DE10104861A1 - Verfahren zur Branderkennung - Google Patents
Verfahren zur BranderkennungInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren zur Branderkennung vorgeschlagen, wobei ein Brand durch eine optische Messung erkannt wird. Dabei wird zyklisch ein Meßwert ermittelt und von diesem Meßwert ein Referenzwert abgezogen, um einen Differenzwert zu erzeugen. Der Referenzwert wird in Abhängigkeit von dem Differenzwert verändert, während eine Alarmschwelle aus dem veränderten Referenzwert und einem festen Offsetwert bestimmt wird. Erreicht die Alarmschwelle eine vorgegebene Schwelle, dann wird eine Verschmutzungsmeldung abgegeben.
Description
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur
Branderkennung nach der Gattung des unabhängigen
Patentanspruchs.
Der Ruhewert optischer Brandmelder ist den Umwelteinflüssen
seines Einsatzgebietes ausgesetzt. Feiner Staub und andere
Verunreinigungen in der Luft gelangen über
Eintrittsöffnungen in die optische Meßkammer und setzen sich
an deren Innenwänden sowie an Sender und Empfänger des
optischen Meßsystems ab. Hier wird demnach ein optischer
Brandmelder mit Meßkammer vorgesehen, bei dem Rauch durch
ein Labyrinth in diese Meßkammer eindringt. Verschmutzung
ist jedoch auch ein Problem bei optischen Brandmeldern, die
ohne eine optische Meßkammer auskommen. Dazu zählt
beispielsweise ein Freiraumstreulichtrauchmelder.
Diese Verunreinigungen bewirken eine Veränderung des
Ruhewerts, die um so stärker wird, je länger der Brandmelder
diesen Umweltbedingungen ausgesetzt ist. Bei einer üblich
verwendeten festen Alarmschwelle wird damit die
Empfindlichkeit des Rauch-Brandmelders beeinflußt. Im
Extremfall können sogar Fehlalarme auftreten.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Branderkennung mit den
Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs hat dem gegenüber
den Vorteil, dass eine variable Alarmschwelle verwendet und
der Ruhewert nachgeführt wird, aus dem sich dann diese
variable Alarmschwelle durch Addition mit einem festen
Offsetwert berechnet. Damit passt sich die Alarmschwelle an
die Verschmutzungsbedingungen des Brandmelders automatisch
an. Damit ist weiterhin eine konstante Rauchempfindlichkeit
gewährleistet, und die Einsatzzeit des Brandmelders wird
dadurch wesentlich erhöht. Weiterhin kann aus dem
nachgeführten Ruhewert, dem Referenzwert, der
Verschmutzungsgrad des Melders direkt abgelesen werden, denn
um so höher er ist, desto höher ist der Verschmutzungsgrad.
Das erfindungsgemäße Verfahren funktioniert sowohl bei
Streulicht (Reflexion) als auch bei Durchlicht
(Transmission) Meldern. Bei Streulichtmeldern wandert der
Referenzwert aufgrund verstärkter Reflexionen an den
Schmutzpartikeln an der Meßkammer nach oben, bei den
Durchlichtmeldern nach unten, da die Verschmutzung von
Sender und Empfänger zu einer Verringerung des Ruhewerts
führen.
Durch die in den anhängigen Ansprüchen aufgeführten
Maßnahmen und Weiterbildungen sind vorteilhafte
Verbesserungen des im unabhängigen Patentanspruch
angegebenen Verfahrens zur Branderkennung möglich.
Besonders vorteilhaft ist, dass, wenn die variable
Alarmschwelle eine vorgegebene Schwelle, beispielsweise den
oberen Grenzwert eines Analog-Digitalwandlers erreicht hat,
der zur Digitalisierung der Meßwerte des optischen
Brandmelders verwendet wird, dann eine Verschmutzungsmeldung
abgegeben wird, da die Funktionalität des Brandmelders in
einem solchem Falle gefährdet ist. Dies liegt daran, dass
Werte oberhalb dieser Schwelle nicht mehr unterscheidbar
sind und mit dem Wert der Schwelle digitalisiert werden.
Doch genauso ist es von Vorteil, dass der Referenzwert um
wenigstens 1 Bit verändert wird, sobald der Differenzwert
zwischen Messwert und Referenzwert ungleich Null ist.
