten umfassend zwei Muffen (4, 5) und zumindest zwei Rohre (2, 3), dadurch gekennzeichnet, dass die erste Muffe (4) wesentliche Bauelemente einer Lenkung (7) und die zweite Muffe (5) ein Tretlager (8) jeweils als integrale Bestandteile aufweisen.
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