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DE102006006420A1 - Raucherkennungsvorrichtung - Google Patents

Raucherkennungsvorrichtung Download PDF

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DE102006006420A1
DE102006006420A1 DE102006006420A DE102006006420A DE102006006420A1 DE 102006006420 A1 DE102006006420 A1 DE 102006006420A1 DE 102006006420 A DE102006006420 A DE 102006006420A DE 102006006420 A DE102006006420 A DE 102006006420A DE 102006006420 A1 DE102006006420 A1 DE 102006006420A1
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Germany
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unit
signal
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smoke detection
units
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DE102006006420A
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English (en)
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Gerhard Dzubiel
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Individual
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Priority to AT07000313T priority patent/ATE463022T1/de
Priority to DE502007003264T priority patent/DE502007003264D1/de
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Abstract

Die Erfindung geht aus von einer Raucherkennungsvorrichtung mit zumindest einer ersten Signaleinheit (10a, 12a; 12b) zum Aussenden und zumindest einer zweiten Signaleinheit (14a, 16a; 16b) zum Empfangen von elektromagnetischer Strahlung, die dazu vorgesehen sind, in zumindest einem Bereich außerhalb der Raucherkennungsvorrichtung eine Messung vorzunehmen.
Es wird vorgeschlagen, dass zumindest eine Signalführungseinheit (18a, 20a, 22a, 24a; 20b, 24b) im Strahlengang (26a, 28a, 30a, 32a; 26b, 32b) einer der Signaleinheiten (10a, 12a, 14a, 16a; 12b, 16b) angeordnet ist.

Description

  • Stand der Technik
  • Die Erfindung geht aus von einer Raucherkennungsvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Aus der DE 200 23 533 U1 ist eine Raucherkennungsvorrichtung bekannt mit einer ersten Signaleinheit zum Aussenden und einer zweiten Signaleinheit zum Empfangen von elektromagnetischer Strahlung, die dazu vorgesehen sind, in einem Bereich außerhalb der Raucherkennungsvorrichtung eine Messung vorzunehmen. Die Signaleinheiten sind dabei mit Sende- und Empfangsdioden ausgestattet und sind in einem Gehäuse angeordnet, das eine lichtdurchlässige Abdeckscheibe umfasst, die vor den Signaleinheiten angebracht ist.
  • Der Erfindung liegt insbesondere die Aufgabe zugrunde, eine Raucherkennungsvorrichtung mit einer erhöhten Messgenauigkeit bereitzustellen. Sie wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus den Neben- und Unteransprüchen.
  • Vorteile der Erfindung
  • Die Erfindung geht aus von einer Raucherkennungsvorrichtung mit zumindest einer ersten Signaleinheit zum Aussenden und zumindest einer zweiten Signaleinheit zum Empfangen von elektromagnetischer Strahlung, die dazu vorgesehen sind, in zumindest einem Bereich außerhalb der Raucherkennungsvorrichtung eine Messung vorzunehmen.
  • Es wird vorgeschlagen, dass die Raucherkennungsvorrichtung zumindest eine Signalführungseinheit umfasst, die im Strahlengang einer der Signaleinheiten angeordnet ist. Dabei soll unter einer „Signalführungseinheit" insbesondere eine Einheit verstanden werden, deren Haupterstreckung bzw. deren größte Erstreckung mit einer Signalführungsrichtung übereinstimmt und/oder besondere Reflexionseigenschaften zur Lichtführung aufweist, wie insbesondere Totalreflexionseigenschaften, mittels derer ein Strahl, insbesondere ein Lichtstrahl, auch über längere Distanzen bei nahezu gleich bleibender Intensität des Strahls geführt werden kann. Die Signalführungseinheit kann dabei ein oder mehrere optische Führungsmittel, insbesondere Lichtleiter und/oder Glasfasern, umfassen. Hiermit kann eine besonders vorteilhafte Strahlführung und/oder auch eine erwünschte Ablenkung der elektromagnetischen Strahlung erreicht werden, wobei ein Strahlungskegel, insbesondere ein Lichtkegel der Signaleinheit durch die Signalführungseinheit möglichst klein gehalten werden kann und damit eine höhere Messgenauigkeit erreichbar ist. Dabei soll unter einer „Signaleinheit" insbesondere eine Diode zum Aussenden und/oder Empfangen von elektromagnetischer Strahlung, insbesondere von Licht, verstanden werden, wobei die Signaleinhei ten zum Aussenden und/oder Empfangen von elektromagnetischer Strahlung zudem einstückig ausgeführt sein können. Des weiteren soll unter einem „Strahlengang" hierbei der strahlenförmige Verlauf der elektromagnetischen Strahlung verstanden werden.
  • Vorteilhafterweise umfasst die Raucherkennungsvorrichtung zumindest eine Einheit, die dazu vorgesehen ist, die Signalführungseinheiten aufeinander abgestimmt auszurichten, wodurch die Messbereiche der Signaleinheiten insbesondere räumlich und/oder auch frequenziell auf beliebige Punkte im Raum eingestellt werden können.
  • Ferner kann vorteilhaft ein Herausfiltern von Störsignalen, insbesondere von unerwünschter elektromagnetischer Strahlung, erreicht werden, wenn zumindest eine optische Einheit als optisches Filter vorgesehen ist. Unter „Störsignalen" sollen hierbei Signale bzw. Strahlung verstanden werden, die außerhalb des von der Signaleinheit zum Aussenden von elektromagnetischer Strahlung ausgesandten Frequenzbereichs liegen. Besonders vorteilhaft ist das optische Filter zur Erkennung von Kohlenstoffmonooxid vorgesehen, wodurch eine Raucherkennung durch die Raucherkennungsvorrichtung anhand eines durch Verbrennung und/oder Rauchentwicklung entstehenden Gases erreicht werden kann.
  • Zudem wird vorgeschlagen, dass zumindest eine Signaleinheit zum Senden und/oder Empfangen von Infrarotstrahlung vorgesehen ist, wodurch Aerosole – feste und/oder flüssige Partikel in der Luft, wie beispielsweise Staub oder Nebel – besonders vorteilhaft detektiert werden können und somit besonders vor teilhaft Rauch im zu überwachenden Raum erkannt werden kann. Grundsätzlich können jedoch auch andere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende elektromagnetische Strahlungen genutzt werden, um verschiedene Substanzen in der Luft zu detektieren. Zudem kann auch besonders vorteilhaft mittels der Infrarotstrahlung eine Konzentration von Kohlenstoffdioxid – CO2, einem Verbrennungsgas, durch Streuung von Infrarotstrahlung an Kohlenstoffdioxidmolekülen bestimmt werden. Ferner kann die Raucherkennungsvorrichtung dahingehend erweitert werden, dass durch Senden und/oder Empfangen des geeigneten Frequenzbereichs weitere Verbrennungsgase erkannt werden können.
  • Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass mindestens eine Signalführungseinheit zumindest zwei differierende Strahlbereiche, wie insbesondere zwei differierende Abstrahlbereiche und/oder zwei differierende Bereiche, über die Strahlungen empfangen werden können, aufweist, wodurch eine große räumliche Abdeckung des zu überwachenden Raums mit einer Signaleinheit zum Senden und/oder Empfangen von elektromagnetischer Strahlung erreicht werden kann. Die Raucherkennung kann dabei über eine Aufaddierung der Signale aus den differierenden Strahlbereichen erfolgen und/oder durch ein separates Erfassen der Signale der differierenden Strahlbereiche. Die Signalführungseinheit kann hierbei von einem oder mehreren optischen Führungsmitteln gebildet sein.
  • Ferner ist von Vorteil, wenn die Raucherkennungsvorrichtung eine Recheneinheit umfasst, wodurch die Raucherkennungsvorrichtung besonders flexibel innerhalb eines Raums angebracht werden kann und zudem eine schnelle Datenverarbeitung innerhalb der Raucherkennungsvorrichtung selbst stattfinden kann.
  • Dabei soll unter einer „Recheneinheit" eine Auswerteeinheit, eine Kontrolleinheit, eine Steuereinheit und/oder eine Regeleinheit verstanden werden, wobei eine Recheneinheit sowohl von einem Prozessor allein als auch insbesondere von einem Prozessor und weiteren Elektronikbauteilen, wie Speichermitteln, gebildet sein kann. Ferner verfügt die Recheneinheit dabei über die für den Betrieb der Raucherkennungsvorrichtung erforderliche Software.
  • Vorteilhafterweise umfasst die Raucherkennungsvorrichtung zumindest eine Einheit, die dazu vorgesehen ist, die Daten der Signaleinheiten über einen längeren Zeitraum miteinander zu vergleichen, wodurch Verschmutzungen, insbesondere sich langsam, über einen längeren Zeitraum anlagernde Verschmutzungen an den Signalführungseinheiten erkannt werden können. Diese Verschmutzungen können bei der Datenauswertung der Signaleinheiten berücksichtigt werden, so dass die Raucherkennungsvorrichtung weniger anfällig für Störungen ist. Hierbei soll unter einer „Einheit" insbesondere eine Recheneinheit mit einem Prozessor und zumindest einem Speichermittel verstanden werden, das dazu vorgesehen ist, die Daten der Signaleinheiten über einen längeren Zeitraum zu speichern. In diesem Zusammenhang soll unter einem „längeren Zeitraum" ein Zeitraum von wenigstens einer Woche und vorzugsweise von wenigstens einem Monat verstanden werden.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Raucherkennungsvorrichtung eine Einheit umfasst, die zur Ausgabe eines Alarmsignals vorgesehen ist, wodurch eine erhöhte Sicherheit und eine effiziente Warnung für Personen, die sich im zu überwachenden Raum befinden, er reicht werden kann. Das ausgegebene Alarmsignal kann dabei ein optisches und/oder ein akustisches Signal sein.
  • Vorteilhafterweise ist die Raucherkennungsvorrichtung mit einer Einheit versehen, die zum Datentransfer über ein Datennetz vorgesehen ist, wodurch bei Raucherkennung durch die Raucherkennungsvorrichtung ein Signal von der Einheit über das Datennetz ausgegeben werden kann, insbesondere ein Notrufsignal an eine externe Überwachungszentrale. Das Datennetz kann dabei beispielsweise durch einen Datenbus oder besonders vorteilhaft durch ein Funknetz gebildet sein.
  • Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Raucherkennungsvorrichtung mit zumindest einer ersten Signaleinheit zum Aussenden und einer zweiten Signaleinheit zum Empfangen von elektromagnetischer Strahlung zumindest eine weitere Signaleinheit aufweist, die zum Senden oder Empfangen von elektromagnetischer Strahlung vorgesehen ist. Mittels der weiteren Signaleinheit zum Senden oder Empfangen von elektromagnetischer Strahlung kann eine redundante Raucherkennung erreicht werden, die bei Ausfall einer Signaleinheit eine weitere Funktionssicherheit der Raucherkennungsvorrichtung gewährleistet. Des Weiteren kann durch die weitere Signaleinheit eine gegenseitige Kontrolle der Signaleinheiten innerhalb der Raucherkennungsvorrichtung erzielt werden und dabei können eventuelle Manipulationen und/oder Störungen der Rauchererkennungsvorrichtung erkannt und/oder ausgeschlossen werden.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Raucherkennungsvorrichtung zumindest einen Bilderfassungssensor aufweist, wodurch eine Raucherkennung über einen großen räumlichen Bereich erreicht werden kann und Manipulationen zumindest reduziert werden können. Zudem kann durch den Bilderfassungssensor sich im Raum ausbreitender Rauch von anderen Gegenständen durch eine zunehmende Trübung der erfassten Bilder erkannt werden und es kann vorteilhaft eine optische Kontrollmöglichkeit für einen Bediener über den Bilderfassungssensor erreicht werden. Ferner kann eine Kontrolle und/oder eine Überwachung der durch die Signaleinheiten stattfindenden Raucherkennung erreicht werden und dadurch können Manipulationen der Signaleinheiten besser erkannt werden. Dabei soll unter einem „Bilderfassungssensor" insbesondere eine CCD-Kamera – CCD = Charged-coupled Device = ladungsgekoppeltes Bauteil – oder eine Digitalkamera verstanden werden.
  • Ferner ist von Vorteil, wenn die Raucherkennungsvorrichtung eine Einheit umfasst, die dazu vorgesehen ist, anhand der Daten des Bilderfassungssensors Bewegungen zu erkennen, womit eine einfachere Erkennung von Rauch erreicht werden kann. Hierbei werden aktuelle Daten mit gespeicherten Daten des Bilderfassungssensors verglichen, um daraus Bewegungen und/oder Veränderungen im Raum zu erkennen. Die Bewegungen und/oder die Veränderungen im Raum werden mittels einer speziellen Software, die für eine entsprechende Auswertung der Daten des Bilderfassungssensors vorgesehen ist, erkannt. Anhand dieser Bewegungen kann eine Rauchentwicklung analysiert werden – erkennbar durch Ausbreitung von Rauch im Raum bzw. zunehmende Trübung durch Rauchpartikel – und dadurch von weiteren, Rauch vortäuschenden Partikeln, wie beispielsweise Zigarettenrauch von Personen oder Staub, unterschieden werden.
  • Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass der Bilderfassungssensor zumindest um eine Achse schwenkbar gelagert ist, wodurch die Raucherkennung auf einen größeren Bereich des zu überwachenden Raums ausgedehnt werden kann. Besonders vorteilhaft ist der Bilderfassungssensor jedoch um zumindest zwei Achsen schwenkbar gelagert, wodurch eine besonders große Winkelabdeckung des zu überwachenden Raums mit nur einem Bilderfassungssensor erreicht werden kann.
  • Zeichnung
  • Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.
  • Es zeigen:
  • 1 einen schematisch dargestellten Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung,
  • 2 einen Ausschnitt eines schematisch dargestellten Querschnitts durch die Vorrichtung aus 1 mit zwei Signaleinheiten und
  • 3 einen Ausschnitt eines schematisch dargestellten Querschnitts durch eine alternative erfin dungsgemäße Vorrichtung mit jeweils zwei Lichtleitern im Strahlengang einer Signaleinheit.
  • Ausführungsbeispiele
  • 1 zeigt eine schematische Raucherkennungsvorrichtung in einer Seitenansicht. Diese umfasst vier Signaleinheiten 10a, 12a, 14a, 16a mit jeweils einer davor angeordneten Signalführungseinheit 18a, 20a, 22a, 24a, einen Bilderfassungssensor 50a und eine Recheneinheit 34a. Die Recheneinheit 34a weist eine Speichereinheit 56a und einen hier nicht näher dargestellten Prozessor auf. Zudem umfasst die Raucherkennungsvorrichtung zwei Einheiten 44a, 46a, die zur Signalausgabe vorgesehen sind, und eine an ein nicht näher dargestelltes Stromnetz angeschlossene Einheit 58a, die dazu vorgesehen ist, die Raucherkennungsvorrichtung mit Energie zu versorgen. Anstatt einer Einheit 58a, die an ein Stromnetz angeschlossen ist, kann die Einheit 58a auch eine Batterie und/oder weitere Stromspeichermittel umfassen, die eine Energieversorgung der Raucherkennungsvorrichtung ermöglichen. Zum Datentransfer verfügt die Raucherkennungsvorrichtung über eine von einem Datenbus ausgebildete, interne Datenleitung 60a und eine Einheit 48a, die Daten mit externen, zentralen Einheiten, die hier nicht näher dargestellt sind, über eine Funkverbindung austauscht. Alternativ und/oder zusätzlich hierzu kann die Einheit 48a die Daten auch über einen hier nicht näher dargestellten Datenbus mit externen Einheiten austauschen. Zudem ist es denkbar, die Energieversorgung der Raucherkennungsvor richtung in den externen Datenbus zu integrieren. Die Raucherkennungsvorrichtung weist ein Gehäuse 62a auf, das nach unten von einer Abdeckscheibe 64a abgeschlossen ist.
  • Die Signaleinheiten 10a, 12a zum Aussenden von elektromagnetischer Strahlung umfassen jeweils eine Sendediode 66a, 68a; die Signaleinheiten 14a, 16a zum Empfangen von elektromagnetischer Strahlung umfassen jeweils eine Empfangsdiode 70a, 72a (1 und 2). Die Raucherkennung innerhalb der Raucherkennungsvorrichtung erfolgt durch Messung einer Intensität von Verbrennungsgasen, wie beispielsweise Kohlenstoffdioxid, und/oder von Rauchpartikeln in der Luft. Eine Rauchdetektion findet statt, wenn die gemessene Intensität über einer natürlichen Intensität der Verbrennungsgase und/oder der Rauchpartikel in der Luft liegt. Zur Erkennung von Verbrennungsgasen und/oder von Rauchpartikeln in der Luft sind die Sendedioden 66a, 68a und die Empfangsdioden 70a, 72a der Signaleinheiten 10a, 12a, 14a, 16a im Frequenzbereich von Infrarotstrahlung sensitiv, da Infrarotstrahlung an den Rauchpartikeln und/oder an Molekülen der Verbrennungsgase gestreut wird. Je höher die Konzentration der Verbrennungsgase und/oder der Rauchpartikel im zu überwachenden Raum ist, desto mehr gestreute Strahlung trifft auf die Empfangsdioden 70a, 72a und umso höher ist das Empfangssignal, das diese an die Recheneinheit 34a über die interne Datenleitung 60a weiterleiten.
  • Die Signalführungseinheiten 18a, 20a, 22a, 24a, die jeweils in einem Strahlengang 26a, 28a, 30a, 32a der Signaleinheiten 10a, 12a, 14a, 16a angeordnet sind, werden von Lichtleitern gebildet, die die elektromagnetische Strahlung aufgrund von Totalreflexionen innerhalb der Lichtleiter weiterleiten. Dabei wird eine Streuzone der durch die Lichtleiter geführten Strahlung der Signaleinheiten 10a, 12a verkleinert bzw. die auf die Signaleinheiten 14a, 16a auftreffende Strahlung wird auf diese fokussiert. Zusätzlich ist in die Signalführungseinheiten 22a, 24a, die im Strahlengang 30a, 32a der Signaleinheiten 14a, 16a zum Empfangen von elektromagnetischer Strahlung angeordnet sind, ein optisches Filter 36a, 38a integriert. Die optischen Filter 36a, 38a sind dabei auf den Frequenzbereich der Sendedioden 66a, 68a abgestimmt und filtern Fremdstrahlung, beispielsweise sichtbares Licht, aus dem Empfangsspektrum der Empfangsdioden 70a, 72a heraus, so dass nur Strahlung im Infrarotbereich zu den Empfangsdioden 70a, 72a gelangen kann. Zudem sind die optischen Filter 36a, 38a so ausgelegt, dass damit das Verbrennungsgas Kohlenstoffmonooxid im zu überwachenden Raum erkannt werden kann. Die Erkennung von Kohlenstoffmonooxid erfolgt im Betrieb, je nach Ausrichtung der Signalführungseinheiten 18a, 20a, 22a, 24a, an beliebigen Messbereichen 40a, 42a im Raum. Die Signalführungseinheiten 18a, 20a, 22a, 24a und die optischen Filter 36a, 38a sind ferner zu Messungen von Kohlenstoffmonooxid in Messbereichen 40a, 42a vorgesehen, die sich auch in größeren Abständen zur Raucherkennungsvorrichtung befinden können, wie beispielsweise Messbereichen 40a, 42a in Bodennähe. Dabei weisen die Messbereiche 40a, 42a einen Abstand von ca. zwei Metern von der Raucherkennungsvorrichtung auf.
  • Die von Lichtleitern ausgebildeten Signalführungseinheiten 18a, 20a, 22a, 24a (1 und 2) sind besonders flexibel und biegsam, so dass ein Messbereich 40a, 42a mittels Drehung der Signalführungseinheiten 18a, 20a, 22a, 24a auf nahezu be liebige Punkte des zu überwachenden Raums ausgerichtet werden kann, wie dies in 2 beispielhaft anhand der Signaleinheiten 12a, 16a bzw. der Signalführungseinheiten 20a, 24a dargestellt ist. Dabei wird die Ausrichtung der Signalführungseinheiten 18a, 20a, 22a, 24a über jeweils eine Aktuatoreinheit 88a, 90a, 92a, 94a geregelt (1 und 2), die die Lichtleiter in die gewünschte Position dreht. Die Aktuatoreinheiten 88a, 90a, 92a, 94a werden von der Recheneinheit 34a gesteuert und sind innerhalb der Abdeckscheibe 64a angeordnet. Die Anzahl der Messbereiche 40a, 42a (1 und 2) im Raum wird dabei von der Anzahl der Signalführungseinheiten 18a, 20a, 22a, 24a bzw. der Signaleinheiten 10a, 12a, 14a, 16a bestimmt, so dass in einer Raucherkennungsvorrichtung mit mehreren Signalführungseinheiten 18a, 20a, 22a, 24a eine besonders vorteilhafte und redundante Kontrolle nahezu des gesamten zu überwachenden Raums stattfindet. Die Ausrichtung der Signalführungseinheiten 18a, 20a der Sendedioden 66a, 68a und der Signalführungseinheiten 22a, 24a der Empfangsdioden 70a, 72a durch die Aktuatoreinheiten 88a, 90a, 92a, 94a umfasst dabei eine räumliche und/oder frequenzielle Ausrichtung.
  • Zur Raucherkennung werden die Signale der Signaleinheiten 10a, 12a, 14a, 16a über die interne Datenleitung 60a an die Recheneinheit 34a geleitet, die diese auswertet. Die Recheneinheit 34a verfügt dabei über die dafür erforderlichen Programme und die entsprechende Software, die in der Speichereinheit 56a gespeichert sind. Die Ausgestaltung der Raucherkennungsvorrichtung mit jeweils zwei Signaleinheiten 10a, 12a zum Aussenden und zwei Signaleinheiten 14a, 16a zum Empfangen von Infrarotstrahlung ermöglicht eine redundante Raucherkennung, die selbst bei Ausfall einer der Signaleinheiten 10a, 12a zum Aussenden und/oder einer der Signaleinheiten 14a, 16a zum Empfangen von Infrarotstrahlung noch funktionsfähig ist. Ferner findet in der Recheneinheit 34a anhand der von den Signaleinheiten 10a, 12a, 14a, 16a erhaltenen Signale eine Kontrolle der einzelnen Signaleinheiten 10a, 12a, 14a, 16a statt, so dass Störungen und/oder Manipulationen erkannt werden und bei der Datenauswertung bzw. der Rauchdetektion durch die Recheneinheit 34a berücksichtigt werden.
  • Die Daten der Signaleinheiten 14a, 16a zum Empfangen von Infrarotstrahlung werden von der Recheneinheit 34a in der Speichereinheit 56a über einen längeren Zeitraum gespeichert.
  • Diese Daten werden von der Recheneinheit 34a mit aktuellen Daten der Signaleinheiten 14a, 16a verglichen, um daraus eventuelle Verschmutzungen und/oder Störungen der einzelnen Signalführungseinheiten 22a, 24a zu erkennen. Diese Verschmutzungen und/oder Störungen werden von der Recheneinheit 34a bei der Datenauswertung mit berücksichtigt, so dass ein nahezu wartungsfreier Betrieb der Raucherkennungsvorrichtung ermöglicht wird.
  • An einer den Signaleinheiten 10a, 12a, 14a, 16a abgewandten Oberfläche 74a der Abdeckscheibe 64a ist der von einer CCD-Kamera gebildete Bilderfassungssensor 50a angebracht (1), der um zwei Achsen 52a, 54a schwenkbar gelagert ist. Der Bilderfassungssensor 50a kann anstatt an der den Signaleinheiten 10a, 12a, 14a, 16a abgewandten Oberfläche 74a der Abdeckscheibe 64a auch in der Abdeckscheibe 64a oder innerhalb des von dem Gehäuse 62a umfassten Bereichs der Raucherken nungsvorrichtung angebracht sein. Im Betrieb der Raucherkennungsvorrichtung wird der Bilderfassungssensor 50a über die interne Datenleitung 60a von der Recheneinheit 34a angesteuert, welche über die dafür erforderlichen und in der Speichereinheit 56a gespeicherten Betriebsprogramme und die entsprechende Software verfügt. Die Daten des Bilderfassungssensors 50a werden von der Recheneinheit 34a mittels der entsprechenden Software ausgewertet und in der Speichereinheit 56a gespeichert. Zur Erkennung von Rauch werden durch die Recheneinheit 34a die aktuellen Daten des Bilderfassungssensors 50a mit den zuletzt gespeicherten Daten verglichen, um daraus Veränderungen und/oder Bewegungen im zu überwachenden Raum zu erkennen. Anhand von sich über den Raum ausbreitenden Bewegungen bzw. durch von Rauch verursachte Trübungen der erfassten Bilder kann Rauch von weiteren Gegenständen und/oder Staubpartikeln in der Luft unterschieden werden. Mittels der zwei schwenkbar gelagerten Achsen 52a, 54a des Bilderfassungssensors 50a kann dieser, gesteuert durch die Recheneinheit 34a, auf beliebige Punkte im Raum und somit auch auf bodennahe Objekte ausgerichtet werden.
  • Zur Unterscheidung von Rauch und weiteren rauchähnlichen Partikeln, wie beispielsweise Staub, und/oder für eine erhöhte Sicherheit der Rauchüberwachung werden, gesteuert von der Recheneinheit 34a, mehrere unterschiedliche Bereiche des zu überwachenden Raums regelmäßig durch den Bilderfassungssensor 50a abgetastet. Zudem ist der Bilderfassungssensor 50a in Kombination mit der Recheneinheit 34a und der Einheit 48a, die Daten über ein Funknetz austauscht, auch von externen Einheiten, wie beispielsweise einer zentralen Überwachungseinheit und/oder durch eine Fernbedienung, ansteuerbar. Dabei ist eine optische Kontrollmöglichkeit für den Bediener der Raucherkennungsvorrichtung gegeben, indem dieser, über die Funkverbindung durch die Einheit 48a, Zugriff auf die Daten bzw. Bilder des Bilderfassungssensors 50a hat. Zusätzlich kann im Notfall der von dem Bilderfassungssensor 50a zu überwachende Raum von außen auf im Raum befindliche Personen abgesucht werden, und/oder durch den Bilderfassungssensor 50a lassen sich genauere Informationen über eine im Raum befindliche Rauch- und/oder Brandstelle erhalten. Zudem ist durch den Bilderfassungssensor 50a eine weitere Kontrolle der Raucherkennung gegeben, indem die Recheneinheit 34a die Daten des Bilderfassungssensors 50a mit den Daten der Signaleinheiten 10a, 12a, 14a, 16a zum Empfangen von Infrarotstrahlung vergleicht.
  • Erfolgt durch die Recheneinheit 34a anhand der Daten des Bilderfassungssensors 50a und der Signaleinheiten 10a, 12a, 14a, 16a eine Raucherkennung, so wird ein Alarmsignal über die interne Datenleitung 60a an die Einheiten 44a, 46a zur Signalausgabe weitergeleitet (1). Die Einheiten 44a, 46a zur Signalausgabe umfassen hier nicht näher dargestellte optische und akustische Ausgabemittel zur lokalen Ausgabe von optischen und akustischen Alarmsignalen. Zusätzlich verfügt die Raucherkennungsvorrichtung über die Einheit 48a, die zur Ausgabe von Alarmsignalen über ein von einer Funkverbindung ausgebildetes Datennetz vorgesehen ist. Hierbei werden im Notfall bzw. bei Raucherkennung Alarmsignale von der Recheneinheit 34a über die interne Datenleitung 60a an die Einheit 48a geleitet, die diese über Funksignale an eine hier nicht näher dargestellte Zentrale übermittelt.
  • 3 zeigt einen Teilschnitt einer alternativen, schematisch dargestellten Raucherkennungsvorrichtung. Sich im Wesentlichen entsprechende Bauteile und Merkmale sind grundsätzlich mit den gleichen Bezugszeichen beziffert, wobei zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele den Bezugszeichen die Buchstaben a (1 und 2) bzw. b (3) hinzugefügt sind. Bezüglich gleich bleibender Merkmale und Funktionen kann auf die Beschreibung zum Ausführungsbeispiel in 1 verwiesen werden. Die in 3 nachfolgende Beschreibung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Unterschiede zum Ausführungsbeispiel in den 1 und 2.
  • Die Raucherkennungsvorrichtung umfasst hier zwei Signaleinheiten 12b, 16b mit jeweils einer Signalführungseinheit 20b, 24b. Die Signalführungseinheiten 20b, 24b der Signaleinheiten 12b, 16b werden von jeweils zwei Lichtleitern 76b, 78b, 80b, 82b gebildet und decken dabei zwei differierende Messbereiche 84b, 86b der Signaleinheiten 12b, 16b ab. Zur Erhöhung einer Messgenauigkeit über einen größeren räumlichen Bereich werden die Signale der einzelnen Lichtleiter 76b, 78b, 80b, 82b für jeweils eine der Signalführungseinheiten 20b, 24b von einer in 3 nicht näher dargestellten Recheneinheit aufaddiert. Eine Erweiterung der Signalführungseinheiten 20b, 24b mit weiteren Lichtleitern ist in einer weiteren Ausgestaltung der Raucherkennungsvorrichtung denkbar.
  • 10
    Signaleinheit
    12
    Signaleinheit
    14
    Signaleinheit
    16
    Signaleinheit
    18
    Signalführungseinheit
    20
    Signalführungseinheit
    22
    Signalführungseinheit
    24
    Signalführungseinheit
    26
    Strahlengang
    28
    Strahlengang
    30
    Strahlengang
    32
    Strahlengang
    34
    Recheneinheit
    36
    optisches Filter
    38
    optisches Filter
    40
    Messbereich
    42
    Messbereich
    44
    Einheit
    46
    Einheit
    48
    Einheit
    50
    Bilderfassungssensor
    52
    Achse
    54
    Achse
    56
    Speichereinheit
    58
    Einheit
    60
    Datenleitung
    62
    Gehäuse
    64
    Abdeckscheibe
    66
    Sendediode
    68
    Sendediode
    70
    Empfangsdiode
    72
    Empfangsdiode
    74
    Oberfläche
    76
    Lichtleiter
    78
    Lichtleiter
    80
    Lichtleiter
    82
    Lichtleiter
    84
    Messbereich
    86
    Messbereich
    88
    Aktuatoreinheit
    90
    Aktuatoreinheit
    92
    Aktuatoreinheit
    94
    Aktuatoreinheit

Claims (14)

  1. Raucherkennungsvorrichtung mit zumindest einer ersten Signaleinheit (10a, 12a; 12b) zum Aussenden und zumindest einer zweiten Signaleinheit (14a, 16a; 16b) zum Empfangen von elektromagnetischer Strahlung, die dazu vorgesehen sind, in zumindest einem Bereich außerhalb der Raucherkennungsvorrichtung eine Messung vorzunehmen, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Signalführungseinheit (18a, 20a, 22a, 24a; 20b, 24b) im Strahlengang (26a, 28a, 30a, 32a; 26b, 32b) einer der Signaleinheiten (10a, 12a, 14a, 16a; 12b, 16b) angeordnet ist.
  2. Raucherkennungsvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zumindest eine Einheit (88a, 90a, 92a, 94a; 90b, 92b), die dazu vorgesehen ist, die Signalführungseinheiten (10a, 12a, 14a, 16a; 12b, 16b) aufeinander abgestimmt auszurichten.
  3. Raucherkennungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Signalführungseinheit (22a, 24a) als optisches Filter (36a, 38a) vorgesehen ist.
  4. Raucherkennungsvorrichtung zumindest nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das optische Filter (36a, 38a) zur Erkennung von Kohlenstoffmonooxid vorgesehen ist.
  5. Raucherkennungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Signaleinheit (10a, 12a, 14a, 16a; 12b, 16b) zum Senden und/oder Empfangen von Infrarotstrahlung vorgesehen ist.
  6. Raucherkennungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Signalführungseinheit (20b, 24b) zumindest zwei differierende Strahlbereiche aufweist.
  7. Raucherkennungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine Recheneinheit (34a).
  8. Raucherkennungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine Einheit (34a), die dazu vorgesehen ist, die Daten der Signaleinheiten (10a, 12a, 14a, 16a; 12b, 16b) über einen längeren Zeitraum miteinander zu vergleichen.
  9. Raucherkennungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Einheit (44a, 46a), die zur Ausgabe eines Alarmsignals vorgesehen ist.
  10. Raucherkennungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Einheit (48a), die zur Ausgabe von Signalen über ein Datennetz vorgesehen ist.
  11. Raucherkennungsvorrichtung mit zumindest einer ersten Signaleinheit (10a) zum Aussenden und zumindest einer zweiten Signaleinheit (14a) zum Empfangen von elektromagnetischer Strahlung, gekennzeichnet durch zumindest eine weitere Signaleinheit (12a, 16a), die zum Senden oder Empfangen von elektromagnetischer Strahlung vorgesehen ist.
  12. Raucherkennungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest einen Bilderfassungssensor (50a).
  13. Raucherkennungsvorrichtung zumindest nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch eine Einheit (34a), die dazu vorgesehen ist, anhand der Daten des Bilderfassungssensors (50a) Bewegungen zu erkennen.
  14. Raucherkennungsvorrichtung zumindest nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Bilderfassungssensor (50a) zumindest um eine Achse (52a, 54a) schwenkbar gelagert ist.
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