Schließlich ist es auch von Vorteil, dass eine Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorliegt,
die sich dadurch auszeichnet, dass sie eine optische
Meßeinrichtung, einen Analog-Digital-Wandler, einen
Prozessor und Mittel zur Abgabe einer Meldung aufweist. Die
Vorrichtung kann dabei vorteilhafterweise als Streulicht-
Rauchmelder ausgebildet sein.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Erfindung
dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 ein Blockschaltbild der
erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fig. 2 Flußdiagramm des
erfindungsgemäßen Verfahrens, Fig. 3 ein Spannungszeit-
Diagramm zur Beschreibung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Fig. 1 zeigt als Blockschaltbild die erfindungsgemäße
Vorrichtung, mit der das erfindungsgemäße Verfahren
durchgeführt wird. Ein optischer Sender 1 ist über eine
Freiraum-Luftstrecke mit einem optischen Empfänger 2
verbunden. Der optische Sender 1 kann eine Laserdiode oder
eine Leuchtdiode sein. Der optische Empfänger 2 kann eine
Foto-Diode oder beispielsweise ein Bolometer sein. Die
Messung, die hier durch die gestrichelte Linie gezeigt ist,
ist eine Steulichtmessung, es sind jedoch auch
Transmissionsmessungen möglich.
Über einen Eingang ist der optische Sender 1 mit einer
Ansteuerung 3 verbunden, die von einem Prozessor 4 über
dessen ersten Datenausgang angesteuert wird. Der optische
Empfänger 2 gibt seine Signale an eine Signalverarbeitung 6
ab, die die Signale verstärkt und filtert. In einem
anschließenden Analog-Digital-Wandler 5 werden die Signale
digitalisiert. Der so entstandene digitale Datenstrom wird
dann zu einem Dateneingang des Prozessors 4 übertragen. Über
seinen zweiten Datenausgang ist der Prozessor 4 mit einem
Schnittstellenbaustein 8 verbunden, der Daten des Prozessors
4 über eine Übertragungsleitung 9 zu einer Zentrale 10
überträgt. Die Übertragungsleitung 9 kann als Bus ausgeführt
sein, sie kann aber auch eine normale Leitung sein und die
Zentrale 10 kann alternativ auch eine Warneinrichtung sein.
In Fig. 2 ist ein Flußdiagramm des erfindungsgemäßen
Verfahrens gezeigt, das mit der in Fig. 1 gezeigten
Vorrichtung durchgeführt wird. In Verfahrensschritt 11 wird
mit dem optischen Sender 1 eine optische Messung
durchgeführt, wobei der optischen Empfänger 2 die optischen
Signale mißt. Diese Messung und die Übertragung zum
Prozessor 4 werden in sehr kurzen Zyklen durchgeführt. In
bestimmten, im Vergleich zu den Messzyklen wesentlich
größeren Zyklen 28 verwendet der Prozessor den aktuellen
Messwert zum Nachführen des Ruhewerts. Bei jedem Messzyklus
wird überprüft, ob die Zykluszeit für die Nachführung
abgelaufen ist (Verfahrensschritt 11a). Ist das nicht der
Fall, dann werden die nachfolgenden Verfahrensschritte für
die Nachführung des Ruhewerts übersprungen und das Verfahren
mit dem Verfahrensschritt 19 zur Branderkennung fortgesetzt.
Ist die Zykluszeit für die Nachführung des Ruhewerts dagegen
abgelaufen, dann folgt Verfahrensschritt 12.
In Verfahrensschritt 12 wird von dem Meßwert ein
abgespeicherter Referenzwert abgezogen, um einen
Differenzwert zu erzeugen. In Verfahrensschritt 13 wird
überprüft, ob der Differenzwert größer null ist. Ist das der
Fall, dann wird in Verfahrensschritt 14 in Abhängigkeit vom
Differenzwert der Referenzwert erhöht. Jedoch mindestens um
ein Bit. Ist der Referenzwert kleiner oder gleich null, dann
wird entweder der Referenzwert in Abhängigkeit vom
Differenzwert gesenkt, jedoch mindestens um ein Bit, oder,
wenn der Differenzwert gleich null ist, wird der
Referenzwert beibehalten. Eine Alarmschwelle wird dann aus
dem veränderten Referenzwert und einem festen Offsetwert
berechnet. Dieser Offsetwert wurde experimentell bestimmt.
In Verfahrensschritt 16 wird überprüft, ob der nun
veränderte Referenzwert, der den Verschmutzungsgrad anzeigt,
gleich einer vorgegebenen Schwelle ist. Dies wird in
Verfahrensschritt 17 überprüft. Ist das der Fall, dann wird
in Verfahrensschritt 18 eine Verschmutzungswarnung
ausgegeben. Dies wird dann vom Prozessor 4 durchgeführt, der
über den Schnittstellenbaustein 8 und Übertragungsleitung 9
dies an die Zentrale 10 übermittelt.
In Verfahrensschritt 19 bildet der Prozessor 4 eine
Differenz zwischen dem Meßwert und der Alarmschwelle, deren
Überschreiten einen Brand anzeigt. In Verfahrensschritt 20
wird überprüft, ob diese Differenz gleich null oder größer
null ist. Ist das der Fall, dann wird in Verfahrensschritt
21 ein Brandalarm ausgegeben. Ist das nicht der Fall, dann
endet in Verfahrensschritt 22 das Verfahren. Die
Brandmeldung wird wiederum über den Schnittstellenbaustein 8
und die Übertragungsleitung 9 an die Zentrale 10 ausgegeben.
In Fig. 3 ist ein Spannungszeit-Diagramm dargestellt, das
das erfindungsgemäße Verfahren beschreibt. Eine variable
Alarmschwelle 24 wird beim Überschreiten, wie es hier bei
dem Spitzenwert eines Meßsignals 25 angezeigt wird, einen
Alarm nach sich ziehen. Der Referenzwert 26 wird wie oben
geschildert nachgeführt. Dabei wird die nachgeführte
Referenz für eine bestimmte Zeiteinheit Δt, mit dem
Bezugszeichen 28 hier bezeichnet, gehalten. Die nachgeführte
Referenz 26 stammt von einem Ruhewert von einem
unverschmutzten Brandmelder 27. Aber aufgrund der
Verschmutzung wird diese Referenz 26 nachgeführt, so dass
nach einer gewissen Zeit ein deutlicher Unterschied zwischen
der nachgeführten Referenz 26 und dem Ruhewert 27 vorliegt.
Die Alarmschwelle wird gleichzeitig um den festen Offsetwert
mit dem Referenzwert 26 verändert. Dabei wird einfach der
Offsetwert zu dem Referenzwert 26 hinzuaddiert, um die
Alarmschwelle 24 zu bestimmen.
Ein Anschlag 23 als die vorgegebene Schwelle für einen
Analog-Digital-Wandler zeigt an, wenn die nachgeführte
Alarmschwelle 24 diesen Wert erreicht, dass der
Verschmutzungsgrad so hoch ist, dass die Funktionsfähigkeit
des Brandmelders nicht mehr gewährleistet ist. Ist der
Differenzwert zwischen dem Meßwert 25 und der Referenz 26
ungleich null, dann wird die Referenz um mindestens 1 Bit,
hier mit digits bezeichnet, 29 verändert.
Claims (5)
1. Verfahren zur Branderkennung, wobei durch eine
optische Messung ein Brand erkannt wird, falls ein Meßwert
(25) der optischen Messung eine Alarmschwelle (24) erreicht,
dadurch gekennzeichnet, dass in bestimmten Zykluszeiten (28)
der Meßwert (25) ermittelt wird, dass von dem Meßwert (25)
ein Referenzwert (26) abgezogen wird, um einen Differenzwert
zu erzeugen, dass der Referenzwert (26) in Abhängigkeit von
dem Differenzwert verändert wird, dass der Referenzwert (26)
für eine bestimmte Zeit (28) mit dem veränderten Wert
gehalten wird und dass die Alarmschwelle (24) aus dem
veränderten Referenzwert (26) und einem festen Offsetwert
bestimmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass aus dem Referenzwert (26) ein Verschmutzungsgrad
bestimmt wird und dass, wenn die Alarmschwelle (24) einen
bestimmten Schwellwert (23) erreicht, eine
Verschmutzungsmeldung abgegeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass der Referenzwert (26) bei einem
Differenzwert, der ungleich null ist, um wenigstens ein Bit
(28) verändert wird.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die
Vorrichtung eine optischen Meßeinrichtung (1, 2), einen
Analog-Digital-Wandler (5), einen Prozessor (4) und Mittel
(8, 9 und 10) zur Abgabe eine Meldung aufweist.
5. Vorrichtung an Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung als Streulichtrauchmelder ausgebildet
ist.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE10104861A DE10104861B4 (de) | 2001-02-03 | 2001-02-03 | Verfahren zur Branderkennung |
| IT2002MI000158A ITMI20020158A1 (it) | 2001-02-03 | 2002-01-31 | Procedimento atto all'individuazione di incendi |
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|---|---|---|---|
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- 2001-02-03 DE DE10104861A patent/DE10104861B4/de not_active Expired - Fee Related
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- 2002-01-31 IT IT2002MI000158A patent/ITMI20020158A1/it unknown
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| WO2013014577A2 (de) | 2011-07-22 | 2013-01-31 | Shustrov Sergei Vladimirovich | Verfahren zur herstellung eines rauchdetektors vom offenen typ und rauchdetektor |
| DE102011108390B4 (de) | 2011-07-22 | 2019-07-11 | PPP "KB Pribor" Ltd. | Verfahren zur Herstellung eines Rauchdetektors vom offenen Typ |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE10104861B4 (de) | 2013-07-18 |
| ITMI20020158A0 (it) | 2002-01-31 |
| ITMI20020158A1 (it) | 2003-07-31 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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| R018 | Grant decision by examination section/examining division | ||
| R020 | Patent grant now final |
Effective date: 20131019 |
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| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |